Elternfragen

17/02/2017 - 07:15

Stadt-Mama Katharina

Leserfrage: Kann ich nach einem Kaiserschnitt mein zweites Baby spontan entbinden?

"Ich heiße Hanna und im Mai 2016 bin ich zum ersten Mal Mutter geworden. Es war eine Bilderbuchschwangerschaft, die leider in einem fürchterlichen Notkaiserschnitt endete, weil die Herztöne des Babys plötzlich rasant abfielen. 

Es hat eine Weile gebraucht, bis ich das Erlebte einigermaßen verarbeiten konnte. Wir haben dazu an einigen therapeutischen Sitzungen teilgenommen und auch zu Hause viel über das Geschehen gesprochen.

Nachdem wir uns im Klaren darüber waren, dass unser Sohn nicht alleine bleiben soll, haben wir recht zügig die Verhütung abgesetzt - und ich wurde schnell schwanger. Ende Juli soll unser zweiter Sonnenschein zur Welt kommen. 

Damit sind wir auch schon beim eigentlichen Thema: Ich wünsche mir nichts mehr als eine natürliche Geburt.

Mein Gynäkologe sagt, dass grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden sei, da meine Narbe sehr gut verheilt sei.

Meine Hebamme hingegen hatte den Einwand, dass kein Krankenhaus bzw keine Hebamme sich auf eine natürliche Geburt einlassen würde, wenn auch das zweite Kind wieder so groß sein würde wie unser Sohn (er war 55cm groß und 4090g schwer)

Meine Gedanken kreisen die ganze Zeit nur um das eine Thema. Ich gehe jetzt war nicht davon aus, dass wir noch einmal das Pech erleben werden, einen Notkaiserschnitt verarbeiten zu müssen. Aber auch ein geplanter Kaiserschnitt wäre nicht das, was ich mir für die zweite Geburt wünsche.

Ganz klar ist: Wenn es medizinisch notwendig sein sollte, muss es natürlich ein Kaiserschnitt sein. Dann muss getan werden, was getan werden muss.

Wenn allerdings medizinsch alles ok ist, sieht es für mich anders aus. Ich wünsche mir diesmal so sehr, aktiv an der Geburt meines Kindes teilnehmen und teilhaben zu können, so dass ich es zumindest versuchen möchte mit einer vaginalen Geburt.

Gibt es vielleicht Mamas die eure Seite verfolgen, die auch erst einen Kaiserschnitt und danach eine natürliche Geburt haben? Und vielleicht sogar mit kurzem Geburtsabstand? (Es sind bei uns 14 Monate).

Kann ich irgendwie Einfluss nehmen? Muss ich mich bei einer speziellen Hebamme melden? Fragen über Fragen, die mich momentan nicht zur Ruhe kommen lassen. Wer hat Tipps?" 

Zum Weiterlesen:

Wie ich nach zwei Kaiserschnitten endlich eine Hausgeburt erleben durfte

Foto: Pixabay

Tags: Kaiserschnitt, Geburt, Baby, Schwangerschaft, OP, Krankenhaus

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Kommentare

Carina — Fr, 02/17/2017 - 07:53

Ich habe meine große Tochter auch per Kaiserschnitt bekommen nach Geburtsstillstand. Sie hatte ähnliche Maße wie dein Großer. Unsere Kleine kam knapp 2 1/2 Jahre später völlig natürlich zur Welt! Das Krankenhaus und auch meine Hebamme haben mich von Anfang an in meinem Wunsch nach einer natürlichen Geburt unterstützt! Ich wünsche dir eine schöne Geburt ganz nach deinen Wünschen!

Kathi — Fr, 02/17/2017 - 08:05

Hallo, meine Tochter kam auch per Notkaiserschnitt auf die Welt und ich habe ziemlich lange daran zu knabbern gehabt. Mein großer Wunsch war das Alles nochmal anders erleben zu dürfen. Mein Sohn kam auf natürlichem Wege ganz unkompliziert zur Welt. Auch bei mir haben Krankenhaus und Hebamme mich von Anfang an in meinem Wunsch bestärkt. Allerdings ist bei uns der Abstand vuel größer ( 4 Jahre). Ich drück dir die Daumen.

Linda — Fr, 02/17/2017 - 08:08

Bei meinem ersten Sohn musste wegen Beckenendlage und der Größe des Kindes (4105g und 39cm Kopfumfang) ein geplanter Kaiserschnitt gemacht werden. Ich habe daher nicht das Trauma eines Notkaiserschnitts erlebt, hatte aber beim zweiten auch den großen Wunsch nach einer spontanen Entbindung. Mit 2 Jahren Abstand habe ich nun meinen zweiten Sohn mit 3970g spontan zur Welt gebracht, drei Tage über Termin und nach sehr langer Eröffnungsphase (da die Ärzte und Hebammen nach dem Kaiserschnitt sehr zurückhaltend mit voranbringenden Maßnahmen waren um die Narbe nicht zu strapazieren) aber überglücklich. Ich habe in einem kleinen Krankenhaus entbunden und wurde dort auch von Anfang an bestärkt es spontan zu versuchen. Ich war mental aber auch auf einen zweiten Kaiserschnitt eingestellt um die eventuelle Enttäuschung nicht zu groß werden zu lassen. Ich drücke dir die Daumen für deine Geburt und dass alles gut und vor allen Dingen gesund ausgeht!

Bina — Fr, 02/17/2017 - 08:17

Meine Große kam 2012 nach 8 Tagen Einleitung wegen einer EPH Gestose mit der Saugglocke auf die Welt. Die künstlich erzeugten Wehen haben zu Wehenstürmen geführt. Aber es hat dann doch geklappt. Unsere zweite Tochter kam 2015 wegen einer Stirnlage per Notkaiserschnitt auf die Welt. Das habe ich bis heute nicht verwunden. Dabei ging so einiges schief und es hieß, sie werden nie wieder schwanger. Die Wahrscheinlichkeit liegt unter 5%. Nunja, 7 Monate später war ich nun völlig überraschend wieder schwanger. Trotz verhüten. Das sollte wohl so sein. Damit begann ein langer Kampf um eine spontane Geburt. Denn jeder sagte direkt: Wieder Kaiserschnitt. Die Geburtenfolge wäre zu kurz. Aber ich wollte einfach nicht. Die Narbe sah gut aus und unser kleiner Mann lag immer richtig rum. Trotzdem war es sehr schwierig im Krankenhaus Ärzte und Hebammen zu finden, die dieses Risiko mit uns getragen haben. Zumal unser kleiner Brocken mit 4280 Gramm nicht gerade das perfekte Baby für unser Vorhaben war. Im Endeffekt verdanke ich dem Zufall der richtigen Hebamme im Kreißsaal und vielleicht auch meinem sturen Willen , das ich beim dritten Kind innerhalb von 1,5 Stunden ab der ersten Wehe, eine traumhaft spontane Geburt erleben durfte. Alles lief wie geschmiert und 3 Stunden später waren wir wieder Zuhause. Ganz so wie ich es mir immer gewünscht habe. Die Wehenstürme hatte ich bei allen dreien. Neige ich wohl zu. Aber die Narbe hat gehalten. Auch nach so kurzer Zeit. 18 Monate liegen zwischen den beiden. Aber ich hatte nach 2 Monaten noch eine Ausschabung. Deswegen wurde ab da gezählt. Also nur 16 Monate. Ob das immer so klappt? Keine Ahnung. Versprechen konnte mir das auch niemand. Man muss das ganze beobachten. Und ja, es gibt immer wieder Gegenwehr. Es ist nun mal ein Risiko und in der heute klagefreudigen Gesellschaft ist es verständlich, das Ärzte sich absichern wollen. Ich drücke dir die Daumen!

Claudia — Mi, 03/01/2017 - 12:59

Was für eine Geschichte! Du hast viel durchgemacht und viel geschafft!! Deine Geschichte hat mir Mut gemacht! Ich bin gerade 5 Tage über dem Termin und auf den letzten Metern. Hab 2014 Zwillinge weg BEL per Sectio bekommen. Nun bin ich gerade noch schwanger. Auf Grund von zuviel Fruchtwasser und "zu großem Kind" mußte ich (meine Hebamme) leider meine geplante Hausgeburt nun an den Nagel hängen und ich muss mich an den Gedanken KH gewöhnen. Zwei Ärztinnen haben mir vorgestern zum geplanten KS geraten. Aber ich werde es spontan versuchen, mit Entspannung, Atmung und Zuversicht. Schneiden können sie dann immer noch! Liebe Grüße Claudia

Janika — Sa, 06/22/2019 - 20:04

Ich stehe auch kurz vor einer Geburt nach kaiserschnitt. Und da auch unser zweiter schwer geschätzt wird drängt der Arzt auf einen zweiten KS. Zum Glück stehen die Hebammen hinter mir und deine Geschichte macht mir Mut. Vielen Dank dafür

Leni Klingel — Fr, 02/17/2017 - 08:35

Ich habe unsere Tochter im Juni 2014 mit Not KS zur Welt gebracht und 17 Monate später wurde unser Sohn geboren. Keiner hatte Einwände gegen eine spontane Geburt. Ich bin ganz entspannt und ohne große Erwartungen in die Geburt gegangen - immer im Hinterkopf, dass ein KS nichts schlimmes ist (ich hatte überhaupt keine schlechten Erfahrungen beim ersten gemacht). Es ist dann letzten Endes wieder ein Not KS geworden, aber aus anderen Gründen und doch genauso komplikationeslos und undramatisch wie der erste. Alles Liebe Dir! Vertrau auf deinen Körper!

Juli P — Fr, 02/17/2017 - 08:46

Hallo Hanna, meine ältere Tochter ist jetzt 20 Monate alt, wurde durch einen ungeplanten Kaiserschnitt (aber nicht in Not) zur Welt gebracht und ich stehe unmittelbar vor der Geburt der nächsten Tochter. Ich kann dir also noch nicht sagen wie es ausgeht, aber die Planung einer spontanen Geburt war kein Problem. Ich möchte es eben auch gerne probieren unserre zweite Tochter spontan und vaginal zu gebären. Sowohl meine Hebamme als auch 'mein' Krankenhaus haben mich darin unterstutzt. In ssw 36 wurde die Narbe des KS per Ultraschall vermessen, die muss dick genug sein, was sie bei mir auch ist. Ich schreibe dir hier gern nochmal wenn wir im Wochenbett sind. Lieber Gruß und genieße die Schwangerschaft, Juli P

Wuselbibi — Fr, 02/17/2017 - 10:05

Und abwarten. Ich hatte einen Notkaiserschnitt gefolgt von einer normalen Entbindung. Von natürlicher Geburt möchte ich nicht sprechen, denn Nr. 2 hatte den Kopf nicht gedreht und kam zur Seite guckend raus. Aber es war möglich, meine Hebamme und mein Arzt haben meinen Wunsch unterstützt. Wäre es gefährlich geworden, hätten wir abgebrochen. Das versteht sich von selbst! An deiner Stelle würde ich mit der Hebamme nochmal sprechen. Vielleicht kann sie sich etwas bemühen, dich nicht gleich so abzufertigen, denn sie sollte doch wissen, dass kein Baby gleich ist und dein zweites Kind nicht zwangsläufig genauso groß sein muss wie das erste! Was die medizinische Notwendigkeit angeht, kann ich das mit Größe/Gewicht nicht beurteilen. Aber auf die Aussage der Hebamme allein würde ich mich nicht verlassen. Geh zur Wunschklinik und frag nach, betone, wie wichtig es dir ist. Frag deinen Gynäkologen und hoffentlich gehen sie dann mehr auf dich ein als die Hebamme jetzt im ersten Moment denkt. Ich wünsche dir alles Gute und für dieses Mal eine undramatische Entbindung! Liebe Grüße

Nicole — Fr, 02/17/2017 - 10:27

Liebe Hanna, ich bewundere Deine klare Haltung und Deinen Wunsch nach einer natürlichen Geburt! Als aller Erstes: lass Dir das auf keinen Fall ausreden! (Ausnahme: medizinische Notwendigkeit) Ich habe mein erstes Kind mit 25 mit völlig unnötigem Kaiserschnitt zur Welt gebracht, weil ich nicht reif genug war dem zu widersprechen. (Mein Sohn war zehn Tage drüber, trotz versuchter Einleitung (Gel) keine Wehen und morgens (12 Tage +) wurde ich ohne Umschweife für den OP fertig gemacht, ohne dass die Ärztin das vorher mit mir besprochen hatte). Genauso wie Du war ich im Nachhinein stark enttäuscht, dass es keine natürliche Geburt gewesen war. Umso mehr entstand der Wunsch daraus, beim zweiten Kind (4 Jahre später) alle notwendigen Grundlagen zu schaffen, die eine spontane Entbindung überhaupt möglich machten. Ich suchte mir eine andere Klinik und eine wirklich tolle Beleghebamme, bei der ich mich mit meinen Wünschen ehrlich verstanden und super aufgehoben fühlte! Auch mit dem Oberarzt besprach ich meine Wünsche und wurde über evtl Komplikationen und den dazugehörigen "schärferen" Überwachungen aufgeklärt. Schlussendlich bin ich wahnsinnig stolz auf meine Tochter und mich, dass wir beide das so toll gemeistert haben und gönne Dir, liebe Hanna, dieses Erlebnis von ebenso von ganzem Herzen! Nachdem ich dann noch ein drittes Kind (5 Jahre später) spontan entbinden wollte (dieselbe Klinik, dieselben Ärzte, dieselbe Hebamme = "Wohlfühlfaktor") und dies trotz aller Bemühungen dann doch in einer, zum Glück erfolgreichen, Not-OP endete, kann ich heute als 40jährige resümierend zurückblicken und sagen: es kommt so wie es eben kommen soll. Vertrau darauf & nimm es so für Dich an! Du kannst versuchen Dir die beste Basis für Deine Wünsche zu schaffen, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Du damit Erfolg haben wirst. Sei nicht enttäuscht, wenn es beim zweiten Kind auch nicht klappt! Das Einzige was zählt, ist, dass ihr da zu zweit gesund durchgeht und zum Schluss dann glücklich zu viert seid!

Fine — Fr, 02/17/2017 - 10:56

Ich überlege gerade, ob es der Hebamme um den Kaiserschnitt geht oder um das Gewicht und die Größe des Kindes. Meine beiden Kinder habe ich beide spontan entbunden. Allerdings musste ich bei meinem Sohn unterschreiben, dass ich bei seiner geschallten Größe und dem Gewicht auf einen Kasierschnitt verzichte. Meine Tochter war schon schwer, aber mein Sohn hat es mit 4.650g und 58cm noch getoppt. Vielleicht rührt auch hierher der Einwand der Hebamme. Nur so ein Gedanke ... Vielleicht sprichst du sie hierauf nochmal an

Sindy — Fr, 02/17/2017 - 11:15

Hallo!!! Ich hab 2013 meine Große Tochter per Notkaiserschnitt entbunden und war nach 5 Monaten dann wieder schwanger! Ich musste nach einer Klinik suchen, die einer spontanen Geburt zugestimmt hat. In unserer Umgebung gibt es 3 Krankenhäuser und von denen war nur ein KH einverstanden! Ich könnte sogar eingeleitet werden und eine PDA bekommen... Es war zwar ein Kampf und eine schwere Geburt, aber am Ende konnte ich meine Zweite spontan entbinden und das war soooo ein schöner Moment, den ich nicht mehr missen möchte! Wenn du es wirklich willst, dann Kämpfe dafür!! Meine beiden waren übrigens auch fast 4 Kilo schwer! Alles Gute dir!!!

Mimi — Fr, 02/17/2017 - 12:41

The same here: Kind 1 Kaiserschnitt wegen Beckenendlage (geplant), 15 Monate später Kind 2 (1 Kilo mehr als Kind 1, 10 Tage drüber) Spontangeburt in einem anderen Krankenhaus mit einer tollen Hebamme. Einfach war es trotzdem nicht. Nach 24 Stunden Wehen wurde der OP schon vorbereitet für den Notkaiserschnitt. Vorher bekam ich als letzte Chance eine Pda, dann kam sie nach 28 Stunden als Sternengucker zur Welt. Und ja, die Kaiserschnittnarbe hat innerlich während der Wehen sehr geschmerzt, ich dachte einige Male, dass sie reisst und damit ich genügend Gefühl hatte, habe ich auch die pda erst spät.bekommen. Ich war nach den langen Wehen sehr sehr verängstigt und verspannt. Für mich war ausschlaggebend, dass ich der Hebamme zu 100Prozent vertraut habe, sonst hätte das nicht funktioniert. Ich hatte mir für die zweite Geburt drei Kliniken und zwei Beleghebammen angeschaut und mir Zeit genommen. Und ich habe mir von Beginn an versucht.klar.zu machen, dass ich einfach alles versuche für die Spontangeburt, aber das es am Ende am wichtigsten ist, dass die Maus heil raus kommt. Das hat geholfen. Viel Glück!

Niki — Fr, 02/17/2017 - 22:49

Mein großer kam 2012 mit einem (lange vorher) geplanten Kaiserschnitt zur Welt, da ich eine Symphysenlockerung hatte und (angeblich/laut der Ärzte) nicht das Risiko eingehen sollte natürlich zu entbinden und somit eine "Sprengung der Symphyse" zu riskieren. Diese "geplante Geburt" war der Horror für mich! Meinen zweiten Sohn sollte ich 2015 auf natürlichem Wege bekommen, der Geburt stand nichts im Wege! Leider aber musste auch er nach 13 Std. im Kreissaal mit starken Wehen mit einem Notkaiserschnitt geholt werden, da ähnlich wie bei deinem Kleinen, die Herztöne plötzlich weg waren. Ich war am Ende meiner Kräfte und die Sectio kam auch für mich wie meine letzte Rettung. Ich glaube, dass ich durch den zweiten Kaiserschnitt den ersten KS gut verarbeiten konnte. Andererseits ist es ein Niederschlag für mich, meinen zweiten Sohn nicht natürlich geboren zu haben, wo er doch kurz davor war von alleine zu kommen. Ich denke ein großes Problem von mir war es, dass ich mich selbst unter Druck gesetzt habe, es auf natürlichem Wege zu schaffen. Ich bin ein absoluter Kopfmensch, was während meiner Geburt nicht von Vorteil war. Mein Tipp: ganz viel entspannen, nicht auf andere hören, nicht unter Druck setzen.

Lilli — Sa, 02/18/2017 - 20:36

Hallo! 2012 habe ich meinen Sohn natürlich geboren. Er hatte 4140g und 37cm Kopfumfang. 2014 wurde meine Tochter durch einen Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Es gab keinen triftigen Grund, ich hatte wohl kein Glück mit der Hebamme und dem Arzt...daran hatte ich lange zu knabbern. Nun bin ich erneut schwanger und habe mich diesmal für eine private Hebamme enschieden. Sie war schon bei beiden Kinder zur Nachbetreuung bei mir und kennt meine Geschichte. Was mir durch den Kaiserschnitt verwährt bleibt ist eine Hausgeburt und das Geburtshaus. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Ich würde mich an deiner Stelle auch noch bei anderen Hebammen umhören.

Marsha — Sa, 02/18/2017 - 21:01

Ich habe mich das damals auch gefragt und sogar an einer Studie dazu teilgenommen. Optibirth - die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen veröffentlicht. Mir sagten Ärzte und Hebammen, dass in der Regel eine natürliche Geburt nach KS möglich ist, denn jedes Kind und jede Geburt ist anders. Bei mir klappte es dann doch nicht, aber eine Freundin von mir hatte nach Notkaiserschnitt eine ganz unkomplizierte zweite Geburt. Mein Tipp: Einfach probieren. Mit dem Arzt/Hebamme sprechen, ab wann der Versuch abgebrochen wird. KS-Narbe schallen lassen, um Ruptur vorzubeugen. Lass es auf dich zukommen. Und nicht soviel Kopfkino.

Ulli — So, 02/19/2017 - 09:36

dass das wohl möglich ist, bei mir waren genau 2 Jahre dazwischen! Leider hat es dann ohnehin wieder nicht funktioniert (meine ganze Geschichte kannst du auch nachlesen wenn du magst: http://fitundgluecklich.net/2016/09/15/ein-kaiserschnitt-ist-nicht-weniger-geburt/) Ich wünsch dir alles Gute! lg Ulli

Franziska — So, 02/19/2017 - 13:11

Hallo, ich habe im August 2011 meine Tochter Marleen (55 cm, 4270 Gramm) per Notkaiserschnitt in Vollnarkose bekommen und im April 2013 meinen Sohn Theodor (53 cm, 4170 Gramm) in nur 3,5h spontan entbunden. Dazwischen lagen also 19 Monate. Die Ärzte und Hebammen im Krankenhaus haben das voll unterstützt. Ich habe mich erst eine Woche vor der Geburt für die spontane Entbindung entschieden. Ich hatte sogar schon alle Aufklärungsgespräche hinter mir und den Kaiserschnitttermin fest gemacht. Niemand hat mich zu dem 2.Kaiserschnitt gedrängt...ich hatte einfach nur Angst das es wieder unter der Geburt zu Komplikationen kommt und dann wieder eine Vollnarkose und ein Kaiserschnitt nötig wird. Als ich dann aber im Kreißsaal zur Kontrolle war (da es über Ostern ging) brach es einfach über mich das ich niemals auf diesem Bett liegen werde und niemals dabei zusehen werde wie mein Kind dort gebadet und angezogen wird (meine Tochter war bereits "fertig" als ich sie das erste Mal sah...sie trug einen blauen Strampler und da wir das Geschlecht vorher nicht wissen wollten, konnte ich es gar nicht richtig glauben das es ein Mädchen ist;-)) Also gab es nochmal ein Arztgespräch, es wurde nochmal Ultraschall gemacht wegen der Narbe (das dass Kind wieder groß und schwer wird war klar) und meine Entscheidung wurde sehr begrüßt. Sogar mein Mann meinte, das er wusste das ich mich bestimmt nochmal umentscheide. Die Ärztin und die Hebamme bei der Entbindung wussten um die Vorgeschichte und haben mir mit ihrer Geduld eine Ausschabung erspart, damit ich endlich mein Kind von Anfang an hatte und haben sich so für uns gefreut. Übrigens habe ich beide Male im gleichen kleinen Krankenhaus (3 Kreißsäle) entbunden und tatsächlich dann auch in dem, in dem ich eine Woche zuvor weinend und unglücklich saß. Die zweite Geburt hat wirklich für die erste entschädigt aber das Gefühl für meine Kinder war nach beiden Entbindungen gleich. Viel Glück bei Deiner Entscheidungsfindung. Lg Franzi

julia I mintlametta — So, 02/19/2017 - 22:53

Ich hatte den gleichen Wunsch und er konnte erfüllt werden. Nach einem Kaiserschnitt nach Geburtsstillstand bei meiner ersten Tochter habe ich meine zweite Tochter auf natürlichem Wege zur Welt gebracht. Zwischen beiden Geburten lagen lediglich 20 Monate. Ich habe meinen Wunsch sowohl bei der Frauenärztin als auch im Krankenhaus offen angesprochen und wurde darin bestärkt, war mir jedoch auch bewusst, dass das Wohl des Kindes absolute Priorität hat und die medizinische Versorgung wichtiger ist, als mein innigster Wunsch. Alles Gute von mir für Dich, liebe Grüße julia

soni — Di, 02/21/2017 - 23:26

Hallo, ich habe im Dez. 2012 meine Tochter per ungeplantem KS zur Welt gebracht. Meinen Sohn dann 22 Monate später auf natürlichem Wege. Allerdings eine eingeleitete Geburt, da ich 8 Tage drüber war u das Fruchtwasser wenig wurde. Die Einleitung hat einen Wehensturm ausgelöst- den ich bei meiner Tochter nicht hatte... aber das ist ein anderes Thema. Der Arzt beim Vorgespräch in der Uniklinik sagte mir, dass ca. 70% der Frauen nach einem KS natürlich entbinden. Das hat mir Mut gemacht!

Merle — Mo, 04/24/2017 - 17:25

Hallo! Also eins vorweg: ich bin immer verwundert, wie viele Frauen einen "Not-KS" hatten oder zumindest denken, gehabt zu haben. Ein Not-KS ist SEHR selten, wird unter Vollnarkose durchgeführt und der Schnitt ist auch nicht "nur" horizontal sondern wie ein auf dem Kopf stehendes T geformt. Bei einem Not-KS geht es um Sekunden und er wird auch nur durchgeführt, wenn klar ist, dass andernfalls Mutter und oder Kind innerhalb kürzester Zeit sterben würden. Nach einem Not-KS ist eine normale Geburt NICHT mehr möglich, da der vertikale Schnitt, im Gegensatz zum horizontalen Schnitt,mit deutlich höheren Wahrscheinlichkeit unter Wehen reißt. Krankenhäuser neigen leider dazu, einem einen normalen KS als Not-KS zu verkaufen, da sagt Frau nunmal eher ja als wenn der Arzt sagt " ...Mensch, Sie blockieren hier seit X Stunden den Kreißsaal, Sie und ihr Kind sind schon ziemlich kraftlos,lassen Sie uns einen KS machen." So wurde auch mir ein "Not-KS" verkauft, nachdem ich den Kreißsaal 37 Stunden "blockiert" hatte. Herztöne wären schlecht, hieß es, außerdem hätte ich ja auch ein recht schmales Becken und evtl. geht es deshalb halt einfach nicht...wenn ein Arzt einem das sagt, fragt man natürlich nicht nach, sondern willigt dem "Not-KS" natürlich ein, natürlich war auch noch genug Zeit alle Formulare in ruhe auszufüllen (Blasensprung 4 Wochen vor ET, Geburtshaus hatte sich somit erledigt und da wir nuneinmal dort angemeldet waren, hatten wir auch nichts für eine PDA oder dergleichen vorab ausgefüllt), soviel zur NOT :-P Erst im Nachhinein und nach Gesprächen mit meiner Hebamme und meinem Frauenarzt dann die Gewissheit, dass ein KS ( zumindest zu diesem Zeitpunkt der Geburt noch) nicht hätte sein müssen und die Werte vom Kind auch zu keinen Zeitpunkt schlecht waren, klar, nach 37 Stunden ist das Kind auch erschöpft aber schlecht waren die Werte halt nicht! Nun, ob ich um den KS rumgekommen wäre, hätte man uns noch mehr Zeit gelassen, ist natürlich eine andere Frage, ich denke nicht, da durch den Blasensprung auch irgendwann das Infektionsrisiko steigt. Dennoch finde ich es traurig, dass die KH Frauen gerne einem vermeintlichen Not-KS andrehen anstatt einem halt die Zeit zu lassen, die man benötigt. Genau einen Monat nach dem ersten Geburtstag von Kind1 war ich mit Kind2 schwanger. Ich hatte eine Ss-Diabetes mit hohen Insulingaben, immer mal wieder Wehen, Wassereinlagerungen in Gesicht, Händen, Beinen und noch etliche andere Wehwehchen. Es war also klar, dass diese Geburt auch im KH stattfinden wird und das KH (und auch alle anderen in der Umgebung) hatten die Regelung, dass eine spontane Geburt nach KS nur gemacht wird, wenn das Kind unter 4000 Gramm wiegt. Kind2 wurde also, als ich mit Blasensprung ins KH kam als erstes mal vermessen, um zu gucken, ob wir denn überhaupt den Versuch einer normalen Geburt wagen "dürfen", Schätzung war 3850 Gramm also grünes Licht. Kind2 kam dann vor 7 Monaten mit 4240 Gramm, 56 cm und 37cm KU spontan nach 9 Stunden zur Welt und das ohne die kleinste Verletzung oder gerissen zu sein. Ein großes, schweres Kind kann also durchaus auch nach einem KS spontan zur Welt kommen :-)

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