Fällt es Euch auch so schwer, Hilfe anzunehmen?

Ihr Lieben, es liegen ein paar "aufregende" Tage hinter mir…Bei der letzten Kontrolle hat meine Frauenärztin festgestellt, dass der Gebärmutterhals bereits ganz schön verkürzt ist. Die Folge: Wenn ich nicht wollen würde, dass das Baby zur Welt kommt, solle ich mich schonen und die Füße hochlegen. 

Das war vor zwei Wochen, in der 34. Schwangerschaftswoche – und zu dem Zeitpunkt hätte die Kleine wirklich noch nicht kommen müssen…

Also hab ich mich ganz brav geschont – so gut das eben geht mit zwei kleinen Kindern. Soll heißen: Die Nachmittage waren hier wie immer trubelig, die Vormittage habe ich aber weitgehend liegen verbracht. Alle Blogbeiträge und sonstigen Jobs habe ich mit dem Laptop auf dem Sofa geschrieben – ich habe viele Termine, für die ich kreuz und quer durch die Stadt fahren hätte müssen, abgesagt. Und ich habe es konsequent vermieden, schwere Dinge durch die Gegend zu schleppen. 

Was soll ich sagen? Es fiel mir verdammt schwer. Weil ich wieder mal mit einem Thema konfrontiert war, das mich schon lange begleitet: Meine Unfähigkeit, Hilfe anzunehmen. 

Denn natürlich boten liebe Freundinnen an, die Kinder von der Kita zu holen. Oder für uns einkaufen zu gehen. Oder mir Mittagessen kochen. 

Stets meine erste Reaktion: Neeeeeeein, das schaff ich schon noch alleine.  

Eine Freundin fragte mich irgendwann, was ich ihr erzählen würde, wenn die Situation umdreht wäre. Ich antwortete, dass ich ihr sagen würde, dass sie spinnt. Und dass ich wohl beleidigt wäre, wenn sie meine Hilfe immer ausschlagen würde…

Warum ist es also so, dass wir gerne sofort bereit stehen, um anderen zu helfen – uns selbst es aber so oft so schwer fällt, nach Hilfe zu fragen? 

Ich fürchte, es ist bei mir einfach das unschöne Gefühl, ich könnte jemandem zur Last fallen. Jemand könnte durch mich Umstände haben. 

Umstände – die ich für jede meiner Freundinnen sofort auf mich nehmen würde – und sie wahrscheinlich nicht mal als Umstand sehen würde. 

Was soll ich Euch sagen: Ich habe mich durchgerungen, tatsächlich einiges abzugeben. Es fiel mir nicht leicht, aber es musste eben so sein. Bin ich da ein Einzelfall oder geht es Euch manchmal auch so?

Wie auch immer: Durch die Hilfe anderer konnte ich wirklich nochmal einen Gang zurück schalten – was sich gelohnt hat. Ich bin in der 36. Schwangerschaftswoche und laut Frauenärztin ist der Befund nicht schlechter geworden… 

Jetzt geht´s wirklich in den Endspurt… Drückt mir die Daumen, dass es noch ein paar Tage ruhig bleibt und wir in Ruhe alles für die Ankunft der kleinen Maus vorbereiten können..

PS: Das Foto oben entstand gestern – da war ich endlich mal wieder "draußen" unterwegs war, um ein paar Klamotten fürs Krankenhaus kaufen…

Du magst vielleicht auch

8 Kommentare

  1. Was hat dein Mann in den 2
    Was hat dein Mann in den 2 Wochen eigentlich gemacht, um dir das Leben zu erleichtern und die drohende Frühgeburt abzuwenden? Ich kenne die Situation, aber dank „Familienüberstunden“ meines Mannes und Haushaltshilfe von der (gesetzlichen) Krankenkasse konnte ich auch 3 Wochen die Füße durchgehend hochlegen. Diese Hilfe hab ich gern angenommen.

  2. Was hat dein Mann in den 2
    Was hat dein Mann in den 2 Wochen eigentlich gemacht, um dir das Leben zu erleichtern und die drohende Frühgeburt abzuwenden? Ich kenne die Situation, aber dank „Familienüberstunden“ meines Mannes und Haushaltshilfe von der (gesetzlichen) Krankenkasse konnte ich auch 3 Wochen die Füße durchgehend hochlegen. Diese Hilfe hab ich gern angenommen.

  3. Kenne ich nur zu gut.
    Ich helfe auch immer und gerne, und wo ich kann. Selbst Hilfe annehmen, geht gar nicht gut. Aber ich arbeite an mir. Alles Gute fuer den Endspurt. Meine Schwester hatte aehnliche Probleme – am Ende waren die Kinder ueber dem Termin. 🙂

  4. Kenne ich nur zu gut.
    Ich helfe auch immer und gerne, und wo ich kann. Selbst Hilfe annehmen, geht gar nicht gut. Aber ich arbeite an mir. Alles Gute fuer den Endspurt. Meine Schwester hatte aehnliche Probleme – am Ende waren die Kinder ueber dem Termin. 🙂

  5. Ich bin auch so. Irgendwie
    Ich bin auch so. Irgendwie versorge ich lieber 3 Kids und Haushalt mit dem Kopf unter dem Arm als anderen Arbeit zu bereiten. Auf der anderen Seite versuche ich zu helfen wo es geht. Auch mit dem Hintergedanken: Vorarbeiten falls ich mal Hilfe braucht… Irgendwie verrück in meinem Kopf… Vielleicht ist meine Schmerzgrenze einfach höher als bei anderen? Ich glaube nicht mehr können heißt für mich wirklich selbst im Krankenhaus liegen oder mit Gips nicht mehr draußen laufen zu können…,

  6. Ich bin auch so. Irgendwie
    Ich bin auch so. Irgendwie versorge ich lieber 3 Kids und Haushalt mit dem Kopf unter dem Arm als anderen Arbeit zu bereiten. Auf der anderen Seite versuche ich zu helfen wo es geht. Auch mit dem Hintergedanken: Vorarbeiten falls ich mal Hilfe braucht… Irgendwie verrück in meinem Kopf… Vielleicht ist meine Schmerzgrenze einfach höher als bei anderen? Ich glaube nicht mehr können heißt für mich wirklich selbst im Krankenhaus liegen oder mit Gips nicht mehr draußen laufen zu können…,

  7. Wie wahr, wie wahr!
    Das kenne ich absolut! Nehme mir nach wie vor viel zu viel vor und will alles alleine hinbekommen – trotz der 2 Boys in meinem Bauch! Ich drücke dir ganz fest die Daumen und bin sicher, dass alles gut gehen wird!
    Alles Liebe,
    Janna von doppelherzchen.com

  8. Wie wahr, wie wahr!
    Das kenne ich absolut! Nehme mir nach wie vor viel zu viel vor und will alles alleine hinbekommen – trotz der 2 Boys in meinem Bauch! Ich drücke dir ganz fest die Daumen und bin sicher, dass alles gut gehen wird!
    Alles Liebe,
    Janna von doppelherzchen.com