Leben in der Großfamilie: „Mein Sohn ist lieber bei Oma als bei mir“

Großfamilienleben

Foto: pixabay

Hallo, ich habe heute eine Leserfrage zum Thema Großfamilienleben an euch. Ich lebe mit meinem Mann, mit unserem Sohn (2 Jahre) und mit meinen Schwiegereltern gemeinsam auf einem Aussiedlerhof, also auf einem außerhalb der Ortschaft gelegenen landwirtschaftlichen Betrieb, der die Ortschaft selbst aufgrund von Platzmangel verlassen hat. 

Mein Mann und ich sind beide in Teilzeit berufstätig und haben mit unserem Hof und mit der Landwirtschaft noch einige zusätzliche Aufgaben zu bewältigen. Unser Alltag ist dadurch recht strukturiert und wir teilen uns die Betreuung von unserem Sohn gut auf.

Großfamilienleben: Die Großeltern kümmern sich viel mit

Unser Sohn ist vormittags im Kindergarten und nachmittags bei Papa, Mama oder den Schwiegereltern auf dem Hof… oder auch mal bei der anderen Oma. Das funktioniert alles soweit sehr gut und unserem Sohn geht es damit wirklich prächtig. 

Aufgrund der räumlichen Nähe zu den Schwiegereltern (selbes Wohnhaus) unterstützen sie uns zusätzlich bei kurzfristigen Engpässen in der Betreuung unseres Sohnes. Dafür sind wir natürlich dankbar, versteht das nicht falsch.

Wir Eltern hätten auch gern ein bisschen Zeit mit unserem Sohn

Allerdings ist es schon so, dass mein Mann oder ich die Freizeit mit unserem Sohn sehr gerne auch auf unserem Hof verbringen. Hier werden wir bei schönem Wetter aber nahezu von den Schwiegereltern verfolgt.

Sie sind wirklich sehr auf unseren Sohn fixiert. Und er nimmt diese Aufmerksamkeit gern an und möchte dann eigentlich immer viel lieber Zeit mit Oma oder Opa verbringen als mit uns.

Oma und Opa bringen ihn aber auch nicht zurück oder sagen unserem Sohn, dass sie keine Zeit mehr haben. Nein, wir müssen ihn immer wieder von ihnen mitnehmen oder ihn überreden, auch mal mit uns zu spielen. 

Was können wir tun, dass das besser klappt?

Manchmal überlege ich, ob es besser wäre, den Kontakt zu Oma und Opa öfter zu unterbinden oder ob das wohl einfach besser wird mit der Zeit. 

Es macht mich oft einfach traurig, wenn ich die Zeit, die ich habe, nicht mit meinem Sohn verbringen kann. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und mag diese mit uns teilen..

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26 comments

  1. Aus Sicht der Oma, ich, ist es wichtig die Bedürfnisse der Eltern in den Vordergrund zu stellen.
    Nach der Geburt hat meine Tochter mich sehr und lange gebraucht.
    Hab dementsprechend einen sehr sehr engen Kontakt zu meinem Enkel.
    Hab meine Tochter immer gefragt wie sie es haben will, trotzdem war es wichtig den Kontakt zu reduzieren.
    Mein Enkel wollte nur noch, dass Oma „das macht“. Bei der nächsten Schwangerschaft ging es ihr bis zum 5. Monat sehr schlecht un ich bin wieder jeden Tag eingesprungen, entweder nach der Kita oder Ganztags. Ich merkte, dass meine Tochter unzufrieden wurde.
    Ist logisch, sie braucht das Haus und ihren Sohn wieder alleine für sich.
    Mein Schwiegersohn möchte mich belohnen und bietet mir an bei Ausflügen dabei zu sein.
    Das lehne ich immer ab.
    Die kleine Familie braucht Zeit für sich.
    Im Prinzip bin ich auf Abruf.
    Mein Enkel und ich freuen uns immer riesig wenn wir uns sehen.
    Wichtig ist mir, dass das Urvertrauen meines Enkels erhalten bleibt, aber ich sage auch.
    Ich bin nur die Oma. Mama hat das sagen ☺️
    Sich selber zurücknehmen ist wichtig für ein gesundes Miteinander.

    1. wow, dankeeeeee dass du so offen bist. Ich wohne auch seit 2020 mit denSchwiegereltern zusammen. Ich wurde nichts gefragt. es war für sie klar dass sie auf den kleinen schaut weil das früher auch so war. Sie war sehr übergriffig :(. Deine Tochter, Schwiegersohn und du, seit echt eine super Team und Familie.

  2. Hallo,
    Ich kenne diese Situation nur zu gut. Wir wohnen auch auf einem Landwirtschaftlichen Betrieb und ich kann mich in diese Situation gut reinversetzen. Meine Schwiegereltern wohnen gegenüber. Man fühlt sich beobachtet und eingesperrt, da man auf einem Hof wohbt, kann man nicht umziehen. Man ist nicht wie andere Leute frei und unabhängig,
    da man die Schwiegereltern auch als Unterstützung auf dem Hof benötigt. Der einzige Weg wäre, wenn due Schwiegereltern ausziehen würden. Dies wird jedoch niemals eintreffen. Wenn die Kinder weinen, streiten oder auch lachen, sind sie schon da -> was ist denn hier los, kommt mit etc.
    Mein Mann und ich haben nie / selten Meinungsverschiedenheiten und wenn, dann können Sie mal erraten worüber….

  3. Hallo, vor 30 Jahren war ich in einer ähnlichen Situation. Meine Schwiegermutter wollte permanent am Wochenende meine Tochter bei sich haben, damit mein Mann und ich Zeit für uns haben. Wir sind beide voll berufstätig und wollten natürlich die wenige freie Zeit intensiv mit unserem Kind verbringen. Da gab es klare Ansagen und sogar leider einige Jahre völlige Funkstille zu meinen Schwiegereltern. Nach zehn Jahren haben wir noch einen Sohn bekommen und da lief es etwas besser, aber es ist immer irgendwie ein Kampf gewesen. Heute bin ich selber Omi und ich liebe meine kleine Enkelin. Aufgrund einer schweren Erkrankung meiner Tochter, sie bekam die Diagnose Brustkrebs als ihre Tochter neun Wochen alt war, war es nötig, dass ich die kleine immer betreut habe, wenn meine Tochter ihre Behandlungen hatte. Ich respektiere aber vollkommen die Erziehungsansätze meiner Tochter und halte Grenzen konsequent ein. Nur so kann es funktionieren. Ich finde es traurig, dass Großeltern, die ja selbst mal kleine Kinder hatten, dass nicht verstehen und respektieren. Ich empfehle hier immer klare Ansagen zu, auch wenn das zu einem Bruch mit den Schwiegereltern führen könnte.

  4. Also erst mal lebt ihr in dieser Konstellation nicht in einer Großfamilie, sondern auf einem Mehrgenerationenhof.
    Zweitens seid ihr als Eltern in der Pflicht, den Großeltern Grenzen zu setzen. Ich kann verstehen, dass das nicht immer leicht ist. Manchmal ist ein Umzug das Beste, was man tun kann. Wir haben es nach der Geburt unserew Sohnes noch ganze 8 Monate im gleichen Haus wie meine Eltern ausgehalten, bevor wir die ständige Präsenz nicht mehr ertragen haben. Es waren zwei völlig autarke Wohnungen, aber man begegnet sich unweigerlich im Treppenhaus, im Waschkeller, an den Mülltonnen. Vor allem, wenn die Mutter einem quasi immet auflauert. Irgendwann bin ich nicht mal mehr in unseren Garten gegangen, weil Oma nach 5 Minuten dazukam. Wegzuziehen war für uns die einzige richtige Lösung, nachdem sich meine Eltern als absolut nicht kompromissbereit gezeigt haben. „Ich lasse mir in meinem Haus nicht sagen, was ich zu tun und zu lassen haben“, kam jedes Mal, wenn wir um Veränderungen gebeten haben. Jetzt wohnen wir in einer anderen Stadt, sehen meine Eltern alle 6 Wochen und setzen unsere Regeln und Grenzen durch.

  5. Ich bin eine Schwiegermutter, wir 2Söhne 2Schwiegertöchter und 6ENKEL 16,13,9,6zwillinge,und 3jahre leben beieinander. Vor einem Jahr noch die Uroma.Es gilt was die Mamas sagen.Wenn 4kinder bei mir übernachten, dann ist das sehr lustig für alle.Ich freue mich wenn wieder Ruhe herrscht. Die großen kommen immer seltener, Schule,Sport ,Freunde. Als Oma richte ich mich nach den Eltern. Da fährt man am besten

    1. Hallo, ich kann dein Dilemma gut verstehen. So schwierig oder so unangenehm es auch sein mag, ich glaube die einzige bzw. für alle freundlichste und friedlichste Lösung wäre, ein 4-Augen-Gespräch mit dir,deinem Mann und den Schwiegereltern zu führen, in dem ihr klar darlegt, wie sehr ihr ihre Unterstützung, Liebe und Aufmerksamkeit für euren Sohn schätzt und wie dankbar ihr seid! Und gleichzeitig mitteilt, dass ihr euch auch exklusive Zeit mit eurem Sohn wünscht und wann und wie ihr das gestalten könnt. Ich bin mir sicher, sie haben Verständnis dafür und vielleicht sogar die ein oder andere gute Idee! Viel Glück und alles Liebe euch allen.

    2. Hallo
      Ich bin selbst Mutter von 4 Kindern und
      meine Kinder sind sehr gerne bei Oma und Opa.
      Manchmal kommt es auch vor das die Interessen von Großeltern und Eltern bezüglich der Tage/ Zeiten kollidieren.
      Da wäge ich dann ab wie viel Zeit ich tatsächlich habe und ob sie nicht vielleicht bei Oma mehr bespassung haben.
      Wenn ich zu dem Schluss komme ich hätte sie dennoch gerne bei mir wird das ganz klar kommuniziert.
      Meiner Erfahrung nach können Großeltern das besser nehmen wenn du dich dabei nicht in einer Ich Will Kommunikation übst sondern deine/ eure Bedürfnisse ausdrückst.
      Zb.:
      Es ist mir wirklich wichtig heute Zeit mit meinem Sohn zu verbringen da er neben Arbeit und Hof manchmal zu wenig Aufmerksamkeit von mir bekommt.
      Heute habe ich mir dafür extra Zeit eingeteilt und um die Beziehung als Familie zu stärken wünsche ich mir diese auch mit meinem Sohn zu verbringen.
      Ich danke dir für die Unterstützung die du uns in der letzten Zeit zukommen hast lassen und ich hoffe auch weiterhin auf dich Zählen zu dürfen.

      So kannst du ihr Wertschätzend entgegentreten und dennoch deine Wünsche klar kommunizieren.

      LG Eva

  6. Ich kenne die Situation aus eigener Erfahrung aber Kontakt einschränken wenn man dann wieder froh ist jemanden für die Kinder zu haben ist eine unnütze Bestrafung für die drei. Die Kinder nehmen so viel mit aus der Zeit mit den Grosseltern. Am besten kann man das ganze lösen indem man Freizeitaktivitäten anbietet wo Eltern nicht mehr mitmachen wollen. Formuliert man das ganze mit „wir werden heute oder zu einer Zeit mit“….“ dies oder das machen oder wir fahren zu dritt weg löst sich das Problem von alleine.
    Zudem wird sich das ganze je älter die Kinder werden oder je mehr Kontakte zu anderen knüpfen sowieso entspannen.

    1. Ich lebe in der gleichen Konstellation und bei mir ist es etwas anders gewesen. Mein Schwiegervater hat gerne unsere Jungs genommen, meine Schwiegermutter nicht so sehr. Es gab bei uns aber ganz klar geregelte Oma/Opa Tage immer Dienstag, Donnerstag und Freitag Nachmittag. Da konnt ich Arbeiten erledigen und meine Jungs waren versorgt ich habe von Anfang an diese so eingeführt mit der Begründung Kinder brauchen eine klare Struktur, ein regelmäßigen Wochenablauf um Verlässlichkeit und Sicherheit zu spüren. Zudem konnten meine Schwiegereltern ihre anderen Aktivitäten auch besser planen. Wir sind gut damit gefahren. Heute sind meine Jungs 13 und 10 der Grosse geht gerne mal zu Opa rüber, der Kleine fast garnicht. Der trifft sich lieber mit seinen Kumpels.

  7. Hallo, wir haben hier eine ähnliche Situation (selber Haus, getrennte Wohnungen) gerade beim ältesten war das oft schwierig. Inzwischen ist der 15 und noch 2 jüngere Kinder da, das hat an dich schon eine andere Dynamik..
    Geholfen hat und, reden, reden, reden.
    Erklärt den Großeltern freundlich, aber klar eure Sicht, eure Wünsche und Bedürfnisse.
    Vielleicht lassen sich Zeiten nur für die Kernfamilie definieren oder auch Mahlzeiten in gemeinsam und getrennt aufteilen, dann entwickelt sich das auch für euren Sohn zu Gewohnheit.
    Und ein ganz großer Punkt waren bei uns gemeinsame Grundregeln – da haben wir die Oma in die Pflicht genommen- z.B. für Fernsehen und Süßkram….
    In meinen Augen bietet das Leben in der Großfamilie allen Vorteile und Möglichkeiten, die es anders nicht gäbe, und mit guter Absprache unter den Erwachsenen überwiegt das die Nachteile bei weitem.
    Viel Erfolg beim ausdiskutieren, es wid sich lohnen…

  8. Frühe Kommunikation könnte helfen. Am besten du teilst Oma und Opa und eurem Sohn schon am Vortag mit, dass du Familienzeit einplanst. Dann können sich alle gut darauf einstellen.

  9. mein Eindruck ist, dass du für dich nicht nicht klar hast, wann genau und wie du die Zeit mit deinem Kind ohne Großeltern verbringen möchtest.
    du willst wirklich Zeit nur mit ihm, du spürst es auch sehr genau, wann es für dich zu viel ohne Kind war…. im Nachhinein ist dir das immer wieder klar.
    was vielleicht helfen kann, ist früher schon zu erkennen und zu handeln.
    bisher warst du eventuell zögerlich aus versch. Gründen, weil es ja auch Vorteile hat wenn das Kind doch noch ein bisschen bei Oma ist oder man nicht die richtigen Worte findet und die Konfrontation scheut.
    wenn das so ist, verstehe ich dich sehr gut.
    triff für dich klare Entscheidungen, zu denen du dann stehst:
    bis so viel Uhr ist Oma dran, dann Du (und/oder dein Mann). Wenn die Oma ihn in deiner Freizeit hat, genieße und pflege deine Ehe, 5 h pro Woche Paarzeit, wäre ideal.

    1. Ich sehe es ähnlich. Die Mutter sollte sich erstmal – auch gemeinsam mit ihrem Mann – in Ruhe überlegen, in welcher Form sie sich gemeinsame Zeit mit ihrem Sohn wünscht. Bzw. zu welchen Zeiten sie es wichtig findet, dass ihr Sohn bei ihr und ihrem Mann ist (z.B. zu den Mahlzeiten). Und dann braucht es im zweiten Schritt ganz klare Absprachen mit den Großeltern. Offenbar ist bisher über die Aufteilung der Betreuung nicht kommuniziert worden. Weshalb die Großeltern machen (können), was sie wollen.
      Auch für den Sohn fände ich Verbindlichkeit und Vorhersehbarkeit wichtig; zu wissen, wann er üblicherweise von wem betreut wird. Dass auf so eine schwammige, undefinierte Art die Großeltern die Hauptbezugspersonen sind und die Eltern dem tatenlos (aber unzufrieden) gegenüberstehen, fände ich auf Dauer auch für den Jungen schwierig.

  10. Seit ca.2 Jahren lebe ich mit meiner Schwiegermutter im selbe Haus (getrennter Eingang). Mir geht es häufig genauso. Mein Sohn liebt meine Schwiegermutter. Trotzdem ist es mir wichtig das wir weiterhin die Bezugspersonen für unseren Sohn bleiben. Regelmäßig beim Putzen und Einkaufen geht der kleine zu Oma, die Zeit genießt er dann in vollen Zügen. Doch mein Mann und ich sind Nachts für ihn da und ich gehe mit ihm gemeinsam in Spielgruppen.
    Wenn er krank ist kümmer ich mich auch um ihn, zwar würde das auch meine Schwiegermutter machen doch ich finde das ist Sache der Mutter bzw Eltern.
    Sie würde ihn am liebsten dauerhaft haben doch da bin anderer Meinung. Sie hat ihr Kind(Mein Mann) und ich muss als Mutter kein schlechtes Gewissen haben wenn ich Zeit mit meinem Kind haben möchte, sie hatte ja auch die Zeit mit ihrem Kind.

  11. Ich kann das gut nachempfinden. Wir wohnen mit der Uroma in einem Haus. Die Kinder lieben ihr Uroma und wären gerne den ganzen Tag bei ihr. Für uns ist das keine wirkliche Entlastung, weil sich die fast blinde und leicht altersdemente Uroma einfach nicht Stundenlang um 2 und 5 jährige Kinder kümmern kann und wir immer mit einem halben Auge oder Ohr dabei sein müssen. Es ist ein blödes Gefühl ein schreiendes Kind, dass noch bei der Uroma bleiben möchte in unsere Wohnung zu tragen, weil es gerade einfach nicht passt. Die Uroma sagt nie das es ihr zu viel wird. Immer sind wir Eltern die bösen, die es gerade nicht erlauben.
    Trotzdem ist es vor allem für die Kinder gerade sehr schön so groß zu werden. Vielleicht hilft es feste Elternzeiten zu vereinbaren und mit allen und auch mit dem Kind zu kommunizieren?

  12. Wir wohnen nicht auf dem selben Hof aber sehr nah (400M). Mein Sohn liebt seine Grosseltern sehr und wenn es nach ihm ginge würden wir immer dort sein.
    Ihr könnt es euch doch einfach machen in dem ihr woanders Zeit verbringt : Spaziergang, Schwimmbad, Spielplatz, Bibliothek, Indoorspielplatz etc. etc. das sind alles Sachen die die Grosseltern hier überhaupt nicht machen und die mein Sohn mittlerweile bei uns einfordert.
    Kontakt unterbinden „nur“ aufgrund von Neid/Eifersucht und die 3 damit quasi bestrafen…eure Entscheidung.

  13. wir wohnen mit meinen schwiegereltern auf einem grundstück. zwei häuser, zusammen hof und garten. mein mann und schwiegervater arbeiten selbstständig zusammen. ihre büros sind im haus meiner schwiegereltern. wir haben zwei kinder (7 und 4 jahre). ich kenne so eine ähnliche konstellation.
    da wir also so sehr auch voneinander abhängig sind, schauen wir immer das wir alles klären und es zwischenmenschlich läuft.
    meine schwiegermutter und ich sind unterschiedlich aber in vielen auch sehr ähnlich. mein mann und sein vater zählen mehr zu den ich sag nix und erwarte nix männern.
    bei meiner schwiegermutter und mir hat es schon mehrfach geknallt . ich möchte nicht alles so machen wie sie es sich vorstellt oder „ wie es früher gelaufen ist“. aber ich muss ihre bedürfnisse und grenzen natürlich auch achten und beachten.
    hauptsächlich war streit wegen der kinder.
    da ich ihr da auch rein quatschen wollte bzw es gemacht habe da ich nicht sagen kann: gut einmal die woche kann oma machen wie sie will, die restlichen 6 1/2 tage sind die kinder ja bei mir.
    es war sehr wichtig das jeder gelernt hat was seine neue rolle ist. dh das endgültige sagen über die kinder haben wir eltern.
    es ist ein geschenk und sehr sehr schön wenn die großeltern sich kümmern, sich an ihren enkeln freuen und da sind. für alle ist das schön . das finde ich für alle beteiligten einfach sehr wertvoll.
    aber es müssen absprachen getroffen werden, und es darf eben nicht in die beziehung zwischen eltern und kinder „gepfuscht“ werden.
    vielleicht nehmen die großeltern die situation anderst wahr? arbeitet ihr auch öfters auf dem hof zusammen, sodass es auch situationen gibt in denen es normal ist das irgendwie alle zusammen sind?
    was wirklich sehr geholfen hat, ist, das unabhängig voneinander bzw. im zuge unserer berufe, meine schwiemu und ich viel über kommunikation gelernt haben und noch lernen.
    das hilft sehr viel!
    das hilft den anderen besser zu verstehen, aber auch mal selbst in sich hinein zu hören was man selbst eigentlich möchte und wie man das gut nach außen kommunizieren kann.
    ihr könntet auch zB zuerst mal erzählen was ihr / du dir wünscht, das ihr euch freut mal was nur mit dem kind alleine zu machen da ihr die zeit sehr genießt oder mal vorher den großeltern zu sagen „ du heute freue ich mich so! ich habe endlich mal zeit alleine mit lukas die blumen zu pflücken und wir haben mal ganz viel zeit nur wir beide!“ vielleicht hilft so ein versteckter hinweis schon.
    wenn nicht führt wohl kein weg daran vorbei es offen anzusprechen. im besten fall ist es den großeltern wirklich nicht bewusst und sie wünschen euch zu zweit eine schöne zeit. oder ihr müsst klar über grenzen und absprachen euch unterhalten. dabei ist halt wichtig trotzdem freundlich zu sein.

  14. Ich denke ähnlich, wie Flo. Freut Euch über das gute Verhältnis der Großeltern zu Euerm Sohn. Es ist doch toll, wenn ein Kind außer Mutter und Vater noch weitere Vertraute hat, die es mag. Wir haben den Kontakt der Kinder zu den Großeltern immer gefördert. Es ist ja auch oft sehr hilfreich, gerade als das Geschwisterkind geboren wurde z. B. Oder auch jetzt in den Ferien, seit beide Kinder Schulkinder sind, ist es toll, dass die Großeltern mit den Kindern Zeit verbringen, während wir keinen Urlaub haben. Ich bin sehr froh, dass wir es immer so gemacht haben, denn im Oktober 2021 ist meine Mutti sehr plötzlich verstorben, gut dass die Kinder viel Zeit mit ihr verbracht haben und nun viele Erinnerungen an sie haben. Meine Schwiegermutter z. B. sagt immer, sie genießt die Zeit mit ihren Enkelkindern, da sie selber viel gearbeitet hat, als die eigenen Kinder klein waren. Vielleicht ist es ja bei den Großeltern bei Euch auf dem Hof genau so. Falls Eure Familie weiter wächst, könnt Ihr dankbar über das enge Band sein.

  15. Hi, ich kenne das aus eigener Erfahrung(gemeinsames Leben in einem Haus mit getrennten Wohnungen)und habe früh damit angefangen klare Grenzen zu formulieren. Unter der Woche gibt es klare Vereinbarungen, ein Oma-Mittag ansonsten Zeit in der Kernfamilie und was sonst noch alles ansteht. Am Wochenende handhaben wir das lockerer… Mit den Kindern treffe ich auch zeitliche Vereinbarungen. Euer Sohn ist noch klein, aber sprachliches Begleiten ist immer wichtig.
    Ich schließe mich vorhergehendem Kommentar an- ihr solltet vor allem als Eltern gemeinsam einig sein und es dann auch gemeinsam vertreten. Grundsätzlich halte ich es auch für sinnvoll offen und ehrlich das Gespräch mit Oma/ Opa zu suchen. Möglichst Ich-Botschaften senden, deine/ eure Bedürfnisse zu formulieren und keine Vorwürfe. Im besten Fall stoßt ihr auf Verständnis und könnt gemeinsam eine Lösung finden.
    Es ist ein langer Prozess, von heute auf morgen wird es nicht gehen.
    Alles Gute euch

  16. Das hat nichts mit elterlichen Ego zu tun. Es ist wichtig, Bezugspersonen für das Kind zu sein. In diesem Fall sind es wohl die Großeltern. Aber ih rhabt das Kind zur Welt gebracht, weil ihr euch für das Kind entschieden habt. Nicht die Großeltern, da sie das Glück hatten, ein enkelkind zu bekommen, punkt. Ihr müsst euch an den Tisch mit Großeltern setzen und eure Sorgen aussprechen. Sie können ja nicht in den Köpfen reinschauen, was los ist und warte auf deren Reaktionen ab. Ihr könnt sagen, dass ihr zwar die Beziehung zwischen Großeltern und Kind begrüßt, aber Sorgen habt, das Kind zu verlieren. Ihr wünscht euch die Zeit mit Kind, allein. Das ist wichtig für das Kind und euch. Erklär ihnen, dass ihr das braucht. Es muss ja nicht täglich rund um die Uhr sein, aber sag das direkt.
    Wenn die Großeltern all das lächerlich finden, dann würde ich die Kontakte tatsächlich einschränken.

    Das habe ich getan und es war gut. Es hat nichts mit der Erziehung zu tun, sondern um die Beziehung, um die Vertrauen. Das ist wichtig für alle. Aber es wird besser mit der Zeit. Viel Glück. <3

  17. Den Kontakt zu Großeltern, die im eigenen Haus wohnen, zu unterbinden halte ich für völlig falsch. Das schafft nur böses Blut und belastet das Verhältnis. Wem würde das nutzen, außer Eurem elterlichen Ego?

    Hier scheint die Großmutter ja auch nicht irgendwelche Dinge zu tun, die für das Kind schädlich sind. Daher gibt es in diesem Fall wirklich keinerlei Gründe, den Kontakt einzuschränken.

    Auch wenn ich hier sonst oft sehr streitbare Lösungsansätze vertrete… in diesem Fall nicht.

    Ich würde im hier beschriebenen Fall tatsächlich empfehlen das eigene Ego hintenan zu stellen, Akzeptanz zu üben und sich über das tolle Verhältnis des Sohnes zur Großmutter zu freuen. Eifersucht auf dieses Verhältnis halte ich für fehl am Platze. Ihr müsst den Sohn auch nicht überreden mit Euch zu spielen. Gerade das Spiel sollte doch sein Freiraum sein und da sollte er entscheiden, mit wem er am liebsten spielt.

    1. Flo
      Da die Großeltern aber erwachsene Menschen sind, die bewusst handeln ( und denken) können darf man Probleme erwachsen ansprechen. Und nicht aus Duckmäuserei und Angst vor Erpressung das eigene Kind aufgeben. Das Ego der Großeltern ist hier das Problem, die Eltern haben leider zu wenig davon. Meine Eltern verbringen ja auch nicht den ganzen Tag/ Freizeit in meiner Wohnung nur weil ein Enkelkind da ist? Und nach der Schule ist mein Kind bei mir zu Hause und nicht anderswo? Da das ja offenbar Dauerzustand ist und die Eltern gar keine Zeit alleine ihr Kind haben!

    2. Niemand sagt etwas von Kontakt unterbinden? Aber wichtigste Bezugspersonen fürs Kind sind die Eltern NICHT Großeltern. Das stört auch die Bindung wenn man auch ständig unaufgefordert dazwischen drängt.

    3. Ich stimme Flo nicht oft zu, aber hier hat er, denke ich, recht:) Ihr wohnt zusammen auf einem Hof, ihr seid oft froh über die Möglichkeit der Betreuung. Das Einschränken des Kontaktes wäre für euren Sohn, die Großeltern und letztlich für euch nicht schön. Und es wäre sehr „künstlich“.
      Ein Kind ist kein „Besitz“, dem man seine Kontakte vorschreiben kann (sofern sie nicht schädlich sind, natürlich). Euer Sohn ist gern bei Oma&Opa, folglich darf er da auch sein soviel er bzw. Oma&Opa möchten.

      Ich würde eher versuchen über eine konkrete Situation mit Oma&Opa zu sprechen…so nach dem Motto: „Nachher möchten wir gerne mal nur was zu dritt machen. Könnt ihr das verstehen?“ Vielleicht macht sie das schon einfach nur ein klein wenig sensibel für die Situation.

  18. Im selben Haus wohnen ( sind einzelne Wohnbereiche abgeteilt?) ist schwierig. Generell sollte man sich verhalten als gäbe es abgetrennte Wohnungen ( d.h. anklingeln/- klopfen, vorher telefonieren). Und ganz wichtig, vereinbart feste Familienzeiten! Z.Bsp. kommen die Großeltern nach 16 Uhr (?)/ wenn die Eltern Feierabend haben NICHT mehr dazu, schon garnicht ungefragt! Das geht aber nur wenn BEIDE Eltern das ganz direkt klar machen ohne falsche Scheu! Und die Großeltern haben das Kind selbstverständlich zurück zu bringen, zumal die im eigenen Haus. Konsequenz wäre sonst weniger Umgang mit dem Enkel. Das sind Machtspielchen der Großeltern, gegen die ihr euch, als Elternpaar, sofort hättet wehren müssen. Ihr wart bisher zu nachgiebig, aber wenn ihr eure Interessen nicht selbst durchsetzt, dann keiner, das kann euch keiner abnehmen. Und je älter euer Sohn wird umso mehr wird das ausspielen durch die Großeltern euer Familienleben ( zer)stören. Ich wünsche euch die Kraft eure Vorstellungen klar und wirksam umzusetzen!

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