Warum klappt bei uns morgens einfach NIE was ohne Stress?

Morgenroutine

Foto: pixabay

Ihr Lieben, mein Name ist Melli, ich habe zwei Kinder (9 Jahre und 5 Jahre alt). Heute habe ich eine Frage zu eurer Morgenroutine. Aber zuerst zu uns: Mein Mann und ich sind beide berufstätig, die Kids gehen in die Schule und in die Kita. Unser Pulverfass ist der Start in den Tag.

Da wir Eltern feste Jobs mit festen Zeiten haben, haben wir einen gewissen Druck, morgens pünktlich zu sein. Wir müssen gegen 7:30 Uhr das Haus verlassen, dann wechseln wir uns ab, wer die Kinder in die Schule/Kita bringt.

Unsere Kinder machen jeden Morgen Theater. Es endet meistens mit Tränen, Gemecker und dem Gefühl, dass wir es einfach nicht hinkriegen. Das Gefühl begleitet mich dann den halben Tag und macht mich fertig. Der Große trödelt, findet seine Sachen nicht, läuft dann einfach ins Kinderzimmer und fängt an, Lego zu bauen, verschwindet im Bad.

Der Kleine schüttet die Gläser um, weigert sich, die Schuhe anzuziehen, brüllt grundlos herum, schmeißt sich auf den Boden. Die beiden haben einfach entsetzlich miese Laune – und sich davon nicht anstecken zu lassen, klappt nur selten.

Meine Morgenroutine ist schon optimiert

Ich versuche schon, den Stress möglichst zu minimieren. Ich stehe vor sechs auf, bin also komplett fertig, wenn ich die Kinder wecke. Die Brotdosen sind gemacht, die Klamotten legen wir GEMEINSAM am Abend vorher raus. Ich weiß also gar nicht, was ich noch alles vorbereiten kann, damit es morgens besser läuft.

Ich finde es so schrecklich, jeden Morgen so in den Tag zu starten. Vielleicht hat hier ja jemand Tipps für mich, wie wir die Situation besser handeln können. VIELEN DANK!


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26 comments

  1. Hallo,
    Ich kenne das alles, tue mich mit dem Drill mit der Uhr aber schwer und für die Kinder (8 und3) sind die Zeitangaben auch zu abstrakt.
    Wir haben jetzt seit ca. 3 Monaten jeden Morgen die gleiche Playlist laufen, erst 3 ruhige Lieder und dann wird es fröhlicher. Dadurch können die Kinder sehr gut abschätzen, wie spät es ist. Bei „Schade Marmelade“ VIEL zu spät. Das hilft uns, auch wenn trotzdem noch mit viel Erinnern und Stress für die Eltern einhergeht.

  2. Das klingt eigentlich alles nach einer Routine bei euch, ich denke ihr macht schon vieles recht gut. Von den Zeiten her ist es bei uns ähnlich. Ich stehe gg. 6 auf, meistens wacht die Kleine (2) da mit auf. Ich ziehe sie an, wir decken den Tisch, machen Obst, beginnen die Brotdosen vorzubereiten. Dreiviertel 7 wecken wir die Große (gerade 7 geworden). Auch am Wochenende wacht sie in etwa um diese Zeit auf, hat also fast ausgeschlafen. Die Große trödelt auch gerne mal, hat aber Angst zu spät in die Schule zu kommen. Das ist unser Bonus ;).
    Wir haben relativ feste Zeiten. Bis um 7 sollten wir am Frühstückstisch sitzen, etwa viertel 8 sollte sie sich dann anziehen und Zähne putzen. Kurz nach halb 8 geht’s dann aus dem Haus. Die Mädels machen eigentlich gut mit, die Stimmung kippt allerdings, wenn wir halb 8 noch lange nicht fertig sind und ich langsam gestresst bin/die beiden stresse. Und dadurch dauert es dann noch länger…
    Ich selbst habe übrigens Gleitzeit auf Arbeit, die Große muss ja aber um 8 in der Schule sein.
    Also meine Tipps: abends so ins Bett, dass sie früh halbwegs ausgeschlafen sind, feste Zeitfenster früh und immer wieder informieren/erinnern, wie spät es ist, selbst ruhig bleiben und sich nicht stressen lassen. Ist manchmal leichter gesagt als getan…

    Das klingt jetzt so, als wären meine Kinder immer einfach 😀 Ist nicht so, die Kleine trotzt gerade gerne mal und die Große muss gerade über (fast) alles meckern.

    Ich wünsche euch alles Gute, dass es bald besser wird!

  3. ich bin vor allem darüber gestolpert, dass du /ihr euren 9 jährigen noch zur Schule bringst….sofern es keinen Grund gibt, dass er den Schulweg nicht selbstständig bewältigen kann (weil ihr z. B. mitten auf dem land lebt und es keinen bus gibt) würde ich ggf. ohne ihn das Haus verlassen, wenn er es nicht rechtzeitig schafft, fertig zu sein. Falls er evtl. auch noch etwas zeit hat, bis er los muss, könnte eine Lösung sein, dass ihr einen Timer stellt, der ihn daran erinnert, dass er los muss.

  4. Eine Frage: warum nicht an einer ganz anderen Stellschraube drehen: dem Job der Eltern statt an der Orga und den Kindern?!?! Ist es wirklich nicht möglich, in Gleitzeit zu arbeiten und z.B erst um halb neun oder neun anzufangen bzw. erst um acht aus dem Haus zu gehen wenn alle Kinder weg / weggebracht sind und man vielleicht sogar nochmal 5 Minuten Zeit hat durchzuatmen? Auch dann gibt es sicher noch genug stressiges am Morgen, aber wenn die Eltern in der Früh nicht so einen Zeitdruck wegen der Arbeit haben , wird es meiner Erfahrung nach gleich leichter.

    1. Weil es in manchen Jobs nicht geht. Ich arbeite als Psychotherapeutin in einer Klinik und entweder habe ich morgens um 8 direkt eine Besprechung oder aber Gesprächstermine.
      In jeder Familie sind andere Parameter fix, hier sind es eben die Arbeitszeiten.

    2. Die Ärztin im Krankenhaus, der Lastwagenfahrer, die Postbotin, der Lagerist und viele mehr haben keine Gleitzeiten. Das ist fast nur möglich in Bürojobs. Beide das Pensum reduzieren und so abwechslungsweise nicht arbeiten ist bei vielen Arbeitgebern und oft finanziell nicht möglich, und hat eigene Konsequenzen (Altersvorsorge usw).

    3. Kann man sicher machen, wenn es der Job zu lässt. Aber es soll durchaus noch viel Jobs mit festen Zeiten oder gar Schichtbetrieb geben.
      Vielleicht kann man auch in der Schule anfragen, ob es erst generell zur zweiten Stunde los geht, damit es nicht so stressig wird?

      Aber was ist das Signal an die Kinder? Die Welt dreht sich um euch? Auch Kinder können eine Morgenroutine lernen.

      Ich habe drei Kinder und wir müssen morgens alle um 7:00 aus dem Haus. Mein Mann und ich stehen 5:30 auf, frühstücken und machen uns fertig. Dann wecken wir die Große ( 12) und die Minis (6). Für die Kleinen liegt alles bereit und sie müssen sich nur anziehen, Haare machen und Zähne putzen. Frühstück gibt es im Kindergarten. Natürlich geht das auch nicht immer ohne Trödelei und Gemurre. Wir haben die klare Ansage, wer nicht fertig ist, für den gibst Nachmittags keinen Film. mein Mann sagt im 5 Minutentakt die verbleibende Zeit an.
      Die Große frühstückt und macht sich fertig, denn dann hat sie noch 10 Minuten Handyzeit und wenn sie ein Stück mitfährt vor der Schule Zeit sich mit ihren Freunden zu treffen.
      Mein Mann und ich könnten auch theoretisch später anfangen, aber da wir Vollzeit arbeiten, geht das nicht mit den Öffnungszeiten der Kita zusammen und ganz ehrlich möchte ich am Nachmittag auch noch etwas Zeit mit den Kindern verbringen.

      1. Hi Verena,
        den Zusammenhang zwischen früh nicht rechtzeitig fertig werden und nachmittags den Film streichen, kann ich leider nicht herstellen. Klar, das zieht bei den Kids. Aber wenn ich morgens zu spät komme, bestrafe ich mich auch nicht mit einer unlogischen Konsequenz am Nachmittag.

        Ich bin auch der Meinung, wenn es trotz aller Optimierungsmaßnahmen nicht gut läuft am Morgen, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:
        – akzeptieren, dass früh alle am Limit laufen und es nicht besser geht, dann Augen zu und durch oder
        – an den Arbeitszeiten der Eltern drehen um Entspannung reinzubringen. Das mag nicht bei allen gehen, aber doch bei vielen.

        liebe Grüße lilu

        1. Hallo Lilu!
          Wenn ich zu spät zu Arbeit komme, darf ich erstens die Zeit nacharbeiten, wenn ich einen Termin verpasse, gibst ein nettes Gespräch mit dem Vorgesetzten und mögliche Konsequenzen. Das ist dann meine Strafe am Nachmittag.

          Und komme dann später zum Kindergarten und mit den Kindern nach Hause. Dann ist bis zum Abendessen einfach keine Zeit mehr für den Film. Das eine am Morgen zieht das andere an Nachmittag nach sich.

          Als Kind von Schicht arbeitenden Eltern weiß ich das es funktioniert, man muss es nur wollen. Ich sage nicht, dass es einfach ist. Ich bin selbst ein Morgenmuffel und schaffe den Morgen nur mit Disziplin.

          Die Arbeitszeiten der Eltern anzupassen kann nur, wer Gleitzeit hat oder es sich finanziell leisten kann. Das ist immer leicht aus einer privilegierten Sicht zu fordern, wenn man solche Jobs hat.

          Ich habe lieber etwas Drill am Morgen und dafür nach getaner Arbeit einen entspannten Nachmittag mit meinem Kids.
          Und ja, ich finde Pünktlichkeit und Verlässlichkeit etwas sehr Wichtiges, was Kinder auch lernen können.

  5. Diese Probleme hatten wir als die Kinder viel kleiner waren. Jetzt sind sie 11 und 8 und die Morgenroutine funktioniert schon ganz gut. Sie streiten öfters beim Frühstück und dann setzen wir sie auseinander bzw. in verschiedene Räume.
    Wir müssen auch um 7:25h das Haus verlassen. Die Kinder stehen um 6:30h auf. Sie gehen am Abend früh ins Bett.
    In eurem Fall würde ich am Anfang den Mann mehr einbinden: Er kann zB dahinter sein, dass der Große seine Sachen findet, weiter kommt und nicht trödelt. Du könntest dich in der Zwischenzeit mit drm Kleinen beschäftigen. Sie sollen immer eine Aufgabe nach der anderen erledigen und das jeden Morgen gleich, zB frühstücken, anziehen und dann Zähne putzen und ihr zwei sind dann immer dabei (beim Anziehen und Zähne putzen). Die Kinder sollen sich natürlich selber anziehen und ihr prüft, dass sie nichts anderes dabei machen. Eine gewisse ruhige Bestimmtheit/Strenge/Grenzen setzen ist einfach notwendig.
    Wenn es einen Morgen gegeben hat, an dem alles friedlich verlief, dann auf einem Wochenplanpapier Smiley Sticker picken/sammeln. Bei 5 Sticker dürfen sich die Kinder aussuchen, was am Wochenende unternommen wird. Natürlich muss das auch in euren Plan passen.
    Zu den Wutausbrüchen vom Kleinen würde ich mich generell fragen, ob sie nur am Morgen passieren oder auch am Tag. Wenn auch am Tag, dann sehe ich in der Hinsicht mehr Handlungsbedarf -hier auf jeden Fall Tipps von der Pädagogin oder einem Kinderpsychologen einholen.

  6. Ich lese im Artikel und einigen Kommentaren, dass die Kinder geweckt werden. Meiner Meinung nach sind die Kinder nicht ausgeschlafen, wenn sie geweckt werden müssen und nicht so lange schlafen können, wie sie es brauchen würden.
    Mein Ratschlag wäre daher, die Schlafenszeit vorzuverlegen, damit sie im gewünschten Zeitraum morgens von alleine aufwachen…

    Auch 10-12 jährige sollten nach Einschätzung von Experten noch ca. 10 Stunden schlafen…

    1. Das Schlafbedürnis ist individuell unterschiedlich. Mein Sohn ist schwer weckbar, da er da nsch mir kommt. Er ist eine Nachteule, schon immer. Daher würde er bestimmt nicht davon profitieren, ihn noch früher schlafen zu schicken. Allerdings funktioniert es seit ein paar Jahren bei uns Morgens relativ reibungsfrei. Jeden Morgen derselbe Ablauf und die radikale Akzeptanz meinerseits, dass er noch lange trotzdem an die Hälfte erinnert werden muss, hilft gut. Der Kleine ist ein Frühaufsteher und muss erst eine hslbe Stunde später los. Das ist total entspannt. Wir habe da gerade einen gutwn Lauf. Aber wenn ich eines mit Kindern gelernt habe, dann dass es immer anders kommt.;-)

  7. Danke für das Thema und die Kommentare. Same here. Fast gleiches Alter. Beim großen Kind hat auch geholfen, dass es selbstständiger geworden ist und unabhängiger werden will. Ein bestimmte Bahn will mit dem Freund der an der Straßenecke wartet bekommen werden.
    Druck ist bei uns auch Kontraproduktiv. Zeitdruck prallt an einem Fünfjährigen ohne Zeitgefühl (Zeit abschätzen, Uhr lesen) eh ab. Was heißt sich beeilen? Das besprechen wir schon manchmal, aber es ist eben noch jeder Brotkrümel ein Spielablass.
    Auch mein Morgen wird nicht schöner, wenn ich eine Befehlshaberin sein muss. Mir hat es geholfen, den Stress und die vielen Aufgaben des Morgen-Marathons auszusprechen. Wir tauschen die Verantwortung und Aufgaben, dann hängt das anstrengende nicht nur an einem Elternteil. Ich habe keine Lösung. Der Stress unter der Woche ist da, man kann ihn durch gute Vorbereitung minimieren. Ich würde gern fröhlicher und entspannter in meinen Alltag zu starten. Wir versuchen am Wochenende regelmäßig das Gegenteil zu zelebrieren. Keine frühen Termine, im Schlafanzug bleiben, richtig frühstücken mit gemeinsamem Rührei machen oder Eierkuchen backen, Spielenspielen. Dann weiß man immerhin, dass es solche Momente am Morgen auch gibt.
    Und freu mich auf Ideen und Haltungen anderer Familien!

  8. Hallo, mein Kleiner ist 4 und meckert morgens auch gerne mal rum, trödelt und ist schlecht gelaunt. Bei uns führte „Befehlston“ und Druck von meiner Seite zu Verweigerung auf seiner Seite. Wenn ich dann noch mehr Druck aufgebaut habe, endete das in Wutanfällen, was uns noch mehr Zeit kostete.
    Für den Großen kann ich keine Tipps geben. Aber vielleicht hilft dir, was bei meinem Kleinen geholfen hat: Nähe: Er zieht sich am liebsten auf meinem Schoß sitzend an (ich sitze dazu auf dem Fußboden) und spielerische Herangehensweisen. Ich wecke ihn morgens mit einer Handpuppe (der ich einen frechen, vorwitzigen Charakter gegeben habe). Dieser zieht ihm auch mal die Socken aus oder kitzelt ihn wach. Wenn ich das selbst mache, als „Mama“ meckert mein Sohn. Aber wenn es der Rabe macht, findet er das lustig.
    Beim Klamotten und Schuhe anziehen hilft bei uns auch Wettbewerb: Welcher Arm ist schneller? Wer hat als Erstes die Schuhe an?…
    Und es hat auch schon die Situation entspannt, dass mein Sohn sich aussuchen durfte, ob er erst frühstücken oder sich zuerst anziehen möchte. Er möchte meistens zuerst frühstücken und danach ist er entspannter.
    Im Übrigen bin ich baff, wie wenig Zeit manche Familien morgens einplanen. Mit 20 oder 30 Minuten wäre es bei uns auch stressig. Ich wecke meinen Sohn 1 1/4Stunde (75 Minuten), bevor wir aus dem Haus müssen. Er darf dann in Ruhe im Bett wach werden, während ich in der Küche werkel und kommt dann runter, wenn ich ihn rufe. Manchmal ist er auch schon munter genug, dann nutzt er die Zeit zum Spielen.
    Das mit dem Spielen ist bei einem trödeligen 9-Jährigen wahrscheinlich nicht so sinnvoll. Ich wollte damit nur deutlich machen, dass ein bisschen früheres Wecken helfen kann, den Druck rauszunehmen.

  9. Also bei uns wurden die 2 großen Kinder morgens massiv von der Aussicht beschleunigt, dass, wenn sie zeitig fertig sind noch Zeit für 5 Minuten Handy ist bevor sie los müssen. Da sie nicht so viel Handyzeit täglich haben zieht das sehr und wir haben seitdem viel weniger Stress morgens. Sie stehen beim ersten Wecken auf, und machen sich direkt fertig und kommen runter. Der 3. ist Frühaufsteher, und morgens immer Erster. Die Kleine muss erst aufstehen wenn die 3 Brüder aus dem Haus sind. Sie steigt gerne direkt aus dem Hochbett auf meinen Rücken und lässt sich runter tragen. Sie hat immer gute Laune. Ist aber oft sehr müde.
    Viel Kraft euch, streitende Kinder sind ätzend, hier wird den ganzen Nachmittag gezofft.

  10. Hallo, ich kenne die Situation auch sehr gut, bei uns 2 Schulkinder. Es hilft bei uns extrem, dass ich mit den Kindern aus dem Haus gehe, mein Mann ein paar Minuten später, da er dann als Antreiber fungiert. Unsere Kinder haben auch nur ca. 30 Minuten Zeit um mit mir los zu ziehen. Meist ich gehe auf jeden Fall spätestens mit der Kleinen 07:25 Uhr los. Dann ist sie pünktlich an der Schule. Sie ist auch immer fertig und trödelt nie. Mein Sohn trödelt dafür sehr gerne, geht z. B. noch mal zur Toilette, wenn wir gerade durch die Tür gehen etc… da er aber theoretisch erst später an seiner Schule (genau neben der, der Tochter) sein muss und nur aus Gesellschaft mit uns gehen möchte, gehe ich einfach los. Er rennt dann hinter uns her oder geht alleine. Die Kunst ist dabei für mich nur, gelassen zu bleiben. Da er aber eigentlich immer klaglos seine Schwester mit nach Hause nimmt, warte ich an solchen Tagen kurz an der Schule und drücke ihn nochmal. Wer weiß, wie lange er noch so freiwillig mit uns mitgehen möchte. Ich würde ja an seiner Stelle lieber trödeln und den Schulweg alleine gehen. Also als Tipp vielleicht, die Kinder und Euch so aufteilen, dass nicht alle genau zur gleichen Zeit los müssen.

  11. Wir lassen den Schlafanzug weg und ziehen abends schon die Klamotten für den nächsten Tag an. Das spart enorm Zeit. Vielleicht kannst du deine Kinder auch fragen, ob es etwas gibt, was ihnen morgens helfen würde entspannter zu starten. Ich hatte mit meinem Großen eine zeitlang enorm Probleme ihn für die Kita rechtzeitig fertig zu kriegen. Wir haben dann heraus gefunden, dass er morgens noch Mama oder Papa Zeit braucht, da hat schon eine kleine Geschichte beim Frühstück oder ein paar Minuten kuscheln gereicht und dann war er bereit sich anzuziehen und fertig zu machen ohne Kampf.

    1. Finde den Tip mit am Abend anziehen wertvoll. Unsere Tochter braucht am Morgen etwas länger um aufzuwachen und mag es gar nicht, dann umgezogen zu werden. Wir ziehen sie am Abend vorher oder in der Kita an.

      1. Puh… das geht aber bei 9 jährigen ( Junge, oder Mädel egal) nicht mehr. Da beginnt es mit Körpergerüchen. Und die Damen sind (noch) wählerischer als zuvor…

  12. Oh ha, dieser Text könnte von mir sein. Hier gibt es jeden Morgen Streit – meistens ausgehend von meinem großen Kind (9). Wir organisieren uns auch entsprechend, ich wecke jedes Kind (das kleine ist 5) etwas früher, damit jedes mit einer Portion Kuscheln in den Tag starten kann. Doch danach fängt es an. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass das große Kind spezifisch nach einem Grund sucht, zu motzen: Das Geschwisterkind hat doof geguckt, die Hose drückt (obwohl schon 100 mal an), in der ersten Stunde ist Mathe, im Radio läuft doofe Musik, das Frühstück ist eklig.

    Wir haben fest gestellt, selbst wenn alles gut organisiert ist und wir genug Zeit haben: Dieses Kind sucht anscheinend den Streit. Und mittlerweile bin ich soooo sauer darüber, weil sie einfach jeden Morgen kaputt macht und ich noch bis mittags damit zu kämpfen habe.
    Und nein… es liegt nicht an mir oder irgendwem sonst. Dieses Kind ist anscheinend ein Morgenmuffel. Von mir aus soll es das auch sein, dann gebe ich ihm diesen Raum – aber das will es auch nicht. Es will anscheinend motzen!

    Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, der über die üblichen (Klamotten vorbereiten etc.) hinausgeht…. Ich würde mich sehr freuen…

    1. Hallo!
      Das kenne ich von den letzten Jahren bei meinen zwei „Großen“ Schulkinder. Sie haben sich immer beim Zähne putzen/anziehen/in der Garderobe in die Wolle gekriegt. Der „Kleine“ hatte zwar mehr Puffer um in den Kindergarten zu kommen, hat sich dann immer eingemischt, wollte genau dann was von mir oder stand buchstäblich voll im Weg. In meinem jetzigen Job habe ich mehr Zeitdruck, da ich um 7:30 anfange und muss die Morgen alleine schupfen da mein Mann beruflich bedingt oft auswärts übernachtet oder früher raus muss. Und ich bin drauf gekommen dass eine Mischung aus Zeitdruck und Selbstständigkeit bei meinen Kinder gut funktioniert. Ich mache eigentlich auch alles fertig, bevor ich die Kinder wecke. Um 6:30 wecke ich die Mittlere (8) und den Kleinen (5). Ich begleite die Mittlere zum Frühstückstisch. Hole dann den 5Jährigen mit einer kurzen Kuscheleinheit aus dem Bett und bringe ihn zum Frühstückstisch. Klar, sie hätten gerne manchmal mehr von mir, aber ich sage ihnen kurz und knapp dass es sich morgens nicht ausgeht. Um 6:40 die Große (10). Während die zwei ersten frühstücken gehe ich noch schnell ins Bad (schnelldurchgang). Um 6:50 helfe ich dem kleinen beim anziehen und Zähne putzen. Die zwei Mädels wissen dass, wenn sie was von mir brauchen, sie vor 7:00 fragen müssen. (Da ist es hilfreich wenn sie schon die Uhrzeit lesen können und eine Uhr in Sichtweite haben, vorher habeich mit der Sanduhr oder den Handywecker gearbeitet). Um 7:05 gehe ich mit dem Kleinen aus dem Haus. Die Mädels gehen dann um 7:20 selber aus dem Haus. Früher mit Handywecker ( wir haben ein „Haushandy“), jetzt können sie es selber abschätzen. Sie müssen auch nicht aufeinander warten wenn sie nicht möchten. Das hat auch das Gezanke reduziert. Klar hat jeder mal einen schlechten Tag und es gibt Geschrei und Gemotze. Die Blöße, zu spät zur Schule zu kommen (15 Minuten Fußweg), wollen sich meine Mädels nicht (mehr) geben. Ausserdem treffen sie sich mit andere Kinder auf dem Schulweg. Der Kleine hat dann eh keine andere Wahl als mir zu folgen.
      Das war jetzt eine lange Schilderung, wie es bei uns funktioniert, vielleicht findest du da etwas hilfreiches dabei. Viel Glück!

  13. Bei uns benimmt sich mein 7-jähriger so wie mein 9-jähriger. Was hilft, ist, dass er um 7.30 Uhr von zwei Nachbarskindern abgeholt wird, um in die Schule zu laufen. Ich hab vor zwei Wochen abends deutlich, aber ruhig zu ihm gesagt, dass ich ihn rechtzeitig wecke und dann Ansagen kommen, wann Zähne putzen, anziehen und frühstücken dran sind- und das jeweils 1x! Und dann ist es seine Sache! Er ist dann nicht fertig und er kommt zu spät bzw. muss alleine laufen – nicht ich! Und das klappt recht gut! Es ist ein viel besserer Start als ewig meckernde Eltern. Einen 9-jährigen würde ich da knallhart in sein „Unglück“ laufen lassen- und ihm nicht ewig hinterhernörgeln.
    Meine Kleine kann auch so ein Pulverfass wie deiner sein…ich versuche, Ruhe auszustrahlen, frühzeitig zu wecken und im blödesten Fall sag ich halt: Mach, was du willst- ich frühstücke jetzt und gehe dann.“ Den Großteil macht da Papa. Das hilft übrigens auch- jeder ist morgens bei uns für ein Kind (hauptsächlich)zuständig .
    Wir sind also auch nicht gerade entspannt am Morgen- aber du darfst deine Kinder schon ein bisschen mehr in die Verantwortung mitnehmen, finde ich.

  14. Hallo wahrscheinlich stößt mein Post bei einigen Müttern auf Unverständniss, aber ich bin alleinerziehende, vollzeitberufstätige Mama von einem Schulkind (6) und einem Kitakind (5) und ich lasse jammern und Gemecker früh einfach nicht zu…ich bin ähnlich vorbereitet wie du, also ich bin fertig, Brotdosen alle fertig und dann wecke ich die Kinder, dann gibt es ein Zeitfenster von ca 20 min. Dies beinhaltet anziehen, waschen, Zähne putzen, ein Glas Milch und einen Keks, dann gehts auch schon los…früh ist es bei uns ähnlich naja so schlimm wie es klingt, wie beim Militär. Klare kurze Ansagen ohne auch nur die Zeit für Wiederworte zu haben. Ich weis, das mag für manche wirklich furchtbar klingen und auch ich fühl mich überhaupt nicht wohl dabei, wenn ich das so lese, aber das ist für uns tatsächlich die einzige Möglichkeit um Früh ohne Drama und extremen Stress aus dem Haus zu kommen. Umso mehr genießen wir dann zusammen die Wochenenden, da plane ich so 1,5-2 Stunden ein für Frühstück und Anziehen und das genießen wir drei alle extrem!

    1. Gibt es irgendeinen Anreiz für den Großen, dass er morgens nicht so trödelt und du dich zumindest nicht mehr um ihn kümmern musst? Bei uns ist es der frühere Bus. Morgens fahren zwei Busse, beim ersten muss mein Großer (fast 8) schon um 6:55 Uhr das Haus verlassen. Für die Kids ist der Bus cool, weil sie ca. 5-10 Minuten alleine an der Schule sind, bis die offizielle Betreuungszeit losgeht und ein Lehrer die Aufsicht übernimmt. Das zieht bei uns immer, auch wenn er morgens schwer aus dem Bett kommt. Die Konsequenz wäre dann eben, dass er mit dem zweiten Bus fährt und ohne seine Freunde, aber bisher ist es nie soweit gekommen. Lieber wird schneller gefrühstückt oder weniger gefrühstückt.
      Für mich ist es schon eine Erleichterung, dass der Große aus dem Haus ist, bis ich die Kleinen (5 und 2) wecke und für die Kita fertig mache. Beides sind schwierige Alter und auch bei uns gibt es mal Tränen und Wutanfälle am Morgen. Am besten klappt es aber, wenn wir morgens gar keine Zeit zum Spielen haben. Aufstehen, frühstücken, anziehen, Zähne putzen, los. Also ähnlich „militärisch“ wie bei Elisa. Ich finde das aber auch nicht schlimm. Auch wir genießen dann die Wochenenden und Ferien, wenn zum Mittagessen zum Teil noch Schlafanzüge an sind.
      Letztendlich gilt hier auch, ausprobieren, was für euch funktioniert und dann entsprechend ein größeres oder kleineres Zeitfenster einbauen. Aber gerade mit dem Großen würde ich das Gespräch suchen und ihm mehr Verantwortung und dementsprechend auch Konsequenzen zugestehen. Wenn er um 7:30 Uhr nicht fertig ist, hat er Pech gehabt und geht so in die Schule wie er ist. Ich denke, von einem 9 jährigen kann man da schon auch ein paar Dinge erwarten (je nach Kind bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger), aber es kann nicht sein, dass er quasi das zweite Kleinkind in der Familie ist, dem man alles hinterher tragen muss.

    2. Elisa
      Danke, das hätte auch meine Ansage sein können, bin alleinerziehend, arbeite Schichten und mein Kind hat von Anfang an gelernt mit zu ziehen. Er muss morgens oder abends, je nach Dienst, selbständig zurecht kommen, hat seit der Schule eigene Schlüssel. Zur Schule können Kinder auch allein gehen, nur so lernen sie auch Eigenverantwortung und Pünktlichkeit, weil sie es nicht abgenommen kriegen. Und, wie im Artikel oben, wenn er zu spät käme oder Material/ Aufgaben vergessen hätte trägt und lernt er die Konsequenzen. Das ist garnicht erst vor gekommen, da wir alleine hingehen oder nach Hause kommen schon im letzten Kitajahr hin und wieder geübt haben. Je weniger Selbstständigkeit (der Kinder) ich zulasse, umso mehr unnötigen Stress mache ich mir.

    3. Ich finde das nicht wie beim Militär, sondern es ist gut organisiert:-). Klare Zeitangaben und Vorgaben sind für die Morgenroutine für die Kinder/ Erziehung der Kinder wichtig und das hast du super geschafft

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