Also, wie gemütlich sind diese Prenzlauer-Berg-Mamas nun wirklich?

Hallo Ihr Lieben, 

wie Ihr ja wisst, habe ich mich dazu hinreißen lassen, die Schritt App von Hansaplast foot expert zu testen, weil ich endlich mal mit dem Vorurteil aufräumen will, dass Mamas in der Stadt und speziell in meinem viel belästerten Viertel, bräsige unterbeschäftigte Hausfrauen sind. Es ist nämlich tatsächlich Blödsinn. Viel wird immer in Magazin-Kolumnen geschrieben, das seien die Art von Frauen hier, die auf dem Spielplatz sitzen, während die Putzfrau, die Wohnung aufräumt und das ist so falsch. Im Gegenteil. Ich kenne zum Beispiel keine Frau in meiner Gegend, die nicht mindestens vier Stunden am Tag arbeitet oder mindestens zwei kleine Kinder unter drei zu versorgen hat. Im Gegenteil also: Hier sind alle eher etwas zu busy, wozu ich mich auch mal zähle. Ich meine, ich könnte mich jetzt schön zu meiner Babytochter legen und Mittagsschlaf machen (Mach ich auch gleich ;-)), stattdessen schreibe ich, muss gleich noch ein Interview führen für ein Frauenmagazin und schiebe seit acht Wochen die Steuererklärung und Dutzende von Arztbesuche vor mir her. Herrje, ich war noch nicht einmal bei der Rückbildung, geschweigedenn beim Nachsorge-Termin, so schnell ist die Zeit verflogen und so sehr bin ich darauf angewiesen jede Minute zu nutzen…

Und laufen, ja laufen tut man hier auch viel im schönen Prenzlauer Berg. Heute sind es bei mir bis 12.30 Uhr schon 2.594 Schritte geworden und dabei liegt der Tag ja noch vor mir. Zum Vergleich: Ein Einzelhändler läuft täglich 4.733 Schritte, ein Handwerker 3.375 Schritte, ein Rentner sogar 4.864 Schritte. Und was wuchte ich den Kinderwagen nicht noch dazu herum. Mit den Einkäufen. Was schleppe ich nicht wie heute die große Jumbo-Packung Windeln den Berg hoch, vielleicht weil ich zu blöd für den Online-Lieferdienst bin, ich weiß es nicht… Auf jeden Fall kann ich jedem versichern, dass ich tatsächlich noch nie soviel gelaufen bin wie in meiner momentanen Lebensphase. Auf Spielplätzen, an Flughäfen durch die Gates (davon gab es in den letzten viele!), zum drei Kilometer entfernten Mutter-Kind-Singen, in den riesigen Rewe-Labyrinth-Supermarkt, usw. Neulich sagte mir sogar eine Verkäuferin in einem Schuhladen, es sei gesundheitsschädlicher acht Stunden am Tag zu sitzen als viel zu rauchen… Und dachte ich, dass ich wohl in einem Jahr wieder arbeiten werde und dann auch wieder ein Schreibtischmensch bin… Manche Leute sind glücklich ohne es zu merken, sagt man so schön. Vielleicht ist das gerade so. 

Alles Liebe, Eure Caro xxx



13 comments

  1. Was ist denn los?
    Wenn ich diese Kommentare mir so anschaue finde ich es wirklich wirklich schade was aus jedem kleinen Satz den Caro schreibt gemacht wird. Letztlich ist es doch so bei euch (Gunda,Mieze, etc.): wenn jemand schreiben würde, wie anstrengend es ist jeden Tag Alditüten zu schleppen, arbeiten gehen zu MÜSSEN weil sonst das Geld nicht reicht etc., dann, ja dann, hättet ihr absolutes Verständnis. Wenn aber jemand einen anderen Lebensstandard hat, dann darf er in euren Augen nicht jammern oder mal was doof finden oder? Warum muss man über andere urteilen? Warum kann man nicht einfach Verständnis aufbringen für jede Art von Lebenssituation? Nur weil man ggf. etwas mehr Geld hat, heißt das nicht, dass man frei von Überlastung oder Ähnlichem ist. Schaut euch doch die Kinder an: sie haben auch ihre Probleme und auch wenn wir für uns manchmal denken, dass das gar nicht schlimm ist IST es aber für die Kids schlimm. Oder schaut euch die Schauspieler an: müssen sie perfekt sein? Dürfen sie nicht jammern? Jeder hat sein Leben, und in jedem Leben sind Hürden versteckt die schwierig sind und die man auch äußern darf. Man muss auch nicht alles verstehen, aber man darf alles respektieren.

  2. Schade
    Mir geht es leider auch ein wenig wie Gunda. Ich lese das Blog schon lange- aber eigentlich gehen mir Caros Beiträge zunehmend auf den Keks. Irgendwie ist das alles immer so ähnlich: ich bin so gestresst mit zwei unter drei und fast Alleinerziehend uns sowieso am Schlimmsten dran. Mir fehlt da zunehmend die Relevanz.
    Lisa, Caro, ihr wolltet euch doch Gedanken machen zur Zukunft des Blogs. Was ist daraus geworden?

  3. Eine Runde Mitleid
    Ich selbst habe 2 Kids (2 und 7), der Kleine wird noch zuhause betreut, dazu kommen 4 Tageskinder, die immer 28 Stunden/Woche von mir betreut werden. Achja, in unserem Haus mit grooooßem Garten…beides soll nebenbei natürlich ordentlich in Schuss gehalten werden. Ach, und mein Mann ist aus beruflichen Gründen so gut wie nie da. Und: trotz der Schufterei sind 4 Urlaube und der Biomarkt nicht drin.

    Ich könnte jetzt ein wenig jammern, TU ich aber nicht. Das Leben ist toll, wir haben gesunde Kids, Arbeit, Partner, Freunde etc…

    Jeder hat doch sein Päckchen zu tragen. Der eine ein größeres, der andere ein kleineres.

  4. Ich muss den obigen
    Ich muss den obigen Kommentatorinnen Recht geben – vier Stunden am Tag arbeiten? Oh Ihr Armen ;-). Zu busy sein ist im Moment glaube ich einfach cool, ich wunder mich nur wie man denn so viel Zeit haben kann um drüber zu reden wie busy man ist, wenn man wirklich viel zu tun hat. Tja, ich arbeite voll mit zwei Kindern unter vier und finde die Zeit hier noch ein Kommentar abzugeben, also geht’s mir wohl auch eigentlich ganz gut :-), berichte aber auch nicht jedem der zuhört davon, wie busy das Leben denn ist!

  5. Da ist wohl jemand echt frustriert…
    …gunda… Hoffe dir gehts jetzt besser. Zwingt dich niemand hier mit zu lesen. Deine kommentare sind so was von überflüssig, wahnsinn.

  6. „Im Gegenteil also: Hier sind
    „Im Gegenteil also: Hier sind alle eher etwas zu busy“… auf jeden Fall! Daher müssen die Prenzelberg-Muttis auch nochmal extra oft ins Spa. … und von den Frauen, die sich nicht an einem prall gefüllten Bankkonto bedienen können, hat niemand Zwei unter Drei zu versorgen, arbeitet niemand mindestens vier Stunden täglich? …. ausgeschlossen. Sollen sie doch Kuchen essen, wenn das Brot alle ist. Schwer haben es explizit die Muttis auf dem Prenzelberg. Während in Marzahn-Hellersdorf alle das flotte Leben genießen.

  7. … das Gerenne an den Gates
    … das Gerenne an den Gates am Flughafen. Oh, eine Runde Mitleid bitte …. was für ein beschäftigtes Leben. Frankreich, Italien, Kurztrip auf Kosten der Sponsoren …. puh, wie anstrengend. Da bleibt keine Zeit für die Yoga-Omm-Prenzelbergmutti-Rückbildung, nee. Und dann auch noch zu Fuß Ziegenmilch kaufen im Bio-Laden auf Männes Kosten. Oh, was verlangt man da von mir? Dann auf jeden Fall lieber das nächste mal den Online-Lieferdienst!

    Luxusprobleme. Banalitäten. Gezetere auf so irre hohem Dachterassen-Niveau. Ich habe echt keine Lust mehr auf diesen Blog. Es nervt einfach nur noch, die Themen werden immer flacher, der Ich-Ich-Ich-Journalismus hat sich sowas von überlebt.

    Langweilig, öde. Irrelevant.

      1. … ja, eben nicht (mehr).
        … ja, eben nicht (mehr). Bin draußen. Es ist ja okay, dass Caro so ein privilegiertes Leben führt, wie sie es den Lesern in blühenden Farben zu schildern vermag. Nur: ich habe einfach den Eindruck, dass sie von ihrem Elfenbeinturm aus völlig verkennt, dass ein Großteil, die Mehrheit der Frauen mit kleinen Kindern auch nicht nur annähernd so viel Entlastung und Luxus zelebrieren kann wie sie.

        Und trotzdem ist es Caro, die am lautesten über die Anstrengungen des Lebens jammert. Das lange Laufen am Gate. Dass ich nicht lache!

        Seien wir doch mal ehrlich: Wer kann sich schon vier Urlaube in wenigen Monaten genehmigen (da war doch noch ein Trip an die Ostsee …), unbegrenzte Einkäufe im Bio-Laden, geleaste Kinderwagen, American Apparel Shirts, Babysitter, Online-Lieferdienste, Spa-Besuche, freiberufliche Schreiberei und und und …. ja, es gibt die ganz normalen Frauen, die nach der Arbeit Aldi-Tüten mit den Kleinkindern zusätzlich an der Hand die Treppe hochschleppen.

        Ich zum Beispiel gehöre dazu. Und ich habe absolut keine Lust, mir anschließend die Ächtz- und Stöhnrufe einer Frau Rosales anzuhören, nur weil sie das Windelpaket im 1000 Euro Kinderwagen den busy Prenzelberg hochgeschoben hat. Wen interessiert das? Das sind doch ganz normale Arbeiten, die das Leben einer zweifachen Mutter eben so mit sich bringen. Ja und?

        Ich möchte zu relevanten Themen lesen, Informationen, Kontroversen, intelligente Themen, Familienpolitik, Gesellschaftskritik, die Rolle der Frau, als Mutter, im Beruf, Kindererziehung, vielleicht mal die Zeitung aufschlagen, während man auf den Lieferdienst wartet … sich mal ein paar Gedanken machen – was interessiert die Leser wirklich? Welche Themen sind aktuell? Wer sind eigentlich die Blog-Besucherinnen? Genießen die alle einen Lebensdauerurlaub wie ich? Oder schreibe ich vielleicht völlig an deren Realität vorbei?

        Ich jedenfalls kann mich mit den Themen und Problemen dieses Blogs nicht mehr identifizieren. Meiner Realität entspricht das Luxus-Gezwitschere nicht. Gehe jetzt zu Bett. Hoffentlich liege ich nicht auf einer Erbse. und träume vom nächsten Urlaub. Im nächsten Jahr. Und nicht in der nächsten Woche. Verdammt, Prinzessin Lilifee.

  8. 10.000
    Ich habe eine ähnliche App und schaffe mit meinen zwei Jungs im Schlepptau (Bugaboo und/oder Trage) gut und gerne 10.000 Schritte Ich hasse Autofahren und so bleibe ich fit!

  9. Hat die Verkäuferin ihre
    Hat die Verkäuferin ihre Weisheiten wenigstens zwischen 2 ordentlichen Hustenanfällen zum Besten gegeben?