Co-Working-Space im Münchner Süden: Andrea sucht noch Kollegen zum Vereinbaren von Job, Sport und Familie

Ihr Lieben, es gibt ja wirklich viele Elternblogs im Netz – einige davon liest man mehr, andere weniger. Den Blog von Andrea mögen wir sehr, wir folgen Ihr auf allen möglichen Kanälen. Und so kam es, dass wir neulich in Andreas Instastory sahen, dass sie einen Co-Working-Space im Münchner Süden gegründet hat – leider aber noch keine Mitmieter dafür gefunden hat (die Gründe dafür können wir nicht nachvollziehen, das Büro sieht einfach super aus).

Also dachten wir, wir stellen Euch Andrea einfach mal vor und vielleicht liest ja hier jemand mit, der auf der Suche nach einem neuen Büro ist und mit Andrea in Kontakt treten will. Hier aber erstmal das Interview: 

Liebe Andrea, du hast gerade einen Co-Working-Space gegründet. Erzähl mal ein bisschen, wie es dazu kam. Wie ist dein beruflicher Werdegang?

Ich arbeite seit 20 Jahren in der Werbung und seit über zehn Jahren ausschließlich im Digitalbereich. Zudem blogge ich seit sieben Jahren unter www.die-anderl.de über die Vereinbarkeit von Familie, Sport und Beruf.

Vor knapp zwei Jahren habe ich beschlossen mich selbstständig zu machen, da ich in meinem letzten Job viel Reisetätigkeit hatte und mich das mit den Jahren immer mehr gestresst hat. Also gründete ich alvea-consulting.de – meine Agentur für digitale Kommunikation. Anfang dieses Jahres habe ich mit Sabrina dann noch seetalent.de gegründet, unsere Agentur für digitales Personalmarketing.

Das erste halbe Jahr hatte ich direkt ein großes Projekt bei einem Kunden gewonnen und habe deswegen primär dort gearbeitet. Als ich dann nach einem halben Jahr meist nur im Homeoffice an Projekten gearbeitet habe, fiel mir schnell die Decke auf den Kopf. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Co-Working-Space gemacht. Da ich im Münchner Umland wohne, war der nächste Co-Working-Space leider 15 Kilometer entfernt. Ich habe in der Zeit zwar das Arbeiten im Co-Working-Space wirklich lieben gelernt. Aber die tägliche Fahrzeit und damit verlorene Zeit hat mich genervt. 

Als gegen Ende des letzten Schuljahres die Lehrerin meines hochsensiblen, mittleren Sohns dann meinte, es würde ihm besser gehen, wenn er nicht mehr in die nachschulische Betreuung gehen würde, habe ich mich dazu entschieden, mir ein Büro in meinem Wohnort zu suchen, um somit näher bei den Kids sein zu können.

Da es aber kaum kleine 1-Zimmer-Büros gibt und ich mich bei der Besichtigung in ein wunderschönes 120 qm-Büro verliebt habe, habe ich kurzerhand beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen und meinen eigenen Co-Working-Space gegründet.

Stichwort Selbstständigkeit – was ist für Dich das Beste daran?

Ich liebe meine Flexibilität in der Arbeit. Morgens eine Runde Laufen gehen? Nachmittags früher aus dem Büro? Als Selbstständige kein Problem. Das Einzige was zählt, ist meine Produktivität und nicht die Zeit, die ich im Büro verbringe

Und was ist das größte Problem an der Selbstständigkeit?

Der finanzielle Druck, der jetzt – auch gerade mit so einem großen Büro – auf meinen Schultern lastet. Meine Selbstständigkeit läuft zwar wirklich super – und so habe ich vor vier Monaten auch meine erste Mitarbeiterin einstellen können – aber die nicht immer planbaren Finanzen sorgen auch oft für schlaflose Nächte. Denn das Kundengeschäft ist einfach nicht immer so planbar, wie ich mir es wünschen würde.

Du hast gesagt, im Homeoffice sei Dir die Decke auf den Kopf gefallen. Was hast Du vermisst?

Ich liebe Menschen. Ich liebe den Austausch und das Netzwerken. Alleine im Büro oder Homeoffice fehlt mir das einfach. Gerade im Digitalbereich – wo so vieles möglich ist und so viel gleichzeitig neu, ist es einfach total wertvoll, Kollegen und Kolleginnen um sich zu haben. Ich kann Ideen abgleichen, fremde Meinungen einholen oder auch einfach mal gemeinsam einen Kaffee trinken. 

Du suchst ja noch nach Menschen, die Lust haben, mit in Deinem neuen Büro zu arbeiten. Für wen wäre denn das der ideale Arbeitsplatz?

Mein Büro besticht durch zwei Punkte: Es ist sehr hell und klar eingerichtet – und es ist sehr offen. Das heißt, wir sitzen zu sechst auf einer Fläche und haben zudem eine gemeinsame Küche und einen gemeinsamen Meeting-Raum, in den man sich auch mal zurückziehen kann. 

Ich musste lernen – dieses offene Konzept mag nicht jeder so gerne wie ich. Für mich bedeutet das Fehlen von festen Wänden Freiheit und Austausch. Dinge, die gerade im digitalen, kollaborativen Zusammenarbeiten in meinen Augen wichtig sind. Es gibt aber immer noch viele Personen, die ein abschließbares Einzelbüro haben wollen. 

Daher ist mein Büro sicherlich besonders für Menschen geeignet mit dem gleichen Mindset. Dies sind meist Grafiker/innen, Programmierer/innen, Texter/innen und Coaches.

Falls jemand Interesse hat, mit in Deinem Büro zu arbeiten: sag mal ein bisschen was zu den Eckdaten! 

Ich habe zum einen drei Arbeitsplätze in meinem www.alvea-workspace.com in Gilching im Münchner Südwesten ab sofort zu vermieten. Die Arbeitsplätze sind monatsweise zu mieten – all inkl.
Das heißt in der Miete ab 290 Euro im Monat ist alles drinnen. Schreibtisch, Stuhl, Rollcontainer, WLAN, Zugang zum Drucker, Zugang zum Konfi, die Nutzung der Küche und ich habe sogar eine Dusche im Büro, für die, die z.B. in der Mittagspause Laufen gehen wollen. 

Zudem kann man meinen Konferenzraum für Workshops und Events mieten und auch für Tagesveranstaltungen und am Wochenende den ganzen Workspace. Also alles sehr flexibel – so wie es in einem Co-Working-Space in meinen Augen sein sollte. Wer also Interesse hat, kann mich über hello@alvea-Workspace.com anschreiben. 

Was wünscht Du Dir für deine berufliche Zukunft?

Ich wünsche mir weiterhin spannende Kunden. Dabei ist es mir wichtig, dass sie die gleichen Werte verfolgen wie ich: Authentizität, Nachhaltigkeit, Wertschätzung, Diversität, Respekt und gemeinsames, inhaltliches Wachsen. Je länger ich selbstständig bin, merke ich, dass es die Werte sind, die für mich einen viel größeren Stellenwert haben als der Unternehmensname oder meine Möglichkeit zur Profilierung. 

Für uns als Familie wünsche ich mir, dass das mit dem Co-Working in Gilching klappt. Denn es bedeutet für uns eine so viel bessere Vereinbarkeit und gibt uns die Möglichkeit, allen Bedürfnissen in der Familie gerecht zu werden.

 

 

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