10 Sätze, die ich von Mamis nicht mehr hören will

blumen

Hallo Lisa, an diesem schönen Sonntagnachmittag,

es ist Zeit für ein bisschen Schaum vorm Mund. Ähh, hier in der Gegend (also Prenzlauer Berg) nennt man das genau gesprochen Milchschaum mit einem Hauch Kaffee. Heute Morgen saß ich mit Baby und Mann in der überfüllten Meierei und notierte im Kopf mal wieder Mami-Zitate vom Tisch nebenan vor mich hin („Anna-Mathilda, nicht die Haut von den Weißwürstchen…! „Mama, sind die aus Eisbärfleisch gemacht?“).

Alles gemütlich, doch dann passierte es: Eine meiner entfernten Mama-Bekannten kam zur Tür herein und verwickelte mich sogleich in einen gefühlt ewigen Small-Talk.

Sie: „Ah, deiner geht also schon in die Kita. Nee, das wäre nichts für meinen Oskar. Den behalte ich noch zu Hause. Wenn man das kann, ist das halt besser…“

Ich: „Wo ist denn Oskar jetzt?“

Sie: „Ach so. Na, der schläft im Auto. Ich wollte hier nur schnelle ne‘ Suppe essen.“

Ich (natürlich nur in Gedanken): Neeein, das ist natürlich viel besser von seiner Mama, wenn die mal Freizeit braucht, ins Auto gesperrt zu werden…“

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Mann! Müssen wir Mütter uns eigentlich gegenseitig immer durch so halb versteckte Andeutungen oder Gesichtsausdrücke das Leben schwer machen? Könnten wir da nicht eine Spur hippiemäßiger sein? Ich finde ja: Keine Verurteilungen über Erziehungsstil, Religion, Ernährung und Frühförderung. Und schon gar nicht immer dieser Unterton! Kriegen wir das hin, Girls?

Mit etwas Restgenervtheit habe ich mich also mal an folgende Liste gesetzt. Keine Sorge, sie ist nicht nur böse, sondern auch ein bisschen lustig gemeint. Aber auch ernst. Ja, genau!

Hier ist sie:

Die 10 Sätze, die ich als Mutter von anderen Müttern nicht mehr hören will (und das gilt für immer!)

  • „Falls Sie das Schild am Eingang nicht gelesen haben: Es ist verboten, seine eigenen Snacks ins Kindercafé mitzubringen.“
  • „Oh, das muss so anstrengend für Dich sein.“ (Nachdem mein damals fünf Monate alter Sohn einen Schreianfall mitten in der Baby-Yoga-Stunde bekommen hatte.)
  • „Ja, mit Schnuller würde ich ihn halt auch zum Schlafen kriegen.“
  • „Ich glaube, das liegt einfach daran, dass ich eine junge Mutter bin und die Dinge viel gelassener nehme.“
  • „Also, ich stille sechs Monate VOLL.“
  • „Oh, er kriegt bei Dir schon Kekse und Kuhmilch.“
  • „Also, es ist so krass. Ich wiege nach dem Stillen sogar weniger als VOR der Schwangerschaft.“
  • „Mann, der ist echt aufgeweckt. Könnte das eine frühe Form von ADS sein?“
  • „Mensch, wo kaufst Du ihm immer alle diesen schönen Sachen. Ich überlege auch ständig, wo ich superbillig Klamotten herkriege.“
  • „Echt, Du gehst schon wieder arbeiten?“

Und was ist mit Dir Lisa, hast Du auch solche Sätze parat?

 

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3 Kommentare

  1. Hass-Sätze
    Das Schöne ist ja, dass sich zum Thema Kinder irgendwie jeder auf diesem Planeten bemüßigt fühlt, seine unqualifizierte Meinung zu äußern – und das auch noch für einen wertvollen Kommentar hält (öhm, ich die hier einen Kommentar poste, sollte da vielleicht ans Glashaus denken – aber gut). Als älteste leibliche Tochter einer Vollbluttagesmutter – die auch gern mit allen eigenen, zu betreuenden und den Nachbarskindern in Schwimmbad fuhr – habe ich da im Laufe meines Lebens mehr als nur subtile verbale Angriffe gehört.
    Meine Lieblingsunverschämtheit ist aber folgende (zu meiner Mutter, die erzählt, dass ich 17 Jahre älter bin als meine Nachzügler-Zwillingsschwestern):“Soso… 17 Jahre… Alle mit demselben Mann?“
    Mein Lösungsansatz: Wer auch immer ein so bemitleidenswertes Leben hat, dass er sich daran hochzieht, dass er anderen derlei wertende Äußerungen aufs Tapet schmiert – bitte. Die haben Mitleid verdient.

  2. „Ja man!“
    Mein Hass-Satz seit letzter Woche, von einer Mutti die vor Unterrichtsbeginn smalltalk mitten auf der Straße mit einer anderen oberpünktlichen Mama hält: „Also ich kann ja verstehen, dass es stressig ist am ersten Schultag, aber das gibt sich wieder und ist kein Grund mitten über den Parkplatz zu fahren (mit dem Rad!), das ist nicht der sichere Weg und ein so schlechtes Vorbild.“
    Ich:“Ja ich weiß, ist mir klar, nein natürlich nie wieder.“ (Kopf-Antwort: Was bist du für eine ekelhafte Besswerwisserin und wie werde ich dich los ohne unfreundlich zu werden? Hau ab!)