Ein Kindersitz, der mitdenkt: Was den Fenarrio AS5 so besonders macht

Kindersitz

Ihr Lieben, kennt ihr das? Es gibt ja diese ganz normalen Familienmomente, in denen man sich fragt, warum eigentlich immer alles gleichzeitig passieren muss. Das Kind möchte nicht ins Auto, die Jacke ist zu warm, der Gurt sitzt noch nicht richtig und natürlich fällt einem genau dann ein, dass man eigentlich längst losmüsste. Und wer schon einmal im Hochsommer ein kleines Kind nach einer längeren Autofahrt aus dem Sitz gehoben hat, kennt auch das: Der Rücken ist verschwitzt, die Haare kleben und die Stimmung ist entsprechend ausbaufähig.

Als Eltern wünschen wir uns deshalb oft gar keine großen Wunder. Es sind die kleinen Dinge, die den Alltag leichter machen: ein Handgriff weniger, ein Kind, das bequemer sitzt, und eine Autofahrt, bei der nicht schon nach zehn Minuten die erste Diskussion beginnt.

Genau hier setzt der Fenarrio AS5 an. Der Kindersitz möchte mehr sein als ein Platz zum Anschnallen. Er verbindet klassische Sicherheitsfunktionen mit moderner Technik, einer integrierten Belüftung und einer Sprachsteuerung. Das klingt zunächst ziemlich futuristisch für einen Kindersitz – aber was steckt tatsächlich dahinter?

1. Ein Kindersitz, der viele Jahre mitwächst

Babyschale, Reboarder, nächster Kindersitz: Eltern kennen das Spiel. Kaum hat man sich an eine Lösung gewöhnt, ist das Kind schon wieder gewachsen. Der Fenarrio AS5 ist deshalb als mitwachsender Kindersitz konzipiert.

Er ist für Kinder mit einer Körpergröße von 40 bis 150 Zentimetern vorgesehen und kann damit – abhängig von der individuellen Entwicklung des Kindes – vom Neugeborenenalter bis ins frühe Schulalter genutzt werden. Der Hersteller gibt einen Zeitraum von ungefähr acht Jahren an.

Für die Kleinsten gibt es eine spezielle Neugeboreneneinlage, die zusätzlichen Halt bietet. Wenn das Baby größer wird, lässt sich diese herausnehmen. Auch die Kopfstütze und das Gurtsystem werden an das wachsende Kind angepasst.

Dabei verändert sich nicht nur die Größe des Sitzes, sondern auch die Art der Sicherung: In den kleineren Größen wird das Kind mit dem integrierten Fünfpunktgurt gesichert. In der späteren Nutzungsphase wird entsprechend der Anleitung auf den Dreipunktgurt des Fahrzeugs umgestellt.

Der große Vorteil: Familien müssen nicht bei jedem Wachstumsschub sofort über den nächsten Sitz nachdenken. Wichtig ist allerdings, sich genau an die Größenangaben und die jeweilige Einbau- und Gurtanleitung zu halten. Ein mitwachsender Sitz wird schließlich nicht in jeder Entwicklungsphase auf dieselbe Weise verwendet.

2. Die 360-Grad-Drehfunktion: ein kleines Detail mit großer Wirkung

Wer schon einmal versucht hat, ein zappelndes Kleinkind in einen Kindersitz zu setzen, während man selbst halb über der Rückbank hängt, weiß: Der Rücken freut sich über jede Erleichterung. Der Fenarrio AS5 lässt sich um 360 Grad drehen und mit einer Hand bedienen. Zum Einsteigen kann der Sitz in Richtung der Autotür gedreht werden. Das Kind lässt sich dadurch leichter hineinsetzen und anschnallen, ohne dass man sich so stark verrenken muss.

Auch beim Herausheben ist die Funktion praktisch. Statt das Kind umständlich aus dem Sitz zu heben, dreht man die Sitzschale zu sich. Der Sitz lässt sich außerdem in unterschiedliche Neigungspositionen bringen. Insgesamt stehen laut Hersteller mehrere Positionen für die rückwärts- und vorwärtsgerichtete Nutzung zur Verfügung. Das kann gerade auf längeren Strecken hilfreich sein, wenn kleine Passagiere müde werden und unterwegs einschlafen.

Wichtig: Die seitlich zur Tür gedrehte Position ist nur zum Ein- und Aussteigen gedacht. Vor Fahrtbeginn muss der Sitz wieder korrekt in der vorgesehenen Fahrposition eingerastet sein.

3. Schluss mit dem verschwitzten Kinderrücken?

Eine der ungewöhnlichsten Funktionen des Fenarrio AS5 ist das integrierte Belüftungssystem. Denn während wir Erwachsenen im Auto meist eine Klimaanlage zur Verfügung haben, sitzen kleine Kinder in ihrem Sitz mitunter ziemlich warm und dicht am Polster.

Der AS5 setzt deshalb auf integrierte Ventilatoren und Luftkanäle, die warme Luft vom Rücken des Kindes ableiten sollen. Das System ist so konzipiert, dass die Luft zirkuliert, statt dem Kind einfach einen direkten Luftstrom entgegenzublasen. Je nach verwendeter Sitzkonfiguration kommen unterschiedliche Lüftungsbereiche zum Einsatz. Insgesamt sind drei Ventilatoren integriert.

Das ist besonders an heißen Sommertagen interessant – beispielsweise auf dem Weg in den Urlaub, bei längeren Autofahrten oder wenn das Auto in der Sonne gestanden hat. Denn gerade kleine Kinder können sich im Sitz schnell warm anfühlen. Wichtig ist die Unterscheidung: Es handelt sich um eine Belüftung und nicht um eine klassische Klimaanlage, die die Sitzfläche aktiv herunterkühlt. Das System soll helfen, einen Wärmestau zu reduzieren und das Sitzklima angenehmer zu gestalten.

4. „Hello Fenarrio“: Wenn der Kindersitz auf Sprache reagiert

Ein Kindersitz mit Sprachsteuerung? Das klingt erst einmal nach einem dieser technischen Extras, bei denen man sich fragt, ob man sie wirklich braucht. Die Idee dahinter ist allerdings nachvollziehbar: Während der Fahrt sollte die Aufmerksamkeit schließlich auf der Straße bleiben. Wer eine Funktion am Sitz bedienen möchte, soll dafür nicht erst nach einem Knopf suchen müssen.

Der Fenarrio AS5 verfügt über einen integrierten Sprachassistenten. Mit dem Aktivierungswort „Hello Fenarrio“ lässt sich die Sprachsteuerung starten. Anschließend können bestimmte Funktionen, beispielsweise die Belüftung oder die Beleuchtung, per Sprachbefehl bedient werden. Der Assistent arbeitet laut Hersteller lokal im Sitz. Dafür ist keine Internetverbindung erforderlich. Das ist gerade für Eltern interessant, die sich Gedanken darüber machen, ob Sprachdaten in eine Cloud übertragen werden.

Einen kleinen Haken gibt es allerdings: Die Sprachbefehle werden derzeit auf Englisch gegeben und müssen möglichst genau formuliert werden. Man muss sich die entsprechenden Kommandos also zunächst merken.

Trotzdem ist die Idee spannend. Gerade wenn man allein mit dem Kind unterwegs ist, sollte man nicht während der Fahrt nach Bedienelementen suchen oder sich vom Verkehr ablenken lassen. Die Sprachsteuerung ist als zusätzliche Komfortfunktion gedacht – nicht als Ersatz für die Aufmerksamkeit am Steuer.

5. Sicherheit bleibt das Wichtigste

Bei all der Technik darf eines nicht untergehen: Bei einem Kindersitz zählt in erster Linie, dass er zum Kind und zum Auto passt und korrekt verwendet wird.

Der Fenarrio AS5 ist nach der europäischen Kindersitznorm UN R129/03, auch i-Size genannt, zugelassen. Zur Ausstattung gehören unter anderem:

  • ISOFIX-Befestigung: Der Sitz wird über die vorgesehenen Verankerungspunkte im Fahrzeug befestigt.
  • Stützfuß: Er ergänzt die Befestigung und stabilisiert den Sitz entsprechend der vorgesehenen Montage.
  • Fünfpunktgurt: In der dafür vorgesehenen Nutzungsphase hält er das Kind an mehreren Punkten im Sitz.
  • Gurtschlossüberwachung: Ein akustisches Signal kann darauf aufmerksam machen, wenn das Gurtschloss nicht korrekt geschlossen ist oder sich während der Fahrt öffnet.
  • Kontrollanzeigen: Sie unterstützen dabei, die korrekte Befestigung und den Kontakt des Stützfußes zu überprüfen.

Der Hersteller beschreibt außerdem zusätzliche Schutzstrukturen und eigene Prüfergebnisse. Solche Angaben sollte man allerdings von unabhängigen Vergleichstests unterscheiden. Eine i-Size-Zulassung ist eine wichtige Voraussetzung, ersetzt aber nicht automatisch einen unabhängigen Test, bei dem unterschiedliche Kindersitze miteinander verglichen werden.

Für den Fenarrio AS5 lag zum Zeitpunkt der Recherche kein unabhängiger ADAC-Kindersitztest vor. Wer vor dem Kauf besonders großen Wert auf unabhängige Vergleichsergebnisse legt, sollte diesen Punkt berücksichtigen.

6. Komfort steckt auch im Material

Neben den technischen Funktionen spielen die Materialien eine Rolle. Der Bezug des Fenarrio AS5 ist nach OEKO-TEX STANDARD 100 zertifiziert. Das bedeutet, dass das Material im Rahmen dieses Standards auf bestimmte Schadstoffe geprüft wird. Der Bezug ist abnehmbar und laut Produktinformationen maschinenwaschbar. Das ist im Familienalltag ein echter Pluspunkt: Kleine Kinder essen unterwegs, trinken, schwitzen und bringen manchmal mehr Krümel mit ins Auto, als man für möglich hält.

Auch die Verarbeitung und die Anpassungsmöglichkeiten gehören zum Konzept des Sitzes. Die Kombination aus verstellbarer Kopfstütze, mitwachsendem Gurtsystem und verschiedenen Neigungspositionen soll dafür sorgen, dass der Sitz über mehrere Entwicklungsphasen hinweg genutzt werden kann.

Das Design ist modern und eher hochwertig gehalten. Der AS5 ist in unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich, darunter Beige und Schwarz.

7. Was kostet der Fenarrio AS5?

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 449,99 Euro gehört der Fenarrio AS5 zum höherpreisigen Segment der Kindersitze. Dafür bietet er eine umfangreiche Ausstattung, die über die klassische Sitzfunktion hinausgeht: die 360-Grad-Drehung, die integrierte Belüftung, die Sprachsteuerung und die mitwachsende Konstruktion.

Laut Hersteller kommen kostenloser Versand, ein 30-tägiges Rückgaberecht und eine eingeschränkte zweijährige Garantie hinzu. Außerdem bietet Fenarrio unter bestimmten Bedingungen einen kostenlosen Ersatzsitz an, wenn innerhalb von fünf Jahren nach dem Kauf ein Unfall passiert. Dabei gelten Voraussetzungen, etwa zum Kaufnachweis und zur fristgerechten Meldung des Unfalls.

Unser Fazit: Mehr als ein Platz zum Anschnallen

Der Fenarrio AS5 will den Alltag von Familien angenehmer machen sollen. Und das macht er auch durch seine vielen Zusatzfunktionen. Besonders interessant ist die Kombination dieser Funktionen mit dem mitwachsenden Konzept. So soll ein Sitz entstehen, der Familien über mehrere Jahre begleiten kann.

Auch mein Kleinster ist schon in dem Kindersitz mitgefahren – wir waren voll und ganz zufrieden. Denn am Ende wollen alle Elter nur das Beste für ihre Kids und möglichst sichere und entspannte Autofahrten.

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