#elfmillionenstimmen – Jetzt Politik für Familien machen

Corona Eltern

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Ihr Lieben, hier kommt ein Gastbeitrag unserer KollegInnen Falk Becker, Märry Raufuss und Lisa Hafeneger. Sie haben eine Initiative gegründet, um sich nicht weiter als Familien ungehört zu fühlen. Sie schreiben:

Seit mehr als einem Jahr sind über elf Millionen Familien in Deutschland in besonderem Maße Leidtragende der Pandemie. Die massive Erhöhung der Aufwände durch parallele Erwerbsarbeit und Carearbeit bei gleichzeitig fehlender Betreuung für Kinder führt zu einer enormen psychischen und/oder finanziellen Belastung. Eltern stehen durch Ihr relativ junges Alter und fehlende Priorisierung in der Impfreihenfolge am Ende, Kinder werden frühestens im nächsten Jahr geimpft. Familien werden bis zur Beendigung der Pandemie erhöhten Belastungen ausgesetzt sein. 

Corona Pandemie: „Viele Eltern sind verzweifelt“

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In den letzten Wochen und Monaten haben wir in unserem privaten Umfeld und in den sozialen Netzwerken die Verzweiflung von vielen Eltern gespürt. Viele fühlen sich und ihre Belange in der Politik nicht ernst genommen. Wir haben viele Aussagen und Fragen gelesen, wie:

“Was können wir tun?” 

“Eine Demo geht gerade nicht, ein Streik ist eine hohe Hürde. Was geht sonst noch?”

“Wir sind so viele, aber wir und unsere Belange werden kaum beachtet.” 

Initiative #elfmillionenstimmen

Das hat uns nachdenklich gemacht. Gemeinsam starten Märry Raufuss, Falk Becker und Lisa Hafeneger heute die Initiative #elfmillionenstimmen.

Wir wollen, dass die Belange von Familien in den politischen Überlegungen grundsätzlich Einfluss finden. Diese Aktion richtet sich direkt an politische Entscheider*innen. Deren Job ist es, unter Berücksichtigung verschiedener Interessensgruppen und wissenschaftlicher Erkenntnisse, Entscheidungen zu treffen.

Familien als wichtige Interessengruppe wahrnehmen!

Wir treten dafür ein, dass Familien als wichtige Interessengruppe überhaupt wahrgenommen werden. Mit dieser speziellen Aktion geht es uns nicht darum, Einzelmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu fordern. Dazu gibt es bereits gute Initiativen wie #nocovid. Es geht auch nicht darum, spezielle familienpolitische Maßnahmen zu fordern.

Wir fordern, dass die Bedürfnisse von Familien bei allen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, aber vor allem bei allen zukünftigen Gesetzesvorhaben, zuerst betrachtet werden (Familienvorbehalt). Jeder Beschluß, jedes Gesetz muss darauf geprüft werden, dass er Familien und vor allem Kinder nicht benachteiligt und ausreichend beachtet. 

Familien mit besonderen Herausforderungen und/oder Belastungen

Dies gilt besonders für oft benachteiligte Gruppen wie Alleinerziehende, pflegende Eltern, Familien mit Hartz IV-Bezug und von Vorerkrankungen betroffenen Kindern.

Die Abgeordneten in Eurem Wahlkreis sind für euch zuständig und verantwortlich. Diese können wir direkt in die Pflicht nehmen. Daher haben wir für Euch auf der Seite https://elfmillionenstimmen.de/ einen offenen Brief an Abgeordnete bereitgestellt. 

Zusätzlich findet Ihr dort eine Liste mit all den notwendigen Links, um die für Euch verantwortlichen Abgeordneten und ihre Adressen zu finden, um diesen Brief (oder einen eigenen) abzuschicken – egal ob auf dem Postweg oder per Mail.

„Je lauter wir werden, desto eher werden wir gehört“

Doch es reicht nicht, wenn nur wenige Mails und Briefe eingehen. Wir brauchen eine Welle. Wir müssen sichtbar sein und die Kräfte von so vielen Eltern wie möglich mobilisieren.

Bitte werdet auch Ihr ein Teil von #elfmillionenstimmen. Denn: Je lauter und zahlreicher unsere Stimmen sind, desto besser werden wir gehört. Auf unserer Webseite findet Ihr alle Details. 

Danke!

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1 comment

  1. Danke! Elfmillionenen Stimmen. Meine Wochenaufgabe ist es, zu schreiben. Mütend und pandemüde, trotzdem oder gerade deswegen die Kraft aufbringen und meine Sicht an die richtige Adresse schicken.

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