Wir wissen nicht mehr weiter – unser Sohn (6) braucht noch eine Windel

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Mein Name ist Nora, wir haben einen sechsjährigen Sohn, der im September in die Schule kommt und der seit Jahren Probleme mit dem Toilettengang hat. Ich hoffe so sehr, dass es hier noch andere Mütter gibt, deren Kinder im „fortgeschritteneren“ Altern fürs große Geschäft noch eine Windel verlangen.

Unser Sohn ging mit 2,5 Jahren in den Kindergarten, die Eingewöhnung dort war eine Katastrophe, die Kita hatte ganz schöne Defizite, so dass ich darüber nachdachte, meinen Sohn dort heraus zu nehmen. Auch eine externe Familienberaterin bestätigte mir den schlechten Ruf der Kita.

Mein Mann aber stimmte einem Wechsel nicht zu, weil wir keinen anderen Platz in Aussicht hatten und ich dringend wieder arbeiten musste (wir sind auf mein Gehalt angewiesen). Dann wechselte die Kita-Leitung und wie hofften, dass das eine Besserung bringt. Es hat noch mehr als 2 Jahre gedauert, bis mein Sohn wirklich gerne dorthin gegangen ist.

Zurück zum Toilettengang: Mein Sohn hat einmal in der Kita groß gemacht, da war er 3 Jahre alt. Ansonsten immer nur Pippi. Das große Geschäft macht er ausschließlich in eine Windel, auch zu Hause. Neulich musste er wohl in der Kita so dringend, dass er Husten und Übelkeit vorgetäuscht hat, damit ich ihn abhole und er zu Hause eine Windel bekommt.

Wir haben alles versucht, ihn dazu zu bewegen, auf die Toilette zu gehen. Alles führte noch zu mehr Stress, zu totaler Verweigerung, dann klappte es nicht mal mehr mit der Windel und es mussten Zwangseinläufe gemacht werden. Es war einfach nur furchtbar und ich bin mit meinen Kräften völlig am Ende.

Er verkneift es sich ständig und ich glaube, dass mittlerweile eine richtige körperliche Störung vorliegt. Kein Arzt konnte uns bisher helfen, nun sind wir auch bei einer Psychologin.

Unsere Verzweiflung ist riesig, unser Sohn leidet sehr darunter. Ich wäre sehr froh, wenn es hier jemand geben würde, der damit Erfahrungen hat und uns davon berichten kann.

Foto: Pixabay

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85 comments

  1. Hallo zusammen,

    leider habe ich keinen Rat was in eurer Situation helfen könnte. Aber ich kann mir vorstellen, dass ihr unheimlich viel Stress und Sorgen habt und es auch für die Kinder viel Leid bedeutet. Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass es sich bessert und das Klo gehen irgendwann funktioniert! Aber ich würde gerne alle dazu anregen, die noch ein Baby haben oder erwarten sich mal mit dem Thema „Abhalten“, „Windelfrei“, „Teilzeit-Windelfrei“ oder englisch: „Elimination Communication“ auseinanderzusetzen. Denn ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Baby/ Kind, dass windelfrei groß wird (es hat nichts mit Erziehung oder Training zu tun!) jemals solch ein Leid mit dem Töpfchen oder der Toilette durchleben muss. Das Problem in unserem Kulturkreis und unserer Gesellschaft ist, dass Windeln so normal geworden sind, dass wir unseren Babys das angeborene Gefühl für ihre Körperausscheidungen abtrainieren. Dabei ist es eben nicht natürlich für ein Baby sein Nest zu beschmutzen und in Windeln zu machen. Und jedes Baby kommt mit Signalen auf die Welt, die es abgibt wenn es mal muss. Nur wir Eltern wissen nicht mehr, dass das so ist. Deswegen trainieren wir den Babys mit den Windeln diese Signale wieder ab, indem wir nicht darauf reagieren (wir wissen es halt auch nicht besser). Und wenn sie dann Kleinkinder werden soll die Windel auf einmal weg. Bei manchen klappt das auch, aber andere tun sich damit sehr schwer und das finde ich total verständlich, schließlich kennen sie ihr ganzes Leben lang nichts anderes!
    Ich bin in der Schwangerschaft zufällig auf das Thema „Windelfrei“ gestoßen und habe es dann einfach mit meinem Sohn probiert. Er ist damit groß geworden, dass es normal ist zwischendurch immer wieder abgehalten oder hingesetzt zu werden, um Pipi und Kaka ins Töpfchen/Waschbecken/ Klo/ an einen Busch oder wohin auch immer zu machen anstatt in die Windel. Windeln hat er natürlich trotzdem immer als Backup getragen. Und da hat er auch oft reingemacht. Aber er konnte schon nach ein paar Wochen aktiv loslassen wenn er abgehalten wurde und pullern oder kackern, wenn es was zu pullern oder kackern gab.
    Das Problem, dass anscheinend viele Kinder haben, Ausscheidungen nur in die Windel machen zu können (hat ja nichts mit wollen zu tun), das entstand bei ihm so gar nicht und ich würde sagen, das kann bei keinem Kind entstehen, das windelfrei aufwächst.
    Also, auch wenn ich den jetzigen betroffenen Kindern und Eltern damit nicht helfen kann, vielleicht stolpert ja hier jemand drüber, der einem zukünftigen Kleinkind das Leid beim Thema Töpfchen und Toilette ersparen kann. Und das nur indem ihre Eltern es von Anfang an immer wieder (überm Klo/Waschbecken oder wo auch immer) abhalten und auf die Ausscheidungssignale der Babys eingehen anstatt sie unwissentlich (wie sicher von der Windelindustrie gewünscht) von den Windeln abhängig zu machen.

    Ich wünsche euch alles alles Gute! Ihr tut ja schon alles was ihr könnt! Ich wünsche euch, dass ihr diese schwere Zeit bald hinter euch lassen könnt!

  2. Wir waren mit unsere Tochter genau in der selben Situation. Wir haben alles ausprobiert um ihr die Toilette fürs große Geschäft schmackhaft zu machen. Mit Druck wurde alles nur noch schlimmer und es endete in einer schlimmen Verstopfung. Zum Glück war unser Kinderarzt sehr entspannt und meinte es würde sich irgendwann von selbst regeln. Es hat sehr viel Geduld gebraucht. Und siehe da eines Tages hat es sich erledigt gehabt. Sie wollte 2 Nächte in Folge bei ihrer Freundin übernachten aber ich hab darauf bestanden dass sie dazwischen kurz nach Hause kommt fürs große Geschäft in die Windel da es sonst in einer Verstopfung wieder geendet hätte. Ihre Freundin musste dann warten bis sie fertig war. Das war ihr anscheinend so unangenehm dass sie von diesem Tag einfach aufs Klo ging. Und das ganze Thema war erledigt.

  3. Hallo,
    die Problematik kenne ich auch gut. Bei uns lag es an der Verstopfung und dadurch entstandenen Rissen „im Popo“. Die Risse kann man mit einer Salbe gegen Hämmoroiden mit einem Applikator behandeln. Für das Aufweichen von dem Kot hat uns die Kinderärztin Lactulose-Saft (Lactulose AL) empfohlen. Es wird nicht verdauut und es entwickeln sich keine Abhängigkeiten davon.
    Wenn die Schmerzen nicht mehr da sind, muss es nur einmal ohne Pampers klappen, dann läuft es wie geschmiert 🙂
    Ich wünsche Euch alles Gute! Sie sind mit dem Problem weit nicht allein.

  4. Wir waren genau ob der selben Situation. Überall nur noch Probleme, ein Teufelskreis aus dem kein Ausweg in Sicht war. Der Enddarm war bei unserem Sohn (5) dann schon stark vergrößert und uns wurde gesagt, dass vielleicht für immer Movicol nehmen muss. Genau wie beschrieben bei Erziehungsberatung, mehreren Psychologen, SPZ, Osteopathen usw. vorgestellt. Ein Facebook Coaching hat mich bei den Verhaltensweisen zwar weiter gebracht, aber wie wirklich ändern?
    Zum Glück haben wir eine mega tolle und einfache Möglichkeit über Nahrungsergänzung gefunden – einmal am Tag ein lecker schmeckendes Getränk für den Sohn und innerhalb eines Monats eine signifikante Verbesserung. Wir sind so,so froh und haben unser Leben zurück.

  5. Unsere Tochter hatte es auch. Wir haben ihr täglich Movicol gegeben. Das macht den Stuhl locker , ohne vom Körper aufgenommen zu werden. In naturfarben Apelsaft rein rühren. Es dauerte nicht lange und es hat sich normalisiert. Einen Versuch ist es wert. Man kann es aber in jeden Saft oder in Wasser rühren und der Arzt schreibt Movicol Junior auf.

  6. Oh. Davon kann ich ein auch ein Lied singen. Wir waren bei einer Familien Beratung, ähnlich wie Psychologe. Nur 2Gespräche haben uns gereicht.
    Bei uns war das „Loslassen“ das Problem, laut unserer Beraterin.
    Benennen konnte meine Tochter das Problem nicht.
    Geholfen hat uns täglich Movicol.
    Nach jeder Mahlzeit habe ich meine Tochter auf das Klo gesetzt (für etwa 10Min), also 3xtäglich. Essen regt die Verdauung an. Die erste Zeit haben wir dabei gelesen.
    Irgendwann hat es geklappt, nach etwa 4Tagen. Die Freude war riesig.
    Dafür gab es eine „Belohnung“. In unserem Fall habe ich eine Raupe gemalt, mit 3Leeren Kreisen. Diese Kreise dürfte sie selber Bunt bekleben. Als die Raupenkreise voll waren gab es als Belohnung „MamaZeit“ (Eis essen, Lese Zeit Fahrradtour etc. / ich stehe nicht auf Materielle Dinge.
    Die Raupe wurde immer länger. Die “ Erste“ angefangen mit 3Kreise, irgendwann wurden es 8kreise.
    Die Belohnung haben wir gemeinsam besprochen. Damit meine Tochter motiviert war.
    Sie hat das Gefühl für sich gefunden wann sie musste, dann sagte sie bescheid. Und ich begleitete sie dabei meist mit einem Buch zur Entspannung.
    Nach einem Monat brauchten wir keine Belohnung und keine Windel mehr. Das Movicol haben wir stufenweise! abgesetzt. Auch nachts wurde sie dann trocken.
    Meine Tochter war damals kurz vor ihrem 7. Geburtstag.
    Durch den gefüllten Darm hat die Blase keinen Platz. Deshalb Nässen manche Kinder ein. Infos dazu habe ich im Internet recherchiert. Und auf Nachfrage erst beim Kinderarzt die Bestätigung für das nächtliche ein Nässen. Auch ich war verzweifelt. Genauso wie meine Tochter.
    Ganz wichtig Ruhe bewahren.

    Ich wünsche euch ganz viel Gelassenheit und Ruhe. Dann kommt auch irgendgewann der erste Erfolg.

    1. Nach vier Tagen Erfolg, nach einem Monat keine Belohnung mehr … traumhaft. Wir führen auch dieses von Dir beschriebene Prozedere aus – seit Jahren.

  7. Mir fällt spontan was dazu ein. In welche Position begibt er sich, wenn er dann in die Windel macht? Liegt er, hockt er, steht er? Kleinkinder hocken sich ja hin, also gehen in die Knie. Die meisten denke ich. Das ist auch eine natürliche Haltung. Auf die Toilette setzen, ist unnatürlich, und auch nicht gesund, weil es die Darmentleerung behindert. Man kann Beiträge dazu googeln. Ich könnte mir vorstellen, dass es daran liegt. Dass der Darm abgeknickt wird, und es dann nicht mehr so gut geht. Normales hinhockerln, im freien z. B. geht das? Oder versucht es mal mit dem Hocker! Ich drücke euch die Daumen, dass ihr bald eine für euch gute Lösung findet!

    1. Du hast wahrscheinlich schon alles probiert, was geht. (Und sicher hast Du vom Arzt körperliche Ursachen bereits ausschließen lassen)
      Unsere Tochter hat auch laaaange kein großes Geschäft ins Töpfchen gemacht. Es klingt jetzt sehr seltsam, aber hast Du es schon mal mit ihm zusammen probiert. Also er noch auf einem Topf (falls das Größenmäßig noch geht) und Du auf dem Klo? Wahrscheinlich hast Du, aber so hat es bei uns dann geklappt. Unsere Tochter hat gedacht, Kacka im Stehen ist angenehmer, bis sie merkte im Sitzen „läuft “ es besser und sauberer.
      Sie trinkt ,wenn es nicht klappen will, aber Bauchweh da ist, ein Glas Orangensaft. Wir massieren den Bauch etwas in die richtige Richtung und dann kommt es.
      Und bei allem, was nicht klappen will und wo wir uns alle verrennen, machen wir einen Cut … lassen es für eine Woche oder zwei ruhen und versuchen es dann nochmal .
      Sie geht bis heute in der Kita kein Kacki machen.
      PS. Auch wenn wir das Haus verlassen, machen wir zusammen Pipi. Haben noch ne Gästetoilette und machen uns nen Spaß daraus, wer als erster und wer die meiste Pipi musste.
      Das sind alles keine ultimativen Tricks , ich weiß. Ich drücke Deinem Sohn ganz liebevoll die Daumen! Irgendwann ist auch das überwunden. Ganz bestimmt!

    2. Eine ähnliche Idee hab ich auch. Das Kind meiner Freundin konnte nur im Stehen. Verlangte dafür die Windel, ging an ihr Gitterbettchen, hielt sich fest und nach dem Geschäft sagte sie fertig, Windel konnte aus.

  8. Hallo
    Evtl wäre eine Reittherapie gut.. die Kinder lernen sich hier selbst zu spüren, lernen ihren Körper kennen, Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung stärken sie uvm
    Liebe Grüße Nicole

  9. Mit sechs Jahren kann ein Kind ja oft schon Gefühle, Ängste etc. verbalisieren. Sagt der Sohn selbst etwas dazu, warum er nicht auf die Toilette will oder kann? Was sagt er denn selbst, wenn Ihr das Thema ansprecht?

    Gut ist, dass Ihr eine Psychologin hinzugezogen habt. Wenn Ihr es bereits ärztlich abgeklärt habt und die Ärzte nichts gefunden haben, spricht ja viel für eine psychogene Ursache.

    1. Kinderlax regelmässig einnehmen lassen, 1x täglich. Stuhl wird weicher, und tut nicht mehr weh. Wenn Kinder lange einhalten, wird der Stuhl hart, entleeren tut weh. Wird wieder lange eingehalten. Teufelskreis.

  10. Das kommt mir auch sehr bekannt vor. Wir hatten das gleiche. Mein Sohn war tagsüber mit drei trocken, aber brauchte eine Windel fürs große Geschäft. Er hat auch oft zurückgehalten und jahrelang Movicol genommen, damit er nicht so dolle Verstopfung hat. Wir haben alles mögliche versucht. Bücher zu dem Thema (Nane und Stinki), Stempel/Geschenke in Aussicht gestellt, ärztliches Abklären, etc. Wir waren auch wirklich am Ende. Und jede Druckausüben (teilweise auch überhaupt nicht beabsichtigt) hat alles nur schlimmer gemacht.
    Bis… an irgendeinem Tag, da war er gerade 5 1/2, kam er aus dem Bad und sagte: ok, dann mach ich halt auf die Toilette.
    Und seitdem keine Probleme mehr. Ich habs selbst erst nicht geglaubt.
    Nachts schläft er zwar auch schon länger ohne Windel. Aber oft dann so tief und fest, dass öfter mal was daneben ging. Wir haben ihn ein Jahr lang regelmäßig abends nochmal geweckt, um auf die Toilette zu gehen. Seit ein paar Monaten läufts (er ist jetzt 8) und er wird von selbst wach.

    1. Ja, wir kennen das Problem auch. Unser Sohn hat sehr lange bis ins Schulalter ein klassisches Töpfchen zur Verfügung gestellt bekommen. Da kann er einfach besser „entspannen“. Wir haben festgestellt, dass er sehr lange braucht und wollten ihm die Zeit auf dem Topf so angenehm wie möglich machen: er darf Lego mitnehmen und hat in einer Tüte neben dem Topf seine „Kackbücher“ (wir nennen sie wirklich so) hängen. Er darf sich Zeit nehmen so viel er will. Eine Zeitlang hat er sogar eine kleine Tüte mit „Kackbüchern“ mit in die Kita genommen. Das alles hat den Unterricht gemacht. Keine Forderungen sondern Verständnis und alles so kindgecht und schön wie möglich.

      1. Mein Sohn ging mit 7 fast 8 Jahren erst beim groß machen auf Toilette. Die Gründe habe ich nie heraus gefunden. Ich tippe stark auf die Psyche, nichts körperliches. Mach dir kein Stress. Ich fing an nach Psychologen suchen usw.. War oft verzweifelt und dann hat er es einfach gewagt. Die Geschwister sind kleiner und jünger und die gehen auch auf Toilette, aber das war nie ein Anreiz für ihm. Das muss wirklich von allein klick machen, 😔

      1. Hi meine Tochter jetzt 9jahre aber sie hate, das gleiche proplem sie hat nie kaka in Kita gemacht nur immer zuhause wollte sie Windeln zum kaka bis sie in die Schule kam srit dem geht sie zum kaka auf Klo aber a nicht in d er schule nur zuhause sie geht nicht mal zum Pippi machen in der schule aufs Klo höchstens wenn sie mal muss aber mein Sohn jetzt 4 jahre alt ist zum Pippi sauber aber wenn er kaki muss immer windelwenn ich ihn Klo tue schreit er wie sau hat angst davor keine ahnung das blöde ist aber kommt im September in Kita will nicht in Klo kacki machen nur in Windel wie mach ich das der sauber bis zum September ist die wickeln ihn ja nicht

  11. Es ist erschreckend und erleichternd zugleich, zu lesen, dass es anderen ähnlich ergeht wie uns.

    Meine Tochter tut sich mit zwei Dingen schwer: dem Umsätzen ihrer Gedanken in Sprache und dem Trockenwerden.

    Sie wird im Juli 6 Jahre alt und braucht nachts noch eine Windel. Sie spürt einfach nicht, dass sie uriniert und schläft trotz der Nässe weiter.
    Sie wurde tagsüber erst mit 3 Jahren und 4 Monaten trocken,was jedoch heutzutage noch als normal gilt. Aber der Stuhlgang war ein Grausthema. In der Kita ging sie für das große Geschäft nie auf die Toilette, weil sie Zeit dafür brauchte und diese nicht bekam. Zuhause versuchte sie es, aber es klappte nie. Irgendwann Richtung 5. Geburtstag sagte ich ihr täglich, dass es mir langsam zu unangenehm wird, ihr die Windel für die „Kacka“ anzulegen und danach den Inhalt, verschmiert wie er zu oft war, wegzuwischen. Sie sagte mir „wenn ich fünf werde, höre ich auf“. Sie versuchte sich zu bemühen, aber es funktionierte erst einmal nicht. Bis sie dann gut zwei Wochen nach ihrem 5. Geburtstag in der Kita groß musste und sich in die Hose machte. Ihr war das so unangenehm, dass ihr als großes Mädchen so etwas passierte,dass sie danach nie wieder die Windel für das große Geschäft nutzen wollte/musste.

    Nur nachts bleibt alles, was wir versuch(t)en, erfolglos.
    Kinderärzte meinten, dies wäre noch in einem normalen Rahmen. Und als wir mit der Ärztin bei der schulärztlichen Untersuchung sprachen, wir würden unsere Tochter auch aufgrund dessen gerne ein Jahr länger in der Kita lassen, meinte diese, das entspräche dem heutigen Zeitgeist, dass es viele Kinder gäbe, die noch nachts Windeln brauchen.

    Ich war ein wenig entsetzt. Natürlich las ich im Internet schon zuvor über diese Themen, nur hoffte ich auf mehr Hilfe/Beispiele. Vielleicht sind wir als Eltern doch zu streng, aber normal finde ich es nicht. Egal, wie aufgeklärt die Gesellschaft sich gibt, so ist es in der Realität doch anders. Eltern vergleichen ihren Nachwuchs miteinander und lassen Sprüche ab, die einem weh tun oder tuscheln hinter dem Rücken. Das Kind einer Freundin hat unser Gespräch diesbezüglich mitbekommen und meine Tochter deswegen aufgezogen. Da hilft Erklären und das Erwarten von Verständnis auch nicht, wenn Kinder noch keine Empathie besitzen. Oder Erwachsene es nur vorheucheln, hinterrücks aber darüber lästern.

    1. Ich kann nur Mut machen, unsere mittlere war knapp 7, als wir die Windel für das große Geschäft losgeworden sind. Wir haben nie Druck gemacht, nur ermutigt. Irgendwann kam es ganz von allein, dass sie aufs Klo ist. (Schon eingeschult!)
      Viel Geduld für euch!

      1. Hallo Sarah.

        Wir hatten das Windel Problem auch.
        Ich weiß es klingt paradox aber uns hat es geholfen. Unser Kind spielt gerne Spiele aufm Gameboy oder ähnliches. Als es mal wieder so weit war und Windel benötigt wurde, sagte mein Mann versuche es aufm WC mit dem Gameboy. Siehe da es klappte und das Kind war richtig stolz. Zuvor sind viele Versuche gescheitert. Das Kind muss entspannen und kein Druck haben. Jetzt sind wir dran von Gameboy weg hin zu Buch anschauen.

        Viel Glück, Erfolg und Geduld.

    2. Hallo Sarah!
      Meine Tochter war auch in der Nacht lange nicht trocken, obwohl tagsüber seit Jahren alles passte.
      Kurz davor, dass sie in die Schule ging, habe ich ein Rezept für einen Klingel-Windel von unserer Ärztin bekommen.
      Diese sollte bei dem ersten Tropfen das Kind (und die ganze Familie) wecken.
      Bei regelmäßiger Benutzung sollte das Kind den Rest immer besser halten und ins WC lehren können, bis es zu spüren lernt dass es muss. Kann auch gut funktionieren, gut darüber zu wissen dass es so was gibt. Ich fand es wichtiger, dass meine Tochter schläft und liess das Zeug unbenutzt,habe also keine Erfahrung damit. Wenn das Kind zu gut schläft , um für das Pinkeln aufzuwecken, dann ist es halt so.
      Wenn Sie 2 Stunden vor dem Schafengehen nichts mehr getrunken hat, blieb das Windelhöschen normalerweise trocken. Ich liess sie aber weiter in Windel schlafen, bis sie mich eine Nacht geweckt hat, weil sie pipi musste. Das war ein Fest. Als es sich 2-3 mal wiederholte, hörten wir mit Windel und Trinkrestriltionen am Abend auf. Wir haben nie wieder Probleme seitdem. Sie war fast 7 Jahre alt, schon in der Schule. Ich finde es auch spät, aber ich glaube die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
      Bleibt entspannt!
      Liebe grüsse
      Judit

  12. Hallo!! Mein Sohn hatte genau das auch, wenn auch jünger!! Er wollte schon vor seinem zweiten Geb keine Windel mehr tragen und hat dann auch nie in die Hose gemacht – aber fürs große Geschäft immer nach einer Windel verlangt!! Dann war er irgendwann auch nachts trocken, aber immer nach dem Aufwachen musste ich ihm eine Windel dafür anziehen. Was wir damals nicht wussten: Er ist Asperger Autist, und er kann ganz schlecht Dinge von sich „abgeben/ fallen lassen/ loslassen“…. eines morgens, da war er 4, habe ich mich geweigert ihm eine Windel zu geben. Nichts habe ich je mehr bereut, was mein Verhalten meinem Sohn gegenüber angeht!! Er machte dann halt gar nicht. Tagelang. Im KH Einlauf, wir mussten ihn zu dritt fixieren, das war furchtbar! Danach wieder tagelang nix. Ich hatte ihm längt wieder die Windel angeboten! Aber auch das ging nicht mehr… ich habe ihm gesagt, wie leid es mir tut und dass er gern für immer eine Windel haben kann, wenn er groß muss…. egal wie alt er wird… da sagte er plötzlich „kannst du das Töpfchen nochmal aus dem Keller holen?“ — habe es geholt, hingestellt, er guckte es nur an… nachdem er tagelang nix gemacht hatte, ging es dann eines Nachmittags am SPielplatz volle Ladung in die Hose. Ich hab nur die ganze ZEit gesagt „nicht schlimm“…. und zwei Tage später ging er morgens aufs Töpfchen… eine Weile… ich war so erleichtert er hätte das gern für immer machen können… hat er aber nicht. Ich weiß gar nicht mehr wie lang die Töpfchen-Episode war, aber irgendwann ging er aufs Klo… Jetzt ist er fast 14 Jahre alt… hatte nie wieder Probleme damit… ich würde dem Kind einfach ALLES anbieten, was es ihm leichter macht, den Darm zu entleeren, egal was, gern auch Windeln… oft müssen ELtern die Situation wirklich akzeptieren, damit das Kind da raus kann. Zur ASS: Viele Psychologen sind darauf nicht spezialisiert… und glauben vorurteilsbehaftet „wenn der mit mir spricht ist der kein Autist“ – das stimmt aber nicht… solltet ihr noch mehr Indizien in die Richtung haben würde ich einen Spezialisten aufsuchen, wir haben die Diagnose erst mit 10 Jahren bekommen und es hätte ihm viel Leid in der GRundschulzeit erspart, hätten wir das früher gewusst… und ihm das Gefühl geben, dass egal was er wählt, auch die Windel, vollkommen okay ist!! Alles ist ok! Es muss nur raus… Ich kenne aber auch so viele Kinder, die immer nur zu Hause gehen können und sich notfalls auch abholen lassen. Das finde ich ÜBERHAUPT nicht ungewöhnlich….. Alles GUte!

    1. Danke!!!!

      „Nicht trocken/sauber Sein“ ist ein großes Tabu-Thema und ich plädiere dafür, dass es gesellschaftlich diskutiert werden muss, dass kein Kind mehr als „Hosenscheißer“ verlacht wird. Weder von Gleichaltrigen noch von besserwisserischen Erwachsenen.

      Meine autistische Tochter war bis ins Grundschulalter komplett inkontinent. Langsam bessert sich der Prozess, aber die Ängste, Sorgen, das (mein) Schämen, das (unser) „Anderssein“ waren enorm! Ich hatte schwerste Depressionen. Ein Schulkind, das nicht sauber ist? Sogar die Grundschule wollte und nicht aufnehmen, wir waren komplett „anders“.

      Ich wünsche mir mehr Empathie, mehr Toleranz, mehr Offenheit. Und es tut gut zu lesen, dass man nicht der Sonderling ist. Höchstens in Foren für behinderte Kinder habe ich ähnliche Erfahrungsberichte zu Inkontinenz lesen können – alle anderen „normalen“ Kinder schienen ja alle gleich nach der Geburt tip-top den Toilettengang zu beherrschen.

      1. Achtung! Nur weil es Schwierigkeiten mit dem Loslassen des Stuhls gibt, ist dies kein Hinweis auf ASS! Auch wenn du das sicher nicht so gemeint hast, können solche Äußerungen anderen Eltern Angst machen. Danke.

    2. Hallo Evi,
      Unser Sohn ist acht und es besteht auch der Verdacht auf Autismus. Ich würde mich so gerne austauschen, wärst Du einverstanden?
      Liebe Grüße
      Caroline

      1. Hallo Caroline, meinst Du Evi oder mich? Inontinenz ist bei Autismus nicht unüblich. Mich hat das Wissen darum sehr erleichtert – und auch die Erwartungshaltung an mein Kind reduziert.

        1. Das ist sehr beruhigend, dass man mit diesem Problem nicht allein ist.
          Unser Sohn ist dreieinhalb und an
          „Trocken sein“ ist noch nicht zu denken. Ich war deswegen anfangs sehr beunruhigt, da meine großen Kinder in diesem Alter schon längst sauber waren. Wir haben alles versucht, aber er hat einfach noch keine Kontrolle darüber. Ich finde es sehr traurig, dass man dafür als inkonsequent oder faul hingestellt wird. Sei es von Freunden oder sogar innerhalb der Familie.
          Bei unserem Sohn besteht der Verdacht auf Autismus. Es sprechen viele Anzeichen dafür. Sprachlich und im Sprachverständnis liegt er zurück. Was diese Sache noch mehr erschwert. In der Kita bekommt er nun den Integrationsstatus. Das Thema Autismus ist für mich ganz neu. Über einen Austausch dazu würde ich mich sehr freuen.
          Ich habe nun schon öfter gehört, dass viele Autisten später trocken werden. Unser Sohn ist nur leider recht groß und die Windelgrößen werden jetzt schon knapp. Ich möchte ihm und uns keinen Druck machen und lasse ihm die Zeit die er braucht. Was nützt es wenn ich ihm dazu zwinge, wenn er das Ganze gar nicht versteht. Es geht vielmehr darum, dass er merkt wenn er muss und nicht dass wir ihn ständig aufs Töpfchen setzen in der Hoffnung das was kommt.

          In diesem Sinne….Alles wird gut!

          1. Hallo,
            ich weiß, dass man über die Apotheke auch größere Windeln bekommen kann und diese teils (für die Nacht) auch von der Krankenkasse übernommen werden.
            Alles Gute weiterhin.

      2. Da habe ich gar nix dagegen, aber wie tauschen wir hier nicht für die ganze Welt sichtbar z.B. Mailadressen aus? ASS ist ein sehr, sehr breites Spektrum… unser lieber Kinderpsychiater sagt immer „kennste einen, kennste einen“, und mein Sohn sagt mittlerweile „ihr komischen neurotypischen Menschen seid ja auch total verschieden“ – Recht hat er…. es gibt aber ganz viele tolle Austismusbeiträge, zB bei ellas blog, oder auch Mama arbeitet… oft haben die Zwerge ja auch irgendwas dazu, was die Diagnostik erschwert, bei uns HB, bei anderen AD(H)S, bei wieder anderen Phobien…. Alles Liebe auf jeden Fall!!

      3. Hallo Caroline,
        bei meinem Sohn hat sich der Verdacht auf ASS ja mit 13 Jahren bestätigt.
        Und es ist wichtig, dass in der heutigen Zeit zu wissen, da man dann erst sein Kind optimal unterstützen kann und es Hilfen in der Schuke gibt.
        Wir wollten die Emails austauschen.
        ( Kommentar von ADHS und Aggressionen)Ich habe an die Stadt- Land-Mamas geschrieben, dass sie mir meine Email an Dich weitergeben dürfen, wenn Du Dich meldest.
        Der Rest passt auch auf Autismus: Lösungsprobleme, Übergangsprobleme in neue Lebenssituationen, Stuhlgangprobleme.

  13. Hallo, unser Sohn ist mit der Weile in der 5. Klasse und hat noch nie das große Geschäft in der Kita oder Schule gemacht. Er hat sich einen Rhythmus angewöhnt, dass er morgens bzw. abends zu Hause geht. Anfangs hatte er auch mit Verstopfung zu kämpfen, weil er nur zu Hause machen wollte, da haben wir ihm dann immer am Nachmittag Movincol Pulver in den Saft gemacht, da ging es entspannt zu Hause. Mit der Zeit hat er sich dann selber den Heimsch…. Rhythmus angewöhnt. Seiner Schwester wollte er dann im Kindergarten auch verbieten „Groß“ zu machen, was mehrfach schief ging. Da sie längst sauber war, haben wir mit den Erzieherinnen gesprochen, die hatten dann ein Auge darauf und heraus gefunden, dass der unser Sohn versucht hat es ihr in der Kita zu verbieten. Da haben wir uns mit ihm unterhalten warum. Er fand es dort eklig, weil es keine Kabinen gab, bei denen man die Tür schließen konnte. Andere Kinder ihm zu sahen. In der Schule findet er die Toiletten zu schmutzig um sich drauf zu setzen, pinkeln macht er da im Stehen. Wir haben ihm gesagt, dass es für ihn ja so okay ist, unsere Tochter aber bitte selber entscheidet, wie und wo sie da was macht. Das ging dann… mit der Weile ist er auf dem Gymnasium und sie in der Grundschule, da macht jetzt jeder nach seinem Rhythmus. Du siehst, es spielen viele Faktoren rein. An viele denkt man als Erwachsener gar nicht mehr, weil es automatisiert ist. Was aber auch interessant sein kann, es gibt von zdf tivi eine PurPlus Folge, die die Verdauung extern nachstellt, bis es das große Geschäft ist, echt interessant und auch für die Kinder, damit sie sehen, was da im Körper passiert bis es raus kommt. Alles Gute für Euch!

    1. Hallo,
      das hört sich nach einem langen Leidensweg für alle Beteiligten an.
      Wart ihr bereits bei einem Kindergastroenterologen? Er sollte mittels Ultraschall abklären, ob durch das Einhalten noch ältere Stuhlreste im Darm verblieben sind, die das Stuhlabsetzen erschweren. Von Einläufen würde ich die Finger lassen (sind im Behandlungsplan von Obstipation zum Glück auch nicht mehr vorgesehen (zumindest idR), da sie Kinder eher traumatisieren und das Einhalten noch verstärkt wird. Empfehlen kann ich zudem das Video „The Poo in you“. Dort wird der Teufelskreis vom Einhalten sehr gut erklärt. Zudem könnt ihr Kontakt zum Verein „Knopf im Bauch“ aufnehmen. Dieser Verein hat auch eine Facebookgruppe für seine Mitglieder. Die meisten Kinderärzte kennen sich mit dem Thema leider kaum aus. Für mich hört es sich so an, als ob er im Laufe seiner Kindheit eine negative Erfahrung beim Stuhlabsetzen hatte und Angst davor entwickelt hat. Nennt sich funktionelle Obstipation, vielleicht findet ihr euch beim Googlen der Symptome wieder.
      Das Thema sollte übrigens nicht thematisiert werden, da dies Druck beim Kind erzeugt und damit weiteres Einhalten gefördert wird.
      P.S. das Mittel der Wahl sollte übrigens immer ein Medikament mit dem Wirkstoff Macrogol sein (Laxbene, Movicol usw.), da es soweit richtig dosiert, schmerzfreies Abführen ermöglicht. Der Wirkstoff Macrogol bindet das Wasser an sich und wird so rückstandslos wieder vom Darm ausgeschieden, weicht dabei aber auch den Stuhl soweit auf, dass man ihn nicht mehr zurückhalten kann. So wird heutzutage ein Einlauf umgangen. Da würde ich dann aber auch Rücksprache mit einem Kindergastroenterologen halten.
      Wären wir mit der Thematik früher bei unserem Arzt gewesen, hätte ich meinem Sohn viel Leid erspart. Leider habe ich das Thema damals nicht so ernst genommen, sonst hätte ich meinem Kind einiges an Leid ersparen können. Deswegen kann ich dir dies nur empfehlen. Unabhängig ob Autismus (wie in einiges Kommentaren genannt) oder etwas anderes dahintersteckt.
      Ich wünsche euch alles Gute.

      1. Was Cara da geschrieben hat, liest sich echt sehr umfassend, versiert und stimmt bestimmt so. Es gibt aber durchaus auch Ursachen für Obstipationen, wo auch Einläufe verwendet werden sollten. So z. B. bei meinem Kind, das plötzlich mit 7 Monaten aufhörte, spontan Stuhlgang abzusetzen, obwohl es noch gestillt wurde. Es bestand dann der Verdacht auf Morbus Hirschsprung. Der hat sich zum Glück nicht bewahrheitet, aber es stellte sich heraus, dass es einen abnorm langen Enddarm hat, der damals sich mit vielen Verdrehungen in den kleinen Bauch eingepasst hat. Da war es ca. 10 Monate alt, als das feststand. Ab da bekam es für mindestens ein halbes Jahr (ich weiß es nicht mehr ganz genau) jeden zweiten Tag einen sogenannten tiefen Einlauf von uns. Da hat es so mitgemacht, ich nehme an, es hat ihm keine Schmerzen bereitet. Diese Rosskur hat ihm aber eine große Darm-OP erspart. Seither geht es ohne große Probleme. Nur Durchfall hat es in all den Jahren vielleicht zweimal gehabt (ist jetzt 10). Wir haben lange alles vermieden, was Verstopfung verursachen könnte und dem Kind ständig zwanghaft Getränke angeboten, mit der Zeit hat es sich aber auch im Denken und Umgang damit „erledigt“. Ich hab schon lange nicht mehr gefragt, ob es heute schon Stuhlgang gab. 😉 Wahrscheinlich hat sich dieses Problem dann zum Glück auch durch zunehmende Mobilität und Wachtum erledigt.

  14. Lässt dem Kind ganz einfach die Windel so lange tragen wie er will und macht keine große Sache daraus. Dann erledigt sich alles von selbst. Das Kind spürt, dass die Eltern darauf fixiert sind und indirekten Druck ausüben wegen der Stoffwechselgeschichte.

  15. Wir haben das Problem auf dem Wc so gelöst, dass ich als Mama immer beide Hände gehalten habe, weil mein Kind dies verlangt hat (da war es 3 Jahre alt). Es wollte, dass ich nah bei ihm sitze/stehe/knie. Mir war das etwas mühsam und langweilig und habe deswegen angefangen alle möglichen Dinge zu besprechen, die ich interessant fand für mich und mein Kind. So wurde mit der Zeit das Hand halten unwichtig, gleichzeitig hatten wir die tollsten Gespräche des Tages immer am WC, irgendwann war damit eine sehr wertvolle Zeit der Beziehung etabliert. Verabschiedet habe ich mich dann davon im achten Lebensjahr. Es waren also 5 Jahre kinstante Klobegleitung, die wegen der Gespräche über Gott und die Welt eine der schönsten 15 Minuten des Tages wurden, weil wir uns so gut unterhalten haben. Mal lustig, mal tiefsinnig.

  16. Hallo in die Runde, mein Sohn war komplett trocken, bis Coroba begann. Er ist hochsensibel und reagiert so auf Stress. Gibt es mal Streit zwischen Mama und Papa, weiss ich schon, dass ich morgens die Waschmaschine mit Bettwäsche fülle. Seitdem ich die Vollbremse abgezogen habe- 1 Monat Elternzeit genommen und meinen Sohn ernst genommen und gezeigt, dass er das wichtigste auf der Welt ist, hatcdicv das Thema entspannt. Entspanne dich und dein Leben und alle rund herum- nimm dir eine Auszeit- wenn es dir gut geht, dann wird es ihm auch gut gehen und der Rest kommt von selbst. Viel Glück

    1. Wir hatten auch lange Zeit Probleme. Dann stellte sich heraus das die Darmbakterien nicht stimmen somit wurde eine Aufbaukur gemacht. Hat viele Jahre gedauert. Es ist auch wichtig das die Füße den Boden berühren um den Gegendruck zu haben. Viel Glück

  17. Hallo Nora!
    Ich verstehe deine Problematik und auch den Druck dahinter!
    Bei meinem Sohn eine ähnliche Problematik. Es stellte sich raus, dass er die Windel im Stehen befüllte weil es wohl im Sitzen zu anstrengend war. Er hat 1x am Tag abgeführt und es deutete nicht auf eine Verstopfung hin. Nachdem er aber eine zeitlang (ein paar Tage) Laxbene Junior (Macrogol) 2xtgl bekam konnte er erste 1-2 Tage auf dem Töpfchen und dann auf Toilette sein großes Geschäft verrichten – ohne sich dagegen zu wehren oä. (zwar mit Vorliebe zu Hause aber immerhin). Vllt liegt ja so eine einfache Lösung auch bei euch vor.
    Alles Gute!

  18. Hallo.
    Wende dich bitte an knopf im Bauch.
    Die können dir bestimmt super helfen.
    Unser Tochter leidet ebenfalls an chronischer Verstopfung, es gibt Wege.

    Liebe Grüße

    1. Hallo Nora,
      mein großer Sohn fing schon mit derr Gabe normaler Kost an, zu Verstopfung zu neigen. Obwohl er später zum Urinieren den Topf oder die Toilette nutzte, zzug er sich fürs große Geschäft in eine Ecke zurück und machte in die Unterhose. Flecken gab es aufgrund der Konsistenz kaum. Auch wir kennen das Problem mit Einläufen nach tagelangem Verhalt. Oder wir haben ihm unreife Kiwis gegeben mit Milch vorneweg. Ich habe dann Hilfe bei einer Heilpraktikerin gefunden. Diese hat ihm Globuli verschrieben und ich musste meinen Sohn „besprechen“ . Sthulverhalt hat was mit Kontrolle zu tun, kann auch von den Eltern übertragen werden. Bei uns war ich unbewusst der Auslöser. Dies konnte ich in der gedanklichen Besprechung bei gleichzeitiger kreisförmiger Berührung mittels meines Fingers auf seiner Stirn lösen. Das besprochene Thema wurde im Anamnesegespräch herausgefunden. Klingt bissl komisch, aber darauffolgend mit 2x Globuligabe war das Problem erledigt. Mein Sohn ist noch immer ein „Heimschei…“, aber da gibt es doch Schlimmeres. Viel Glück

  19. Wieso ist das heutzutage so ein Problem für die Kinder? Meine Tochter hat jetzt selbst schon ein Kind( 4 Monate alt) aber als sie selbst 2,5 Jahre alt war fing ich an sie auf die Toilette zu setzen. Und das machte ihr Spaß weil da ja auch die Erwachsenen drauf sitzen. Sie ist viel mit mir auf die Toilette gegangen und hat sich angesehen was die Mama da macht. Es war zwar dann ein Glückstreffer wenn sie selber groß gemacht hat, aber wir haben dann immer das Resultat bewundert gg und die Fantasie spielen lassen. Zum Beispiel hat sie gesagt“ schau Mama eine Schnecke oder ein Wurm“ wie es halt für sie ausgesehen hat. Dann haben wir uns vom Kacka verabschiedet und sie hat die Spülung betätigt. Da war nie Zwang oder Furcht da, es war so normal wie es sein sollte. Und im Sommer lief sie dann fast täglich ohne Windel durch die Gegend und Ende August war sie Windelfrei, mit 3 Jahren. Nur Nachts haben wir länger auf die Windel nicht verzichtet. Sicher ist sicher ggg Im Kindergarten gab’s immer Windeln wenn mal eine gebraucht wurde und natürlich Ersatzwäsche falls es zu spät war. Alles kein Problem
    Kann mir das mal jemand erklären warum das heute so anders ist?

    1. Es ist nicht „heute so anders“, sondern Kinder sind einfach unterschiedlich in ihrer Entwicklung. Ich kenne viele Kinder, die mit 2 oder 3 von sich aus trocken geworden sind. (Unsere Jungs gehören nicht dazu obwohl die Toilette nie abgeschlossen ist und sie es durchaus interessant finden, was wir machen – selbst wollten/wollen sie aber nicht)
      Genauso wird es „damals“ Kinder gegeben haben, die länger gebraucht haben, im trocken zu werden. Was sich vielleicht geändert hat, ist, dass man mehr Verständnis für die Individualität von kindlicher Entwicklung hat und zumindest hier weniger Tröpfchentraining etc durchführt. Früher wurden Kinder ja öfter nicht von selbst trocken sondern einfach ständig aus Klo gesetzt. Oder sie wurden als trocken deklariert, weil das von den Kitas gefordert wurde, und dann ging halt öfter mal was in die Hose.

      Wie gesagt, die Kinder sind jetzt nicht anders als früher. Sie sind einfach unterschiedlich.

    2. Weil nicht jedes Kind so perfekt funktioniert wir Deines, Andrea. Und es nicht überall so „normal“ ist, „wie es sein sollte“. Deswegen ist das „heutzutage“ so anders?

      Meine Tochter wird acht, ist Autistin und immer nicht nicht trocken. Mich hat das Thema schwerstens belastet, bis wir letzten Sommer wochenlang in einer Spezialkinik verbracht haben – wo sowohl ihr Unterstützung angeboten wurde als auch mir.

      Schön, dass es bei Deinem Kind alles so instagramable läuft. Das tat es bei meinen anderen Kindern auch. Trotzdem habe ich nicht den Blick und das Bewusstsein dafür verloren, dass die „Norm“ nicht für alle Kinder gilt.

        1. Hallo Katta, Prof. Claßen von Krankenhaus Links der Weser in Bremen ist führender Spezialist zum Thema Enkropresis. Dort hatte ich einen Termin.

          Wir waren allerdings in der Kinderpsychiatrie unserer Heimatstadt, die das Problem ebenfalls behandelt. Das war logistisch besser.

    3. Es gab früher genau so Kinder, die erst später trocken bzw „sauber“ wurden als andere. Es hat sich nur kein Elternteil getraut, dies offen zu sagen. Und wenn man Seine Reaktion liest Andrea, kann man sich denken, warum. Die Generation hat ein wirklich starres Bild davon, was bei allen Kindern normal ist und was nicht. Und wer nicht normal ist, ist nicht richtig?

  20. Ist doch super, dass zumindest das Pinkeln klappt! Kann er nicht einfach eine Höschenwindel mit auf die Toilette nehmen, da rein kackern, sie zusammenfalten, in eine Plastiktüte stecken und in den Mülleimer werfen? Es käme ja wahrscheinlich auch nicht jeden Tag vor (wer kackt schon jeden Tag in der Schule) sondern nur ab und zu.

  21. Manchmal liegt es am „nicht loslassen können“. Beobachte dein Kind und schau, wie es sein Geschäft macht. Steht es dabei? Dann ist das Sitzen vielleicht eine große Umstellung. Was spielt oder macht es stattdessen? Da ich Psychologin bin, was mir klar, dass je mehr Druck wir ausüben, es umso schwieriger wird. Also entspannt bleiben, egal wie lange es dauert und dumme Kommentare von außen abwehren. Uns half zu erkennen, dass unser Kind dabei immer stand und playmobil gespielt hat. Wir versuchten sie dann auf der Toilette eine App spielen zu lassen, die das Kind entspannt, also nicht zu aufregend ist. Eine Barbie App war in unserem Fall passend. Am Anfang dauerte es lang und es hat erst mal nicht geklappt. Aber wir haben das Kind immer auch für den Versuch gelobt und danach mit einem Lächeln wieder die Windel drum gemacht. Nach ein paar Wochen hat es dann endlich geklappt. Nicht immer, aber immer öfter. Gegen die ständige Verstopfung gab es ein Pulver vom Arzt. Das kann man auch mal länger geben. Viel Glück euch!

  22. Vielleicht sind die frühkindlichen Reflexe nicht integriert. Nachdem unser Kind bei der Kinflex Behandlung war ist er trocken und knirscht nachts nicht mehr mit den Zähnen.

    1. Deine Antwort löst ihr Problem nicht – im Gegenteil – und beantwortet auch ihre Frage nicht. Es nervt tatsächlich, wenn jemand um Rat fragt und die Antwort erhält, dass das Problem nicht verstanden wird, weil es bei einem selbst kein Thema war. Auch „früher“ gab es bestimmt Kinder, die mit dem Toilettengang aus verschiedenen Gründen Probleme hatten. Wahrscheinlich hast du das nur nicht mitbekommen.

  23. Ich hab im Kindergarten gearbeitet und erlebt das es Kindern helfen kann wenn sie Zuhause Eltern erleben können beim Stuhlgang. Eventuell begleitet mit einem Buch oder Handyspiel das sie sehen und erleben es ist nichts was es zu verstecken gibt oder wo keiner ein Geheimnis macht es gehört dazu wie zusammen am Tisch zu sitzen und kann auch Spaß machen und entspannen. Kein Druck was zu/in einer bestimmten Zeit sein muss. Eltern haben mir erzählt sie haben die Kinder mit zur Toilette genommen und sich dabei erzählen lassen von den Kindern oder einfach Gesellschaft leisten lassen. Dabei kamen von den Kindern Fragen und sie befreiten sich damit oft von dem ursächlichen Problem. Wichtig ist auch dem Kind zu erklären wieso es in diese Kita gehen musste denn es zeigt dem Kind das es ernst genommen wird und man ihm zutraut das es die Sache versteht. Gleichzeitig kann es wiederum zu einem persönlichen Gespräch kommen in dem sich das Kind den Eltern anvertraut. Das beste werden wohl Windelhosen sein in dem es entscheiden kann Toilette oder Windel. Einfach frei auf einem Stapel zur Verfügung ohne viel Diskussion. Vor allem aber daran denken es gibt sogar viele Erwachsene die nur Zuhause das große Geschäft erledigen können/wollen. Da wird/kann auch nicht diskutiert. Oft wird in Kindergärten/Schulen die Privatsphäre nicht geschützt wo so manch einer Probleme damit hat. Andere Kinder sehen oder hören zu es wird gelacht oder gespöttelt darüber. Haken sie Mal da nach und versichern sie ihn das zuhause keiner stört den er nicht dabei haben möchte. Viel Glück und Erfolg noch!

    1. Unser mittlerer Sohn hatte ebenfalls diese Problematik. Zum Glück hatten wir super Erzieher und eine Kinderärztin, die mit uns an einem Strang gezogen und super unterstützt haben. Es gab also zumindest von keiner Seite dumme Sprüche.

      Unser Sohn wollte auch partout nicht auf Toilette und nachdem sich immer wieder Verstopfungen eingestellt haben eben auch nicht mehr in die Windel.
      Bei uns war es tatsächlich auch die Angst vorm „Loslassen“ und Angst vor der Toilette bzw. was passiert mit der Kacka und wohin verschwindet sie etc.. Dass sie einfach weg war war für ihn eine gruselige Vorstellung.

      Nachdem wir ihm erklärt haben, dass die Kacka das ist, was der Körper nicht mehr braucht und wohin alles aus der Toilette verschwindet, hat es plötzlich von allein geklappt…die Angst war weg! Auf fremde Toiletten geht er immer noch ungern, aber eher wegen der Sauberkeit als aus Angst (was ich im finde).

      Viel Erfolg!

  24. Liebe Nora,

    mein Timothy wird im Mai 7. Er macht immer noch regelmäßig in die Hose. Eine Windel gibt es hier nur zum schlafen. Am 6.5.22 haben wir endlich einen Termin zum Ultraschall weil uns kein Arzt helfen wollte. Ich habe letzten Monat eine Psychologin aufgesucht, welche mir die Überweisung schrieb und meinen Sohn betreuen wird <3 Wir hatten auch mit Einläufen zu tun. Ich weiß wie du dich fühlst. Fühl dich ganz dolle gedrückt und alles liebe und gute für die Zukunft für euch ❤Ihr werdet es schaffen 🙂

    1. Da kann ich auf Netflix sehr die Story Bots empfehlen. Da gibt’s auch eine Folge zur Toilette und alle wird wirklich ganz toll und anschaulich erklärt.

    2. Bei uns war es bis vor ein paar Monaten genauso, er ist nun 6 geworden und ich wollte ihn schon in der Schule ein Jahr zurückstellen.
      Er hatte auch Verstopfung, dadurch hat er nie gespürt, wann er muss, weil sich der Enddarm durch die Verstopfung weitet. Ich habe uns in der Kinderklinischen Ambulanz eine Gastroenterologin gesucht, wir hatten dann auch Movicol bekommen, das bekam er morgens und abends. Dann nach dem Essen auf die Toilette. Auch wenn nichts kommt. Irgendwann kam was. Und nach einem 3/4 Jahr Behandlung ( die Ärztin sagte damals, das kann bis zu 2 Jahre dauern.) meinte er plötzlich, dass er nun keine Windel mehr möchte. Und seitdem klappt das.😅🙏 Das Movicol sorgt dafür, dass dem Stuhl am Ende die Flüssigkeit nicht entzogen wird, so bleibt es weich und die Verstopfung kann sich lösen. Dann muss sich alles im Enddarm wieder zurückziehen und dann stellt sich auch ein Gefühl fürs Müssen ein. Meiner konnte das gar nicht spüren. Alles Gute Euch. Versucht entspannt zu bleiben und sucht euch eine gute Ärztin/ Arzt. Dani

  25. Nachdem wir medizinische Ursachen ausschliessen konnten, und die üblichen Motivationsstrategien nicht funktionierten, haben wir unserem Kind erklärt, was eine Windel kostet und dass wir ihm das Geld lieber direkt geben würden. Ansonsten haben wir dem Thema nicht zuviel Raum gegeben. Es war dann die Entscheidung unseres Kindes und das Geld haben wir wöchentlich ausbezahlt. Nach einigen Monaten haben wir besprochen, dass sich unser Kind ein Abschlussgeschenk aussuchen kann. Wir erziehen sonst nicht mit materiellen Anreizen aber in dieser Situation hat es funktioniert.

    1. Bzw. Die Facebook – Gruppe „chronische verstopfung bei Kindern“.
      Zum Kindergastro, schall machen lassen, wie voll dein Kind ist, und dir dann macrogol verschreiben lassen.
      Versuche klistiere und Einläufe zu umgehen.

      Melde dich am besten einfach bei dieser Gruppe.

  26. Hallo. Bei uns war es auch so. Mein Sohn hat bis 6 auch noch die Windel verlangt. Er hat immer gesagt im Sitzen kann er nicht. Man stresst sich und denkt man macht irgendwas falsch oder es stimmt etwas nicht. Ich kann auch nur den Rat geben Ruhe zu bewahren. Ich hätte ihn dann zur Frühförderung und die hat mit ihm ausgemacht, dass er sich bis zu den nächsten Ferien selber was überlegt, wie es klappen könnte. Ich war nicht begeistert. Dachte mir, was soll denn da kommen. Und hab mir auch Sorgen gemacht, weil er ja sein Geschäft auch immer verdrückt hat. Dann kam der Vorschlag von ihm ein Loch in die Windel zu schneiden und dann Mal aufs Klo zu gehen. Naja..ich hab’s aber ausprobiert. Und es hat geklappt. Die ersten Male noch mit Loch in der Windel, dann ganz ohne🙂
    Ich will damit nur sagen, irgendwann klappt’s. Es wird bei jedem Kind anders sein. Aber bei uns hat die Idee, mit dem selber überlegen geklappt. Liebe Grüße

    1. Also meine Tochter wurde im September auch eingeschult und wir hatten das gleiche Problem.
      Jetzt ist es meine dritte Tochter die Probleme hatte ich nur mit ihr.
      Meine Kinderärztin hat mir zu Geduld geraten denn es gäbe Kinder die Probleme mit dem loslassen haben und umso mehr wir Druck aufbauen umso schwieriger wird es für das Kind.
      Wir sahen von nun an alles ganz locker und siehe da…. Von ganz alleine vor der Einschulung klappte es dann. Das erste Mal zwar auf einem Eimer aber das war mir egal.
      Nimmt den Druck von euch raus und alles wird seinen normalen Lauf nehmen. Viel Glück und liebe Grüße

      1. Hört sich für mich an, als hätte das Kind eine chronische Verstopfung entwickelt. Du kannst ja mal beim Verein „Knopf im Bauch“ (einfach googeln) schauen, ob du dein Kind da wieder findest. Die dazu gehörige FB Gruppe ist wirklich sehr zu empfehlen. Alles Gute euch!

  27. Ici habe keine eigenen Erfahrungen aber in Windelfrei Gruppen schon viele Berichte gelesen.
    Konkret sind mir 2 Berichte in den Sinn gekommen bei denen es um eine langsame Umstellung geht, vllt hilft dir irgendwas davon : A) kleines Loch in die Windel schneiden, zB vorne. Dieses Loch dann ganz langsam immer grösser machen, so dass am Ende nur noch der Wundelgürtel bleibt. B) Am Anfang Windel nur locker fest machen, dann nur noch dran halten, dann auf den Boden legen und drüber hocken und dann Windel in die Toilette/Töpfchen. Alles ganz langsam, so wie es für das Kind passt.
    Bei einem befreundeten Jungen gibt es tatsächlich ein körperliches Problem und er kriegt Pysio. Und psychische Probleme können sich ja auch körperlich auswirken.
    Und vllt auch interessant : Stichwort Poo-Shaming. Viele Erwachsene brauchen bestimmte Umstände (zB nur Zuhause)um sich entspannen zu können….
    Ich hoffe

    1. Bei unseren Freunden war es so, dass der Große mit sechs auch noch eine Windel zum Stuhlgang anzog, bis er einmal Durchfall hatte und nicht schnell genug war. Da merkte er, dass es für ihn schneller geht, wenn er es in die Toilette macht.
      Ich hoffe sehr, dass es für euch bald besser wird. Unser kleiner ist drei und will noch gar nicht aufs Töpfchen oder zur Toilette, weder für Pippi noch für Stinki. Wir hoffen, dass es zum Sommer hin klappt. Der Druck ist jedoch groß, da Oma und Opa ihn immer wieder bedrängen, wenn er dort ist und mit der jüngeren, trockenen Cousine vergleichen.

  28. Als Arzt würde ich eher an einen pädiatrischen Gastroenterologen denken, der beschäftigt sich mit dem Verdauungstrakt und allen Problemen in diesem Bereich. Erst wenn hier wirklich eine körperliche Ursache der Probleme ausgeschlossen werden kann, kann diese Frage als beantwortet betrachtet werden.
    Und diese Fachleute werden dann auch wissen, welche spezialisierten Psychologen euch weiterhelfen können, wenn die Probleme keine körperlichen Ursachen haben.

    Ansonsten würde ich im Alltag dazu raten, das Thema möglichst klein zu halten. Wenn der Junge nur mit einer Windel sein großes Geschäft erledigen kann, würde ich ihm in die Kita Höschenwindeln mitgeben, die er dann bei Bedarf in der Toilette anziehen kann. Da muss er dann auch keine Übelkeit vortäuschen, um abgeholt zu werden.

    Unser Kind ist adoptiert und traumatisiert und macht daher viele emotionale Entwicklungsschritte SEHR spät (Schulweg alleine, Windeln weg, abends alleine zu Hause bleiben, solche Dinge). Alle Therapeuten rieten immer dazu, keinen Druck auszuüben, da zu sein, das Thema anzusprechen („Kannst du heute alleine zur Schule gehen?“), die Entscheidung des Kindes zu akzeptieren und Geduld zu haben. Wir haben VIEL Geduld gelernt in den letzten Jahren und das Kind hat jeden Schritt, der dran war, am Ende gemacht, oft einfach nur später als alle anderen. Oft dachte ich, dass wird NIE etwas und überlegte verzweifelt, wie das nur alles werden soll. Es wurde immer, nur manch ein Weg dauert eben länger.

    Ich wünsche euch die richtigen Ansprechpartner und viel Geduld!

    1. Hallo Blüte, interessiert habe ich diese vielen Kommentare zum Toilettenproblem der Kinder gelesen. Aber auf Deine Antwort möchte ich gern reagieren. Ich hoffe, du nimmst mir das „Du“ nicht übel aber über dieses Thema in der „Sie“ Form zu schreiben, geht nicht für mich…😏
      Auch unser Sohn hat ein Problem das Große Geschäft in die Toilette zu bringen. Und auch unser Sohn ist ein Adoptivkind und er ist jetzt 11 … und hat diese Angewohnheit von Anfang an. Die Windel wegzulassen ging ziemlich reibungslos, da es mit der Pullerei keine Probleme gibt. Aber den Berg verkneift er sich noch immer, er schafft es bis zu 4-5 Tagen nicht auf die Toilette zu gehen. Nach zwei bis drei Tagen gibt es K-Schlüppis wenn es mit dem Verkneifen nicht so klappt. Wir haben eigentlich ziemlich schnell ein körperliches „Problem“ ausgeschlossen, da er bei entsprechender Motivation ziemlich schnell den Toilettengang erledigt – da brauch er nicht lange. Dann waren wir beim Psychologen, weil wir dachten es ist ein psychisches Problem- aber auch das blieb ergebnislos, er hat sich der Psychologin nicht geöffnet und konnte nicht verstehen was er dort sollte – ist doch alles schick?! Es war ihn nur unendlich peinlich dieses Thema mit ihr zu besprechen. Wir wissen hier auch nicht mehr weiter, wir sind dann dazu übergegangen einen Kalender zu führen in dem wir die Tage markieren wenn er einen Berg macht. Durch diesen ganzen Stess, den wir seit seinem 4. Lebensjahr damit familienintern haben, ist es ihm schon bewusst, dass es wichtig ist aufs Klo zu gehen und einen Berg zu machen. Er sagt nur, das er das Dorf findet und kann es nicht wirklich erklären. Wir haben unendlich viel darüber geredet….
      Ich persönlich kann den Satz „geduldig sein und das Kind nicht unter Druck setzen…“ nicht mehr ganz so vorbehaltlos hören. Für uns stellt sich die Frage: Wann ist das vorbei? Wann fällt der Groschen bei einem Kind? Wann ist es wirklich nicht mehr normal?!
      Wie ist bei deinem Kind – gibt es da schon Anzeichen das es besser wird? Oder ist es schon vorbei? Und ja – auch unser Sohn war in vielen Sachen später. Vieles kam spät und ja – auch wir dachten oft, das das nie wird, genau wie du es beschreibst. Er kann auch jetzt nicht allein bleiben. Er schläft am liebsten bei uns – ein Zimmer für ihn einzurichten war nicht wirklich nötig, er benutzt es kaum! Er ist immer bei uns.
      Wie ist das bei euch? Habt Ihr Euer Kind von klein an? Wir ja, gleich nach der Geburt kam er zu uns. Wir glauben aber dennoch das die Verlustängste bei ihm stark ausgeprägt sind.
      Ich würde mich freuen etwas von dir zu hören.
      LG Heike

      1. Liebe Heike,

        unser Kind ist 15 Jahre alt und seit seinem 13. Lebensmonat bei uns. Da die ersten Lebensmonate alles andere als optimal liefen, war es auf dem Stand eines kleinen Babys als es kam. Es konnte nicht kauen, nicht abbeißen, nahm keinerlei feste Nahrung zu sich, verstand keine Sprache, wirklich NICHTS, sagte kein Wort. Wir fingen mit 13 Monaten fast ganz von vorne an, dazu fehlten Urvertrauen und einfach alles. Vieles haben wir geschafft, nicht alles ist zu schaffen. Wenn man das „Kind“, das sich natürlich empört als Jugendliche bezeichnen würde, jetzt sieht, ist auf den ersten Blick alles normal, aber es gibt noch viele Baustellen und „wir können nicht alles heilen“, wie die Traumatherapeutin sagte. Hinzu kam eine schwere chronische Krankheit, die sich ab dem 5. Lebensjahr entwickelte (rein körperlich), die uns auch wieder zurückwarf.

        Unser Kind macht seine Entwicklungsschritte recht ansatzlos. Man spricht, übt, thematisiert, übt, übt, übt, nichts passiert. Nicht ein Millimeter, dann für Außenstehende aus dem Stand der nächste Schritt. Sie teilt mit: „Jetzt kann ich abends auch mal allein bleiben.“ Jahre ging das nicht, wir konnten nur gehen, wenn die Oma da war, jetzt geht es plötzlich… mit 15…Da runzeln Mütter von Altersgenossen die Stirn: „Also DAS sollte sie ja können…“ Kann sie jetzt :-). Oft kommt der Schritt dann, wenn ich denke, dass ich es keine Sekunde länger mehr aushalten kann. Meine Erfahrung ist aber tatsächlich, dass das Kind sein eigenes Tempo hat, Druck hilft nicht, hier zumindest nicht. Wenn ICH zu viel Druck verspüre, dass ein Entwicklungsschritt kommt, nehme ich mich bewusst raus und thematisiere das Problem nicht mehr, sonst bewirke ICH das Gegenteil. Das merke ich genau. Mein Kind spürt meinen Druck und reagiert schon immer mit Stagnation darauf.

        Der Toilettengang ist hier schon lange kein Thema mehr, war aber auch sicher nicht unser größtes Thema. Aber auch dieser Fortschritt kam aus dem „Nichts“.
        Für mich ist auch immer wichtig mit dem Arzt in Kontakt zu bleiben bzw. mit dem Therapeuten, was noch „okay“ ist und wo man doch therapeutisch unterstützen muss. Auch als Hilfe für mich. Meist kam DANN der Schritt vom Kind… Vielleicht ist das eine Option für euch, über professionelle Hilfe nachzudenken.

        Ich weiß, das hilft dir konkret nicht weiter, aber ich kenne die Antwort wann ein Kind den nächsten Entwicklungsschritt tut, wirklich nicht, auch bei meinem Kind ist und bleibt es eine Herausforderung. Nur die Gewissheit, dass wir bis jetzt (fast) alles geschafft haben, die habe ich.

        Euch alles Gute!

        Blüte

  29. Unser Sohn geht erst seit er 5 1/2 ist für das kleine Geschäfte auf die Toilette, fürs große zieht er sich jetzt mit über 6 immer noch eine Windel an.
    Wir hatten das Glück, eine sehr tolle Begleitung durch unsere Kita zu haben, wo niemals dich gemacht wurde, obwohl er so lange immer eine Windel getragen hat. Mein Mann hat sich schon Sorgen gemacht, seitdem unser Sohn etwa 4 1/2 war. Körperliche Ursachen wurden ausgeschlossen und wir haben gemerkt, dass er komplett abblockt, wenn wir angefangen haben, ihn zu überreden, doch mal aufs Töpfchen zu gehen. Nachdem wir „locker gelassen“ haben, hat es zwar noch eine ganze Zeit gedauert, aber dann wollte er von selbst pipi in die Toilette machen.

    Er merkt, dass er groß muss und zieht dann eine Windel an und zieht sich zurück – körperlich scheint also alles zu funktionieren, und er hat einfach Angst, aufs Klo zu gehen (Veränderungen fallen ihm nie leicht, vielleicht liegt es auch daran). Er kommt auch dieses Jahr in die Schule und er weiß, dass er dann keine Windel mehr bekommen kann, wenn er dort muss. Er sagt, dass er es jetzt noch nicht üben möchte und wir lassen ihm gerade noch Zeit. Wir hoffen, dass es wie damals beim kleinen Geschäft letzten Sommer ganz plötzlich von ihm kommt, dass er auf Toilette gehen möchte. Unser Erfahrung nach bringt Druck gar nichts sondern macht es eher schlimmer, so wie er bei eurem Sohn zu einhalten und Verstopfung führt.

    Ich wünsche euch die Kraft und Geduld, dass Thema für ein paar Wochen ganz ruhen zu lassen. Überhaupt nicht thematisieren, auch nicht in Gesprächen mit anderen, die euer Sohn mitbekommen könnte. Wenn er das Gefühl hat, wieder selbst ganz über seinen Körper bestimmen zu können, wird er vielleicht selbst den Wunsch haben, ein „großes Schulkind zu sein, dass aus Klo geht.

    1. Hallo,
      bei uns war es zwar nicht so gravierend, aber unser Großer war insgesamt recht spät trocken, erst mit knapp vier. Das große Geschäft ging aber auch nicht auf Toilette. Wir haben es oft probiert und er sagte immer er kann es einfach nicht und wollte auch immer eine Windel. Ich habe irgendwann mal gelesen dass es für Kinder oft schlimm ist, wenn sie „etwas von sich selbst“ die Toilette runterspülen müssen, dass es sich wie ein kleiner Verlust anfühlt und dass dieses Gefühl oft bei dem großen Geschäft stärker ist. Darauf hin habe ich ihn einfach gelassen, in der Hoffnung es tut sich was. Das Thema verlor zwar an Brisanz, aber eine Lösung trat nicht ein. Als ich mir wirklich anfing Sorgen zu machen, kurz vor seinem 5. Geburtstag, habe ich vor lauter Verzweiflung einfach zu ihm gesagt , dass es ab seine. 5. Geburtstag automatisch klappt. Das wäre immer so und bis dahin bräuchte er sich gar keine Gedanken machen. Und dann habe ich gebetet, dass das klappt, weil mir bewusst war, dass das natürlich auch arg nach hinten losgehen kann, wenn es dann nicht klappt 🙈 aber was soll ich sagen, einen Tag nach seinem Geburtstag hat er sich wieselbstverständlich auf die Toilette gesetzt und „groß“ gemacht. Das klappt sicher nicht immer, aber vielleicht hilft euch ja auch eine Portion Einfallsreichtum und vor allem Entspannung.

  30. Liebe Nora,
    bitte bitte bitte lese dich in der Seite von Knopf im Bauch (Selbsthilfegruppe bei Facebook und auf deren Website) ein.

    Einläufe sind bei einer chronischen Verstopfung keine gute Lösung, das kann sehr kontraproduktiv sein.

    Auch unser Sohn ist 6 und kommt dieses Jahr in die Schule, leider bin ich erst im letzten Jahr auf die Seite aufmerksam gemacht worden und seitdem sehen wir vieles entspannter und bekommen nun die richtige Unterstützung.

    Fühl dich ganz fest gedrückt, ihr seid mit dem Problem ganz sicher nicht allein.

  31. Habe ich das richtig verstanden, dass er für das große Geschäft eine Windel braucht, Pipi funktioniert aber?
    Wenn ja, würde ich versuchen, ein bisschen mehr Entspannung in das Thema zu bringen (ich weiß, leichter gesagt, als getan…). Mein Ältester ist fast 7, in der 1. Klasse und hat auch noch nie groß in der Schule gemacht, was daran liegt, dass er nicht alleine seinen Popo abwischt. Aus diesem Grund (vermute ich zumindest) möchte er nicht in die Ganztagsbetreuung, obwohl er große Lust auf die Aktionen hat, die dort angeboten werden. Er ist zweimal in der Woche bis 14 Uhr in der Betreuung und an beiden Tagen reicht es gut, dass er dann daheim als erstes auf die Toilette geht.
    Was ich damit sagen möchte: Stress dich nicht wegen der Schule. Wenn er es soweit verdrücken kann, dass es bis daheim reicht, wo ihr ihn eine Windel hinmacht, dann schafft er zumindest den Schulalltag ohne dass seine Klassenkameraden etwas davon mitbekommen. Also vielleicht ist das zumindest fürs erste eine Lösung um den Druck rauszunehmen: Ihn soweit zu bringen, dass er erst daheim in die Windel sein großes Geschäft macht. Und das dann einfach machen ohne Kommentar, etc. Parallel könnt ihr ja organische Ursachen etc. überprüfen. Wobei ich da auch vorsichtig wäre, da ja Arztbesuche immer suggerieren, etwas stimmt nicht mit mit mir.
    Ich kenne einen ähnlichen Fall aus der Nachbarschaft, bei dem ein Mächen ebenfalls bis zum 6. Geburtstag oder so für das große Geschäft eine Windel verlangt hat. Das Ganze hat dann von heute auf morgen aufgehört. Die Mutter hat das relativ entspannt gesehen und ihr einfach immer eine Windel hingemacht, wenn sie es verlangt hat. Ich denke für die Kinder ist es am wichtigsten, dass andere nichts davon mitbekommen und sie deswegen nicht gehänselt werden. Und dass wir Eltern ihnen nicht das Gefühl geben, etwas stimmt nicht mit ihnen.

    1. Belese dich mal über das Thema von Sigmund freut und die anale Phase. Da ist wohl einiges schief gelaufen und daher das Problem. Mein Sohn hatte das selbe und er hat selbst in der Schule eingekotet . Nach ein phsychatrie Aufenthalt wurde es noch schlimmer. Ich habe es dann einfach so hingenommen. Als er langsam ein Teenager wurde so mit 11 hörte es plötzlich auf davor so ab 8 war es seltener. Jetzt ist mein Sohn 16 und ich habe schon einige kennengelernt bei den es genau so war.

      1. Hallo, meine Nichte hatte genau dasselbe Problem. Arzttermin und Psychologin haben erstmal alles schlimmer gemacht. Als sie damit einverstanden war, alleine zur Psychologin zu gehen hat es mit dem Stuhlgang auf die Toilette Gang kurz vor der Einschulung geklappt. Viel Erfolg und Geduld euch.

    2. Ich habe zwar keine direkte Erfahrung damit, aber mein wichtiger Ratschlag ist, dass das Kind zu einem/einer Homöopathen/in gehen sollte. Das Kind wird ganzheitlich betrachtet, es verspürt keinen Druck (z.B. durch X Massnahmen) und es wird nicht nur über das Trockenwerden gesprochen. Es hilft dem Kind allgemein, z.B. einen Entwicklingsschritt zu machen. Viel Glück! <3

  32. Hallo Nora,

    Gerne biete ich Euch meine kostenfreie Unterstützung an und würde mich gerne mit Euch zum o.g. Thema austauschen.

    Meldet Euch gerne über [email protected] bei mir, dann können wir gerne einen Zoomcall oder über WhatsApp etc. weitere Einzelheiten besprechen.

    Liebe Grüße,
    Kevin König
    (IPE Practitioner in Kinder- und Jugendcoaching)

  33. Liebe Nora,
    ich denke zwar nicht, dass eine körperliche Ursache vorliegt, würde das aber zeitnah trotzdem bei einem Urologen (! nicht zum Kinderarzt abwimmeln lassen) klären lassen. Psychologin habt ihr ja schon. Die hoffentlich beide Eltern mit einbezieht ( wisst ihr warum er Toilette verweigert?). Und auch aufarbeiten kann mit euch allen 3-en, das er in der schlechten Kita bleiben musste. Bitte nicht falsch verstehen, aber auch das macht viel mit einem Kind wenn Eltern ihm nicht helfen können wollen ( Urvertrauen). Man merkt, daß es für Dich ( euch) ein Riesenthema geworden ist was natürlich bei Deinem Sohn nochmal extra als Druck ankommt. Deshalb so schwer es fällt, fixiert euch nicht so auf das Thema!

    1. Liebe Nora,
      das könnte fast unsere Geschichte sein, auch im Bezug auf den Kindergarten. Auch unser sechsjähriger Sohn weigert sich beharrlich auf die Toilette zu gehen, nur dass es bei uns das kleine und große Geschäft betrifft.
      Er hat schon seit Jahren die volle Blasen- und Darmkontrolle, möchte aber nur in die Windel ausscheiden.
      Wir haben alles versucht: Lange Gespräche, positive Anreize setzen, für Entspannung sorgen, psychologische Beratung, das Thema ganz ruhen lassen…
      Es ändert sich nichts und er kann seine Angst vor der Toilette (wobei es eben nicht nur um die Toilette geht. Er pinkelt auch nicht ins Töpfchen, an einen Baum etc.) leider auch nicht näher benennen, sagt immer nur, dass er selbst nicht weiß was ihn blockiert.
      Wir sind auch sehr ratlos und traurig, dass wir ihm nicht helfen können.
      Du siehst, ich habe leider auch keinen Tipp für dich, aber ihr seid nicht alleine mit diesem Problem!
      Liebe Grüße Bine

      1. Hallo Bine,
        Das klingt nach unserer Tochter, 5 1/2 (abgesehen vom an den Baum pinkeln 😉). Aber im Ernst, es ist ein bisschen zum Verzweifeln manchmal, weil es viele Sotuationen für sie schwierig macht, zum Beispiel, wenn sie im Kindergarten muss. Wir sind hin und hergerissen zwischen uns in Gelassenheit üben und abwarten und doch von uns aus etwas anstoßen (zum Beispiel das Vorgehen mit dem Loch in der Windel, von dem ich schon ein paar Mal gelesen habe.) Echt schwierig. Unsere Tochter ist intelligent und fit. Und extrem willensstark … wir haben zwei Kinder, wir sind bei beiden ähnlich vorgegangen und haben bei unserer Tochter eben diese ungewöhnliche und für Außenstehende komplett unverständliche Situation.
        Liebe Grüße, es wird wohl alles werden.

        1. Hallo liebe Elise,
          es ist „schön“ zu lesen, dass noch jemand dieses Problem kennt. Dass auch ältere Kinder für das große Geschäft eine Windel verlangen scheint öfter vorzukommen, aber dass es auch mit dem Pipi nicht klappt…
          Damit fühlen wir uns schon oft sehr alleine.
          Wir waren auch lange Zeit sehr gelassen und bis heute machen wir unserem Sohn keinen Druck, aber so langsam habe ich schon meine Zweifel, ob sich von alleine etwas ändern wird.
          Loch in die Windel schneiden würde bei uns nichts bringen. Mein Sohn weigert sich überhaupt nur auf die Toilette zu sitzen.
          Das Schlimme ist ja nicht die Windel an sich, sondern die vielen belastenden Situationen die sich daraus für ihn ergeben. Er macht z.B. im Kindergarten überhaupt kein Pipi, weil er dort keine Windel anziehen möchte und muss dann ganz dringend, wenn er nach Hause kommt. Ein Tagesausflug mit einem Freund oder eine Ferienfreizeit. Alles undenkbar, denn er möchte nicht, dass irgendjemand sein Problem mitbekommt. Noch weniger möchte er aber auf die Toilette gehen…
          Es tut mir so leid für ihn, dass er sich selbst das Leben so schwer macht und ich hoffe so sehr, dass der Knoten bald platzt und er endlich ganz unbeschwert seinen Alltag genießen kann.
          Wir haben übrigens auch zwei Kinder
          Unser Kleiner geht seit er drei ist ganz entspannt und mit Spaß auf die Toilette. Leider motiviert das unseren Großen auch nicht!
          Ich wünsche euch, dass bei eurer Tochter der Knoten bald platzt!
          Liebe Grüße Bine

    2. Liebe Nora,
      Unser mittlerweile eingeschulter siebenjähriger Sohn hatte auch immer Schwierigkeiten mit dem großen Geschäft. Es handelt sich zwar um eine etwas anders geartete Problematik (wiederkehrende/chronische Verstopfung mit überlaufstuhl und in der Folge Verweigerung und ständiger Diskussion um das Thema toilettengänge sowie ständiger Einnahme von movicol nunmehr seit drei Jahren, alles ärztlich begleitet ) . Es ging bei uns zwar nie um das Thema Windeln aber ich weiß sehr gut wie einen das Thema beschäftigen kann und es dann schwer fällt einfach ‚locker zu lassen‘ . Grade die nahende Einschulung hat uns aus Angst vor Stigmatisierung sehr bevorgestanden. Ich würde an deiner Stelle auch nochmal ärztlichen Rat suchen, wenn du dich da nicht gut begleitet fühlst. Vielleicht kann man mit dem Kind auch besprechen das große Geschäft zwar in die Windel aber auf dem Klo sitzend zu machen? Klingt vielleicht erstmal doof, aber für viele Kinder ist doch auch das sitzen auf der Toilette ungewohnt als Sitzposition so dass er sich auf diese Weise etwas langsamer dran gewöhnen könnte.
      Ich drücke dir sehr die Daumen dass ihr dieses Thema etwas loslassen könnt. Auch uns begleitet die schwierige Verdauung unseres Sohnes täglich, aber ich hatte den Eindruck dass mit dem schuleintritt noch einmal ein deutlicher reifeschritt stattfindet und vieles besser besprechende wird wofür vorher noch gar keine Worte da waren. Das hat bei uns viel ausgemacht und tatsächlich geholfen ‚lockerer‘ zu lassen.
      Lieben Gruß und alles gute für dich und deinen Sohn!

    3. Guten Abend Nora!
      Ich würde, sofern alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen sind, die Ursache stark im mentalen Bereich vermuten. Gerade deine Schilderung über die problematische Kita erhärten in mir diesen Verdacht. Laut TCM hat der Dickdarm Meridian mit „Schuld“ zu tun und mit Halten und Loslassen. Vielleicht klingt in dir da ja etwas an. Wenn medizinisch alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, würde ich es mit Heilpraktik/Kinesiologie versuchen. Ich arbeite in Ö in diesem Bereich, ein Versuch lohnt sich. Oftmals können sehr „schräge“, aufs erste unglaublich scheinende Themen Auslöser sein, doch gut und vor allen Dingen erfolhreich behandelt werden. Allerdings bitte unbedingt bei seriösen Dachverbänden nach anerkannten Therapeut:innen in eurer Nähe erkundigen, damit man Esoterik oder dgl. ausschließen kann. Alles Gute und viel Kraft!
      Liebe Grüße,
      Esther

      1. Moin!
        Wenn dir jemand helfen kann,dann ist es die Urotherapeutin Merle Jürgens. Sie arbeitet im Kinderzentrum in Pelzerhaken. Vielleicht ist es dir irgendwie möglich dorthin zu kommen.
        Uns hat sie vor 2 Jahren sehr geholfen, nach nur wenigen Wochen waren alle unsere Probleme gelöst.

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