Leserfrage: Ist es nur bei uns im Urlaub viel anstrengender als zu Hause?

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Ihr Lieben, im Freundes- und Bekanntenkreis geht jetzt gerade das große  Buchen des Sommerurlaubs los.

Alle fahren weg, ob in den Norden oder in den Süden… Alle freuen sich auf die freie Zeit und einen gemütlichen Familienurlaub.

Alle in schicken Hotels, Ferienwohnungen oder auf Kreuzfahrt und mit zum Teil zehnstündigen Autofahrten mit kleinen Kindern, die wohl immer schlafen und nie schreien…

Nun ist es bei uns jedoch so, dass Urlaub bzw. Wegfahren für mich persönlich so gar nicht erholsam ist!

Das liegt nicht daran, dass ich nicht weg möchte – im Gegenteil!

Es ist nur so, dass meine Kinder – sie sind 5 und 1 – unglaublich schlecht zur Ruhe kommen in fremder Umgebung. Das heißt: Mittagsschläfchen fallen komplett aus, oder finden nur im geschobenen Kinderwagen statt – wobei man als „Schiebender“ ja auch nicht arg relaxen kann…

Das abendliche Zubettgehen ist meist auch katastrophal, egal ob Familienbett und zusammen kuscheln oder andere Tipps, hinterher ist man total platt und fragt sich, wozu das alles?

Wäre man doch besser daheim geblieben, da hat man seine gefestigten Rituale, die Kinder schlafen schnell und gut…

Geht es da nur uns so? Oder gibt es auch andere Familien die den Urlaub anstrengender finden als den Alltag daheim?

Vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mich ein wenig aufmuntern…

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15 Kommentare

  1. Das kenne ich auch
    In den letzten Jahren sind wir nicht mehr in den Urlaub gefahren. Nicht wegen der Kinder sondern wegen der Pferde, die ich ungern in fremde Hände gebe (ja, ich gebs zu, ich bin ein bisschen kontrollsüchtig ;-)). Als unsere Große ein halbes Jahr alt war, waren wir für eine Woche in Wien. Obwohl alles (außer der Anreise) ganz gut geklappt hat, fand ich es total anstrengend. Wir hatten wenige Wochen vorher mit der Beikost angefangen. Da stellten sich so fragen wie: Woher bekomme ich die Gläschen für mein Kind, die ich haben will? Wie mache ich das Zeug heiß, wenn wir mit Geschäftskunden unterwegs sind (nicht jeder hat Verständnis für herumkleckernde Babys)? Und vor allem: Wo darf ich überhaupt in der Öffentlichkeit stillen? Am dritten Tag wurde unser Mäuschen dann krank. Da stellten sich die nächsten Fragen: Woher bekomme ich einen Kinderarzt? Wer muss das bezahlen? Wie viel kostet eine Untersuchung?
    Dieser eine Urlaub hat mir für Jahre gereicht. Mittlerweile ist der Kleineste 18 Monate alt und ich wäre bereit für einen neuen Versuch. Lust auf Urlaub hätte ich nämlich schon…

  2. Bekanntes
    Als unsere Kinder kleiner waren, sind wir immer nur 2-3 Std. weit weg über den Mittagsschlaf der Kids gefahren, im Sommer haben wir dan 2 oder 3 Tage Zwischenstopp gemacht und dann erst weiter wieder 2-3 Std. . Dabei haben wir gemerkt, wir brauchen vor allem Natur, Tiere und komplette Selbstbestimmtheit als Familie um uns zu erholen. Die finden wir in 4-6 Stunden Umkreis von unserem Wohnort mit dem Auto. Also haben wir uns seit die Kids da sind gezielt solche Ziele gesucht, Ferienwohnung im Spreewald, Naturcampingplatz in der Pampa Brandenburgs, Ferienhof an der Mecklenburgischen Seenplatte, Campingplatz an der Ostsee direkt hinter der Düne, jeden Sommer den gleichen. Jeden Winter fahren wir in eine Ferienwohnung im selben Wintersportort im Erzgebirge, immer mit den Großeltern. Meist sind auch gute Freunde von uns dort. Die Kinder haben auch einen Lieblingsbauernhof in Österreich. So langsam stellen wir fest, dass Trips in besondere Museen (Technikmuseum Speyer, Ozeanum Stralsund) cool sind. Wir fahren mehrfach im Jahr los, genießen die gemeinsame Zeit an nicht so exotischen Orten. Lassen uns durch die Tage treiben und am Abend gehören immer 2-3 Runden Spiele spielen dazu. Es wird immer nach neun am Abend, aber dafür schlafen sie schnell am Morgen länger. Jetzt sind unsere Beiden übrigens 6 und 9. Was ich sagen will, bei uns liegt die Entspannung in der gemeinsamen Zeit mal woanders und in der Befreiung von Tagesstrukturen. Bisher zieht es uns zu viert nicht in die weite Welt, obwohl wir das früher zu Zweit nur so mit dem Rucksack gemacht haben, aber die Zeiten ändern sich eben…

    1. Klasse!
      Wie sympathisch, das hört sich ja toll an, wie eure Urlaube ablaufen!
      Ich könnte mir vorstellen, dass wir es mit unserem Kleinen (7 Monate) mittelfristig ähnlich halten.
      Es gibt so schöne Urlaubsziele, die gut und schnell erreichbar sind und ich glaube, ein Kind unterhalb eines gewissen Alters macht sowieso keinen Unterschied zwischen einer abgefahrenen Fernreise und dem Bauernhof im Nachbarland.
      Ich weiß noch, wie sehr ich als Kind die Berge in Österreich geliebt habe (tue ich bis heute).

  3. Andere Ansprüche
    Nach der ersten Woche Urlaub mit Baby waren wir sehr frustriert. Wir mussten erst folgende Dinge aus unserer Urlaubsvorstellung streichen: ausschlafen, lesen, lange essen, gut essen gehen, viele Ausflüge und risikoreiche Sporterlebnisse, Städtetrips und Shoppen.
    Danach wurden die Urlaube richtig gut und werden jedes Jahr spontan vor Ort den neuen Vorlieben der Kinder und Eltern angepasst.
    Von den Zeiten, die zu Hause gelten, verabschieden wir uns recht schnell.
    Liebe Grüße

  4. Nicht so die Wegfahrerin…
    Ich bin selbst nicht so die Wegfahrerin. Genieße es auch, das Zuhause und die eigene Stadt in der warmen Jahreszeit zu erleben. Ich lebe auch noch nicht immer hier, so dass hier auch manche Ecke für mich noch neu ist.
    Seit mein erstes Kind geboren ist, bin ich jeden Sommer fast einen Monat bei meinen Eltern auf dem Land. Von da werden Freunde und Verwandte besucht- was sonst nicht so möglich ist, da wir 600km entfernt wohnen. Außerdem machen wir immer mal eine Tagesausflug. Für meine drei Kinder (2,5,7) ist mein altes Zuhause wie ihr zweites Zuhause. Gleichzeitig ist es eine totale Abwechslung von ihrem eigentlichen Zuhause.
    Kleinere Urlaube haben wir auch schon gemacht. Da erlebe ich es ähnlich wie die Autorin des Textes: die Kinder sind eher so voll mit Eindrücken, dass sie weniger zur Ruhe kommen und die Zeit daher für uns Eltern anstrengender ist. Aber je älter sie werden, umso entspannter ist es. 🙂

  5. Ich kenne das beschriebene
    Ich kenne das beschriebene Szenario sehr gut und meine Konsequenz war ganz einfach mal ein Jahr daheim zu bleiben und zwei Wochen lang coole Ausflüge etc zu machen. Urlaub ist nicht weniger wert, nur weil der Urlaubsort nicht fancy klingt. Man sollte einfach das tun, was unter den aktuellen Umständen angenehm ist und gut tut. Und Stress in Griechenland o.ä. wäre das für mich nicht gewesen. Einfach schauen, was geht und vielleicht sieht es nächstes Jahr schon wieder ganz anders aus! Alles Gute 🙂

  6. Vermutlich Hausfrau?
    Ich empfinde es ganz und gar nicht so, und wir sind auch immer, seit unser Sohn 3 Monate alt ist durch die Welt (und damit meine ich wirklich Welt. Karibik, Asien, USA, Afrika und natürlich auch ausgiebig Europa und Deutschland selbst) gereist und haben es immer als eine unfassbar tolle Zeit gefunden. Aber klar, bestimmte Sachen klappen gut, bestimmte nicht. Z.b. sind wir bis unser Sohn 2 war, kaum Bahn über 30min. Länge gefahren – das war immer anstrengend. Im Flugzeug ist er IMMER direkt beim Start eingeschlafen und das war super entspannt, auch und gerade Flüge über 10 Stunden mit Babybasinett. Auto ging immer so max. 3h super. Tatsächlich habe ich in meinem Umfeld gemerkt, dass es sehr auf die Einstellung ankommt- und Hausfrau eben, wie es das Wort sagt, sich zuhause deutlich wohler fühlen und Familien wo beide arbeiten deutlich mehr das Abenteuer suchen. Während für Hausfrauen es wohl wirklich Alltag woanders ist ist es für uns eben tolle Familyqualitytime.
    Ist wohl für jeden anders – und auch nicht schlimm. Wenn du dich zuhause wohl fühlst, dann bleib halt zuhause. Macht euch ja nicht zur schlechteren Familie oder so…

    1. Wow
      Wow, was für ein dämlicher Kommentar. Wir gehen auch beide arbeiten und empfinden Urlaube mit den Kids trotzdem manchmal als anstrengend. Aber wenn man nur ein Kind hat, lässt sich vieles sicherlich einfacher und entspannter händeln.

      1. Naja
        Also falls der Kommentar an mich gerichtet war: Wir haben fünf Kinder zwischen – inzwischen – 15 und 3 Jahren. Ich fand keine Kinderanzahl als anstrengender als eine andere. Im Gegenteil – als Erstlingseltern ist man häufiger unentspannt. Aus Kostengründen haben wir früher eher Hotelurlaub gemacht und nun mit mehreren Kindern eher Ferienwohnung. Aber mehr oder weniger Stress ist das wegen der Anzahl der Kinder ganz sicher nicht…Und was du „dämlich“ findest ist einfach die Realität – wenn du Hausfrau bist, sind dein Job die Kinder, und die nimmst du nunmal in den Urlaub mit, also deine Arbeit auch dort. Wenn du arbeiten gehst, bleibt dein Job zuhause, und deine Freizeit nimmst du mit (die Zeit mit den Kinder). Natürlich ändert der Blickwinkel, wie du auf das Gezanke deiner Kinder blickst…und wer sagt das stimmt nicht, der lügt.

        1. Guter Denkansatz
          Auch wenn der Kommentar etwas „forsch“ rüber kommt, finde ich, ist es ein guter Denkansatz!
          Die Arbeit mit in den Urlaub nehmen – passt zu dem Facebookkommentar „Urlaub ist auch nur Dienstreise“ 😀
          Wobei es vllt nicht unbedingt darauf ankommt ob man Hausfrau ist, oder nicht. Zankende Kinder oder Kinder die in fremder Umgebung nur schlecht schlafen und dementsprechende Laune haben, können wohl arbeitende Eltern als auch Hausfrauen/Männer den letzten Nerv kosten.

  7. Tapetenwechsel
    Ich finde Urlaub mit Kind auch nicht sonderlich erholsam oder gross entspannend, und es ist wirklich hart sich da dran zu gewöhnen. Ich schaffe meist nicht mal 1 Buch, obwohl wir nur 1 Kind haben. Das gibt zwar keine Kinderstreiterein, jedoch ist man als Erwachsener dann ja als Spielpartner mehr gefragt.
    Ich denke man muss einfach einen Weg für sich finden wie es trotzdem irgendwie passt.
    Ich sehe das ganze mittlerweile eher als “Tapetenwechsel” und da wir früher Kind fast nur Roadtrips gemacht haben, versuchen wir das nun auch irgendwie umzusetzen. Wir gehen meist mit einem winzigen Camper und können so nach 4-5 Std einfach irgendwo eine oder 2 Nächte zwischen stoppen. Wir machen meist 10-14 Tage mit insgesamt 2-3 Stopps. Es wird nur selten gekocht, höchstens mal schnell Pasta, oder abends ordentlich gegrillt. Morgens gibt es Müsli. Ansonsten gönnen wir uns Restaurants. Ich mag die abgespeckte Version des Seins sehr, wir versuchen an naturnahen Plätzen zu halten, nachdem wir festgestellt haben, dass die großen 5 Sterne Villages nicht unser Ding sind.
    Dadurch, dass der Camper ja gewohnte Umgebung ist, schläft unser Schlechtschläfer tip top.
    Mit Oma und Kind probiere ich nun im
    Frühling nun mal die Version Club Urlaub mit HP, ich bin wirklich gespannt wie ich das finde, als Kind fand ich es ja super.
    Jetzt nach 5 Jahren ausprobieren auf Campingplätzen mit Mobile Home bzw. Camper freue ich mich schon sehr auf die nächste Reise, wir sind jetzt gut eingespielt 🙂

  8. Ich sehe es ähnlich wie im
    Ich sehe es ähnlich wie im Beitrag beschrieben. Unsere Jungs sind zwar schon älter (5 und 9) und es könnte eigentlich alles sehr entspannt von Statten gehen. Auch der Kleine ist schon recht selbständig und kann sich auch Mama alleine beschäftigen. Das was den Urlaub allerdings zeitweise unerträglich macht, sind die täglichen Streitigkeiten der beiden. Alleine in eine Ferienwohnung? Nie wieder! Dieses Jahr bleiben wir zuhause und versuchen es vielleicht im nächsten Sommer mal mit einer Wohnung auf dem Campingplatz wo es viele andere Kinder zum Spielen gibt! Die Kinder verbringen die diesjährigen Ferien getrennt voneinander bei Omas und Opas. Und wir bauen ein paar gemeinsame Ausflüge in die Sommerferien ein!

  9. Aber es ist doch Urlaub
    Für mich hört es sich so an, als müsste im Urlaub ein „Programm“ abgespult werden oder ein Ziel erreicht werden. Vielleicht verstehe ich es aber auch falsch. Unsere Tochter ist 3 und waren bisher an Nord- und Ostsee und zweimal in Griechenland. Ja, Urlaub mit Kind ist anders und da mussten wir uns auch erstmal dran gewöhnen. Daher haben wir auch im letzten Jahr 10 Tage statt einer Woche gebucht, weil wir festgestellt haben, dass wir einfach schon 2-3 Tage zum Ankommen brauchen. Und auch ich habe im Kopf immer so Sachen wie: „sie ums um sieben ins Bett, wie sollen wir das sonst nach dem Urlaub wieder hinkriegen“ oder „sie muss aber Mittagsschlaf machen“, aber es ist doch Urlaub und letztendlich bekommt sie ihren Schlaf schon und es ist eben alles anders als Zuhause. Meine Befürchtung, dass es später Zuhause aus dem Ruder läuft, hat sich (bisher) nicht bestätigt. Ach so, und wir machen einfach nichts im Urlaub. Wenn wir Lust auf einen Ausflug haben, machen wir den, wenn nicht dann nicht. Alles kann, nichts muss. So, wie es für alles passt. Das ist schon sehr entspannend.

  10. So ging es mir auch
    So ging es mir ebenfalls, als die Kinder klein waren. Inzwischen mit 5 & 6 Jahren kann man aber ausgiebig chillen. Die Kinder brauchen keine Windeln, kein Brei, keinen Buggy, keinen Mittagsschlaf – und das macht vieles einfach. Wenn man keine Lust zu kochen hat, bestellt man Pizza und ansonsten chillt man einfach den ganzen Tag. Der Nachteil zu Hause sind die ganzen ToDos, da kann man auch nicht entspannen.

  11. Das kenne ich
    Liebe Schreiberin,

    leider hast du nicht geschrieben wie alt deine Kinder sind.
    Ich kann dich allerdings trösten, das Phänomen kenne ich auch. Wir fahren in den Urlaub oft 12 Stunden ans Mittelmeer. Da hatten wir schon alles bisher… super entspannte Fahrten mit schlafenden Kindern, aber ich habe mich auch schon über den MaxiCosi gebeugt und gestillt oder vorgelesen bis ich mich übergeben musste.
    Auch im Urlaub selbst sind die ersten drei Tage immer durcheinander und die Kinder brauchen besonders abends lange bis sie schlafen. Danach wird es ein bisschen entspannter.
    Wir sind im Urlaub Selbstversorger, also wie zuhause auch nimmt die Essenszubereitung einen großen Teil der Zeit ein.

    Aber dennoch! Urlaub ist entspannend. Die Uhren ticken langsamer, nach ein paar Tagen schlafen morgens alle etwas länger, die Kinder beginnen ins Spiel zu finden. Wir fahren Ewigkeiten einkaufen und sitzen lange am Frühstückstisch. Und wir schaffen schöne Erinnerungen für die Kinder. „Unser“ Urlaubsort, auf den freuen wir uns und erkennen ihn wieder. Ich liebe das… es ist wie nach Hause kommen.
    Wir fahren auch in der Regel 14 Tage damit sich der ganze heckmeck lohnt.

    Umso kleiner meine Kinder waren (aktuelle 7 und 5 und ein Baby), desto schwieriger waren die Urlaube, besonders die ersten Tage. Mein Mann und ich mussten uns erstmal an Urlaub mit Kindern gewönnen. Früher habe ich Buch täglich gelesen, jetzt im ganzen Urlaub zwei….

    Alles Liebe euch!

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