Schwangerschaftsdepression, Geburtstrauma: So viel Sorge ums 3. Kind

Geburtstrauma

Ich möchte heute einen kleinen Teil von mir preisgeben. Ich möchte von vornherein sagen, es ist meine Geschichte, und ich hoffe ich verletzte keinen oder wecke alte Traumata. Das hier ist ein Teil von mir, den ich euch nun erzähle.

Im Juli 2020 wurde ich zum dritten Mal schwanger. Wir haben uns riesig gefreut. Mein Mann und ich haben selbst je zwei Geschwister, deswegen war früh in unserer Beziehung klar, dass es vermutlich drei Kinder werden. Eine sehr gute Freundin war auch gerade schwanger geworden. Die Schwangerschaftszeit gemeinsam zu erleben, war auch toll.

Hyperemesis gravidarum beim dritten Kind

Allerdings war es dann schnell nicht mehr toll, denn im Gegensatz zu den anderen beiden Schwangerschaften war diese echt schwer zu ertragen. Es fing mit Übelkeit an, wurde dann schnell zu 10x am Tag übergeben, auch nachts. Ich war so müde und erschöpft, vom ständigen Übergeben. Ich habe es mit Akupressur probiert. Ich hatte Ingwer, in allen möglichen Formen probiert. Ich hatte es mit Akupunktur bei meiner Hebamme probiert. Es hat nichts geholfen.

Ich glaube, als ich dann auch Blut spuckte (was bei Hyperemesis gravidarum nicht so selten ist), fing auch die Schwangerschaftsdepression an. Ich lag nur noch im Bett, hatte keine Kraft und Motivation irgendetwas zu tun. Sogar das Atmen fühlte sich so entsetzlich schwer an. Ich weinte so unendlich viel, hatte ein schlechtes Gewissen meiner Familie gegenüber. Mein Mann musste sich da um alles kümmern, die Töchter in den Kindergarten bringen und abholen, arbeiten, Haushalt, Einkaufen. Wir haben keine Großeltern in der Nähe. Es war eine anstrengende Zeit für uns beide.

Ich litt an einer Schwangerschaftsdepression

Manchmal lag ich auf dem kleinen Teppich vor der Toilette, weil ich keine Kraft mehr hatte, nach dem Übergeben, wieder ins Bett zu gehen. Meine Hebamme bestätigte die Schwangerschaftsdepression. Ich sollte dann zu richtigen Medikamenten übergehen. Ich sprach mit meinem Hausarzt, und bekam MCP Al. Aber das habe ich nicht gut vertragen. Also bekam ich Vomex. Habe erst die Zäpfchen probiert, aber davon bekam ich ziemliche Blähungen und Bauchschmerzen.

Und wenn einem der Unterleib wehtut, macht man sich als Schwangere ständig Gedanken, also die Tabletten. Am Anfang habe ich davon fünf Tabletten genommen, damit ich über den Tag komme. Nebenwirkungen, Müdigkeit. Aber das war okay, denn schlafen war okay, das konnte ich machen, während meine großen Mädels im Kindergarten waren. Für die Arbeit war ich eh krankgeschrieben.

Karpaltunnel-Syndrom anhand von Wassereinlagerungen

Mit Vomex wurde es dann besser, so in der 28. Woche. Dem Baby ging es immer gut, und es nahm auch sehr gut zu. Dann taten mir nachts meine Finger entsetzlich weh. Dann auch tagsüber. Karpaltunnel-Syndrom anhand von Wassereinlagerungen. Bei der nächsten Untersuchung wurde dann festgestellt, dass mein Gebärmutterhals verkürzt war. Also musste ich ab dann liegen – was ich eh den Hauptteil der Schwangerschaft tat. Das Vomex nahm ich bis zur 33. Woche, am Ende nur noch eine Tablette.

Vielleicht zu eurer Information: Die Schwangerschaften davor waren anders. In der ersten Schwangerschaft hatte ich auch mit Übelkeit zu tun, auch sehr lange, aber ohne Übergeben. Damals musste ich auch verfrüht liegen wegen verkürztem Gebärmutterhalses, ab der 30. Woche auch stationär. Die zweite Schwangerschaft, da war nie irgendetwas. Zwei Mal gesunde Mädchen bekommen.

Ab dann habe ich mich auch um eine Haushaltshilfe gekümmert, weil mein Mann dann wieder alles hätte machen müssen. Meine Schwiegermutter war auch paar Wochen da. Sie hat oft geholfen. Aber die Haushaltshilfe war ein Engel, für den Haushalt, mich und die Mädels.

Nabelschnuranomalie: Ein Blutgefäß vor dem Muttermund

In der 33. Woche war ich dann wieder beim Frauenarzt. Er untersuchte mich vaginal, und fand etwas Ungewöhnliches. Ein Blutgefäß vor dem Muttermund. Etwas, was da nicht sein sollte. Er sagte, ich solle mich im Krankenhaus vorstellen und das soll dort abgeklärt werden. Ein paar Tage später hatte ich dort ein Gespräch beim Chefarzt der Gynäkologie. Dieser bestätigte den Verdacht meines Frauenarztes: Insertio velamentosa. Das ist eine gefährliche Nabelschnuranomalie. Noch so eine Hiobsbotschaft also.

Ich war fertig mit den Nerven so langsam. Bei insertio Velamentosa ist die Nabelschnur nicht wie normal an der Plazenta befestigt, sondern direkt an den Eihäuten. Damit diese aber versorgt wird, sind ganz viele Blutgefäße um die Fruchtblase herum. Eins dieser Blutgefäße hatte mein Frauenarzt entdeckt. Normalerweise wird diese Anomalie gar nicht mehr so spät in der Schwangerschaft entdeckt, sondern viel früher. Die Schwangerschaft wird dann viel strenger kontrolliert und bewacht und die Geburt frühzeitig herbeigeführt mit einem Kaiserschnitt. Denn wenn es eine spontane Geburt gegeben hätte, wären mein Sohn oder ich – oder wir beide – verblutet, weil die Hebammen/Ärzte die Blutungen gar nicht so schnell hätten stillen können.

In der Geburtsklinik behielten sie uns gleich da

So… das erst mal verdauen… wir hätten sterben können… Was machte ich mir für Vorwürfe in dieser Zeit! Ich hatte doch schon zwei Töchter. Warum wollte ich ein drittes Kind? Warum konnte ich nicht das Gefühl haben, zwei reichten vollkommen. Wir hätten sterben können und meine Töchter, damals 4,5 und fast 3 hätten dann ihre Mutter verloren…

Aber es wurde entdeckt. Zum Glück. Allerdings wollte das Krankenhaus in unserem Ort den Kaiserschnitt nicht vornehmen, weil zu viele Risiken damit verbunden wären.

So sind wir ins nächste größere, da gab es dann auch eine Kinderstation dran. Ich hatte 35+0 morgens um 10 Uhr meinen Vorstellungstermin. Um 13 Uhr dann war das geplante Anästhesie-Gespräch. Da zwei Freundinnen Kaiserschnitt hatten, konnte ich all meine Fragen schon bei ihnen loswerden und war darauf schon vorbereitet gewesen.

„Wir werden Ihren Sohn noch heute holen“

Ich durfte das Krankenhaus aber nicht mehr verlassen. Mein Mann war dabei, weil wir uns im Anschluss an den 13 Uhr-Termin noch einen schönen Nachmittag gönnen wollten, da es mir ganz gut ging. Ich wartete den ganzen Tag. Wurde von mehreren Ärzten untersucht. Nervte das Personal, dass ich endlich mal eine Antwort möchte. Meine Töchter wurden um 16 Uhr von der Haushaltshilfe abgeholt, da es bei uns noch länger dauerte… Um 17 Uhr kam endlich die Ärztin zu mir. Sie würden meinen Sohn heute noch holen.

Ich war sprachlos, überrascht, entsetzt. Ich wollte, dass mein Mann dabei war beim Gespräch. Er hatte den ganzen Tag auf dem Parkplatz verbracht, es war Corona, März 2021.  35+0… Damit hatte ich nicht gerechnet, ich dachte, wir hätten noch zwei Wochen. Aber der Kleine war nicht mehr wirklich weitergewachsen, mein Gebärmutterhals weiter gesunken. Also Kaiserschnitt.

Hektisch alles regeln für die Entbindung

Mein Mann organisierte dann alles für unsere Kinder, seine Mutter kam zu uns gefahren, sie braucht 2,5h für eine Fahrt und war in der Nacht da. Mein Mann war dann kurz nach Hause gefahren zu den Mädels und hatte mit ihnen Abend gegessen. Ich musste dableiben. Die Nachbarin brachte unsere Kinder ins Bett. Dann kam mein Mann wieder zu mir ins Krankenhaus.

Wir hatten eine großartige Hebamme und mein Mann durfte schon zu mir. Wir hatten einen Raum für uns, wo wir uns noch mal hinlegen konnten, bis wir zum Kaiserschnitt geholt wurden. Denn da wir jetzt kein Notfall waren, wurde ich immer nach hinten geschoben. Die Hebamme kam hin und wieder zu uns und schaute nach mir. Mir ging es aber ganz gut. Ich war aufgeregt und nervös und ängstlich. Aber mein Mann war da, meinen Töchtern ging es gut. Meine Schwiegermutter würde die Ablöse für die Nachbarin sein.

Unser Baby wird geboren

Am 04.03.21 ging es dann los um 2 Uhr nachts wurde ich in den Operationssaal gebracht. Der Kaiserschnitt war gut. Die Ärzte waren lustig. Ich hatte die Anästhesie nicht gut vertragen, musste mich davon ziemlich übergeben… aber naja, das konnte ich. Auch im Liegen. Wurde dafür sehr bewundert von dem Anästhesisten. Dann wirkte das Mittel gegen die Übelkeit. Mein Mann kam rein. Ich hatte nichts gespürt vom Kaiserschnitt. Es gab kein Ruckeln oder Zerren oder sonst was.

Meine Hebamme war da und kümmerte sich um mich, schaute immer wieder nach mir. Es wurden Witze gemacht. Das ist das, woran ich mich erinnere. Ich weiß nicht, wann mein Sohn geboren wurde. Denn es gab keinen Schrei seinerseits. Er wurde direkt weggebracht. Man kümmerte sich um ihn. Meinem Mann ging es dann auf einmal auch nicht mehr so gut, er bekam Kreislaufprobleme. Der Tag war auch für ihn so anstrengend und nervenaufreibend. Kurze Zeit später durfte er zu unserem Sohn.

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Mein Bauch wurde zugenäht und ich wurde in ein anderes Zimmer geschoben. Dann kamen mein Mann und die Hebammen mit diesem riesigen Kasten. Der mobile Inkubator ist so ein riesiges Teil. Es war erschreckend, meinen kleinen, wunderschönen Sohn in diesem Gerät zu sehen. Ich konnte ihn berühren. Aber es gab kein Bonding. Er hatte kleine Atemprobleme und hatte eine Magensonde und einen Atemschlauch in seinem kleinen Mini-Gesicht. Mir zerriss es so das Herz. Ich fühlte mich so schrecklich, als hätte ich ihn nicht genug beschützt, mich nicht genug um ihn gekümmert. Als wäre ich nicht genug gewesen.

Hatte ich mein Baby nicht genug beschützt?

Ich kam ziemlich schnell wieder auf die Beine. Ich hatte ein paar Stunden geschlafen und wollte dann sofort zu meinem Sohn. Meine Zimmernachbarin hatte auch einen Kaiserschnitt gehabt, ließ ihren Katheter noch lange drin. Sie musste nicht aufstehen, hatte ihr Baby ja bei sich. Ich nicht. Ich wollte so oft es mir möglich war, meinen kleinen Sohn sehen. Meine Familie durfte mich nicht besuchen. Corona-Regeln. Meinen Mann traf ich im Flur des Krankenhauses, wenn wir uns bei unserem Sohn abwechselten.

Ich durfte nach vier Tagen aus dem Krankenhaus raus. Mein Sohn nicht, er musste noch drei Wochen dort bleiben. Die Heimfahrt war so schrecklich. Ohne das Kind das Krankenhaus zu verlassen. Ich weinte an dem Tag so viel, dass ich mich danach so leer fühlte. Aber ich freute mich natürlich auch auf meine Töchter.

Krankenhaus-Seelsorge? Brauchte ich nicht. Dachte ich

Als ich meinen Sohn besuchte, wurde ich von der Krankenhaus-Seelsorge angesprochen. Sie boten Beratungstermine an, wenn man über die Situation sprechen möchte, dass ein Kind auf der Intensivstation liegt. Ich wollte das damals nicht. Mir ging es gut. Sagte ich mir. 

Unser Sohn musste noch drei Wochen auf der ITS und dann auf der Frühchenstation bleiben. Zuerst weil er seine Temperatur nicht halten konnte. Dann, weil er nicht genug trank. Die Magensonde hatte er immer noch. Alles war er nicht trank, bekam er dann via Magensonde danach. Mitte der zweiten Woche, war ich es dann, die fragte, ob wir das mit dem Sondieren nicht sein lassen könnten. Sie probierten es. Und dann bekam mein Sohn auch endlich mal Hunger und trank plötzlich das Fläschchen leer. Ich hatte damals abgepumpt. Ich wollte ihn da nicht stillen, die Umgebung fand ich nicht angenehm. Zuhause hat das Stillen aber super geklappt, direkt beim ersten Mal anlegen. 

Endlich durfte unser drittes Kind nach Hause!

Kurz vor Ostern durfte unser Sohn dann nach Hause. Es war ein wundervolles Gefühl.
Dennoch merkte ich, ich konnte weder über die Geburt noch die Schwangerschaft oder die Zeit, die er auf der ITS war, reden. Ich erstarrte, blockierte oder bekam Panik. Ich erkannte selbst, dass ich das aufarbeiten musste. Ich ging das auch ziemlich aktiv an. Ich suchte mir in unserer Stadt Rat. Die Schwangerenberatung berät auch dazu. Ich schilderte ihr meine Geschichte und sie verwies mich zur psychologischen Abteilung. Auch dort bekam ich ein Termin.

Eine Freundin, mit der ich da etwas drüber reden konnte, schickte mir einen Link zu mamahealing.at. Ich las mir das durch und fand das passender. Es sind Kurse, die über ein paar Wochen gehen. Man hat Aufgaben, muss Fragen beantworten, es gibt Yoga-Übungen, um wieder seine Innere Mitte zu finden, wieder ein Gefühl für seinen Körper zu bekommen. Es gibt Einzelgespräche und Gruppengespräche mit einer Psychologin. Es gibt einen regen Austausch. Und das Wichtigste: Es ist abends und online, wenn die Kids im Bett sind. Das heißt, man muss nicht bei einem psychologischen Termin tagsüber schauen, wohin mit dem Kind (die dürfen nämlich meistens nicht dabei sein). 

Wie ich mein Geburtstrauma verarbeitete

Ich habe Methoden kennengelernt, wie ich mit meinem Trauma über meine Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach umgehen kann. Ich habe wieder gelernt, auf meinen Körper nicht mehr wütend zu sein, weil er nicht gut genug war, meinen Sohn zu beschützen. Ich habe mir selbst verziehen.

Ich habe gelernt, mich wieder zu lieben. Ich habe gelernt, mir zu verzeihen und wieder mehr das Schöne im Leben zu sehen. Ich kann inzwischen auch wieder die Fotos von kurz nach der Geburt anschauen. Das konnte ich damals noch nicht. Vielleicht bin ich nicht geheilt. Aber ich habe es nicht runtergeschluckt. So viele haben mir damals gesagt, „Bist du dir sicher?“, „Warum machst du das?“, „Es ist doch vorbei!“, „Dir und deinem Kind geht es gut, hör auf.“

Lasst das. Hört nicht auf diese Menschen.

Es geht um euch. Um euren Körper. Um euer Inneres. 

Niemand hat ein Recht zu bestimmen, wie ihr euch fühlen sollt. 

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6 comments

  1. Liebe Fränze,
    Danke für deinen tollen Artikel. Er hat mich heute sehr beschäftigt und zum Nachdenken gebracht. Mir machen meine zwei Geburten und Schwangerschaften auch noch zu schaffen und durch deinen Artikel mache ich mir gerade Gedanken in wie fern ich diese aufarbeiten kann. Und auch ich wünsche mir ein drittes Kind. Ich denke die rosarote Brille die Silvia erwähnt hat auch gute Seiten. Es ist gut eher positiv an eine Schwangerschaft und eine Geburt ran zu gehen. Zu sehr das Negative im Kopf zu haben kann auch Kraft rauben, die man in der Zeit dringend braucht. Trotzdem ist es auch wichtig über die negativen Seiten zu Sprechen. Meine zweite Geburten begann als Hausgeburt und endete mit einem unkomplizierten Notkaiserschnitt. Mir und dem Kind ging es danach schnell wieder sehr gut. Aber die Gewissheit, dass meine Tochter und vermutlich auch ich ohne Kaiserschnitt nicht mehr am Leben wären mach schon etwas mit mir. Und die Wochen danach mitten im ersten Coronalockdown haben auch Spuren hinterlassen. Und Gleichzeitig waren meine Wehwechen wirkliche winzig im Gegensatz zu dem was andere Frauen und auch du durchmachen mussten. Wer weiß was eine dritte Geburt mit mir und meiner Familie macht?

    1. Kati
      Nicht negativ! REALISTISCH! Und ganz wichtig auf AUGENHÖHE ernstgenommen werden! Habe ich aber klar differenziert??? Aber das ist was ich meine, was ich nicht hören will stemple ich als zu negativ ab. Und wo habe ich gesagt das der Schwangerschaftsglow nicht sein darf? Es gibt nur immer weniger Geschwisterkinder und ältere Eltern, wir kennen immer weniger die ganz robuste Normalität als Schwangere. In keiner anderen Generation wird die Vorstellung so Vieler von der irrealen Socialmedia Darstellung geprägt.

  2. Hier vermischen sich 2 Themen. Erstens nein Sie sind nicht schuld! Niemand ist schuld. Ihr Körper ( Sie haben) hat nicht versagt! Aber Schwangerschaft ist eben nicht immer nur die verklärte rosa Wattebauschzeit sondern geht mit ganz realen Beschwerden einher. Die werden nicht gern thematisiert, auch um keine übergroßen Ängste zu schüren, aber darunter leidet leider die Realität. Und wir, als Gesellschaft und als werdende Mutter, setzen damit voraus das jede Schwangerschaft easy abläuft und ein gesundes Kind raus kommt ( das Andere passiert nur den Anderen nie uns). Ich hatte tolle Ärztinnen und Hebammen aber die Ehrlichkeit, z.Bsp. wie schmerzhaft stillen anfangs sein kann…, traut sich fast keiner. Da wird vieles nicht gesagt um die werdende Mutter nicht abzuschrecken ( wohlgemerkt ich meine nicht Panikmache nur Wahrheit auf Augenhöhe). Die wird dann lieber wie ein etwas unmündiges rohes Ei behandelt. Dabei würde Niemand deshalb abtreiben, man würde sich nur nicht so unzulänglich fühlen und zweifeln. Man könnte die kleinen Probleme drum herum akzeptieren das hilft viel.

      1. Hallo.
        Danke Ihnen für Ihren Kommentar. Das stimmt, es gibt viele Sachen die man nicht sagt, unbewusst vorenthält, um vielleicht auch keine unnötigen Ängste zu schüren.
        Aber uns geht es gut. Trotz des Schwierigen starters. Der kleine Mann ist nun 15 Monate altund es geht ihm super. Die frühgeburt und das damalige Gewicht von 2027 gr hat er dann schnell wieder aufgeholt. Es geht ihm blendend. Er ist so ein Sonnenschein, ein charmeur.
        Einen schönen Tag Ihnen noch.

        1. Liebe Fränze, ich verstehe Sie so gut. Habe ähnliches erlebt. Zwecks unsensibler Kommentare hier möchte ich nicht so sehr ins Detail gehen. Aber niemand kann einen auf so etwas vorbereiten. Ich kann es gut nachempfinden! Habe meine Zwillinge erst 24 h nach Kaiserschnitt auf der Neo gesehen. Diesen Schmerz werde ich immer haben. Danke, dass Sie Ihre Geschichte geteilt haben.
          Alles Liebe von Herzen.

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