Enttäuschung: Wenn die Großeltern keine Lust auf die Enkel haben

Mein Name ist Carla, ich bin 35 Jahre alt, glücklich verheiratet, Mutter eines Sohnes und eines Stiefsohnes. Meine Mutter starb, als ich 21 Jahre alt war. Mein Vater ist ein herzensguter Mensch, aber auch ein totaler „Eigenbrötler“ und sehr mit sich selbst und seinem Alltag beschäftigt.

Als ich schwanger wurde, war ich der festen Überzeugung, dass meine Schwiegereltern uns richtig gut unterstützen würden, uns hin und wieder mal Zeit zu zweit ermöglichen und sich einfach freuen würden, das Enkelkind beim Aufwachsen zu begleiten. Wir haben zu den Eltern meines Mannes ein gutes Verhältnis, sie sind beide gesund, gerade mal 60 Jahre alt, leben nur eine halbe Autostunde entfernt.

In den ersten Babymonaten war uns klar, dass wir Eltern fast nonstop beim Baby bleiben. Wir hätten uns auch gar nicht getraut, das Kind schon abzugeben. Mein Mann und ich waren ein super Team und haben diese Zeit gemeinsam gemeistert. Als unser Sohn neun Monate alt war, haben wir geheiratet. Wir waren hier das erste Mal auf Unterstützung von Oma und Opa angewiesen. Es war ausgemacht, dass der Kleine bei ihnen übernachtet, damit wir länger feiern und am Morgen ausschlafen können. Das hat super funktioniert und wir konnten unsere Hochzeit richtig genießen.

Wir wünschten uns eine enge Beziehung

Mein Wunsch war es, eine enge Beziehung zu Oma und Opa zu fördern. Ich selbst hatte eine sehr enge Bindung zu meinen Großeltern, die sich viel um mich gekümmert haben und bei denen ich sehr gerne war. Ich fand die Vorstellung toll, dass die Großeltern regelmäßig auf unseren Sohn aufpassen, es zu einer Art Routine wird und unser Sohn vielleicht alle acht Wochen dort mal übernachtet.

Unser Sohn wurde größer, aber diese Routine stellte sich nicht ein. Als er ungefähr 3 Jahre alt war, haben wir mehrmals gefragt, welches Wochenende den Großeltern denn passen würde. Mein Mann und ich arbeiten beide Vollzeit und haben auch regelmäßig den großen Sohn meines Mannes bei uns – da wäre es so toll, wenn wir einfach auch mal Zeit zum Luftholen hätten. Doch immer, wenn wir Oma und Opa baten, kamen Aussagen wie: „Oh je, habt ihr etwa was Wichtiges vor?“ oder „Mhhh, müssen wir nochmal besprechen. Wir hatten da eigentlich schon was vor.“ oder „Ich muss mal Opa fragen und melde mich wieder.“ oder „Ach, da wollten wir eigentlich einkaufen gehen.“

Das machte mich echt traurig, ich hätte mir so gewünscht, dass sie sich mehr über ihr Enkelkind freuen. Dass sie sagen: „Oh toll, ja, wir haben den Kleinen ja schon so lange nicht mehr gesehen…“ Ich rede hier nicht davon, dass sie täglich einspringen, sondern einfach von ein bisschen Interesse.

Ich weiß, es sind MEINE Erwartungen, dass Oma und Opa mal von sich aus Interesse gezeigt hätten. Mein Mann hat das Thema dann einmal angesprochen, seine Eltern sagten zu, dass sie einmal im Monat auf unseren Sohn aufpassen. Es kam aber immer was dazwischen, so dass es drei Übernachtungen im ganzen Jahr waren…

Mittlerweile ist unser Sohn 4 und wenn wir ihn mal fragen, ob wir mal Oma und Opa besuchen wollen oder ob er mal wieder da schlafen möchte, hat er verständlicherweise keine Lust, da es einfach zu selten war/ist und er keine Bindung zu ihnen hat.

Die Ablehnung verletzt mich

Mich verletzt die Art der Schwiegereltern auch so, weil der große Sohn meines Mannes viel öfter bei ihnen war, als er klein war. Deshalb haben sie auch einen Sandkasten, Kinderspielzeug – aber niemand nutzt es. Unser Sohn ist ein lustiger kleiner Junge, kann sich gut mitteilen und ist trocken – er macht also keine „Arbeit“.

Vielleicht ist es auch so, dass die Großeltern nach dem großen Sohn meines Mannes keine Lust mehr auf Kinder haben. Es macht mich alles so unendlich traurig, weil ich weiß, was meine eigene Mutter dafür gegeben hätte, ihren Enkel kennenzulernen.

Mittlerweile versuche ich, mich mit dem Verhalten der Schwiegereltern abzufinden und auch damit, Erwartungen zu haben.

Gibt es hier andere Familien, bei denen die Großeltern auch keine große Lust hatten, sich einzubringen und die Enkel zu sehen? Ich freue mich über eure Erzählungen.

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260 comments

  1. Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, aber einige… und weiß auch nicht, ob hier weitergelesen wird, weil der letzte Beitrag im Februar 2022 war. Bei mir ist die Situation irgendwie ganz anders. Ich war alleinerziehend und habe eine Tochter und einen Sohn und bin Oma von 2 Enkeln. Der Sohn meiner Tochter ist 5 und der Sohn meines Sohnes ist letzte Woche 1 Jahr alt geworden. Nun wurde mir von meinem Sohn vorgeworfen, das ich mich nicht um meinen Enkel kümmere und das doch absolut nicht normal wäre. Was soll ich dazu sagen? Es wird von mir erwartet, das ich mind. 1x in der Woche vorbeikomme und mal meinen Enkel ins Bett bringe. Ferner haben sie vor, für 3 Tage zu verreisen und ich soll dann Urlaub nehmen und meinen Enkel nehmen. Mein Enkel hat in seinem 1. Lebensjahr noch nicht 1x bei mir übernachtet. Ich habe von Anfang an meine Hilfe angeboten und gesagt, wenn ich ihn nehmen oder aufpassen soll, dann sagt es einfach. Ich wurde nie gefragt. Denn es ist nämlich so, das meine Schwiegertochter ihr Kind nicht so gerne abgeben wollte. Jetzt ist 1 Jahr vergangen, meine Schwiegertochter geht nun wieder teilzeit arbeiten und mein Enkel ist dann morgens bei ihrem Vater, weil dieser schon lange in Frührente ist. Das Kind schreit bei ihm jeden Tag eine Stunde lang nach seiner Mama, obwohl ihre Eltern im gleichen Ort wohnen und ständig bei meinem Sohn und Familie ein- und ausgehen, wie sie Lust haben. Auch wohnt die Schwester meiner Schwiegertochter mit Familie direkt neben meinem Sohn und geht auch ständig bei ihnen ein und aus. Das ist aber wohl in einer kroatischen Familie normal, nur bei mir ist es eben nicht so, denn ich bin nicht der Typ Mensch, welcher einfach unangemeldet aufkreuzt. Da ich dies nicht so gemacht habe, wird mir das nun vorgeworfen. Es heißt: Sie müssen nicht auf mich zugehen, sondern ich soll immer mal eben schnell vorbeikommen. Ich steh irgendwie neben mir und versteh das Ganze nicht. Auch wenn ich bei Festen dort war, hatte ich gar keine Chance, mein Enkelkind zu nehmen, weil ständig entweder die Schwester, Neffe, andere Oma oder Patenonkel das Kind hatten.
    Kann mir einer helfen? Ich will versuchen das zu ändern, aber ich arbeite auch Vollzeit jeden Tag 8-10 Stunden. Bei meiner Tochter (5-jähriger Sohn) war es ganz anders. Sie hat gleich von Anfang an gefragt: Mama kannst du ihn hier mal oder da mal über Nacht nehmen. Ich habe nie „Nein“ gesagt, und ihn immer genommen. Habe sogar mal 2 Tage Urlaub genommen, weil sie auf eine Weiterbildung musste. Und nun diese Vorwürfe von meinem Sohn. Weil ich das Verhältnis mit meinem Sohn nicht verlieren möchte, werde ich versuchen, das zu tun, was sie von mir verlangen. Aber ist das normal?

  2. Ich finde, man muss immer beide Seiten hören.
    Finde es total erschreckend, dass sooo viele Menschen immer meinen, sich ein Urteil bilden zu können, obwohl sie nur eine Seite angehört haben.

    Aber das ist ein generelles Problem und hat mit der Dummheit eines Großteils der Menschheit zu tun.

    1. Es reden hier immer alle von 2 Seiten, doch als ich die Tage mit meinem Mann über das Thema gesprochen habe, wurde mir bewusst, dass es eigentlich 3 Seiten gibt.
      Da gibt es meine Schwiegereltern, die wenig bis gar keine Lust auf ihre Enkel haben. Besonders vom Opa kommt nur wenig mehr als Hallo und tschüss.
      Und da gibt es die Enkel, die sich verständlicherweise bei den Großeltern nicht sonderlich wohl fühlen, weil sie es vom anderen Opa und bei Freunden anders sehen und erleben.
      Und die dritte Seite ist mein Mann. Vor den Kindern waren wir jeden Sonntag bei den Schwiegereltern! Es gab bestimmte Veranstaltungen, da sind wir jedes Jahr zusammen hingegangen. Jahrelang! Seit wir Kinder haben, machen wir nichts mehr davon. Obwohl wir als Eltern immer dabei sind und die Schwiegereltern einfach nur Oma und Opa sein könnten, ist es ihnen zu anstrengend. Inzwischen will mein Mann auch nicht mehr so gerne zu seinen Eltern. Es ist nicht schön zu sehen, dass die eigenen geliebten Kinder von den Großeltern bzw eigenen Eltern nur als Belastung gesehen werden und kaum Interesse besteht. Und mein Mann hinterfragt auch immer mehr das Verhalten seiner Eltern als er ein Kind war. Die bittere Erkenntnis: mein Mann hat kaum Erinnerungen daran, dass sein Vater mal mit ihm und seinem Bruder etwas gemacht hätte! Schlechter Vater und jetzt auch schlechter Opa. Wie traurig!

  3. Sie sprechen mir aus der Seele. Jeder geht von seiner Situation aus. Es gehört viel Emphathie von beiden Seiten dazu um ein friedliches Verhältnis zu den Enkeln zu entwickeln. Was ist bei Scheidungskindern? Die Eltern entscheiden wen sie sehen uns wen nicht…Die Eltern sind für das Wohl der Kinder verantwortlich. Man sollte also auch die andere Meinung akzeptieren. Heute ist aber immer alles als Schwarz oder Weiß. Viele Eltern und Großeltern wissen, dass das Leben zu 90% aus Grautönen besteht.

  4. Wenn ich diesen Artikel lese, bin ich nur noch froher und glücklicher meine Eltern zu haben. Ich bin alleinerziehend, Vollzeitbeschäftigte im Schicht Dienst. Als ich mit meinem Sohn in der Ausbildung schwanger wurde, habe ich mir alles mögliche an Szenarien ausgemalt. Aber das meine Mama und mein Papa beide so hinter mir standen und gesagt haben, egal wie wir schaffen das als Famile, dass hätte ich nicht gedacht. Und auch heute 13 Jahre später, stehen sie voll hinter mir und ihrem Enkel. Bei uns in der Famile war schon immer ein starker zusammhalt da. Immer wieder merke ich einfach wie sehr meine Mama meiner Oma ähnelt.Ich muss zu meiner Schande sagen, mein Sohn ist oft bei Oma und Opa. Im Gegenzug tue ich aber alles dafür um meine Eltern zu unterstützen wo ich nur kann. Meine Mama ist gesundheitlich angeschlagen, trotzdem kümmert sie sich wundervoll um ihren Enkel. Bei arbeiten auch in Vollzeit und Mein Papa wie ich im Schichtdienst, aber egal was ist sie sind immer für ihren Enkel da und helfen wo sie nur können. Ja es ist ein Luxus den ich da habe, aber umso dankbarer bin ich meinen Eltern auch.Ohne Oma und Opa hätte ich nicht zwei Ausbildungen machen können und würde jetzt nicht da stehen wo ich jetzt bin. Es ist bei weitem nicht selbstverständlichwas sie alles für uns beide machen, schon gar nicht das sie während der Pandemie kurzerhand ihren Enkel zu sich holen, für Homeschooling, und Ihn 24/7 betreuen. Natürlich bin ich täglich bei ihnen. Nach der Arbeit vor der Arbeit, aber den Hauptjob hatten halt Oma und Opa. Es ist auch nicht selbstverständlich bei der Wohnungssuche darauf zu achten das der Enkel sein eigenes Zimmer hat, in der neuen Wohnung. Daher bin ich mehr als glücklich das mein Kind so eine enge und wundervolle Bindung zu Oma und Opa hat, wie auch ich sie zu meinen Eltern habe.

  5. Ich denke, diese Einstellung resultiert aus unserer ich-zentrierten Kultur. Ich selbst bin Deutsche und seit 12 Jahren mit einem Türken verheiratet. Die Familie meines Mannes ist sehr traditionell und legt auch viel Wert auf ihre Religion. Wir haben drei Kinder. Während meine eigene Familie sich sichtlich wenig für unsere Kinder interessiert und immer argumentiert, dass sie zu wenig Zeit hätten, hat die Familie meines Mannes immer Zeit für uns. Egal ob bei Krankheit, in der Schule, bei Festen oder einfach nur im Alltag. Meine Schwiegereltern sind immer abrufbereit,obwohl sie selbst auch arbeiten und einen sehr großen Freundes – und Familienkreis haben. Bei ihnen steht die Familie immer an erster Stelle. Auch die Geschwister meines Mannes und deren Kinder interessieren sich sehr für uns, sie rufen uns regelmäßig an und fragen wie es uns geht und ob wir Hilfe brauchen. Man spürt einfach Familienzusammebhalt in einer Art, die ich von meiner deutschen Familie so nicht kenne. Ich höre so oft, wie über ausländische Familien hergezogen wird, aber niemand redet darüber, wie stark der Familienzusammebhalt in ausländischen Familien ist und – im Gegensatz dazu- wie stark die deutsche Gesellschaft sich immer mehr auf sich selbst fokussiert und dadurch immer mehr zerrüttet.

    1. Das ist ja verrückt wie einige hier auf Carla los gehen. Ja ich habe mich dazu entschieden eine Familie zu gründen, aber auch meine Eltern haben sich einmal dazu entschieden. Wer sich nicht dafür entschieden hat ist das kleine Wesen welches auf die Welt kommt. Also ist es meine Aufgabe diesem Wesen ein gutes Leben zu ermöglichen, wie es einst die Aufgabe meiner Eltern bei mir war. Wenn also mein Kind ein Kind bekommt bin ich für dieses Kind da, weil ich für mein Kind da bin. Ich finde es auch ganz schlimm das hier einige so tun, als wäre es etwas schlimmes das Carla mal durchatmen möchte. Ich habe mich auch dazu entschieden arbeiten zu gehen und für meinen Beruf an sich, freue mich trotzdem über Urlaub. Die Menschen den ich am meisten Vertraue sind nun mal meine Eltern/Schwiegereltern, also wo wäre mein Kind besser aufgehoben, als bei den Menschen die meinen Mann oder mich gross gezogen haben. Klar will man nach 20 Jahren oder mehr auch mal Zeit für mich, aber Carla will ja nicht alle 2 Tage ihr Kind an die Grosseltern abgeben, sondern alle 2 Monate. Ja ich habe mich für eine Familie entschieden, für mein Kind und für alles war da noch kommt, somit auch für meine Enkelkinder. Ich bin spät Mama geworden (und werde aus mehren Gründen nur dieses eine Kind haben können) und ich wünsche mir so sehr das meine Tochter nicht so spät Mama wird, damit ich noch Zeit mit meinen Enkeln haben kann. Meine Großeltern wohnen relativ weit entfernt, ich war fast jede Ferien da, ich bin dankbar für jede wertvolle Minute mit meinen wunderbaren Grosseltern. Das ist einfach mit die beste Kindheitserinnerung.

      1. Ich sehe das genauso wie Sie. Wer Kinder bekommt und eine Familie gründet, geht eine lebenslange Bindung ein und kann sich nicht nur die Annehmlichkeiten herauspicken. Mutter zu sein ist doch kein zeitlich befristeter „Job“, bei dem man nach 18 Jahren seine Pflicht getan hat und den Vertrag aufkündigen kann. Es ist wirklich bestürzend, dass es so viele Leute gibt, die meinen, dem Enkelkind eine Oma zu sein, sei eine großzügige Gefälligkeit. Wenn nicht gar eine Zumutung. Die man nur eingeht, falls es einem in den Kram passt. Das hat rein gar nichts mit Familienzusammenhalt zu tun.
        Natürlich kann man niemanden zwingen, aber es sollte doch möglich sein, der jungen Familie ab und zu unter die Arme zu greifen, wenn man selbst noch fit, gesund und zeitlich verfügbar ist.

        An die TE: Wenn Ihre Schwiegerelten mal älter werden und Hilfe benötigen, sagt Ihr Mann dann auch zu Ihnen: das passt mir gerade nicht, ich wollte eigentlich gerade die Füße hochlegen/einkaufen/zum Sport? Ich habe ja nicht darum gebeten, dass ihr mich in die Welt setzt, also zählt nicht auf mich?

    2. Bei uns ist das leider auch so. Mein Vater/“Opa“(79) ist ein furchtbarer Mensch. Er wird wg. Nichtigkeiten böse. Es reicht schon, wenn man eine andere Meinung hat. Er kommt so wie mit keinem Menschen aus… mit Kindern noch weniger! Er hat auch so gut wie keinen Kontakt zu anderen Menschen. Nur meine Mutter(75) erträgt ihn… nimmt es hin.
      Über meine Kindheit kann ich mich im Großen und Ganzen nicht beschweren. Mein Bruder hat öfter Schläge bekommen,…. war damals so. Er war oft jähzornig. Meinem Vater war Klnd 2 wohl schon zuviel. Na ja, eigentlich hatte sich mein Vater zuvor auch mal ein Enkelkind gewünscht u. hatte sich darauf gefreut damals. Anfangs ging es noch. Aber je eigenständiger das Kind wurde, …. eigenen Willen zeigen… desto schwieriger wurde es. Wehe dem Kind schmeckte das Essen nicht, welches Oma gekocht hatte… o. es war mal etwas grantig… Mein Sohn wird bald 9 Jahre u. ist ein ganz normales Kind. Eher ein ruhiger Typ. Nie gab es irgendwo Probleme. Er kommt mit Erwachsenen und Kindern gut klar. Je älter er wurde, umso mehr hatte mein Vater an ihm auszusetzen. Und natürlich ist meine Erziehung „viel zu lasch“. Wahrscheinlich hätte es gerne gesehen, wenn das Kind bei Widerworten jedesmal eine Schelln kriegt. Das passiert natürlich nicht! Mein Erziehungsstil ist aber keinesfalls anti-authoritär. Für heutige Verhältnisse eher ein bisschen strenger, aber nicht übertrieben. Ich darf meinen Sohn jetzt seit einem halben Jahr nicht mehr mitbringen. Meine Eltern wohnen 150 km entfernt. Das Kind soll gefälligst die ganze Zeit alleine, still Spielen u. nicht stören, wenn sich die Erwachsenen unterhalten. Weiter hat mein Vater ihm immer unterstellt, er hätte an seine Mini-Modelleisenbahn was kaputt gemacht. Es ist wirklich traurig. Ich hatte tolle Großeltern. Hab dort oft übernachtet u. sie haben ganz viel mit mir gemacht. Meine Eltern sind nicht soo gebrechlich. Aber schon schlimm, wenn man nicht mal mit dem Enkel zu Besuch kommen darf. Oma tut mir leid. Wir treffen uns jetzt außerhalb manchmal. Sie duldet den Psychopathen, dem wirklich nie jemand was getan hat. Der auch immer Hilfe bekommen hat, wenn er was gesagt hat. Er ist aber ein böser Einzelgänger geworden, der damit beschäftigt ist, alle anderen Menschen zu hassen. Auch versucht er meine Mutter von anderen Menschen zu isolieren, was ihm schon recht gut gelungen ist. Es traut sich fast keiner mehr dort anzurufen, weil er alle blöd anmacht, die meist mit meiner Mutter sprechen wollten. Internet/ Handy nutzen sie nicht. Kein Interesse, alles böse!

  6. Ich werde jetzt 56, mein Leben ist beruflich sehr herausfordernd mein Mann ist krank und braucht Unterstützung und ich merke auch, dass ich bei weitem nicht mehr so belastbar bin wie mit 30. Meine beiden Söhne sind erwachsen und haben noch keine Kinder. Ich würde mich sehr über Enkel freuen und mich auch gerne unterstützend in das Leben der jungen Familien einbringen. Aber ich weiß, dass ich dann meine Arbeitszeit reduzieren müsste. Ich liebe meinen Job, aber das wäre es mir tausendmal wert, weil Familie mir immer wichtiger war und ist und ich gerne junge Menschen unterstütze.
    Meine Mutti konnte unter der Woche die Enkel nicht sehen, weil sie gearbeitet hat und über eine Stunde Fahrzeit zur Arbeit und auch zu uns hatte. Das war nicht drin, obwohl sie es gerne gewollt hätte. Aber ich war nicht so weit, in ihre Nähe zu ziehen, unsere Beziehung war noch schwierig (ist inzwischen prima). Aber sie und ihr Mann haben die Kinder in jeden Winterferien für eine Woche mit in den Skiurlaub genommen und im Sommer eine Woche mit in den Urlaub. Da konnte eine starke Beziehung wachsen, die jetzt noch trägt, obwohl Enkel und Großeltern sich zu selten sehen. Ich bin zuversichtlich, dass die Kids „auf der Matte stehen“, wenn Oma und Opa wirklich hilfebedürftig sind.
    Ich glaube, der Knackpunkt ist die Frage, ob ich eine Beziehung zu meinen Enkeln will oder nicht. Es geht nicht um’s „Parken“. Und Carla wünscht sich solche Großeltern, die Nähe zulassen und Familie leben, vielleicht auch für Carla mütterlich/väterlich da sind, denn auch Erwachsene brauchen Eltern, die zuhören, ermutigen und auch mal praktisch unterstützen. Wer das für seine erwachsenen Kinder nicht leisten will, hat scheinbar wirklich Härten des eigenen Lebens nicht gut aufgearbeitet. Ich wünsche Carla den Mut, sich andere Eltern/Großeltern zu suchen, mit denen sie und ihr Mann Großfamilie leben können. Schaut und hört euch um, inseriert, lasst euch von Fehlschlägen nicht entmutigen! Und lasst die Erwartungen an die Schwiegereltern los, sie können es vermutlich nicht anders.

  7. Wir haben kaum Familie. Die Schwiegereltern wohnen in der gleichen Stadt und es hat sich nie eine richtige Verbindung aufgebaut.
    Ich finde das super schade, aber was kann man machen…
    Die Schwiegermutter hat mit meinen Kids (8 und 10 Jahre) noch NIE Plätzchen gebacken. Am Sonntag mal gemeinsam im Restaurant Mittagessen war auch nicht drin. Ich finde es seltsam und sehr schade für meine Kinder.
    Es gibt nur einen Onkel für meine Kinder und der wohnt mit Familie im Ausland, weit weg. Meine Eltern sehen wir nur 3-4 Mal im Jahr.
    Unsere Familie besteht irgendwie nur aus 4 Personen. Wie sollen meine Kinder da überhaupt lernen was Familie ist…

    1. Ich verstehe es gut, dass die Autorin die nicht vorhandene Bindung zu den Großeltern bedauert. Genauso verstehe ich es, dass sie Zeit ohne Kind haben möchte. Trotzdem lese ich aus dem Text auch eher, dass sie es ihren Schwiegereltern verübelt, dass diese sie nicht genug entlasten. Ich finde, einmal monatlich das Kind über Nacht abzugeben ist ehrlich gesagt ein ziemlicher Luxus.
      Meine Kinder haben eine sehr enge Bindung zu meinen Eltern, worum ich sehr froh bin. Ich hatte zu beiden Großeltern keine gute Beziehung und habe mir das immer anders gewünscht. Und dass es für mich eime Entlastung ist, wenn die Kinder bei den Großeltern sind, ist ein angenehmer Nebeneffekt. Ich finde es jedoch nicht selbstverständlich, dass die eigenen Eltern zur Verfügung stehen, wenn wir ausgehen möchten.
      Da gibt es ja auch immer noch die Möglichkeit, einen Babysitter zu engagieren.

    2. Hallo Anni,

      uns erging es ähnlich.
      Meine Eltern als auch die Eltern meines Mannes haben den Kontakt zu uns Vieren bewusst abgebrochen.
      Von meinen Schwiegereltern haben wir sogar ein relativ formelles Kündigungsschreiben erhalten.
      Sie haben sozusagen offiziell mit uns „Schluss gemacht“.
      Es ist traurig, enttäuschend und alles was einem noch dazu einfällt.
      Aber die Beziehung zu unseren Eltern war nie wirklich innig, sogar kaum vorhanden.
      Es gab eine Zeit, da haben wir uns alle zusammen gerissen und wollten diese Familie unbedingt.
      Die Vergangenheit ruhen lassen und gemeinsam mit dem neuen Leben-unsere Kinder(7+10)- auf null starten.
      Es hat nicht geklappt, die Differenzen waren einfach unüberwindbar.
      Lediglich meine Schwester (17) blieb übrig und wollte an unserem Leben teilhaben.
      Nach 1 1/2 Jahren voller Trauer um den „Verlust“ der Großeltern sind mein Mann und ich gewachsen.
      Wir haben begriffen dass wir genug sin.
      Unsere Familie mag klein sein aber wir haben alles was wir benötigen. Natürlich-
      es wäre und hätte und sollte…
      Aber wir können es nicht ändern und niemanden zwingen uns zu lieben.
      Ich habe für meine Kinder eine andere Art von Familie aufgebaut.
      Wir haben tolle Nachbarn, welche begeistert von unseren Beiden sind und gerne Zeit mit ihnen verbringen.
      Sie nehmen sich sogar an der Arbeit frei um mit Ihnen etwas zu unternehmen.
      Wir sind mit Freunden und deren Kinder in den Ferien unterwegs.
      Ich habe auch einen guten Kontakt zu den Eltern der Klassenkameraden. Wir unterstützen uns gegenseitig und helfen einander wenn es mal zu Betreuungsengpässen kommt.
      Ansonsten gibt es noch unsere Kindersitter, welche wir aber nur selten brauchen.
      Mein Mann ist mit der Arbeit kürzer getreten um mehr bei uns sein zu können.
      In naher Zukunft wird er nur noch geringfügig arbeiten gehen um für die Kids da sein zu können.
      Während ich in Vollzeit arbeiten werde.
      Da mein Mann und ich in Schicht arbeiten haben wir öfter unter der Woche Zeit.
      Wir nehmen uns die Auszeit wenn die Kids werktags in der Schule sind.
      Falls doch mal abends etwas geplant sein sollte, kommt meine Schwester und schläft bei uns. Das passiert ca. 4-5 im Jahr, wir sind sehr dankbar dafür.
      Sie nimmt öfter eine Freundin mit, welche auch bei uns schläft.
      Zu viert verbringen sie einen gemütlichen Spieleabend an der Konsole und die Kids dürfen alles was sie sonst nach 20 Uhr nicht mehr dürfen.
      Wir haben also unseren Weg gefunden.

      Das wünsche ich euch auch von Herzen.
      Es ist sicher schwer und belastend weil man sich oft fragt warum?
      Ihr seid die Familie für eure Kids das ist unglaublich viel.
      Unsere Kinder sind am glücklichsten wenn wir es auch sind. Es ist eine Floskel aber auch so wahr.
      Ich möchte nicht mit Ratschlägen umher werfen, es steht mir nicht zu.
      Aber Mut zusprechen, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten und Perspektiven <3

  8. Genauso sehe ich das auch. Aber wo bleibt der andere Opa ? Vielleicht möchte der , trotz seiner „Eigenarten“ ja gerne aufpassen. So ein alleinlebender Opa mit seinem Enkel zusammen…das bringt auch in sein Leben vielleicht neuen Wind. Diesen lässt sie aber scheinbar aussen vor – entbindet ihn von sich aus im Vorwege. Er darf somit so leben wie er möchte(da ist die Akzeptanz der Tochterim Vorwege)….und die Schwiegereltern dürfen nicht?
    Bin selbst Oma, Vollzeit berufstätig(auch samstags), alleinlebend….und manchmal so groggy, dass ich auch öfter mal ablehnen muss. Über 60 schlaucht so eine Woche. Da braucht man auch mal Zeit für sich. Besuche mit Kind bei Oma und Opa finde ich o.k.- alles weitere ergibt sich doch dann vielleicht auch noch wieder.
    Familienplanung heisst in erster Linie Mutter, Vater, Kind…..Großeltern gehören in erster Linie NICHT automatisch dazu. Wie viele Eltern haben gar keine Möglichkeiten mal kinderfrei zu sein – darüber vielleicht mal nachdenken.

    1. Sicherlich geht es der Fragenstellerin sowohl um eine Beziehung der Kinder zu den Großeltern als auch um eine Möglichkeit der Entlastung. Wer wünscht sich nicht auch mal einen Abend frei ? Wer freut sich nicht darüber, wenn die Oma das Kind vom Kindergarten abholt, weil es krank wurde und man selbst gerade schlecht von der Arbeit los kommt? Ich bin gerade über einige Kommentare hier erschrocken. Natürlich geht es nicht darum, die eigenen Kinder ständig bei den eigenen Eltern zu parken. Aber zu sagen, Eltern sind völlig alleine für ihre Kinder verantwortlich und dürfen niemals ihre Eltern um Hilfe bitten hört sich für mich eher nach persönlichen Frust an. Oder danach, dass die nachfolgende Generation es nicht besser haben soll als man selbst früher. Wir haben es doch auch nicht anders gehabt… Letztendlich muss jede Familie für sich selbst entscheiden, welches Konzept zu ihr passt. Ich kenne Omas, die lieben es, jeden Vormittag auf die Kinder aufzupassen, während die Eltern arbeiten. Für mich als junge Mutter wäre das keine Lösung, da ich meine eigenen Eltern nicht zu sehr beanspruchen möchte und ich vor allem weiß, dass sie es selbst nicht wollen und ihre Freizeit brauchen. Ich weiß aber, dass sie mich grundsätzlich unterstützen wollen, soweit sie können. Und macht das nicht auch Familie aus? Sie nehmen etwa 1x pro Monat meinen Sohn zum Übernachten, sodass wir einen Abend als Paar für uns haben. Oh ja, das ist wertvoll! Wenn ich 1x pro Monat länger arbeiten muss, holen sie meinen Sohn vom Kiga. Dafür bin ich dankbar und ich kenne den Wert. Aber natürlich ist alles keine Selbstverständlichkeit und man muss im Dialog bleiben, damit es für alle passt. Meine Schwiegereltern lieben den Kontakt zu ihren Enkeln, allerdings unterstützen sie uns weniger sondern wollen uns jedes Wochenende gemeinsam treffen. Das wird manchmal anstrengend, weil uns dadurch kaum noch Zeit für uns als Familie oder auch mal Zeit für Freunde übrig bleibt. Meine eigenen Großeltern haben sich nie für mich interessiert und es war als Kind für mich furchtbar, wenn ich Mal ein paar Tage bei ihnen bleiben musste, weil meine Eltern verreist sind. Sie hatten keine Lust auf mich und das spürte ich. Auch heute habe ich kaum Kontakt zu ihnen. Mein Mann wiederum war als kleines Kind ständig bei seinen Großeltern, sie haben ihn viel betreut. Die Beziehung ist auch heute noch toll und sehr intensiv… Ja, Beziehung muss man sich erarbeiten, das geht nur über Zeit und Wille. Wenn Mama und Papa in dieser Zeit etwas für sich machen oder ihren Aufgaben nachgehen finde ich das absolut nicht verwerflich. Aber wie gesagt, es muss für alle passen. Für die Fragenstellerin tut es mir leid, dass ihre Vorstellung nicht zu der der Großeltern passt. Aber leider kann sie da nicht viel machen, außer sich anderweitig Bezugspersonen zu suchen. Es müssen sich unbedingt die Großeltern sein, auch wenn es natürlich schön wäre. Für die Kinder ist in erster Linie entscheidend , dass sie überhaupt Bezugspersonen haben.

    2. Danke Sabine, du bist genau diese Art von Generation die Carla in ihrem Artikel anspricht. Der Sinn für Familie geht wegen der Befindlichkeiten verloren. Es wird nichts mehr investiert. Kurzer Besuch, Enkel auf dem Silbertablett serviert bekommen und dann möchte man aber bitte wieder seine Ruhe. Meist habt gerade ihr in vergangenen Zeiten selber sehr viel Unterstützung erhalten von den Großeltern als eure Kinder klein waren. Und das zu Zeiten wo es nicht so bequem war wie heute mit Auto und allem drum und dran. Aber heute besteht Familie für euch aus Mama, Papa, Kind. Diese Aussage von dir sagt schon alles. Es geht nicht darum Verantwortung abzugeben, sondern viel mehr darum, dass es unendlich traurig ist, das ihr euern Enkeln eine Stunde begleitete Zeit mit den Eltern bei euch gönnt, aber weiter unterstützen könnt ihr leider nicht. Diese Zeit mit den Kindern bekommt ihr niemals wieder. Es wird Momente in eurem Leben geben wo ihr sehr einsam und allein sein werdet, weil die Enkel zu denen ihr keine Bindung aufbauen wolltet dann auch keinen Bock haben- darüber vielleicht mal nachdenken.

    3. Hallo Sabine, ich finde das ist ein sehr trauriger Blick auf „Familie“, wenn man darin nur die Eltern und Kinder sieht. Ich zähle zu meiner Familie sämtliche Onkel, Tanten, Cousinen, Grosscousins und natürlich auch meine Großeltern dazu. Und das ist ein herrliches Gefühl so viele liebe Menschen zu haben die einem etwas bedeuten und denen ich etwas bedeute. Natürlich hat dieses Glück nicht jeder aber von vornherein andere Verwandtschaft aus der Familie auszuschließen finde ich seltsam. Klar sind meine Tanten nicht für meine freien Nachmittage zuständig aber was spricht dagegen wenn die Kinder statt zu ner Freundin zur Cousine gehen und nächste Woche übernehme ich die Bande für einen Nachmittag?

  9. „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ So selbstverständlich wie wir (Bruder, Cousinen, Cousins & ich) Zeit bei unseren Großeltern verbracht haben.. So selbstverständlich halten sich meine Eltern heut raus, wenn es um ihren Enkel geht.. Als hätten sie vergessen, wie Elternsein war. Persönlich wünsche ich meinem Sohn, dass er sooo viele wundervolle Erinnerungen mit seinen Großeltern sammeln kann- wie ich sie sammelte. Leider, soll dem nicht so sein. Mein Eindruck : das ist ein Problem dieser Generation von Großeltern.. Das Interesse an den Enkelkindern steht hinten an.

  10. Wie hier so viele von Kinder bei den Großeltern „parken“ schreiben und sagen die Mutter dürfe von den (Schwieger-)Eltern nicht erwarten, dass diese sich gerne auch mal um die Enkel und Enkellinen kümmern, weil sie es sich ja ausgesucht hat Mutter zu werden und nicht die Großeltern…Einfach traurig zu lesen…verstehe ich nicht…
    1. Man „parkt“ Kinder nicht! Man braucht aber so sehr man seine Kinder auch liebt hin und wieder Zeit als Paar oder für sich allein. Da ist es dann eben wichtig die Kinder gut betreut zu wissen was eben bei den Großeltern oder in der Kita gesichert ist.
    2. Geht es der Autorin mehr um eine Bindung zwischen Enkeln und Großeltern als um die Betreuung ansich. Diese Bindung ist für die Kinder sehr wichtig, das Belegen auch Soziologen und Psychologen!
    3. Wenn man sich dazu entscheidet Kinder zu bekommen entscheidet man sich eine Familie zu gründen. Dieser Prozess endet eben nicht nach 18 Jahren von einem Tag auf den anderen. Du bist immer Mutter deiner Kinder und wenn diese Kinder bekommen gehören auch die zu deiner Familie um die du dich kümmerst und die du liebst.
    4. Hängt mit 3. zusammen…Wenn du eine tiefe Bindung zu deiner Familie hast hat diese auch eine tiefe Bindung zu dir. Man hilft sich gegenseitig wo man kann (Das kommt Oma und Opa in Bezug auf IT, schwerer Arbeiten (im Garten) oder im Alter generell sehr zu Gute). Ist die Bindung schwach erwarte du auch nichts von deinen Kindern und Enkeln… Da spreche ich aus eigener Erfahrung…Zu meinen Großeltern mütterlicherseits habe ich die stärkste Bindung die man sich vorstellen kann und ich würde alles für sie tun wenn es nötig wäre. Bei den Eltern meines Papas ist das komplette Gegenteil der Fall. Die Bindung ist quasi inexistent und daher sind mir diese Personen auch in keinster Weise wichtig.
    Rente genießen schön und gut aber da kann man die Enkel bestimmt mal mitnehmen und gemeinsam die Zeit genießen. Da haben dann alle was davon!

    1. Hallo… ich habe mir die Kommentare nicht durchgelesen aber habe dazu eine klare Meinung… wenn man eine Familie gründet dann tut man das für sich selbst. Luft holen muss jeder mal aber der Artikel klingt schon so dass es von vorne herein vorausgesetzt wurde das der kleine alle paar Wochen zu Oma u Opa geht… ich finde es völlig legitim wenn es Großeltern gibt die sich im letzten Drittel ihres Lebens ehr zurück ziehen möchten u ihr Leben genießen wollen. Ein Leben in einem Freiraum den sie über Jahrzehnte nicht hatten… ich finde das hat nichts mit Desinteresse zu tun… über gemeinsame Besuche mit den Eltern u dem Kind hätten sie sich bestimmt gefreut aber Rhythmisch auf den Enkel aufpassen o immer mal wieder wenn es grade nötig ist wollen sich die Großeltern nicht binden lassen u das finde ich völlig in Ordnung… es ist herauszulesende dass die Eltern schon damit gerechnet haben dass die Großeltern sie entlasten aber diese Erwartung zu erheben ohne sich vor der Familienplanung mit den Großeltern zusammen zu setzen kann nur zu Enttäuschungen führen… die Großeltern haben ihren Dienst getan u ihre Kinder jahrzehnte groß gezogen. Sie möchten sich einfach nicht weiter binden, trotzdem kann Bindung entstehen zb durch gemeinsame Besuche u ausflüge… aber das wollten die Eltern weniger sondern immer das Kind da lassen… ich kann’s verstehen u wenn meine Kinder eigene Kinder möchten dann ist es ihre Entscheidung aber ich würde mich dann auch nicht einbinden lassen…

    2. Nein die Bindung endet nicht nach 18 Jahren, verändert sich aber weil aus dem Kind ein erwachsener Mensch geworden ist. Den ich, im besten Falle, zu Eigenverantwortung und Selbstständigkeit erzogen habe. Nicht aus Lieblosigkeit sondern mit der größten Liebe überhaupt mein Kind ( rechtzeitig) los zu lassen in dem Vertrauen das Meiste richtig gemacht zu haben.

    3. Hallo…
      Ich kann sagen sie spricht mir aus der Seele. Ich habe meine Mutter mit gerade 18 Jahren verloren.
      meine Mutter hätte ihre Enkelkinder so gern kennen gelernt.
      Und so viel mit ihnen erleben wollen.
      Nun hat unsere Tochter zwei urgroseltern die es körperlich nicht mehr so schaffen die aber gerne möchten. Sie hat meinen Schwiegervater der zwar Interesse hat aber es doch immer wichtigeres gibt und zwei Personen die wir aus unserem Leben gestrichen haben. Wir gaben ihnen die Chance sich für unsere Tochter zu interessieren doch sie wollten nicht.
      Ich frage mich bei diesem Thema immer warum wurden wir darmal zu den Großeltern gebracht. Und warum haben sie sich so toll um Uns gekümmert.
      Kinder brauchen ihre Großeltern denn diese Erinnerungen sind etwas an das man sich auch als Erwachsener gerne erinnert und man sich freut irgendwann selbst Enkelkinder zu haben.

  11. Als Psychotherapeutin behandele ich häufig Großeltern, die es selbst bedauern, nicht mehr Kraft für ihre Enkelkinder zu haben. Viele sind z. B. aufgrund einer depressiven Symptomatik zu erschöpft, können sich über das Zusammensein mit Menschen (sogar den Enkelkindern) nicht sehr freuen, weil alles Kraft kostet, auch das, was eigentlich gut tun sollte. Manche werden auch ängstlich, trauen sich ein längeres Aufpassen nicht zu, weil sie z. B. Sorge haben, dass dem Kind in ihrer Obhut ein Unglück zustoßen könnte, sich das Kind z. B. an Trauben verschlucken und ersticken könnte, etc. Manchmal hilft es dann, erstmal gemeinsam die Großeltern zu besuchen und die Kinder nicht gleich abgeben zu wollen. Und die Besuche zeitlich zu begrenzen, z. B. auf eine Stunde. Vielleicht geht dann mit der Zeit Schritt für Schritt mehr.

  12. Ich verfolge die Kommentare unter dem Beitrag von Carla schon seit einigen Tagen.
    Ich finde es total schade, dass hier 2 Themen konsequent miteinander vermischt werden
    1. Beziehung(saufbau und pflege) zwischen Großeltern und Enkeln
    2. Unterstützung und Entlastung der heutigen Elterngeneration durch die Großelterngeneration
    Beide Themen/Dinge gehen oft Hand in Hand. Ich habe Carlas Beitrag so gelesen, dass es ihr um die Beziehung von Großeltern zu den Enkeln und umgekehrt geht. Viele andere lesen den Beitrag anscheinend anders. Das finde ich total befremdlich. Denn natürlich ist es so, dass wenn man – freiwillig und mit Spaß an der Sache – Zeit mit seinen Enkeln verbringt automatisch die Eltern entlastet – ob man will oder nicht. Hier muss ich auch noch anmerken, dass das auch so ist, wenn man immer in der ganzen Truppe (also Eltern, Großeltern und Enkel) Zeit miteinander verbringt. Denn oft hat man dann den Kindern gegenüber eine bessere Betreuungsrelation (z.B. 4 Erwachsene : 2 Kinder).
    Anscheinend verstehen das Viele nicht.
    Jetzt wo ich es aber nochmal erklärt habe, gibt es bestimmt Viele die den Kontakt zu den Enkeln abbrechen, weil sie nicht aus Versehen die faulen, verantwortungslosen Eltern entlasten wollen.

  13. Zuallererst, ich bin keine Mutter und werde es leider auch nie sein, aber ich war ein Enkelkind und ich habe gerne Zeit mit Oma und Opa verbracht (aber nur von der mütterlicher Seite her, von der väterlichen Seite her waren das keine guten Menschen). Mein Opa ist nach langer Krankheit leider schon mit 55 gestorben und ich war da erst 5.
    Aber es gibt so schöne Erinnerungen an ihn. Er nannte mich Muckemackemieze und ich war sein kleiner Liebling. Er konnte sich zwar nicht mehr gut bewegen, aber er ging immer, meine Hand haltend, mit einem von Oma genähten Sitzkissen, mit mir auf den Spielplatz am Ende der Straße, setze sich auf die Bank und sah mir beim Spielen zu. Noch immer muss ich lächeln, wenn ich daran denke.
    Er hatte wegen seinem Rheuma so einen kleinen grünen Gummiball, den er nutzen sollte, um seine Finger etwas zu trainieren. Den habe ich ihm immer gebracht und bin dann kurz damit weggelaufen, um ihn wieder zu ihm zu bringen. Das war unsere Art von Ball spielen.
    Und ich sagte ständig, dass ich ihn heile machen werde, wenn ich groß bin. Daraus ist leider nichts geworden, aber er war und ist immer in meinem Herzen ❤.
    Als Oma dann alleine war, war ich trotzdem sehr oft bei ihr und ich weiß, dass sie diese Zeit genauso schön fand wie ich. Ich habe oft bei ihr geschlafen.

    Ich finde es traurig, was hier manche in ihren Kommentaren abgelassen haben.
    Ich kann die Enttäuschung sehr gut nachvollziehen, denn eine Verbindung zwischen Kindern und ihren Großeltern ist etwas ganz Besonderes, sofern die Großeltern es wollen/zulassen.
    Ich wünsche jedem Kind, dass es liebevolle Großeltern hat und dass es viel Spaß mit ihnen hat.
    Da ich keine Mutter bin, werde ich auch keine Oma sein können, was mich sehr traurig macht. Und ich weiß von meinen Ellis, dass sie für Enkel immer da gewesen wären, da sie einfach ein großes Herz haben.
    Meine Mutz hat damals, nachdem ich geboren wurde, auch die Hilfe meiner Oma in Anspruch genommen (mein Paps war da bei der Armee und sie war noch sehr jung). Und meine Oma hat es gern getan. Obwohl sie 5 Kinder hatte, war sie für jeden da. Und sie hat dafür soviel zurück bekommen.
    Manche Großeltern sollten sich dann übrigens nicht wundern, wenn sie vielleicht einsam und allein in einem Alters/Pflegeheim sterben, wenn da nämlich nur noch Enkel da sind, die Fremde für sie sind.

    Bevor Ihr hier Jemandem etwas unterstellt, denkt mal vorher nach. Es gibt diesen Spruch: „Was ich selber mach und tu, dass trau ich auch den Anderen zu“.
    Ohne jemanden zu kennen, sollte man sich nicht erlauben ein Urteil über denjenigen zu fällen.

    Ich wünsche noch einen schönen Tag

    1. Vielen Dank für diesen wunderbaren Kommentar! Da geht einem ja das Herz auf, wenn man von Ihrem Opa und Ihrer Beziehung zu ihm liest. Auch ich war ein heißgeliebtes Enkelkind und vermisse meine Großeltern mütterlicherseits noch heute, leider leben sie schon länger nicht mehr. Ich bin ebenfalls sehr verwundert darüber, wie viele, die hier schreiben, anscheinend kein Interesse an eigenen Enkelkindern haben. Ihren letzten Absatz finde ich sehr wertvoll, kann man eigentlich gar nicht besser formulieren.

      1. Vielen lieben Dank 😊.
        Ich sage mir immer „Zeit hat man nicht, die nimmt man sich“ und wenn einem jemand wichtig ist, findet man einen Weg ab und an Zeit miteinander zu verbringen und wenn es wenigstens am Telefon ist. Heutzutage gibt es so viele Möglichkeiten…..
        Mein Opa ist nun schon seit fast 44 Jahren nicht mehr da und meine Oma seit 11 Jahren und trotzdem haben sie dazu beigetragen, dass ich so schöne Erinnerungen an meine Kindheit habe 🙂🙃🙂 und das gebe ich für nichts auf der Welt her.

        Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche und ein schönes Wochenende

  14. Ich habe selber 2 Kinder und hier ist es sehr schwierig. Die Eltern meines Mannes machen keinen Geheimnis daraus, dass der Kleine unerwünscht ist und der Große der Liebling der beiden ist.
    Daher besuchen wir sie nur sehr selten.

    Meine Eltern hingegen würden die Kinder, wenn es gesundheitlich gehen würde, deutlich öfters bei sich haben wollen. Allerdings sind beide deutlich angeschlagen und sie haben nicht immer die Kraft sich um die Kinder zu kümmern, wie sie es gerne hätten.

  15. Es wurden hier schon viele Kommentare geschrieben und viele kann ich gut nachvollziehen. Meine Schwiegermutter ist auch noch sehr jung und möchte nun ihr Leben genießen und hat lange Zeit nichts mit den Enkelkindern anfangen wollen. Nun merkt sie aber, dass die zwei zu meinen Eltern eine großartige Bindung haben und zu ihr nicht. Seit dem hat es sich soweit geändert, dass sie alle 2 Monate einen abend mit den zwei alleine ist und wir sehen uns alle paar Wochen zum Kaffee. Das ist eine sehr schöne Entwicklung und ich denke, dass ist auch nicht zu viel verlangt.

    Schade finde ich die Kommentare, dass man es sich ausgesucht hat Mutter / Eltern zu werden und das daraus resultierende Geschmäckle man müsste 24/7 für die Kinder da sein. Wie soll frau da allen Rollen in dieser Gesellschaft gerecht werden? Ich liebe meine Familie, aber auch meine Arbeit und meine ehrenamtliche Tätigkeit. Diese möchte ich auch nicht aufgeben. Denn was mache ich in 18 Jahren, wenn die Kinder ausgezogen sind? Wie soll ich meinen Kindern beibringen wie wichtig es ist selbstständig zu werden, wenn ich es ihnen nicht vorlebe? Und soll ich wirklich die hart erkämpften Frauenrechte unserer Großmütter und Mütter mit Füßen zu treten? Ich liebe meine Kinder und verbringe sehr gerne meine Zeit mit ihnen. Aber ich persönlich finde, dass ich dennoch ich bleiben darf.

    1. Man muss nicht allen und allem gerecht werden, von dieser Vorstellung sollte man sich verabschieden. Und natürlich darf man bleiben, nur sieht die Oma, der Opa dies eventuell ähnlich und möchte den Rest der Lebenszeit für sich selbst nutzen und sich nicht einplanen lassen, zumal viele Großeltern ihre eigenen Eltern auch noch haben pflegen dürfen, neben dem eigenen Beruf und den eigenen Kindern. Ich bin noch keine Oma, ich werde mich um meine Enkel kümmern, für mich ist das selbstverständlich und gewünscht, aber.. ich bleibe ich und mein Ich möchte mein Leben leben können ohne ein schlechtes Gewissen gemacht wird, wenn man nicht 24/7 parat steht.

      1. Es geht ja nicht darum, dass man als Großeltern 24/7 parat stehen muss für die Enkelkinder und das fordert die Autorin ja gar nicht. Ihr geht es ja um eine Unterstützung ala 1 Nachmittag in der Woche oder 1 Nachmittag alle 14 Tage (vormittags ist das Kind ja im Kindergarten). Natürlich muss man es akzeptieren, wenn die Großeltern das nicht möchten. Schade finden kann man es trotzdem. Aber dann kann man halt auch nicht verlangen, dass die Autorin alles stehen und liegen lässt, wenn die Schwiegereltern mal Hilfe brauchen. Oder nicht verwundert sein, wenn ich später keinen Besuch von meinen Enkelkindern bekomme. Ist halt auch in der Familie ein Nehmen und Geben.

    2. Anne
      Sie müssen ganz sicher NICHT 24/7 da sein!? Aber es liegt in meiner Verantwortung als Erwachsene Mutter mir Freiräume zu schaffen und zu planen bzw Entspannungstechniken zu nutzen, Pausen selbst einzuplanen. Und das kann nicht ausschließlich an Großeltern hängen! Pause ist auch zu erkennen das ich jetzt gerade mal 10 Minuten für mich brauche und das zu kommunizieren und aus der Situation raus zu gehen. Oder aber rechtzeitig gute Betreuung/ Babysitter zu suchen. Beim Kitaplatz… weiß ich doch auch das ich rechtzeitig vorher schon dran sein muss. Das Kind kommt ja nach 9 Monaten nicht überraschend. Das ist nur ein Plädoyer für alle über die übliche rosa Babyvorfreude hinaus zu denken!

    3. Die Beiträge zu lesen gaben mir einen Aha- Effekt. Mein Wunsch ist, das unser Sohn eine Beziehung zu seinen Großeltern hat.Grund: Familie ist mehr als nur die Eltern. Es sind Onkel
      Tanten, Cousinen und auch Großeltern. Von ihnen lernen Kinder ganz andere Sachen, bekommen andere Meinungen
      und Ansichten. Es erweitert ihren Horizont macht sie neugierig auf die Welt. Mit meinen Eltern hat er ein sehr inniges Verhältnis . Sie wohnen 1,5 Stunden weit weg. Er verbringt We bei Ihnen fährt mit Ihnen in den Urlaub. Mein Schwiegervater , verwitwet, 66, Selbständig noch berufstätig. Er ist ein Arbeitstier.wohnt umdieEcke. Er hat eine Lebensgefährtin, die in Rente ist. Sie unternehmen sehr viel zusammen. Es sei Ihnen gegönnt. Er hat von sich aus kein Interesse an seinemEnkel. Das ist auchbei den anderen 4 Enkeln der Fall. 19, 17, 6, 10 Jahre. Es bricht mir das Herz das zu sehen. Ich habe das als Kind anders erlebt. Die Beziehung zu seinen 3Kindern ist unterkühlt, bzw. pro Forma vorhanden. Er überschreibt Ihnen noch nix, weil er denkt „dann kümmert sich keiner um ihn, wenn er alt ist.“ DAS wird nicht der Grund sein, ehersein Desinteresse an seiner Familie . Erpressen ist jetzt nicht das Mittel der Wahl. Als Abschiebung der Enkel an die Großeltern damit die Eltern Zeit haben sehe ich das nicht. Andere schon.
      Die Lösung habe ich hier im Chat gefunden. Alle drei Generationen machen was zusammen. Das werde ich vorschlagen. Denn wenn ich meinen Schwiegervater mal um Unterstützung frage, klappt das auch. Nur er kommt nicht von sich aus. Das macht mir dann ein komisches Gefühl. Familie ist halt kompliziert.

    4. Ja, das sehe ich auch so. Finde es schon hart, wenn Mütter andere Mütter fragen, warum sie überhaupt Kinder bekommen haben, wenn sie immer noch ausschlafen wollen?! Als ob jegliche eigene Bedürfnisse an der Kreißsaaltür abgegeben werden müssen.

    5. Kann die Autorin so gut nachvollziehen. Während meine Mutter gerne viel Zeit mit unserem Sohn (3) verbringt, kommt von meiner Schwiegermutter und ihrem Mann kaum etwas. Haben sie zu regelmäßigen Treffen bei uns oder ihnen und zu Abendessen bei uns eingeladen. Daran besteht allerdings kein Interesse. Wenn Sie den kleinen dann mal sieht, hat sie nur Augen für ihn. Trotzdem kommt von ihr keinerlei Initiative etwas neues auszumachen. Habe mich mittlerweile damit abgefunden und werde nicht mehr hinterher laufen. Im übrigen darf mein Mann aber parat stehen, wenn am computer Hilfe gebraucht wird oder die Hecke geschnitten werden muss. Dazu möchte ich sagen, wir brauchen keine Hilfe von ihnen, wir möchten nur, dass unser kleiner Zeit mit seiner Oma verbringt.

  16. Ich bin selbst ein“Omakind“, und habe sie abgöttisch geliebt. Allerdings bin ich ihr erstes von 4 Enkeln gewesen und die anderen würden zwar auch beschenkt aber ich war das Übernachtungskind. Meine Oma ging noch Volltags arbeiten und hatte bald schon gesundheitliche Probleme, würde auch nur 62. Weiterhin war sie aber auch mit 23 Witwe und hatte nur den einen Sohn. Für mehr hätte meine Oma eben auch keine Kraft mehr gehabt. Ich selbst habe 3 Kinder ziemlich alleine groß gezogen. Da meine Mutter zu der Zeit selbst noch 2 Kinder im Haus hatte und auch Volltags arbeiten ging, kennen meine Kinder ihre Oma nur als Besuchsoma, die andere kaum. Mein Mann hat noch Mal 2. Die Kinder sind alles Wunschkinder. Aber von uns und nicht von unseren Inzwischen haben wir 6 Enkel und wir lieben sie alle. Aber wurden wir sie ständig um uns haben,so wie es vielleicht für die 4 Familien angenehm wäre, hatten wir keine Zeit mehr für uns und das Leben das wir uns nun endlich verdient haben. Denn am auch wir gehen noch arbeiten und auch unser Körper spielt nicht mehr so mit. Also Interesse ja, aber Verantwortung? Wir nehmen eins, wenn wir gefragt werden und helfen da Mal aus aber wir fordern das nicht ein. Es ist uns einfach auch zu anstrengend,uns den ganzen Tag einem Kind zu widmen das bespielt werden will. Sorry, der Lauf des Lebens.

  17. Wir haben zwei Kinder, 1 und 4 Jahre, und ich verstehe nicht, was an dem Wunsch verkehrt ist, die Großeltern als Teil der Familie sehen zu wollen. Es geht nicht darum, ihnen Verpflichtungen aufzuerlegen, sondern darum, sich gegenseitig zu helfen und ein enges, vertrauensvolles Verhältnis zu haben. Den Kindern zu zeigen, dass Familie mehr ist als nur die Eltern und ihnen die Chance zu geben mehr Vertrauenspersonen im Leben zu haben. Als Mutter wünscht man sich einfach, dass die Kinder ein enges Verhältnis zu den Großeltern haben. Da bleibt es nicht aus, dass dafür Zeit miteinander verbracht wird. Es sind ja nicht entfernte Bekannte. Es ist Familie…Es geht ja nicht darum, dass die Großeltern „ausgenutzt“ werden, so scheinen es einige hier zu empfinden, sondern darum, sie ins Leben der Familie zu integrieren. Familie sollte in meinen Augen ein Geben und Nehmen sein. Ohne Zwang, mit Freude. Wenn es Zeit und Gesundheit erlauben…so wie ich es auch in einer Freundschaft lebe. Da helfe ich natürlich auch, wenn Not am Mann ist und ich die Kapazität habe. Ist doch selbstverständlich…ich kann verstehen, dass man sich als Großelternteil nicht ausgenutzt fühlen möchte, aber rigoros von vorne herein eine Verbindung auch der Alltage abzulehnen und aus Prinzip oder weil man keine Lust hat nicht auf die Kinder aufzupassen, kann ich einfach nicht verstehen….ich selber leider auch sehr darunter, dass meine Schwiegereltern sich nur für die Kinder interessieren, wenn ich vorbei fahre. Sie kommen uns weder besuchen (40 min Fahrt) noch möchten sie sich ein enges Verhältnis außerhalb der Besuchsinitiative meinerseits zu ihren Kindern aufbauen. Natürlich würde ich mich auch über Unterstützung im Alltag freuen (mein Mann arbeitet viel, wenn man mal krank ist oder nen wichtigen Arzttermin hat wäre das natürlich toll…), ebenso wie über gemeinsame hegelmäßige Großeltern-Enkel-Exklusiv-Zeit. Man selbst empfindet seine Kinder natürlich als liebenswert und kann es schwer verstehen, dass es Familienangehörigen nicht so ergeht. Man sieht es also auch als Win-Win…ich bin eine starke Person und schaffe viel alleine. Wünschen würde ich es mir anders. Ich empfinde meine Kinder als fröhlich und liebeswert und würde ihnen sehr ein enges Vertrauensverhältnis zu ihren Großeltern gönnen. Auf diese Bereicherung müssen sie leider verzichten und ja, das macht mich traurig. Und wenn ich im Alltag Mal wieder rotieren, dann helfen wir Freunde uns, aber nicht die Großeltern. Und ja, das frustriert, schließlich helfen sich Menschen mit einer engen Beziehung…..ich fahr trotzdem weiter hin, weil ich es für meine Kinder tue. Aber die Traurigkeit und Wut über das mangelnde Interesse ist da. Es wird für immer zwischen uns stehen.

  18. Was ist denn mit den meisten hier los? Also das in unserer heutigen Zeit vieles an echten Werten schon verloren gegangen ist, weil die Medien und die Art zu kommuniezieren immer unpersönlicher werden, das ist nichts neues und schon teilweise normal, aber hey ich finde viele Einstellungen hier ganz und gar schokierend und auch sehr traurig. Wieso ist die Haltung der Mutter nicht nachzuvollziebar? Wie bitte? Es geht um ihre eigene Familie, nicht um Bekannte, Kollegen oder sonst Jemanden. Das Leben ist so verdammt kurz, Verpflichtungen, Termine, das Überleben an sich um seine Familie zu Ernähren hindern uns schon genug daran Zeit zu haben für das wirklich Wichtige. Zeit mit denen zu verbringen die man liebt und die einen lieben! Ich habe mich als Kind so wunderbar gefühlt die Liebe meiner Grosseltern zu bekommen. Wir waren sogar zu Dritt und nie hat einer von uns weniger als der andere bekommen. Es ist ein schönes Gefühl geliebt zu werden und sich angenommen zu fühlen, vorallem wenn man Kind ist. Gerade die Grosseltern sind nicht in der Pflicht zu erziehen und können viel freier ihre Liebe geben. So habe ich das auch immer wahrgenommen. Sie haben uns 3 Enkelkinder über alles geliebt und zeigten das auch, wann immer sie Gelegenheit dazu bekamen. Ich finde es schlimm wenn Menschen sich so überhaupt nicht für die Menschen aus ihrem engsten Familienkreis interessieren, also ohne das etwas vorgefallen wäre. Ich finde es eher befremdlich was diese Grosseltern da für ein Verhalten an den Tag legen und ehrlich gesagt tun sie mir nur Leid. Sie verpassen so viel Schönes dadurch. Ich habe selber eine Tochter die erst 2 Jahre ist, und ich muss aus Herzen schmunzeln wenn meine Mutter die Tür reinkommt und meine Tochter ganz laut Omaaa schreit und in ihre Arme läuft, zeitgleich sehe ich wie meiner Mutter dabei das Herz aufgeht, einfach wunderschön. Wenn dann irgendwann meine Tochter ein Baby bekommt bin ich auch stehts an ihrer Seite wenn sie mich braucht, denn wir Mütter hatten es schon immer schwer egal in welcher Zeit. Was eine Mutter ihr Leben lang für ihre Kinder leistet ist schon bewundernswert. Also was wäre ich denn für ein Mensch ihr dann die kalte Schulter zu zeigen oder sie mit peinlichen Ausreden auf Abstand zu halten. Ich finde das Verhalten der Grosseltern über die hier geschrieben wurde mehr als beschämend genauso wie die Leute hier, die daran nichts falsches finden, aber das ist nur meine persönliche Meinung!

  19. Alter Falter schreiben hier verbitterte Gestalten.
    „Ich hab mich genug um meine Kinder gekümmert, meine Enkel sollen schön bei ihren Eltern bleiben! Hätte die Autorin keine Kinder kriegen sollen!“
    Vielleicht hätten diese Individuen früher auch Mal mehr Hilfe gebrauchen können, dann wären sie jetzt weniger verbittert und hätten damals mehr Freizeit gehabt, statt jetzt ihren Kindern genau so wenig zugestehen wie sich selbst damals. Super unreflektiert und vor allem setzt man, wenn man mit dem Auszug der Kinder auch die Unterstützung für diese aufgibt, genau dann eben KEINE Kinder in die Welt.
    Zumal es der Autorin eindeutig um die Bindung der Enkel zu den Großeltern ging, die, zumindest bei mir, so viele wunderschöne Momente geschaffen hat. Als meine Mutter starb und mein Vater uns (19 und 16) „nicht mehr haben“ wollte fingen unsere Großeltern uns auf und wir fühlten und nicht allein. Leider wohne ich jetzt 300km entfernt, die Großeltern meiner Kinder interessieren sich ebenfalls nicht für die Kleinen.
    Auch ich rede nicht von Unterstützung, sondern reinem Interesse. Sie sind Rentner, aber kommen nicht vorbei (15 Minuten Autofahrt), wollen nicht besucht werden, zum Geburtstag schenken sie der dreijährigen Geld. Letztes Corona Jahr haben wir uns drei Mal gesehen. Wir telefonieren öfter mit den Urgroßeltern!
    Ich bin auch enttäuscht, denn andersrum wird erwartet, dass mein Mann Fahrtdienste übernimmt, IT regelt etc. Es geht mir nicht um Freizeit, sondern um ein Gefühl von Familie, wie ich es damals hatte. Das enttäuscht, aber ist eben so, auch wenn ich persönlich finde, dass Großeltern unglaublich wichtig sind.

    1. Wieso verbittert und früher? Ich bin jetzt Mutter und lebe trotzdem selbst noch gerne! Der springende Punkt ist ICH bin Mutter. Und es ging eben nicht vorrangig um Bindung, die auch ohne regelmäßige Übernachtubgsplanung entsteht, sondern irgendwie um die Alleinezeit der Eltern. Und was ich bisher sehr zu schätzen wusste, war das Niveau. Vielleicht können Sie auch Argumente statt Beleidigungen nutzen? ( der Rest hier klingt nicht so genervt) Danke!

    2. Bei uns ist es das ganz gleiche. Nur das wir zwei kleine Mäuse haben uns wir jetzt soweit sind das wir den Kontakt zu den Schwiegereltern abgebrochen haben Weil wir dieses Verhalten für uns und unsere Kinder nicht akzeptieren
      LG Steffi

    3. Ich verstehe, wenn Grosseltern endlich ihre Freie Zeit geniessen wollen. Sie haben ja schon eigene Kinder gross gezogen. Da verstehe ich, wenn sie jetzt endlich ihre Zeit geniessen wollen ohne Kinder. Vielleicht haben sie es beim ersten Enkelkind noch „versucht“ und gemerkt, das sie da schnell wieder in eine Kinderbetreuung reinrutschen würden. Ich verstehe sowieso nicht, wenn man Kinder möchte und dann trotzdem eh Vollzeit arbeitet. Das heisst man sieht die kinder ja kaum. Dann auch noch nebst der Arbeit das Kind auch noch abgeben wollen….ich finde das tut den Kindern einfach nicht gut. Ich selber habe 6 Kinder. Nie fremdbetreuung in Anspruch genommen bis die kinder 10 Jahre alt waren. Grosseltern waren da, aber wir haben gemeinsam etwas unternommen immer. Heisst, die Kinder wurden nicht abgegeben da, sonder , wir haben gemeinsam mit den Grosseltern Ferien verbracht, Tage, Wochenenden. Ich denke, wenn es dir wirklich um die Beziehung geht von Eurem Kind und den Grosseltern, dann könntet ihr sie ja mehr zu euch einladen. Unternehmt zusammen etwas. So kann euer Kind doch eine schöne Beziehung aufbauen zu den Grosseltern. Ohne das die Kinder da geparkt werden müssen.

      1. Do,
        Eine sehr gute Haltung da man auch nicht vergessen darf, es sind nicht nur die Großeltern sondern auch meine/ seine Eltern. Deshalb nicht genervt die Kinder abgeben sondern echte Familienzeit alle gemeinsam.

      2. Da gebe ich Ihnen Recht. Wenn man die Enkel-Großeltern-Zeit als Parken von genervten Gören sieht, dann sollte man das lassen. Wieso parke ich meine Kinder immer gleich irgendwo, wenn sie mal mit anderen Menschen Zeit verbringen? Im Kindergarten werden sie geparkt, in der Schule, vorm Fernseher, bei der Nachbarin, jetzt auch noch bei den Großeltern? Sind wir nun eine Familie, in der wir uns gegenseitig helfen und unterstützen oder nicht? Werden Sie beim Papa auch geparkt oder ist das ok, weil er ja der Erzeuger ist?
        Gemeinsam was mit den Großeltern zu machen ist natürlich auch schön. Machen wir hier auch. Allerdings finde ich, dass eine andere Beziehung zwischen meinen Kindern und den Großeltern entsteht, wenn ich nicht dabei bin. Weil dann die Großeltern auch freier mit den Kindern agieren können. Und die Kinder sich auch mehr auf die Großeltern einlassen.

    4. Ich bin zweifache Oma und würde mich sehr gerne um meine enkel kümmern leider haben meine Kinder keinen Kontakt zu mir weil ich einen anderen Mann im meinen Leben habe ich war 9jahre Witwe nun habe ich die Liebe meines Lebens gefunden und bin wieder verheiratet meine Kinder wollen und möchten nicht das meine enkel eine Oma und Opa haben ich verstehe es nicht

      1. Genau das ist der Punkt den ich nicht so gut finde; du sagst, gemeinsam mit den Grosseltern etwas unternehmen sei auch schön aber, die Kinder hätten eine andere Beziehung, wenn sie alleine bei/mit den Grosseltern sind. Ob diese andere Beziehung tatsächlich so positiv ist? Stimmt. Es ist eine andere Beziehung. Denn wenn die Grosseltern alleine mit dem Kind/er ist, vorallem wenn es längere Zeit mit ihnen verbringt, dann werden die Grosseltern zwangsläufig in die „Erzieher-Rolle“ gedrückt. Denn ist ein Kind zum Beispiel ein WE bei den Grosseltern, alleine, das auch regelmässig, dann kommen die Grosseltern nicht drum herum auch die „Erzieher-Rolle zu übernehmen. Und das finde ich Schade, teilweise sogar eher negativ. Denn wenn die Grosseltern einfach viel Zeit gemeinsam mit den Eltern, Kindern verbringen, dann dürfen sie, wie ich es nenne, richtige Grosseltern sein. Sie sind da zum Verwöhnen, umarmen, Herzen, schmusen, basteln, singen ect. …müssen nie „schimpfen“, denn dafür sind die Eltern da. Und das bedeutet ja nicht, das ich als Mutter die Grosseltern dauernd anstarre oder auf ihnen sitze wenn wir Zeit miteinander verbringen. Es bedeutet, ich gebe den Grosseltern die Freiheit Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen, ohne das sie auf sie „aufpassen“ müssen. Ohne das sie „Erziehen“ müssen auch noch. Ich gebe ihnen somit die Freiheit auch Pausen machen zu können, wie sie möchten. Zum Bsp. ,Wenn sie zwischendurch müde werden können sie einfach sagen;“lass mir eine Pause Schatz, geh zur Mutter…“ Um später dann schnell ein Glace zu holen mit dem Enkel ( sie muss nicht, das ist dann eben wirklich freiwillig. Es ensteht eine ganz andere Bindung, die geprägt ist nur von „schönen Erlebnissen zusammen“, ohne die Erziehungsaufgaben auch übernehmen zu müssen), oder wir sind alle zusammen am See. Da geht die Grossmutter mit dem Enkel mal schwimmen, ohne dass ich dabei bin als Mutter. Oder zuhause geht die Grossmutter mit den Enkeln ins Kinderzimmer,liest was vor ect… bedeutet: die Grosseltern haben mit den Enkelkindern diese Zweisamkeit. Aber mit der Möglichkeit sofort die Zimmertüre quasi wieder aufmachen zu können und das Kind ist bei der Mutter. Sie dürfen sich so total auf das reine Grosseltern sein konzentrieren. Ohne Aufpass-Arbeiten, ohne Ehrziehungsarbeiten. Ich habe das als Kind auch so erlebt und als wunderschön empfunden. Die Grossmutter kam uns besuchen. Ich spielte stundenlang mit ihr. Sie erzählte mir Geschichten ect…es war nur liebe da, ohne;“du solltest jetzt langsam ins Bett, Zähneputzen…würdest du bitte deine Jacke am Platz hängen…ect.“Denn dieser Part gehört den Eltern. Später der Schule noch, aber, ich finde, das ist nicht die Aufgabe der Grosseltern. Deshalb meine ich, wenn die Kinder Regelmässig bei den Grosseltern abgegeben werden, entwickelt sich mehr eine 2. Elternbeziehung daraus, anstelle von, eben Grosseltern sein. Ich finde das sehr Schade. Die Autorin sagt in ihrem Text, es ginge ihr nur um die Beziehung zwischen Grosseltern und Enkelkinder. Wenn es eben tatsächlich nur darum geht,dann reicht gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen. Und das soll nicht bedeuten, dass die Grosseltern niemals alleine auch sind mit den Enkeln. Es bedeutet aber, sie haben die Freiheit nur Grosseltern sein zu dürfen und keine 2. Eltern oder 2., 3., 4., Erziehungspersonen. Früher war das in unserer Kultur auch eher selbstverständlich so eine Rollenverteilung. Ich jedenfalls erinnere mich mit Freuden an die gemeinsamen Zeiten mit meiner Grossmutter. Da war einfach immer nur Liebe da und Lachen. Wenn ich auch mal traurig bin heute oder schwere Zeiten durchmache, erinnere ich mich an meine Grossmutter zurück und an dieses wundervolle gefühl der bedingungslosen liebe und Freude,welche sie mir schenken durfte. Und ich wurde nicht einmal zu ihr gebracht. Dennoch war ich mit ihr alleine auch.

  20. Ich wäre gerne Oma.Aber meine jüngste Tochter hat es vorgezogen, den Kontakt zu mir abzubrechen. Sie hat 2 Kinder
    4 und 5 Jahre, die ich noch nie gesehen habe. Jedes Jahr ruf ich an deren Geburtstag an – denn schreiben kann ich nicht, habe keine Adresse, aber mittlerweile hat man mich gesperrt.Es tut sehr weh. Wenn ich das so lese, andere wären froh eine Oma mit viel Zeit zu haben.

  21. Ich bin 28 und habe einen 1-jährigen Sohn. Als er 10 Monate alt war, ist mein Mann schwer erkrankt. Vorher war der Kontakt zu allen Großeltern zwar da, aber wir waren durch Corona sehr ängstlich und haben uns nicht wirklich viel getroffen und wenn eher draußen. Als der Schicksal bei uns zuschlug, änderte sich von jetzt auf gleich alles und ich war tagtäglich auf die Hilfe der Großeltern angewiesen, sodass ich meinen Mann auf der Intensivstation besuchen konnte (5 Wochen, kein Corona). Mittlerweile geht es ihm wieder deutlich besser, aber es liegt ein langer Weg vor uns. Das einzig positive ist, dass die Großeltern nun alle eine einzigartige Bindung zu ihrem Enkel haben. Mittlerweile muss ich wieder arbeiten (50%) und sie passen auf den Kleinen in der Zeit auf, da wir a) keinen Kitaplatz bekommen haben (trotz Anmeldung in der 11. SSW) und b) die Infektionsgefahr zu hoch ist. Ich finde es schön, dass die Großeltern das gerne angeboten haben und es ihnen berufstechnisch möglich ist, aber es ist nicht selbstverständlich.

    Dennoch verstehe ich die Autorin gut. Sicherlich ist es schön, mal was zu zweit zu machen, aber ich glaube, hauptsächlich geht es um den Bindungsaufbau. Ich hatte ein sehr enges Verhältnis zu meinen Großeltern mütterlicherseits, da wir in einem Haus lebten. Mein Mann zu seiner Oma ebenso. Das Verhältnis zu den Großeltern ist etwas, dass durch nichts im Leben ersetzt werden kann. Und das kann durch Besuche, wenn die Eltern dabei sind, niemals so entstehen wie durch Enkel-Großelternzeit alleine. Egal ob tagsüber oder Übernachtungen, Hauptsache alleine. Ich bin sehr dankbar, dass alle Großeltern bei uns an einem Strang ziehen, aber ich sehe es nicht als selbstverständlich.

    1. Ohje ja das kenne ich, mir geht es fast gleich, letzten Kontakt meiner 2 Enkel Jungs letze Weihnachten zum Eislaufen und Geschenke abholen, und einem gemeinsamen essen bei mir zuhause, was ich extra für die Jungs und meinen Sohn vorberitet hatte es war ein echt toller Tag, seit dem nie mehr etwas gehört, auser an meinem Geburtstag ein Wahtsap so das übliche und sie hätten es streng und seien umgezogen, toll aber keine ahnung wohin. Ich vermisse meine Sohn sowie Enkelkinder. Aber es kann nicht sein da ich immer den Anfang machen muss über all die Jahre. Es ist auch schon mal die Liebe Schwiegertochter damit im Spiel ist und einfach alles blockiert. Nicht verzagen irgendwie kommt es wie es muss obwohl es über all die Jahre Schmerz halte durch.

    2. Ich bin eine 53 jährige Oma und das mit Leidenschaft….mein Enkel ist 6 Jahre alt und mein… ein und alles….mein Bruder und ich waren selbst sehr oft bei unseren Großeltern und liebten sie genauso wie unsere Eltern……auch unser Enkel ist seid dem er lebt regelmäßig bei uns …..wir lieben ihn genauso wie unsere Tochter…für uns ist es selbstverständlich ihn zu nehmen…. nicht nur wenn meine Tochter arbeitet oder ausgeht ….wir sind beide vollzeit berufstätig und selbständig und unsere Zeit ist knapp bemessen…..aber es ist so inspirierend und schön unseren Enkel aufwachen zu sehen

      1. Ich habe zwei Enkelkinder, die ich sehr liebe, sie werden demnächst 8 und 4 Jahre. Leider wohnen wir 175 km voneinander entfernt. Der Große hat zum ersten Mal mit 4einhalb Jahren alleine hier geschlafen und er war fast eine Woche ohne Tränen hier. Als Schulkind durfte er ein paar Mal in den Ferien hier sein und den Kleinen wollte ich langsam aufbauen, dass er ohne Mama und Papa hier schlafen kann. Leider hat es das Schicksal anders gewollt. Bei mir wurde vor etwa 5 Monaten ein sehr aggressiver Krebs gefunden und die Chemotherapie hat mich enorm geschwächt. Dazu kommt, dass mein zweiter Mann, der Vater meines Sohnes ist schon vor dessen Geburt verstorben, eine Pflegestufe hat und ich mich seit der Chemo nicht mehr so um ihn kümmern kann wie ich es eigentlich müsste. Deswegen kann der Große nur mal eine Nacht bei mir bleiben, während die anderen in einer Pension übernachten. Ich bin sehr unglücklich darüber, denn wenn er hier war, haben wir viel unternommen und er konnte seine Phantasie ausleben. Ich bin unendlich traurig dass das zur Zeit nicht mehr möglich ist und hoffe, die Ärzte verschaffen uns als Familie noch ein paar Jahre. Ich möchte doch erleben, wie meine Enkelkinder groß werden. Deshalb verstehe ich nicht, warum jemand Ausreden braucht um die Enkel nicht zu sehen. Das Schicksal kann gemein sein und die Zeit lässt sich nicht zurück drehen. Ich freue mich immer, wenn mein Sohn mit der Familie kommt und die Kinder bestimmt auch, wenn sie mich besuchen kommen.

  22. Ich bin auch oma,seit 6 Jahren und es ist unser größtes Glück.Wir unterstützen unsere Kinder und unser Enkel strahlt wenn er wieder bei Oma und Opa schlafen darf oder wir regelmäßig was unternehmen. Bei guter Organisation ist es ein wahres Glück.Oma und Opa sein ist wunderbar.

    1. Ich finde es sehr egoistisch zu denken, ich setze jetzt Kinder in die Welt und verlasse mich von Anfang an darauf das Oma und Opa schon machen.. Ich bin das erste Mal mit 48 Oma geworden und bin gerade in zweiter Ehe und habe noch was anderes zu tun als mich nur um meine Enkelkinder zu kümmern.. Allerdings sehe ich meine regelmässig jede Woche auch wenn sie nicht immer hier schlafen. Ich habe selber 3 Kinder zur Welt gebracht und erzogen und habe meinen Job erledigt und das gerne aber ich bin nicht für die Enkelkinder zuständig, ich teile mir meine Zeit so ein wie es mir gefällt. Wenn ich mich für Kinder entscheide dann habe ich auch gefälligst für sie selber zu sorgen.. Fragen kann man immer aber sich beschweren weil Oma und Opa nicht so wollen wie du?!

      1. Ach was vergessen… Wir lieben unsere Enkelkinder abgöttisch und sie können sich immer auf uns verlassen, nicht das das falsch verstanden wird. Wir nehmen sie auch mit in den Urlaub und so..

        1. Aber liebe Heike, gerade diese von dir beschriebene Situation (du liebst die Kinder, ihr seht sie wöchentlich, ihr nehmt sie mit in den Urlaub) vermisst die Schreiberin des Beitrages. D.h. das was für dich und deine Familie selbstverständlich ist, wirfst du ihr als unverhältnismäßige Forderung und Egoismus vor. Verstehe ich nicht.

          1. Yvonne
            Heike macht eigentlich ganz deutlich das es um FREIWILLIG geht. Die Großeltern entscheiden für sich und lassen ihre Zeit eben nicht von Anderen verplanen. ( Was eigentlich jeder Mensch als selbstverständlich für sich ansieht?) Und es entsteht eben keine Bindung unter Zwang wenn ich etwas nicht gerne tue.

          2. Silvia
            Das mit der Freiwilligkeit ist ja unbenommen. Da habe ich Heike schon verstanden. Was ich an ihrem Beitrag nicht verstehe, ist die Tatsache, dass sie genau das Modell mit ihren Kindern, ihren Enkelkindern, ihrer Familie lebt, dass die Schreiberin des Beitrages (= Carla) gern hätte. Carla hat nicht – um Ihre Lesart und die von vielen Kommentarinnen zu bemühen – Kinder in die Welt gesetzt und will sich jetzt nicht um sie kümmern, sondern an die Großeltern abschieben und deren freie Lebensgestaltung fremdbestimmen. Sie bedauert, dass die Großeltern ihres Kindes sich anscheinend wenig für ihn interessieren und kaum/keine Zeit mit ihm verbringen wollen. Und dieses Bedauern muss erlaubt sein.
            Erstaunlich an den vielen Kommentaren á la „…bekommen Kinder, arbeiten Vollzeit und wollen sie dann bei den Großeltern parken…“ ausgerechnet von den Großeltern zu kommen scheinen, die regelmäßig freiwillig und gern Zeit mit ihren Enkeln verbringen, die Geschichte von Carla aber als Anmaßung verstehen. Wie gesagt: Ich verstehe es nicht.

          1. Genau das selbe Problem haben wir auch. Meine Eltern sind beide verstorben und sind extra in die Gegend der schwiegereltern gezogen. Die haben uns allerdings ziemlich schnell klar gemacht dass sie keine Babysitter sind.. das wollten wir auch nie. Aber so ab und zu uns unterstützen wäre toll. Bzw einfach mal Zeit mit den Enkeln verbringen. Meine Eltern hätten viel Zeit mit den Enkeln gebracht. Das weiss ich. Meine Schwiegereltern leider nicht

          2. Doch , ich verstehe schon was viele hier in den Kommentaren meinen, wenn sie schreiben, „bei den Grosseltern parken“. Denn, ginge es der Autorin wirklich nur alleine um eine Beziehung von Grosseltern und Enkelkinder, dann würde gemeinsame Zeit verbringen miteinander, mehr als ausreichen. Und wie ich in meinem anderen Kommentar schon erwähnt habe; Gemeinsame Zeit verbringen bedeutet doch nicht, das die Grosseltern so keine Zweisamkeit hätten mit den Enkeln. Das wäre ja das Gleiche, wenn Eltern behaupten würden, sie hätten nie Zweisamkeit, da sie nun Kleinkinder haben. Deshalb finde ich schon, dass es der Autorin eben AUCH, nicht NUR, aber eben auch darum geht, die Grosseltern als Babysitter zu haben. Ich finde nichts falsches daran, wenn die Grosseltern auch Babysitter sind. Dennoch finde ich, das sie dann ihre Rolle als Grosseltern eben verlieren und als 2. Eltern fungieren müssen. Deshalb nochmal; ginge es der Autorin tatsächlich nur um die Beziehung, reicht gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen nicht nur komplett aus, sondern ist das wunderbarste was man als Eltern tun kann. Denn so können die Grosseltern sich komplett auf die „Grosseltern-Enkelkind-Beziehung“ konzentrieren. Ohne, Erziehen, tadeln, Aufpassen, ermahnen ect. zu müssen. Somit verstehe ich die Kommentare von wegen, „bei den Grosseltern Parken“, auch wenn es für die Autorin nicht NUR darum geht. Anscheinend aber geht es ihr zumindest AUCH darum.

      2. Jep, sehe ich genauso. Ich verstehe, dass die Autorin enttäuscht ist und es ist auch schade, aber man kann so etwas nicht erwarten. Immerhin haben die Großeltern nicht beschlossen, ein Enkelkind zu kriegen.

  23. Ich finde diese Sichtweise sehr egoistisch und kann aus überhaupt nicht nachvollziehen.
    Mal die Großeltern besuchen ist das eine, aber die Kinder regelmäßig dort abliefern, mit Übernachtung und allem, verstehe ich nicht.
    Wenn die Großeltern gerade einmal 60 Jahre alt sind, sind sie noch berufstätig und möchten das Wochenende bestimmt auch zur Entspannung. Mit eigenen Kindern ist es routiniert, mit Enkeln nicht. Das Kind macht „keine Arbeit“ – nur weil man keine Windeln wechseln muss? Komische Ansicht.

    Ich bin 38 und habe 2 Kinder – 3 und 5. Sowohl meine Mutter, als auch meine Schwiegermutter sind 62 Jahre alt und gehen noch Vollzeit arbeiten. Mein Vater ist 67 und Rentner, aber auch nicht mehr ganz gesund.
    In der ganzen Zeit kam es zweimal vor, dass meine Mama mal abends/ nachts auf unseren älteren Sohn aufgepasst hat – und zwar bei uns Zuhause: einmal war ich mit meinem Mann auf einem Konzert und einmal, als unser zweiter Sohn geboren wurde.
    Wenn meine Mama Urlaub hat, nimmt sie hin und wieder einen der zwei nachmittags wohin mit und mein Papa passt zwischendurch mal ne Stunde auf. Mehr an Unterstützung ist da nicht – aber das macht auch nichts.
    Der Unterschied ist vielleicht der, dass ich nie Erwartungen hatte.
    Und habt ehrlich – wenn ich Vollzeit arbeiten gehen würde und die Kinder entsprechend eh kaum zu Gesicht bekäme, würde ich im Leben nicht daran denken, sie noch am Wochenende weg zu geben.
    Um 14:30 Uhr hole ich sie von der Kita ab und wir unternehmen was – manchmal auch mit den Großeltern zusammen.
    An Wochende ist mein Mann froh, dass wir was als Familie machen, weil er von den Kindern ohnehin recht wenig mit bekommt, da er erst mach 18 Uhr heim kommt unter der Woche (wenn er nicht geschäftlich woanders schläft).

    Und habt ehrlich: falls ich mal Enkel habe, freue ich mich sie zu sehen. Aber regelmäßig als Übernachtungsgäste würde ich sie auch nicht haben wollen – auch wenn ich jetzt mit Fleisch und Blut Mutter bin und meine Babys gerne und oft um mich habe. Aber da ist halt Routine drin – das ist eine ganz andere Situation

    1. Finde ich auch, es ist für mich nicht nachvollziehbar das diese Eltern enntäuscht sind.
      Es ist ihr Kind und sie haben sich dafür entschieden und diese Erwarungshaltung finde ich sogar unverschämt.
      Wenn ich mal ausschlafen will, dann überlege ich keine Kinder zu bekommen.
      Grosseltern arbeiten unter Umständen noch und haben ihr eigenes Leben.
      Omatage sind ok, das kann man absprechen, tagsüber was zu unternehmen.
      Sie aber derart einzubinden und das zu erwarten finde ich auch nicht das Richtige.
      Ich habe auch gesagt zu meinen Kindern das ich zum Oma sein noch nicht bereit bin. Arbeite VZ und möchte auch noch leben….

      1. Ich finde nicht, dass die Autorin eine große Erwartungshaltung hat. Sie sagt ja nicht, dass das Kind jeden Tag von Oma/Opa betreut werden soll. Ihr ging es ja um eine Regelmäßigkeit, was ich als 1 Nachmittag (vormittag ist ja Kindergarten) in der Woche oder jede 2. Woche verstehe und alle 8 Wochen dort schlafen (was aber ja auch nicht in Stein gemeißelt ist). Das muss man natürlich abstimmen und jede Oma/Opa muss selbst entscheiden, ob das zu viel ist oder nicht.
        Ich sehe das so: Wir sind eine Familie und da ist es ein Geben und Nehmen. Ja, ich bin froh, wenn meine Eltern oder Schwiegereltern mir die Kinder nachmittags abnehmen, damit ich mich mal ausruhen kann. Für mich ist das eine win-win-Situation für alle (vorausgesetzt die Großeltern machen gern was mit ihren Enkelkindern bzw. die Enkelkinder sind gerne bei den Großeltern, was hier der Fall ist). Im Umkehrschluss helfen mein Mann und ich dann aber unseren Eltern, wenn die irgendwas brauchen.
        Ich war auch viel bei meinen Großeltern. Meine Oma sagt heute noch, dass es die schönste Zeit ihres Lebens war als wir klein waren, weil sie sich für ihre eigenen Kindern nie so viel Zeit nehmen konnte wie für uns Enkelkinder. Ich habe/hatte ein enges Verhältnis zu beiden Großeltern und im Umkehrschluss habe ich dann auch als Erwachsene Verantwortung übernommen. Das heißt, beide regelmäßig besucht, auch wenn ein Besuch aufgrund von Demenz oder fortschreitendem Alter „nicht mehr so viel Spaß gemacht hat“. Sie auch mal zum Arzt gefahren, wenn meine Eltern oder ihre Geschwister nicht konnten (auf dem Land ist halt schlecht mit Busfahren) und genauso haben es meine Cousins und Cousinen gehandhabt. Oder sonst mal abends nach der Arbeit kurz vorbeigefahren um irgendwas zu helfen oder Einkäufe vorbeizubringen. Aber das haben wir nur gemacht, weil wir auch eine Bindung zu unseren Großeltern als kleine Kinder aufbauen konnten. Ich denke halt, wenn man diese Zeit nicht nutzt, wird es schwierig, das nachzuholen und dann muss ich halt damit rechnen, dass mich meine Enkelkinder irgendwann nicht mehr besuchen kommen. So ein Besuch wird ja im Alter immer anstrengender, weil man sich ja dann auch nicht mehr so gut unterhalten kann (je nach dem wie fit die Großeltern sind, bei meiner einen Oma kam ab Ende 70 die Demenz und sie hat mich zum Teil auch nicht mehr erkannt). Ich habe das gerne gemacht, weil ich auch einfach was zurückgeben wollte für die schöne Zeit, die ich als Kind hatte. Hätte ich diese Zeit nicht gehabt, hätte ich mir einige Besuche bestimmt gespart. Das muss man halt auch im Hinterkopf behalten. Natürlich hat jede Oma das Recht, ihre Rente zu genießen. Man ist es seinen Kindern nicht schuldig, sich um die Enkelkinder zu kümmern, ganz klar. Aber man kann halt dann im Umkehrschluss nicht erwarten, dass wir Kinder alles stehen und liegen lassen, wenn ihr Eltern unsere Hilfe braucht, wenn wir um jede Hilfe bei unseren Kindern betteln müssen.

    2. Oh man, unter regelmäßig versteht die Autorin einmal im Monat. Also gibt schon schlimmeres, oder? Ich finde das überhaupt nicht egoistisch von der Mutter, nach Hilfe zu fragen. Es wird doch und Müttern ständig nahegelegt, nach Hilfe zu fragen. Und sicherlich hat man als Mutter an ehesten die Großeltern im Sinn, ist ja auch eine Vertrauensfrage. Mich würde brennend interessieren, ob die Großeltern nicht sich mal Unterstützung von ihren Eltern in Anspruch genommen haben, als die eigenen Kinder noch klein waren. Schließlich kann man auch argumentieren, wer Kinder in die Welt setzt, übernimmt für sie Verantwortung und die weitet sich irgendwann auch ein bisschen auf die Enkelkinder aus.
      Man sollte auch nicht vergessen, dass im Osten früher die Kinderbetreuung zeitlich deutlich umfangreicher war als heute und im Westen könnten sich wesentlich mehr Frauen leisten, länger Zuhause zu bleiben. Heute sollen Mütter so arbeiten, als hätten sie keine Kinder und so Mutter sein, als hätten sie keinen Job.
      Ja, doch ich finde, auch die Großeltern müssen sich einbringen, sofern sie die Möglichkeit dazu haben. Das ist Teil es Generationenvertrags.

  24. Unsere Tochter ist 6 und hat bisher 2 Nächte bei Oma geschlafen in ihrem Leben. Wir haben kaum Unterstützung, sind auf uns gestellt.
    Ich habe eher das Gefühl, dass du nicht enttäuscht bist, weil sie kein Interesse an deinem Kind haben, sondern weil du keine Ich – Zeit hast.
    Du arbeitest VZ. Warum reduzierst du nicht die Stunden? Weil das Eigenheim bis da und dahin abgezahlt sein muss? Dann musst du da wohl durch. Oder ihr leistet euch nen Babysitter. So wie wir es getan haben.
    Alles geht halt nicht im Leben. Wir haben inzwischen ein 2. Kind bekommen. Ich habe diese Kinder, weil ich sie mir gewünscht habe. Es ist nicht die Aufgabe der Großeltern, sich regelmäßig um sie zu kümmern,sondern meine.
    Wenn Oma und Opa sich anbieten, freue ich mich. Und wenn wir mal krank sind, kommen sie auch, um zu helfen. Dafür bin ich dankbar. Das ist nicht selbstverständlich!

  25. Hallo ihr lieben.auch ich haben ähnliche erfahrungen gemacht wie alle die anderen vor mir ,sowohl positive als auch negative .ich bin auch seit über 30 Jahren mit meinem Partner zusammen und wir haben 2 wunderbare kinder ,die grosseltern hatten die im nebenort wohnten und ihre enkel nur sahen weil sie 14 tägig zum kaffee mitgebracht wurden ,ansonsten zeigten sie an ihnen wenig interesse.die kinder meines schwagers und seiner frau wurden hingegen hofiert und verwöhnt.meine eltern dagegen die 1,5 stunden von uns entfernt wohnten haben sich dagegen immer sehr viel zeit und mühe gemacht um zeit mit ihren enkeln zu verbringen .mittlerweile bin ich selbst oma eines ,,mitgebrachten,,enkels und ich geniesse jede minute mit ihm.

    1. Ja, dann braucht man sich aber auch nicht wundern, dass die meisten Enkelkinder heutzutage kein Interesse auf Oma und Opa haben; so vereinsamen diese dann leider auch, wenn sie älter und gebrechlicher werden, weil sie sich vorher auch nicht für die Enkelkinder interessiert haben, und sich nicht um eine Bindung bemüht haben. Die Kinder machen dann auch lieber ihr Ding….
      Die Autorin hat deutlich gemacht, dass es sich nicht um ein Abschieben der Kinder handelt, und ich kann diese sehr gut nachvollziehen. Die Großeltern können sehr wertvoll für unsere Kinder sein und ich selbst erinnere mich sehr gerne an diese schöne Zeit mit meinen Großeltern, weshalb ich mir das auch für meine Kinder wünschen würde. Aber vielleicht kann man das auch nicht nachvollziehen, wenn man so etwas selbst nicht erlebt hat.

      1. Sehe ich ganz genauso. Großeltern und Enkel sind was so tolles für den jeweils anderen. Eine große Bereicherung. Ich bin 37 und hab noch drei Großeltern und liebe die alle abgöttisch.
        Niemand sagt, die Großeltern sollen die Kita ersetzen, aber wie man seinen eigenen Kindern so gegenübertreten kann á la „kommt doch selbst klar mit euren Kids“, ist mir völlig, völlig unverständlich.
        Zum Glück lieben meine Eltern und Schwiegereltern ihre erste Enkelin alle genauso abgöttisch.
        Die Autorin kann einem nur leid tun.

    2. Vielleicht kann man es sich nicht immer aussuchen, Teilzeit zu arbeiten. Oder es ist schlicht nicht sinnvoll, sich als Frau auf den Mann zu verlassen…
      Wer heutzutage ein Haus in der Stadt kauft, muss geerbt haben oder beide müssen viel arbeiten. Dabei geht es nicht darum, das Haus schnell abzubezahlen, sondern es überhaupt zu stemmen.
      Ich kann die Autorin gut verstehen. Es ist nicht verwerflich, wenn Eltern Unterstützung für die Kinder beanspruchen, um mal Zeit für sich zu haben. Alle paar Wochen ist sicher nicht viel verlangt und es ist für die Kinder viel schöner, wenn sie bei Oma und Opa Zeit verbringen, als bei einem Babysitter. Das Leben als Vollzeit – berufstätige Eltern mit Kindern ist hart – so sehr wir unsere Kinder lieben und sie uns gewünscht haben. Aber hin und wieder muss man auch mal seine Kraftreserven auftanken – und da wären für eigentlich die Großeltern ideal.

    3. Leider vergessen die Großeltern von heute, dass sie früher sehr viel Unterstützung von ihren eigenen Eltern bei der Kindererziehung hatten. Das Arbeitsleben von heute ist auch nicht mit dem von damals zu vergleichen. Unsere Erzieher in der Kita sagen immer, die Großeltern von heute kann man nicht mehr mit den Großeltern von damals vergleichen. Die Menschen sehen leider nur sich selber viel zu wichtig und nicht das, was um sie herum passiert (Familie). Die Enkelkinder bauen die Bindung zu den Großeltern nicht mehr auf, leider

      1. Mareike
        Sie urteilen hier pauschal über die Bedingungen der älteren Generation. Etwas das Sie für sich/ die heutige Elterngeneration ablehnen?
        Und wissen Sie ( und die Erzieher die sicher auch nicht über 65 sind) wirklich genau das alle diese früheren Eltern soviel umfassende Hilfe hatten? Haben Sie mal ein paar Eltern dieser Generation gefragt oder als Anfang wenigstens Ihre Eltern? Ich bin jetzt Mutter aber dieses Pauschale früher hatten sie es doch besser, ist genauso unklug wie die umgekehrte Behauptung von Älteren!!!

  26. Bin total entsetzt und traurig. Ich liebe meine Enkelkinder (2 und 5 Jahre) über alles. Leider leben wir ca 800 km voneinander entfernt und auch noch in unterschiedlichen Ländern. Durch Corona wurde alles noch schwieriger. Ich bin eher eine sog. Karrierefrau, aber für meine Enkelkinder lasse ich alles liegen. Sie sind mir extrem wichtig. Leider bleibt uns Grosseltern nur das FaceTimen. Wie gern würden wir sie oft hüten !

    1. Wieso sind sie einsetzt?.
      Jeder sieht das anders und warum sollte man davon ausgehen als Großeltern derart involviert zu werden und das auch noch zu erwarten…
      Wenn ich ausschlafen will oder länger aufbleiben oder oder sann überlege ich die Kinderplanung im Grundsatz und geht nicht davon aus das Großeltern stets parat fungieren…Sry, das geht null und deswegen liebt man sie nicht qeniger .

    2. Das klingt nach einer wunderbaren Großmutter 🙂
      Ja, leider verlangt der Arbeitsmarkt heute maximale Mobilität und Flexibilität. Da haben sich Großeltern-Enkel-Beziehungen oft das Nachsehen.

  27. Ich kenne diese Situation auch sehr gut. Als wir von unserem alten Wohnort wegzogen, wo meine Mutter 1x die Woche unseren Sohn betreute, da ich beruflich sehr stark herausgefordert wurde, hatte ich auch Hoffnungen, dass die Eltern meines Mannes, die 15 Min von uns weg wohnen, uns unterstützen u es kam fast nie ein Angebot bzw kam immer eher spontan etwas, wenn ich es eigentlich gerad nicht brauchte…dann, wann es ihnen passte. Wenn ich Konferenzen hatte am Nachmittag, war das dann ein Problem u als unser 2. Sohn kam, kam in Bezug auf ihn nie ein Angebot von ihnen. Ich hab mich schnell abfinden müssen u 2 sitter ( Schülerinnen) eingestellt, die uns Gott sei dank bis heut erhalten geblieben sind u fast zur Familie gehören nach 5 Jahren. So können mein Mann u ich wenigstens mal ein paar Stubden weg oder unter der Woche kann ich mal zum Sport. Das kostet Geld, ist aber eine Erleichterung. Natürlich kann ich nicht verstehen, warum sie nicht 1x im Monat die Kinder nehmen konnten, da sie als Rentner ja 31 Tage im Monat tun u lassen können, was sie wollen..u wir NIE eine Minute Kinderfrei hätten, wenn wir nicht d Babysitter hätten, aber ich hab mich damit abgefunden, mich zu ärgern. Ich hab aber in mein Tagebuch geschrieben, dass ich, sollten die Kinder später Kinder bekommen u mein Mann u ich fit sein, wir ihnen 1x im Monat anbiete, dass wir die Kinder für eine Übernachtung von Sa nami bis Sonntag mittag nehmen u ich 1x die Woche was mit ihnen unternehmen. Das tut bei 31 Tage Freiheit im Monat bestimmt nicht weh…u da ich eh ein action-typ bin wie meine Mutter, find ich es wohl sogar spannend, mit ihnen zum See zu fahren, auf irgendwen Bauernhof u ä…

    1. Wenn ich diesen Artilkel lese, dann macht mich das sehr traurig. Aber ich kenne das. Als unser Sohn klein war ( mittlerweile ist er schon fast 20 Jahre alt)lief das bei uns ähnlich ab. Uns wurde immer gesagt, dass die Großeltern ( also meine Schwiegereltern) nicht dafür da sind uns zu unterstützen, damit wir unsere Freizeit genießen könnten. Leider ist es die ganzen Jahre so geblieben und eine Bindung zwischen den Großeltern und unserem Sohn ist bis heute nicht zustande gekommen.
      Mittlerweile sind wir selbst Großeltern zweier süßer Enkel ( von meiner Tochter). Wir würden als Großeltern gern Zeit mit unseren Enkelkindern verbringen, nur leider ist es von unserer Tochter her nicht erwünscht. Wir dürfen nichts alleine mit unseren Enkelkindern unternehmen, geschweige noch alleine den Kinderwagen schieben. Alles wird unterbunden und die Kinder sollen später allein entscheiden ob sie Zeit mit uns verbringen sollen. Es ist einfach nur ungerecht und wir sind deshalb sehr traurig. So wird sich leider auch keine Bindung aufbauen lassen können.

      1. Hallo,
        also, ich bin auch etwas entsetzt, allerdings nicht über die Enttäuschung der Eltern und der Autorin. Ich kann das Gefühl verstehen, wenn es bei uns so wäre, wäre ich das auch. Bei uns ist es zum Glück anders.
        Ich bin auch mäßig entsetzt über die vielen Großeltern hier, die offensichtlich wenig bis kein Interesse an den Enkelkindern habe und offensichtlich auch wenig lesen können. Die Autorin sprach von 2x übernachten in mehreren Jahren und regelmäßige Großeltern-Enkeltreffen und nicht von ständig parat stehen. Das Leben mit Kindern ist nicht immer so einfach und vielleicht hätten sich die jetzigen Großeltern damals, als ihre Kinder klein waren, über mehr Unterstützung gefreut.
        Wie heißt es so schön: Zur guten Erziehung der Kinder gehört ein ganzes Dorf und Großeltern in jedem Fall dazu! Schade, dass sich diese Großeltern entziehen…
        Ich rate der Autorin, sich einfach Ersatzgroßeltern in ihrer Stadt, Dorf zu suchen, die gerne Ersatzoma, -opa sind.
        Aber nicht umsonst sind wahrscheinlich so viele Ehen der Vorgängergeneration geschieden.
        Die Autorin hat eine Sache gut erkannt: Die Pflege der Beziehung und die Beziehung der Enkelkinder zu den Großeltern ist auch wichtig. Dies wollte und will sie gerne vetknnüpfen. Sorry, ich kann darin nichts verkehrtes sehen. Im Gegenteil.
        Was mich an solchen Großeltern dann am meisten aufregt, ist die Erwartung ihrerseits, dass die Enkel dann ja herausgeputzt und gutgelaunt bei Geburtstagen der Großeltern dabei sein müssen- zum Angeben oder wie man über manche Eltern sagt: Weil sie sich gut auf dem Rücksitz des Autos machen und weil sie ja dazugehören.

    2. Könnte es sein, dass Ihre Schwiegereltern die Trennung ihres Mannes von der Mutter seines ersten Sohnes bisher nicht akzeptieren oder verkraften konnten und deshalb zu Ihrem Kind keine tiefe Verbindung sufbauen wollen, weil sie befürchten, dass es noch einmal geschehen könnte?
      Oder, können die beiden Sie als „neue“ Frau ihres Sohnes nicht annehmen und sind deshalb zu Ihrem Kind so zurückhaltend? Ein klärndes Gespräch könnte vielleicht für alle Seiten hilfreichcsein.

    3. Bedingt dadurch, dass ich die Eltern meines Vaters nicht kennenlernen konnte, weil sie im Krieg zerbombt wurden, und meine anderen Großeltern in der damaligen DDR lebten, so dass ich von denen leider auch nicht soviel hatte, habe ich mich so gefreut, dass meine Eltern immer für meine Kinder da waren, trotzdem sie zuerst noch berufstätig waren. Meine Mutter versuchte es immer so zu drehen, als ich dann wieder arbeiten ging, dass es irgendwie passte. Die Eltern meines Mannes waren leider auch nicht mehr da. Meine Kinder wurden vom Kindergarten abgeholt, oder aus der Schule. Später sind dann beide passend aus dem Bus ausgestiegen, und haben bei meinen Eltern mit gegessen, und ich holte sie dann dort ab, nachdem ich auch noch dort gegessen hatte. Auch in den Urlaub an die Ostsee fuhren beide mit meinen Eltern. Nun bin ich von meiner Tochter zweifache Oma. Leider bin ich es nun, die auf mehr Umgang mit meinen Enkeln drängen müsste. Meine Enkel sind mir leider so fremd, und das finde ich schade. Meine Enkeltochter ist nun bald 17 und der Kleine bald 7. Gut, ich kann hinfahren, aber es ist irgendwie was ganz anderes, als es mit meinen Eltern war. Der Kleine ist ein richtiges Mamakind, und das Pupertier übt den Aufstand. Kann man nichts machen, ist eben so. Für den Kleinen ist es nun fast zu spät eine Vertrautheit zu entwickeln, und meine Enkelin hat nun gerade den ersten Freund.

    4. Mein Ältester Sohn erzählte mir das ich Oma werde darüber konnte ich mich nicht freuen,ich war 51 mein jüngstes Kind war 15, ich stand voll im Berufsleben stellte mir dann vor wie es werden würde. 750 Kilometer weit weg dann würden meine Ferien in Zukunft mit Kleinkind stattfinden… ..und als Mutter von 4 Kindern weiss ich wie sowas ist… ..finanzielle Unterstützung kommt auch immer noch dazu und ganz ehrlich es muss doch dann auch mal aufhören, bin seit meinem 19 Lebensjahr Mutter und hab gar nicht mehr die Nerven für kleine nörgelde Kinder.
      Bis meine Söhne in den Kindergarten mit 4 Jahren gingen blieb ich Zuhause habe Gelegenheitsjobs am Vormittag angenommen und war so nicht darauf angewiesen das jemand auf die Kinder aufpasst.
      Es kann doch nicht sein das Kinder bei den Grosseltern abgegeben werden damit die Eltern Zeit für sich haben… ..Augen auf bei der Familienplanung und den damit entstehenden Verpfichtungen… ..Ich bin jedenfalls nicht bereit an meinen berufsfreien Tagen auf Kinder aufzupassen,vielleicht ändert sich das wenn ich in Rente bin aber bis dahin benötige ich Erholungszeit von meinem Job.

      1. Dazu dann bitte immer bedenken ‚wie man in den Wald rein ruft kommt es auch wieder raus‘.
        Wenn Sie sich nicht einmal alle ein bis zwei Monate für ihre Enkel zeitnehmen wollen (um mehr geht es in dem Artikel nicht, bei Ihnen würde man aufgrund der Entfernung sogar vermutlich noch weniger verlangen), nicht wundern wenn ihre Kinder und Enkel in 30 Jahre auch keine Lust mehr haben Sie zu besuchen…

    5. Ich finde diese Sichtweise sehr egoistisch und kann aus überhaupt nicht nachvollziehen.
      Mal die Großeltern besuchen ist das eine, aber die Kinder regelmäßig dort abliefern, mit Übernachtung und allem, verstehe ich nicht.
      Wenn die Großeltern gerade einmal 60 Jahre alt sind, sind sie noch berufstätig und möchten das Wochenende bestimmt auch zur Entspannung. Mit eigenen Kindern ist es routiniert, mit Enkeln nicht. Das Kind macht „keine Arbeit“ – nur weil man keine Windeln wechseln muss? Komische Ansicht.

      Ich bin 38 und habe 2 Kinder – 3 und 5. Sowohl meine Mutter, als auch meine Schwiegermutter sind 62 Jahre alt und gehen noch Vollzeit arbeiten. Mein Vater ist 67 und Rentner, aber auch nicht mehr ganz gesund.
      In der ganzen Zeit kam es zweimal vor, dass meine Mama mal abends/ nachts auf unseren älteren Sohn aufgepasst hat – und zwar bei uns Zuhause: einmal war ich mit meinem Mann auf einem Konzert und einmal, als unser zweiter Sohn geboren wurde.
      Wenn meine Mama Urlaub hat, nimmt sie hin und wieder einen der zwei nachmittags wohin mit und mein Papa passt zwischendurch mal ne Stunde auf. Mehr an Unterstützung ist da nicht – aber das macht auch nichts.
      Der Unterschied ist vielleicht der, dass ich nie Erwartungen hatte.
      Und habt ehrlich – wenn ich Vollzeit arbeiten gehen würde und die Kinder entsprechend eh kaum zu Gesicht bekäme, würde ich im Leben nicht daran denken, sie noch am Wochenende weg zu geben.
      Um 14:30 Uhr hole ich sie von der Kita ab und wir unternehmen was – manchmal auch mit den Großeltern zusammen.
      An Wochende ist mein Mann froh, dass wir was als Familie machen, weil er von den Kindern ohnehin recht wenig mit bekommt, da er erst mach 18 Uhr heim kommt unter der Woche (wenn er nicht geschäftlich woanders schläft).

      Und habt ehrlich: falls ich mal Enkel habe, freue ich mich sie zu sehen. Aber regelmäßig als Übernachtungsgäste würde ich sie auch nicht haben wollen – auch wenn ich jetzt mit Fleisch und Blut Mutter bin und meine Babys gerne und oft um mich habe. Aber da ist halt Routine drin – das ist eine ganz andere Situation.

    6. Ich bin auch Mutter eines 8jährigen Sohnes. Ich bin seit 2016 von dem Vater meines Kindes getrennt und die Eltern meines Expartners zeigten die ersten 1,2 Jahre sehr wenig Interesse an meinem Kind. Das ist die letzten Jahre so eingeschlafen, dass von IHRER Seite gar kein Bedürfnis mehr nach dem kleinen Besteht. Sie vergessen schon seit Jahren seinen Geburtstag oder Ostern und andere Feierlichkeiten. Aber auch meine Ex-Schwiegermutter hat mich von Anfang an nicht akzeptiert. So denke ich eben auch, dass sie deswegen kein Interesse zeigt. Auch mein Exmann hat selten Interesse an unserem Kind. Ach, ich könnte ein Buch darüber schreiben….ich wünsche es keinem Kind, dass es von den Schwiegereltern (Oma und Opa) so sehr gemieden wird.

  28. Ich bin ebenfalls Mama von 2 Kindern, 7&9. Wir haben schon immer ein gutes Verhältnis zu unseren Eltern. Meine Eltern wohnen in der selben Stadt wie wir, die Schwiegereltern 45km entfernt.
    Ich habe mir schon in der ersten Schwangerschaft gesagt, dass unsere Eltern also die Großeltern keine Pflichten haben. Beide sind noch voll berufstätig gewesen als die Kinder zur Welt kamen. Und ich lese diesen Artikel mit großer Verwunderung und Unverständnis. Eine Beziehung zum Enkel baut man nicht auf in dem die Eltern entlastet werden. Für mich liest sich das so, dass es eigentlich um Freiraum für die Eltern geht, welches unter dem Mantel der Beziehung Großeltern-Enkel daher kommt.
    Unsere Kinder haben bis jetzt kaum übernachtet. Schon gar nicht regelmäßig. Und wenn dann entstand der Wunsch bei den Enkeln oder war ein Vorschlag der Großeltern. WIR haben uns Kinder gewünscht. Und uns ist auch klar gewesen, dass Kinder eine Investition an Zeit, Geld und Nerven sind. Und das kein andere Pflichten und Zuständigkeiten hat außer uns. Irgendwie wird das heute zunehmend in unserer Gesellschaft angenommen, dass andere Institutionen, Großeltern etc. Da mit ran müssen. Man bekommt Kinder aber es geht ganz schnell um die Entlastung der Eltern. Vielleicht sollte man VOR den Kindern über die Konsequenzen der nächsten 20Jahre nachdenken.

    1. Das tut mir so leid.
      Ich bin das ganze Gegenteil.
      Meine beiden Engelchen, ich würde mein Leben geben für sie.
      Mein Sohn und seine Exfreundin teilen sich das Sorgerecht.
      Aber….Sie versucht alles um die Kinder als Druckmittel gegen mich zu bearbeiten.
      Sobald ihr irgendwas nicht passt dürfen die Kinder nicht kommen.
      Sie sind alle 14 Tage bei Ihrem Papa,jetzt am Wochenende auch,da durften sie nicht mal mit mir telefonieren, und nicht zu mir kommen.
      Es bricht mir das Herz,wenn ich solche Sachen hier lese.
      Aber die Kinder werden gross,dann können Sie alleine zu ihrer Herzensomi fahren, so nennen Sie mich,und werden irgendwann Mama und Papa fragen….Warum???

    2. Danke Petra ich bin da ganz bei Ihnen. Wer noch nicht soweit ist für Kind/er zu da zu sein mit allen Konsequenzen, sollte die Familienplanung eventuell aufschieben bis man soweit ist. Und nicht mehr die Angst hat etwas zu verpassen. Kinder sind Geschenke.

    3. Ich habe es sogar noch krasser.Meine Schwiegereltern haben noch keine Stunde alleine mit einer unser Töchter verbracht. Die große wird 8 bald. Ich hatte während der 1. Schwangerschaft angesprochen,dass sie ja auch Mal ihre Enkeltochter haben können, da wurde mir mitgeteilt, dass sie entscheiden wann sie sie Mal nehmen. Was ja vollkommen richtig ist. Ich ging davon aus, da mein Mann auch mit Großeltern aufgewachsen ist, dass Mal die Frage von ihnen kommen wird.Haben auch Gelegenheiten geschaffen, das sie Mal nehmen können für ein zwei Stunden, aber das wurde abgelehnt. Wenn wir kommen ist alles gut. Nur nicht alleine. Meine Tochter hatte in den Jahren selber paar Mal gefragt ob sie dort schlafen darf und es wurde immer abgelehnt. Mir brach das Herz meine Tochter, die sehr höflich und liebevoll ist, dann soo traurig zu sehen. Ich traue mich nicht offen zu reden, da ich voller Enttäuschung bin und danach der Kontakt nicht mehr existieren würde. Mein Mann zuckt nur mit den Schultern und sagt nichts. Meine Reaktion ist daher, dass sie anstatt mindestens einmal im Monat von uns wie früher, nur noch ca. 4 Mal im Jahr Besuch erhalten. Ich möchte nicht auch dem zweiten Kind das antun. Glücklicherweise habe ich eine mega tolle Mama, die zwei Schritte von mir entfernt wohnt und die Kids gehen und dort schlafen können.

      1. Ich finde es sehr schade,wenn die Großeltern so wenig Interesse an Ihren Enkelkinder zeigen. Irgendwie voll traurig für die Kinder.
        Ich verstehe sowas echt nicht. Warum möchte man so eine schöne Zeit verpassen?
        Aus Erfahrungswerten muss ich leider sagen, dass man keinem hinterher rennen sollte.
        Dadurch macht man sich nur selbst verrückt.

    4. Haha, setzt man etwa Kinder in die Welt in in der Erwartung, dass sie mit 18 raus ausm Haus sind und dann gefälligst keine Probleme mehr machen oder um Unterstützung bitten? Das ist doch eine völlig weltfremde und auch ein wenig stumpfsinnige Erwartungshaltung. Wenn ich ein Kind in die Welt setze, muss ich erstmal davon ausgehen, dass es wiederum Kinder in die Welt setzen will und mich dann möglicherweise auch noch benötigt. Dieses „irgendwann muss doch Mal Schluss sein“ funktioniert bei Kindern nicht. Und wenn die Großeltern das dachten, als sie Kinder bekommen haben, haben sie eben auch nicht bis zu Ende gedacht.

  29. Ich will zu meinem vorherigen Kommentar noch etwas ergänzen, was mir jetzt erst beim weiteren Lesen von anderen Kommentaren auf- und einfiel: einige jüngere Eltern gaben immer wieder an, dass doch die Eltern/Schwiegereltern mehr Zeit mit den Kindern der Brüder oder Schwesterverbringen. Kann es eventuell sein, dass hier nachwievor die Geschwisterrivalitäten und -kämpfe um die Aufmerksamkeit der Eltern eine Rolle spielen? Denn das beobachte ich bei zwei meiner Kinder auch. Einer davon ist immer der Meinung, dass er von uns benachteiligt wird. Dessen Kinder holt einer von uns beiden mindestens 1x pro Woche von den Einrichtungen ab und dessen Kinder sind auch regelmäßig bei uns zur Übernachtung. Ich mache da mal eine kurze Rechnung auf: würde ich von den 3 Kindern die Enkel nur alle 3 Wochen haben, dann hätten wir keinerlei Wochenenden mehr für uns! Und auch Großeltern, egal wie alt sie sind, sollten schon noch eigene soziale Beziehungen außerhalb ihres Familienkreises haben dürfen. Neben den Kindern und Enkeln gibt es auch noch eigene Geschwister und Freunde. Also bitte, denkt auch einmal darüber nach.

    1. Ich bin Mutter von vier Kindern( 33-13J). In diesem Sommer werde ich Oma . Und ja ich freue mich sehr. Vorallem aber freue ich mich für meinen Sohn u Schwiegertochter das ihr Wunsch nach einem Kind in Erfüllung geht. Natürlich stehe ich gern zur Verfügung wenn ich gebraucht werde.Trotz 80km Entfernung. Ich bin allerdings auch gern da,wenn ich nicht gebraucht sondern gewollt bin. Einfach nur so.Schon vor der Geburt. Manchmal sind die Erwartungen die man an andere stellt,maßlos,an sich selbst hingegen,minimal.Wie verhält es sich mit dem Vater der Mutter? Ist es ausreichend ihn als “ Eigenbrötler“ zu bezeichnen und er ist aus der Opa Nummer raus? Ich freue mich mein Enkelbaby zu knuddeln, durch die Gegend zu schaukeln, es aufwachsen zu sehen. Alles freiwillig und ohne MUSS . Eben weil ich auch vorher schon ein gern gesehener Gast war,und am Leben meines Sohnes u Schwiegertochter teilgenommen habe. Lg

    2. Bei uns ist es seit dem 1.Kind ähnlich.
      Wir haben mittlerweile das 2.Kind.

      Wenig Zeit steht da im Raum und wenn
      aufgepasst wurde, als sie klein waren,
      wurde gleich gefragt: „Bis wann?“
      Und „Wie lange? “
      Ich habe bei dem 1.Kind ein Vollzeitjob
      gehabt.
      Bei den 2.habe ich nach der Elternzeit,
      einen ganz anderen Beruf durchführen müssen.
      Teilzeit, habe dann mit meinem Mann überlegt, das ich dann eine 20Std – Woche arbeite und am frühen Mittag zu Hause bin.
      Ich bin so froh, daß wir das alleine schafft haben.
      Jetzt, wo sie größer sind ( 9/& 5 Jahre),
      Passen sie“ mal“ auf.
      Ich glaube, daß es was mit der Ausdauer etc. / & Kraft zu tun hat.
      Ich hätte mir es auch anders gewünscht….
      Vielleicht hat es auch was mit dem Alter zu tun….
      Aber, ich kann es total verstehen, was eure Sorgen sind.

    3. Ich habe auch solche die sich überhaupt nicht für meine Kinder interessieren und nichts von ihnen wissen wollen. Sie haben noch andere Enkel, für die sie sich sehr viel Zeit nehmen, mit Geschenken überhäufen und somit erkaufen.
      Wenn sie kommen dann nur am Geburtstag, wo sie dann mit meinen Kindern nichts reden, nicht beachten… sind froh wenn sie schnell wieder das Haus verlassen können. Mir haben sie auch noch nie geholfen, weil sie mich nicht leiden können, hab stattdessen mir sagen lassen müssen, als ich sie gefragt habe ob sie die Kinder vom kindergarten abholen könnte ,, ich werde sie nicht abholen, hab die anderen und die werde ich immer haben und dir und deine Kinder werde ich nie helfen.,,. Das ist echt hart, wenn man als Mama mitansehen muss, wie sie die eigenen Kinder abstoßen, echt traurig.
      Anderseits werden sie mal alt und dann braucht man sich um die auch nicht zu kümmern. Das ist dein gutes Recht.

      1. Das ist bei uns leider genau das gleiche Meine Mutter nicht mehr da.Und Schwiegereltern kein Interesse an den Kids.Da sie die Mama nicht mögen müssen die Enkelkinder drunter leiden.Sie wohnen 340km entfernt und man sollte denken daß die Enkelkinder kommen ist schön zumal sie alt genug sind so das man richtig viel mit ihnen reden kann.Aber nein wir fahren diesen Weg und die Enkelkinder werden begrüßt und dann links liegen gelassen.Wenn wir dann wieder gehen werden zwei Tränen rausgedrückt.Und tschüss gesagt denn später kommen mit Sicherheit noch die Lieblingsenkel vorbei.Jedes dritte Wort in einem Telefonat ist eine Erzählung von den beiden jüngsten Enkelkinder.So das selbst mein Mann keine Lust hat mit seiner Mutter zu telefonieren.

    4. Also ich bin alleinerziehend und außer eine Tüte, Weihnachten vor der Tür kam nur Ablehnung. 2 Jahre hatte ich gar keinen Kontackt zu meiner Mutter. Bin dann mal mit meinem 3 Jährigen einfach dort hin gefahren vor die Tür. Ich traf Mutter auch mit ihrem Freund den sie seit dem Tot meines Vaters hat.Meinen Sohn hat sie nicht erkannt. Bin dann einfach zu ihr hin. Sie sind dann rein gegangen. Es war sehr komisch. Mitlerweile ist es mir egal. Ab und zu bekomme ich mal 20 Euro oder sie bezahlt mir die Autoversicherung. An unseren Geburtstagen kommt sie plötzlich seit 2 Jahren …ha ha mein Sohn ist 18 Jahre. Jetzt braucht keiner mehr zu kommen. Ich hab das Ding irgendwie allein alles geschaukelt. Trotz Legasthenie die mein Sohn hat und vor der Pubertät Adhs. Es war anstrengend. Hab immer wieder versucht zu arbeiten nebenbei. Von meiner Mutter bekam ich Vorwürfe das ich nicht arbeite. Aber wer passt auf wenn ich Elternabende oder Dienstbesprechung hab. Erzieherin. Einen Hortplatz hatte ich nicht als er zur Schule ging. 2 mal die Woche musste mein Sohn zur Lese -Rechtschreib Therapie. Als er im Kindergarten war zur Logopädie und Ergo. Auch auspowern musste ich ihn, schwimmen etc. Nachts hat er bis er ca 8 Jahre war nie durchgeschlafen. Als Baby, alle 1,5 Stunden Nachts wach. Manchmal war ich so müde das ich um 17 Uhr fast eingeschlafen wäre. Bei meiner Stelle nach der Elternzeit war kein Verständnis oder entgegenkommen. Sozialer Beruf, ha ha ha. Wenn das Kind dann noch krank wird oder sich den Arm bricht…….meine Freunde die ich zwischendurch mal hatte waren nicht wirklich an Familie interessiert. Also lief das ….als mein Sohn älter war 6 Jahre hat sich sein Vater ab und zu blicken lassen. Brachte ihm Pc Spielen bei. Jetzt hab ich einen klugen vielseitig interessierten Jungen der nur noch Pc spielt. In einer Schule wurde mein Sohn extrem gemobbt, danach Schulwechsel. Er hat , trotz der Legasthenie Realschulabschluss worauf ich sehr stolz bin. Auch wenn wir alles allein geschafft haben, kommt manchmal der Hass und dieses Unverständnis
      in mir hoch. Ich frage mich was ich für ein überflüssiger Mensch ich gerade für meine Mutter war, bin… Oft stritt ich mit meiner Mutter, das Ende war nur das sie Kontakt ab brach und ich halt keine finanzielle kleine Spritze hatte. Ich musste mich oft zusammen reißen. Vorwürfe kamen, arbeite, du machst alles falsch… dauernd…..dann versuchte ich mich zu rechtfertigen das ich allein bin. Da kam nur: sie wäre lieber allein gewesen als mit meinem Vater. Warum hat sie dann gleich den nächsten Mann gehabt. Dieser Mensch mochte uns nicht. Meine Brüder auch nicht. Man kann Menschen nicht ändern oder von ihnen erwarten das sie wissen was Familie bedeutet. Jeder Mensch setzt seine Prioritäten. Fakt ist, dass in unserem Deutschland Familien keine mehr sind. So wie früher die Großfamilie. Trotzdem tut Ablehnung unglaublich weh. Zwischendurch kämpfte ich mit Heulatacken, weil man irgendwann nicht weiter weiß. Sorgen hat. Aber immer stark für das Kind sein muss. Ich habe akzeptiert alles allein durchzustehen, was blieb mir anderes übrig. Frau wächst mit den Aufgaben. Aber mit Kind gibt man sein Leben halt auf versucht Dinge noch zu integrieren. Irgendwann weiß man nicht mehr was einem Freude macht. Ein Spaziergang mit Hund, der über Ecken bei mir geparkt wurde, das ist dann schön. Einfach nicht nachdenken, weiter machen, kochen ,Wohnung, ….hoffen. Die Großemütter haben oft nur Kinder bekommen weil das nun mal so dazu gehörte. Auch die Erziehung war nicht so liebevoll wie wir sie unseren Kindern jetzt zuteil werden lassen. Streng sein war häufig wichtiger. Jeder Mensch entscheidet selber ob er den Enkeln Zuneigung gibt oder nicht. Vielleicht können diese Menschen auch einfach nicht aus ihrer Haut. Nehmt es einfach wie es ist und macht Euer eigenes Ding. Wer nicht will der hat schon. Sie wissen nicht wie viel Freude und Glück sie verpassen. Kinder sind so toll. Wer das nicht erkennt ist selber Schuld. Ihr schafft das !!! Chaka!

      1. Ute
        Danke für den starken aufbauenden Kommentar! Aus jedem Satz der schweren Alltag hört man immer deine Liebe für dein Kind heraus. Das ist das Wertvollste. Und ich hoffe, dieses von der Seele schreiben hat auch Dir etwas geholfen.

    5. Als unser Sohn 1 jahr alt war sind wir aus beruflichen Gründen 500 km weg von unserer Familie gezogen. Bald kam das 2. Kind. Von Entlastung durch die Familie natürlich keine Spur. Das war uns aber auch klar, als wir weggezogen sind. Schwierig war es, dass mein Mann so unzuverlässige Arbeitszeiten hatte, oft spät nachhause kam, manchmal verreisen musste. Ich fühlte mich oft wie eine Alleinerziehende. Toll war, dass wir die Wochenenden immer als Familie hatten. Wir hatten auch eine Schülerin, die mich unterstützt hatte und unsere Kinder hingen an ihr.
      Als Oma und Opa hatten wir dann bald die Aufgabe, unsere enkeltochter groß zu ziehen. Unsere tochter war überraschend gestorben. Der Papa von ihr hatte kein Interesse. Mein Mann und ich waren noch berufstätig und wir mussten die damals zweijährige in unser Leben einbeziehen. Wir fanden eine Tagesmutter für sie. Nun ist unsere enkelin 17 und wohnt in einer wohngruppe. Jetzt mit Anfang 70 freuen wir uns, dass wir so fit sind und wollen unsere restlichen jahre genießen.
      Unser Motto ist, alles nehmen wie es kommt und das beste daraus machen. Es kommen auch wieder andere Zeiten. Die jungen Leute sollten dankbar über kinder und Arbeit sein und daran denken, dass die Großeltern in ihrem Leben es auch nicht immer einfach hatten

    6. Hallo SB,
      Ich finde Ihren Kommentar zu dem Thema sehr gut.
      Ich habe zwei Kinder und eine Tochter vom Partner. Meine Tochter gab mir auch oft ihre Kinder wenn beide etwas vorhalten, das macht mein Sohn nicht mittlerweile finde ich das besser. Weil jetzt gehe ich zu ihnen wenn ich mit den kindern etwas basteln, erleben möchte. Durch den Tod meiner Tochter kämpfe ich um das ausgeweitete Umgangsrecht für zwei Enkellinnen. Es wird so dargestellt das ich ja nur mal gekommen bin. Obwohl die Kinder zweimal die Woche mit Übernachtung bei uns waren mit meinem Vollzeitjob.Es belastet die komplette Familie. Da bin ich froh dass ich immer zu den Kindern meines Sohnes kommen kann und spiele mache, die altersentsprechend ihnen Spaß machen. Ich werde jetzt zum 7 Male Oma im Sommer. Mein Gefühl hat sich verändert von euphorisch zu sehr vorsichtig bis zurückhaltend. Aber ich kämpfe weiter vor Gericht, damit meine beiden Enkellinnen später nicht sagen, Oma warum hast du nichts gemacht. Schöne Grüsse Gabi M.

    7. Meine. Adoptiveltern waren aufgrund einer Aussage von mir mal wieder wütend auf mich. Wie so oft… Die Missachtung meiner Person bekamen dann auch meine 3 Kinder zu spüren. Nun war es nicht so, dass sie vorher für sich selbst nicht auch immer an erster Stelle standen. Vor anderen Leuten aber immer die übermotivierten grosseltern gespielt.
      Zum Glück können meine Kinder sehr klar und deutlich reden und fühlen. Und mittlerweile interessiert sie ein zaghafter what’s app Kontakt nicht mehr. Sie sagen ganz klar, sie haben sich nie für uns interessiert, uns interessiert es jetzt auch nicht mehr.
      Aber selbst das können die 2 nicht reflektieren. Soooo traurig. Ich hoffe nur, dass ich daraus lerne und selber eine großartige, liebevolle grossmutter werde….

  30. Ich bin gelinde gesagte etwas irritiert ob der Anzahl der Kommentare, die unter der Überschrift: „Oooh, nie habe ich „Ichzeit““ stehen könnten.
    Ich bin 60, mein Mann fast 63, wir haben 3 erwachsene Kinder und mittlerweile 4 Enkelkinder. Wir beide sind körperlich und geistig fit, gehen jedoch auch nach wie vor voll arbeiten, denn nach 3 Kindern, die wir versorgen und erziehen mussten, die alle 3 studiert haben und ihren vielfältigen Interessen nachgehen konnten, sind wir jetzt seit 4 Jahren in der Situation, mal keines der Kinder regelmäßig finanziell unterstützen zu müssen, sondern sparen jetzt für unseren Ruhestand.
    Seit meinem 24. Lebensjahr war ich also mit jeder Faser für meine Kinder da, trotz dass ich arbeiten ging. Genauso ging es meinem Mann, dessen Beruf in der Gastronomie nicht mit regelmäßigen Schichtdiensten einher ging und somit nichts planmäßig war. Aber: uns beiden war von vornherein klar, dass sich unser Leben mit Kindern (zumal kurz vor und nach der Wende) grundlegend ändern wird, dass wir Verantwortung übernehmen müssen und unsere „Ichzeit“ bzw. „Wirzeit“ (wie hasse ich diese beiden Begriffe, mit der denen die jungen Eltern so häufig agieren)eben Familienzeit sein wird. Genau deswegen wollten wir auch Kinder.
    Wenn wir doch mal Erwachsenenfreizeit haben wollten (weil wir nach der Wende zB Konzertereignisse nachholen wollten) verständigten wir uns mit befreundeten Familien oder den eigenen Geschwistern. Oder baten im Ausnahmefall unsere Großmütter zu uns nach Hause, so dass zwar für Stunden jemand für die Kinder da war, wir aber, egal wie es uns ging, die Kinder wieder übernahmen. Wir waren ja auch jung und konnten das durchstehen!
    Heute möchte ich gern Zeit mit meinen Enkeln verbringen, aber ich möchte sie nicht in meinem Urlaub betreuen, denn ich möchte nach so vielen Jahren ohne fragen zu müssen meine Interessen ausleben dürfen. Ich verstehe auch nicht, warum (meine Enkel wohnen 5 bzw 15 km entfernt) es notwendig ist, dass sie alle 2 Wochen für 2 Nächte bei uns übernachten sollen. Wir benötigen tatsächlich unsere 2 freien Tage, um dass wir unsere Kräfte regenerieren. Es ist vieles nicht mehr so einfach für uns.
    Und mal ehrlich, liebe geplagte jüngere Menschen: wie oft bietet ihr euren Eltern oder Schwiegereltern Hilfe an und leistet sie auch? Ich höre als Begründung zu oft: „das geht nicht, wir haben doch Kinder“.

    1. Vielen Dank für die Zeilen!
      Ich bin 35, Mama von 2 Kindern und ich erlebe es genau so. Viele erwarten die Hilfe der Großeltern. Aber denen zu helfen? Da gibt es dann immer ganz wichtige andere Verpflichtungen.
      Traurig! Aber es motiviert mich es anders zu machen!
      Alles Gute für Sie! Und sind sie weiter mutig den jungen Menschen den Spiegel vorzuhalten!!!

      1. An alle Mütter und Eltern von heute 😉
        Ich bin inzwischen Oma von 3 Enkelkindern zwischen 12 u. 1 1/2 Jahren. Als wir junge Eltern wurden war uns klar was das bedeutet! Einsparungen, selten Urlaub (und wenn dann ZUSAMMEN) und auch sich selbst hinten anzustellen. Ich gebe einer Kommentatorin recht: IchZeit und WirZeit, meine Güte! Es ist insgesamt einfach eine WirZeit als Familie. Wir hatten Spaß an der gemeinsamen Zeit, im Urlaub gab es aus Kostengründen oft nur Tagesusflüge. All inklusive Urlaub mit Kinderbetreuung wäre niemals für uns in Frage gekommen, wir wählten Ferienwohnungen, kochten zusammen etc, war ja im Alltag auch kaum Zeit dafür. Wir freuen uns auf die Wochenenden und Ferien. Ich verstehe die jungen Eltern nicht, ständig gestresst gepaart mit Perfektionsstreben und hohen Ansprüchen. Da liegt wohl eher die Ursache und nicht bei den Kindern und Großeltern. Und ja, auch wir Alten haben ein eigenes Leben und ja, vieles wird anstrengender selbst wann vergleichsweise noch absolut fit ist. Ich freue mich jedes Mal auf meine Enkel und freue mich auch danach wieder auf meine Zeit. OmaOpaSein darf keine Pflicht werden sondern Genuss für alle 3 Parteien!

      1. Über die Hälfte meines Lebens kümmere ich mich ausschließlich allein um meine Söhne. Sie sind mittlerweile fast 25und fast 17.
        Die Schwiegereltern kennen unseren jüngeren Sohn gar nicht und den älteren haben sie zuletzt mit 7 Jahren mal gesehen. Sie lehnen uns und unsere Kinder ab. Meine Eltern waren selbstständig mit einem Restaurant, da fuhr, bis vor corona, ich alles 6 Wochen hin und arbeitete mit. Es ist, wie es ist. Und wir wachsen mit unseren Aufgaben. Eine gute Beziehung zu den Großeltern ist für Kinder ein Segen und unabdingbar. Schade, wenn dies nicht zustande kommen kann. Aber mich macht es mittlerweile stolz. Wenn ich auch sagen muss, dass ich( bis auf kurze Zeiten, beim 2. Kind 14 Tage! Nach den Entbindungen) berufstätig war und die größte Zeit selbstständig.
        Ich habe meinen 2.Beruf mit einem kindergartenkind und meine meisterschule mit 2 Kindern gemacht. Mädels… Wir können mehr, als wir denken. Und die Kinder bekommen wir für uns. Und dürfen nie davon ausgehen, dass uns geholfen wird.es ist unser Part und Großeltern ein Zuckerl.

      2. Ich bin schon etwas verwundert was von Großeltern erwartet wird. Ich bin 60zig Jahre, Mutter von zwei Kindern (Meine Tochter ist 40zig Jahre und mein Sohn ist 26zig Jahre) Und Großmutter von 4 Enkelkindern (Von 15 Jahren bis 2 Jahre) bin ich auch. Ich arbeite Vollzeit und das in 3 Schichtsystem. Ich habe eine gute Beziehung zu meinen Kindern und zu meinen Enkelkindern. Natürlich nehme ich mir Zeit für meine Enkelkinder und unterstütze meine Tochter wo ich kann, aber das passiert aus feien Stücken ohne das mich meine Tochter verpflichtet um Freizeit zu haben. Wie ich gelesen habe wird von einigen erwartet das Großeltern dafür dasind um auf Enkelkinder anzupassen. Es ist traurig das einige nicht daran denken das Großeltern auch Eltern sind und arbeiten oder gearbeitet haben und eventuell genauso Auszeiten benötigen da sie ihr ganzes Leben geleistet haben. Also seit mit dem zufrieden was ihr bekommt auch wenn es nur ab und an ist. Ich erlebe täglich wie alte Menschen auf ihre Kinder warten und das sehr oft vergebens. Wenn sie mir erzählen was sie alles für ihre Kinder und Enkelkinder getan haben und nix kommt zurück außer lahme Ausreden. Das macht mich traurig und vorallem nachdenklich. Ich bin froh das ich meine Kinder und Enkelkinder habe und möchte sie nicht missen. Geht lieb miteinander um das ist das wichtigste.

        1. Es ist toll das du trotz deines anstrengenden Jobs noch Zeit und Interesse für deine Enkelkinder hast. Du machst das freiwillig, daher kommt deine Tochter gar nicht auf den Gedanken danach zu fragen. Wenn du mal nicht kannst, würde deine Tochter sicherlich nichts sagen. Auch gehe ich davon aus, dass deine Kinder und Enkelkinder später zu Besuch oder zur Hilfe eilen. Du pflegst die Beziehung zu deinen Kindern und Enkelkindern. Nichts anderes erwartet die Autorin des Artikels.

    2. Das sehe ich genauso! Ich habe 5 Kinder gemeinsam mit meinem ersten Mann, dann 1 Jahr allein und dann mit meinem zweiten Mann großgezogen. Ohne die Omas und Opas öfters mit einzubeziehen. Kinderzeit- Das sind nun mal keine leichten Jahre!
      Wenn man mit 35 Jahren das erste Kind bekommt (ich war 20)sollte doch die Freude so groß sein, das die Priorität beim Kind liegen sollte, nicht beim Beruf oder der Freizeitgestaltung. Ich denke, wenn man viele Jahre, (außer dem Beruf) seine Zeit frei einteilen konnte, ist es sicher sehr ungewohnt, das das nun nicht mehr so geht. Ich freue mich über meine Enkel, ich habe sie lieb, freue mich über jeden Besuch sehr, aber planmäßige Betreuung, Übernachtungen und Ähnliches, das ist mir einfach zuviel. Da ich auch noch arbeite. Ich bin froh, endlich keine Pflichten mehr zu haben! Und jetzt meine Freizeit frei gestalten zu können.

      1. Anja
        Natürlich dürfen sie alles, sie müssen es nur organisieren. Ich weiß doch in der Schwangerschaft schon das ein Säugling/ Kleinkind zuverlässige Betreuung braucht und kann ev bei Freunden vorführen oder erfahrene Babysitter in der Nachbarschaft ( entweder selbst oder per Liste die Jugendämter bereit stellen) suchen.

  31. Als ich mein 1. Kind erwartete, sagte meine Schwiegermutter ( mein Schwiegervater durfte nie etwas dazu sagen) mit erhobenem Zeigefinger zu mir,

    glaube ja nicht, dass ich mal auf deine Kinder aufpasse!!! Okeee, dachte ich.

    Ich verstand nicht warum? Aber ich fragte sie auch nie.

    Meine Mutter (48 J. älter als ich) wurde schwer krank als meine 1. Tochter 6 Monate alt war, bis dahin hatten wir ein schönes miteinander. Wir sahen uns sehr oft in der Woche. Als sie krank wurde, konnte sie sich nicht mehr an ihrem Enkelkind erfreuen. Sie konnte aber nichts dafür.

    Wenn wir ab und zu den Großeltern gefahren sind ( 1 Std ) dann waren die Großeltern und meine Kinder glücklich miteinander. Und so war es gut. Und wir Eltern hatten Freude dies zu sehen.

    Als ich mich von ihrem Sohn scheiden ließ. Klammerte sie sich an ihre Enkelkinder und später an meinen zweiten Mann. Aber sie freute sich nur wenn wir sie besuchten.
    Als ich mit meinem 2. Mann auch 2 Kinder bekam, war die Mutter meines 2. Mannes auch schon krank, so sagte die 1. Schw- Mutter zu meinen 2 jüngsten ich bin auch eure Oma. Und das ist sie bis heute (91)!

    Heute bin ich selbst eine stolze , glückliche und bald 2 fache Oma.😍
    Da ich mit 59 schon in Rente bin, gehe ich zwei Nachmittage zu meiner Enkelin (6) im selben Ort.
    Als sie geboren wurde, bin ich jede Woche zu ihr gefahren. Meine Schwiegertochter nutzte die Zeit für sich. Und heute bin ich immer gerne willkommen.
    Man muss sich das vorsichtig erarbeiten. Vielleicht ist es auch anderst wenn man alleinstehend ist, wie bei mir inzwischen.

    Bei meinen 4 Kindern habe ich das, Übernachten, das Luft holen können, quasi ohne Großeltern, dafür mit Geschwistern, Patentanten und Freundinnen abgedeckt. Und die wohnten nicht alle im selben Ort wie wir.

    Mein Bruder sagte mir einmal:

    jedes mal wenn du etwas von jemandem erwartest, wirst du enttäuscht!!!

    Und da ist etwas warmes dran!

    Ich wünsche euch einen guten und glückliches Umgang miteinander.

    1. Ich stimme da vollkommen zu. Warum sind Eltern/ Großeltern keine Individuen? Ich bin alleinerziehend, ICH habe mich fürs Kind entschieden und wer anders als ich soll mein Kind jetzt versorgen? Ich habe auch meine Freizeit das kann man sich organisieren und die Entscheidung pro Kind setzt immer eigene Reife und vor allem Eigenverantwortung voraus! Mein Sohn hat in seinem Leben 2x bei meinen Eltern ( gleiche Stadt) übernachtet und ihm fehlt trotzdem nichts. Und ich freue mich auch auf die Zeit wenn ich meine Wohnung wieder für mich habe weil mein Sohn selbst im Leben steht und wir trotzdem liebevoll verbunden in Kontakt bleiben.

    2. Liebe Susann,

      Sehr richtig. Ich habe 3 Kinder von 4 bis 15 und ich stecke die ganze Zeit für sie zurück, das ist nun Mal so wenn man Kinder hat.

      Ich bin auch immer verwundert, warum Eltern immer auf ihren Freiraum bestehen, in der andere sich um die Kinder kümmern sollen.

      Ich freue mich natürlich auf Enkelkinder, aber genauso freue ich mich nach 36 Jahren Zurück stecken für andere erstmal auf mehr Zeit für mich.

      Kinder bekommt man nicht, um sie regelmäßig bei Opa und Oma abzustellen.

      1. Nein, ich finde es überhaupt nicht schlimm, dass Grosseltern ihr eigenes Leben haben wollen. Unsere Kinder waren ein Paar Wochen im Jahr bei meinen Eltern weit weg in Schweden in den Ferien aber sonst konnte ich sie nicht dazu benutzen, Kinderhüter zu sein. Und das war gut so.

      2. Wenn Erwartungen oder eben Wünsche da sind, gibt es immer Mißverständnisse, auf beiden Seiten. Klare Aussagen sind wichtig, das kann man auch nett formulieren. Alles andere ist Heuchelei. Ich bin 66 J. und endlich Oma, habe ich nicht mehr mit gerechnet. Hab das Glück: meine Tochter und ich haben die gleichen Vorstellungen, wohnen nur 5 Minuten entfernt. Bin im Prinzip eine 2. Bezugsperson für meinen 14 Monate alten Enkel. Hab 30 Jahre im Nachtdienst gearbeitet und kann die „Omas“ auch ein bisschen verstehen, die sich nicht einbringen können oder wollen.Hab von jungen Frauen gehört, die gleich erwartet haben, dass die Oma immer parat sein muss. Allerdings empfinde ich Traurigkeit wenn ich den Blog lese. Bis jetzt bin ich werktags immer 2-3 Stunden bei meinem Enkel. Die Bindung ist stark, wie zu meinen Kindern. Ich erkläre ihm die Welt ( sagen meine Töchter) . Junge Mütter haben heutzutage größere Herausforderungen zu meistern als wir sie in jungen Jahren hatten. Einfach weil die Welt immer verrückter wird.

        1. Grosseltern sollen ja auch nicht ihr ganzes Privatleben aufgeben, nur weil sie Enkelkinder haben. Das ist doch absurd, aber vielleicht hat Mama mal nen wichtigen Termin oder keine guten Erfahrungen mit Babysitter gemacht oder oder oder. Und, ja, wie Sie es auch schildern: Grosseltern können ihren Enkelkindern so viele wertvolle Dinge mitgeben. Aber dazu muss man halt auch Zeit miteinander verbringen.

        2. danke B.H. das ist zwar nicht thema hier bei diesem beitrag. ihre zwei letzte. sätze zu lesen tat sehr gut.
          wie oft hören wir jungen mütter wir sollen uns nicht so anstellen, früher hat man das doch auch alles geschafft.
          es war anderst, aber immer dieses aufrechnen wer es schwerer hat ist doch sehr müßig. es sind unterschiedliche zeiten und vorraussetzungen…..

  32. Ich kann es Verstehen. Meine Mutter ist gestorben als ich 22 war. Mein Kind ist zwei Jahre später gekommen. Mein Vater hat kein Interesse auf mein Kind aufzupassen, auch nicht für ein paar Stunden. Passt aber einmal die Woche auf den Enkel seiner neuen Flamme auf ( mit Übernachtung).

    Die Schwiegereltern haben ebenfalls kein Interesse. Mittlerweile haben wir zwei Kinder. Die habe noch nicht eine Nacht dort verbracht. Allerdings sollten wir ständig auf ihr Hund aufpassen mir die in den Urlaub können.. ca. 3-4 Mal im Jahr… Die konnten nicht verstehen dass wir das letzten Mal nicht mehr den Hund genommen haben

  33. Es gibt die Enttäuschung auch anders herum.Ich habe für meine Tochter und meine Enkelkinder mein Haus, im Norden verkauft und bin in den Süden zu ihnen gezogen.Anfangs lief alles gut,doch ich merkte schnell,dass meine Tochter unzufrieden war.Ich schob es auf die 2. Schwangerschaft.
    Indes hatte sich eine sehr enge und schöne Beziehung zu meiner Enkeltochter entwickelt.Sie übernachtete mindestens 1 Tag in der Woche bei mir.Als das 2 Kind kam war sie 5 Tage bei mir Wir hatten immer großen Spaß miteinander.Wir spielten und malten oder bauten Lego. Sie war begeistert von den Spaziergängen mit den Hunden. Sie rannte um die Wette mit ihnen oder mit mir,sie spielte im Bach und abends gab es nicht nur eine Gute Nacht Geschichte.Dann kam das zweite Enkelkind und die Eltern stritten sich noch mehr wie vorher.Ich wurde gezielt gefragt, warum ich meine Tochter nicht als Eigentümerin in meine Eigentumswohnung eintrage Dasselbe sollte ich auch mit dem gekauften Gartengrundstück machen und außerdem könnte ich ja ins Altersheim gehen..Als ich das ablehnte, wurde das Verhältnis immer eisiger und gipfelte in dem Kontaktverbot zu den Enkelkindern.Dieses Vorgehen, hat eine kleine Kinderseele zerstört und mir das Herz gebrochen.

    1. Du kannst dir den Umgang auch erstreiten.
      Die neue Flamme meines Vaters hat das gemacht. Das Gericht hat ihr den Umgang zu gesprochen. Sie hat ihren Enkel jetzt einmal die Woche.

      1. Hallo, liebe Chris, das tut mir sehr leid für dich und man kann eigentlich nur die Hoffnung haben, dass die Eltern einlenken und du doch wieder den Kontakt zu deinen Enkeln hast. Vielleicht geht es ohne Streit. Es ist traurig, wenn man sein Leben aufgibt, um für die Enkel da zu sein. Und dann läuft das so aus dem Ruder. Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht.

  34. Hallo, ich habe diesen Artikel mit großem Interesse und Mitgefühl gelesen. Bei uns ist es ganz ähnlich….ich bin zu meinem Mann und seiner Familie gezogen und habe mir so sehr ein enges freundschaftliches, liebevolles Verhältnis zu den Großeltern gewünscht da ich persönlich das leider nie hatte. Ich habe mich auch sehr darum bemüht bis ich begriffen habe daß dieses Interesse sehr einseitig ist. Umso mehr ich mich bemüht habe umso verletzter war ich da ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann wie man so uninteressiert an seinem Enkel sein kann das nur 4 km weit entfernt wohnt und teilweise 3-4 Wochen vergehen ohne es gesehen zu haben. Es hat mich viele Tränen und Nerven gekostet es so zu akzeptieren. Und noch viel mehr macht es mich wütend, das wenn sie sich dann mal auf einen Kaffee“blicken lassen“ von meinem Kind erwartet wird daß er ihnen um den Hals fällt vor Freude. Tut er das nicht, und ignoriert sie ( logischer Weise) dann liegt es an unserer “ schlechten respektlosen Erziehung“.

    Sehr schwieriges Thema.

    Und das hat nichts damit zu tun ob man noch arbeitet oder seine Rente genießen möchte….ein paar Stunden jede 2 Wochen kann man immer finden wenn man ein Kind liebt und vermisst.

    1. So ähnlich ist es leider auch bei uns. Meine Eltern arbeiten noch sehr viel aber wenn sie nicht arbeiten dann möchten sie Die Zeit mit den Enkelkindern verbringen und verwöhnen die Kinder und spielen viel wie es halt Großeltern tun. Meine Schwiegerfamilie wohnt 600 km weit entfernt, es wird mehrmals im Jahr zum Thema warum wir nicht dorthin ziehen damit sie mehr Zeit mit den Kindern verbringen, mein Mann ist für einen Umzug, ich absolut dagegen. Mein Schwiegervater ist inzwischen leider ein Pflegefall und spricht und läuft nicht mehr 😭. Meine Schwiegermutter ruft mindestens 1x in der Woche meinen Mann an und fragt nach ihm, mich ruft sie nur zur Geburt der Kinder an sonst nieee. Sie hat mach 2 Operationen von meinem Sohn auch 1x telefonisch gute Besserung gewünscht und sich sonst nie nach seinem Zustand erkundigt und nach ihm gefragt. Lange ist mir das so nicht aufgefallen aber inzwischen tut mir das sehr weh und für die Kinder tut mir das so leid. Ich hatte auch keinen besonders guten Kontakt zu meinen Großeltern und bis heute Schmerzen die Erinnerungen und ich wünschte es wäre anders gewesen.
      Mein Mann hält natürlich zur seiner Mutter und behauptet sie würde mich und die Kinder lieben aber ich habe das Gefühl das sie mich nicht akzeptiert und respektiert und deshalb auch kein Interesse an meine Kinder hat.
      Die letzten Jahre haben wir immer die Ferien bei den Schwiegereltern verbracht aber seit einem Jahr sehe ich nicht mehr ein unerwünscht an einem Ort zu sein und dafür auf Urlaub zu verzichten für meinen Mann tut es mir leid, er ist ein absoluter Familienmensch und deshalb verzichten wir auch an seinen freien Tagen mehrmals im Jahr auf ihn weil er alleine zu seinen Eltern fährt. Mir wird gesagt ich sei nachtragend und sollte mehr Verständnis haben aber ich versteh kann nicht wie man Verständnis haben kann das Liebe, Respekt und Toleranz nur einseitig sein soll.

      1. Peri
        Da leistet ihre Schwiegermutter sehr viel! Ihr Partner muss gepflegt werden, ist in gewissem Sinne nicht mehr da. Im hohen Alter und sie erwarten das sie wie oft 800km alleine reist? Was ausser anrufen soll sie denn tun? Und fahren nicht mal mit hin das sie ihren Enkel sieht? Erwarten aber das sie einfach ihren pflegebedürftigen Mann zurück lässt der vielleicht auch auf regelmäßigen Kontakt angewiesen ist? Ich bin selbst Mutter nicht Oma, aber sie erwarten alles für die Enkel und was für den ebenso bedürftigen Schwiegervater? Oder die Schwiegermutter die ev auch mal Hilfe benötigt? Sie haben einen sehr verständnisvollen, wirklich an alle denkenden Mann.

  35. Ach egoistisch?
    Aber dann, wenn man alt ist und Hilfe benötigt, dann sind die Kinder bzw. Enkelkinder schon Recht!?
    Eine Familie sollte immer bedenken, das Ganze ist ein Geben und Nehmen.
    Und die Liebe von Kindern/Enkelkindern unbezahlbar und nie wieder zu bekommen, wenn man verpasst hat, sie sich in der frühen Kindheit zu verdienen.

    1. Auch für Großeltern ist die Möglickheit zum Bonding wichtig. Wer die ersten Monate des Babys nur aus der Ferne miterlebt, der schafft es vielleicht nicht mehr so gut, eine tiefe Beziehung aufzubauen. Und auch Großeltern wollen nicht nur als Lückenbüßer eingesetzt werden. Großeltern sind mehr als kostenlose Babysitter.
      Wir haben damals bei unserem ersten Kind meine Eltern mit in den Urlaub genommen, und sie konnten in ihre Rolle reinwachsen. Das schafft das nötige Vertrauen auf allen Seiten.

      1. @ Nico: ich kann dir nur zustimmen! Wenn der Schrank zu schwer ist oder Gartenarbeit anfällt, da wird man als „Kind“ gern gefragt, ob man helfen kann und das ist auch legitim. Und es wird auch erwartet, dass im Krankheitsfall irgendeine Art von Unterstützung und Anteilnahme geleistet wird. Ist es denn umgekehrt egal? Die Erwartungen an die Großeltern-Enkelkind(er)-Beziehung können ganz unterschiedlich sein, aber es geht oft nicht um Wellness und romantische Wochenenden für die Kindseltern. Es gibt manchmal ganz banale Gründe, wie berufliche Verpflichtungen, eigene gesundheitliche Probleme, wo man sich so sehr freuen würde 1-2 mal im Jahr jemanden zu haben, der einem unter die Arme greifen könnte – im Notfall und nicht als „Babysitter-Ersatz“.

        1. Tamara
          Das ist aufrechnen und nicht liebevolle Bindung. Ihre Eltern könnten einwerfen wie oft sie nachts sie betreut haben, gesund gepflegt haben…
          Tut man aber nicht weil sich die Eltern freiwillig für Kind/ er entschieden haben und alle einhergehenden Pflichten und ja auch Belastungen.

  36. Hallo, warum habt ihr euch für ein Kind entschieden, wenn ihr beide Vollzeit arbeitet? Und…warum müssen das die Großeltern ausgleichen? Ich finde es gut, dass die wenige Zeit, die für das Kind zur Verfügung steht zum Aufbau einer stabilen Eltern-Kind Bindung verwendet wird, sofern das überhaupt möglich ist. Wissenschaftliche Studien besagen, dass diese Bindung für eine stabile Psyche unbedingt notwendig ist.
    Vielleicht haben dies die Großeltern im Bewusstsein und halten sich deshalb zurück? Ich selbst würde es später wahrscheinlich auch so machen, wenn ich in die gleiche Situation käme.

    1. Hallo Tine, an dieser Stelle die Debatte über Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie das Bashing von berufstätigen Eltern (bzw. wahrscheinlich meinst DU auch eher die Mütter) aufzumachen, ist albern und gehässig. Das hat mit dem eigentlichen Thema von Carla, nämlich dem wenigen Interesse der Großeltern am Kind, nichts zu tun.
      Du kannst es ja später so machen wie du willst. Sollten deine Kinder und Schwiegerkinder später vollzeit-berufstätig sein und die psychische Stabilität deiner Enkel gefährden, kannst du noch einen obendrauf setzen und dich auch nicht um sie kümmern. Viel Spaß dabei (Ironie off).

      1. Yvonne
        Gehässig finde ich das nicht. ( nur Ihren Kommentar) Realistisch eher, und ich denke Tine meint eher die Frage warum das bei Kinderwunsch nicht vorher anders/ gängiger geplant wird. Das sind alles Dinge die man vorher weiß und rechtzeitig planen kann.

    2. Tut mir leid, aber das kann ich nicht unkommentiert stehen lassen. Laut Ihrer Aussage darf nur Kinder haben wer nicht Vollzeit arbeitet (wie lange eigentlich, die nächsten 18 Jahre?). Selbst arbeitenden Eltern bleibt genug Zeit eine stabile Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen. Die sich übrigens nicht rein an der aufgewendeten Stundenzahl sondern auch an der Qualität der Zeit, die man miteinander verbringt, bemisst. Ebenso ist auch das berühmte Dorf für die Psyche wichtig. Ein Kind benötigt neben seinen Eltern auch andere Menschen, Erlebnisse und Reize. Ob ich allerdings den Umgang mit Großeltern forcieren würde die sich absichtlich nicht kümmern um mir damit zu zeigen dass ich gefälligst in Teilzeit oder am besten gar nicht arbeiten soll um nur um mein Kind zu kreisen, wage ich zu bezweifeln. Meine eigenen Großeltern mussten übrigens selbst sehr viel und hart arbeiten als sie meine Eltern und deren Geschwister großgezogen haben. Mir selbst dann so etwas unterschwellig vorzuhalten fände ich, nun ja, doch verlogen.

      1. Nessa
        Nein natürlich dürfen Sie weiter VZ arbeiten. Ich denke es war unglücklich ausgedrückt. Sie selbst kennen ihren Beruf, Arbeitszeiten am besten. Und in den 9 Monaten Schwangerschaft ist Zeit zu planen ( geht der Beruf die Stundenzahl nach der Elternzeit noch?). Es geht um realistische Planung und rechtzeitig das Gespräch mit dem Arbeitgeber führen wenn es Änderungsbedarf gibt. Damit man sich dann, bei Ablehnung, rechtzeitig beruflich neu orientiert.

  37. Für mein Empfinden hatte Carla von Anfang an die sehr explizite Erwartung, dass ihre Schwiegereltern ihr Kind regelmäßig am Wochenende über Nacht betreuen. Um ihr Zeit zum „Luftholen“ zu verschaffen. Es klingt für mich nicht so, als ob mit den Schwiegereltern darüber gesprochen wurde, wie sie sich den Kontakt zu ihrem Enkel vorstellen und welche Art der Kontaktpflege (ich sage absichtlich nicht „Betreuung“) sie sich wünschen würden.
    Wenn die Schwiegereltern um die 60 sind, dann sind möglicherweise noch beide (voll) im Arbeitsleben – und brauchen vielleicht ihre Wochenenden sehr dringend zur Regeneration. Aber auch wenn das nicht der Fall ist, kann es bei Menschen um die 60 gut sein, dass sie nicht mehr so belastbar sind, dass sie ein Kleinkind 24 Stunden oder länger am Stück betreuen können oder wollen.
    Vielleicht fühlen sich die Schwiegereltern von dieser ja sehr explizit formulierten Erwartung überfahren und trauen sich nicht zu sagen, dass ihnen das zu viel wäre.
    Carla könnte ja mal ihre Schwiegereltern ganz ergebnisoffen fragen, wie SIE sich denn den Kontakt zu ihrem Enkel vorstellen. Vielleicht hätten sie sehr wohl Lust, ab und zu mal mit ihrem Enkel in den Zoo zu gehen oder eine andere zeitlich überschaubare Aktivität mit ihm gemeinsam zu machen. Ich finde es wichtig, dass Großeltern ihrem Enkel ein Stück weit IHR Leben zeigen und ihn an IHREN Interessen teilhaben lassen. Die Großeltern sind Menschen mit Vorlieben und mit einer Biographie und keine Animateure. Wenn die Großeltern nicht sportlich sind und nicht gerne Ausflüge machen, aber dafür Filme lieben, dann könnten sie ja mal einen Filmnachmittag mit Popcorn etc. bei sich zu Hause mit dem Enkel machen.
    Großeltern sollten sich in meinen Augen nicht verbiegen müssen und sollten authentisch sein dürfen. Sie sollten nicht das Gefühl haben, dass sie sich ein Bein ausreißen müssen, um ihren Enkel adäquat zu „bespaßen“. Es geht doch um die Beziehung; darum, dass der Enkel seine Großeltern so kennenlernt, wie sie sind und mit den positiven Seiten, die sie haben.
    Hier hilft in meinen Augen nur ein offenes Gespräch zwischen Carla und ihrem Partner und den Schwiegereltern.

  38. Das kenne ich nur allzu gut.
    Da meine Eltern nicht mehr leben, hätte ich mich wenigstens über das Interesse der Eltern meines Mannes gefreut.
    In 9,5 Jahren waren es ganze zwei Übernachtungen, die auch nur, weil wir beide arbeiten mußten und nicht wußten, wo wir unseren Sohn unterbringen sollten.
    Einen Ausflug haben sie mit unserem Sohn noch nie gemacht, es gab keine Nachmittagsbesuche, sie spielen auch auf Familienfeiern nicht mit ihm.
    Ich habe mich mittlerweile von dieser Familie distanziert, weil ich das Desinteresse nicht mehr ertragen möchte.
    Mein Sohn könnte hin, wann immer er auch möchte – möchte er aber nicht.

  39. Liebe Katharina,
    wir sind Großeltern von 5 Enkeln zwischen fast 2 und 7 einhalb Jahren. 2 davon leben 800 km von uns entfernt im südlichsten Zipfel Bayerns an der österreichischen Grenze. Wir sind um die 60 und arbeiten beide. Weil wir es nicht leisten können, 1 x im Monat 1.600 km für 2 Nächte in einem Hotel hin und zurück quer durch das ganze Land zu fahren, wird uns unser Vorschlag, dafür 3 x im Jahr für jeweils mehrere Tage am Stück zu kommen (wofür wir auch bereit sind, Urlaub zu nehmen) komplett abgelehnt und jeglicher Kontakt von Seiten der Schwiegertochter sabotiert. Unser Sohn bezieht leider keine Stellung. Selbst regelmäßige Videoanrufe und Telefonate werden versucht zu unterbinden. Durch die Pandemie haben wir unsere Enkel inzwischen 2 Jahre nicht sehen können. Zum 60. Geburtstag meines Mannes letzten Herbst durften sie aber kommen. Wir haben uns wahnsinnig gefreut und hatten eine tolle, innige Zeit miteinander. Schenken dürfen wir auch nichts. Ein Päckchen zu Nikolaus wurde sehr bösartig per WhatsApp verurteilt. Ob wir sie „dissen“ wollten, ein schrecklicher Begriff. Wir würden uns gerne einbringen, aber es ist nicht erwünscht. So rum geht es leider auch.
    Die anderen 3 Enkelinnen wohnen 1 Stunde Autofahrt entfernt. Ich habe meine Arbeitszeit reduziert und verzichte damit auch auf Rentenansprüche, um 1 x in der Woche 2 der 3 zu betreuen, wenn meine Tochter arbeitet. Dafür fahre ich dann. Die 7-jährige der 3 Mädchen hier kommt 1x im Monat für 2 Nächte zu uns und wir fahren in den Sommerferien mit ihr eine Woche an die Ostsee. Die 4-jährige möchte auch öfter bei uns übernachten, darf aber nur 2 x im Jahr für max. 1 Nacht. Sie fragt uns öfter, warum sie nicht öfter bei uns sein darf und ist auch sehr traurig darüber. Uns zerreißt es jedesmal das Herz, weil wir es ihr ermöglichen möchten, aber den Eltern nicht in den Rücken fallen wollen. Wir wissen oft keine Antwort mehr, und suchen das Gespräch mit den Eltern. Es ändert sich aber nichts. Leider sprechen die Eltern auch nicht mit unserer Enkelin darüber. Und so hängen wir in der Luft.
    Wir lieben alle unsere Enkel sehr und sie uns auch. Wir geben sehr viel und würden auch noch mehr tun, das ist aber nicht gewollt. Nochmal, es geht auch andersherum.

  40. Man kann die Großelterngeneration von früher nicht mehr mit heute vergleichen, weder körperlich noch geistig. Heutige Großeltern sind deutlich agiler und oft auch gesünder, haben mehr Geld zur Verfügung und können sich zur Rentenzeit nochmals richtig was leisten, z.B. Urlaube, viele Treffen mit Gleichgesinnten, Essen auswärts, Kino und Theater. Da ging es der früheren Generation doch deutlich schlechter. Diese war oft schon im frühen Alter kränklich und einfach durch Geldmangel auch viel zu Hause. Damit geht heute dann aber auch einher, dass man eben auch genießen will, weniger Zeit hat und natürlich gibt es auch Großeltern, die selbst noch arbeiten und dann auch am Abend/am Wochenende ihr Ding machen wollen. Und zu guter Letzt die, die vielleicht gemerkt haben, dass Kinder, egal ob die eigenen oder die Enkel, nicht ihr Ding sind. Egal aber wie, verpflichtet sind sie hinsichtlich ihrer Enkelkinder zu nichts. Auch wenn es schade ist.

    1. Meine Tochter ist mittlerweile 20 Jahre alt und meine Eltern haben eine Erwartungshaltung an sie, die sie nicht erfüllt, nämlich, dass sie sich von sich aus regelmäßig meldet, zugewandt und interessiert ist. Ich merke, dass sie meinen Eltern nicht „genügt“.
      Tja, wo soll aber dieses erwünschte Verhalten herkommen? Als sie klein war, genügte sie auch schon nicht. Und es gab halt auch von meinen Eltern aus nicht das große Interesse, Zeit mit ihr zu verbringen. Muss man sich da wundern?
      Meine Schwiegermutter war und ist da ganz anders. Und zu ihr hat meine Tochter ein so gutes Verhältnis, dass sie sogar manchmal noch bei ihr übernachtet. Mit 20! Bei einer 85-jährigen! Das kenne ich von keinem anderen Oma-Enkelin-Verhältnis und zeigt mir, dass meine Tochter so falsch ja wohl nicht sein kann…

      1. Nein, man kann unsere Großeltern nich mit den heutigen vergleichen. Grossmütter waren früher kicht berufstätig und hielten dem Mann die Stange, damit er sich auf den Beruf konzentrieren konnte. Sie hatten auch eine schöne Witwenrente in Aussicht, für den Fall der Fälle. Enkelbetreuung war eine schöne und sinnvolle Abwechslung. Das ist heute nicht mehr so, nun wird gearbeitet mindestens bis 65 und dann möchte man wenigstens noch etwas schöne Zeit haben.

    2. Hallo, das ist wirklich traurig und ich empfinde es gut nach. Wir haben hier mit unseren Eltern eine ganze Spannweite von „so oft wie möglich sehen wollen“ bis noch gar nicht kennengelernt innerhalb 1 Lebensjahres, also kein Kontakt, weil es unterschiedliche Sichtweisen zu Corona gab. Vor ein paar Tagen wurde unser Sohn 1 Jahr alt und es gab von meinem Vater nicht mal eine lieblose Karte so wie zu Weihnachten. Aber ein wenig enttäuscht bin ich auch von meinen Schwiegereltern, die sich schwer zu tun 1 Stunde Fahrt ab und zu auf sich zu nehmen, beide Rentner und Anfang 60 erst. Es sei ja so weit weg, wenn man nur näher wohnen würde, würde man den Enkel ab und zu mal nehmen. Innerhalb 1 Jahres waren sie 2x hier. Klar, die Fahrt in die Großstadt ist sicher stressig, aber im Vergleich, meine Mutter, noch voll berufstätig und ebenfalls 1 Stunde entfernt, kommt sogar allein angefahren um ihren geliebten Enkel zu sehen. Ich glaube man ist enttäuscht, weil man mehr Liebe erwartet bzw mehr Engagement für die Enkelliebe. Im unserem Fall war es auch noch ein lang ersehntes Kind nach 3 Fehlgeburten, quasi ein kleines Wunder. Aber wie du schon richtig schreibst, man muss wohl leider seine Erwartungen senken, um seinen Frieden damit zu finden. Nichts ist selbstverständlich, auch keine (große) Enkelliebe oder den Mut und Willen dafür Ängste oder Konflikte zu überwinden.

    3. Ähnlich kenne ich es auch, allerdings von meinem Vater und seiner Frau. Sie hat noch eigene Enkelkinder um die sich regelmäßig gekümmert wird. Bei meinem Kind kommt selten etwas, wenn ich nicht hinterher bin. Und wenn ich dann keine Lust habe ständig nachzufragen, kommen Vorwürfe sie sehen das Kind zu selten. Dabei wohnen sie nur ein paar Minuten weit weg. Bei den Schwiegereltern sieht es zum Glück anders aus. Da können wir uns immer drauf verlassen und unser Kind ist auch sehr gerne dort. Die alten Großeltern wie wir sie hatten als Kind, sterben leider aus.

    4. Es gibt die Enttäuschung auch anders herum.Ich habe für meine Tochter und meine Enkelkinder mein Haus, im Norden verkauft und bin in den Süden zu ihnen gezogen.Anfangs lief alles gut,doch ich merkte schnell,dass meine Tochter unzufrieden war.Ich schob es auf die 2. Schwangerschaft.
      Indes hatte sich eine sehr enge und schöne Beziehung zu meiner Enkeltochter entwickelt.Sie übernachtete mindestens 1 Tag in der Woche bei mir.Als das 2 Kind kam war sie 5 Tage bei mir Wir hatten immer großen Spaß miteinander.Wir spielten und malten oder bauten Lego. Sie war begeistert von den Spaziergängen mit den Hunden. Sie rannte um die Wette mit ihnen oder mit mir,sie spielte im Bach und abends gab es nicht nur eine Gute Nacht Geschichte.Dann kam das zweite Enkelkind und die Eltern stritten sich noch mehr wie vorher.Ich wurde gezielt gefragt, warum ich meine Tochter nicht als Eigentümerin in meine Eigentumswohnung eintrage Dasselbe sollte ich auch mit dem gekauften Gartengrundstück machen und außerdem könnte ich ja ins Altersheim gehen..Als ich das ablehnte, wurde das Verhältnis immer eisiger und gipfelte in dem Kontaktverbot zu den Enkelkindern.Dieses Vorgehen, hat eine kleine Kinderseele zerstört und mir das Herz gebrochen.

      1. Sehr schade. Das tut mir leid.
        Ich selbst habe eine 8jährige Tochter. Mein Vater hat einen Opa Tag, seitdem meine Tochter etwa ein Jahr alt ist. Dann holt er sie aus der kita/mittlerweile Schule ab und bringt sie am nächsten Tag zur Schule.
        Meine Schwiegereltern haben in der kitazeit immer montags meine Tochter betreut. Sie ging dann nicht in die Kita und mein Mann und ich konnten lange und gut arbeiten.

        Als mein Schwiegervater gestorben ist, ist leider auch der regelmäßige Kontakt ein wenig eingeschlafen. Das Verhältnis ist aber gut.

        Meine Tochter hat mich letztens gefragt, ob ich auch so regelmäßig auf ihre Kinder aufpasse, wenn sie später welche hat. Das fände sie nämliche toll und sie könnte dann an diesem Tag arbeiten.

        Mein Vater hat unendlich viele Ideen (o-ton: dem Opa fällt immer etwas ein). Er baut Vogelhäuser, geht mit ihr ins Kino, in den indoorspielplatz, fährt Boot, geht ins Movie World und und und…..

        Ich selbst hatte eine wunderbare Kindheit und bin sehr froh, dass mein Vater wirklich immer für uns da ist.

        Als ich schwanger war habe ich ihn gefragt, welcher Opa er sein möchte. Der Wochenend-Opa oder der,der mitgestaltet (in Absprache und nach unseren Regeln) und eine enge Bindung hat.

        Ich hätte natürlich beides akzeptiert, freue mich aber sehr darüber, dass die beiden eine gute Beziehung haben.
        Es gibt eine afrikanisches Sprichwort: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.

        Ich wünsche euch viel Glück. In vielen Großstädten gibt es auch „leihomas“. Eine gute Alternative vielleicht? Oder vielleicht gibt es eine Tante, oder beste Freundin, die euch unterstützen mag?

        LG
        Mel

  41. Ich verstehe in deiner Geschichte beide Seiten. Wir Großeltern arbeiten viel länger als es unsere Eltern taten und von daher freut man sich auf den Ruhestand und Freiheiten alles zu tun was Spaß macht. Trotzdem was wären wir ohne unsere Kinder und Enkelkinder? Gerade in corona Zeit passe ich regelmäßig auf meine 2 Enkelkinder 5 und 2 Jahre auf . Wir backen spielen zusammen. Gehen in den Zoo und andere tolle Dinge. Und meine Belohnung?? Wir sind die liebsten und besten Großeltern auf der ganzen Welt. Und jede Umarmung der kleinen Mäuse macht uns glücklich. Für uns ist das dass wunderbarste was es gibt. Und wir freuen uns schon auf das 3. Enkelkind welches bald auf die Welt kommt. Diesmal von unserem Sohn.
    Aber wie gesagt ich verstehe auch die, die das nicht wollen. Aber nur ehrliche Kommunikation hilft dann.

  42. Liebe Carla, ich kann deinen Frust schon ein wenig nachvollziehen.
    Ich selbst bin Oma eines vierjährigen Enkelsohns und bin, so darf ich es wohl sagen, immer für den Kleinen da.
    Als er geboren wurde, hab ich meinen ganzen Jahresurlaub genommen und bin die ersten vier Lebenswochen zu meiner Tochter und ihrer Familie gezogen. So hat sie für die Nacht die Milch abgepumpt und ich hab die Nachtdienste übernommen.
    Gleich nach den vier ersten Lebenswochen, haben mein Mann und ich, den Kleinen alle 14 Tage am Wochenende bei uns gehabt. Im Urlaub ist er immer mindestens eine Woche mit dabei. So hatten wir ihn eben schon als 5 Monate altes Baby mit an der Ostsee.
    Auch zu den anderen Großeltern hat der Kleine ein inniges Verhältnis, auch wenn sie erst ein wenig später hineingefunden haben. So ein ganz kleiner Bub war zu Anfang noch nichts für sie.
    Ich bin voll berufstätig und in 12 h- Diensten in der Intensivpflege, ausschließlich im Nachtdienst tätig.
    Wenn der Kleine aus Krankheitsgründen oder wie jetzt in der Pandemie, nicht in die Kita kann, dann nehme ich ihn, auch nach dem Nachtdienst trotzdem mit zu mir, damit meine Tochter und mein Schwiegersohn arbeiten kann.
    Ich bin wirklich schon immer gern Mama, aber Oma zu sein ist noch einmal etwas viel Größeres.
    Als meine Kinder klein waren, hatten meine Eltern auch kein Interesse an ihren Enkeln, meine liebe Schwiegermutter dagegen sehr.
    Meine Schwiegermutter starb, als ihre Enkel 10 und 15 Jahre alt waren. Heute sind sie 29 und 34, aber sie lebt bei Beiden noch immer in vielen, vielen Geschichten weiter…

    Euch wünsche ich, dass sich vielleicht doch noch eine schöne Wendung eintritt.

    Alles Liebe, Caro

  43. Ich liebe meine Kinder sehr. Aber wenn man 60 Jahre alt ist, ein langes Arbeitsleben hinter sich hat und mehrere Kinder großgezogen, ist man ehrlich froh, auch einmal wieder Zeit für sich und die eigenen Bedürfnisse zu haben und dem eigenen Rhythmus folgen zu können. Ich habe noch keine Enkel. Wenn ich welche bekomme, werde ich mich sicher für sie interessieren und sie sehen wollen. Wenn wirklich Notfälle eintreten, wäre ich da. Aber ich wünsche mir dann auch, dass ich als unabhängiger Mensch wahrgenommen werde, der über den Kontakt selbst entscheiden kann.Ich habe alles für meine Kinder getan, viele Jahre lang. Ist das nicht genug?

    1. Hallo, ich kann so sehr mitfühlen… Es ist schmerzhaft, wenn man erkennen muss, dass die eigenen Eltern/Schwiegereltern kein Interesse an dem eigenen ein und alles haben. Wieviel sie unwiederbringlich versäumen, das schmerzt. Mir erging es ähnlich wie dir, meine Mutter starb vor der Geburt meiner beiden Töchter. Sie wäre die warmherzigste, liebevollste, allerbeste Oma überhaupt gewesen! Die Schwiegereltern leben im Ausland und da ist das Verhältnis trotz Sprachbarriere innig, aber sehr selten (etwa einmal jährlich). Mein eigener Papa (eigentlich ein lieber Kerl) hat mich leider auch sehr enttäuscht. Er hatte nur Zeit und Augen für seine neuen Frauen, ich war wahnsinnig verletzt, traurig und einfach auch oft überanstrengt. Er hat es leider deutlich gemacht, dass Kinderbetreuung für ihn eine Zumutung wäre. Also haben mein Mann und ich (phasenweise auch vor allem ich) das mit den Kindern alleine gestemmt. Inzwischen nach mehr als 10 Jahren ist alles gut so wie es ist, ich hadere nicht mehr, freue mich an dem, was wir eben an Kontakt haben. Aber die Erwartungen und Wünsche musste ich alle loslassen. Ich weiß jetzt schon, dass ich es mal anders mache 😉

      1. Hallo, ich habe jetzt schon so viele Kommentare gelesen, und ich kann beide Seiten verstehen.Wir leben mit meinen Eltern in einem Haus. Ich bin Einzelkind und meine Mutter hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, daß sie mit einem Kind vollkommen ausgelastet war. Ich habe mir immer Geschwister gewünscht. Deswegen war für mich klar, daß ich mindestens 2 Kinder haben möchte. Auch ich habe mir von meiner Mutter als ich schwanger war anhören müssen, daß sie nicht unsere Kinder aufzieht. Mein Vater war auch nicht so begeistert, hat sie aber solange die Kids noch im Kinderwagen waren, täglich spazieren gefahren. Meine Eltern waren beide früh in Rente, hatten also schon Zeit ihren Ruhestand zu genießen. Wir betreuen unsere Kinder zum Großteil selbst, Kita bringen und abholen können wir Gott sei Dank selbst regeln.Wir sind selbstverständlich auch berufstätig. Es ist anstrengend aber ich bin stolz darauf es selbst managen zu können. Ich denke sehr viel über dieses Thema nach, und kann die Enttäuschung der Eltern sehr nachvollziehen. In meiner Vorstellung ist Kinder kriegen ein Familienprojekt, jeder freut sich, jeder will teilhaben am größten und schönsten Wunder der Welt und die Liebe ist das einzige, das sich vermehrt wenn man es teilt… Die Realität hat mich auch schon eines Besseren belehrt… Ich bin Mutter mit Leib und Seele, ich liebe meine Kinder über alles und bin dankbar für jede Minute die ich mit ihnen verbringen kann. Und mein Mann und ich haben uns schon heute geschworen, daß wir die besten Großeltern für unsere Enkelkinder werden! Es liegt an jedem selbst wie man Familie lebt, manche Menschen können nicht ohne ihre Kinder und Enkelkinder, weil es einfach nichts schöneres gibt, als wenn so ein kleiner Zwerg seine Hände ausstreckt und vor Freude strahlend darauf wartet, geknuddelt und geliebt zu werden. Und dann gibt es eben auch diese Menschen, die sich nach ihrer elterlichen Pflichterfüllung nur noch um sich selbst kümmern wollen…

  44. Als würdest du über meine Schwiegereltern schreiben. Als unser Sohn ein Baby war und auch in der Schwangerschaft war das Interesse riesengroß, sie waren schon zu aufdringlich. Sprachen von Oma/Opa Tagen mindestens einmal die Woche, da war er knapp ein Jahr alt. Dann wurde er größer und es kamen weitere Enkel/innen zur Welt und das Interesse wurde weniger. Die ersten 3 Jahre wurden die Geburtstage unseres Sohnes in dem wunderschönen großen Garten meiner Schwiegereltern gefeiert, da er im Sommer zur Welt kam und es sich anbot. Sie selbst hatten damals diese Idee. Plötzlich ab dem 4. Geburtstag war es dann nicht mehr erwünscht, weil es den anderen Enkelkindern gegenüber unfair wäre… und auch so wurde der Kontakt über die Jahre immer weniger. Wir wohnen in einer Stadt, nur wenige Stadtteile auseinander. Trotzdem sehen wir uns vielleicht alle 6-8 Wochen einmal. Und dann auch nur wenn wir mal nachfragen oder irgendwer aus der Familie Geburtstag hat. Sie haben ja nie Zeit, erwarten wenn das wir uns kümmern. Aber das ist vorbei. Es tut mir leid für meine Kinder, aber ich zwinge niemanden zu etwas, was er eigentlich gar nicht will.

  45. Ich denke, es ist in Ordnung, sich zu wünschen, dass der Kleine mal aller acht Wochen bei Oma und Opa übernachtet. Auch, dass es eine Art Routine in der Beziehung zwischen Oma und Opa und Enkelkindern gibt. So wie ich es verstanden habe, geht es nicht darum den Großeltern eine zweite Elternschaft zu verpassen, sondern eine normale Bindung in der Familie herzustellen.
    Tipp an die beschäftigen Großeltern: Wo es keine Verpflichtung gibt, dort entsteht dann auch kein Anspruch. Sollte es später zu einer Art Hilfebedürftigkeit im Alter kommen, dann ist das fehlende Engagement der Kinder, Schwiegerkinder und Enkel bitte nicht zu beklagen. Man muss Beziehungen pflegen. Es gibt eine Redewendung: „Wenn jemand sagt, er hat keine Zeit, dann hat er lediglich andere Prioritäten!“

  46. Ein Tipp an alle Menschen mit Eltern, die sich nicht für ihre Enkelkinder interessieren: es gibt Leihgroßeltern. Das sind Senioren und Seniorinnen, die selbst keine Enkel haben, aber gern welche hätten. Natürlich kann es kompliziert sein, die passenden Personen zu finden und die Beziehung gut zu gestalten, aber ich kenne einige, die nur positiv von den Leihgroßeltern berichten. Ich wünsche allen Kindern liebevolle Großeltern und viel Kraft an alle Eltern, die hier über Desinteresse schreiben. Kinder sind unsere Zukunft. Da sollten alle dran interessiert sein!

    1. @Iris. Ich finde ja, dass die Großeltern die VERPFLICHTUNG bereits gegenüber den Eltern geleistet haben, viele, viele, viele Jahre.
      Wenn man vom Prinzip der Gegenseitigkeit ausgehen möchte ,wie Sie das ja offensichtlich tun, wären die Eltern gegenüber den Großeltern sehr wohl in der Pflicht, wenn diese im Alter Hilfe bräuchten. Die Großeltern müssen wohl kaum in der Enkelgeneration weitere Hilfe leisten, also gegenüber der zweiten Generation, um einen „Anspruch“ auf Hilfe zu haben.

      Mir persönlich gefällt dieses Aufrechnen aber sowieso nicht, vor allem weil ich oft genug erlebt habe, dass sich Großeltern einbrachten und dann bei eigener Hilfebedürftigkeit doch alleine da standen.

    2. Bei uns ist es total kompliziert….Als ich auf die Welt kam, waren meine Eltern noch jung (20/22 Jahre alt) und beide Großeltern trotzdem schon Rentner. Ich war auch viel bei ihnen und hatte die Zeit sehr genossen. Viele gute Erinnerungen und auch Freundschaften mit Nachbarkindern kamen da zustande. Kurzum, es sind Erfahrungen und Zeiten, die ich nicht missen möchte.
      Unser ältester Sohn kam auf die Welt, als mein Mann und ich genauso alt waren, wie meine Eltern damals bei mir. D.h. meine Eltern waren/sind noch voll berufstätig. Allein da ist es schwer für uns um Unterstützung zu bekommen. Danach fragen wir zwar hin und wieder, aber im Endeffekt kommt es nie zustande. Er war nie mehr als 10 mal bei Ihnen und ist mittlerweile bald 11 Jahre alt. Die räumliche Distanz spielt auch keine Rolle.
      Mittlerweile gebe ich mir auch keine Mühe mehr dahingehend. Ich muss meine Kinder nicht anpreisen. Aber meine Eltern wissen, wenn sie möchten, sind wir immer erreichbar. An sich habe ich nach wie vor ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern.
      Was meine Schwiegereltern angeht ist es fast das gleiche, nur das beide weiter weg leben und dazu noch geschieden sind.

      Das Gute dabei ist, dass ich von meiner Tante große Unterstützung erhalte, was ich vorher nie gedacht hätte. Das freut mich sehr, da sich dahingehend unsere Beziehung vertieft und verbessert hat.

      Trotzdem ist es für mich traurig, dass das Verhältnis zu den Großeltern so oberflächlich ist. Ich befürchte eher, das es die Großeltern sind, die etwas verpassen, als unsere Kinder.

    1. Ich bin 60 Jahre alt, meine beiden Kinder sind erwachsen. Mein Mann war zu Hause das „nicht gesehene“ Kind, was ihm jedoch erst im Erwachsenenalter und als er selbst Vater war, nach und nach und auch durchaus schmerzhaft bewusst wurde.Seine Schwester war alles für seine Eltern. Das setzte sich
      1 :1 mit unseren Kindern fort. Da ich ein extremer Nachzügler war, waren meine Eltern leider schon verstorben, als unsere Kinder geboren wurden.
      Mein Schwiegervater ignorierte unseren Sohn im Kinderwagen, wenn wir uns zufällig in der Stadt trafen und knuddelte lieber das Kind meiner Schwägerin im anderen Kinderwagen, mit dem er unterwegs war. An Heilig Abend riss er meinem damals knapp 2 jährigen Sohn ein Spielzeug aus der Hand, das dieser ganz lieb untersuchte und schrie ihn an: „Das hat deine Cousine gekriegt !“ Unsere Tocher kam krank zur Welt, als unser Sohn 4 Jahre alt war. Viele Aufenthalte unserer Tocher mit mir in der Uniklinik waren leider nötig. Das war eine echte Notsitustion, was die Betreuung unseres Großen anging. Als wir die Schwiegereltern um Unterstützung gebeten haben, sind sie lieber mit der Familie der Tochter in Urlaub gefahren und mein lieber Schwiegervater meinte, das sei nicht sein Problem. Meine Kinder wurden nie in den Arm genommen, sondern bekamen zur Begrüßung die Hand.
      Für unsere Kinder gab es von diesen Leuten keine Herzenswärme, für die anderen beiden Enkelkinder gab es Herzenswärme und Unterstützung im Überfluss.
      Wir waren öfters kurz davor, den Kontakt abzubrechen, haben es aber dann doch nicht gemacht, weil es eben leider die einzigen Großeltern waren, die unsere Kinder noch hatten . Wir haben auch bewusst nie vor den Kindern schlecht über sie geredet. Von den oben geschilderten Situationen gab es noch endlos viele. Oft habe ich hinterher geheult oder mit Kopfschmerzen etc. körperlich reagiert.
      Das Perfide daran ist, dass diese Leute nach außen hin perfekte Schauspieler sind /waren. Vor anderen, z. B. Freundinnen von mir, immer mega feundlicher Smalltalk, so dass ich zeitweise an meiner Wahrnehmung gezweifelt habe was mich noch zusätzlich belastet hat.
      Je erwachsener unsere Kinder geworden sind, desto mehr haben sie selbst gemerkt, dass da etwas nicht stimmt. Wir haben ihnen dann auch einige Situationen von früher erzählt, um zur Klärung beizutragen.
      Heute gehen sie, wenn überhaupt, nur noch höchst selten zur Oma. Aktuell haben beide sie seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Sie haben kein Bedürfnis. Und das, ohne dass mein Mann oder ich sie aufgehetzt hätten. Sie wollen von selber nicht und wir mischen uns nicht ein. Sie sind alt genug, ihre Beziehung zur Oma selber zu gestalten. Der Opa ist vor ein paar Jahren gestorben, da hielt sich die Trauer sehr in Grenzen. Ich habe vor einigen Monaten den Kontakt zur Schwiegermutter abgebrochen, nachdem ich so viele Jahre gute Miene zum bösen Spiel gemacht habe.Ich ertrage ihr falsches Getue einfach nicht mehr.Auch verspüre ich keinerlei Verpflichtung für sie da zu sein. Mein Mann steht diesbezüglich hinter mir.Er geht auch nur noch hin, wenn sie ihn z. B. für die Gartenarbeit „anfordert“ oder sonstwie Hilfe braucht. Seine Schwester wohnt auch in der Nähe und hat jetzt Gelegenheit, zurück zu geben, was allein sie bekommen hat: Zuwendung und Nähe. Die Schwiegermutter ist mit Anfang 90 noch sehr fit, auch im Kopf. Einige Male hat mein Mann versucht mit seiner Mutter über das was passiert ist, zu reden, aber sie weist alles von sich und blockt alles ab. Sie versteht auch nicht, warum ich den Kontakt abgebrochen habe, weil sie garnichts versteht.
      Unseren Kindern geht es gut. Unsere Liebe und Wärme hat für sie gereicht.Unsere Tochter ist gesund. Das macht mich trotz allem Erlebten froh.
      So, das war jetzt viel, aber es ging nicht kürzer.

    2. So, wie fange ich ich meine Geschichte an… Vielleicht mit:

      Es war einmal….

      Ein Märchen würde es allerdings nicht werden.

      Mein Mann und ich haben 3 Kinder. Wir lieben unsere Kinder und freuen uns, unser Leben gemeinsam zu verbringen.
      Doch manchmal hätten wir gerne ein wenig Freiraum für uns.

      Haben wir nur leider nicht.

      Meine Eltern sind leider nicht gesund und meine Schwiegereltern sind A****lö***, wie sie im Buche stehen.

      Uns war von Anfang an klar, dass wir nicht so wirklich jemanden haben, der uns die Kinder vielleicht 1 x im Monat oder alle 2 Monate mal abnehmen könnte.
      Nichts desto trotz ist es doch ein Gedanke, den man haben darf.

      Ich finde, dass es nicht selbstverständlich ist, die Unterstützung der Großeltern zu habe. Ich persönlich empfinde es -im Freundeskreis- als Luxus, wenn die Großeltern sich viel um die Kinder kümmern und die Eltern entlasten (freiwillig wohlgemerkt).
      Diese Freiheiten, die dort gelebt werden, haben wir nicht und werden wir auch nie haben.

      Bei uns ist es so, dass meine Schwiegereltern getrennt sind und untereinander wie Katze und Hund sind. Familienfeiern waren für alle immer nur ein Spießrutenlauf. Dennoch hat man geschluckt, um den Kindern den Kontakt zu den Großeltern zu ermöglichen und andersrum.
      Ich selber wurde immer wie das Kindermädchen behandelt, aber nicht wie die Mutter.
      Daraus resultierte, dass meine Schwiegermutter nicht alleine auf die Kinder aufpassen durfte.
      Diese übergriffige und teilweise gefährdende Art konnte und wollte ich nicht tolerieren.

      An Absprachen wurde sich nicht gehalten. Ich könnte ein Buch darüber schreiben, was alles schreckliches in Bezug auf die Kinder vorgefallen ist.

      Wenn man sie damit konfrontiert hat, hat sie sich zurückgezogen und war beleidigt. Der Kontakt wurde ihrerseits einfach für 1,5 Jahre eingestellt…
      Das passiert immer wieder.

      Der Opa interessiert sich gar nicht für die Kinder.
      Jegliche Kontaktaufnahme war erfolglos und nur einseitig.

  47. Ich dachte es geht mir mit meiner Schwiegermutter alleine so. Jetzt bin ich erleichtert, dass es nicht so ist.
    Ich glaube nicht, dass es bei den meisten hier darum geht, ihre Kinder bei den Großeltern abzuliefern. Es geht einfach darum, dass die Kinder Zeit mit ihren Großeltern verbringen und dadurch wertvolle Erinnerung sammeln können. Mir würde es schon reichen, wenn es regelmäßige Telefonate geben würde. Lange Zeit (ab und zu auch jetzt noch) war ich neidisch auf Freunde, wo sich die Großeltern gefreut haben Zeit mit den Kleinen zu verbringen. Ich war, bzw. bin es manchmal noch, stinkt sauer auf meine Schwiegermutter, dass sie meine Tochter vernachlässigt, aber ihr anderes Enkelkind und die von ihrem Partner total bemudelt. Ich glaube durch den mangelnden Kontakt hat meine Tochter hat diese Großmutter vergessen.

  48. Ich kann von mir nur als der Mensch reden, der selbst ohne großen Bezug zu den Großeltern aufgewachsen ist. Meine Mutter hat 8 Geschwister und daher waren immer sehr viele andere Enkel da, die auch näher gewohnt haben. Es gab zwar Kontakt, ich kannte die Eltern meiner Mutter, aber es war auch leider nie eine engere Bindung.

    Die Familiengeschichte von meinem Vater ust wesentlich komplizierter. Ich kann nur so viel sagen, dass ich als kleines Kind öfter Kontakt zu meiner Stiefuroma (bei der mein Vater aufgewachsen ist, sie war quasi seine ‚Mutter‘) hatte, sie hat mir und meiner Schwester immer Wundertüten geschenkt, aber je älter wir wurden, desto seltener wurde der Kontakt. Am Ende haben wir sie nur noch im Pflegeheim gesehen.
    Die leibliche Mutter meines Vaters, also meine ‚richtige‘ Oma, habe ich mit 7 Jahren kennengelernt und sie ins Herz geschlossen. Wenn sie näher gewohnt hätte, hätten wir sicher eine sehr enge Bindung aufgebaut, aber da sie 4-5 Autostunden weg wohnt, haben wir sie vielleicht wenn überhaupt nur 2 Mal im Jahr gesehen und je älter wir wurden desto seltener wurden dann auch Familienurlsube dort hin und so.

    Dafür hat die Oma einer Freundin neben uns gewohnt. Wir durften sie auch Omi nennen und sie ist inzwischen 95, ihr Opa sogar 100! Die beiden sind sehr süße und liebe Menschen, wir durften dort manchmal mitessen und haben sie auch so besucht.

    Im Endeffekt kann ich nicht sagen, dass es schlimm ist, ohne Großeltern aufzuwachsen, aber manchmal bin ich traurig, wenn ich darüber nachdenke, wie es gewesen wäre, Großeltern zu haben, die sich wirklich richtig einbringen.
    Zumindest weiß ich, dass meine Eltern, also meine Mama, mein Papa und seine Frau (meine Stiefmutter oder auch liebevoll Mama Nr. 2) sich riesig freuen und sich aktiv einbringen würden, sollte ich jemals Kinder bekommen. Und das ist schön.

    1. Leider ist es bei uns ähnlich. Ich habe zwei Kinder 8Jahre und 3Jahre. Gerade bei der großen schmerzt es mich sehr da sie bei ihren Freunden oft mitbekommt wie diese Zeit mit ihren Großeltern verbringen,Telefonieren oder auch mal von der Schule abgeholt werden. Oft hat sie mich schon gefragt warum Oma und Opa sie nicht auch mal von der Schule abholen können.
      Mein Mann hat keine Eltern mehr und meine sind noch voll berufstätig und sehr mit sich beschäftigt.
      Ich hatte es mir anders für meine Kinder gewünscht, ein gutes Verhältnis zu Oma und Opa ist mir eigentlich sehr wichtig aber es lässt sich nicht ändern.

  49. Hallo, wenn die Großeltern nicht wollen wollen sie nicht, das muss man respektieren, ich kann den Frust verstehen, dass man mehr erwartet hat, so ist das halt kit den Erwartungen. Nicht jeder ist gerne Eltern, nicht jeder gerne Großeltern, es ist ihre Entscheidung genauso wie es unsere gewesen ist Kinder zu bekommen. Zum besseren Verständnis, wir haben vier Kinder, keinerlei Hilfe seitens der Großeltern erhalten und zwar von beiden nicht. Keine Übernachtung, keine Betreuung, keine Hilfe nach den Geburten etc. Manche können es nicht, andere wollen hakt einfach nicht, sind müde, erschöpft von ihrem eigenen Leben.Je älter man wird merkt man seine eigenen Grenzen sehr wohl. Man sollte einfach das Leben mit den eigenen Kindern genießen, sich nach anderen Betreuungsmöglichkeiten umschauen. Und was wichtig ist, dem Kind, den Kindern eine kindgerechte Erklärung für das Verhalten der Großeltern geben. Wie ich es später mit der Betreuung meiner Enkel handhaben werde? Anders auf jeden Fall, sehr wahrscheinlich einmal im Monat ein Wochenende mit allen Kindern, ist eine tägliche Betreuung von Nöten, dann wohl auch diese.

  50. Wie kann es sein, dass man unbedingt Kinder in die Welt setzen möchte und gleichzeitig von anderen erwartet, dass die diese Entscheidung mittragen müssen?!
    Ich persönlich finde es ziemlich egoistisch.

    1. Was bitte hat das mit Egoismus zu tun…dieses Desinteresse seitens der Großeltern ist nicht nachzuvollziehen.Es geht nicht darum die Kinder ständig abzugeben sondern dass sie einfach eine Bindung aufbauen.
      Das kann eigentlich nur von jemandem kommen der anscheinend keine Kinder hat und vielleicht auch nicht weiss WIE sehr ein solches Desinteresse enttäuschen kann….es geht auch darum wie die Kinder es irgenwann empfunden wenn sie grösser sind….genau das habe ich nämlich….die Kinder verstehen es nicht wenn die Grosselterm keinerlei Interesse an ihnen haben!

    2. Hast du Kinder?
      Und haben deine Eltern dich nicht auch in die Welt gesetzt und womöglich dabei Unterstützung erhalten?
      Es geht schon auch darum, dass es früher und übrigens auch in anderen Kulturen einfach „normal“ war/ist, dass Großeltern sich zumindest einbringen und Interesse am Topthema ihres eigenen Kindes zeigen. Es geht um etwas viel emotionaleres als um Betreuung. Es geht eigentlich um die eigene Bindung zu seinen Eltern. Das hat mit Egoismus wenig zu tun. Mit Erwartungen schon, das stimmt. Aber ist es wirklich eine übertriebene Erwartung, dass die eigenen Eltern sich für das Kind ihres Kindes interessieren?

      1. Katja
        Interessieren ja aber nicht nach Vorschrift wie ich das zu tun habe! Und nein es ist nicht normal das Großeltern nochmal Kinder aufziehen. Das ist freie Entscheidung jedes Menschen. Ich möchte mal die Eltern sehen, die Großeltern dann aber auch ein Mitspracherecht bei der Kinderplanung einräumen 😺 Da bestehen wir doch dann darauf Erwachsene zu sein die das selbst entscheiden?

    3. Vielleicht hast du die Erfahrung nicht, wie es ist, alleine oder zu zweit Kinder großzuziehen? Es ist einfach nicht machbar, ohne dass man ständig die eigenen Belastungsgrenzen überschreitet. Ungeahnte Strapazen (beispielsweise über Monate 12 mal nachts aufstehen, jede Nacht!) Niemand ist verpflichtet zu helfen oder gar eine Beziehung aufzubauen, aber kleine Dinge würden oft so helfen, diese vorher unvorstellbaren emotionalen und physischen Anstrengungen durchzustehen. Es wäre eigentlich nur menschlich…

      1. Ich bin alleinerziehend und habe mich damit von Anfang an realistisch beschäftigt und mir die Entscheidung pro Kind nicht leicht gemacht. Ich hatte den Vorteil große Schwester zu sein und damit Alltag mit Kindern schon besser zu kennen. Und trotzdem bin ich für mein Kind verantwortlich. Was sollen denn die Leute sagen, wo es keine Großeltern mehr gibt? Oder die körperlich nicht in der Lage sind? Den obigen Kommentar fand ich gut, Großeltern sind ein Zuckerl! Euer Leben müsst ihr selbst schaffen.

  51. Liebe Carla, es hat mich unglaublich berührt, diese Zeilen zu lesen. Denn bei mir ist es genau umgekehrt. Ich bin 59 Jahre alt, aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig berentet, lebe allein, etwa eine Stunde von meinem einzigen Sohn entfernt. Ich hatte tatsächlich eine ziemlich schwere Zeit, gesundheitlich betrachtet. Einziges großes Glück war die Nachricht, dass ich im Mai 2016 Oma von Zwillingen werden würde. So war es dann auch und die beiden Mäuse, Junge und Mädchen, sind eine große Freude für mich. Natürlich waren sie anfangs noch so klein und ich nicht in der Lage, z. B. Zwei MaxiCosis zeitgleich meine 3 Treppen hochzutragen usw. Aber inzwischen konnte ich verschiedene Operationen bewältigen und meine Gesundheit gut stabilisieren. Ich bin wieder aktiver, mobil und mitten im Leben. Wie gern würde ich am Leben meines Sohnes teilhaben und die Kinder regelmäßig sehen und gern auch die Eltern entlasten. Ich bewundere meinen Sohn und meine Schwiegertochter dafür, dass sie in den ganzen Jahren noch nie das Bedürfnis hatten, sich eine kurze Auszeit, und sei es nur ein Abend oder mal ein Samstag zu gönnen. Nur für sich. Meine Schwiegertochter gesteht, dass es ihr sehr schwer falle, die Kinder loszulassen. Für mich bedeutet das ständiges Bitten und Anfragen, ob und wann ich die Kinder mal abholen darf, um Zeit mit ihnen zu verbringen. Sei es bei Unternehmungen in der Natur, Tierpark, Spielplätze, etc. oder ebrn bei schlechtem Wetter kreative Beschäftigungen, Basteln, Vorlesen, gemeinsam Mahlzeiten zubereiten. Die Kinder sind fröhlich und offen, sehr wissbegierig und wollen unbedingt bei allem dabei sein und helfen. In Dankbarkeit erinne ich meine eigene Kindheit und die liebevolle Fürsorge meiner Großeltern. Das hat mir so viel gegeben. Wie gern würde ich dies auch meinen kleinen Enkelchen geben. Leider ist es mir nicht möglich, dies regelmäßig zu leben. Mit viel Mühe und Geduld ist es mir immerhin gelungen, die Kinder in 6 Monaten zweimal für jeweils anderthalb Tage abholen zu dürfen und Zeit mit ihnen zu genießen. Dabei geht mir das Herz auf, denn noch kommen die Kinder gern zu mir. Bei jeder Anfrage gibt es terminlich Hürden, die als Vorwand genutzt werden, um abzusagen. Sei es ein Zahnarztbesuch oder eine Verabredung der Mutter mit ihren Freundinnen.
    Diese Situation macht mich unendlich traurig und ich habe das Gefühl, dass sich irgendwie immer die falschen Menschen treffen.
    Da ich selbst das Klischee der bösen Schwiegermutter erlitten habe, stand für mich immer fest, dass ich alles tun werde, um dies zu vermeiden. Ich möchte meinem einzigen Kind einfach nur das Glück gönnen und diese erwählte Person lieb haben. Diesbezüglich gebe ich mir vom ersten Tag an unendliche Mühe. Leider erkenne ich, dass dieser andere Mensch eben komplett andere Wünsche und Vorstellungen und eine komplett andere Prägung hat. Es gibt keine Empathie, keine Fürsorge, keine familiäre Geborgenheit. Natürlich gibt es unendlich viel Mutterliebe für diese Kinder. Aber es gibt auch viel Egoismus, der verhindert, dass man den Kindern andere Erlebnisse mit der Oma oder wem auch immer, gönnen kann. So gibt es z. B. die Regel, das Wochenende ist nicht für die Familie, sondern nur für Freunde. Mein Ansinnen, ihnen gern auch mal freie Zeit für sich zu schenken, als Paar, wird nicht genutzt. Somit frage ich mich, was dies auch insgesamt über diese Beziehung aussagt.Seit gut 5 Jahren kümmern beide sich ununterbrochen und pausenlos um beide Kinder. Neben den Jobs natürlich. Nun steht bald der Schuleintritt an und somit wird die Zeit für Kontakte noch knapper. Es ist gewollt, dass die Kinder den Kontakt zu mir verlieren und das bricht mir das Herz.

    Inzwischen betreue ich gelegentlich mal für zwei Stunden einen kleinen Jungen aus der Nachbarschaft, wenn die Eltern im Stress versinken. Das schenkt mir schöne Momente und ich genieße es.
    Trotzdem erinnert es mich ständig an meine eigenen Enkelchen und wie sehr sie mir fehlen. Ich habe ihnen so viel zu geben.
    Es scheint wirklich, als träfen sich immer die falschen Menschen.

    1. Ich denke eher das Kinder gern mit ihren Grosseltern zusammen sind und sie sich abgelehnt fühlen, wenn sie wenig oder keine Zeit für sie haben. Als Eltern sind wir unheimlich verliebt in unsere Kinder und tut es weh wenn die eigenen Eltern wenig Interesse haben.

    2. Liebe Siri, auch das ist wirklich traurig zu lesen. Vielleicht sind es aber irgendwelche unausgetragenen Konflikte oder gar unausgesprochenen Themen, die euch voneinander trennen? Oder unterschiedliche Vorstellungen bezogen auf das Omasein oder gar allgemein vom Leben? Ich glaube nicht, dass Eltern von kleinen Kindern oder Babies, erst recht nicht Zwillingen jegliche Unterstützung einfach so ablehnen, weil sie anderen keine Freude mit ihren Kindern gönnen.

      1. Mir geht es genauso. Es bricht einem das Herz. Mein einziger Sohn bekommt jetzt das zweite Enkelchen. Wir hatten immer eine sehr enge Bindung. Ich hab ihn alleine ohne irgendwelche Unterstützung groß gezogen. So gern würde ich mich einbringen und helfen. Aber wenn die Schwiegertochter in mir nur eine Konkurrenz sieht, hat man keine Chance. Und mein Sohn sitzt zwischen den Stühlen, was mir noch mehr weh tut. Also zieh ich mich zurück und bin nur noch traurig.

    3. Hallo Siri, vielleicht gibt es ja doch themen die ihr besprechen solltet? oder konflikte? oder die eltern hätten zb vielleicht erst mal gerne dsd du nur zwei drei stunden zu ihnen kommst, am familienleben teil nimmst und sie so auch vertrauen zu dir fassen können?
      ich wollte meine babys das erste jahr auch nie wirklich „weg“ geben. besuch und hilfe wenn ich da bin ja, oder hilfe durch essen bringen usw ja. aber nicht für mehrere stunden oder gar über nacht mein baby „weg“ nehmen. vielleicht müsst ihr da mal klären was da vorstellbar wäre?
      meine mutter würde auch sagen sie würde ja alles machen und wäre da und wäre so eine tolle oma und mutter….. und ich , ich möchte zu meiner eigenen mutter keinen kontakt! und gibt man ihr den kleinen finger will sie sich einen gleich einverleiben und jeden tag kommen, jeden tag telefonate etc.
      und mir gefällt auch nicht wie sie mit meinen kindern umgeht. oder mit meinen nichten.
      deswegen halte ich den kontakt da gering, da es dauernd ein eiertanz ist. und wenn ich ihr schranken aufweise bricht sie in tränen aus. solche dramen hatte ich als jugendliche und junge erwachsenen genug. dafür ist bei mir keine kraft und lust drauf mehr da.
      meine schwiegereltern verhalten sich heute bei ihrem dritten enkelkind schon anderst als bei meinem ersten kind. bei ihm wollten sie als er baby war alles genau so machen wie bei ihren kindern. aber das wollte ich nicht! ich wollte nicht das er schon über nacht dort ist, alleine in einem fremden bett schlafen muss usw da gab es viel zu klären und kompromisse zu finden. heute sind die kinder 6 und bald 4, da wir auf einem grundstück wohnen gehen sie jederzeit selbstständig zu oma und opa. aber auch aufgrund dessen mussten wir erwachsenen und zusammen raufen und reden und klären wie es laufen kann. da wir nicht nur eine grundstück teilen sondern mein mann und sein vater auch zusammen im kleinen familienbetrieb arbeiten. und es hat geklappt. die schwiegereltern mussten am anfang schlucken und sich ein wenig nach uns richten. ich musste das irgendwann aber auch nach ihnen. und heute vertrauen wir uns voll und ganz. die kinder lieben die großeltern und diese genießen es zeit mit ihnen zu verbringen.

  52. Ich bin soooo froh diesen Artikel gefunden zu haben, um zu sehen, dass wir damit nicht alleine stehen. DANKE Clara.
    Wir haben für uns und meine Mutter ein großes Haus gekauft ( mit separater Whg), mit der Abmachung, dass sie sich auch regelmäßig um die beiden Enkel kümmert. Leider bin ich krank, so dass ich auf Hilfe angewiesen bin. Das bedeutet auch, dass wir uns ordentlich verschuldet haben, um diese Situation zu ermöglichen- im Gegenzug zahlt Mama weniger Miete, sodass sie nicht an Altersarmut leiden muss.

    Leider klappt unser Vorhaben überhaupt nicht. Sie hält sich nicht an Absprachen, baut sichtlich Fehler ein ( Pampers falschrum etc), hält Grenzen nicht ein und kontrolliert bzw bevormundet uns. Sie scheint mit allem überfordert zu sein, gesteht sich aber nichts ein. Leider haben wir nur sie, so dass wir auf niemanden familiär zurückgreifen können.

    Das Ende vom Lied ist nun:. Ein Mann und ich haben eine Paartherapie hinter uns und ich mache eine Einzeltherapje um meiner „Armen Mutter, die sehr verbittert und alleine ist“ die Stirn zu bieten. Auch über einen Rausschmiss wird diskutiert.
    Ich zerbrechen an Enttäuschung, Wut und Traurigkeit….
    In der Therapie habe ich gelernt, dass sie die jenige ist, die umsorgt werden will.. So eine Art Narzistische Opferrolle

    Mal sehen wie wir damit weiterhin umgehen. Aber diese Verlauf hier stärkt mich sehr. DANKE

    Kathy

  53. Mit grossem interesse habe ich den artikel und die kommentare gelesen! Was mir aufgefallen ist, ist dass es sich hier in vielen familien um erwartungen handelt. Erwartungen, die man an andere macht, die dann nicht erfüllt werden. Wenn und in welchem masse die grosseltern sich einbringen wollen/können, ist deren sache. Sie sind zu nichts verpflichtet. Sie haben ihre kinder aufgezogen. Ich hatte eine tolle beziehung zu meinen grosseltern väterlicherseits und es war das grösste, zeit bei ihnen zu verbringen. Mein anderer opa starb schon vor meiner geburt und ich kannte nur die oma und tante. Die lebten aber weiter weg und es gab nicht so viele besuche. So gibt es eben sehr viele verschiedene lebenssituationen, die von vielen personen und auf verschiedene weise interpretiert werden. Ich habe deshalb schon sehr früh gelernt, ohne erwartungen an andere zu leben. Man kann die menschen nicht ändern, aber man kann anders damit umgehen. Erwartungen zu drosseln hilft sehr. Das merken dann auch die grosseltern und das verhältnis bessert sich. Alles gute!!

    1. Ich stimme voll zu. Zumal sich diese Gefühle und Verstimmungen der Eltern auf die Kinder übertragen und dadurch keine unbelastet Beziehung zu Großeltern entstehen kann. Eher durch das Verhalten der Eltern ( denen Kinder gefallen wollen um dazu zu gehören) wird dieses ich genüge nicht/ es liegt an mir Gefühl den Kindern vermittelt. Kinder spüren sensibel und übernehmen die Gefühle/ Stimmungen der Eltern.

  54. Moin, wir haben beide Seiten: Großeltern, die von sich aus sogar anbieten und Großeltern, die kaum Interesse hatten (sogar meinten, dass die andere Seite nicht normal wäre) zur 1. Fraktion hat unser Kind ein sehr enges Verhältnis und ist gerne dort – zur 2. Fraktion haben wir mittlerweile den Kontakt abgebrochen (aber da wollte unser Kind eh kaum hin und der Abbruch hatte andere Gründe)
    Am Anfang hatte ich so meine Schwierigkeiten, weil 1 das Kind so oft sehen wollte und 2 nie groß gefragt hatte. Mittlerweile bin ich über 1 sehr dankbar! Und auch jetzt mit weiteren Enkelnachwuchs, wird sich gerne und oft Zeit genommen. Trotzdem weiß ich, dass ist nicht selbstverständlich. Übernachtung war übrigens bei uns 1-2 Jahre nicht möglich, weil das Kind nicht wollte. Aktuell (Kind ist 5) haben wir so alle 2-3 Monate ein Wochenende für uns alleine oder wir haben was bestimmtes vor, aber die Oma fragt auch von sich aus

  55. Wenn ich das so lese bin ich richtig wütend! Was bitteschön ist denn anmaßend an einem Enkelkind/Großeltern Verhältnis???
    Den Threaderstellern was unterstellen das man wohl selbst dran Schuld ist?
    Erst mal denken ey!
    Ich bin Mutter eines Extremfrühchens und meine Eltern leben 540km weiter weg. Die andere Oma lebt bei uns im Haus. Mir geht es hier genauso wie vielen anderen! Übernachtung noch nie in 7 Jahren. Ebenso keinerlei Aktivitäten. Kein Zoo etc
    Mein Mann Montage.
    Ich bin in den ersten drei Jahren nur unterwegs gewesen. Bei allen möglichen Ärzten.
    Keine Hilfe, alles allein gemacht.
    Ich erwarte überhaupt nichts mehr! Ich sehe auch mittlerweile sehr fertig aus und habe keine Zeit mehr für mich.
    Ich wünsche euch allen alles Gute!

    1. Wieso wird das nur auf Großeltern geschoben? Hast du psychologische Unterstützung, Elterngruppen, Mutter Kind Kur….Es gibt viele Möglichkeiten die Verantwortung dir gut zu tun liegt aber bei dir.

  56. Ich beobachte das im nahen Umfeld von uns auch, bei der Familie die bei uns im Haus wohnt wollten die Eltern, dass Oma aufpasst während die Mama 2x die Woche arbeiten geht. Die Oma hat das auch gemacht, aber es war deutlich erkennbar, dass sie sich eigentlich nicht regelmäßig verpflichten lassen wollte. Das kann ich total verstehen. Auch Oma und Opa haben ihr eigenes Leben…

    1. Liebe Carla, ich bin 60 Jahre alt, meine beiden Kinder sind erwachsen. Mein Mann war zu Hause das „nicht gesehene“ Kind, was ihm jedoch erst im Erwachsenenalter und als er selbst Vater war, nach und nach und auch durchaus schmerzhaft bewusst wurde.Seine Schwester war alles für seine Eltern. Das setzte sich
      1 :1 mit unseren Kindern fort. Da ich ein extremer Nachzügler war, waren meine Eltern leider schon verstorben, als unsere Kinder geboren wurden.
      Mein Schwiegervater ignorierte unseren Sohn im Kinderwagen, wenn wir uns zufällig in der Stadt trafen und knuddelte lieber das Kind meiner Schwägerin im anderen Kinderwagen, mit dem er unterwegs war. An Heilig Abend riss er meinem damals knapp 2 jährigen Sohn ein Spielzeug aus der Hand, das dieser ganz lieb untersuchte und schrie ihn an: „Das hat deine Cousine gekriegt !“ Unsere Tocher kam krank zur Welt, als unser Sohn 4 Jahre alt war. Viele Aufenthalte unserer Tocher mit mir in der Uniklinik waren leider nötig. Das war eine echte Notsitustion, was die Betreuung unseres Großen anging. Als wir die Schwiegereltern um Unterstützung gebeten haben, sind sie lieber mit der Familie der Tochter in Urlaub gefahren und mein lieber Schwiegervater meinte, das sei nicht sein Problem. Meine Kinder wurden nie in den Arm genommen, sondern bekamen zur Begrüßung die Hand.
      Für unsere Kinder gab es von diesen Leuten keine Herzenswärme, für die anderen beiden Enkelkinder gab es Herzenswärme und Unterstützung im Überfluss.
      Wir waren öfters kurz davor, den Kontakt abzubrechen, haben es aber dann doch nicht gemacht, weil es eben leider die einzigen Großeltern waren, die unsere Kinder noch hatten . Wir haben auch bewusst nie vor den Kindern schlecht über sie geredet. Von den oben geschilderten Situationen gab es noch endlos viele. Oft habe ich hinterher geheult oder mit Kopfschmerzen etc. körperlich reagiert.
      Das Perfide daran ist, dass diese Leute nach außen hin perfekte Schauspieler sind /waren. Vor anderen, z. B. Freundinnen von mir, immer mega feundlicher Smalltalk, so dass ich zeitweise an meiner Wahrnehmung gezweifelt habe was mich noch zusätzlich belastet hat.
      Je erwachsener unsere Kinder geworden sind, desto mehr haben sie selbst gemerkt, dass da etwas nicht stimmt. Wir haben ihnen dann auch einige Situationen von früher erzählt, um zur Klärung beizutragen.
      Heute gehen sie, wenn überhaupt, nur noch höchst selten zur Oma. Aktuell haben beide sie seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Sie haben kein Bedürfnis. Und das, ohne dass mein Mann oder ich sie aufgehetzt hätten. Sie wollen von selber nicht und wir mischen uns nicht ein. Sie sind alt genug, ihre Beziehung zur Oma selber zu gestalten. Der Opa ist vor ein paar Jahren gestorben, da hielt sich die Trauer sehr in Grenzen. Ich habe vor einigen Monaten den Kontakt zur Schwiegermutter abgebrochen, nachdem ich so viele Jahre gute Miene zum bösen Spiel gemacht habe.Ich ertrage ihr falsch-freundliches Getue einfach nicht mehr.Auch verspüre ich keinerlei Verpflichtung für sie da zu sein. Mein Mann steht diesbezüglich hinter mir.Er geht auch nur noch hin, wenn sie ihn z. B. für die Gartenarbeit „anfordert“ oder sonstwie Hilfe braucht. Seine Schwester wohnt auch in der Nähe und hat jetzt Gelegenheit zurück zu geben, was allein sie bekommen hat: Zuwendung und Nähe. Die Schwiegermutter ist mit Anfang 90 noch sehr fit, auch im Kopf. Einige Male hat mein Mann versucht mit seiner Mutter über das was passiert ist, zu reden, aber sie weist alles von sich und blockt alles ab. Sie versteht auch nicht, warum ich den Kontakt abgebrochen habe, weil sie garnichts versteht.
      Unseren Kindern geht es gut. Unsere Liebe und Wärme hat gereicht.Unsere Tochter ist gesund. Das macht mich trotz allem Erlebten froh.

  57. Ich kann dich sehr gut verstehen. Unsere Situation ist ähnlich. Meine Eltern und mein Schwiegervater wohnen weiter weg. Hingegen wohnt meine Schwiegermutter fußläufig von uns entfernt. Wir haben drei Kinder (5,3,1). Es sind ihre einzigen Enkelkinder. Ihre zwei älteren Söhne sind kinderlos. Und man muss dazu sagen, dass sie jahrelang ihren älteren Söhnen damit in den Ohren lag, wann sie denn endlich Kinder bekämen. Ich wusste schon vorher, dass sie ein sehr ichbezogener Mensch ist. Doch ich dachte, dass wenn sie Enkelkinder hätte, diese gerne regelmäßig sehen wollen würde. Mir ging es nie darum Entlastung durch sie zu erfahren. Sondern vielmehr, dass die Kinder eine liebevolle und interessierte Oma haben. Es tut mir weh zu sehen, dass unsere Kinder keinerlei Bindung zu ihr haben. Wenn ich an meine Großeltern zurückdenke, die sehr weit von uns entfernt lebten, geht mein Herz auf. Wir hatten eine sehr enge Bindung. Meine Schwiegermutter meldet sich ca. alle 4-6 Wochen und fragt telefonisch kurz nach, wie es so läuft oder sie läd sich selbst zum Kaffee ein. Ich selbst habe in der Vergangenheit versucht sie häufiger einzubeziehen. Ich habe mich bei ihr gemeldet, gefragt ob sie Lust auf einen Spaziergang hat, ob sie mal vorbeikommen möchte etc. Und ja, wir haben sie auch mal gefragt, als wir uns ein neues Auto anschauen wollten, ob sie in der Zeit auf die zwei Großen aufpassen könnte. Was sie tatsächlich verneinte, weil sie duschen müsste und ihr Lebensgefährte zur Post müsse. Irgendwann haben wir aufgehört sie um Dinge zu bitten oder zu fragen. Wir haben einen Babysitter uns zugelegt. Ich habe auch schon überhaupt keine Lust, dass sie Zeit mit unseren Kindern verbringt. Unsere Kinder werden niemals auf die Idee kommen zu fragen, ob wir die Oma mal besuchen oder anrufen sollen. Noch ist sie fit und viel unterwegs. Doch irgendwann wird sie nicht mehr so viel unterwegs oder rausgehen können und hauptsächlich alleine zuhause sein. Ich werde meine Kinder nicht dazu überreden, sie anzurufen oder zu besuchen. Das hat sie durch ihr Verhalten ganz allein geschafft. 😢

  58. Hallo liebe Mamas und Papas, mein Mann und ich sind Großeltern von 2 kleinen Jungs( 10 Monate und 2 Jahre). Unser Sohn mit Frau und den beiden Jungs wohnen 600km von uns weg in Österreich. Die derzeitigen Pandemiebedingungen erschweren gegenseitige Besuche. Aber Weihnachten waren die Kinder alle bei uns für eine Woche. Das war schön. Ich würde gerne mit meinen Enkeln so viel unternehmen, was aber nicht möglich ist. Ich habe Multiple Sklerose. Ich habe für mich persönlich eine Art Schutzschild aufgebaut und mir gesagt , niemanden zu nahe in mein Herz zu lassen. Ich bin aber schon immer so. Aber wenn es darum geht die Kinder zu unterstützen, machen wir das selbstverständlich und wir chatten fast täglich miteinander. Nix desto trotz sehen wir die Kids höchstens 3x im Jahr. Diese Zeit genießen wir dann aber auch. Wir haben unsere Kinder aber auch selbst so erzogen, im Leben auf den eigenen Beinen zu stehen. Da wir so weit weg von ihnen leben und die anderen Großeltern nur eine gute Stunde weg wohnen, haben wir uns schon selbst damit abgefunden, das unsere Enkel nicht so eine nahe Beziehung zu uns aufbauen würden. Aber hey…..erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

    1. Hallo Julia! Toll, auch mal was von der gegenüberliegenden Perspektive zu lesen. Erstmal tut es mir leid, dass es dir gesundheitlich nicht so gut geht. Und auch ich finde es super, seine Kinder zur Selbständigkeit zu erziehen. Allerdings verstehen manche Menschen das in meinen Augen etwas verzerrt. In meinen Augen kann man Kinder auch zur Selbständigkeit erziehen und trotzdem ihnen zeigen, dass man für sie da ist und auch unterstützt. Das eine schließt das andere nicht aus. Ich wünsche dir alles Gute und eine tolle Zeit mit deinen Enkelkindern.

    2. Aber ich finde es toll, dass ihr die technischen Möglichkeiten nutzt und so sehr wohl präsent im Leben eurer Enkel seid. Mal abgesehen davon, dass die Schwiegereltern bei uns keine 15 Min weg wohnen, reden sie auch nie am Telefon mit ihren Enkeln. Sie reden nur mit ihrem Sohn. In Kombination mit den seltenen Treffen, die meist auch nur bei Geburtstagen oder anderen Familienfesten stattfinden (also nicht wirklich interessant für kleine Kinder) gibt es einfach keine Basis für eine Beziehung. Da sehe ich bei euch schon die Möglichkeit, weil ihr am Leben eurer Enkel teilnehmt, wenigstens elektronisch.

  59. Liebe Carla,
    ich wohne von meinen Eltern und Schwiegereltern sehr weit weg.
    Meine Mama besucht mich regelmäßig und hilft dann auch mit. Mein Papa verstarb vor 5 Jahren.
    Er hat sich öfter Mal die Enkel einfach so geholt. Meine Mama ist etwas zurückhaltender. Ich glaube, sie traut es sich alleine nicht zu, auf ihre 5 Enkel bei sich zu haben. Sie passt aber regelmäßig auf meine Nichte auf.
    Und wenn sie uns besucht, genieße ich ihre Anwesenheit. Sie muss bei uns auch nicht auf die Kinder aufpassen. Ich freue mich, dass sie da ist.

    Meine Schwiegereltern waren uns noch nie besuchen, sind aber regelmäßig bei ihrer Tochter, die auch 300 km weiter weg wohnt, und passen sogar auf ihre Enkel auf.
    Bei ihnen wird mit zweierlei Maß gemessen.

    Da ich mich getrennt habe von ihrem Sohn, juckt es mich nicht mehr. Aber bezeichnend ist auch, dass sie den Kontakt komplett zu mir abgebrochen haben.
    Sie erhalten zwar alle eine Einladung zu wichtigen Anlässen wie Einschulung und Konfirmation, aber ich lege keinen Wert auf ihre Anwesenheit und weiß heute schon, dass sie nicht kommen werden.
    Ich habe gelernt, die Situation anzunehmen…

    1. O, das tut mir so leid, dass es Ihnen durch die Umstände nicht möglich ist, einen engeren Kontakt zu den Enkeln zu haben. In meinem Fall habe ich sechs von sieben Enkeln in der Nachbarschaft, wohne mit meiner ältesten Tochter und Familie in einem Haus, die siebte Enkelin eine Stunde Autofahrt entfernt. Alle sind zwischen 1 und 11 Jahre alt, ich habe jeden Tag Kontakt und unterstütze liebend gern, was auch oft und dankend angenommen wird. Ich bin seit 13 Jahren Witwe und muss sagen, die Enkel sind die denkbar beste Anti-Aging-Kur für mich.

    2. Liebe Carla, ich kann Dir so sehr nachfühlen.
      Das habe ich auch erlebt, nur noch krasser, insofern, dass die Tochter meiner Schwester praktisch miterzogen wurde von meinen Eltern und für mein Kind und mich und meinen Mann keinerlei Zeit und Interesse bestand.
      Das 30 Jahre lang.
      Es war sehr schmerzhaft für mich. Hatte Kontakt abgebrochen, dann gab es Annäherungen aber die Beziehung von meinen Eltern zu meinem Teil ist total gestört.
      Mein Vater ist mittlerweile gestorben. Es kam alles wieder hoch.

      Auch Eltern darf man in Liebe loslassen.
      Liebe ist ein Kind der Freiheit und kann man eben nicht erzwingen.

      Alles Liebe
      Jeannette

  60. Bei uns ist es so das meine Eltern ca. 120 km entfernt wohnen und sich täglich hingebungsvoll um die Kinder meines Bruders und meiner Schwester kümmern, leider kommen Sie meinen Sohn nie besuchen vielleicht einmal im Jahr nicht mal per Telefon zeigen Sie irgendwelches Interesse an ihm. Ich habe das Thema schon mehrfach angesprochen aber leider hat sich nichts geändert ich bin sehr verletzt weil ich mich immer wieder frage warum unser Sohn so ignoriert wird während die anderen Enkelkinder heiss geliebt werden.

  61. Was ich immer am schlimmsten finde wenn Oma sagt ich hatte damals auch niemanden für die Kinder…. Aber dann muss es doch nicht der eigenen Kindergeneration genauso schlecht ergehen… Wie egoistisch kann man sein wenn man die Möglichkeit hätte zu unterstützen…

    1. Mein Vater ist früh verstorben, meine Mutter wohnt weit weg. Das war immer mehr ein Urlaub für uns, wenn wir da mal mit den Kindern hingefahren sind.
      Aber ich hätte mir gerne von meinen Schwiegereltern Beachtung meiner Kinder gewünscht.
      Der erste Kommentar zu meiner Schwangerschaft war „wir haben 2 Kinder groß gezogen, damit haben wir nichts zu tun“. Meine Erwartungen waren dementsprechend sehr niedrig und es ging mir mehr um ein gutes Verhältnis der Enkel zu ihren Großeltern.
      Aber… Mein Ältester wird jetzt 20… Und er war noch NIE ein Wochenende bei Oma und Opa, noch nie mit denen im Kino o.ä.
      Es gibt schlicht kein Verhältnis. Und dass, obwohl es wegen des Lebensmodells meiner Schwägerin keine weiteren Enkelkinder geben wird.
      Ich habe jahrelang versucht, eines zu erschaffen, meine Kinder wurden so oft abgelehnt, selbst gemeinsame Unternehmungen (damit es eben nicht nach Babysitter aussieht) wurden nicht wahrgenommen… Und das, obwohl mein Mann in den ersten 3 Jahren fast 50% bei der Tante gewohnt hat, weil seine Eltern arbeiten mussten…
      Als meine Tochter dann mit einigen Jahren Abstand geboren wurde und wir mit unseren Jungs ins Kino wollten und für etwa 2 Stunden (!!!) nach Unterstützung fragten, diese wiederum abgelehnt wurde, da ist bei mir der Vorhang gefallen.
      Ich habe nie wieder angefragt!
      Und von deren Seite kam sowieso nichts.
      Wie gesagt, meine Kinder sind Teenager und wissen, wer ihre Großeltern sind, mehr nicht.
      Ich finde es mittlerweile nicht mal mehr schade, dass zu diesen Menschen keine Beziehung besteht. Aber ich hätte meinen Kindern liebe Großeltern gewünscht.
      Ich hatte Angst, dass zum 18.Geburtstag sich mit einem Auto als Geschenk versucht wird, die Kinder zu manipulieren. Aber das blieb aus.
      Da ist einfach gar kein Interesse.
      So wie ich andere beneide, so geht es meinen Kindern auch… Ich weiß, dass diese Ablehnung nichts mit mir zu tun hat, sondern dass das einfach Arschlöcher sind, aber meine Kinder fühlen natürlich anders… Hat bei mir ja auch Jahre gedauert… Einfach traurig.

  62. Ich kenne das Gefühl. Als unsere Kinder noch im Baby/Kindergartenalter waren, hätte ich mir auch oft mehr Engagement von meinen Eltern gewünscht (die anderen Großeltern wohnen zu weit weg). Dazu muss ich allerdings sagen, dass meine Eltern IMMER zur Stelle waren, wenn Not am Mann war. Aber die Initiative kam fast immer von uns. Ich hätte mir damals gewünscht, dass sie auch mal von sich aus etwas vorschlagen, wie z. B. einen Ausflug oder Besuch im Zoo. Oder auch eine Übernachtung. Im Kindergarten hatten wir solche Eltern, die davon schwärmen, dass die Großeltern alle paar Wochen die Enkel über Nacht nahmen und die Eltern Zeit für sich hatten. Das hat mir immer einen Stich versetzt.
    Ich habe das Ganze dann irgendwann bei meinen Eltern angesprochen.
    Fazit war, dass sie jederzeit gerne für uns da sind, aber auf manche Sachen einfach keine Lust haben. Zoobesuche hat meine Mutter noch nie gemocht. Und Übernachtungsbesuche empfand sie als sehr anstrengend. Wenn unsere Kinder mal dort geschlafen haben, haben sie selbst schlecht geschlafen und immer gehorcht, ob jemand wach wird. Und manche Kinder stehen morgens ja auch seeeehr früh auf.
    An deiner Stelle würde ich die Erwartungen an die Großeltern klein halten, dann ist die Enttäuschung auch nicht so groß. Und du bist nicht alleine! Sucht euch andere Unterstützung. Dein Sohn ist jetzt 4, er wird vielleicht bald bei einem Freund übernachten können. So kann man sich super gegenseitig helfen. Oder ihr schaut mal, wie manche schon geschrieben haben, nach einem Babysitter. Viel Glück!

  63. Vor kurzem hat mich mein 3-jähriger Sohn gefragt, wie den der Mann heißt, der immer bei der Oma ist. Bei Opas letztem Geburtstag haben meine beiden Jungen ihn immer mit dem Namen des anderen Opas angesprochen. Die ersten 2x war es mir noch peinlich, dann dachte ich mir, dass das eben das Ergebnis ist, wenn man sich so gar nicht mit den Enkeln beschäftigt.
    Ich kenne so viele Großeltern, die gerne Zeit mit ihren Enkeln verbringen, ich kenne sonst niemanden, der so nah wohnt und so wenig Zeit mit den Enkeln verbringt. Ich bin enttäuscht und traurig. Nicht weil ich unbedingt Entlastung hätte, sondern weil meine Kinder keine richtigen Großeltern haben und es meinem 5-jährigen Sohn immer bewusster wird, dass seine Großeltern nichts mit ihm machen, was seine Freunde mit ihren Großeltern erleben.
    Zum Glück gibt es wenigstens noch meinen Vater, der gerne Zeit mit seinen Enkeln verbringt, doch leider viel weiter weg wohnt.

  64. Immer wieder erstaunlich, wie die Menschen Kinder bekommen und dann von anderen ERWARTEN, ihnen Freizeit zu verschaffen. Wenn die Großeltern das nicht möchten, sollte das respektiert werden. Als mein Mann und ich Job-bedingt weiter weg von meinen Eltern zogen, war die erste Reaktion meiner Freundinnen: Oh, dann könnt ihr die Kinder ja gar nicht mehr bei euren Eltern „ABGEBEN“….

    1. Die Kinder der Kinder, also auch die Enkelkinder anzunehmen, sich dafür zu interessieren, ist eine Geste der Wertschätzung an die eigenen Kinder. Wer sich nicht für die Enkel interessiert, interessiert sich auch nicht für die Kinder. Dass man nicht erwarten darf, dass die Enkel dauernd bei den Großeltern geparkt werden, ist wohl richtig, aber in einer positiven Eltern-Kind-Beziehung ist man auch später füreinander da, eventuell wollen Großeltern später gepflegt werden und erwarten dann von den Kindern auch einiges. Außerdem ist der Kontakt zu alten Menschen für Kinder wichtig. In Notsituationen ist es für die Enkel wohl auch besser, mal bei Oma und Opa geparkt werden zu können, als bei überforderten Eltern zu sein, zumindest für einen Nachmittag.

      1. Da hast du absolut Recht. Meine Schwiegereltern wohnen 20 Minuten entfernt und interessieren sich nicht für unsere drei Kinder, aber auch nicht für ihren Sohn. Meine Eltern wohnen über eine Stunde entfernt und wenn meine Mutter die Kinder drei Wochen nicht sieht, geht es ihr schlecht. Meine Kinder sind regelmäßig übers Wochenende dort und es ist für alle eine win-win Situation. Wir erwarten nichts, aber umso schöner ist es, wie es ist. Im Alltag sind wir auf uns alleine gestellt. Meine Kinder haben eine innige Beziehung zu meinen Eltern und ich hoffe, dass das auch noch lange so bleibt.

    2. Deine Einstellung find ich gut.Ich bin 57 Jahre alt und hab meine Enkelin jeden Vormittag ,dass meine Tochter arbeiten kann.Was mir viel Freude macht.Ich unterstütze sie gerne bis die Keine in den Kindergarten geht.Halbtags arbeiten ist okay ,aber muss eine Mutter Vollzeit arbeiten?Kinder kriegen und sie dann von Anderen erziehen lassen find ich geht garnicht.

      1. Aber genau das macht doch deine Tochter! Im Gegensatz zu Carla, die sich mehr Interesse sowie ab und zu gemeinsame Unternehmungen wünscht.

  65. Oooh – ein buchfüllendes Thema
    Im allergrößten Katastrophen Fall sicherlich anwesend – aber sonst sieht es so aus:

    In kurzen Stichworten gesagt:
    6 Jahre versucht, schwanger zu werden
    Fehlgeburten, OP’s, usw
    (schon hier bereits keine Unterstützung)

    Endlich ist die EINZIGSTE Enkelin (heute 5) da – ein Frühchen.
    10 Minuten Besuch im Krankenhaus von den Großeltern – mit den Worten: Wir müssen wieder los, die PARKUHR läuft ab!
    (An diesen Satz erinnere ich mich jede „Woche“)

    Keinerlei Unterstützung in den ersten, sehr schwierigen Monaten.

    (Das haben wir früher auch hinbekommen…)

    Mein Vater kennt die Kita nur von außen, meine Mutter 4x von innen.
    Was ist ein Zoo? Was ist Eis essen….ein Fremdwort.
    Wo war nochmal der Spielplatz – ach nee, heute nicht

    WAAAS – das Kind fährt noch kein Fahrrad – oh Gott, nee….
    (Die anderen können das doch auch)

    Termine erst zusagen – dann kurzfristig absagen
    Äh – „Inge“ kommt zum Kaffee – geht leider doch nicht

    Enkelin dann doch mal zu Besuch, weil es gerade in den Zeitplan passt – Plötzlich kommt unerwartet Besuch -…
    „nun sei doch bitte mal leise – geh spielen“

    Sonnencreme? Ist doch Schatten im Garten
    Trinken? Hat doch früh ne Tasse Milch getrunken…reicht
    Ein neues Spielzeug schon wieder? Was is’n das für ein Mist…
    Was PAW Patrol im TV – so ein Quatsch – kann sich keiner die Namen merken – gab’s früher nicht…

    Kind den Nachbarn präsentieren – was für eine tolle Sache

    Beide um die 63, lange schon Rentner, einige gesundheitliche Einschränkungen, dennoch aber ständig um die Welt reisend…

      1. Vielen Dank für Deine/Eure Zeilen/Zuspruch. Danke auch Pati.
        Sollte einerseits etwas lustig geschrieben sein….andererseits tatsächlich leider wahr….lg aus Dresden

  66. Bei uns ist es auch so.Es besteht kein Interesse. Wir wohnen sogar im selben Haus. Tür an Tür. Ich bin sehr enttäuscht und traurig. Meine Tochter hat soo gerne Ihren Großvater. Aber er will nicht, keine Minute !! Unglaublich. Ich bin in einer anderen Familie aufgewachsen. Mein Großvater war damals schwer Krank. Parkinson. Konnte kaum gehen. Er saß vor dem Haus auf dem „Bänkli“ hat uns Kindern beim Spielen zu geguckt. Das war schön !

    1. Viel mehr geht es doch um eine gute Beziehung zu den Enkeln. Meine Eltern hatten auch kein grosses Interesse. Jetzt sind sie traurig, dass die jetzt Erwachsenen Enkel keine Bindung zu ihnen haben und heulen, dass sie doch Hilfe im Alltag bräuchten. Brauchte ich damals auch. Ist das fair??
      I

  67. Wir haben auch keine Unterstützung durch die Großeltern. Meine Mama ist generell nicht der Typ hingebungsvolle Oma, hat viele Hobbies usw. Die Schwiegereltern haben noch eine Tochter, die ihnen viele Probleme bereitet (Drogenprobleme in der Vergangenheit, Depressionen, Ausbildung abgebrochen, ungewollt schwanger, alleinerziehend), diese wird tatkräftig und auch finanziell unterstützt, da bleibt ihnen für uns und unsere Kinder keine Zeit und Kraft mehr. Wir haben uns damit abgefunden und haben auch Verständnis für die Situation der Schwiegereltern. Trotzdem tut es manchmal weh, gerade wenn man sieht, dass es in befreundeten Familien anders läuft. Fast alle Freunde von uns fahren sogar regelmäßig in Pärchenurlaube, sowohl über Wochenenden als auch über mehrere Wochen, während die Großeltern gern auf die Kids aufpassen. Hier haben viele geschrieben, dass die Großeltern nicht verpflichtet sind zu helfen, das ist natürlich absolut richtig. Trotzdem kann man es schade finden und enttäuscht sein, weil man es sich anders vorgestellt und erhofft hat und andere Beispiele vor Augen hat. Diese Gefühle halte ich für völlig normal und finde, dass man sie auch aussprechen darf. LG

    1. Ja kenne das nur zu gut, mein Neffe bekommt alles in den Hintern geschoben, übernachtet min. Jeden 2ten Sonntag bei meinen Eltern, den Rest will ich gar nicht wissen. Mein grosser (12) hat das schon lange durchschaut und geht schon gar nicht mehr, meine kleine wurde gerne Zeit verbringen aber will nicht alleine zu Oma und Opa. Wenn ich früher fragte können die Kinder bei euch schlafen? Kam zur Antwort :das die Kinder doch nicht bei ihnen schlafen wollen. Selbst zu Pandemie Zeiten war nichts zu machen und das obwohl sie 2 min. Von mir entfernt wohnen. Naja ich habe mich damit abgefunden das meine Kinder außen vor sind und denke mir so schade was sie alles mit ihnen verpassen, meine Kinder sind wirklich total lieb und fleißig, wissen manchmal nicht was sie machen sollen aber denke das ist doch normal oder? Immer schön stark bleiben und euch nicht auf andere verlassen, genießt jede Minute mit euren Kindern die ihr habt, sie werden soooo schnell erwachsen

  68. Bei uns ist es ähnlich, was das Engagement der Großeltern angeht.meine Mutter ist vor zwei Jahren gestorben und war sehr engagiert und wäre sicher auch jetzt eine Hilfe für uns und eine stabile Bezugsperson für die Kinder. Mein Vater hat Krebs und Parkinson und ich verstehe dass er sich nicht gut einbringen kann.
    Die Eltern meines Partners nehmen zwar formal am Leben der Kinder teil (werden zu feiern eingeladen und möchten natürlich auch an Weihnachten nicht allein sondern bei uns unterm Baum sitzen) davon mal abgesehen ist der Kontakt mühsam. Auf dringendes Bitten verbringen sie von Zeit zu Zeit (ca viermal im Jahr) einen Nachmittag mit den beiden großen auf einem Spielplatz, alle drei nehmen sie natürlich nicht, und über Nacht ist noch nie irgendeiner da gewesen.
    Selbstverständlich ist es unsere Entscheidung gewesen und es geht auch nicht um einen Rechtsanspruch auf Großeltern. Trotzdem ist doch eine Enttäuschung im Bezug auf Unterstützung innerhalb einer Familie legitim und darf auch formuliert werden. Es macht immerhin auch einen sehr großen unterschied ob man ganz allein mit seiner kleinen Familie dasteht oder ob man ein Netzwerk aus Familie um sich hat. Da kann ich in unserem Umfeld jeden Tag beobachten.
    Die Kinder selbst sind da immer wieder enttäuscht.
    In Bezug auf meine Schwiegereltern ist es mir grade deswegen manchmal unklar weil sie selbst sehr viel Unterstützung durch ihre Eltern in Anspruch genommen haben, ihre Kinder mit den Großeltern auf wochenlange Reisen schicken konnten.
    Im Bezug auf die Autorin und auch mich selbst denke ich dass es vielleicht einfach einen unterschiedlichen Stil oder einen Unterschied in der Nähe der Beziehung zu den eigenen Eltern gibt, als beim Partner zu seinen Eltern. Für mich ist die Distanz und das Desinteresse der Schwiegereltern so befremdlich, da ich selbst eine engagierte Mutter hatte. Daher vielleicht die Erwartung und die Enttäuschung.
    Mein Freund kennt es nicht anders und ist daher auch weniger enttäuscht, wenn auch manchmal irritiert 😉

    1. Wir haben vier Kinder zwischen 2,5 und 10,5 und quasi null Unterstützung durch die Großeltern und das obwohl es sonst keine Enkel von unseren Geschwistern gibt. Meine Mutter wohnt 45km entfernt, ist aber herz- & lungenkrank und wird dieses Jahr schon 70. Sie kommt öfter vorbei, aber mehr als ein paar Stunden zusammen mit uns und dem Kindern schafft sie nicht. Mein Vater und meine Stiefmutter sind 450km entfernt, Anfang 60/Ende 50 und arbeiten beide Vollzeit. Zu Weihnachten und Ostern schaffen sie es jeweils für anderthalb Tage her zu kommen. Meine Schwiegermutter ist rund 400km entfernt und kommt vielleicht 2x im Jahr für 2 Stunden auf eine Kaffee vorbei. Und zu meinem Schwiegervater haben wir seit Jahren keinen Kontakt mehr, weil keinerlei Interesse von seiner Seite an den Enkeln bestand. Er fand die Kinder seiner neuen Freundin irgendwie wichtiger als die eigenem Enkel (oder vorher den eigenen Sohn). So gesehen: So schade ich es finde, ist es leider nichts ungewöhnliches. Ich beneide dennoch Eltern mit zugewandten und presenten Großeltern.

  69. Puh. Ein heißes Thema. Es ist spannend, dass betroffene, verständnislos Eltern und Großeltern diskutieren. Mir hilft es eventuelle blinde Flecken zu erkennen.

    Auch mir wird gesagt, wie fertig ich aussehe, aber Unterstützungsangebote oder Erkundigungen, wie es uns mit kleinen Kids und Arbeit in dieser Zeit geht, erfolgen leider kaum oder die Antworten werden nicht verstanden, Erschöpfung häufiger als meine persönliche Schwäche ausgelegt. Teile der Großeltern wollen noch immer altersbedingt vor den Kindern bzw. Enkelkindern geschützt werden, eine freundliche Bitte um Hilfe unsererseits wurde als Ausnutzen bezeichnet, das volle Sportstadion wird aber besucht.
    Einige Großelternteile meinen, sie hätten das damals alles auch allein schaffen müssen. Seltsam und schmerzhaft, da ich ja weiß, dass meine Geschwister und ich in den ersten 3 bis 4 Jahren überwiegend von der Großmutter betreut wurden oder zeitweise bei ihr lebten.
    Mich schmerzt es, dass die Belastung von den eigenen Eltern oder Schwiegereltern nicht gesehen wird, bzw. kein oder kaum Interesse am Leben der eigenen Kinder oder Enkel da ist. Es geht mir nicht um kostenloses Babysitten (wäre natürlich nett, kann man ja nicht abstreiten), sondern um ernsthaftes Interesse aneinander. Ich sehe in vielen Familien um mich einen riesigen Generationenkonflikt, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat.
    Bei einigen befreundeten Paaren läuft es, man hat Interesse aneinander und unterstützt einander gern und kommuniziert Belastungsgrenzen klar und fair (sowohl Eltern als Großeltern), möchte Zeit miteinander verbringen. Seit der Pandemie ist die Beziehung in meiner Herkunftsfamile massiv angespannt bzw. fühlt sich völlig zerstört an. Vielleicht war die Bindung zu schwach für diese Krise? Das ist natürlich eine schmerzhafte Erkenntnis.

    Was bleibt zu tun? Ich habe begonnen mich zu fragen, welche Art Großmutter ich einmal sein möchte. Suche mir Vorbilder. Spreche mit Kolleginnen, Eltern von Freundinnen bei denen mir die Familienbande gefallen. Was ist zu tun, damit ich lange eine gute und tragfähige Bindung zu meinen Kindern behalte. Auch für den Fall, dass ich einmal Oma bin, aber auch ohne Enkelkinder, fänd ich es toll, wenn ich meine Kinder lange verstehen könnte oder sie mir ihr Leben verständlich machen wollen.

  70. Hier ist es auch so, dass es keine Möglichkeit gibt, dass die Großeltern etwas an Betreuungsarbeit einbringen. Meine Mutter erwartet perfekte Kinder, also kein Gemecker und aufs Wort hören. Trösten ist ihr ein Fremdwort. Mein Papa Alkohliker. Da werde ich die Kinder auf keinen Fall alleine lassen.
    Die Schwiegereltern sind 300 km weg, wir besuchen sie alle 2-3 Monate übers Wochenende. Dort lassen geht auch nicht, denn auch dort ist der Alkohol zu präsent. Besucht haben sie uns übrigens nur zu 2 von 4 Taufen. Sie kennen nicht mal die Kinderzimmer.
    Auf Grund dieser Situation haben wir auch gesagt, das wird nie was. Daher werden wir ab diesem Sommer (alle dann über einem Jahr) uns mit Freunden gegenseitig die Kinder abnehmen für einen Abend oder Nacht. Übernachtungsparty mit insgesamt 7 Kinder 😉

    Freunde sind hier zuverlässiger und wichtiger für den Alltag. Und waren auch in Coronazeiten immer füreinander da.

  71. Ich muss mich einigen Kommentaren anschließen, es ist nicht die Aufgabe der Großeltern dir eine Pause zu verschaffen. Es ist dein Kind und du hast sie sicherlich vorab nicht in die Kinderplanung mit einbezogen.

    Meine Schwiegereltern sind getrennt. Zur Schwiegermutter besteht sporadischer Kontakt, mit einem von uns als anwesenden Elternteil (aus Gründen, die hier irrelevant sind). Der Schwiegervater sagt auch oft „Ich könnte ja mal…“ oder „Meldet euch, wenn ihr Hilfe benötigt… „. Es kommt aber selten ein Treffen zustande. Allerdings ist er auch berufstätig inklusive Nachtdiensten. Des Weiteren ist er einfach unsicher, meiner Meinung nach, da er bei der Kindererziehung damals keine Rolle gespielt hat. Nun ist unsere Tochter 4.5 Jahre alt und sehr aufgeschlossen. Sie kennt ihn auch, allerdings war sie in ihrem Leben wirklich erst ein paar Mal alleine bei ihm und seiner Lebensgefährtin. Nun brachte er den Vorschlag mit ihr ein paar (!!) Nächte Zelten gehen zu wollen. Unsere Tochter lehnte ab. Unser Hinweis, dass dies vielleicht zu sehr ein Sprung ins kalte Wasser ist, wurde, glaube ich, nicht so richtig geglaubt. Ich habe oft das Gefühl, er denkt, wir wollen es nicht. Allerdings kann ich es nur gut verstehen, wenn ein vierjähriges Kind nicht mehrere Nächte mit einem nicht sooo bekanntem Mann zelten gehen möchte. Mal sehen wie es bei unserem Sohn (6 Monate) kommen wird. Ansonsten haben wir uns mit der Art und Weise der unregelmäßigen Treffen abgefunden.

    Meine Eltern hingegen waren erst ziemlich geschockt, als sie von der ersten Schwangerschaft erfuhren. Ich war noch im Studium, aber wir hatten das so geplant und auch gewollt. Als der Schock verdaut war, schlug es um in Aktionismus. Meine Mutter wollte schon in der Schwangerschaft ein Kinderzimmer bei sich einrichten, damit das Enkelkind mal bei ihr schlafen kann. 😀
    Ich musste sie ordentlich ausbremsen und habe erklärt, dass ich das gerne hätte, aber sicher nicht im ersten Jahr.
    Mein Vater ist da zurückhaltender. Er sagt auch selbst, dass er unsicher ist und auch nicht so wirklich weiß, was er mit den Kindern anfangen soll. Jetzt langsam taut er bei meiner Tochter auf. Sie ist aber quasi auch „fertig“ im Sinne von sitzt, spricht, isst und mach ihre Toilettengänge selbstständig. Besonders letzteres scheint sehr wichtig zu sein für meinen Vater.
    Meine Mutter und meine Tochter lieben sich unmenschlich. Meine Tochter betont immer mal wieder, dass sie gern bei Oma wohnen würde. Meine Eltern sind auch beide noch berufstätig, allerdings würde meine Mutter gerne alles sofort hinwerfen und sich meinen Kindern widmen. Wäre da nicht der lästige Lebensunterhalt zu finanzieren. Meine Mutter brachte nun auch das Thema gemeinsamen Urlaub auf den Tisch. Mein Vater fiel fast in Ohnmacht 😀

    Lange Rede kurzer Sinn, wie du merkst, sind die Menschen einfach verschieden. Was mein Schwiegervater an Aufmerksamkeit entgegen bringt, ist vielleicht alles, was er in seinem Alltag gerade geben kann. Und das ist in Ordnung. Meine Mutter ist natürlich ein Segen und ich werde von Freundinnen auch oft beneidet, um ihr liebesvolles Engagement. Mein Vater ist da auch eher zurückhaltender und zieht meiner Mutter zu Liebe mit, sagt aber auch klar, dass er nunmal über 60 ist und auch einfach mal seine Ruhe am Wochenende haben möchte.

    Vielleicht ist es deinen Schwiegereltern auch einfach zu viel. Zu laut, zu wuselig, zu fordernd. Meine Tochter redet zum Beispiel ohne Punkt und Komma. Nach einem stressigen Tag kann mein Vater das einfach nicht mehr ertragen. Uns stört das nicht. Wir sind ja aber auch noch jünger. Man darf ein Alter 60+ vielleicht auch nicht unterschätzen!

  72. Hallo Carla,

    ich kann deine Situation gut nachempfinden. Meine Situation ist ähnlich und ich leide momentan auch sehr darunter (bin enttäuscht und manchmal auch echt sauer). Meine Kinder sind 5 und 9 Jahre alt. Meine Eltern leben 500km entfernt und würden sie gern häufiger sehen, Zeit mit ihnen verbringen. Meine Schwiegereltern, die nur 30km entfernt leben, viel Zeit haben und wenige Verpflichtungen in ihrem Dasein als pensionierte Lehrer, zeigen nur wenig Interesse. Von allein bieten sie nie an, die Kinder zu nehmen. Weder für einen Ausflug oder eine kleine Unternehmung noch für eine Übernachtung (in den vergangenen 5 Jahren haben die Kinder 4 Nächte bei ihnen verbracht). Wenn wir uns sehen, beschäftigen sie sich auch nur wenig und wenn oberflächlich mit den Kindern.

    Mich enttäuscht das total. Vor allem vor dem Hintergrund, dass mein Mann und ich ab und zu Unterstützung gebrauchen könnten und gerade nach den zurückliegenden 24 Corona-Monaten „am Stock“ gehen (meine Schwiegereltern erzählen mir auch bei jedem Treffen wie fertig ich aussehe).
    Selbstverständlich ist das auch etwas egoistisch und wie viele Kommentarschreiber*innen auch schon bemerkt haben, sind Großeltern nicht dazu verpflichtet, sich um die Enkel zu kümmern. Dennoch kann ich nicht verstehen, warum die Liebe zu uns und die Kindern anscheinend nicht ausreicht, um Zeit mit den Kindern verbringen zu wollen (sie verpassen schließlich was, die Kinder werden schnell groß) und uns als Eltern etwas Gutes zu tun. Außerdem ist die Spannbreite ja groß – zwischen wir sehen uns täglich und die Kinder wohnen quasi bei Oma und Opa und wir haben kaum Kontakt – und man hätte einen gewissen Spielraum es für alle Beteiligten passend und schön abzustimmen.

    Ich habe immer gedacht, dass es meine Kinder nicht bemerken (weil sie es nicht anders kennen). Das stimmt aber nicht. Mein Sohn hat jetzt schon oft gesagt, dass er auch mal von Oma und Opa aus der Kita abgeholt werden möchte (er meint damit auch in erster Linie meine Eltern, die so weit entfernt wohnen, weil er zu ihnen eine Beziehung hat). Er sieht es halt bei anderen Kindern. Was ich damit sagen will, er vermisst meine Schwiegereltern nicht als Personen sondern die Rolle, die sie ausfüllen könnten.
    Aber an der Situation lässt sich anscheinend nichts ändern. Ich möchte das Thema mit meinen Schwiegereltern nicht diskutieren und mein Mann weicht dem aus.
    Ich weiß nur für mich, dass ich sicherlich mit wenig Engagement meine Schwiegereltern unterstützen werde, wenn sie älter werden und mehr Unterstützung brauchen. Dafür bin ich schon jetzt zu bitter.

    1. Meine Mama muss nix aber will. Sie ist ein totaler Familienmensch und wir helfen uns gegenseitig wo es nur geht. Meine Schwiegermutter will die Enkel nicht sehen, da sie ihr zu anstrengend sein. Die sehen sie nicht mal einmal im Jahr. Zu ihrem Geburtstag ruft sie nicht mal an. Mein Mann wurde als Kind aber ständig zu den Wochenenden abgeschoben, dass sie ihre Partys feiern konnte. Ist halt wies ist. Ich werde im Alter auch nicht da sein, wenn ihr plötzlich einfällt, dass sie uns brauchen sollte. Eine Hand wäscht die andere!

  73. Bei uns war das früher auch so. Und es hat mich so gekränkt, dass ich mit meiner Familie in eine andere Stadt gezogen bin. Inzwischen kümmert sich meine Mutter sogar relativ viel um die Kinder, aber immer nur dann, wenn es ihr passt. So wie das bei anderen Familien läuft, dass die Großeltern die Kinder mit großziehen, das gibt es bei uns nicht.

    1. Hallo, wir wohnen jeweils 2 Std. von den Großeltern entfernt. Wir haben aber von Anfang an darauf geachtet, dass die Kinder eine Bindung zu beiden Großeltern aufbauen indem ich sie im Babyjahr auch immer wochenweise besucht habe und wir zusammen in den Urlaub fahren. So hatten beide Seiten von Anfang an Spaß miteinander und auftretende verschiedene Sichtweisen konnten im Alltag miteinander besprochen werden. Denn natürlich ist mit Kindern und verschiedenen Generationen ist alles immer nur harmonisch. Mit der Weile ist es so, dass die Großeltern die Kinder noch lieber alleine bei sich haben, als dass wir dabei sind. Dann haben sie ihre eigene Art miteinander, die natürlich Unterschiede hat, als wir es zu Hause machen. Wir gönnen es den Kindern und den Großeltern. Unsere Kinder sind auch jede Ferien bei den Großeltern, meist abwechselnd bei den einen und bei den anderen. Manchmal müssen wir richtig „kämpfen“, dass wir auch noch mit den Kindern in den Urlaub wollen… zum Glück haben wir das so gemacht, denn im Oktober ist ganz überraschend meine Mutti gestorben, so konnte sie 8 bzw. 11 Jahre Teil des Lebens unserer Kinder sein. Und ihnen noch viel mitgeben. Jetzt ist mein Vati nicht so alleine, denn die Kinder wollen auch gerne zu ihm. Ich hoffe, dass die Beiden noch lange ihre beiden Opas und die eine Oma haben!

  74. Ich musste gerade sehr lachen – ein 4jähriger der keine Arbeit macht. Nunja, das sehen die 60jährigen Großeltern möglicherweise etwas anders 😉 Meine Kinder haben eine sehr gute Bindung zu den Großeltern und sind oft dort ABER nie über Nacht. Das möchten meine Eltern nicht, das ist ihnen zu anstrengend. Klar finde ich das doof, aber letztlich ist es ihre Entscheidung und das ist okay so. Vielleicht erwartest du zuviel? Für das „normale“ also einen Nachmittag mal dort sein, finde ich schon das man es einfordern kann. Aber möglicherweise wollen sie einfach mal gefragt werden, wann es ihnen passt und nicht einen Termin aufgedrückt bekommen, weil ihr da gern was unternehmen wollt? Und vielleicht passt ihnen der Dienstag Nachmittag eben besser als ein Nachmittag am Wochenende. Und wenn das so ist, müsst ihr das eben akzeptieren. Mit kleinen Schritten beginnen…Ich denke, mit guter Kommunikation kommt man da sicher weiter. Viel Erfolg!

  75. wir sind auch Großeltern eines kleinen Mädchens. Meine Tochter war früher regelmäßig bei meinen Eltern und dort sehr glücklich. Natürlich durfte sie dort andere Dinge als bei uns, aber das ist das Großelternprivileg und wir haben keinerlei Vorgaben gemacht.
    Ganz anders meine Tochter. Sie möchte uns genau vorgeben, was die Kleine essen, trinken, spielen und sonstwas soll oder darf.
    Da haben wir dankend abgelehnt. Wir besuchen unsere Enkelin bei meiner Tochter und verzichten traurig auf Wochenendbesuche.
    Wir lassen uns keine Gebrauchsanweisung für die Enkelin geben, denn dass wir das können, beweist ja unsere Tochter selbst.
    Ich denke, dass es einige Großeltern gibt, denen die Lust vergeht, weil die heutigen Eltern die Lebensweise ihrer Kinder minuntiös vorplanen und dieses auch von Oma und Opa erwarten.
    Daher habe ich etwas Verständnis für die Großeltern, die dann, wie wir, lieber auf Wochenendbesuche verzichten.

    1. Interessanter Beitrag!
      Meine Mutter, also die Oma meiner Tochter, hat genauso argumentiert – seit ich mehr loslasse und akzeptiere, dass es bei Oma und Opa andere Regeln, Essenszeiten bzw. Lebensmittel etc. gibt und mich da weitestgehend raushalte, läuft es viel besser.
      Mein Vater, der Opa meiner Tochter, hat es sehr geschickt gemacht. Er hat zunächst alle „Anweisungen“ akzeptiert und es dann doch so gemacht, wie er es für richtig hielt. Wenn aber nach einem Opa-Tag ein glückliches Kind in Armen hält, sind die eigenen Vorstellungen nicht mehr so relevant.

      1. Sehr gut so ist es bei uns auch..mit Vorgaben …ich würde meine Enkelin auch gerne über Nacht nehmen aber die Verantwortung macht mir ein bisschen Angst was ist wenn mir was passiert das kreist immer in meinem Kopf.. die Angst will ich mein Enkelkind nicht geben .hatte schon Mal so ein Fall wo sie bei mir war…aber meine Tochter verstehet mich nicht.konnte ja jederzeit anrufen ..ja und wenn ich nich mehr kann ..hore ich immer das Schreien meiner Enkelin…vorallem hält sich meine Tochter oft nicht an die Vereinbarung bis Nachmittag.war ausgemacht.dann ist es oft spät Abend und ich habe ein schlechtes Gewissen wenn ich nein sagen zum übernachten..ich fühl mich dann oft ausgenutzt.obwohl ich verstehe das auch Mal die Zweisamkeit schön wäre.ich tue alles für meine Tochter sie ruft ich bin da egal …aber ganz ehrlich in Corona Zeit ist doch alles nicht mehr so einfach wir Alten sollen aufpassen.da sind doch die Kontake zu den Kindergarten Freunden manchmal wichtiger als Oma und dann kann man auch nicht immer helfen bei zu vielen Kontakten zu anderen Kindern und Freunden .das wird dann auch mit Unverständnis wahrgenommen.ich bin mit Geburt meiner Enkelin in Rente gegangen um zu helfen .aber es war nicht immer gewollt …manchmal wird ein Bevormundung unterstellt ,und ich das gar nicht so meine …liegt an dem schwierigen Verhältnissen zu meiner Tochter..ist immer ein Pulverfass und ich hoffe der Deckel geht nicht auf .. Reden können wir auch nicht immer versucht Elefanten (Tochter) vergessen nie …in Pupertät war es schwer mit ihr nach meiner Trennung von ihrem vater.

    2. Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt. Meine Kinder sind immer einen Tag in der Woche bei meinen Schwiegereltern und das auch schon von klein auf sobald das stillen es zuließ. Mir hat es gut getan, mal Zeit für mich zu haben, die Kinder freuten sich, dass Oma und Opa den ganzen Tag bespaßen und Oma/Opa freuten sich, Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen. Aber ich habe nie Vorschriften gemacht. Dann gibt es halt an dem Tag mehr Süßkram, oder anderes ungesundes Zeugs. Oder Fernseher. Ist doch egal, ist ja nur ein Tag in der Woche. Kinder verstehen sehr schnell, dass es woanders andere regeln gibt als daheim. Schade, dass ihre Tochter da zu wenig Vertrauen hat. Ich kann das gut nachvollziehen und hoffe, dass ich später auch Zeit mit meinen Enkeln verbringen kann ohne Vorschriften von meinen Söhnen oder Schwiegertöchter zu bekommen. Wer weiß wie die nachfolgende Generation tickt.

  76. Hey, hier bringen sich alle Oma u Opas auch nicht aktiv ein. Aber es gibt große Unterschiede. Bei meinen Eltern muss ich die Initiative für ein Treffen ergreifen und mein Sohn wird geliebt und mit ihm sich befasst. Ich weiß, dass meine Eltern mich jederzeit unterstützen würden, ich muss halt aber immer nachfragen. Von alleine anbieten, dass Sohnemann dort schlafen bzw mit ihnen einen Ausflug machen kann, ist es in den 10 Jahren fast noch nie gekommen.
    Anders bei den Schwiegereltern. Diese bringen zwar Geschenke zu den üblichen Terminen vorbei, befassen sich aber kaum mit unserem Sohn und wissen daher auch kaum etwas von ihm. Wenn wir diese (o sie uns) besuchen, geht es um Erwachsene-Gespräche, währendessen sich ein Kind selbst zu beschäftigen hat (natürlich mögl geräuschlos). Das war lt meinem Mann dort schon immer so. Wirklich gespielt haben sie noch nie mit ihm. Das höchste der Gefühle war vor Jahren ein Spielplatzbesuch genau gegenüber von deren Haus. Gleichzeitig wird in der Familie unser Sohn als unerzogen betrachtet, da er sich nicht so richtig über Geschenke von ihnen freut u nicht immer Lust hat, in den ersten 2 Minuten des Besuchs Rede und Antwort zu stehen. Ich kann meinen Sohn dort voll verstehen u dränge ihn zu nix, schließlich sind das emotionstechnisch für ihn fast fremde Menschen.

    1. Wenn es Dir wirklich um eine Gute Beziehung zu den Großeltern geht und Du es den Großeltern auch zu traust dann forder es ein.Schaffe eine Regelmäßigkeit bleib dran…Du schreibst die Großeltern sind 60, das heisst sie sind noch im Berufsleben?! Die Wochenenden werden sie sicherlich auch für sich brauchen und runterzikommen und abzuschalten…Meiner Erfahrung nach wurde es auch besser als die Großeltern in Rente sind.

  77. Ich habe hier (wenns denn Kinder gibt) das Gegenteil, Grosseltern im gleichen Haus, aber das Verhältnis von mir zu ihnen ist dermassen schlecht und ich habe so unglaublich wenig Vertrauen in sie dass ich mein zukünftiges Kind NIEMALS auch nur eine Stunde abgeben könnte an sie…. Es ist halt im,er so eine Sache, ich hatte auch zu meinen einen Grosseltern einen mega liebevollen Bezug und war als Kind auch echt häufig dort Was mega schön war/ist. Aber ich musste merken, dass man das leider echt nicht auf alle so abwandeln kann. Und dann ist halt wie Du schon schreibst auch die Erwartungshaltung da, DASS sie es machen, was dann halt trotzdem ihre eigene Entscheidung ist. Für mich klingt es zum lesen sogar ein wenig so, als wären sie überfordert (gewesen) mit dem Kleinen. Denn auch wenn er „keine Arbeit“ macht, so ist ein wuseliger 4-jähriger so von 0 auf 100 trotzdem auch eine Herausforderung. Wir hatten früher eine schöne Familientradition: jeden Samstagmorgen mit den Grosseltern & Eltern (in einem Supermarktcafe) frühstücken. Vielleicht wäre das eine Idee für euch, GEMEINSAM zB jeden 1. Sonntag im Monat frühstücken und spazieren gehen. So kriegen sie nicht die volle Verantwortung und lernen ihn auch nochmal / wieder besser kennen, statt dass er alleine dort geparkt wird und sie gleich volle Verantwortung tragen…. Alles Liebe!

  78. Wie alt sind denn deine Schwiegereltern? Vielleicht trauen Sie es sich einfach nicht mehr zu wie früher? Bei deinem Stiefsohn waren sie evtl. noch paar Jahre jünger.
    So ist es z.B. bei meinen Eltern. Und das ist ok. Es sind ja auch meine Kinder (4 im Alter von 5-11).

    Ich habe aber auch nicht den Anspruch das von ihnen zu erwarten. Ich glaube dort geschlafen hat in den letzten 11 Jahren nur eins meiner Kinder 1x und das war ein Geschenk an ihn nach einem gemeinsamen Event.

    Das ist aber auch nicht schlimm, denn es ist ja nicht ihre Aufgabe meine Kinder zu übernehmen. Sie haben auch nur 1-2x Baby gesittet in den Jahren. Und trotzdem weiß ich, wenn ein Notfall eintritt und ich ihr Hilfe brauche würden sie alles tun was sie können um zu helfen.

    Alle Kinder haben aber trotzdem eine enge Bindung zu ihren Großeltern und gehen total gerne hin. Das trifft auch auf meine Schwiegereltern zu, die wir nur ganz selten sehen, da sie weiter weg wohnen. Das hat also nicht zwingend was mit Babysitten und Übernachten zu tun.

    Ich verstehe, dass du enttäuscht bist, weil du es dir anders vorgestellt hast. Vielleicht musst du deine Denkweise und deine eigene Erwartung nochmal überdenken oder anpassen.

    1. Ich fühle diesen Artikel so sehr …meine Mutter selbst lebt nicht mehr, die Schwiegerleute wohnen im gleichen Haus wie wir.
      Es ging nach der Geburt los als mein Freund fragte ob sie nicht mal eine Runde mit der Kutsche gehen wollen und es kamen immer nur Ausflüchte, passiert ist es in der ganzen Zeit vielleicht einmal.

      Leider sind sie selbst wenig aktiv und richtige Stubenhocker(beide nicht mehr berufstätig,sondern Rentner).
      Den Kleinen nehmen sie nur mal auf Nachfrage, mal kurz und mich enttäuscht es dann, dass sie nicht mal was unternehmen (mal rausgehen, spazieren gehen).
      Vor allem weil wir am Bauen sind könnten wir das gut gebrauchen.
      Ich und mein Freund kennen das aus unserer Kindheit auch nur so… Aber mal nur ne halbe Stunde bespaßen und dann vorm Fernseher abparken,mehr ist nicht drin. Wenn ich dran denke,dass wir teilweise ein komplettes Wochenende bei unseren Großeltern waren,den ganzen Tag im Garten usw.-gar kein Vergleich.

  79. Ich finde hier vermischt sich zu viel, nämlich die Hoffnung einer GANZ BESTIMMTEN Beziehung zwischen Großeltern und Enkel seitens der Mutter, das eigene der Bedürfnis der Mutter nach einem Babysitter und Partnerzeit und die Tatsache, dass die Mutter der Mutter ihren Enkel leider nicht mehr erleben kann.

    Ich würde vorschlagen das alles mal zu trennen:

    Meiner Ansicht nach haben Großeltern alles Recht der Welt, KEIN Babysitter für die Enkel zu spielen. Sie haben ihre Erziehungsarbeit bei den Eltern geleistet, sie haben das Recht, ihre Lebenszeit so zu gestalten, wie sie möchten. Und wenn sie entschieden haben, ihre Freiheit zu genießen und keine Verpflichtungen einzugehen, bedeutet das ja noch lange nicht, dass sie keine Beziehung zum Enkel haben, sie leisten halt nur keine Betreuungsarbeit. Beziehung zum Enkel kann man auch ohne Übernachtungen vom Enkel pflegen, bei Besuchen bei der jungen Familie oder umkehrt. Wunderbare Beziehungsarbeit, aber halt ohne Betreuungsleistung. Völlig okay.

    Wenn die Eltern „Partnerzeit ohne Kind“ wünschen, ist das auch legitim. Dann muss man das halt anders organisieren als über die Großeltern, es ist nicht Aufgabe der Großeltern, den Eltern eine „Auszeit“ zu gönnen. Toll, wenn sie es gerne tun, absolut okay, wenn ihnen der Sinn nicht danach steht.

    Dass die Mutter der Mutter ihren Enkel leider nicht erleben konnte, ist sehr traurig. Aber DAS hätte auch die größte Betreuungsleistung der Schwiegereltern nicht ausgeglichen, es ist leider unumkehrbar.

    Zu uns, weil danach gefragt wurde: Meine Schwiegereltern waren schon sehr alt als unser Kind zu uns kam. Betreuungsleistung ausgeschlossen, das Kind war sehr, sehr oft mit UNS bei den Schwiegereltern, es gab eine tolle Beziehung, weil sie Zeit miteinander verbrachten, aber es war immer einer von uns oder beide mit. Es wurde auch nie übernachtet.
    Meine Eltern waren 10 Jahre jünger und vor allem mein Vater hat sich sehr, sehr auf das Kind eingelassen, Opa war DER Star des Lebens unseres Kindes, sein Tod fürchterlich, aber von dieser Zeit zehrt das Kind noch heute.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es ist die freie Entscheidung der Großeltern, wie sehr sie sich aufs Kind einlassen und in die Betreuung einbringen, finde ich. Alles Varianten sind okay.

  80. Hallo. Wir haben drei Kinder und müssen daher oft zurückstecken und verpassen vieles. Wenn ich mir vorstelle alle zwei Wochen auf 2-3 Enkel aufpassen zu müssen…puh. Wir möchten dann auch mal unser (Rest) Leben genießen.

    1. Liebe Carla, wie ist denn das Verhältnis zwischen Dir und den Großeltern? Vielleicht liegt es auch daran, dass sie Dich an der Seite ihres Sohnes (noch) nicht richtig akzeptiert haben und deshalb so wenig Interesse an Eurem gemeinsamen Kind zeigen? Oder es gibt sonst irgendeinen Grund… vielleicht hilft es auch einfach mal über all‘ Eure Wünsche und Erwartungen zu sprechen, wenn nicht schon längst passiert!?

      Meine Schwiegereltern haben auch nur sehr wenig Interesse an unseren beiden wunderbaren Kindern. Mich als Schwiegertochter lehnen sie leider seit der Geburt unseres ersten Kindes komplett ab. Warum auch immer. Auf unsere Kinder haben sie ein einziges Mal aufgepasst. Auch die Besuche bei ihnen fallen eher selten und für mich dann auch nicht schön aus. Auch wenn ich mir vor meinen Kindern nichts anmerken lasse und auch nicht schlecht über sie spreche, spüren sie die Ablehnung seitens ihrer Großeltern natürlich auch. Diese Ablehnung hat mich anfangs sehr verletzt, auch wütend gemacht und führt auch immer noch zu Streitereien zwischen meinem Mann und mir. Nach der Geburt unseres zweiten Kindes hat sich die Lage leider nicht entspannt. Inzwischen kann ich aber souverän(er) damit umgehen. Unsere Kinder haben zum Glück eine Oma (meine Mutter), die sie über alles liebt und uns von Herzen gerne unterstützt.

  81. Hallo Carla,
    unsere Großeltern wohnen sehr weit entfernt, würden gerne mehr tun, können aber nicht. Zu meinen Schwiegereltern haben wir zudem kein gutes Verhältnis, es ist schwierig. Und vor allem in Corona und Quarantänezeiten sind sie keine Unterstützung. Ich hab lange damit gehadert, aber ich kann sie nicht ändern 🙁 Sie verpassen so viel, könnten sich mehr einbringen.
    Wir haben nun über die BürgerHilfe in unserem Ort eine Wunschoma. Sie ist einfach toll! Sie holt die Kleine einmal die Woche aus der Kita ab, sodass ich Erledigungen machen kann oder auch arbeiten. In Quarantänezeiten hat sie über FaceTime vorgelesen, mit der Großen gerätselt. Wir haben sie sehr lieb bewonnen 🙂
    Mir war eine Bezugsperson für die Kinder wichtig. Vielleicht gibt es so etwas bei euch im Ort? Viele Grüße.

  82. Meine Mama ist auch gestorben als ich 21 war….die Eltern meines Mannes sind genauso wie in deiner Geschichte. Und ja was hätte meine Mama dafür getan ihre Enkel kennen zu lernen…wir haben drei wunderbare Kinder die aber zum Glück auch eine wunderbare Tante und Onkel haben und ganz viel Ausgleich schaffen. Sie vermissen nichts weil sie nicht wissen wie es anders sein kann und sehen nur in anderen Familien wie es laufen kann. Es tut jedes Mal weh wenn man Großeltern mit Enkeln trifft und dabei den Vergleich zieht. Aber man findet sich damit irgendwann ab…

  83. Wir haben drei Töchter (6,4,1).Bei uns ist es auch so, meine Eltern sind noch jung genug wohnen im selben Ort und nehmen die weiblichen Enkelkinder nur wenn es aus beruflichen oder anderen wichtigen Gründen (Arzttermin etc) keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt. (Der Neffe darf jederzeit komnen und auch dort übernachten). Es wurde von kleinauf keine wirkliche Beziehung zu den Kindern aufgebaut und dann wird sich gewundert wenn die Kinder auch nichtzu den Großeltern wollen. Die Eltern meines Mannes wohnen fast 300km weg. Zeigen aber auch nur wenig Eigeninitiative uns mal bei der Betreuung der Kinder zu unterstützen oder zu entlasten.
    Ich finde das wirklich traurig, hätte mir das anders gewünscht und erhofft.

    1. Das müssen sie auch nicht. Sie haben ihre Erziehungsarbeit bei dir geleistet. Jetzt ist es ihre freiwillige Entscheidung ob sie sich beteiligen möchten oder nicht.

  84. Meine 2 sind mittlerweile 10 und 7, sie haben noch nie allein bei Großeltern übernachtet. Es hat sich einfach nicht ergeben und zu der Schwiegermutter habe ich kein gutes Verhältnis dass ich nicht zugelassen habe (es ist so viel vorgefallen, dass ich nicht mit meinen Gewissen vereinbaren konnte).

    Meine Eltern sind voll berufsbeschäftigt und wohnen zu weit weg.

    Das heißt also, meine Kinder kennen sowas nicht und haben nicht vermisst, da sie nie nachgefragt haben. Anfangs fand ich schade, da ich sehr oft bei meinen Großeltern war. Aber so ist es und es gibt schöne andere Sachen.
    So schlimm finde ich nicht.

    Sollte eins von beiden irgendwann Kinder haben, so würde ich mich als Oma voll ausleben 😉 Das wissen sie auch.

    1. Bei uns ist es ganz ähnlich. Meine Eltern wohnen zu weit weg. Sie würden gerne mehr unterstützen, das ist aber schwierig wegen der Entfernung.
      Meine Schwiegereltern wollen unseren Sohn nicht betreuen; sagen sie wollen ihre Rente genießen… Wenn ich mit meinem Sohn zu Hause bin, könne ich gerne vorbeikommen, aber auf die Idee, mal Exclusiv-Zeit mit ihrem Enkel zu verbringen kommen sie nicht. Mir tut das sehr leid für meinen Sohn, weil ich als Kind ein sehr enges Verhältnis zu meinen Großeltern hatte…
      Ich möchte es später definitiv anders machen 😉

  85. Ich kann das zu gut verstehen. Meine Eltern haben null Interesse an meinen Kindern…sowie an mir( ich bin die Tochter!) Es macht mich unheimlich traurig, das sie selbst Ausflüge, an denen ich ja dabei wäre und sie somit keine Arbeit mit den Kindern hätten, nicht ein Fünkchen Interesse haben. Meine Schwiegereltern sind beide schon tot, somit gibt es nur eine Oma und einen Opa.
    Das traurige ist…bei meinem Bruder klappt das, obwohl er etwas weiter weg wohnt. Da wird ständig geholfen und das Interesse an einem Familienleben besteht.
    Mittlerweile habe ich den Kontakt auf das nötigste reduziert. Die kinder 7 und 10 Jahre dürfen sich bei ihnen melden( was sie allerdings nicht machen) aber von meiner Seite ist die Enttäuschung zu groß, das sid nicht ein kleines bisschen Lust und Interesse zeigen, an unserem Leben teilzuhaben.
    Ich wünsche dir Kraft, das du dieses Thema verarbeiten kannst, und es hoffentlich besser machen wirst.
    Lass dich nicht unterkriegen

  86. Ja hier ähnlich. Meine Eltern sind getrennt. Meinen vater interessiert es gar nicht. Meine Mutter nimmt siemal für ein paar stunden bei schönem Wetter. Die Schwiegereltern hatten das in den 12 Jahre vielleicht 10 Nächte. Mittlerweile bin ich alleinerziehend und der Vater nimmt das kind ganz wenig an Wochenenden.

    Du bist also nicht alleine. Viel Kraft und halte durch.

  87. Liebe Carla,
    Bei uns ist es ähnlich, auch wenn die Ausgangssituation etwas anders ist. Wir leben in Australien (mein Mann ist Australier), meine Familie ist also weit weg. Seine Eltern sind geschieden, leben aber beide bei uns in der Nähe. Sie waren so begeistert, als ich das erste Mal schwanger wurde und ich hatte auch große Hoffnungen, dass sie sich dann auch engagiert mit ums Kind kümmern. Was leider erstmal ausblieb. Mein Schwiegervater taute dann aber langsam auf, als unsere Tochter etwas älter wurde und ich auch wieder anfing zu arbeiten (als sie etwa ein Jahr alt war). Seitdem hat er sie regelmäßig einen Tag in der Woche für etwa sechs Stunden, sie hat auch schon einige Male dort übernachtet. Ich fand, dass ich mit dem Schwiegervater immer gut kommunizieren musste, was ich mir wünschte, und er war weitaus engagierter, wenn er „dringend gebraucht“ wurde, von sich aus hat er nie angeboten, unsere Tochter zu nehmen, bzw. immer sehr vage nach dem Motto: „Ich könnte ja mal…“.
    Mit der Schwiegermutter ist es schwieriger. Sie sagt zwar immer, dass sie unsere Tochter gerne bei sich hätte, aber wenn es um konkrete Vereinbarungen geht, ist sie sehr ausweichend. Sie verbringt gerne Zeit mit unserer Tochter, wenn mein Mann und/oder ich dabei sind, aber sie nimmt sie uns nur sehr selten ab, und dann nur mal für ein bis zwei Stunden, jedes Mal ist es ein organisatorischer Kampf. Ich weiß nicht, was das Problem ist, vielleicht ist sie mit unserer Tochter überfordert und sie ist auch allgemein sehr auf sich bezogen…
    Ich kann aber auf jeden Fall dein Gefühl der Enttäuschung nachvollziehen, insbesondere den Gedanken, wie deine eigene Mutter sich gefreut hätte, eine Beziehung zu ihrem Enkelkind aufbauen zu können…

  88. Eigentlich hast du es ja schon selber gesagt. Es sind DEINE Idealvorstellung. Es war DEINE Entscheidung ein Kind zu bekommen und sie sind nicht verpflichtet, da deine Vorstellungen zu erfüllen. „Ich fand die Vorstellung toll, dass die Großeltern regelmäßig auf unseren Sohn aufpassen, es zu einer Art Routine wird.“ Die Großeltern sahen das wohl anders. Verständlich, ich gehe davon aus sie würden auch nie gefragt ob sie sich das auch so romantisch vorstellen mit der Routine. Sie wollen vermutlich ihre Freiheit behalten und sich nicht nochmal regelmäßigen Verbindlichkeiten anhängen.
    Auch kann es sein, dass sie deine Sohn als anstrengender empfinden als du Kinder brauchen halt gewisse Aufmerksamkeit etc.
    Ich kann ehrlich gesagt verstehen, dass deine Schwiegereltern sich jetzt nicht als regelmäßige Babysitter verpflichten wollen und finde es etwas anmaßend, dass du derartige Erwartungen quasi von Anfang an in den Raum stellst, und dann sogar enttäuscht bist wenn diese nicht erfüllt werden.
    Deine Schwiegereltern lehnen vermutlich nicht wirklich das Kind ab, sondern eher deine Erwartungen an sie. Eventuell sind sie Besuchen gegenüber aufgeschlossener, wenn du von der Erwartungshaltung zurück trittst. Es kann sein, dass sie deshalb lieber etwas auf Abstand bleiben, damit sich deine viel erwünschte Routine nicht erst einschleicht.

  89. ich verstehe das so, das erwartet wird das das kind nicht mal einfach einen vormittags zu den großeltern geht oder mal nur eis essen oder in den tierpark, einfach für großeltern und kind eine überschaubare zeit. nein, es soll gleich eine übernachtung sein. oder besser mehrere.
    und weil sie das nicht machen wollen lieben sie ihn nicht oder wollen ihn nicht sehen? vielleicht erwartet die schreiberin da einfach zuviel?! vielleicht wollen sie ihn ja gerne sehen aber nicht mit dem druck wenn dann nur über nacht? für euch zum spaß? natürlich gibt es großeltern die das auch gerne machen. aber da sind doch alle sehr individuell und sie sind ja auch älter als beim ersten enkel und ihnen ist es mittlerweile mit so einem kleinen einfach zuviel?
    und nur weil sie die großeltern sind sind sie nicht dazu verpflichtet euch freie abende zu ermöglichen! wenn ihr das wollt könnt ihr euch einen baby sitter nehmen.
    vielleicht müsste da mehr eine offenen kommunikation statt finden um heraus zu finden was jede partei möchte und was sie leisten kann?

    1. Ich verstehe auch nicht ganz, dass man enttäuscht sein kann, wenn die Großeltern nicht so wollen, wir die Schreiberin. Es sind ihre Kinder, sondern die der Schreiberin. Wie einige hirnschön geschrieben haben, vielleicht haben sie einfach keine Lust mehr auf Verantwortung. Die Eltern bzw. Schwiegereltern sind schliesslich nicht dafür da, euch das Leben schöner zu machen. Wenn es in anderen Familien funktioniert, dann würde ich das als Bonus sehen, aber nicht als selbstverständlich. Vielleicht ist auch das das Problem der Schreiberin.

      1. Hallo,
        es ist meiner Meinung nach ziemlich „neu“, dass man seine Kinder komplett alleine großziehen soll, sei es mit oder ohne Partner. Die allermeisten heutigen Großeltern hatten damals selbst viel Hilfe von den eigenen Eltern oder Schwiegereltern bei der Erziehung. Das wurde selbstverständlich gerne angenommen und auch teilweise als selbstverständlich hingenommen. Das wird nur leider vergessen, geschweige denn heute zurück gegeben. Ich denke, die wenigsten heutigen Eltern erwarten, dass die Großeltern sich ein Bein ausreißen sollen. Aber ein wenig Entlastung braucht man als Eltern nunmal, wir sind auch nur Menschen! Es sind ja auch oft die Großeltern, die sich in die Familienplanung einmischen und fragen, wann es denn endlich mal soweit ist. Dann darf das auch gerne unterbleiben, wenn sie die Kinder dann eh im Stich lassen. Oft werden Ausreden vorgeschoben, aber andere anstrengende Aktivitäten können sie dann problemlos machen.
        Ich persönlich glaube an Karma.
        Und eines Tages könnte sich das Blatt wenden und die Großeltern brauchen selbst Hilfe…. Dann wird man sehen, sie diese bekommen oder ob man dann auch zu busy ist…

        1. anja,
          man kann natürlich traurig sein wenn die großeltern nicht unterstützen oder keine bindung zu den enkeln aufbauen. und irgendwie ein bisschen hilfe durch sie ist natürlich auch toll.
          nur muss man da halt nun mal auch oft miteinander offen reden was man sich wünscht aber auch die großeltern anhören was sie leisten können oder wollen.
          und wie ich schon schrieb, vielleicht würden sie ihn ja gerne mal erst mal für 1-2 stunden nehmen oder einen ausflug oder erst mal nur mit den eltern damit sie sich dran gewöhnen können. und nicht gleich ein , besser gleich zwei nächte.
          es gibt doch so viel zwischen ganz-und gar nicht.
          und aus dem text oben kommt mir nur eine enorme erwartungshaltung entgegen. und da geht es weniger um die bindung zwischen enkeln und großeltern sondern mehr darum das die großeltern baby wirrer spielen damit die eltern freie zeit haben möglichst lang.
          und da finde ich gibt es schon einen enormen unterschied !

          1. Hallo da möchte ich auch meine Meinung sagen. Ich habe 4 eigene Enkelkinder für die ich immer da war Tag und Nacht. Ich habe immer von meiner Schwiegertochter gehört „du bist die Beste „.Aber das ging nur bis zur Trennung. Von nun an war ich das letzte auf der Welt. Mich braucht man nicht, bin überflüssig usw. Meine Enkelkinder durften mich nicht einmal mehr ansehen geschweige besuchen. Wir wohnen in einem Ort. Nur ein Enkelsohn hat noch sehr regelmäßig Kontakt zu uns. Das war auch der einzige der seine Mutter und ihr Partner durchschaut hatte und seine eigene Meinung dazu hat. Aber nun habe ich noch einen Pflegesohn den ich nicht missen möchte. Auch dieser hat eine Tochter aus einer gescheiterten Beziehung. Bis 2017 war alles super. Die kleine hatte ihren Papa und uns alle 14 Tage über das Wochenende besucht. Aber eines Tages sagte die kleine zu mir “ du gehörst nicht zu unsere Familie weil du nicht Papa seine Mutter bist. Das weiß ein Kind von drei Jahren noch nicht. Und von da an musste mein Sohn regelrecht um den Kontakt zu seiner Tochter kämpfen. Er fährt sie immer besuchen. Eine Fahrt macht 80km und das vier mal an einem Wochenende. Manchmal muss er sie morgens holen und am Abend wieder zurück bringen. Ich habe keinen Unterschied zwischen den Kindern gemacht. Habe sie alle gleich behandelt. Als die Mutter aneinem Geburtstag von der kleinen mir sagte, das ich bitte nicht mehr kommen möchte da mein Besuch einmal im Jahr zu viel ist wusste ich bescheid. Aber trotzdem das ich sie kaum sehe mache ich keinen Unterschied. So kann es auch bei den Großeltern zu gehen.

          2. Ich lese in dieser Rubrik immer nur von Grosseltern, die nicht hüten wollen und dass dadurch keine engere Bindung entsteht. Etc. Bei uns gab es keine engere Bindung, weil wir Grosseltern unsere Enkel NICHT hüten durften. Das tut verdammt weh und darunter leide ich heute noch. Das wird nie vorbei sein. Wir wurden manipulativ abgewürgt durch die krankhafte Eifersucht der Schwiegertochter. Alle wurden zum Hüten angegangen. Nachbarn, Bekannte etc. Nur dass sie nicht mit uns zusammenkommen müssen. Unglaubliches gäbe es da zu erzählen. Auch ich hatte einen Tag pro Woche zur Verfügung gestellt. Das und vieles anderes wurde abgelehnt. Ich kann nicht glauben, dass es immer nur die Grosseltern sind, die sich verweigern. Ich stelle mir heute die Rolle als Leihgrosi sehr schön vor, auch wenn ich meine Enkel liebe, obwohl sie mir aus dem Weg gehen müssen auf Geheiss ihrer Mutter.

      2. Über die Hälfte meines Lebens (ich werde 49) kümmere ich mich ausschließlich allein um meine Söhne, denn mein Mann arbeitet sehr viel. Sie sind mittlerweile fast 25und fast 17.
        Die Schwiegereltern kennen unseren jüngeren Sohn gar nicht und den älteren haben sie zuletzt mit 7 Jahren mal kurz gesehen. Sie lehnen uns und unsere Kinder ab.
        Meine Eltern waren die letzten 25 Jahre selbstständig mit einem Restaurant und von da an fuhr ich brav( bis vor corona) , alles 6 Wochen hin und arbeitete mit.das sind knapp 600km Entfernung.
        Es ist, wie es ist. Und wir wachsen mit unseren Aufgaben.
        Eine gute Beziehung zu den Großeltern ist für Kinder ein Segen und unabdingbar. Schade, wenn dies nicht zustande kommen kann. Aber mich macht es mittlerweile stolz, denn wir haben alles alleine geschafft.
        Wenn ich auch sagen muss,( da ich bis auf kurze Zeiten, beim 2. Kind 14 Tage! Nach den Entbindungen) berufstätig war und die größte Zeit selbstständig bin), ich bin durch mittlerweile und freue mich riesig über Zeit für mich.
        Als Paar müssen wir lernen allein zu sein und uns zu beschäftigen. Ein hartes Stück Arbeit, denn wir kennen das gar nicht.
        Ich habe meinen 2.Beruf mit einem kindergartenkind und meine meisterschule mit 2 Kindern gemacht. Und ich muss sagen: Mädels… Wir können mehr, als wir denken. Und die Kinder bekommen wir für uns. Und dürfen nie davon ausgehen, dass uns geholfen wird.es ist unser Part und Großeltern ein Zuckerl. Die haben ihren Soll nämlich schon erfüllt. Ich freue mich sehr auf Enkelkinder, werde aber nie mein Leben nach ihnen richten, denn das ist Aufgabe ihrer Eltern und auch wichtig.
        Ich nehme mir die Freiheit heraus selbst zu entscheiden, wann ich Zeit mit ihnen verbringen möchte u d möchte nicht verplant werden, denn das sehe ich heutzutage leider sehr oft.

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