Geringer Altersunterschied: Wie soll ich bloß zwei Kleinkinder schaffen?

Altersunterschied

Mein Name ist Marie, ich bin 35 Jahre alt und meine Tochter ist gerade mal 7 Monate alt. Vor zwei Wochen habe ich einen Schwangerschaftstest gemacht, das Ergebnis war positiv. Um ehrlich zu sein, war und bin ich total geschockt, denn zwei Kinder mit so geringem Altersunterschied waren so nicht geplant.

Ja, ich weiß, dass ich mich nicht beklagen sollte, weil ich natürlich weiß, dass man immer verhüten sollte und wir jetzt selbst dran schuld sind. Wir haben einmal nicht richtig aufgepasst und schon war ich wieder schwanger.

Unsere erste Tochter war ein totales Wunschkind, aber mich hat es echt umgeworfen, wie sehr sich mein Leben durch sie verändert hat. Ich bin dauermüde und habe mich schon so darauf gefreut, wieder ein bisschen mehr Me-Time zu haben, wenn sie bald in die Kita geht. Ich wollte wieder zurück in den Job, wieder mich spüren, Erwachsene treffen, mal was anderes sehen als die letzten Monate.

So wenig Altersunterschied, so viel Stress?

Nun bin ich wieder schwanger, ein Abbruch kommt nicht in Frage. Aber ich habe so Angst vor zwei Kindern unter zwei Jahren. Ich habe echt Angst, dass unsere Beziehung das nicht aushält und dass ich mich selbst komplett im Baby-Wahn verliere.

Gibt es hier jemanden, der auch so dicht nacheinander Kinder bekommen hat und mich sagen kann, wie er es erlebt hat? Welche Tipps er mir geben kann, auf was ich achten sollte, was ich vielleicht im Vorfeld schon organisieren kann? Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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16 comments

  1. Liebe Marie,

    den vielen Vorrednerinnen kann ich mich nur anschließen.
    Am Schwierigsten für mich war das schlechte Gewissen. Noch heute ( mit zwei Schulkindern) ist es natürlich immer mal wieder da, wenn man einfach nicht immer allen gerecht werden kann. Dennoch: Das muss man ja auch nicht.
    Liebe Grüße!

  2. Hallo Marie.
    Unsere zwei Mäuse sind 16 Monate auseinander und jetzt 5 und 4 Jahre alt.
    Den vielen hilfreichen Tipps möchte ich mich anschließen und noch das ein oder andere ergänzen. Was bei uns lange gar kein Thema war und auch jetzt selten eines ist: Eifersucht.
    Man weiß jetzt nicht ob das der geringe Abstand ist oder eine Frage des Charakters. Bei größerem Altersunterschied im Umfeld war das auf jeden Fall in den meisten Fällen ein Thema.
    Die Zwei kennen es halt auch nur zusammen. Das hat meiner Meinung nach auch viele Vorteile.
    Ansonsten möchte ich wiederholen, dass es auch für mich wichtig war den Stress aus dem Alltag zu nehmen. Wenig Termindruck und Perfektionismus und Mittagschlaf mitmachen, wenn die Kids schlafen 😉 und wenn es sein muss auch mal eine Runde (mit-)weinen und dran denken dass wieder andere Zeiten kommen.
    Fühl dich fest gedrückt!

  3. liebe Marie, ich habe Zwillinge. um sich nicht im Baby Wahn zu verlieren, braucht es wen Dritten….am besten mehrere davon:
    Putzfrau, die auch aufräumt, Küche zum Beispiel …
    jemand, der den Einkauf macht….
    Babysitter, damit sind dein Mann auch Mal zusammen weg gehen können!
    und Zeit für dich alleine immer wieder mal.
    Freundin / Bekannte einladen mit Kind, wenn sie etwas größer sind, war für mich psychisch auch gut.

  4. Hier 4 Kinder in 5 Jahren, zwischen Nr.1 und 2 liegen 16 Monate, dann 20 zwischen 2 und 3 und 24 Monate zwischen 3 und 4. Es ist hammeranstrengend aber es wird richtig toll, wenn sie aelter sind. Geholfen hat mir am Anfang ein grosser Laufstall und ein kindersicheres Wohnzimmer wo wir die meiste Zeit verbracht haben. Gewickelt habe ich immer auf dem Boden, das war mir zu unsicher, ein Kind auf dem Wickeltisch zu haben. Tragetuch und eine Babywippe auf Esstischhoehe war auch Gold wert, wenn Du das aeltere Kind fuetterst und Nr.2 dabei sein kann. Der wichtigste Tipp: wenn beide Kinder schlafen, lass alles fallen und schlaf auch. Ich glaub, nur so hab ich die Zeit ueberstanden.Viel Mut fuer Dich, dass schaffst Du!

  5. Hallo und erstmal herzlichen Glückwünsch!
    Zwischen unseren Kleinen liegen 21 Monate, der Älteste: deutlich älter.

    Vieles wurde schon gesagt…was ich nochmal betonen will:
    – Geschwisterwagen (umbaubares Modell, wir haben unseren über 2 Jahre gern und viel genutzt)
    -ein gutes Netzwerk, anfangs zur Unterstützung, aber auch später um immer Mal Zeit für nur ein Kind zu haben (bei uns gibt’s regelmäßig Patenonkel – Tage)
    – ein dir/euch angenehmes Tragetuch
    – kochen auf Vorrat (schon vor der Geburt die Gefriertruhe gut füllen)
    – klare Absprachen mit dein Mann
    – gemeinsame Rituale für beide( unsere gehen immer noch gemeinsam Baden, lesen zusammen eine Gute Nacht Geschichte, putzen gleichzeitig Zähne) mit wechselnden Elternteil
    Und wenn’s anstrengend ist, denk dran wie toll es später ist, wenn sie zusammen spielen und was dir das für Möglichkeiten eröffnen wird.

  6. Hallo keine Panik das wird schon.
    auch wenn hier im Hintergrund gerade die Laune sinkt. Bei Nr. 1 und 2 habe ich auch knapp 2 Jahre ich hatte die beiden 1 Jahr zusammen zuhause bis ich wider gearbeitet habe und was soll ih sagen es war mit das schönste Jahr meines Lebens. Ja es ist anstrengend, da brauch keiner was kleinzureden besorg dir Unterstützung wenn du kannst. Ein Geschwiesterwagen hätte mir viel geholfen. Wir hatten keine festen Zeiten sondern Bedürfnisse. Wenn die kl. morgens geschlafen hat habe ich mit dem großen gespielt mittags habe ich versucht beide gleichzeitig hinzulegen das hat auch fast immer funktioniert. Das war meine Zeit am Tag zum ausruhen oder für den Haushalt. Waren die Tage sehr anstrengend hat abends mein Mann die kleinen übernommen wärend ich gekocht habe. Die beiden sind wie Topf und Deckel und lieben sich wirklich sehr. Ich finde es schade das Nr. 3 4 Jahre Abstand hat und keinen solchen Spielkameraden hat.
    Ich wünsche dir eine langweilige Schwangerschaft und alles gute

  7. Ich habe zwei Kinder, die ziemlich genau 18 Monate auseinander sind und möchte dir vor allem Mut machen. Alles was die Vorredner sagen ist wichtig: Geschwisterwagen, Wickeltisch für zwei oder einfach Wickeldecke auf das Sofa, gemeinsame Mahlzeiten d.h. während des Stillens bekommt das größere Kind auch eine Flasche mit etwas Milch oder einfach Wasser oder paar Reiscräcker und darf sich dazukuscheln, auf einer riesigen Matratze gemeinsam schlafen… alles was das Leben einfacher macht ist erlaubt.
    Ich möchte aber vorallem von den Vorteilen reden: die Kinder wachsen gemeinsam auf, haben immer einen Spielkameraden im gleichen Alter, ähnliche Bedürfnisse in punkto Ausflüge und Spielsachen -Bei uns gab es bis 6 Jahre nie Streit un Spielzeug,einfach weil es nie getrennte Spielsachen gab. Du bist schnell aus dem gröbsten raus, die Wickelphase etc. Dauert viel kürzer als in anderen Familien. Dadurch hast du mehr Freiheiten, viel früher als andere Familien.
    Meine Kinder sind jetzt 8 und 9 und ich habe es nie bereut, sondern im Gegenteil ab ca dem dritten Geburtstag des jüngeren sehr genossen bis heute.
    Die ersten Jahre sind hart, ähnlich wie Zwillingseltern. Es hat aber auch wirklich Vorteile!

  8. Auch ich möchte dir Mut machen, aber auch nichts beschönigen. Es ist hart, keine Frage und auch keine Zweifel.
    Wir wollten die Kinder immer nah auf einander haben, daher war es gewollt.
    Unser erstes Doppelpack (Junge/Mädchen) ist 17 Monate auseinander. Beide waren Schreikinder und zeitweise die Hölle. Die Kleine ist im Tragetuch aufgewachsen in den ersten 9 Monaten. Wir waren viel draußen, denn dann waren sie ruhiger (Wald war unser Revier an trockenen Tagen – in der Zeit machen sie daheim auch kein Chaos 😉 ) Wir haben uns keinerlei Zeitdruck gemacht oder uns an Essens/Schlafzeiten gehalten, sondern den Tag mit Entdecken rumgebracht.
    Das ganze haben wir wiederholt als die ‚Großen‘ 5 und 3,5 waren. Diesmal mit 16 Monaten Abstand zwischen dem Doppelpack. Das war nicht mehr so leicht, da eben Abholzeiten im Kiga waren und andere Termine.
    Die Krönung ist jetzt das 5. ungeplante, das nochmal mit 18 Monaten Abstand zum 4. ist. Somit komme ich auf 3 Kinder unter 3 Jahren… Ab März kommt der dann 3-Jährige in Kindergarten, dann sind es ’nur‘ wieder 2 zu Hause.
    Tipps, die ich dir geben kann:
    – Wickelplatz groß genug um auch 2 Kinder drauf zu setzen/legen.
    – der Papa muss Elternzeit machen am Anfang und den Haushalt schmeißen
    – Kleidung muss einfach waschbar sein, man kann super vom Wäscheständer leben
    – wir waren immer mit Trage und Kiwa unterwegs die ersten 9 Monate, danach mit Kiwa und Board bzw. Laufrad/Roller
    – auf keinen Fall perfekt sein wollen!!! Instagram lügt… Die Wohnung muss nicht aufgeräumt sein.
    – Freundin zum Auskotzen, am besten eine mit ähnlichen Problemen
    – sich darauf freuen, dass die Kinder schon sehr früh miteinander werden spielen können und sich kümmern.
    – offen mit deinem Partner reden, es kommen wieder ruhigere Zeiten!
    – abfällige Blicke und Kommentare ignorieren und die Bewunderung der anderen wahrnehmen! Wer dir nicht gut tut, kann wegbleiben. Die Energie braucht ihr selbst.

  9. Von mir auch herzlichen Glückwunsch zum Geschwisterchen! Für mich war vorher die Vorstellung von 2 unter 2 auch erstmal beängstigend und es gab in der Schwangerschaft immer mal Phasen wo mich die Angst vor Überforderung eingeholt hat. Aber es hat sich dann doch fast alles gefügt. Meine beiden Großen haben einen Altersunterschied von 20 Monaten und sind inzwischen 8 und 9 Jahre alt. Sie kennen keine Zeit ohne einander und haben ein enges Verhältnis. Viele Dinge wie trocken werden, gemeinsame altersentsprechende Aktivitäten etc. liefen so gut wie in einem Abwasch. Klar war besonders das erste Jahr mit den beiden anstrengend, aber auf der anderen Seite kannst du vieles entspannt angehen (wenig Termine oder Zeitstress, wie mit älteren Geschwistern, die schon in der Schule sind etc.). Wenn es morgens mal länger dauert, dann könnt ihr euch die Zeit lassen, die ihr braucht etc. denn das große Geschwisterkind „muss“ ja nicht in die Kita. Zu Deiner Frage: Wir haben stärker angefangen meinen Mann in die Betreuung unseres Großen einzubinden, z.B. hatte ich ihn meist ins Bett gebracht. Da klar war, wenn die kleine Schwester da ist, bin ich mit ihr eingebunden, war so der Große schon mehr an Papa gewöhnt. Für das Wochenbett würde ich mir definitiv Unterstützung suchen. Mein Mann hat damals die ersten beiden Monate Elternzeit genommen und konnte uns so sehr gut entlasten bzw. mir ein halbwegs ruhiges Wochenbett bereiten. Wenn das nicht möglich sein sollte, dann organisiert jemanden aus der Familie oder ggf. eine Mütterpflegerin (übernimmt z.T. die Krankenkasse) oder den hier bereits erwähnten Verein Wellcome für Unterstützung im Alltag. Man kann sich auch im Vorfeld bei ProFamilia/ Caritas etc. beraten lassen und schauen, welche Unterstützung einem ggf. noch zusteht. Und wenn Du jetzt schon merkst, dass Dir Auszeiten fehlen, dann überlegt konkret zusammen, wie ihr das für Dich möglich machen könnt. Den hier bereits erwähnten Geschwisterwagen kann ich auch empfehlen. Bzw. wir hatten damals einen Croozer für 2 Kinder und den habe ich genutzt, wenn ich mit beiden längere Strecken unterwegs war. Für kürzere Strecken hatte mein großer Sohn auch so ein Board am Kinderwagen super akzeptiert, wo er sich drauf stellen konnte. Und eine Trage, damit man die Hände für das große Geschwisterkind (bspw. auf dem Spielplatz) frei hat, ist auch Gold wert. Leider war meine große Tochter nie gerne allzu lang in der Trage, aber zum Überbrücken hat es definitiv gereicht. Meine Empfehlung ist auch, dass ihr schaut, dass auch der Papa (oder jemand anderes) immer mal das baby übernimmt, damit Du auch nur was mit dem großen Kind machen kannst. Das war für mich damals nach der Geburt der Schwester emotional schwierig, dass ich nicht mehr so für meinen Großen da sein konnte oder ihn eben auch mal vertrösten musste, wenn ich alleine mit den beiden war.
    Ich hoffe, dass auch bei euch auch bald die Vorfreude auf das Geschwisterchen wächst und wünsche euch alles Gute für die Schwangerschaft! Mit entsprechender Vorbereitung und Unterstützung ist es definitiv gut machbar. Liebe Grüße

  10. Hallo,
    erstmal herzlichen Glückwunsch!
    Unsere beiden sind 20 Monate auseinander . Wir hatten uns einen geringen Abstand gewünscht, aber mit fortschreitender Schwangerschaft kamen bei mir auch zunehmend Sorgen und Bedenken, zumal ich ein halbes Jahr noch beide zu Hause hatte, bis der Große in der Kita gestartet ist. (Mein Mann hat, sobald er zu Hause war genauso mitgeholfen, trotzdem ist man ja einige Stunden am Tag alleine mit den Kindern, wenn der Mann arbeitet). Einiges wurde schon genannt, mir hatte es noch sehr geholfen im ersten Elternzeitmonat von meinem Mann etwas gezielter Sachen mit dem Großen zu üben: Alleine aus dem Becher zu trinken, alleine Treppen hoch und runter zu kommen, alleine auf den Triptrap zu klettern und wieder runter, alleine in den Buggy zu steigen… Ich hatte die Kleine außerdem sehr, sehr viel in der Trage, auch zu Hause. Ansonsten würde ich am Anfang mindestens einen Elternzeitmonat für deinen Partner empfehlen.
    Mein Mann konnte mich immer gut damit beruhigen, dass wir es niemals bereuen werden, wenn die Kleine erstmal da ist und damit hat er trotz aller Anstrengung absolut recht behalten! Alles Gute!

  11. Hallo, unsere Kinder sind 2,5 Jahre auseinander und wirklich sehr, sehr enge. Dabei sind es sogar großer Bruder, kleine Schwester. Am Anfang ist es anstrengend, aber vielleicht könnt Ihr ja sogar noch die Eingewöhnung mit dem ersten Kind in der Kita in Ruhe in der Schwangerschaft schaffen. Da kannst Du Dich dann ein paar Stunden am Tag nur auf das Baby konzentrieren. Und aber auch das große Kind unproblematisch mal zu Hause lassen, weil man eh zu Hause ist. Meine Freundin, die so einen geringen Altersunterschied bei ihren Kindern hat, meinte auch, es gab nie Eifersucht zwischen beiden Kindern, weil sie sich an das Leben als Einzelkind gar nicht mehr erinnern bzw. das zweite kennt es eh nicht . Später hast Du gleiche Kita- und Schulwege, ähnliche Kindergeburtstage, wo das eine Kind beim anderen begeistert mit feiert. Ausflüge begeistern beide Kinder ähnlich. Das führt zu viel Frieden in der Familie. Außerdem haben die Kinder immer sich. Auch im Urlaub! Das hat unserer Kleinen z. B. in Kita und Grundschule sehr geholfen, dass der große Bruder tagsüber um die Ecke war. Jetzt bringt er als 6. Klässler sie nach seinem Unterrichtsschluss aus dem Hort mit nach Hause. Und ganz praktisch kannst Du viele Sachen einfach gleich weiter nutzen. Ein breites Bett halte ich auch für die sinnvollste Anschaffung- bei mir wollte der Große oft beim Stillen der kleinen Schwester mit mir kuscheln, am Abend war und ist es oft noch das Beste, man kann beide gleichzeitig in den Schlaf kuscheln. Ach ja, das aller, aller Wichtigste: Der Mann muss mit im Boot sein! Ab dem zweiten Kind, hätte ich es alleine nicht geschafft! Er muss sich 100% genau so verantwortlich fühlen für die Kinder, wie Du! Auch mal beide alleine ins Bett bringen, damit Du eine Auszeit hast. Auch bei krankem Kind mal zu Hause bleiben, mit einem alleine zum Arzt gehen usw…

  12. Alle Texte hier lesen sich so, als ob Marie ganz allein für die Versorgung der Kinder bzw. die Gesamtsituation zuständig sein wird. Was ist mit ihrem Partner? Er ist genauso verantwortlich, es sind auch seine Kinder und sein Familienleben.
    An Maries Stelle würde ich mich so bald wie möglich mit meinem Partner zusammensetzen und ganz konkret überlegen und planen, wie das Familienleben mit Baby und Kleinkind organisiert werden kann. Sinnvoll fände ich bereits im Vorfeld bestehende Absprachen darüber, für welche Bereiche im Kontext von Haushalt und Kinderbetreuung Maries Partner zuständig ist.
    Außerdem würde ich in irgendeiner Form zusätzlich externe Hilfe organisieren. Z.B. in Form eines Babysitters, der bereits sehr früh in der Babyzeit des jüngeren Kindes mit ins Boot geholt wird.

  13. Liebe Marie,
    wir hatten auch zwei unter zwei (Abstand unter anderthalb Jahren), der Dritte im Bunde kam dann zweieinhalb Jahre später.

    Die beiden Großen sind wie Zwillinge aufgewachsen. Erst jetzt in der Pubertät fordert es mich erzieherisch, ihnen klarzumachen, dass eine älter ist und daher etwas mehr darf.
    Als sie klein waren, hatten sie ähnliche Bedürfnisse. Auch als die Ältere schon laufen konnte und die Kleine ein Krabbler war, haben sie miteinander gespielt. Wir waren viel draußen, hatten unser eigenes Tempo.
    Lass dich nicht von Terminen stressen (Babyschwimmen, Pekip u.Ä.). Die Kinder brauchen so wenig! Liebe und einen regelmäßigen Alltag.
    Lass dir unter die Arme greifen. Vielleicht stundenweise von einer Tagesmutter? So kannst du für jedes Kind mal exklusiv da sein und auch mal ein Päuschen für dich schaffen.
    Mein Mann und ich haben uns immer wieder versichert, dass wir nicht sauer aufeinander sind, wenn es Ärger gab, sondern, dass wir beide erschöpft sind und wieder ruhigere Zeiten kommen werden. Gemeinsam gegen den Stress und nicht gegeneinander war die Devise.
    Die ersten Jahre sind anstrengend aber sehr schön!
    Und die Beziehung zwischen diesen engen Geschwistern ohne Enttronung ist Gold wert!
    Viel Liebe und Vergnügen für Euch!

  14. Liebe Marie
    Meine Kinder haben einen Abstand von 13 Monaten. Das erste Jahr war in meinen Augen sehr anstrengend, aber danach wurde es jeden Tag ein bisschen einfacher und schöner. Meine Kinder haben ein sehr inniges Verhältnis, teilen sich ein Zimmer und am liebsten sogar ein Bett. Sie sind unzertrennlich und beste Freunde.

    Meine Anschaffungsempfehlungen:
    1. Eine XXL-Matratze, die einfach auf den Boden gelegt wird. Ein Kind hat nachts immer ein Bedürfnis und die größte Erleichterung für mich war, dass ich einfach mit beiden zusammen war und mich notfalls auch um beide parallel kümmern konnte…
    2. Einen Geschwisterwagen kaufen. Unser großes Kind konnte noch nicht laufen, als unser zweites Kind auf die Welt kam. Zusätzlich empfehle ich eine Trage, sodass man je nach Bedürfnis ein Kind in der Trage hat.
    3. Viel Unterstützung! Beim ersten Kind fiel es mir schwer, es aus der Hand zu geben und Unterstützung anzunehmen. Nach der Geburt meines zweiten Kindes war ich froh, wenn mich jemand unterstützt hat, in welcher Form auch immer. Das Einkaufen beispielweise stellte sich als Herausforderung dar. Wenn ich Kind 1 vorne in den Einkaufswagen setzte und hinten den Maxi-Cosi, hatte ich keinen Platz für den Einkauf. Wenn ich die Kinder in der Geschwisterwagen setzte, dann musste ich immer abwechselnd den Einkaufswagen schieben oder den Geschwisterwagen…
    4. Du schaffst das. Natürlich ist es nicht leicht, aber die ersten Lebensjahre eines Babys erfordern immer sehr viel Pflege und Aufmerksamkeit, unabhängig vom Altersabstand der Geschwister. Hinzu kommt die Belastung für den Körper bei so schnell aufeinanderfolgenden Schwangerschaften. Aber ich habe gemerkt, dass man aus Liebe zu seinen Kindern über sich hinauswächst!
    Ganz viel Kraft und alles Liebe und Gute für euch!

  15. Hallo Marie,
    unsere zwei haben auch so einen geringen Altersunterschied, der Schwangerschaftstest war positiv da war unser großer 6 Monate alt. Wir haben keine Familie in der Nähe und als unsere Kleine dann 3 Monate alt war haben wir bei Wellcome angerufen, das nächste mal würde ich das früher machen. Falls ihr jetzt schon sagen könnt das ihr keine Hilfe haben werdet würde ich an eurer Stelle vor der Geburt bei Wellcome anrufen, hat eine Freundin hier gemacht, und ihr könnt eventuell vor der Geburt eure Wellcome Helferin kennenlernen.
    Da der Große erst mit zwei Jahren in den Kindergarten kam war das so eine tolle Unterstützung, sie hat uns zu Arztbesuchen begleiten und dort mit dem Großen gespielt, sie ist mit der Kleinen spazieren gegangen wenn ich mit dem Großen in der Spielgruppe war und hat uns auch über das Jahr hinaus noch geholfen.
    Hinterher wäre es für mich besser gewesen ich hätte mir vor der Geburt schön ein kleines Hilfenetzwerk organisiert und da s ist das was ich euch raten würde. Was brauchst du was braucht ihr und das vor der Geburt organisieren.
    Viele Grüße Yvonne

  16. Liebe Marie, erstmal herzlichen Glückwunsch! Ich verstehe sehr gut, dass du dich erstmal überfordert fühlst, aber das wird alles gut werden. Wir hatten unsere ersten beiden Kinder im Abstand von 2 Jahren und es ging erstaunlich gut. Dann kamen noch ungeplant Zwillinge dazu, als die beiden ersten 2 und 4 Jahre alt war. Natürlich war es anstrengend, aber es ist total schön, wie die Kinder dann so früh richtig miteinander spielen können. Das zweite Kind orientiert sich so stark am ersten und mit so wenig Abstand stellt sich vermutlich noch nicht mal viel Eifersucht ein. Du schaffst das und die schlaflosen Nächte sind dann zusammen abgehakt. Alles Gute für euch, freut euch ruhig auf den unverhofften Segen!

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