Ihr Lieben, heute haben wir hier eine Leserfrage zum Thema Date Night. Unsere Leserin Valerie schreibt sehr ehrlich über ihre Gedanken und Gefühle, wir bitten euch daher um Respekt und Empathie (habt ihr ja eh in den alleeallermeisten Fällen, aber Valerie hat ziemlich Bammel vor den Reaktionen, daher sagen wir es nochmal ausdrücklich!)
Ich habe etwas Angst vor der Date Night
Mein Name ist Valerie, ich bin seit 5 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir haben drei Kinder (4 Jahre und Zwillinge 1,5 Jahre). Schon am Alter und an der Zahl der Kinder könnt ihr euch vorstellen, dass wir in den letzten Jahren so gut wie keine Paarzeit hatten. Die Kinder haben unsere volle Aufmerksamkeit gebraucht, die Schwangerschaft mit den Zwillingen war zudem sehr schwer und konfliktreich. Die beiden Jungs kamen auch zu früh auf die Welt, so dass wir über Wochen ins Krankenhaus gependelt sind.
Um es kurz zu sagen: Seit Jahren funktionieren wir als Team, aber als Paar sind wir komplett auf der Strecke geblieben. Wir haben tagsüber kaum eine ruhige Minute und fallen abends totmüde ins Bett. Auch unser Sexleben ist kaum noch existent. Um ganz ehrlich zu sein, fehlt mir die Energie und Kraft, mich darüber aufzuregen. Ich akzeptiere es, aber ich weiß einfach, dass es eine harte Zeit gerade ist und auch wieder andere Zeiten kommen.
Mein Mann aber ist darüber traurig und vermisst Zweisamkeit. Er hat sich daher um eine Babysitterin gekümmert, um uns wieder mehr Raum zu geben. Wir haben sie schon kennen gelernt, sie macht einen ganz lieben Eindruck und wir glauben, dass sie es wirklich schafft, uns mal die Kids ein paar Stunden abzunehmen.
In einer Woche soll sie nun also kommen, wir wollen ins Restaurant gehen. Langfristig träumt mein Mann davon, dass wir auch mal wieder eine Nacht alleine wegfahren könnten. Und jetzt sage ich etwas, was mir wirklich peinlich und unangenehm ist: Ich habe richtig Bammel vor der Zweisamkeit. In den letzten Jahren ist so viel Nähe zwischen uns verschwunden, dass ich Angst habe, dass uns diese Entfremdung richtig auffällt, wenn wir ohne die Kinder sind.
Was, wenn wir gar nicht mehr wissen, was wir reden sollen? Wir kennen doch alle diese Paare, die sich im Restaurant schweigend gegenüber sitzen? Was, wenn ein Wochenende zu zweit sich nicht so gut anfühlt wie erhofft? Ich habe auch Bammel, dass mein Körper streikt, sobald mein Mann körperliche Nähe möchte. Jetzt werden vielleicht einige sagen: „Hallo? Das ist dein Mann!“ und ich schäme mich auch für meine Sorgen – so sehr, dass ich gar nicht weiß, wie ich das ansprechen soll, denn er freut sich auf die Möglichkeit, wieder alleine mit mir zu sein.
Daher die Frage: Gibt es hier irgendjemand, der meine Ängste und Sorgen nachvollziehen kann? Der vielleicht auch gefühlt hat, dass diese Nähe in den anstrengenden Kleinkindjahren verloren gegangen ist? Habt ihr Tipps für mich? Ich danke euch für den Austausch…
