Ernährung von Kindern: „Baaaah, ich ess das nicht!“

salat ernaehrung kinder

Ihr Lieben, ich sitze zwischen einem Berg von gesunden Sachen. Ihr kennt das, ne? Der Berg bleibt ein Berg, während die Süßigkeitenkiste – huuups – direkt wieder leer ist. Blöd nur, dass Gummibärchen nicht schlecht werden, Avocados und Äpfel aber eben schon. Ihr habt doch auch schon weich-gewordene Schrumpelmöhren aus den letzten Winkeln eures Kühlschrankes gefischt, oder?

Ich erzähl euch jetzt was: Ich war früher im Freundeskreis bekannt für meine köstlichen, improvisierten Salate und Salatsaucen. Damals wohnte ich noch in einer 36-qm-Wohnung mit Schlauchbad und ohne Fernseher im damals noch abgerockten Helmholtzkiez in Berlin-Prenzlauer Berg, ich war Studentin – und in meinem Kühlschrank befanden sich nur Dinge, die ich mochte. Klar, ich war ja die einzige, die einkaufte 😉

Heute kann ich gar keine Salatsaucen mehr. Also in der Theorie schon, aber in der Praxis eben nicht, denn „Iiiih bah, sind da etwa Kräuter drin?“ Der Mann findet Joghurtsaucen doof. Also gibt’s halt Essig, Öl – laaaangweilig, wie ich finde. Nur der Rest der Familie eben nicht. Das Einzige, was sie besser fänden, wäre, wenn es gar keine Sauce gäbe.

Dabei sind unsere drei Kinder keine besonders komplizierten Esser. Sie mögen alle gewissen Arten von Gemüse, diverse Obstsorten und alles Ungesunde ja sowieso. Aber – und jetzt kommt der Haken – sie mögen alle unterschiedliche Dinge. Ein Kind isst Möhren nur roh. Ein Kind Kohlrabi nur gekocht – das andere mag Kohlrabi gar nicht. Bei Zucchini und Auberginen rennen alle schreiend weg. Meine Kürbis-Liebe teile ich mir auch nur mit einem Kind. Tja.

obst nuesse kinder rotated

Wenn ich also einen gemeinsamen Nenner für alle finden will, dann würde es jeden Tag Broccoli und Gurken geben – denn die mögen sie alle. Und mir kommen sie mittlerweile zu den Ohren raus. Wie so manches andere, das es hier meines Erachtens viel zu häufig gibt.

Und DAS sind sie, die Speisen, die ich NIE, wirklich NIE mehr kochen möchte, wenn sie Kinder mal aus dem Haus sind:

  • Fischstäbchen, Rahm-Spinat und Kartoffelbrei
  • Nudeln ohne alles
  • Salami-Pizza
  • Kartoffel-Möhren-Eintopf mit Mettenden
  • Hähnchen-Nuggets mit Pommes
  • Spaghetti Bolognese
  • BROCCOLI
  • Hühner-Nudeltopf aus der Dose (liiieben sie)
  • Milchreis mit Früchten oder Apfelmus
  • Couscous mit Mais

Und wisst ihr was? Vermutlich werden das die ersten Gerichte sein, die ich koche, wenn sie in die weite Welt rausgezogen sind. Aus reiner Gewohnheit – und aus dem Vermissen heraus. Aber bis dahin werd ich mich weiter ein ganz kleines bisschen aufregen… 😉 Welche Speisen stehen denn bei euch so hoch im Kurs, dass ihr sie täglich kochen könntet (und vor Langeweile am Herd zusammenbrecht)?

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11 comments

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  2. Liebe Lisa,
    jetzt muss ich dich doch mal fragen, welcher Hühner-Nudeltopf aus der Dose das genau ist. Unsere Kids scheinen nämlich den gleichen Gedchnscn zu haben und so eine „Notfall“-Dose im Schrank zu haben ist doch bestimmt ein gutes Gefühl:-)

  3. Nudeln und Zucchini-Suppe
    Ganz klassisch: Nudeln. Die lieben wir alle (ja, auch ich!) und deswegen kochen wir sie ständig in verschiedenen Variationen. Außerdem Zucchini-Suppe oder jetzt im Herbst Kürbissuppe.

  4. überall dieselbe Leier…aber es wird besser 🙂
    Bei uns kann es gar nicht oft genug Kartoffelbrei, Pfannkuchen, Nudeln, Kässpätzle (aber bitte ohne Zwiebeln) und Linsensuppe geben. Ich koche sehr gerne und zumindest unsere Große (16) kann die Vielfalt, die wir bieten meist genießen. Sie war immer eine sehr schlechte Esserin und oft waren die Mahlzeiten ein Kampf. Heute probiert sie fast alles aus und bis auf wenige Einschränkungen (gekochte Paprika und der meiste Käse) isst sie auch alles. Aber was mussten wir uns früher immer anhören. „Du darfts keine Extrawurst machen.“ „Bei uns essen die Kinder alles mit, sie müssen es zumindest probieren.“ Blabla. Ich habe mich da immer total unter Druck gesetzt gefühlt.
    Bei unserer zweiten Tochter (11) waren wir viele entspannter. Sie war eigentlich nur zu Angang eine gute Esserin. Aber im Kindergarten oder heute in der Schule hat es ihr immer ganz gut geschmeckt. Sie steht wohl auf Kantinenessen. Klar jammert sie auch oft über das Essen. Dann sortiert sie eben die Erbsen aus. Was soll’s. Das meiste Gemüse mag sie eigentlich nur gerne in Form von Rohkost, dafür isst sie gerne Fisch. Und zwar am liebsten im Ganzen. Oder stinkigen Käse. Oder Artischocken.
    Ich war als Kind auch ein sehr schlechter Esser. Mochte keine Zwiebeln, keine Pilze, keine stückige Tomatensoße…leider waren meine Eltern von der Fraktion Du-stehst-erst-auf-wenn-der-Teller-leer-ist. Oft wanderte das zähe Fleisch in die Backe und wurde nach dem Essen im Klo entsorgt. Ich bin sogar mal ins Klo und musste brechen, weil irgendetwas voll eklig war.Oder ich trödelte so lange herum, bis die Geduld der Eltern zu Ende war und ich den Teller stehen lassen durfte. Gekocht wurde meist ganz traditionell was meinem Vater geschmeckt hat. Ein Wunder dass ich heute so gerne koche und esse und keine Essstörung habe.
    Ich habe vor ein paar Jahren mal einen Fernsehbeitrag über Eltern gesehen, die den Familienessensplan für mehrere Monate im Voraus machen. Um Diskussionen zu vermeiden, den Alltag zu erleichtern. Das fand ich sehr absurd. Klar, im Familienalltag bleibt der Genuss am Essen oft auf der Strecke. Man muss die Kröten einfach einigermaßen gesund satt kriegen und will ja auch nicht stundenlang in der Küche stehen, aber ein bisschen Freude muss doch auch dabei sein.
    Bei uns gibt es heute Abend übrigens Wraps. Wir schnippeln dazu ganz viel Gemüse klein, Käse, Saltablätter, Avocado, vielleicht gibt es noch eine Soße mit Kidneybohnen, die kann sich dann jeder am Tisch selber füllen. Geht schnell und schmeckt dann tatsächlich dann.

  5. Unsere Tochter ist sehr
    Unsere Tochter ist sehr mäkelig und zudem dauerverstopft. Unser Sohn isst sehr vieles, was man von Kinden nicht erwarten würde, aber auch wiederum vieles nicht (Fischstäbchen, Bratwurst und Ei in jeglicher Form mag er nicht). Unsere Tochter ist eigentlich nur Nudeln, Kartoffeln und Reis, alles trocken, dazu Schmand, Salatgurke und manchmal frische Tomaten. Ausserdem Wurst in jeglicher Form und Fischstäbchen. An Obst nur Kiwi, Apfel und Banane. Keine Beeren, keine Pfirsiche – nichts!

    Mein Mann und ich kochen einfach weiter, als wären die Kinder nicht da. Sie bekommen dann alles was sie davon mögen und zur Not die trockene Beilage mit Creme Fraiche und Tomaten und einer Scheibe Schinken. Wenn es bei uns zum Beispiel Thai-Nudelsalat gibt haben wir bestimmt auch noch vom Vortag einen Rest Kartoffeln oder Pfannkuchen für die Kinder. Oder sie bekommen Bratwürstchen und Wiener Würstchen mit Brot.

  6. Ja, ich könnte auch permanent
    Ja, ich könnte auch permanent kochen für meine beiden Jungs. Die haben gefühlt immer Hunger und vertilgen solche Mengen, dass sie von meinen Beilagen /Resten nie satt würden werden. Es ist also klar, dass der Fokus dann schnell darauf liegt, die Kinder im Alltag halbwegs gesund satt zu kriegen. Zwischen Schule, Arbeit und Sporttraining bleibt da halt wenig Zeit für die Gourmetküche.

  7. 24/7 non stop
    ja, das ist auch so eine der sachen, vor denen man mich vorher nie gewarnt hat: dass kinder quasi 24/7 non stop bekocht werden müssen… bevor ich mutter wurde, konnte ich gar nicht kochen und hatte auch wenig interesse daran, es zu lernen, heute habe ich vier rezepte apps auf dem handy, diverse koch-magazin newsletters im email eingang, und zwei neue kochbücher sind in der post… (wobei bei uns erschwerend dazu kommt, dass wir derzeit in china wohnen, wo man fast noch mehr liebe i. die zubereitung des essens stecken muss als unter „normaleren“ umständen – comfy food makes up for a lot of things, :-).). aber ja, ich freue mich auf den tag, an dem ich nur noch dann kochen muss, wenn ich das möchte…

  8. Keine Extrawürste
    Bei uns läuft das ganz anders ab. Ich koche was mir und meinem Mann schmeckt und was wir auch schon vor der Geburt meines Sohnes gegessen haben. Wenn der Kurze (4) das nicht mag, dann hat er Pech gehabt und isst eben nichts. Ich koche aber so, dass er immer etwas finden kann, wenn er will. Er isst dann eben nur nackige Nudeln oder Kartoffeln oder Gemüse und lässt Saucen oder Fleisch weg – und ganz wichtig ist mir, dass er bei jeden Essen etwas „neues“ probiert. Wenn es ihm dann nicht schmeckt, muss er es nicht essen, aber ein von vornerein „mag ich nicht!“ gibt es bei mir nicht. Wer nicht probiert, kann nicht sagen, ob es ihm schmeckt oder nicht. So würde ich erzogen und das gebe ich auch an meinen Sohn weiter, weil ich es gut finde. Mit dieser Methode kamen wir schon oft zu Sachen, bei denen er vorher gesagt hatte „bäh, mag ich nicht“ und sie dann nach dem probieren doch gut fand. Außerdem weiß ich, dass er im Kindergarten alles – wirklich ausnahmslos alles – isst, wieso sollte ich da dann zu Hause für jeden eine Extrawurst machen, da ist mir meine Zeit wirklich zu schade obwohl ich sehr gerne koche.

  9. Hahaha
    Hier auch. Ich lach mich gerade kaputt. Meine Kinder haben etwa die gleichen Lieblingsessen und ich kann die Alle nicht mehr sehen: Pizza, Nudeln, Chicken Nuggets, Erbsen, Fischstäbchen, Kartoffelpü mit Spinat etc.
    Ich sehne mich nach scharfem Thai-Curry, Grünen Bohnen, ausgefallenen Salaten, Vietnam. Sommerrollen, Gorgonzola und indischem Essen. Finden meine Kinder leider Alles Bäääääääh. Leider

  10. Extrawürste
    Ich finde was du schreibst extrem interessant Lisa. Redest du zufällig von meinen Kindern? Vorgestern gab es für mich und den Kleinen Kürbissuppe. Die Mittlere hatte ihr Lieblingsessen: Spätzle aus der Packung mit Hollondaise aus der Packung. Pfui Teufel. Gott sei Dank waren der Große und der Mann nicht da. Die essen beide gerade kein Fleisch. Der Große nicht mal mehr Fisch (obwohl-Fischstäbchen-aus den Ohren raus-ihr wisst schon).
    Heute sind wir alle fünf zum Mittag da. Mal gucken ob ich genug Töpfe hab. Allerdings hab ich vor ein paar Monaten angefangen nicht mehr für alle ne Extrawurst zu machen und ich esse das was übrig bleibt. Ich mache jetzt für mich auch ne Extrawurst. Kann Pfannkuchen und Milchreis nämlich nicht mehr sehen.

  11. Pfannkuchen (Eierkuchen) mit
    Pfannkuchen (Eierkuchen) mit Apfelmus, Nudeln mit Tomaten-Käse-Sauce, Kartoffeln-Spinat-Spiegelei, Pilzrisotto, Tortellini mit Tomatensauce, Kürbissuppe sind hier die Klassiker, die immer gehen und immer gewünscht werden. Das essen zum Glück auch alle 3.
    Ansonsten hat vor allem der Mittlere (6) meist was zu mäkeln. Zucchini zum Beispiel liebe ich, mag aber nur die Jüngste.
    Mein Mann kocht gerne, auch gerne ausgefallen, das werden wir erst wieder so richtig können, wenn die Kinder irgendwann mal aus dem Haus sind!