50/50-Elternschaft – wie das gelingen kann

Liebe Marie, liebe Isabel, wir wollen heute über gleichberechtigte Elternschaft sprechen. Zuerst einmal: Wie definiert Ihr Gleichberechtigung? Bedeutet das automatisch 50/50?

Super Frage, denn das ist genau das was viele wohl abschreckt: Dass fifty fifty nur geht, wenn man immer alles genau durch die Hälfte teilt. Aber das geht natürlich fast nie und ist auch lebensfern. Denn welche Arbeit ist wie viel wert? Zählen drei gewechselte Windeln gleich viel wie eine Stunde Bad putzen? Wenn man so anfängt, wird es schnell nervig. Wir definieren Gleichberechtigung eher so: Dass man eine Partnerschaft auf Augenhöhe führt, dass alle Bedürfnisse gleich viel wert sind und gleich wichtig. Und natürlich, dass Hausarbeit und Kinderbetreuung, also unbezahlte Care-Arbeit, geschätzt und gerecht(er) verteilt werden.

Das heißt, dass es sicherlich mal Zeiten geben wird, in denen ein Partner mehr Care-Arbeit übernimmt und der andere mehr lohnarbeitet. Aber das sich das auch wieder abwechseln sollte und dass es finanziell immer fair bleibt. Dass also nicht immer einer (meistens die Frau) mehr Care-Arbeit leistet und eindeutige finanzielle Nachteile hat – vor allem auf lange Frist.

Gerade in den letzten Monaten gab es in vielen Familien die Rolle rückwärts in traditionelle Rollen – wie war das bei Euch?

Bei Marie war es so: Mein Mann ist Arzt und hat bei unserem Kind 5 Monate Elternzeit nehmen können, ein Teil davon fiel in den ersten Lockdown, was dazu geführt hat, dass er mit den Kindern zu Hause war (mein großer Sohn hat einen anderen Papa und lebt nur wöchentlich bei uns) und ich gearbeitet habe. Dieses Mal ist es so, dass er als Arzt natürlich kein Home Office machen kann, er sich aber ab und zu mal einen Tag frei nimmt. Ich bin also immer eine Woche mit dem großen Kind zu Hause, mache Home Schooling und Home Office und jede andere Woche teilweise im Büro (wir sind dort allein) oder im Home Office. Das kleine Kind ist meist in der Notbetreuung.
Isabels Mann ist auch selbstständig und so teilen sich die beiden die Kinderbetreuung auf. Meistens macht einer den Vormittag und der andere den Nachmittag. Glücklicherweise kann auch die Oma ab und zu mal einspringen und die beiden wechseln sich mit ausgewählten Freunden ab.

Bei uns beiden wird Haushalt und Care-Arbeit also nach wie vor noch geteilt und wir sind – gerade in dieser besonderen Zeit – extrem froh darüber. Jetzt wird mal richtig deutlich, was Frauen alles leisten, viele arbeiten ja Teilzeit, stemmen aber zusätzlich auch noch wirklich alles, was mit Kindern und Zuhause zu tun hat, alleine. Wenn jetzt noch die Betreuung wegfällt, sind sehr viele natürlich buchstäblich überlastet. Und es wird auch klar, dass Care-Arbeit ganz oft der wesentlich anstrengendere Job ist.

Oft war man ja vor der Geburt des Kindes gleichauf – dann nimmt die Frau 12 Monate Elternzeit und schon ist das Gleichgewicht weg. Ist die Elternzeit vielleicht DER Punkt, an dem alles anfängt?

Davon sind wir überzeugt! Wir glauben fest daran, dass in den ersten Monaten der Grundstein für die Zeit danach gelegt wird. Es ist so wichtig, dass Papa auch viel Zeit allein mit dem Baby hat. Dass er eine Bindung zum Kind aufbaut, dass er eigene Strategien entwickelt und auch einfach weiß, wie es ist, sich um ein Baby und den Haushalt zu kümmern. Wenn man erstmal selbst die Erfahrung gemacht hat, versteht man die Lebenswelt der Mama viel besser. Man weiß, wie anstrengend es sein kann – und dass Care-Arbeit eben auch Arbeit bedeutet, egal wie sehr man sein Baby liebt.

Wenn man es schafft, dass auch Väter mehrere Monate Elternzeit nehmen (und man in dieser Zeit nicht unbedingt zusammen 2 Monate verreist, sondern der Vater alleine den Alltag schaukelt), dann ist schon mal viel für mehr Gleichberechtigung getan. Studien belegen auch: Väter, die Elternzeit nehmen, haben noch Jahre später eine bessere Bindung zum Kind und auch: diese Beziehungen sind eher die, die nicht zerbrechen.

Oft ist es ja leider noch so, dass der Mann mehr verdient als die Frau und es daher heftige finanzielle Einschnitte bedeuten würde, wenn der Mann seine Stunden reduziert. Diese Situation thematisiert ihr auch in Eurem Buch. Welche Lösung kann es da geben?

Ja, das ist immer das Killer-Argument… Dabei ist es so unfair, denn Arbeit ist nicht gerecht entlohnt. Frauen verdienen statistisch immer weniger als Männer, so geht es schon mal los. Care-Arbeit wird gar nicht entlohnt, dabei ist sie so wichtig. Auch viele „systemrelevante“ Jobs sind schlecht bezahlt. Deshalb sollte es nicht immer darum gehen, wer mehr verdient, denn das sagt erst mal nichts über den Wert der Arbeit aus.

Natürlich ist das aber leicht gesagt, wenn das Geld einfach nicht reicht, falls der Mann zum Beispiel reduziert. Es gibt trotzdem viele Möglichkeiten. Vielleicht kann er zumindest an zwei Nachmittagen früher gehen? Viele Männer scheuen das Gespräch mit ihren Chefs, dabei könnten sie so auch den Weg für andere Väter frei machen. Für die Elternzeit kann man sich zum Beispiel vorab einen Puffer zurücklegen.

Vielleicht kann man auch den Lebenstandard, soweit möglich, solange die Kinder klein sind, etwas zurückfahren. Wir glauben schon auch, dass es eine Prioriätenfrage ist: Muss der Zweitwagen her? Das Einfamilienhaus? Oder wollen wir stattdessen mehr Gleichberechtigung und auch Zeit als Familie? Vielleicht kann das alles noch ein bisschen warten, und dafür muss nicht ein Elternteil sich komplett und für lange Zeit zurücknehmen. Das ganze ist nämlich oft ein Teufelskreis, denn wie soll denn die Frau jemals beruflich aufsteigen (und mehr Geld verdienen), wenn sie dazu gar nicht die Chance bekommt? 

Manchmal hat man aber auch das Gefühl, dass die Frauen es den Vätern auch nicht so recht zutrauen, sich alleine um die Kinder zu kümmern  Welche Tipps habt Ihr da?

Ganz vorn angesetzt: Hier ist auch wieder die Elternzeit wichtig. Wenn Väter sich alleine um die Kinder kümmern, dann wissen sie, welche Bedürfnisse gestillt werden müssen und lernen selbst, wie sie gut mit den Kindern durch den Tag kommen. Vielleicht macht Papa dann einige Dinge anders als Mama, aber auch daran kann man sich als Mutter gewöhnen.

Wir glauben auch, dass wir Frauen so sozialisiert sind, dass wir denken, dass letztendlich WIR die Hauptverantwortlichen sind oder dass es gar eine Art Kümmer-Gen nur bei Müttern gibt – aber das ist Quatsch! Väter können sich wunderbar kümmern und schütten sogar ganz ähnliche Hormone wie Mütter aus, wenn sie mit dem Baby zusammen sind. Und das Schönste, wenn man gleichberechtigt lebt, ist: Die Verantwortung wird geteilt und lastet nicht so schwer auf unseren Schultern.

Marie ist zum Beispiel, nachdem das Kind abgestillt war, einfach mal weggefahren und hat los gelassen – und siehe da: Baby und Papa hatten eine gute Zeit! Auch Isabel und ihr Partner können sich unheimlich viele Freiräume geben, weil der jeweils andere immer nahtlos übernehmen kann. Man kann dann zum Beispiel auch einfach mal im Bett liegen bleiben, wenn man krank ist.

Wie habt Ihr das geregelt – gibt es Bereiche, für die ausschließlich Euer Partner zuständig ist?

Bei Marie ist es so aufgeteilt, dass ihr Partner mehr für die Küche, also Geschirrspüler etc. verantwortlich ist. Sie macht dafür mehr Wäsche. Das kleine Kind steht meist sehr früh auf, diese Morgenstunden übernimmt der Papa, bevor er zur Arbeit geht. Auch Abends bringt er das kleine Kind ins Bett. Bei Isabel ist es ähnlich, auch hier macht der Mann Küche, Kochen, Einkäufe – und sie eher Bad, Wäsche und sie macht auch mehr Organisation, also Mental Load. Die beiden teilen sich auch beim Ins-Bett-Gehen und jetzt auch beim Homeschooling gerecht auf.

Schafft Ihr Euch regelmäßig Auszeiten von der Familie? Wie klappt das ?

Marie: Jetzt im Lockdown ist das natürlich nicht so einfach. Vorher bin ich alle paar Wochen mal aufs Land zu meiner Mutter und hab dort mal eine Nacht durchgeschlafen und etwas Ruhe genossen. Oder Papa und Kleinkind sind zu seinen Eltern gefahren – und ich hatte mal ein Wochenende für mich. Jetzt ist es eher so, dass man sich mal allein ohne Kinder zum Spaziergang mit einer Freundin trifft…

Isabel: Bei mir ist das natürlich gerade auch nicht so einfach, aber ich brauche das eigentlich sehr. Ich fahre normalerweise ein Mal im Jahr alleine in den Urlaub, und mache auch mal ein Spa-Wochenende mit einer Freundin oder so etwas. Wir teilen uns in normalen Zeiten auch so auf, dass jeder zwei Tage pro Woche hat, an denen er oder sie den ganzen Tag und Abend frei hat. Da kann ich dann mal ohne Deadline arbeiten und am Abend auch noch zum Yoga gehen oder jemanden treffen.

Das klappt super, denn der Papa kennt ja alle Abläufe, er ruft dann also auch nicht ständig an und hat Fragen, oder so. Nur das Umfeld muss das noch lernen, dass Papas das auch alles können! Ich war vor zwei Jahren in London auf dem runden Geburtstag eines sehr guten Freundes und ich weiß noch, dass mich dort sicher zwanzig Leute gefragt haben, wo denn die Kinder seien. Als ich sagte: „bei ihrem Vater“, kam immer ein erstauntes: „Wirklich? Der bekommt das hin?“ zurück. Und ich dachte nur: Er kümmert sich um seine Kinder. Was ist daran so besonders?

Wenn man feststellt, dass man gerade nicht zufrieden ist mit der Aufteilung. Was sind kleine Schritte, die schon Veränderungen bringen?

Reden, reden, reden. Am besten, noch bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Manche Wochen laufen einfach nicht so gut und anstatt das runterzuschlucken, sollte man eine ruhige Minute mit dem Partner abwarten und darüber sprechen.

Auch genau hinschauen: Welche (unsichtbaren) Aufgaben sind es, die mich belasten? Wo fühle ich mich ungerecht behandelt? Wie kann man diese besser aufteilen? Wie wird die eigene To-Do-Liste kleiner? Aktiviert auch euer Netzwerk: Kann jemand anderes das Kind aus der Kita mitnehmen?

Außerdem: Die eigenen Bedürfnisse zu artikulieren ist wichtig, am besten mit Ich-Botschaften. Aber manchmal gibt es einfach besonders stressige Zeiten, für die keiner etwas kann. So ist es jetzt gerade sicher auch bei vielen. Da ist es wichtig, sich mit dem Partner zu verbünden, zu versuchen, auch mal zu lachen und sich bewusst zu machen, dass das jetzt alles ziemlich crazy ist, aber auch wieder andere Zeiten kommen – und auf keinen Fall in Machtkämpfe oder den „Wer-macht-mehr“- Wettbewerb verfallen. 

Marie und Isabel sind liebe Bloggerkolleginnen von uns, Ihr kennt sicher Ihren Blog littleyears.de. Diese Woche ist nun ihr erstes Buch „fifty fity Eltern – So gelingt Euch gleichberechtigte Elternschaft “ erschienen, wir dürfen drei Exemplare verlosen. Schreibt uns dazu einfach in die Kommentare, warum Ihr das Buch gerne haben möchtet. Das Los entscheidet dann. Viel Glück!

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34 comments

  1. mir ist es sehr wichtig, dass ich unser Baby auch mal mit ruhigem Gewissen bei meinem Mann lassen kann und er von Anfang an sich mit kümmern darf. Würde mich riesig über das Buch freuen 🙂

  2. Gleichberechtigte Elternschaft ist schon sehr schwierig, hier wären für uns ein paar Informationen durchaus hilfreich. Daher ein sehr interessantes Buch

  3. Oh, dieses Buch kommt für mich wie gerufen! Im Moment beschäftigt mich das Fifty-fifty-Thema ganz besonders, da ich mit 3 Kindern in Teilzeit arbeite, mein Mann ist seit Monaten coronabedingt zu Hause. Trotzdem hab ich das Gefühl, jegliche Haus- und Carearbeit bleibt an mir hängen. So wie es eben seit 15 Jahren läuft, hier soll sich was ändern!

    1. Ich bin irgendwie über die Jahre in der traditionellen Rollenverteilung gelandet und finde das so semigut. Möchte das gerne ändern und könnte ein wenig Unterstützung gebrauchen 🙂 Liebe Grüße! Kati

  4. Wir würden uns mega über das Buch freuen, der Berufsstart steht bevor und der Mann und ich wollen das gerecht aufteilen – da käme dieses tolle Buch gerade recht ♡

  5. Ich bezeichne mich als Feministin, erlebe die Beziehung mit meinem Partner als immerhin größtenteils gleichberechtigt. Wir sind uns einig, dass wir auch als baldige Eltern Verantwortung gemeinsam tragen, diese fair aufteilen und uns beiden (berufliche und andere) Selbstverwirklichung ermöglichen möchten. Soweit die Theorie. Und auch wenn diese grundsätzliche Überzeugung schon viel wert ist. So merken wir schon jetzt, dass die tatsächliche Umsetzung uns als Eltern doch vor einige Herausforderungen stellt.
    Wir würden uns freuen mit dem Buch noch mehr den Spiegel vorgehalten und hilfreiche Anregungen zu bekommen.

  6. Eigentlich ist alles gesagt! Wir brauchen Tipps wie wir die Arbeit gerechter Aufteilen können. Arbeit abgeben kann ich, z. B. ist mein Mann für das Fenster putzen zuständig, seit 3,5 Jahren wurde bei uns kein Fenster geputzt. Schöne Aussichten.

    Seit Geburt unseres ersten Kindes vor 8 Jahren wollen wir beide gleichermaßen in Teilzeit gehen. Für meinen Mann war ergab sich der richtige Moment bislang leider noch nicht, Karrierechancen hier und da. Trotz meiner Teilzeit konnte ich in den letzten Jahren, Dank unbezahlter Mehrarbeit, einige Karrieresprünge machen und im Notfall trotzdem immer das Kinder-Holen-Bringen-Kutschieren ermöglichen. Schön blöd von mir, das Buch könnte mir vielleicht helfen?

    1. Huhu! Ich möchte hier gerne mein Glück versuchen! Ich habe mich nach vielen Jahren durchgesetzt und wir arbeiten jetzt beide 80Prozent. Allerdings trage ich den allergrößten Teil des Haushaltes und auch den mental Load, also ALLES rund um die Familienorga. Das ist ganz schön heftig. Ich würde das Buch meinem Mann zum Lesen geben!
      VG Anni

  7. Ich möchte das Buch gerne lesen, um gut vorbereitet zu sein auf die kleinen Fallen im Alltag, in die man unbewusst mit Kind hineinrutscht. Außerdem freue ich mich über Anregungen wie Elternschaft auf Augenhöhe gut gelingen kann.

  8. Liebes Team, vielen Dank für diese Buchvorstellung.💐 Bei uns läuft es noch nicht Fifty-fifty. Da ich bald von Teilzeit in Vollzeit wechseln möchte, hoffe ich für meinen Partner und mich auf viele Anregungen. Ich hüpfe in den Lostopf und wünsche euch viel Kraft für die nächsten Familientage….. Herzliche Grüße sendet euch Christine.

  9. Ich würde das Buch gerne lesen, weil ich denke, dass gerade durch die Corona-Krise das Thema Gleichberechtigung wieder sehr aktuell geworden ist!

  10. Ich würde das Buch gerne lesen, um weitere Anregungen für eine bessere Verteilung der Care-Arbeit zu bekommen. Das beschäftigt mich gerade in diesen Monaten, in denen ich deutlich mehr Zuhause bin als früher und daher auch mehr mache, doch sehr…

  11. Das Buch kommt wie gerufen… Mich quält das Gefühl besonders Mental Load und einen Großteil der Care Arbeit allein zu tragen. Wir hatten zu der Corona Situation auch noch, dass unser Sohn sehr schwer erkrankte. Ich war ständig mit ihm im Krankenhaus, leider durften wir keinen Besuch empfangen, somit musste ich auch alle Entscheidungen treffen.. Mein Mann hatte im Grunde keine Ahnung was Eingriffe, Blutwerte und Medikamente anging. Wenn wir zu Hause waren, war er arbeiten. Und unterm Strich noch 0 Anerkennung für alles was ich mache, weil ich doch die Mama bin. Naja… Aus meiner Sicht bräuchten wir eine Paartherapie, aber da meint er sich nicht wohl zu fühlen…also lange Rede… Ich würde mich sehr freuen in dem Buch gemeinsam einen Weg aus dieser Situation zu finden.

    1. Das Buch wäre eine super Inspiration für uns, weil bald unser erstes Kind kommt und es für uns spannend wird, wie wir uns die Aufgaben teilen werden.

  12. Das man als Paar son reinrutscht in eine ungleiche Verteilung habe ich jetzt schon mehrfach gehört.deswegen interessiert mich das Buch und seine konkreten Anregungen, wie man dem entgegen wirken kann.

    @anna: mich würde es auch freuen, wenn der Mann seine Seite in so einem Buch einbringt

    1. Ich brauche das Buch, um ein 50:50 Paar zu werden! Bislang nämlich leben wir 40:60 – und zwar zu meinen Gunste 😉 Und ja, Danke der Nachfrage, ich bin eine Frau.

    1. Stößt es nur mir befremdlich auf, dass 2 Frauen über 50/50 Aufteilung schreiben? Bzw der männliche Teil nur aus weiblicher Sicht beschrieben wird?
      Schade, dass so ein Buch nicht mal von Frau und Mann geschrieben wird.

  13. Ein sehr spannendes Interview, das wirklich neugierig auf mehr macht!
    Mich interessieren vor allem die Anregungen und Ideen, die dann hoffentlich Grundlage für gute Gespräche werden können, damit gerade auch der Bereich der mental load mehr gesehen und greifbar wird. Deshalb würde ich das Buch sehr gerne lesen.

    1. Oh das Buch wäre eine wundervolle Bereicherung für uns, da wir gerade dabei sind den Mental Load, den ich zu 95% alleine Schultern, zu versuchen besser aufzuteilen. Das Buch klnnte mit Sicherheit eine gute Unterstützung in unserem Veränderungsprozess sein! 🙂

  14. auch wenn man keine fifty fifty aufteilung kann oder will – ich finde es so wichtig deutlich zu machen wieviel arbeit haushalt und carearbeit ist! ich erlebe es derzeit sehr deutlich wie die männer in meinem näheren und weiteren umfeld einfach keine ahnung haben-oder keine ahnung haben wollen. und es als heldentat hin gestellt wird das sie nach der arbeit einkaufen gehen, aber das soll dann bitte auch reichen….. mich macht das so wütend. und bei uns ist es so, das mein mann immer gesagt bekommt, ich solle doch froh sein das er „so viel“ da ist ( ja, mehr als andere väter, aber ich fordere das halt ein), mehr als die oder andere. aber ich bin der meinung, nach seiner lohn-arbeit sind wir nunmal beide zusammen für die care-arbeit und zuhause zuständig. gerade jetzt in diesen zeiten in denen ich gar keine hilfe ( durch kita oder oma) habe, mache ich tagsüber die care-arbeit, soviel haushalt wie möglich und die komplette mental load arbeit. da finde ich es ganz normal (!!) das er nach erwerbs-feierabend hier zuhause auch mit voll zuständig ist und ich nicht dafür dankbar bis ans lebensende sein muss.

    1. Ich wünsche mir das Buch, weil wir mittlerweile zwei Kinder haben und der Großteil der Mental Load bei mir liegt. Ich erhoffe mir damit Inspiration, wie wir das besser aufteilen können und vielleicht auch Ermutigung, diesen Prozess anzustoßen.

  15. Wir teilen uns die Arbeit gleichberechtigt. Jeder arbeitet 30 h (Auch wenn ich als Frau mehr verdiene). Jeder macht einen Teil im Haushalt. Wir bringen abwechselnd die Kinder ins Bett. Mein Mann hat sich am Fuß verletzt und ist jetzt 2 Wochen komplett ausgefallen. Da merkt ich extrem, was mein Mann alles macht.

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