Eva von den Woohoo-Moms über das Körpergefühl der Elternschaft # Teil 2 unserer Serie „Wir lieben Elternsein“

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Eva Scholz ist 31 Jahre alt, bloggt seit drei Jahren über Dinge aus dem alltäglichen Leben, hat einen fast 4 jährigen Sohn und ein Sternenkind. Ihre Beiträge sind zu finden bei den Wooohooo-Moms auf Facebook, in ihrem Blog Effis Welt und ihrem Blog Mein Leben als Sternenkindmama. Und hier ist ihr rührender Text für uns:

Ich liebe mein Kind. Mehr als alles andere.

Ja, es stimmt. Es ist so wie oben geschrieben. Ich liebe mein Kind mehr als alles andere auf dieser Welt. Auch mehr als meine Karriere, meine Hobbies, meine Freizeit und auch, wenn es komisch klingt, meinen Mann. Weil es mein Kind ist, mein Fleisch und Blut und wir innige 9 Monate ganz eng miteinander verbunden verbracht haben. Er war nun mal mein Bauchbewohner. Klingt kitschig, ist aber so.

Erst in der Schwangerschaft lernt „frau“ sich und ihren Körper richtig kennen. Die meisten auch schon davor, jedenfalls die, die wie ich damals ein Kind bewusst planen. Wie tickt mein Körper? Bin ich gesund und in der Lage ein Kind zu bekommen? Was kommt da genau auf mich zu? Und wenn man es dann geschafft hat und diesen positiven Test in den Händen hält, mit diesen zwei Strichen, die pures Glück bedeuten, dann verfällt man in eine Euphorie, die nicht zu beschreiben ist. Das ist echtes wahres Glück, mit einen breiten Lächeln. Man möchte es in die Welt schreien, jedem erzählen „Ich bin schwanger!!!“. Man hat tausend Fragen im Kopf, Ängste, Zweifel, es herrscht ein komplettes Chaos im Kopf und auch im Körper. In diesen 9 Monaten lernt man seinen Körper plötzlich ganz anders kennen. Man sieht wozu ein menschlicher Körper fähig ist. Wie er sich ausdehnt um dieses Kind zu beherbergen, wie er einem zeigt, was man selbst und das Baby braucht, wie er sich verändert um das kleine ungeborene Wesen zu schützen, zu nähren, ihm ein zu Hause zu geben. Wie er signalisiert und mit diesem kleinen Wesen kommuniziert, dass es jetzt auf die Welt möchte. Wie dieser Körper es schafft dieses kleine Bündel Glück auf die Welt zu bringen. Das ist eine stramme Leistung!!! Und nach diesen 9 Monaten, das wird jede Mutter bestätigen können, ist man ein neuer Mensch. Man weiß mehr über seinen Körper, lernt ihn anders zu schätzen, passt besser auf ihn auf. Man achtet mehr auf sich und sein Kind. Man lebt plötzlich gesünder. Plötzlich sind wir alle kleine Ernährungswissenschaftler und kennen uns aus, wo welche Vitamine drin stecken, was gesund ist, was nicht. Zusätzlich dazu machen wir alle eine kleine medizinische Ausbildung und lernen wann man welches homöopathische Mittel benutzen kann, für sich und das Baby/Kleinkind. Wir achten mehr auf uns selbst. Ändern unser ganzes Leben. Die Prioritäten werden komplett neu verteilt. Das, was mal wichtig war, ist uns egal geworden oder steht an letzter Stelle. Freunde verlassen uns, weil wir nicht mehr flexibel genug sind. Dafür treten neue Freunde mit Kindern an diese Stelle.

Ich hatte immer einen Plan für mein Leben. Ich wollte immer mit 30 verheiratet sein, zwei Kinder und einen Hund haben, ein Haus und studiert haben. Einen tollen Job, so richtig Karrierefrau und Mutter. Das war immer das, was ich mir ausgemalt habe. Als ich 28 war, hatte ich einen guten Job. Ich hatte Spaß, habe selbst an den Wochenenden gearbeitet, Überstunden gemacht. Studiert habe ich dann allerdings doch nicht, es stellte sich heraus, dass das nicht so mein Ding war. Ich war glücklich, mein Job hat mich ausgefüllt. Wir hatten ein tolles Leben. Party, spontane Reise, Freunde, einen gewissen Lebensstil. Heiraten und Kinder bekommen war ein Plan, eine Idee, an der wir festhielten, doch wir haben es weit weg geschoben. Ich träumte mehr von einer Beförderung. Das war erst mal wichtiger. Tja, als ich krank war durch massive Überarbeitung und dann noch Urlaub hatte, flatterte am letzten Tag meines Urlaubs meine Kündigung ins Haus. Einfach so. Ohne Vorwarnung, ohne Grund. Da war es aus mit der Beförderung. Ich war am Boden zerstört. Alle Träume waren für mich zerplatzt. Also haben wir gesagt, wenn ich jetzt schwanger werde ist es der beste Zeitpunkt. War es auch. Mein Sohn ist jetzt bald 4 und ein Wunschkind. Und es war das Beste was mir je passiert ist.

Alle meine Pläne, die ich hatte, hat er über den Haufen geworfen. Karriere? Brauche ich nicht mehr. Will ich auch nicht mehr. Dieser kleine Wurm hat mir schon Sekunden nach seiner Geburt ein neues Leben gegeben. Ein wundervolles, traumhaftes Leben. Er erklärt mir seine Welt, er ist mein Mittelpunkt, meine Konstante. Ich lerne durch ihn so viele neue Dinge. Er erinnert mich an die Dinge, die ich mal gelernt und wieder vergessen habe. Man könnte mir alles anbieten, wenn ich ihn dafür vernachlässigen müsste, ich würde es nicht annehmen. Kinder sind anstrengend. Kinder sind nervig. Kinder sind laut. Jedoch sind Kinder unsere Zukunft. Ich werde durch ihn weiterleben. Mein Mann wird durch ihn weiterleben. Ich weiß nicht wie mein Leben ohne meinen kleinen Löwen aussehen würde und ich mag es mir gar nicht vorstellen. Er hat mich und meinen Mann zusammengeschweißt. Für immer. Er wird uns immer verbinden, egal was passiert. Ein Kind verändert eine Beziehung, auch im positiven Sinne. Es ist nicht nur Stress, wie viele behaupten. Natürlich muss man an einer Beziehung immer arbeiten. Wenn man jedoch sieht, was man gemeinsam erschaffen kann, wie großartig es ist, was aus Liebe entsteht, dann schweißt das so sehr zusammen. Man lernt sich neu kennen und ist sich näher als jemals zuvor.

Ich liebe mein Leben, meinen Alltag, so wie er jetzt ist. Sicher hat es gedauert bis sich alles so einspielt, denn ein Baby verändert alles.

Ich kann allerdings allen versichern, die hadern zwischen Karriere und Kind: Karriere machen ist toll und hat auch gewiss seine Vorteile. Ein Kind zu haben ist allerdings unbezahlbar. Dieses vollkommen Glück etwas so Tolles geschaffen zu haben, aufwachsen zu sehen und begleiten zu dürfen, sich selbst wieder zu erkennen in so einem vollkommenen Wesen, dass so einzigartig ist, das ist besser als jeder Karriereleiter.

Und wer denkt, ich bin ein Hausmütterchen: Nein. Sorry. Auch ich arbeite. Nur weiß ich, wo ich stehe und wo ich definitiv nicht hin will: Nach ganz oben. Denn da würde ich die wesentlichen Dinge verpassen. Und wenn man ein Kind in die Welt setzt und trotzdem Karriere machen möchte, dann sollte man sich bewusst sein, was da auf einen zukommt und dass man vieles verpasst, sich dann auch Auszeiten nehmen und diese mit den Kindern verbringen.

Letztendlich soll jeder für sich selbst entscheiden und wie es in sein Leben passt. Dann sollte man jedoch auch seinen Weg gehen mit allen Konsequenzen.

Was es mit dieser Serie auf sich hat.

 


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32 comments

  1. Bloß nicht zu glücklich sein
    Die teilweise erschreckend feindseligen Kommentare zu Evas Beitrag bestätigen leider nur, was ich selber immer wieder lernen muss: wenn Du glücklich bist, sei vorsichtig wie offen Du es nach außen trägst. Das finde ich so schade. Kann ich denn etwa dafür, dass ich jede Stunde und jeden Tag mit meinem Baby genieße? Oder dass ich mein Glück immer noch kaum fassen kann, dieses (subjektiv und rein aus meiner Sicht natürlich) perfekte Kind bekommen zu haben? Ich laufe natürlich nicht dauerstrahlend durch die Gegend und erzähle jedem der es hören will oder nicht, wie gut es mir als Mama geht. Und natürlich weiß ich, dass nicht jedes Kind so unkompliziert und pflegeleicht wie meins ist und ich kann sehr wohl nachvollziehen, dass viele Mütter durch permanenten Schlafentzug und Schreistunden zusammenbrechen. Jedes Kind ist unterschiedlich und ich schreibe es nicht meiner erzieherischen Leistung zu, dass mein Sohn ein grundgutgelauntes Kerlchen ist und mich nachts so schön schlafen lässt. Da habe ich wohl einfach Glück, fertig. Aber warum fühlen sich denn so viele Frauen gleich angegriffen, wenn sich mal eine traut ihr Glück offen zu beschreiben?
    Und wenn dann in einem anderen Beitrag von den traumatischen Erlebnissen als überforderte Mutter geschrieben wird, gibt es eine Danksagung nach der anderen, für die „authentische“ Schilderung und die Ehrlichkeit…
    Meine Güte, akzeptiert doch einfach, dass jeder seine eigenen Erfahrungen macht und fühlt euch nicht so angegriffen, wenn es jemand positiver wahrnimmt als ihr.

  2. die Zeit „danach“
    Ich finde Edith spricht ein sehr wichtiges Thema an, die Zeit „danach“ (die gibt es natürlich nicht wirklich, aber ich meine wenn die Kinder ihr eigenes Leben führen).

    Ich glaube nicht, dass alle Frauen solche Fähigkeiten/Glück/Unterstützung/Freiheiten oder wasauchimmer haben, wie es z.B. Sabine erzählt, die nun ein eigenes Unternehmen führt, seit ihre Kinder groß sind.

    Es gibt auch die Frauen, die dann so lange aus dem Beruf ausgestiegen sind, dass sie keinen Einstieg mehr finden, weil das in manchen Branchen einfach schlichtweg nach 8, 10 oder 15 Jahren nicht mehr möglich ist. Die Frauen können sich dann mit Ehrenamt, Hobbies, (langweiligen?) Minijobs, etc. einen Ausgleich schaffen. Aber wenn man sich das dann vorstellt, diese Frauen sind dann vielleicht 50 Jahre alt. Bis ihr Mann (wenn es den noch gibt) in Rente geht, werden noch 15 Jahre vergehen. Was machen diese Frauen dann? Ihr Leben ist ja gerade erstmal – wenn es gut läuft – zu zweidrittel vorbei. Wo holt frau sich das nötige Selbstbewusstein um nochmal neu zu starten oder um Erfüllung im Leben zu haben? Und wo holt sie ihr eigenes Geld her? Natürlich gibt es viele bewundernswerte Frauen die das schaffen, wie z.B. Sabine, aber es gibt auch viele die es nicht schaffen.
    Und ich glaube dass jede Frau das im Blick haben sollte, auch wenn sie jetzt im Moment die allerglücklichste Mutti der Welt ist…

  3. Interessant
    …finde ich, dass beim Vergleich der verschiedenen Blogs (wobei der Sternenkindblog außen vor bleibt) jeweils verschiedene Persönlichkeiten zum Vorschein kommen, die sich jeder Logik entziehen, und hier für den Gastbeitrag wurde nocheinmal etwas völlig neues erschaffen.
    Wird da wirklich frei von der Leber weg geschrieben oder je nach Thema geschaut was für ein Kommentar die breitere Leserschaft findet?

  4. Liebe Edith
    Ich kann Dich beruhigen. Ich war auch genau so eine Vollzeitmama und habe das ähnlich erlebt wie Eva. Man oh man wie bin ich dafür manchmal verurteilt worden. Ich seit geradezu provokativ glücklich mit meinen Kindern ob ich denn kein Herz für all die Frauen hätte die keine Kinder haben. So unverschämt gerne Mama sein das sei doch unanständig. Jedenfalls kann ich mich erinnern, dass ich es keinem Recht machen konnte. Drum habe ich es versucht mir und der Familie recht zu machen. Inzwischen sind meine Kinder 31, 29 und 26 Jahre alt. Tatsache ist, dass ich sie nicht mehr stille ;)) und sie außer Haus wohnen. Z.T. im Ausland. Inzwischen bin ich selbständig und leite ein kleines aber sehr erfolgreiches Unternehmen in dem ich weltweit unterwegs bin. Gearbeitet wird genau genau nach den Prinzipien wie ich die Familie gemanagt habe, anders kann ich es nicht. Meine Mitarbeiter finden es gut so. Trotzdem lasse ich noch heute alles stehen und liegen wenn eines meiner Kinder mich aus irgendeinem Grunde braucht. Ich habe glaube ich Kariere gemacht, weil ich es gar nie machen wollte und weil es mir in Grunde völlig unwichtig ist. Die Arbeit mache ich so gerne, wie ich gerne Vollzeitmama war. Von meinem Naturell her hätte ich nie beides parallel machen könnte. Meine Persönlichkeit ist dazu nicht in der Lage.
    Was ich erstaunlich finde ist dass wir Mütter immer irgendwie provozieren, egal wie wir es machen. Am meisten haben mich andere Frauen gekränkt und verletzt mit ihren boshaften Kommentaren. Männer haben sich nie zu so etwas hinreisen lassen. Als ich mit dem 3.Kind schwanger war sind mein Mann und ich mit den zwei Kindern unserer Freunde auf dem Spielplatz gewesen. Offensichtlich dachte eine Passantin ich sei mit dem 5.Kind schwanger und sagte laut und giftig zu ihrem Mann:“ Da kannste Mal sehen was dabei heraus kommt wenn es den Leuten langweilig ist.“ Sie war sich so sicher die Situation genau erfasst zu haben und lag so dermaßen daneben. Beurteilen wir doch weniger die anderen als uns selber. Nach so vielen Jahren bin ich noch immer der festen Überzeugung, dass das Beste was ich im Leben gemacht habe meine Familie ist. Jeden Tag bin ich dafür dankbar.

  5. Nicht so ganz…
    mein Fall.
    Um mich nicht zu wiederholen, kann ich mich Julias und Franziskas Beitrag anschließen. Ich kann auch nicht so viel mit dieser, aus meiner Sicht, einseitigen Einstellung anfangen.
    Und jetzt kommt der Part, der falsch verstanden werden kann, aber bitte nicht soll. Und Eva, ich weiß, es ist nur ein Text und ich habe keine Ahnung wer du sonst bist, oder wie du drauf bist. Deshalb spreche ich bewusst von dieser Art von Texten, denn für mich sind sie eine Art und wäre das hier nicht der Stadt-Land-Mama Blog, ich hätte nach dem ersten 3 Sätzen aufgehört zu lesen, weil diese Art zu schreiben nicht meins ist.

    Ein Gedanke, der mir beim Lesen dieser Art von Texten kommt ist immer, was wird, wenn die Kinder groß werden? Was machen die Frauen dann, die, wie es sich für mich ließt, ihre Bestimmun im Mutter sein finden und sich dem aus meiner Sicht vollkommen unterordnen? Kein Schlechter Gedanke wird zugelassen in Verbindung mit dem Kind. Es wird sich nur noch um Kindrelevante Themen gekümmert. Also Aufgabe des Ichs und Mutation zur Mutter.
    Ich meine hiermit nicht, dass hier das Kind gefährdet wird. Ich bin mir sicher, dass dein Kind Lisa sehr gut groß wird :-). Kinder sind ja zum Glück so gemacht, dass man sich den einen oder anderen Patzer leisten kann. An dem falschen Dinkelbrötchen oder mal später ins Bett wird’s jedenfalls nicht liegen.

    Aber ich frage mich, was aus den Frauen, wird, für die es nur noch das Leben mit und fürs Kind gibt. Wenn Kinder größer werden, unabhängiger, nicht mehr in der Mama-Symbiose sein wollen?
    Wahrscheinlich wachsen die Mütter mit und wachsen aus der Fokussierung raus. Aber dennoch, die Frage bleibt für mich im Raum.
    Na, ja. Ist halt nicht meins, der Text, aber dafür wieder der von heute! Möge die Macht mit uns sein!

  6. Schöne Worte und eine tolle
    Schöne Worte und eine tolle Liebeserklärung ! Ich finde mich auch nicht unbedingt wieder, aber dass ist auch nicht der Grund warum ich diesen Blog so gerne lese ….

  7. Zwischenmeinung – wir sind alle Individuen
    (ich nicht!) ..oder wie war das nochmal bei Leben des Brian? 😉

    Liebe Eva und Caro und Lisa und Kommentatorinnen,

    ich persönlich habe mich in diesem Text auch weniger wiedergefunden, als in dem vorigen Gastbeitrag. Auch weil ich den Titel (Körpergefühl) nicht so passend finde, weil ich dabei viel mehr erwartet hätte, dass es wirklich um den Körper geht – wie man sich fühlt, wenn mindestens 15 Stunden ein Kind an einem hängt und einen auch körperlich so fordert…;-)
    Ja, ich liebe mein Kind auch mehr als alles andere, aber manchmal fehlt mir mein altes Leben. Ja, die Prioritäten ändern sich, aber eigentlich NUR so, dass das Kind in den Mittelpunkt rückt. Automatisch. Meine anderen Prioritäten wie Freunde, Filme, Musik etc.pp. sind nach wie vor da, nur habe ich weniger Zeit/Energie dafür! Logisch, oder? Man wird kein neuer Mensch, auch kein besserer Mensch durch Kinder. Man ist der/dieselbe Person, mit einer Riesenverantwortung und einer Riesen-Liebe und der Gewissheit, dass eigene Bedürfnisse hinten anstehen müssen. Erstmal. Ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin geworden und ernähre mich nicht immer vorbildlich, nur weil ich jetzt Mutter bin. :-))
    Und auch WENN ich mich bewusst für ein Leben mit Kind(ern) entschieden hab und auch WENN ich durch meine Selbständigkeit manchmal sehr einsam fühle beim Arbeiten und ich vermutlich nicht mehr die Mega-Karriere machen werde, kann man mal Sehnsucht haben nach dem alten Leben, nach 24 Stunden komplette Freiheit und Sorglosigkeit.
    Man kann halt nicht alles haben, ohne hier und da Abstriche zu machen. Ob in Frankreich mit Vollzeit-Betreuungsmöglichkeiten oder hier mit Betreuungsschwierigkeiten, irgendwo muss es Abstriche geben. Entweder in der Zeit, die man in Arbeit (und evtl. Karriere) steckt oder in der Zeit, die man mit seinem Kind/seiner Familie verbringt. Ist so. Dass man das aber TROTZDEM immer mal wieder doof finden kann, finde ich total legitim.

    Ich würde immer auch arbeiten wollen, selbst wenn wir es uns finanziell leisten könnten, dass ich es nicht tue – würde mir so vom Kopf her was fehlen. Damit verurteile ich aber natürlich nicht Mütter, die bewusste Auszeiten nehmen, um sich komplett Kindern und dem ganzen großen Drumherum zu widmen.
    All diese Entscheidungen sind wirklich höchst individuell und von verschiedenen Motiven und Hintergründen gesteuert. Und in unserer Zeit sollte man versuchen, nicht zuviel Angst zu haben, in die egoistische Karrieremutter-Schublade gesteckt zu werden oder aber in die aufopfernde Hausmutti-Schublade! Da sollten wir kollektiv drüberstehen, finde ich.
    In diesem Sinne,
    schöne Woche,
    Julia

  8. Form des Kritisierens
    klar wäre ich bereit, meine Sichtweise darzulegen. Hab gestern, nachdem ich meinen Kommentar abgesendet hatte, auch noch überlegt, ob ich es nicht besser hätte lassen sollen. Aber der Artikel hatte mich extrem geärgert und ich wollte es nicht unkommentiert so stehen lassen. Für mich impliziert er so stark, dieses „mein Fleisch und Blut“ oder „Erst in der Schwangerschaft lernt „frau“ sich und ihren Körper richtig kennen. Die meisten auch schon davor, jedenfalls die, die wie ich damals ein Kind bewusst planen“. Ist dieser Satz nicht eine Anmaßung? Besteht der Körper der Frau nur aus der Gebärfähigkeit und lässt sich nur durch diese kennenlernen?! Was für eine krasse Reduktion. Und mit diesen Beispielen geht es weiter und dann auch noch für ALLE Frauen. Ich will sicher niemanden beleidigen und ich verwahre mich auch gegen die Aussage, dass ich das getan hätte, ich schrieb lediglich, dass ich diesen Beitrag schrecklich finde, nicht die Autorin, das ist ein Unterschied! Übergriffiger finde ich es , durch diese Art der Beschreibung vereinnahmt zu werden, denn so habe ICH mein Muttersein (3 Kinder) nie empfunden.

  9. alle sind akzeptiert – außer das „Hausmütterchen“
    Liebe Eva, ich finde Deinen Text klasse, eine Passage aber ärgert mich: „Und wer denkt, ich bin ein Hausmütterchen: Nein. Sorry. Auch ich arbeite. “ Damit diskreditierst Du nicht nur viele Frauen der vorherigen Generationen, also unsere Mütter&Großmütter, sondern schürst auch das Feuer gegen diejenigen jungen Mütter, die gerne Hausfrau sind oder es sein „müssen“, weil sie mit dem Kind aus der beruflichen Bahn katapultiert wurden (befristete Verträge werden nach der Elternzeit gerne mal gelöst). Ich habe aktuell keinen Beruf und muss mich als H&M oft dafür rechtfertigen „nichts“ aus meinem Leben zu machen – bestimmt auch, weil es gesellschaftlich so verpönt ist, „Hausmütterchen“ zu sein. Daher bitte ich, diese Verpönung nicht weiter zu befeuern. Ich trage keinen Kittel, noch habe ich engstirnige Ansichten, keine Schrankwand, ich habe Sex, koche keine Rouladen und kleide mich toll, gehe auf Parties — also möchte ich auch nicht abwertend als „Mütterchen“ bezeichnet werden.

    Ich versuche zu respektieren, wenn Frauen ihre Kleinstkinder der Karriere wegen von 8.00- bis 18.00 in die Kita geben, bitte jedoch zugleich um Respekt dafür, dass ich mich von 8.00-18.00 um Haus&Hof kümmere.

    Liebe Grüße,

    Saskia

    1. Entschuldigung…
      Liebe Saskia,

      dafür entschuldige ich mich natürlich! Das war so definitiv nicht meine Absicht! Ich war beim Schreiben (und ich schreibe immer aus meinem Bauchgefühl heraus) so verärgert über die Mütter, die keinen Respekt habe vor Frauen, die „nur“ noch einen „normalen“ Job machen, dass ich nicht weiter über den Tellerrand geschaut habe. Natürlich hast Du vollkommen Recht und auch Hausfrau und Mutter sein ist vollkommen in Ordnung und ich finde das auch gut, wenn man sich bewusst dafür entscheidet und damit leben kann. Das verdient sogar großen Respekt. Ich gebe zu, da einen Fehler gemacht zu haben, denn das war so in der Form nicht meine Absicht und Deine Wut über diese Aussage der verständlich.
      Liebe Grüße, Eva

      1. Danke
        Liebe Eva, Danke für Deine Antwort. Ich bin bezüglich dieses Themas natürlich auch sehr sensibel, ich wurde nämlich durch mein Kind aus dem Beruf katapultiert und habe Schwierigkeiten, wieder einen Einstieg zu finden. Natürlich gibt es Momente in denen ich mir wünsche, es wäre anders und ich könnte morgens „in die Agentur“ eilen um „etwas“ aus meinem Leben zu machen (zum Beispiel Werbeprospekte für´s Altpapier zu designen 🙂

        Mein Nachbar ist (als Mann) aus ähnlichen Gründen ebenfalls „Hausmutter“ und hat wie ich lediglich einen Mini-Job. Wenn wir uns mehrmals täglich im Flur treffen, begrüßen wir uns oft mit „na Muddi?!“ – diese Formulierung mag zwar ganz witzig sein, zeigt aber auch, wie gering man sich selber
        schätzt, wie sehr man die Klischees einer „alten Trutsche“ auf sich überträgt.

        ….. egal. Alles Gute! Saskia

        1. Hauptsache
          …es geht Dir gut mit Deinem Lebensstil. Das ist das, was zählt. „Die Leute“ haben sowieso immer eine Meinung zu allem – sagt bewusst eine, die den Artikel hier kritisiert hat. Aber ich kritisiere nicht den eigentlichen Lebensstil anderer Frauen, der geht mich nämlich nichts an. Und ein Teil von mir versteht Dich gut.

          „Die Agentur“ (kenne ich ebenfalls von innen) ist ja nun auch nicht so spektakulär, dass man da täglich seine Erfüllung findet 🙂

  10. Tränen der Rührung
    Beim Lesen kamen mir Tränchen der Rührung, weil der Text so schön geschrieben ist! Ich empfinde genauso. Natürlich gibt es auch genügend Momente der Angst, Verzweiflung und des Übermüdetseins, des Streitens mit dem Partner,
    doch das Grundgefühl des Glücks ist einfach da. Es sind ganz neue Gefühle, die ich als Mama an mir entdeckt habe.
    Auch ich habe meine Karriere auf Eis gelegt und genieße erst einmal mein Leben mit meinem 2jährigen Sohn. Denn diese Zeit kommt nie wieder! Ich sage mir: Was sind schon die paar Jahre gemessen an den Jahren, die ich ohne Kind hatte (ich bin 39) und der Jahre, die noch kommen, in denen mein Kleiner mich dann nicht mehr so braucht wie jetzt.
    Vielleicht habe ich deshalb auch so lange gewartet, ein Kind zu bekommen. Denn ich brauche erstaunlich wenig zum Glück. Ich habe das Gefühl, nichts zu versäumen.
    Vor der Geburt hätte ich nie so gedacht. Es hat mich selbst überrumpelt! 😉

    Ich finde im Übrigen alle Berichte zum Muttersein interessant, ob die Hausfrau schreibt oder die Karrierefrau, Stadt oder Land. Jede Mutter weiß, was gut und richtig für Ihr Kind und sich selbst ist.

  11. @Kritikerinnen als
    Liebe Franziska, liebe Liz, liebe Veri, liebe Susi,

    könntet Ihr nicht mal einen Artikel zu diesem Thema schreiben? Mit „ich“ statt „man“ und so weiter und einfach Eure Sicht der Dinge darstellen? Vielleicht mit Euren richtigen und nachvollziehbaren Vor- und Nachnamen? Das wäre -bei einer solchen Form des Kritisierens- eine faire und interessante Sache, finde ich. Ich kann mir gut vorstellen, dass Lisa und Caro (sie beweisen diesbezüglich ja immer wieder eine erstaunliche Größe) bereit wären, das hier zu veröffentlichen.
    Was das Thema „Müttermythos“ angeht…Ich habe manche Dinge auch anders erlebt als Eva. Aber ich fühle mich durch ihr Erleben nicht bedroht etc. …Warum auch? Im Übrigen werden -meiner Meinung nach- beleidigende Wörter nicht dadurch besser, dass sie mit Argumenten „untermauert“ werden.

    LG und DANKE, liebe Eva und DANKE, liebe Lisa und liebe Caro für die Inspiration, die Ihr uns allen hier schenkt!
    Katharina

    1. Könnte ich wohl
      …weil Schreiben sowieso mein Beruf ist. Aber will das einer lesen? Weiß nicht.

      Darüber hinaus möchte ich bitte betonen, dass mein Kommentar in keiner Hinsicht beleidigend war. Man lese den dann bitte noch mal durch. Ich sagte lediglich: In dem Artikel scheint für ambivalente Gefühle kein Platz zu sein. Es wird stark verallgemeinert. Nicht jede Frau empfindet gleich. Und ich zum Beispiel empfinde ganz anders als die Autorin.

      Darf man das als sachliche Kritik nicht anbringen? Das wäre schade.

      Sicherlich geht es in dieser Serie um die tollen Seiten des Elternseins, aber das kann doch nicht jegliche Kontroverse ausschließen?

  12. Ich finds auch schade
    das einige Meinungen und Ansichten so zerrissen werden. Ich kann Claudias Kommentar blind unterschreiben. Aber so sind se die Frauen 😉

  13. Mein Gott…
    manche scheinen echt keinen Respekt zu haben. Ich finde es spannend Texte von anderen Mütter zu lesen. Egal ob sie meine Einstellung treffen oder nicht. Ist doch spannend, dass es so viele unterschiedliche Gefühle, Meinungen und Ansichten zum Thema Mutterschaft- und sein gibt. Es ist bereichernd und es öffnet einem ein bisschen den Horizont.

    Ich selbst bin selbständig erwerbend und wenn ich möchte, könnt ich noch sehr wohl durchstarten und Karriere machen. Ich liebe es zu arbeiten. Aber: seit mein kleiner Mann da ist, kann ich mir auch vorstellen, damit zu warten. Und ich finde, dass darf man heute auch noch ganz ehrlich und offen sagen. Es ist schade, sind Mütter so krass untereinander. Darf man heute nicht mehr einfach Muttersein. Muss man sich rechtfertigen, wenn man nicht nur arbeiten möchte. So verbissen, böse und neidisch.

    Liebe Frauen, es ist doch schön gibt es so viele unterschiedliche Mütter auf dieser Welt. Mit unterschiedlichen Geschichten, Hintergründe und Gefühlen. Wir können alle voneinander lernen und am besten lernt man voneinander, in dem man offen aufeinander zugeht und einander respektiert.

    Bestehe die Welt nur aus Frauen, wäre es wohl eine Zickenwelt…

    Liebe Grüsse
    Claudia

  14. Ja und nein
    Natürlich, jede Meinung ist subjektiv, und wer seine öffentlich macht, muss mit Kritik rechnen und sollte diese aushalten können. Ja, der Artikel ist sehr einseitig, ist mir auch aufgefallen. Die Autorin hat aber auch ein Kind verloren, das hat vielleicht der ein oder andere überlesen. Ich habe jedenfalls beim Lesen ihres sternenkindblogs oft Tränen in den Augen gehabt. Ich denke, das erklärt vollkommen ihre, sagen wir Hingabe zu ihrem lebenden, gesunden Kind.

  15. Kritik
    Wer etwas veröffentlicht, ganz gleich in welcher Form, muss mit öffentlicher Kritik rechnen. Jeder Kommentar begründet hier seinen Einwand mit Argumenten, was ihn von bloßen Beleidigungen unterscheidet.

    Und eine einseitig positive Darstellung der Mutterschaft trifft wohl genauso wenig den Kern wie eine eindeutig negative Darstellung.

  16. Halt! Stopp! Bitte Nettiquette beachten!

    Es ist so schade, dass nicht einmal unsere Gast-Autoren verschont bleiben von Beleidigungen.

    Ihr wisst genau: Wir lieben konstruktive Kritik! Und wir können auch selbst eine Menge ertragen und aushalten und einstecken, was uns zugetragen wird. Aber wenn es um MENSCHEN (nein, hier schreiben keine Maschinen, die keine Empfindungen haben!) geht, die sich FÜR UNS und für EUCH extra hinsetzen, um eine Serie zu füllen, in der es ausdrücklich darum geht, die POSITIVEN Seiten des Elternseins zu betonen, dann zu lesen, dass ein Text WIDERLICH oder GRAUSIG ist, DAS VERSAUT UNS DEN SONNTAG.

    Wenn Ihr möchtet, dass diese Serie weitergeht, dann haltet Euch bitte an die Regeln des Anstandes. Ihr dürft kristisieren, anderer Meinung sein, traurig sein, sauer sein, fröhlich sein, loben, Ihr dürft hier sooo vieles, aber Ihr drüft nicht unter die Gürtellinie schlagen. Das ist hier VERBOTEN.

    BELEIDIGUNGEN verbitten wir uns. Jeder lebt sein Leben so, wie er oder sie es möchte. Und das bitten wir zu respektieren.

    Wenn das nicht funktioniert, müssen wir uns leider vorbehalten, vereinzelt Kommentare zu löschen. Weil es uns allen, den Gästen, den Gastgebern und auch einigen Lesern auf die Laune schlägt, wenn es unfair wird.

    Danke für Euer Verständnis!

  17. Unglaublich
    Ich als Mutter empfinde solche Texte als Klischee! Ich bin glücklich über mein Kind! Sehr sogar. Es bereichert UNSER Leben! Allerdings verzichte ich nicht auf meine Karriere! Warum auch? Was verpassen? Nee, sowas kommt nur von Müttern, die keine Karriere haben oder ihren Job nicht gern machen. Ich kenne keine einzige Frau, die bewusst auf ihre Karriere verzichtet hat. Solche Aussagen höre ich nur von Frauen, die keine hatten! Solche Aussagen gehören ins Mittelalter! Dieser Text ist widerlich!

    1. aber nicht jede frau muss
      aber nicht jede frau muss doch ein karrieremensch sein!? oder würdest du einer kinderlosen frau, die mit einem „einfachen“ beruf ohne aufstiegschancen zufrieden ist, auch so aggressiv begegnen?

    2. Soso. Nur wer keine Karriere hatte…
      Ich habe Abitur am führenden Gymnasium unserer Stadt als drittbeste des Jahrgangs gemacht (1,2). Ich habe anschließend ein sehr anspruchsvolles Fach studiert und ebenfalls mit einem 1er-Schnitt abgeschlossen. Dann habe ich auch noch promoviert und einen guten Arbeitsvertrag gehabt. Mir stand karrieremäßig alles offen und ich habe mich dennoch ganz bewusst dagegen entschieden in dem Moment, in dem ich mich für ein Kind entschieden habe. Anfangs dachte ich noch, ich würde hinterher einfach weiter arbeiten, ja die Elternzeit sogar nutzen an meiner Habilitierung zu arbeiten – kaum war mein Mädchen da, war mir das plötzlich vollkommen egal. Niemals hätte ich einen kostbaren Moment meiner Elternzeit vergeudet, um an meiner Karriere zu arbeiten! Ich habe anschließend dann noch ein Jahr in meinem Beruf gearbeitet und er hat mir DANN keinen Spaß mehr gemacht. Weil ich lieber bei meinem Kind sein wollte. Also habe ich die Arbeitszeit drastisch reduziert und wenn wir meinen Job nicht aus finanziellen Gründen bräuchten, würde ich auch gar nicht arbeiten gehen. So habe ich den Beruf gewechselt und übe jetzt eine weit weniger anspruchsvolle Tätigkeit zu weit geringerem Gehalt aus, die mir keinerlei Aufstiegschancen bietet. Und das ist ok für mich. Weil er viel besser mit meinem Familienleben vereinbar ist – kürzere Wege, keine Dienstreisen nötig, wenige Arbeitsstunden. Prioritäten ändern sich eben mitunter DOCH vollkommen!

  18. mutig!
    ich finde es super erfrischend auch mal diese seit zu lesen, dass einer mama die karriere jetzt eben nicht mehr wichtig ist und das kind mittelpunkt ist!

    ich habe immer das gefühl, dass ich mich garnicht trauen darf zu sagen, dass sich meine prioritäten eben nun geändert haben… dann heißt es ja gleich, man gibt sich für das kind auf, das wäre nicht gesund. wie mich das nervt!
    jede mama ist da doch einfach anders!
    ich stecke gerne ein paar jahre zrück, in denen mein sohn noch so klein ist und eben auf mich angewiesen. die zeiten ändern sich doch auch wieder, schnell genug.

    danke für den tollen text!

    1. Lieber Gast, dem schließe ich
      Lieber Gast, dem schließe ich mich an. Ich habe mich auch bewusst entschieden, mich auf meine Kinder zu konzentrieren und genieße aktuell auch diese „kleine Welt“. Leider muss ich mich oft dafür rechtfertigen, „nichts“ aus meinem Leben zu machen. Hausfrau&Mutter zu sein ist ein absolutes no-go. Dazu empfehle ich die aktuelle (?) „Brigitte“ – dort werden tolle, starke Frauen porträtiert, die bewusst zuhause geblieben sind – ich habe mir eines der Porträts an die Wand gehängt, um mich in meiner Entscheidung unterstützt zu fühlen.

  19. Muttermythos
    Wie schon in anderen Kommentaren gesagt, ambivalente Gefühle gehören zum Kinder kriegen und Kinder haben dazu. Mütter, die nicht so Hollywood-mäßig fühlen, kriegen durch den Text und das vermittelte Mutterbild ein schlechtes Gewissen verpasst.Völlig zu unrecht!

  20. Mir tut’s auch leid
    …aber unter dem Strich schließe ich mich Franziska an.

    „Und wenn man es dann geschafft hat und diesen positiven Test in den Händen hält, mit diesen zwei Strichen, die pures Glück bedeuten, dann verfällt man in eine Euphorie, die nicht zu beschreiben ist. Das ist echtes wahres Glück, mit einen breiten Lächeln. “

    Nein. Das ist DEINE Erfahrung. Die ist nicht zu verallgemeinern. Dieses „man“ stößt mir auch auf. Das impliziert, ob absichtlich oder nicht, dass was mit mir nicht stimmt, wenn ich nicht so fühle.

    Dass was nicht stimmt, wenn ich ambivalente Gefühle habe.

    Und die Aussage, dass Dinge, die einem vorher wichtig waren, jetzt unwichtig sind bzw. ab letzter Stelle kommen – die Aussage finde ich traurig. Dass Freunde verschwinden, weil man nicht mehr flexibel genug ist – auch das ist traurig. Niemals könnte ich das mit einem „Tja, dann kommen jetzt halt neue Freunde mit Kindern“ abtun.

    Den ganzen Beitrag empfinde ich als extrem einseitig in seiner absoluten Fokussierung auf das Kind. Tunnelblick. Da bleibt ja kein Platz mehr für die vielen Dinge, die das Leben sonst noch so ausmachen.

    Ist nicht meins, tut mir leid. Aber es tickt halt jeder anders, ne.

  21. grausig
    Hallo Eva,
    tut mir Leid, dass ich nicht in das „besser könnt ichs nicht sagen“-Horn st0ße, aber diesen Beitrag finde ich einfach nur schrechlich. Was für eine übermäßige Glorifizierung von Mutterschaft und dann noch als „man“ geschrieben und sozusagen für die ganze Welt verallgemeinert. Wieso schreibst Du nicht von Dir, statt von „man“, dann würde ich es vielleicht nicht ganz so schrecklich finden.

  22. Genauso
    empfinde ich auch. Wir haben zwei Kinder, fast 2 Jahre und Mini ist 5 Monate. Es ist sehr anstrengend, vor allem wenn man fiese erkältet ist wie ich gerade, aber erst vor ein paar Tagen hätte ich vor Glück schreien können, weil ich so sehr stolz auf meine Mäuse sind. Jeden Tag zu sehen, wie sie sich immer weiter entwickeln.
    Für die Beziehung zwischen meinem Mann und mir ist es ganz schön harte Probe, aber wir schaffen das, da bin ich mir sicher.
    Ich werde auch wieder in 7 Monaten arbeiten gehen, aber ohne irgendwelche Karrieregedanken.

  23. besser hätte ich es nicht sagen können…
    Danke für diese Zeilen, ich sitze hier gerade und muss mir die Tränen aus dem Gesicht wischen.
    Wunderschön geschrieben und der Text trifft den Nagel auf den Kopf!