Homeschooling mit sieben Kindern – Franzi über ihren Großfamilien-Alltag

Liebe Franzi, Ihr habt 7 Kinder. Erzähl erstmal, wer alles zu Eurer Familie gehört und wie und wo Ihr lebt.

Mein Mann Christian und ich haben sieben Kinder. Malte (16 J., 9. Klasse  Sekundarstufe), Charlotte (15, 8. Klasse Sekundarstufe), Finn (13, 7. Klasse Gymnasium), Levke (11, 6. Klasse, Sekundarstufe), Matilde (10, 4. Klasse     Grundschule) Fine  (8, 2 Klasse Grundschule) und Milan (6, 1. Klasse          Grundschule). 

Wir leben in einem kleinem Dorf in Sachsen Anhalt, vor der Tür haben wir die Elbe mit ihrer tollen Landschaft. Unser Haus ist groß, was aber auch viel Putzarbeit bedeutet. Jedes Kind hat sein eigenes Zimmer, auf jeder Etage gibt es ein Bad. Das Haus hat einen großen Garten samt Spielplatz.

Natürlich gehören noch Tiere zu unserem verrückten Haufen: 3 Katzen, 1 Hund , Meerschweinchen, Hamster, Fische , Achatschnecken.

7 schulpflichtige Kinder und wochenlang Homeschooling. Eine unvorstellbare Leistung. Wie sieht Euer Tagesablauf aus?

Unser Alltag gerade ist sehr durcheinander. Ich habe es aufgegeben, nach den vielen Wochen zu Hause alle um 7.00 Uhr zu wecken. Das führt nur zu sehr schlechter Laune der Teenies…

Gegen 9 sollten dann aber schon alle wach sein, sonst werden wir ja nie fertig mit den Hausaufgaben. Es gibt kein Frühstück mit allen mehr – wer was essen will, macht sich einfach schnell was.

Dann schauen wir die Pläne durch. Wer macht was, wer braucht wo Hilfe? Wer braucht wann einen Laptop? Weil ständig jemand Hilfe braucht oder an der Sinnhaftigkeit der Aufgaben zweifelt, muss ich praktisch nonstop dabei sein.

Wäsche und Haushalt mache ich nebenbei oder abends. Alles, was nicht total wichtig ist, lassen wir sein. Weil ich finde, dass die Kinder auch mithelfen können, haben wir mittlerweile zwei Putznachmittage ausgemacht, an denen jeder seine festen Haushalts-Aufgaben erledigt.

Mittags koche ich dann für neun Personen. Es gab mal Zeiten, in denen ich gerne gekocht habe, aber langsam läuft auch das nur noch halbherzig nebenbei.

Nach dem Mittagessen haben alle eine Stunde Pause, wo ich einen Kaffee trinke und die Küche sauber mache. Danach ist wieder Homeschooling angesagt. Bis Papa um 17 Uhr nach Hause kommt, der dann Physik und Chemie kontrollieren muss, da streike ich nämlich. Um 19 Uhr gibts dann Abendessen, danach müssen die Großen oft nochmal ran.

Stichwort digitaler Unterricht. Wie erlebst du das gerade? Was klappt, was nicht?

Ich empfinde es als pures Chaos auf beiden Seiten. Die Lehrer sind überfordert, Server stürzen ab oder sind so überlastet, das stundenlang nichts geht. Trotzdem sollen alle Unterlagen am Freitag abgegeben werden. Die Unterlagen von Levke habe ich neulich erst um 23 Uhr rüber schicken können.

Milan war genau 10 Wochen in der 1. Klasse. Vor dem Lockdown waren wir nämlich schon einmal in Quarantäne. Er kennt das schulische Leben ja kaum. Und trotzdem muss jede Woche ein neuer Buchstabe gelernt werden, ich bringe ihm lesen und rechnen bei. Aber er will das nicht mit mir machen und sagt immer, er wolle zu seiner Lehrerin. Ich habe keine Kraft mehr für die täglichen Kämpfe und denke mir: Gut, dann ist es halt so.

Und bei den Älteren?

Finn (13 Jahre) hat drei unterschiedliche Programme, über die er arbeiten muss, ich kannte vorher keins davon. Er verzweifelt an der Technik, mit der er sich auch nicht so gut auskennt. Eigentlich braucht jeder bei irgendwas Hilfe, Homeschooling dauert bei uns von morgens bis abends. Es gibt kaum ein anderes Thema mehr…

Mal ganz praktisch: Sitzt jedes Kind in einer eigenen Lernecke oder macht Ihr das alles am großen Küchentisch?

Sehr unterschiedlich. Milan und Fine sitzen immer in der Küche, Levke eigentlich auch, weil sie sehr viel Unterstützung in der Schule braucht.

Der Rest sitzt in seinen Zimmern, sie versuchen aber auch, sich gegenseitig zu helfen, weil jeder woanders Stärken hat.

Bei uns sind die Nerven teilweise ganz schön dünn. Wann sind bei Euch das letzte Mal die Fetzen geflogen?

Die Nerven sind hier auch sehr dünn, aber es herrscht eine komische Ruhe. Ich nenne es mal Resignation. Irgendwie reißen sich alle zusammen,  aber das finde ich auch nicht mehr normal. Und auch das Lachen im Haus ist manchmal über Stunden verschwunden .

Hast du überhaupt noch Zeit, mal alleine zu sein? Und wenn ja, was machst du dann?

Nein, habe ich nicht – die Katze begleitet mich sogar aufs Klo – ich glaube, sie möchte auch mal ihre Ruhe.

Was fehlt Euch in den letzten Monaten am allermeisten?

Unser normales Leben mit Sportverein, Jugendclub, unseren Freunden und Familienausflügen.

Kannst du auch etwas Positives in dieser Zeit sehen?

Das wird immer schwieriger! Dafür ist zu viel passiert, was uns als Familie zwar enger zusammen geschweißt hat – aber auch für sehr viel Schmerz und Tränen gesorgt hat. 

Wohin soll der erste Urlaub gehen, wenn es wieder möglich ist?

An die Ostsee und am besten gleichzeitig in die Berge. Ich glaube, wir müssen uns aufteilen. 

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was dich entlasten könnte – was wäre das? 

Nicht nur ich brauche Entlastung,  auch die Kinder. Für sie wünsche ich mir „normale Schule“. Für mich eine Maschine, die die Wäsche zusammenlegt.

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15 comments

  1. Hallo liebe Franzi, vielen Dank für das Interview und die ehrlichen Worte. Haltet durch und ich hoffe, dass ihr bald wieder anstrengende Situationen weglachen könnt. Schön, dass ihr eine Großfamilie seid und euch gegenseitig helft. Alles Gute.

  2. Also bei uns hat die Große (5.Klasse Gymnasium) Anwesenheitspflicht am Laptop und muss sich ab 7:50Uhr bis 12:50Uhr und einmal die Woche bis 15:05Uhr stündlich in einem Chat melden. Dort gibt’s dann entweder Videokonferenzen oder Aufgaben zum selbst bearbeiten. Das entscheidet jeder Lehrer einzeln, auch die Hausaufgaben. Es läuft nach Stundenplan. Die Kleine geht in die 1.Klasse und bekommt wöchentlich einen Aufgabenplan den sie mit mir abarbeitet und Mittwochs wird alles zum korrigieren in die Schule gebracht. In der Regel hüpfe ich hin und her, helfe bei Verständnis- und Technikproblemen und bei der Kleinen muss ich meist dabei sitzen. Mit Hausaufgaben geht das an manchen Tagen schon bis 16/17Uhr. Mein Mann ist außer Haus der Arbeit im Schichtbetrieb, so dass eigentlich in der Richtung alles bei mir bleibt. Ach ja, wie sind aus Oberbayern. 🙂

  3. Einfach nur: Respekt! Ich finde es mit nur 3Kindern schon schlimm, das wäre für euch wahrscheinlich die pure Erholung. Bin aber „nebenbei“ auch noch selbst Lehrerin und mir ist es einfach viel zu viel. Liebe Grüße und haltet durch, bald gibt es wieder einen Frühling☺

  4. Wir haben hier auch die 4. und 1. Klasse zu Hause. Mein Mann HomeOffice und ich muss raus, weil ich in der Sparkasse und somit kritische Infrastruktur bin. Wir basteln unseren Alltag jeden Tag wie ein Tetris- Spiel neu zurecht. Ich muss sagen, zum Glück gibt es pro Kind nur einmal wöchentlich eine Videokonferenz, denn naturgemäß muss man in dem Alter noch einloggen und helfen, wenn die Leitung wackelt. Daher bin ich froh über Wochenpläne, da wir auch oft am Wochenende, wenn wir beide greifbar sind, mit den Kindern arbeiten- machen wir uns nichts vor: einen neuen Buchstaben in der 1. Klasse erarbeitet sich kein Kind selber, auch nicht Aufgabenfamilien usw… und auch ein Viertklässler braucht hin und wieder Anleitung. Soll heißen unsere Kinder machen die Woche über die Festigungs- und Übungsaufgaben, am Wochenende wird neuer Stoff eingeführt in der Woche geübt. Unsere Kinder machen tapfer mit, sind auch recht motiviert, helfen auch im Haushalt mit, da wir eben gerade wirklich nicht die Zeit zum hinterher räumen haben. Wo ich gerade Woche für Woche wütender werde ist auf Arbeit, wenn genau die Risikogruppe mit schlecht sitzenden alten Masken (sie bekommen neue ja sehr preiswert) sich in der Kundenhalle drängeln und dann noch schimpfen, dass es eben gerade keine Sammelmünzen gibt, da die Bundesbank im Lockdown eben nicht liefert (ist ja auch nicht lebensnotwendig) oder wenn sie aufkreuzen um den Freistellungsauftrag zu ändern (kann man jedes Jahr bis 30.12. machen) und den Wohnungsbauprämienantrag abzugeben (das geht bis zum 30.12. des Folgejahres), die Sparbücher nachtragen mit nicht vorhandenen Zinsen und sich dann wieder darüber aufregen. Wohlgemerkt- wirklich die über 70 jährigen angereist dafür mit der Straßenbahn in einem Bundesland, wo man derzeit nur mit triftigen Grund vor die Tür darf, ältere Menschen mit Ansage den ÖPNV meiden sollen! Und dann ist null Einsicht vorhanden! Ich frage nur mal, ist das wirklich wichtiger, als das Kinder zur Schule gehen können? Und das Nächste, was mich aufregt ist, dass natürlich sämtliche Pflege der Älteren weiter läuft, stationär wie ambulant- da werden keine Angehörigen verdonnert dies mal nebenbei zu ihrem Job zu übernehmen, könnte man genau so gut doch mal ins Spiel bringen, wer noch Angehörige hat und nicht schwerst pflegebedürftig ist, der wird von den Angehörigen (die im Übrigen auch das Geld erben werden) gepflegt. Damit würde man zur Zeit die überlasteten Pfleger gut entlasten, die sich dann intensiver um die schweren Fälle kümmern könnten. Auch würde die Virengefahr der Pflegebedürftigen exponentiell sinken, wenn sich eben die Kinder neben dem HomeOffice kümmern würden (denn da würde niemand mehr 20-30 Menschen über den Tag abfahren und wie der Nikolaus so manches mitbringen). Auch würden sich die Angehörigen sicher noch viel umsichtiger verhalten, denn keiner möchte ja den Eltern/Großeltern/ Erbtanten das Virus mitbringen. Außerdem wäre es auch nur gerecht, denn warum darf man nur Eltern eine Mehrfachbelastung aus Job, Aufsicht und Lehrern zumuten? Angehörige von solchen Pflegefällen dürfen dann natürlich auch die Kind- krank- Tage in Anspruch nehmen und sich so auf ihrer Arbeit beliebt machen! Es sollten genau die gleichen Regeln mit Notbetreuung, wie für Eltern gelten! Verdammt nochmal alle reden von Solidarität und meinen damit doch nur, dass sich die Jungen zurück halten sollen! Das Kinder nicht zur Schule dürfen! Warum wird es als Diskriminierung angesehen, wenn man Einkaufszeiten nur für Ältere einführt, um sie zu schützen, warum wird als diskriminierend empfunden, wenn man den älteren Menschen statt den ÖPNV zu nehmen eine Taxifahrt ermöglicht? Ich kann mir denken, warum so etwas politisch nicht diskutiert wird: Wählen darf man erst ab 18 ohne Altersgrenze nach oben! Aber die Kinder und die Jugend ist unsere Zukunft und auch wir Eltern müssen noch 20-35 Jahre den Generationenvertrag erfüllen und nicht vorher zusammen brechen!

    1. Danke dafür, genau so sehe ich das auch. Solidarität ist keine Einbahnstraße. Leider hat die Politik vor allem ihre eigene Wähler Klientel im Blick, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsenen kommen nicht darin vor. Sie sollen sich seit Monaten zusammenreißen, einfach nur traurig, wie Deutschland mit seinen nachwachsenden Generationen umgeht

  5. Wow. Danke für den Einblick. Mir genügt es schon mit „nur“ einer 4. und einer 1. Klässlerin um nicht selten zu verzweifeln bzw. wahnsinnig zu werden.

    Homeoffice (in meinem Fall Jahresabschlussbedingt 100%ige Aufmerksamkeit gefordert – haha) mit Homeschooling ist ein Witz über den ich nicht mal mehr lachen kann. Digitalisierung – NULL, Aufgaben zum Ausdrucken online stellen – heißt für mich nicht „Digitalisierung“. Auch hier mag die 1. Klässlerin mit mir gar nichts tun, sie will dafür in die Schule, zu ihrer Lehrerin. Ich find es nicht zuviel verlangt, sich als eben solche wenigstens 30 min am Tag online zu treffen. Zu singen, lachen, Aufgaben besprechen und zum Abschluss zu sagen: „bis morgen machst du bitte… – du schaffst das!“ – dann ist die Motivation nämlich eine ganz andere…
    Auch ich kenne etliche Oberschüler/Gymnasiasten, die keine einzige Online-Unterrichtsstunde haben. Im letzten Frühjahr nicht, und auch jetzt im zweiten Schullockdown nicht. Es gibt auch Direktoren, die es ihren Lehrkräften untersagen, auch nur irgendwas digital zu tun. Und wenn doch, dann explizit auf eigene Verantwortung und Haftung. Ein Unding. Hab ich kein Verständnis mehr für. Wir leben im Jahr 2021!

    Nochmals, danke für den tollen Beitrag. Ich ziehe meinen Hut vor euch Eltern! Und wünsche weiterhin gutes Durchhalten. Das Licht am Ende des Homeschooling-Tunnels ist zu sehen 🙂 Drücken wir uns allen die Daumen, dass wir dem schnell näher kommen.

  6. Hallo!

    Ein interessanter Artikel. Was mich nur wundert: haben die Kinder keine Videokonferenzen? Nicht mal der Gymnasiast?
    Unsere drei Jungs (alle gleiches Gymnasium) haben pro Tag zwischen 2-4 Videokonferenzen im Zeitrahmen von 8-15 Uhr (Mo, Di und Do) und etwa bis 13 Uhr (Mi und Fr). Das heißt, dass auch mal drei Konferenzen gleichzeitig laufen, wir also nicht gucken, wer jetzt den Laptop braucht – sondern alle brauchen einen! Dazu der Papa mit tlw Videokonferenzen im Homeoffice.
    Die beiden Großen managen das ganz gut. Beim Kleinen muss ich in greifbarer Nähe sein, er ist in der 5ten (Autist mit LRS) – also mit digitalem Unterricht ist für ihn Neuland. Dann ist da noch unsere 1.-Klässlerin, die schon nach 1 Stunde mit ihren Aufgaben fertig ist und dann „beschäftigt“ werden muss, bis die Brüder fertig sind.
    Komme mir hier zeitweise wie in einem
    Großraumbüro oder Call-Center vor!
    Haben eure Kids viele Konferenzen plus Aufgaben oder nur Aufgaben? Es gab auch schon Konferenzen für Sport mit Hampelmann am Esstisch 😉

    LG

    1. Hallo Muffin, mich würden andere Elternmeinungen zu Videokonferenzen der Kinder interessieren. Ich finde sie sind Fluch und Segen zu gleich. Einerseits ein gutes Kontakt Angebot zur Klasse und Lehrern und fördern das Verständnis der Grundachüler, dass die Aufgaben im Zusammenhang mit der Schule stehen und nicht von den Eltern erfunden wurden. Aber mitunter Termindruck und einige Konferenzen haben wenig Lern- oder Sozialen Effekt und erzeugen Stress bei meinen Kindern, da ein didaktischer Plan meinen Beobachtungen nach fehlt. Mein Zweitklässler benötigt mitunter massive Begleitung durch uns bei den Konferenzen.

      Was gibt es für Meinungen und Erfahrungen dazu?

      1. Hi Stef!

        Bei uns ist es so, dass die Kleinste (1.Klasse) täglich – freiwillig – für 15 Minuten eine kleine Konferenz mit ihrer Klasse hat, hier wir gesungen, ein bisschen geplaudert und ein paar Sportübungen gemacht. Ansonsten lädt die Lehrerin Sonntag in Logineo (NRW) Aufgaben und Material hoch, es muss ausgedruckt und später wieder eingescannt und hochgeladen werden.
        Bei den Jungs (5., 7. und 8. Klasse) ist es oft so, dass sie erst 5 Minuten vorher zu den Sitzungen eingeladen werden. Normalerweise sollte bis Montagmorgen der Plan (laut Schule) stehen, wann in der Woche Konferenzen sind. Ist nur nicht so. Auch schieb jeder Lehrer die Aufgaben in einen anderen Bereich des Tools hoch, da sucht man dann tlw wie verrückt. Auch merkt man, die unterschiedlichen Fertigkeiten im IT-Bereich seitens der Lehrer. Aber alle versuchen sich zu bemühen und das ist schon viel wert. Sie sind auch bereit, Ratschläge anzunehmen und umzusetzen. Gerade arbeitet die Schule daran, den Aufgabenbereich übersichtlicher zu gestalten. Bin schon gespannt!
        Die Konferenzen selbst sind im Rahmen recht gut organisiert. Die Lehrer versuchen, sie abwechslungsreich und auch mit Spaß zu gestalten. Das finde ich gut.
        Wie sieht es bei anderen aus?
        LG

      2. Hallo Stef,
        Das ist je nach Bundesland sehr unterschiedlich. In NRW z.b. sind diese Konferenzen fast schon Standard. Bei uns (Brandenburg) gibt es das kaum, worüber viele Eltern (mehr als die Schüler) sehr enttäuscht sind. Ich denke, zum Kontakt halten wäre das schon wichtig, für das Zusammengehörigkeitsgefühl und auch, um Fragen beantworten zu können. Kann aber im schlechten Fall dazu führen, dass nur Zeit abgesessen wird und führt zu Problemen, wenn in kinderreichen Familien nicht genug Geräte vorhanden sind.
        Bei uns ist es so, dass die Abschlussklassen in den Schulen unterrichtet werden. Ich als Lehrerin bin also 2-3Tage die Woche in der Schule bei meiner 10. Klasse (was mich manchmal echt wütend macht, mein Zweitklässler sitzt zuhause, wäre für den Präsenz nicht wichtiger als für 16jährige?!). Klasse 7-9 muss ich aus der Ferne geschulten, meine eigenen Kinder immer zuhause. Es ist der Horror. Ich könnte es der aktiv nicht leisten, gross Konferenzen anzubieten, wann denn? Das mache ich nur für meine eigene Klasse einmal die Woche, mehr ist nicht drin grad.

      3. Hallo Stef,
        wir leben in NRW und der Unterricht läuft analog zum Stundenplan digital. In der 5. Klasse sind das abwechselnd Videokonferenzen in denen „gearbeitet“ wird oder Hausaufgaben im jeweiligen Fach. Oftmals können die Kinder digital interagieren. Das hängt von der Lehrerin bzw. dem Lehrer ab. Ansonsten werden Aufgaben erledigt und per Chat oder mit Audio beantworten die Lehrer fragen.
        Das ist alles schon sehr gut. Hausaufgaben werden per Audio, per Foto direkt im System hochgeladen. Und der Vokabeltest erfolgte digital direkt im System.
        Trotzdem ist es natürlich so, dass nicht alles didaktisch aufbereitet ist. Manche Lehrer/in sind digital fit, andere weniger.
        Wir Eltern unterstützen. Es ist oft viel Stoff, viel zu lesen und lange Tage für die Kinder. Und trotzdem ist dies besser als gar nichts! Die Kinder sehen und hören sich und sie kommen im Unterrichtsstoff voran. Es wird jede Woche ein bisschen besser.
        Dazu gehört auch, dass Eltern den Druck rausnehmen und den Kindern Sicherheit und Fürsorge geben.
        Das seit Jahrzehnten nicht in Bildung, in Kultur, in Schulen, in Familien usw. investiert wurde, macht sich jetzt bitter bemerkbar.
        Ich wünsche mir, dass wir Eltern uns weiterhin zuhören und unterstützen, dass wir die Leistung der Lehrer/innen anerkennen und dass wir alles tun, um als Gesellschaft die Pandemie zu überstehen.
        Viele Grüße

    2. Hallo, doch es waren Videokonferensen geplant fanden auch statt, aber . Da hier auf dem Ländlichen die Internetverbindung zu wünschen übrig lässt, finden keine mehr statt. In der ersten Woche haben es alle Schulen versucht leider ohne Erfolg. Bei den grossen sogar 18.00 aber auch da brach wieder alles zusammen.

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