Leserfrage: Wie feiern wir Kindergeburtstag, wenn die ganze Familie verstritten ist?

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Mein Name ist Vera und ich brauche Eure Hilfe. Unsere Tochter feiert demnächst ihren 2 Geburtstag, der auf einen Sonntag fällt. Meine Eltern wohnen drei Stunden entfernt und würden gerne kommen. Auch die Eltern meines Mannes würden gerne dabei sein, sie sind allerdings getrennt und wollen keinesfalls aufeinander treffen. Das Verhältnis ist so zerrüttet, dass sie nicht mal mehr miteinander reden. Eigentlich müssten wir auch den Bruder meines Mannes einladen, aber da ist auch gerade schlechte Stimmung. 

Und um noch eins oben drauf zu setzen, sind meine Eltern auch nicht besonders wild darauf, meine Schwiegereltern zu sehen – würden es aber wohl in Kauf nehmen, um an dem Geburtstag da zu sein. 

Meine Frage; Wie schaffen wir es, einen schönen Geburtstag zu feiern, wenn sich alle Verwandten nicht grün sind. Wir haben Angst, jemanden auszuladen, weil das die Fronten noch mehr verhärten würde. Aber wenn wir alle einladen würden, wird es auch auf jeden Fall Streit geben. 

Den Geburtstag an zwei Tagen zu feiern, ist leider nicht möglich, weil ein Krankenhausaufenthalt ansteht. Ich bin es leid, dass meine Kinder unten den Familienstreitereien leiden müssen – und weiß doch keinen Ausweg. Hat jemand eine Idee? 

 

 

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14 Kommentare

  1. Weihnachten und getrennte Großeltern
    Was für hilfreiche Kommentare!
    Ich habe noch nie so viel von Leuten gelesen die auch solche Probleme herumwälzen. Meine Fltern sind auch getrennt und bei jeder Feierlichkeit plage ich mich mit den gleichen Sorgen und unterschwelligen Vorwürfen. Mein Vater steckt auch immer zurück. Es ist wirklich schade und auch ich habe keine Freude an den Familienfesten.

    Wie handhabt ihr denn Weihnachten mit getrennten, zerstrittenen Großeltern?
    Bei mir ist immer mindestens eine Partei enttäuscht, verletzt und beleidigt. Dabei habe ich die Verantwortung sich abzustimmen auch schon abgegeben. Es funktioniert nur leider nicht. Die Entfernungen sind leider viel zu weit sodass ich nicht alle mit den Kindern besuchen kann.

  2. Dein Kind steht an erster Stelle
    Wir haben auch eine zerstrittene Familie. Allerdings nicht unter den Eltern, sondern irgendwie jeder mit jedem. Meiner Tochter(vor kurzem 4 geworden) zuliebe habe ich jedes Jahr alle eingeladen und mich damit komplett unwohl gefühlt. 3 Geburtstage meiner Tochter habe ich das ertragen. Meine Schwester spricht nicht mit mir, meinem Mann, meiner Cousine. Streit gibt es mit meinem Bruder. Meine Mutter ist generell auf der Seite meiner jüngeren Geschwister und wir haben uns komplett voneinander entfernt. Der Mann meiner Mutter hält zu meiner Mutter. Die Stimmung ist immer künstlich und angespannt. In diesem Jahr habe ich nur die Leute eingeladen, die uns als Familie gut tun! Es war eine herrliche lockere Stimmung. Alle habe ordentlich miteinander geredet und es war ein toller Tag! Der Streit vorher oder nachher war egal. Es gibt immer und ständig Streit. Man ist abgestumpft. Also mein Rat an dich. Nimm keine Rücksicht auf andere, sondern nur auf dich und dein Kind. Es ist dein Kind. Du sollst einen schönen Tag haben. Diese Einstellung hat mir dieses Jahr den Tag gerettet. Und weil alle, der nicht eingeladenen Familien Mitglieder die Geburt meiner zweiten Tochter vor einigen Monaten komplett ignoriert haben, ist mir diese Entscheidung sehr leicht gefallen.

  3. Wer ist die Hauptperson?
    Ich verstehe Dich, dass du es allen recht machen möchtest, aber es ist nicht deine Aufgabe, irgendwelche Umstände auf Dich zu nehmen, und auf diese Menschen Rücksicht zu nehmen an Eurem schönen Feiertag. Du feiserst mit Deinem Kind und das Kind ist im Mittelpunkt. Wer sich selber und seine Probleme wichtiger nimmt, als das Geburtstagskind an so einem Tag für ein paar Stunden, der soll doch seine An- oder Abwesenheit selber verantworten. Und das würde ich für die paar Stunden ganz klar in den Vordergrund stellen und bei Nachfragen, wer denn alles kommt und wann, und an alle kommunizieren. Wenn du jetzt versuchst, es allen recht zu machen, wirst du nicht glücklich. Denn es ist nicht möglich, es allen Recht zu machen. Und bedenke, dass es im Leben Deines Kindes ja auch noch viele Feierlichkeiten auszurichten gibt. Willst du jedesmal so einen Aufwand machen? Meine Antwort, wenn jemand nach anderen Gästen fragt: wir feiern Geburtstag und möchten, dass unser Kind einen schönen Tag hat. Es ist Eure Entscheidung, ob Ihr daran teilhaben möchtet. Es sind Erwachsene und die können sorry verdammtnochmal, wenn sie wollen, auch mal für ein paar Stunden über ihren Schatten springen!

  4. Nicht so gut
    Bei mir hat die Erkenntnis leider etwas gebraucht, dass ICH gar nicht verantwortlich bin bzw. nicht mehrere Feiern ausrichten muss, nur damit die getrennten/ zerstrittenen Parteien es gut haben. Das geht ja zB bei einmaligen Anlässen wie Taufe, Einschulung etc. auch gar nicht. Oh man ey.
    Dann haben wir es mit einer Veranstaltung versucht „sind ja alles Erwachsene…dem Kind zuliebe….zusammenreissen…blabla“
    Ende vom Lied: es gibt schon lange keine Familienkindergeburtstage mehr. Die Kinder hätten es so gerne, aber ich erspare uns allen das Theater. Kontakt haben wir auch nicht mehr zu allen. Den Kindern versuchen wir es so zu erklären, dass eben auch große Leute manchmal ganz schön unreif sein können und es nicht immer schaffen, sich gut zu vertragen. Schade, aber bittere Realität.

  5. Ganz einfach, alle einladen.
    Ganz einfach, alle einladen..aber allen bescheid geben wer noch so alles kommt… Die können sich dann entscheiden ob sie sich für den Geburtstag zusammenreißen können oder nicht…
    So hätten wir das auf unserer Hochzeit gemacht… Und es lief gut…

  6. Bei uns ist es auch immer so.
    Bei uns ist es auch immer so. Es ist wirklich frustrierend und man freut sich gar nicht mehr auf Familienfeiern. Es ist doppelt blöd, wenn nicht nur innerhalb der jeweiligen Familie Spannungen existieren sondern auch noch die beiden Familien an sich nicht die besten Freunde sind. Das hat mir zum Beispiel meine Hochzeit ruiniert. Ich lade nur noch alle zusammen ein, wenn mein Kind Geburtstag hat. Ich achte dann drauf, dass es zeitlich überschaubar ist (2 Std zum Kaffee und Kuchen) und vllt noch 2 oder 3 gute Freunde mit Kindern kommen. Das entzerrt etwas und lenkt ab. Hat bisher ganz gut funktioniert. Aber wohl fühle ich mich nie richtig und ich bin wirklich sauer deswegen.

  7. Alles schon gehabt……
    Wir haben tatsächlich zum Teil 3x mal Geburtstag gefeiert, pro Kind(wir haben drei). Irgendwann haben wir entschieden das ist uns zu stressig und zu blöd.
    Also eine Feier-irgendwer kam meistens nicht. Und wir waren entlastet.Dieses Jahr hat die Große eine ihrer Ur Omas eingeladen zum 15. Geburtstag- und schon gibt es wieder Familienkrach 🙁
    Ernsthaft unser Haus, wir laden ein und wem es nicht passt, der kann gerne zuhause bleiben. Meine Erwartung ist ganz klar, dass sich die Gäste zusammen reissen.Aber einige Mitglieder sind der Meinung wir haben uns anzupassen. Das kann ich nur.mit dem Kopf schütteln . Schaut was ihr erwartet und teilt es mit.Eure Familie-eure Regeln.

  8. Sehr ähnlich bei mir
    Meine Situation ist deiner sehr ähnlich und ich habe nach sehr viel Überlegen und gedanklichem Durchspielen unterschiedlichster Varianten beschlossen, alle einzuladen. Wie die einzelnen Personen damit umgehen, ist deren Entscheidung. Ich habe mir die schwierigen Rahmenbedingungen so nicht ausgesucht und die Lösung, die alle Beteiligten gleichermaßen zufrieden stellt, gibt es nun mal leider nicht. Und ich sehe es nicht als meine Verantwortung an, mich für jedermanns eventuelle Befindlichkeit zuständig fühlen zu müssen.

  9. Bei uns genau so
    Auf der einen Seite kann ich es gut nachvollziehen, die Verantwortung an die Streithähne abzugeben, aber ich merke, wie angespannt ich die ganze Zeit bin (meine Eltern haben sich vor Jahren getrennt und keinen Kontakt mehr nach kleinerem Rosenkrieg). Ich habe bei großen Feiern (Hochzeit, 1. Geburtstag) wenn in größerer Runde im Restaurant gefeiert und darauf gebaut, dass sie sich räumlich aus dem Weg gehen können und es sich in der Gesellschaft verläuft, sodass ich den Quatsch auch nicht so mitkriegen muss. Bei normalen Geburtstagen feiern wir mit allen einzeln. Auch nicht so ideal, aber für mich deutlich stressfreier (und auch der Geschenkehaufen wird entzerrt).

  10. Bei uns war es mal ähnlich.

    Bei uns war es mal ähnlich.
    Deine Tochter steht an diesem Tag im Mittelpunkt, das würde ich ganz klar kommunizieren.
    Bei mir waren alle Willkommen, ich habe allerdings auch gleich gesagt dass ich niemanden auslade.
    Es sollte sich jeder im Klaren sein, dass wenn sie kommen, es durchaus möglich ist dass die anderen, die man nicht sehen möchte auch da sind.
    Ich habe klar gemacht dass ich erwarte dass sie sich entweder zusammenreißen oder weg bleiben da ich ansonsten auch während der Feier jemanden bzw. alle Streithähne vor die Tür gesetzt hätte.

    Dein Kind kann nichts für den Streit und soll nicht darunter leiden.

    Bei uns hat es gut geklappt, nach anfänglicher Eisstimmung haben sich alle zusammen gerissen denn die Kindliche Freude hat sehr ansteckend gewirkt.

    Lass dich und dein Kind nicht als Spielball zwischen die Parteien spannen.

    1. So sehe ich das auch. Das
      So sehe ich das auch. Das sind erwachsenen Menschen und nur weil diese Streit haben müsst ihr kein brimborium machen. Wir haben das in der Familie zb mit meiner Schwägerin und ihrem ex-Freund welcher gleichzeitig der beste Freund meines Mannes und Patenonkel unseres Sohnes ist und für uns ( meinen Mann u d mich) war immer klar das wir da keine extra-Würste machen. Entweder sie kommen beide und kommen damit klar oder es entscheidet sich halt einer / beide dagegen zu kommen. Aber ich richte keine zwei feste aus deswegen. Das gleiche war damals nach der Scheidung meiner Eltern die jahrelang sich noch nicht mal gescheit guten Tag sagen konnten, das war furchtbar….

  11. Kenne ich zu gut
    Bei unserer Familie ist es ähnlich. Wobei mein Vater sich zusammen reißen würde und leider auch derjenige ist, der jahrelang zurück gesteckt hat. Letzen Sommer haben wir einfach beide eingeladen, was zu einem halben Jahr nahezu Funkstille zwischen mir und meiner Mutter geführt hat. Aber weißt du was? Mir ging es trotzdem besser. Habe das Gefühl aus einem Käfig ausgebrochen zu sein. Kein schlechtes Gewissen mehr und ich fühle mich nicht mehr verantwortlich dafür, dass sich auch ja alle gerecht behandelt fühlen. Meine Kinder sind 2 und 5 Jahre alt und können nichts dafür dass Oma und Opa sich scheiden gelassen haben. Sie lieben beide gleich und es ist egoistisch etwas anderes zu verlangen. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass sie sich der Kinder zuliebe zusammen reißen. Versuche nochmal offen mit ihnen zu sprechen.

  12. Laufen lassen
    Hatten wir bei uns ähnlich. Wir haben immer alle eingeladen und die erste Frage war dann immer, „kommt der/die xxx auch“. Dann ist immer irgendetwer weggeblieben, so dass es kein Aufeinandertreffen gab. Irgendwann hat mal keiner gefragt. Wir haben uns gewundert, es aber laufen lassen. Der Geburtstag kam, beim Ankommen dann kurzes „oh, der/die ist ja auch da“ und oh Wunder – alle haben gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist. Es ist ein harmonischer Geburtstag geworden. Seitdem war es dann kein Thema mehr und für alle ist das Aufeinandertreffen nun ok. Es sind erwachsene Menschen, die sich wohl mal einen Nachmittag für ihr Enkelkind zusammen reißen können! Wer das nicht hinbekommt, auf die Person würde ich dann auch gerne verzichten.

  13. Verantwortung abgeben!
    Ich würde hier die Verantwortung ganz klar an die Streithähne abgeben. Sie sollen sich einigen, z.B. nicht gleichzeitig kommen und das vorher ausmachen oder so.

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