Leserfrage: Spielplatz-Zoff – wann schreitet Ihr ein?

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Mein Name ist Silke und ich brauche mal Eure Hilfe. Es gibt immer wieder Situationenen, in denen meinem (Einzel-)Kind (1,5 Jahre) von anderen Kindern Unrecht angetan wird – mein Sohn wird also beim Spielen ausgegrenzt oder es werden ihm Dinge von Älteren weggenommen. Mir bricht es dann immer das Herz, weil mein Kind sowas nicht gewohnt ist. weil es eben Einzelkind ist. Es guckt dann immer nur verwundert und wehrt sich nicht. 

Neulich sagte eine Muttter, mein Sohn solle sich doch wehren und sich das Spielzeug wiederholen. Ich finde, sie hätte ihrem Kind durchaus sagen können, dass man anderen Kindern nicht einfach die Schaufel aus der Hand reißt. 

Nun ist es so, dass ich meinem Kind gar nicht beibringen will, dass es sich sofort immer nur wehren soll. Ich will den Kindern auch nicht jeden Konflikt abnehmen, will aber auch nicht, dass andere ihn nur herumschupsen. 

Wo genau zieht Ihr da die Grenze? Wo lassr Ihr die Kinder das selbst regeln und wann schreitet Ihr ein? Wie kann ich mein Kind unterstützen und es stärken, ohne ihm alles vorweg zu nehmen? Er ist ja noch recht klein, so dass er meine Erklärungen ja noch nicht alle versteht. Und kann man fremden Kindern eigentlich sagen, dass sie sich nicht so verhalten können?

Ich freue mich über Eure Tipps!

Foto: Pixabay


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10 comments

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  2. Weniger „einschreiten“ mehr Dialog!
    Vielleicht muss man da ein bisschen gucken, dass man den Kindern nicht das Unrechtsbewusstsein der Erwachsenen aufdrückt. Wichtig ist mir: unsere Sandelsachen gehen mit uns Nachhause. Wenn ein Kind meinem Kind was wegnimmt und es ist ok für mein Kind, ist das ok. Ok heißt bei so einem kleinen Kind: weint nicht, spielt nach kurzem Ungläubigen gucken weiter. Wenn ein Kind meinem Kind was abnehmen will und es ist nicht ok für mein Kind, sage ich: schau, der will es behalten. Aber vielleicht gibt er es dir, wenn du etwas zum Tausch anbietest (kann ja trotzdem ne Schaufel von uns sein). Ja und wenn das nicht klappt, dann bleibt das Spielzeug beim kleinen. Andersrum halte ich’s auch so und bei meinen Kindern untereinander auch. Wenn die Kinder schon sprechen können, souffliere ich, wenn sie nicht weiterkommen. Vielleicht ist es, um nicht zu offensiv auf das andere Kind zuzugehen gut, nicht einschreiten zu wollen, sondern Lösungen für den Konflikt anzubieten, bzw. auch Verständnis zu signalisieren. „schade, er will nicht täuschen. Vielleicht probieren wir es später nochmal?“ wenn meine Kinder ihr Spielzeug zurück möchten, probieren wir es ähnlich. Mit dem anderen Kind reden, die Situation erklären…

  3. Lassen
    Meine Tochter ist auch bald 1,5 Jahre und eher die, die fremdes Spielzeug nimmt. Ich bin ganz ehrlich, ich schreite nicht ein. (Es sei denn sie nimmt das Spielzeug einem anderen Kind aus der Hand, das geben wir immer direkt gemeinsam zurück.) Warum ich sie sonst lasse? Ich find’s einfach unglaublich schwierig meinem Kind zu erklären, dass Spielzeug, das teilweise in großen Massen auf einem öffentlichen Spielplatz liegt, nicht für alle da ist. Umgekehrt darf natürlich auch jeder an ihre Sachen. Wenn es jemandem nicht passt, habe ich auch kein Problem damit, wenn entsprechend die Eltern das, in einem angemessenen Ton, meinem Kind sagen. Ich bin aber auch grundsätzlich dafür, dass Kinder lernen untereinander Konflikte auszutragen und beobachte erstmal lieber. Sollte es zu Gewalt kommen (schubsen, hauen etc) greife ich selbstverständlich immer ein, auch wenn ich dann andere Kinder Maßregeln muss.

  4. Situationsabhängig
    Wie viele schon schrieben ist es in der Tat Situationsabhänigig.
    Meine Kleine ist 15 Monate und wenn ihr großer Bruder die Schaufel einfach weg nimmt, schreit sie rum bis sie die Schaufel wieder hat.
    Ich schreite auch nur ein, wenn mein Sohn oder ein anderes Kind nicht auf dieses „Schreien“ reagiert. Aber ansonsten sollen die Kids das unter sich aus machen.
    Wie eine Vorrednerin schrieb, kann es auch sehr gut sein, dass meine Tochter auch den Eimer dann weiter gibt, weil es halt zusammen passt.

    Wenn mein Sohn, er ist schon 3, in solchen Situationen steckt, wehrt er sich auch. Geht auf das Kind zu und sagt es ist seine. Klar gibt es auch manchmal direkt einen Heulanfall, der ist aber dann direkt wieder vorbei.
    Ich würde jetzt nicht immer den Eltern die Schuld geben die nicht einschreiten, warum auch? Manche wollen auch die Situation beoba und schauen was das eigene Kind macht

    Es gibt ja auch Kinder, die vielleicht nicht so ein tolles Spielzeug haben und es deswegen auch „weg nehmen“ zum Spielen. Man muss da immer etwas schauen, wie gerade die Situation ist.

  5. ärgerlich
    Mich ärgert es in solchen Situationen immer sehr, wenn andere Eltern nicht einschreiten und ihren Kindern nicht sagen, dass sie anderen nichts wegnehmen sollen. Am Anfang habe ich mich auch nicht getraut einzuschreiten, aber wenn mein Kind dadurch traurig wurde, habe ich eingegriffen, um ihm zu zeigen was Recht und Unrecht ist (genauso, bzw. etwas vehementer, wenn er selbst anderen was weggenommen hat). Heute mit 3,5 Jahren hat er meiner Meinung nach ein sehr ausgeprägtes Rechts-/Unrechtsempfinden.

  6. Hallo
    Hallo,
    also unser Sohn ist jetzt 2,5 und auch (noch) Einzelkind. Wenn andere ihm etwas wegnehmen, wehrt er sich mittlerweile ganz entschieden. Vor einem Jahr war das nicht immer so, manchmal hat es ihm schlicht nichts ausgemacht. Manchmal hat er dann angefangen zu weinen, aber ich habe es eigentlich noch nie erlebt, dass andere Mütter dann regungslos daneben standen. Die Muttis haben eigentlich immer was gesagt. Ich würde, sollte das mal nicht der Fall sein, auch auf jeden Fall einschreiten. Nicht, weil ich ihm alles abnehmen will und immer seine Konflikte lösen möchte, sondern weil ich ihm Hilfestellung leisten will, wenn er seine Konflikte selbst nicht lösen kann. Ich würde also abwarten, ob es für ihn überhaupt einen Konflikt bedeutet (außer bei hauen, beißen, kratzen, da wäre ich wohl recht schnell außer mir) und dann eventuell auf das andere Kind zugehen. Allerdings muss ich selbst auch öfter aufpassen, dass unserer nicht einfach den Kleinen was weg nimmt, das gibt es nämlich auch. Da bin ich recht deutlich, besonders, wenn er es anderen „aus der Hand“ klaut“. Wenn es einfach neben dem Kind liegt und nicht in Benutzung ist, möchte ich trotzdem, dass er vorher fragt. Was, zugegeben, in dem Alter nicht so einfach ist, aber man kann ja schon mal anfangen 🙂 ToiToiToi!

  7. Mit 1 1/2 hatte mein Sohn
    Mit 1 1/2 hatte mein Sohn noch gar nicht das Prinzip von „meins“ verstanden, bist du dir sicher, dass es deinem Kind etwas ausmacht, dass andere Kinder mit seinen Sachen spielen oder stört es eher dich selber? Meiner hat in dem Alter, wenn ihm jemand die Schaufel weggenommen hat, dem anderen Kind auch noch die Eiswaffel gegeben, weil es ihm wichtig war, dass die beiden zusammen gehören. Ich denke, es kommt sehr auf die genaue Situation an, ob ihm das Spielzeug aus der Hand genommen wird, oder es nur vor ihm lag, aber vor allem eben, ob es dein Kind stört.

  8. Hallo!

    Hallo!
    Ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen (2 Mädchen, 6+4 Jahre), dass ich sehr wohl fremde Kinder anspreche (freundlich, aber bestimmt), wenn es ihre Eltern nicht tun und meine Kinder traurig oder „geärgert“ sind. Wenn sie den Konflikt eben nicht selbst lösen können. Es kommt natürlich sehr auf das Alter der Kinder an.

    Ich habe versucht, meinen Kindern das Teilen nahe zu legen, sie haben tatsächlich immer Spielzeuge anderer Kinder geachtet und nie fraglos etwas genommen (gut, im Alter von 2Jahren kann ich retrospektiv meine Hand dafür nicht ins Feuer legen…).

    Ich musste im Umkehrschluss meinen Mädels im Verlauf eher beibringen, dass es völlig in Ordnung ist, auch mal nicht zu teilen…es gibt eben auch Kinder (oder Eltern?) von ganz anderem Kaliber und da bin ich notfalls immer der Rettungsanker.

    Bei einem zweijährigen Kind würde ich erst beobachten. Manche Kinder spielen ja einfach mit etwas anderem weiter ohne gross gestört worden zu sein (haben aber sicher den „Vorgang“ genau mitbekommen und handeln das nächste Mal vielleicht anders). Bei Gleichaltrigen warte ich also meist ab. Einschreiten bei „hauen, stechen, beissen“. Und wenn ein größeres Kind, zB 5jähriges etwas wegnimmt. Da warte ich mittlerweile nicht die Reaktion der anderen Eltern ab, das hat mich als eigentlich eher zurückhaltende „Diplomatin “ der Spielplatz gelehrt ;).
    LG und weiterhin schöne Spielplatztage!
    Meike

  9. Also ich mache es
    Also ich mache es Situationsabhängig. Sind die Kinder altersmäßig bzw entwicklungsmäßig auf Augenhöhe? Wenn die Kinder die weg nehmen, schubsen oder sonstiges machen wesentlich älter und überlegen sind helfe ich meinem Kind. Und mit 1 1/2 war mein Sohn auch noch gar nicht richtig in der Lage sich zu wehren. Das kam dann so um den zweiten Geburtstag.
    Ich schreite aber nicht sofort ein sondern schaue zu wie sich die Situation entwickelt. Dadurch hat er auch die Chance sich zu behaupten.
    Und generell zu Spielzeug freiwillig oder unfreiwillig teilen: wenn mein Kind seine Sachen nicht teilen möchte muss es das nicht. Egal ob es gerade damit spielt oder nicht. Es sind seine Sachen und da darf die niemand einfach weg nehmen. Wir möchten ja auch nicht unser Handy oder die neue Nähmaschine mit jedem teilen nur weil der es gerade will. Warum sollen es dann die Kinder tun?!
    Und ihm erklären ist immer gut, irgendwann versteht er es auf einmal. Mit kurzen Beschreibungen auch der Emotionen ( das macht dich wütend/hilflos/…) und was da gerade passiert lernen die Kinder ja auch irgendwann ihre Gefühle etc zu benennen.
    Und ja, die anderen Kinder kann man durchaus auch ansprechen, vor allem wenn deren Eltern nicht da sind oder nicht reagieren. Ich habe einem jungen auch mal ganz schön die Meinung gesagt als er meinem Sohn mit dem Fuß in den Bauch getreten hat und seine Mutter stand einfach nur hilflos daneben.

  10. Du sprichst mir aus dem
    Du sprichst mir aus dem Herzen… Gerade hatten eine Freundin und ich das selbe Gespräch… Bin da auch sehr unsicher, ob und wann man da einschreiten sollte.

    Freue mich auf weitere Kommentare