Gastbeiträge

16/08/2018 - 07:45

Land-Mama Lisa

Ja, nein, vielleicht: Sollen wir ein drittes Kind bekommen? Pro und Contra

Unsere Leserin hat zwei wunderbare Kinder, merkt aber, dass irgendwie noch jemand fehlt. So richtig beschreiben kann sie das nicht, denn im Grunde ist sie auch schon mit den Zweien ordentlich ausgelastet. Kennt das jemand von euch? Lest mal, es werden sich sicherlich einige Mütter wiedererkennen. Wir jedenfalls kennen dieses diffuse des Kinderwunsches bei gleichzeitiger Total-Auslastung durch die bereits geborenen Kinder nämlich sehr gut.

"Vor einiger Zeit schrieb ich mit einer Bekannten. Ihr Sohn ist so alt wie meine ältere Tochter, nämlich vier. Sie hatte ein neues Profilbild und war eindeutig schwanger...

Da wir uns lange nicht mehr gesehen hatten, nahm ich das als Anlass, zu fragen, ob es Nachwuchs gibt und wie es allen geht. Ihr kennt das. Sie schrieb, dass es bald eine kleine Schwester gibt und sie sich um einen Bauplatz beworben haben und dann wären sie „fertig“. Familienplanung, Haus... Fertig. Und seit dem grübele ich immer wieder.

Ich wollte immer mehr als die „klassischen“ zwei Kinder haben. Nun haben wir zwei wunderbare Töchter, zwei und vier Jahre alt. Und bei mir gibt es nicht dieses „Fertig“-Gefühl!

Ich wünsche mir noch ein drittes Kind, weiß aber wirklich nicht warum. Es ist nämlich nicht so, dass ich jeden Tag mit links wuppe!

Nein, ich bin schnell genervt, finde es total anstrengend, kleine Kinder zu haben, stemme den gesamten Alltag fast alleine – der Mann hilft unheimlich viel, ist aber nun mal von 8 bis 18 Uhr aus dem Haus. Er wäre wirklich gerne mehr da, aber das Geld… – die meisten kennen das.

Die Nächte sind oft noch doof und generell empfinde ich es als anstrengend, zwei kleine Kinder zu haben, eben alles, was damit zusammen hängt. Irgendwer ist immer krank und steckt den nächsten an. Nichts kann man wirklich planen und dabei bin ich so ein strukturierter Mensch.

Vor allem die Freiheit, sich Zeit für sich zu nehmen, fehlt mir immer wieder. Omas und Opas wohnen auch nicht in direkter Nähe. Alles in allem bin ich also gut ausgelastet mit der Arbeit, den Kindern und dem Haushalt.

Und trotzdem habe ich dieses Gefühl, nicht vollständig, nicht fertig zu sein – es lässt mir keine Ruhe.

‎Der Mann sagt übrigens eindeutig, zwei Kinder reichen ihm, es sei anstrengend genug… Er will kein weiteres und damit ist das Thema für ihn erledigt. Und ich denke auch so oft, warum wünsche ich mir noch ein Kind?

Gründe gegen ein drittes Kind

Eigentlich spricht so viel dagegen:

Das Geld! Noch mal Elternzeit! Weniger Gehalt also. Und dann die Kosten! Noch mal mehr Kleidung etc. – und erst später – drei statt zwei Klassenfahrten, Geburtstagsgeschenke für Freunde, Kinobesuche, Karussellfahrten, Ausbildung etc. Ein neues Auto? Was kostet das alles? Wie sollen wir uns das leisten???

Die Gesundheit! Wir haben zwei gesunde Kinder und ich habe zwei Geburten gut überstanden. Was ist wenn beim dritten Mal irgendwas passiert??? Mir? Dem Kind? Ist es nicht ein Risiko?

Die Zeit! Noch weniger Zeit für uns und unsere Hobbys, weniger Schlaf, noch länger Kleinkinder im Haus haben... Der Altersunterschied zwischen unseren Mädels ist toll, sie sind sich so nah. Kommt noch ein Kind ist der Unterschied zwischen Nr. 1 und Nr. 3 so groß. Zudem bin ich Mitte 30, lange Zeit, es mir zu überlegen, möchte ich mir nicht mehr nehmen. Außerdem wird der Altersabstand zwischen den Kindern dann noch größer... Was ich persönlich auch schwierig finde.

Gründe für ein drittes Kind
 

Tja, was sind dann die Argumente, die dafür sprechen?

Na klar, als erstes die Liebe, die wächst mit jedem Kind und macht das Familienleben noch bunter! Geschwister – viele Geschwister haben ist sicher unheimlich schön! Es gibt immer jemanden zum Reden, Spielen und Streiten!

Das ist eigentlich der Punkt, über den ich am Häufigsten nachdenke: Dass viele Kinder haben bedeutet, dass immer was los ist, das Haus voller Kinder! Das merke ich jetzt schon beim zweiten Kind.

Auch die Ansprüche an mich selber (Perfektionismus) haben nachgelassen, ich bin doch entspannter geworden mit dem zweiten Kind – vielleicht wäre das dann beim dritten noch mehr so?

Wie habt ihr das gemacht? Kopf oder Bauch entscheiden lassen? Wusstet ihr schon immer, wie viele Kinder ihr haben wolltet? Was haben eure Männer gesagt? Gibt es tatsächlich jemanden, der immer mehr als zwei Kinder haben wollte und dann doch nach einem oder zwei gesagt hat: „Nee. Das ist mir zu anstrengend?“ Erzählt doch einfach mal, vielleicht erleichtert es mir die Entscheidung."

 

Foto: pixabay

Tags: Kinderwunsch, drei Kinder, Mutter, Vater, Kinder, Familienplanung, Schwangerschaft, Nachwuchs

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Kommentare

Anke — Do, 08/16/2018 - 07:45

Also wir haben drei Kinder(13,11& fast 6). Und wir waren glücklich mit unserem zweien-hatten aber das Gefühl uns fehlt noch jemand.Wir haben auch alle Sachen aufgehoben-Kinderwagen, Kleidung, Flaschen usw Wir haben lange überlegt, ich habe gern gearbeitet, mein Mann auch.Und es gab mehr Gründe die dagegen gesprochen haben.Oma und Opas sind weit weg-allerdings haben wir tolle Freunde.Und die haben uns immer wieder unterstützt. Als die dritte da war, haben wir alles weg gegeben ohne Probleme -mit dem Gefühl wir sind vollständig. Durch den Abstand ist es immer wieder eine Herausforderung.Wir pendeln zwischen Wahnsinn und purer Liebe.Für uns war es die richtige Entscheidung....Vielleicht doch noch ein wenig Zeit nehmen& drüber nachdenken.Ich finde nicht, dass es so ist- auf eins mehr oder weniger kommt es nicht an.Wir haben da Gott sei dank an einem Strang gezogen.Sonst könnten evtl. neue Probleme auftauchen.Ich war 36 bei der Geburt . Ich wünsche Dir , dass Du die richtige Entscheidung für euch passend findest.Denn die Zerrissenheit, wollen wir oder nicht, empfand ich als am nervigsten. Lg

Olivia — Do, 08/16/2018 - 07:55

Ich wollte immer 3 Kinder (der Mann 2), wir haben 3, aber nach Diskussionen, weshalb die Altersunterschiede divergieren: zwischen 1 und 2 sind es 2 1/2 Jahre, zwischen 2 und 3 sind es 5 Jahre. Und: es ist kein Problem. Also entspann Dich darüber, das dritte Kind kann auch später kommen. Das Verhältnis der Großen (heute 13) zur Kleinsten (heute 5) ist übrigens super innig, weil ohne jede Eifersucht. Wir Eltern sind übrigens beide Vollzeit berufstätig, und die Große und die Mittlere können die Kleine aus der Kita abholen, was wieder mich entspannt. Und ich liebe es, je drei zusammen zu sehen. Sie werden immer eine oder sogar zwei Vertrauenspersonen haben, auch wenn wir weg sind. Das ist schön.

SueAnn — Do, 08/16/2018 - 08:12

Hmmm, das Gefühl "fertig" zu sein, hat sich bei mir noch nicht eingestellt. Ich habe inzwischen 3 Kinder (15,10 und bald 1 Jahr) und gerade als Frau und Mama hadert man ja oft mit dem, was von außen kommt. So hatte ich direkt nach der Geburt den Eindruck alle erwarten von mir diesen einen Satz. "Nun ist's Gut, komplett, fertig!" Ja es ist Gut! Ja- manche Tage bin ich komplett fertig- mit den Nerven ;)...... Aber das was die vermeintliche Erwartung ist? Nein! Es fühlt sich irgendwie wahnsinnig gut an sich den Herzenswunsch nach noch mal einem kleinen Baby erfüllt zu haben, aber es fühlte sich vorher nicht fehlender an oder jetzt komplettierter. Vielleicht gibt es ja Frauen, die dieses Gefühl nicht entwickeln? Dann bin ich eine davon. Kopf und Verstandesmäßig ist es doch ohnehin Irrsinn Kinder in die Welt zu setzen, Herz und Bauchgefühlig aber das beste was mir in den letzten Jahren passiert ist. Meine Kinder machen mich zu dem Menschen der ich bin. Ich drücke Dir die Daumen für eine geduldige, selbstgefällig Entscheidungsfindung! Herzlichste Grüße

Kathrin — Do, 08/16/2018 - 08:48

Hallo, wir haben 2 Kinder, 7 und 5 Jahre alt, Junge und Mädchen. Mein Mann und ich wollten ursprünglich gerne 3 Kinder haben. Nun war bei mir die 2. Geburt etwas aus dem Ruder gelaufen, außerhalb eines Krankenhauses hätte ich nicht überlebt. Ich weiß nicht, ob es dadurch kommt, aber unsere Kleine war ein äußerst anhängliches Baby und Kleinkind. Daher habe ich bald gesagt, dass ich keine Kraft mehr für weitere Kinder in mir spüre. Mein Mann fand es schade, aber da ich klassischer Weise den Großteil der Kinderthemen spiele, hat er mir die Entscheidung überlassen. Wir arbeiten auch beide recht gerne und er ziemlich viel. Bei uns sind die Beiden Kinder sich sehr nah, wir unternehmen viel zu dritt (ich und Kids in der Woche) Bzw. zu viert (Wochenende und Urlaub) und haben dabei viel Spaß! Wir fühlen uns komplett und genießen den sich immer weiter vergrößernden Aktionsrahmen sehr (beide können Rad fahren, die Kleine lernt gerade Schwimmen usw...). Ich denke es bleibt bei 2 Kindern bei uns.

Sabrina — Do, 08/16/2018 - 09:22

Seit ich denken kann wünsche ich mir viele Kinder. Als ich meinen Mann kennengelernt habe war es schnell Thema, da ich nie für einen Mann aufs Mutter sein verzichten wollte. Gott sei Dank wollte auch er Kinder, allerdings konnte er sich nie vorstellen mehr wie zwei zu bekommen. Aktuell haben wir zwei tolle gesunde Mädels (3 Jahre und 5 Monate alt) und wir sind glücklich. Auch ich finde den Alltag manchmal sehr anstrengend, aber fertig bin ich auf gar keinen Fall. Die Babysachen werden ordentlich in Kartons gepackt und die Größe gewechselt bevor sie ausleiern könnte. Inzwischen haben wir besprochen das wir uns mit der Entscheidung Zeit lassen bis wir umgezogen sind und wissen wie wir auch finanziell da stehen, da ich noch unter dreißig bin kein Problem. Natürlich hängt die Entscheidung nicht nur vom finanziellen ab, aber in der Großstadt ist es schon ein wichtiger Faktor. Vom Herzen her wäre ich aber schon jetzt wieder bereit. Von der Alltags Bewältigung her eher nicht ;)

Denise — Do, 08/16/2018 - 10:20

Wir haben zwei wundervolle Jungs (9, 1 1/2) welche mich im Moment alle Zeit und Nerven kosten. Die Babysachen liegen alle fein säuberlich in Kartons auf dem Dachboden. Ich denke wir sind noch nicht „fertig“ allerdings lassen wir uns alle Zeit der Welt. Ich bin 25 und er 28. also haben wir noch genug Zeit um ein 3. Kind zu bekommen. Das wird noch nicht heute und morgen sein...aber irgendwann denke ich im Moment zumindest, wird der Wunsch nochmal ganz groß. Natürlich spielt dann auch Platz, Zeit und Geld eine wichtige Rolle. Aber bis es soweit ist genießen wir die Zeit zu 4.

Anna — Do, 08/16/2018 - 11:51

Kinder (4,3 und 1). Ich liebe meine Kinder so sehr. Und ich will keinen Tag ohne sie missen. Aber es ist auch oft so anstrengend, das ich nicht weiter weiß. Mein Mittlerer ist im Moment in der Phase, das ich ihn anbrüllen kann und er trotzdem das macht was er nicht soll. Wir haben zur Zeit drei kitafreie Wochen. Unser Haus sieht aus als ob ein Wirbelsturm durchgezogen ist. Ich komme im Haushalt zu gar nichts. An Abend bin ich zu müde... haha - und was soll ich sagen? Es gibt ein leises Stimmchen: und was ist mit Nummer vier?!?

Janina — So, 12/16/2018 - 13:17

Das ist ja wie bei uns! Hier geht es komplett drunter und drüber mit unseren dreien(5, 2,5 und 5 Monate) und wir sind oft am Ende unserer Kräfte. Und trotzdem wünsche ich mir manchmal noch Nummer 4 ... Das ist doch verrückt! :-)

Britta — So, 12/16/2018 - 14:20

Mir geht das auch so. Unsere 3 Mäuse (4 und 2x 20 Monate) treiben mich in den Wahnsinn und über alle Grenzen hinaus. Wir wollten 2-3 Kinder und dann war Nummer 2 eben schon 2 und 3. Ich hatte in beiden Schwangerschaften Schwierigkeiten mit verkürzten Gebärmutterhals und habe 3 Frühchen. Ein 4. Kind wäre verrückt und mein Mann ist auch durch mit der Nummer. Aber in meinem Herzen gibt es auch diese kleine Stimme, die öfter fragt: was ist mit Nummer 4?

Martina — Do, 08/16/2018 - 12:20

Wir wollten immer vier Kinder. Diese haben wir nun. Natürlich ist nicht immer alles eitel Wonne. Der Altag ist oft anstrengend und kräftezehrend. Dennoch regt sich schon seit über einem Jahr in mir der Wunsch nach Nr. 5. Mein Mann wäre auch nicht abgeneigt. Ich denke, im Frühjahr werden wir es dann fix angehen.... Die stressigen Tage und durwachten Nächte gehen vorbei, was unterm Strich bleibt ist die Liebe und Bereicherung die jedes Kind mit sich bringt. Sofern realistisch möglich, würde ich diesbezüglich immer Herz vor Kopf entscheiden lassen. Auch weil ich Angst hätte, eine rein rationale Entscheidung gegen ein Kind, womöglich eines Tages, wenn es zu spät ist, zu bereuen. Die Entscheidung für ein Kind bereut man normalerweise nicht, ganz im Gegenteil.

Jule — Do, 08/16/2018 - 13:27

Hallo, ich bin momentan schwanger mit Kind Nummer 3 - es hört sich verrückt an. Mein Mann und ich waren uns zum Glück direkt nach dem zweiten Kind einig, dass noch jemand fehlt. Aber letztendlich hilft nur - Kopf aus, Bauch an ;-)

A. — Do, 08/16/2018 - 15:56

Ich habe zwei (6 und 3) es ist manchmal so anstrengend. Aber großteils ist es einfach nur schön. Da ich nichts mit Babys anfangen konnte/kann, bin ich froh, dass ich Windel wechseln, nonstop tragen, stillen, beim Einschlafen begleiten etc hinter mir habe. Je sie älter werden, desto mehr kann ich anfangen mit ihnen. Auch wenn sie sich gerne streiten, so verstehen sie sich super. Jetzt bin ich ein Stück freier. Und das fühlt sich super an. Ich hatte mich zwar nicht danach gesehnt (vllt ab und zu) aber ganz vergessen, dass es mir echt gut tut, wenn ich auf Sofa liegen kann, während sie im Kinderzimmer spielen. Endlich kann ich viel mehr unternehmen nach draussen mit Kids. Mit Babys geht es nicht so gut (zb Museum, Freizeitpark) und habe mehr Gesprächsthemen. Ich fand die Schwangerschaften und Geburten nie toll. Ich persönlich kann deshalb nicht verstehen, wieso man freiwillig mehr als zwei Kinder haben möchte. Das sollte aber kein Angriff sein! Ist nur meine Meinung ;-)

Ramona — So, 08/19/2018 - 20:14

Du könntest ich sein. Ich habe die gleichen Gedanken und Gefühle wie du. Danke, dass ich nicht die einzige bin.

Veri — Do, 08/16/2018 - 16:32

Bei uns sieht es genauso aus...wir haben zwei tolle Kinder (fast 4 Jahre und 13 Monate) und irgendwie haben wir auch dieses "noch nicht fertig" Gefühl. Die frage ist wollen wir wirklich alles auf den Kopf stellen...größere Wohnung,neues Auto,... und können wir uns das Leisten und ist ohne das die beiden auf etwas verzichten müssen (z.B. auf ein eigenes Zimmer). Auf der anderen Seite ist der Wunsch da und die Stimme lässt sich nicht verdrängen und die beiden würden sich auch sicher freuen weil da noch sooo viel Liebe ist die wir alle zu geben haben....noch haben wir 2 / 3 Jahre Zeit bis wir uns endgültig entschieden haben wollen...auch wenn ich eigentlich garnicht so lang warten möchte aus Angst das wir es aus reiner Vernuft doch nicht machen...

Anja — Do, 08/16/2018 - 19:11

Ich konnte nach 2 Kindern noch nicht damit abschließen. War nicht bereit, Babysachen oder Kinderwagen zu verkaufen, obwohl mein Mann kein 3. Kind wollte, da wir durchaus auch mit 2 an unsere Grenzen kamen. Und plötzlich, als es mit no.2 entspannter wurde und die Kinder anfingen miteinander zu spielen, ging die Türe doch nochmal auf. Und bei allen Argumenten „gegen“ ein drittes Kind, haben wir das Herz entscheiden lassen. Und wir waren eben noch nicht komplett. Es gab noch ein Kind, das zu uns wollte. Unser Sohn ist nun 1 Jahr alt. Jetzt fühlen wir uns komplett. Und bei allem Stress, Chaos und Kosten, war das die beste Entscheidung ever. Aber sie hat uns Mut gekostet, mehr als die Entscheidung für Kind 1 und 2.

Alexandra — Do, 08/16/2018 - 19:40

Meine Zeit, als ich den Text las, dachte ich sofort, den hätte ich geschrieben. Wir haben auch 2 Kinder in einem Abstand von genau 23 Monaten. 3einhaln und 1anhalb jetzt. Wir haben viel und oft überlegt mit dem dritten Kind. Wir hatten uns sogar erst richtig dafür entschieden, dass ich es sogar schon Freunden mit geteilt habe das wir nochmal schwanger werden wollen Aber letztendlich haben wir uns leider dagegen entschieden...wir sind auch mega ausgelastet mit beiden, keine Kids die nur zu Hause rum hängen wollen, immer raus, egal welches Wetter. Das Problem ist ganz einfach das Geld (ja jetzt kommt jeder mit, ihr entscheidet euch gegen ein Leben wegen Geld bla bla) Wir haben nur eine 3 Zimmer Wohnung...irgendwann müssten wir umziehen, eine 4 Zimmer Wohnung kostet an die 1300 KALT !!! Und wenn sie schön gelegen sein soll einigermaßen auch schon viel mehr ! Das können wir einfach nicht bezahlen...oder wartet ..doch können schon, aber dann müssten wir jeden Cent am Ende vom Monat umdrehen, es gibt dann keine Spielzeuge einfach mal so oder ähnlich. Und so ein Leben wollen wir unseren beiden Kids nicht antun!! Sie sollen auch mal was bekommen, wenn es eine tolle Woche war o.ä. . Dann sagen zu müssen, tut mir leid, das gibt's nicht könnten wir nicht übers Herz bringen. Natürlich muss das jeder für sich selber entscheiden, aber uns ist es wichtig daß wir uns auch noch Sachen Leisten können und nicht erstmal 5 Jahre drauf zu sparen (im krassen Sinne jetzt) Liebe Grüße

Carmen — Do, 08/16/2018 - 20:15

Mein Mann und ich waren uns immer einig, wir wollten 2-3 Kinder haben. Als dann unser 2. Kind ein "besonderes" Kind war, war für mich klar: Jetzt erst recht das 3. Kind. nicht sofort, aber in 2/ 3 Jahren.... für uns war es die richtige Entscheidung: klar war die erste Zeit anstrengend- aber jetzt spielen nummer 2 und 3 sehr schön miteinander, auch die älteste kann mit beiden noch was "anfangen" (sie sind 5,9 und 11 Jahre alt). Und was eine größere Wohnung angeht.. Kinder brauchen nicht zwingend alle ein eigenes Kinderzimmer. Klar ist das schön, wenn man es hat, aber nötig ist es nicht. Ggf. macht es auch Sinn, darüber nachzudenken, ob man nicht besser einen Kredit abbezahlt für ein Eigenheim, als Miete zu zahlen -zumal es da auch im Gegensatz zur Miete immer noch Fördermittel gibt. Spielzeug muss nicht immer neu sein- auf Flohmärkten/ Basaren oder Ebay kriegt man viele Dinge günstiger und das dritte braucht ohnehin weniger, weil schon viel von den ersten beiden da ist. Was Und ich finde, es gibt auch sooo viele tolle Sachen, die man mit Kindern machen kann und die nicht viel kosten!!! Und ja: nach dem 3. Kind waren wir auch vollständig!

Janina — Do, 08/16/2018 - 22:34

Moin Ich wollte immer drei Kinder oder keins. Mein Mann nur zwei. Nach zwei Jungs im Abstand von 2einhalb Jahren, habe ich erstmal etwas gearbeitet, aber mir war klar, da fehlt noch was. Trotz Stress, wenig Schlaf etc. Schlussendlich hab ich mich durchgesetzt mit Kind Nummer 3, die nun 5 bzw. 7 Jahre jünger ist. Und das ist perfekt so. Keine Konkurrenz zu den Großen, die Großen schon ziemlich selbständig, vieles wurde dadurch entspannter. Deshalb: keine Panik, wenn jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt ist, es ist noch Zeit und der größere Altersunterschied war für uns nur positiv. Liebe Grüße

Jenny — Do, 08/16/2018 - 23:04

Das könnte unsere Geschichte sein. Wir haben 2 Kinder (6 und 2) und ich fühle mich auch noch nicht konplett. Mein Mann ist nicht gänzlich abgeneigt, sagt aber dennoch immer wieder, dass unsere beiden "genug" seien. Ich finde es auch oft kräftezehrend und unheimlich anstrengend und frage mich, warum der Wunsch nach einem dritten Kind da ist und ob meine Nerven für noch ein drittes Kind ausreichen - sie reichen ja so oft bei den beiden schon nicht. :-D Trotzdem "fehlt" irgendwie noch jemand..

Marina — Fr, 08/17/2018 - 09:46

Bei mir ist es anders. Ich habe vor 10 Monaten meine wundervolle Tochter geboren und weiß seitdem dass ich kein weiteres Kind möchte. Ich muss dazu sagen, dass mein Mann schon eine 10 jährige Tochter hat, die größtenteils bei uns lebt. Früher wollte ich 2 oder 3 Kinder, aber jetzt habe ich gemerkt, dass ich mich lieber voll und ganz auf mein Töchterchen konzentrieren möchte, und ich habe durch sie das Gefühl dass wir komplett sind :)

Bambini Belli — So, 08/19/2018 - 15:25

Mein zweites Kind ist gerade erst auf die Welt gekommen. Aber für mich ist schon lange klar, dass ich gerne noch weitere Kinder haben möchte. Wahrscheinlich werden es wohl "nur" drei, denn die Kosten und der Platz (Haus, Auto usw.) spielen ja auch eine Rolle. Gäbe es dieses Problem allerdings nicht, würde ich auch 5 Kinder bekommen. Ich gebe dir übrigens Recht. Der Wunsch nach weiteren Kindern kommt von Herzen. Einen bestimmten Grund dafür gibt es nicht. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass es das jetzt schon gewesen sein soll. Das ist mehr ein Gefühl als eine rationale Überlegung. Liebe Grüße, Johanna.

Diana Rohm — So, 12/16/2018 - 21:27

Als wir Verwandten und Freunden eröffneten, dass wir Nummer 3 bekommen, wurden wir oft ganz mitleidig belächelt. War das geplant? Wer sich traute, fragte das zuerst. Ja. Das war es. Natürlich sind zwei schon anstrengend und zerren oft auch an den Nerven. Aber irgendwie war da noch Platz. Als sie dann da war, unser drittes Mädchen, war irgendwie auch klar, es ist toll....aber sind wir jetzt fertig? Der Gedanke an Nummer 4 war nie ganz vom Tisch. Jedenfalls nicht bei uns. Bei unserem Umfeld schon! Wir haben es drauf ankommen lassen und uns gesagt, ein Viertes ist gerne willkommen. Bei uns ist immer so viel Trubel und Chaos, das kann Nummer 4 nicht mehr schlimmer machen. Und jetzt kommt sie unsere Nummer 4 zusammen mit Nummer 5. Zum krönenden Abschluss ein Zwillingspärchen. Nach drei Mädels erwarten wir nun zwei Jungs. Unser Respekt vor dieser Aufgabe ist riesig. Die Freude allerdings mindestens ebenso groß. Vielleicht kann ich zu gegebener Zeit zum passenden Thema nochmal erzählen wie es läuft.....wahrscheinlich irgendwas zwischen Glück und Burnout einer Fünffachmutter!

Helen Z. — Mo, 12/17/2018 - 16:40

Wir wollten beide immer 3 Kinder haben. Aber ich fand es mit zwei Kindern auch sehr anstrengend und wollte dann kein drittes mehr. Mein Mann hat dann sehr gebettelt, dass er unbedingt noch ein drittes Kind wollte. Und das hat er so charmant gemacht, dass wir dann ein drittes Kind gemacht haben. Und der kleine Mann ist jetzt 1 Woche alt, die Großen 3 und 5. Und ich bin total glücklich, dass wir nun 3 Kinder haben.

Anna — Fr, 02/22/2019 - 13:44

Wir haben drei wundervolle Töchter. Mein Mann fühlt sich komplett und musste sich eingestehen, dass ihn das dritte Kind an seine Grenzen gebracht hat. In mir war direkt nach ihrer Entbindung ein Gefühl, dass wir noch nicht komplett sind - trotz katastrophaler Nächte und Organisation von einem Haushalt mit fünf Personen. Ich werde dieses Jahr 40. Nicht mehr viel Zeit, zu überlegen. Wie gerne würde ich noch ein Viertes bekommen, stelle mir heimlich vor, in Flop Flops in den Kreißsaal zu gehen, noch mal zu stillen und ein letztes Mal dieses Wunder zu erleben. Und dann schaue ich meine drei gesunden Töchter an und stelle mir vor, was wäre, wenn mir etwas während der Geburt passiert, das vierte Kind eine Einschränkung hat und ich vielleicht weniger Zeit für die 3,oder die Großen wieder "zurückstecken", müssen. Es ist hart und mein Herz blutet, aber der Kopf hat gewonnen. Und ich lerne gerade Dankbarkeit. Für das Wunder, dass ich jeden Tag an meiner Seite habe. Ich freue mich auf den Sommer, wenn ich in Flop Flops an meinem 40. durch den Garten laufe....

Jill — Mo, 07/22/2019 - 21:32

Ich bin auch am überlegen op es zu bewerkstelligen ist. So wie Sie bin ich eine organisierte, strukturierte Perfektionistin. Mit unseren beiden Söhnen komme ich gut klar, mein Mann hilft sehr viel und wir teilen uns alle Arbeiten auf. Nun ist es so, dass ich bei meinem letzten Zwerg einen Notkaiserschnitt hatte, er war ein Sternengucker und fand den Weg nicht raus. Es mach mir natürlich Angst, dass es bei einer weiter Schwangerschaft eventuell Probleme geben könnte. Nicht desto trotz Sowohl mein Mann als auch ich hätten gerne ein weiteres Kind, das Geschlecht spielt dabei überhaupt keine Rolle. Platz ist genug, finanziell wäre es auch kein Problem. Ich bin auch mit zwei Kindern glücklich solange jedes gesund ist. Jedoch lässt mich die Vorstellung 3 Kinder/Jugendliche/Erwachsene( mit Frauen/Männern und Enkel) an meinem Tisch sitzen zu sehen nicht los. Und ich glaube ich würde später immer wieder denken „hättest du es doch versucht und wärst du doch das Risiko eingegangen..“. Deswegen glaube ich, dass es schlimmer ist etwas nie zu erfahren und sich immer fragen zu müssen wie es gewesen wäre...verglichen das Risiko einzugehen und Probleme vorzufinden die man lösen und an denen man wachsen kann. Es geht nur um den Mut des Einzelnen sich dem Unbekannten zu stellen; je älter man wird desto stärker vergeht einem die Lust dazu, durch schlechte Erfahrungen denen man in der Vergangenheit ausgesetzt war. Wir werden es doch ziemlich sicher Versuchen...das Risiko eingehen, und auch wenn es vielleicht für viele egoistisch für, ein Leben für ein Mehr an Liebe, Erfahrungen, Problemen, Lösungen und Emotionen wählen... Was wäre das Leben ohne Gefühle und ohne Bewegung... Schwarzseher haben selten ein schönes erfüllendes leben...

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