Leserfrage: Ab welchem Alter sollten Kinder auch mal alleine spielen?

Hallo ihr Lieben, ich habe mal eine Frage: Wieviel SPIELT ihr tatsächlich mit euren Kindern an normalen Tagen (nicht am Wochenende). Ich zweifle manchmal daran, ob wir das bei uns hier „richtig“ machen oder den Kids zu viel (oder zu wenig?!) Spielzeit mit uns Eltern zusprechen.

Mein Mann und ich sind selbständig und führen zu zweit eine Anwaltskanzlei. Das Büro ist im selben Haus, in dem wir auch wohnen und das ermöglicht es uns, relativ intensiv auf die Bedürfnisse unserer Kinder (7 und 2) einzugehen.

Wir sind mit den Kindern viel an der frischen Luft, spazieren, bei Oma im Garten oder auf dem Spielplatz. Doch das zählt für die Kinder nicht als „Spielzeit“. Die Kleine möchte am liebsten ununterbrochen mit mir Puppenhaus oder Küche spielen oder kneten. Der Große liebt Brettspiele und möchte das mit uns Eltern spielen. Aber dafür fehlt uns oft die Zeit, denn neben unseren Jobs gibt es ja auch noch den Haushalt, inklusive kochen und Wäsche.

Daher sage ich oft zu meinen Kindern „Ja später!“ oder „Gleich, ich muss noch dies und jenes fertig machen/kochen/putzen/Wäsche zusammenlegen…“ Dann trotten sie enttäuscht ab und tun mir sofort leid.

Dazu kommt, dass es nur selten möglich ist, beide Kinder mit demselben Spiel glücklich zu machen. Also muss man oft die Zeit finden, erst mit dem einen und anschließend noch mit dem anderen was zu spielen. Neulich habe ich mit einer Freundin darüber gesprochen. Sie sagte, dass bei ihnen so richtig nur am Wochenende „gespielt“ wird. Um ehrlich zu sein, war das bei mir früher auch so. Meine Eltern haben nie unter der Woche einfach so ein Brettspiel mit uns gespielt.

Ich frage mich: Wieviel „spielt“ ihr wirklich mit Euren Kindern unter der Woche? Und wieviel können sich Kinder im Alter von 2 und 5 selbst beschäftigen? Denn an Spielzeug in ihren Zimmern mangelt es wirklich nicht… Wie läuft das bei Euch?



9 comments

  1. ich bin eher ein freund davon die kinder in meine tätigkeiten mit einzubinden. und wenn sie das nicht wollen ( bzw der große ist da so ungestüm und „hört“ nicht das es besser ist er spielt allein anstelle das ich danach die küche neu streichen kann), spielen sie allein. irgendwie kam ich nicht so gut mit ihnen spielen, außer bauen oder wir malen zusammen oder so. aber im endeffekt machen wir nicht so viel zusammen. aber mir ist es sehr wichtig sie zu sehen udn das was sie machen damit sie spüren das ich sie sehe und sehe was sie können oder machen. oder das ich mich einfach dazu setzte und mir erzählen lasse was sie machen ( wenn sie das möchten). vielleicht hilft es auch spielsachen auszutauschen oder zu minimieren, und richtig nach sorte zu sortieren und zu minimieren ( eine kiste lego, eine kiste tiere, eine kiste bälle zum beispiel), udn eben man merkt sie spielen mit irgendwas davon nicht das weg zu räumen in den schrank oder keller. und wann kinder allein spielen können hängt auch sehr von dem charakter ab. absprachen helfen auch und genau zu sagen was man macht udn danach wirklich zum kind kommt ( zum beispiel: ich hänge die wäsche fertig auf und komme dann).

  2. Es gibt bei uns Tage, da spiele ich mit den Kindern fast gar nicht, an anderen dann umso mehr. Es kommt immer darauf an wie es passt. Wenn gerade viel im Haushalt zu tun ist, dann gibts eben den Deal, dass wir zuerst Wäsche aufräumen zusammen (der Schrank ist halt dann nicht so ordentlich), ich aber dann auch ein Spiel mit ihnen mache. Ich versuche mich dann auch immer an Abmachungen zu halten, ich erwarte das ja auch von ihnen.
    Weil du ein ‚viel‘ Spielzeug erwähnst. Bei uns gibt es immer Auszeiten von Spielzeug, mal ist Lego im Keller, mal Puppenhaus, Bausteine etc auch bei Spielen und Puzzeln wird das gemacht. Es wird erst durch getauscht, wenn die Sachen nicht mehr bespielt werden. Und wenn dann wieder was ‚Neues‘ hoch kommt, wird es gehypt 🙂

  3. Ich spiele auch nur Gesellschtsspiele mit meinen Kindern oder Dinge zu denen ich wenigstens ein bisschen Lust habe. Also kaum Rollenspiele. Was bei uns gut hilft, ist dem Wunsch des Kindes nach einem Spiel sofort nachzukommen und zu vereinbaren, dass es danach alleine spielen muss, weil ich xy machen muss. Kleine Kinder haben eben wenig Geduld und Zeit vergeht elendig langsam für sie. Außerdem stresst es mich wenn sie alle 5 Minuten fragen, ob ich denn jetzt Zeit hätte.

  4. Hallo,
    ich spiele mit den Kindern nur Spiele, die ich selber mag. Die Große darf abends etwas später als ihre Geschwister ins Bett gehen und wir nehmen uns dann bewusst Zeit für sie. Wir spielen in der Zeit oft zusammen Brettspiele.
    Sich zwischendurch von den Kleinen einen Kaffee oder ein Mittagessen aus der Spielküche servieren lassen geht auch immer, aber meistens spielen sie unter sich oder „helfen“ im Haushalt😊
    Ich denke auch, dass jede Familie da ihren Weg finden muss.
    Viele Grüße

  5. „Denn an Spielzeug in ihren Zimmern mangelt es wirklich nicht“… Mmh, vllt zu viel Spielzeug?
    Das überfordert und Kinder können sich nicht mehr allein damit beschäftigen, weil sie im Überfluss nicht wissen, womit sie als erstes spielen sollen.
    In dem Alter lieben Kinder es, ihre Eltern nachzuahmen; beim Wäsche falten, kochen, wischen helfen sie liebend gern und sehen das auch als Spiel an. Hauptsache zusammen mit Mama und/oder Papa.Mit ein bisschen Musik und mitsingen wird’s noch lustiger.
    Haushalt darf ansonsten auch mal liegen bleiben😜
    Wen kümmert es schon, ob die Hose vom Wäscheständer oder aus dem Schrank genommen wird🙊

  6. Wir haben kurze Spiele Mau, Mau, Kuh und Co, Elfer raus u.a.und lange Spiele Monopoly, Wer war es usw. Ich finde ein kleines Spiel nach dem Essen oft besser als wenn die Kinder noch mal was schauen auf YouTube, da ich fürchte das der E-Sport langsam bei uns einzieht und dann spielen wir alle allein!

  7. Ich spiele nicht mit meinen Kindern, weil ich das nicht als meine Aufgabe sehe. Ich bin die Mutter und nicht die Spielpartnerin.
    Ich erkläre meinen Kindern, dass solche Spiele nur Kindern Spaß machen und Erwachsenen nicht mehr.
    Wenn meine Kinder einen Spielpartner haben möchten, dann können sie entweder ihre Geschwister fragen oder können sich verabreden.
    Die Kinder müssen sowohl lernen, sich selbst zu beschäftigen als auch sich selbstständig um soziale Kontakte und Verabredungen zu bemühen.
    Ich versuche natürlich trotzdem viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, aber dann lese ich zum Beispiel etwas vor oder wir kümmern uns gemeinsam um den Haushalt oder machen Ausflüge.

    1. Wie soll denn ein 2-jähriges Kind sich verabreden? Man kann doch auch was mit seinen Kindern machen, das einem keinen Spaß macht. Die Kleinen müssen ja auch mal mit ins Restaurant oder so, obwohl es nur den Eltern Spaß macht, da herumzusitzen.
      Ich finde, es sollte einfach ausgewogen sein und natürlich kann man von einem 5-Jährigen mehr Eigeninitiative verlangen als von einem 2-jährigen Kind. Aber mir macht es oft auch Spaß, wenn mein Kind Spaß hat, selbst wenn ich das bei manchen Spielen nicht erwartet hätte.

  8. Ich glaube nicht, dass es bei dem Thema hier ein „richtig“ oder „falsch“ gibt. Es ist ein Thema, bei dem vielen dein schlechtes Gewissen teilen werden. Vor allem die Berufstätigen. Bei mir ist es zumindest auch so und das obwohl (oder gerade weil?) meine Kinder sehr viel selbständig spielen. Von Geburt an habe ich immer ein bisschen (maximal 2-3 Stunden täglich) im Homeoffice gearbeitet. Dadurch haben alle Kinder früh gelernt allein oder eben miteinander zu spielen. Oft wollen sie dann aber auch noch eine Runde mit mir spielen und ich muss sie nicht selten enttäuschen, weil wir Termine haben oder das Mittagessen nicht länger warten kann oder oder oder.
    Wenn ich es zeitlich unter der Woche irgendwie hin bekomme, haben wir folgende Regel: Die Kinder lassen mich ganz in Ruhe meine mir wichtigen Dinge erledigen und danach spiele ich mit jedem ein Spiel. Meistens spielen wir schon alle zusammen aber es darf sich dann eben jeder ein Spiel aussuchen. Das klappt meistens recht gut. Ich habe auch schon oft erlebt, dass die Kinder dann am besten miteinander spielen, wenn ich sie abweisen musste.

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