ADHS, Wutausbrüche, Bewegungsdrang: Über das Leben mit meinem herausfordernden Sohn

Ihr Lieben, durch die große Brandbreite eurer Geschichten wird uns immer wieder klar, dass jede Familie ihre ganz eigenen Herausforderungen hat. In manchen Familien läuft vieles recht geschmeidig, andere haben jeden Tag zu kämpfen. Und meist tragen die Mütter einen Hauptteil dieser Care-Arbeit. So wie Inka. Dieses Interview hat uns extrem berührt, weil sie jeden Tag sehr viel leistet, keine Unterstützung hat und es aus tiefer Liebe für ihr Kind tut. Wir drücken dich fest, liebe Inka.

Liebe Inka, wer gehört alles zu deiner Familie? 

Ich lebe mit meinen fast zehnjährigen Sohn und meiner Tochter (7) zusammen, von ihrem Vater bin ich getrennt.

Dein Sohn hat ADHS. Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass er „anders“ ist?

Eigentlich schon in der Schwangerschaft. Er war sehr agil und hat im Bauch stark getreten. Als er geboren wurde, ging es so weiter. Er war ein Schreibaby, immer angespannt und ist immer aus der Reihe getanzt. Während die anderen Kinder in der Krabbelgruppe zusammen agiert haben, war er entweder allein oder hat den anderen Kindern die Schaufel über den Kopf gezogen.

Im Kindergarten brauchte er starke Strukturen. Da die Gruppe aber viel Freispiel angeboten hatte, war sein Verhalten auffällig. Er war immer in Bewegung und brauchte schon immer sehr wenig Schlaf. 

Beschreib mal deinen Sohn für uns.

Mein Sohn ist ein unheimlich liebenswerter, einfühlsamer Junge. Er ist ein sportlicher, aktiver Kerl, da seine Hyperaktivität stark ausgeprägt ist.

Da er noch eine Autismus-Spektrum- Störung hat, kommt noch dazu, dass er für bestimmte Themen total brennt. Er möchte immer mehr wissen und bekommt dann nicht genug. Allerdings ist das auch nicht immer positiv, da er anderen unbekannten Dingen gegenüber leider sehr abwertend ist.

Er ist stark reizoffen, wenn es um Geräusche oder Licht geht, aber auch gefühlsmäßig. Er erträgt viele Dinge nicht, sei es die helle Sonne, Menschenansammlungen, gewisse Stoffe auf der Haut.

Sobald sich die täglichen Abläufe verändern, wird er sehr wütend und explodiert unheimlich schnell. Er ist ständig in Bewegung, er hüpft, klettert und wedelt ständig mit den Armen. Leider fällt ihm durch diese Reizfilterstörung schwer, sich auf Dinge zu konzentrieren. Er ist schnell abgelenkt, fängt tausend Dinge an, die er dann aber nicht fertig bringen kann. Er ist unheimlich impulsiv.

Da er auf der sozialen Ebene starke Schwierigkeiten hat, hat er kaum Freunde. Und selbst die Freundschaften, die er hat, kann er nicht alleine pflegen. Ich muss ihm dazu immer wieder „Brocken bauen“.

Immer wieder hat dein Sohn starke Wutausbrüche. Wie äußern sich diese und wie gehst du damit um?

Manchmal braucht es eine winzige Kleinigkeit und er explodiert förmlich. Nach der Schule ist er sehr oft total reizüberflutet. Das führt dann dazu, dass er sehr schnell anfängt zu schreien und extrem wütend wird.

Wenn ich ihn nicht ablenke oder zu spät handle, fängt er an, Dinge zu zerstören. Er hat mal mit einer Wasserflasche seine kleine Schwester angegriffen, weil sie nicht das spielen wollte, was er wollte. Er steigert sich da richtig rein, bekommt von außen nichts mehr mit.

Dann brüllt und tritt er, schaltet das Licht ein und aus, reißt uns Dinge aus der Hand und schmeißt damit nach uns. Er ist wie im Tunnel. Mittlerweile muss ich ihn in diesen Situationen immer festhalten, damit er und wir geschützt sind. Leider fängt er auch an sich selber zu hauen. Das ging vor kurzem so weit, dass er sich den Hals zugedrückt hat.

Da er sehr groß ist und stark ist, wird es immer schwieriger uns zu schützen. Ich wollte schon zwei mal der Rettungswagen rufen, da ich ihn fast nicht mehr kontrollieren konnte.

Wie ist die aktuelle Schulsituation deines Kindes?

Aktuell geht er in die vierte Klasse. Wir haben das Glück im Nebenort eine kleine Schule mit kleinen Klassen zu haben. Wenn die Schüler in manchen Fächern weiter sind, können sie auch andere Aufgaben erledigen. Wenn sie etwas hinterher sind, werden sie durch die jüngeren Kinder aufgefangen.

Auch die Lehrer sind unglaublich feinfühlig und können gut mit meinem Sohn umgehen. Sie geben ihm das, was er braucht. Ist er überfordert, darf er raus. Durch die Gruppenarbeit, wird er oft mitgezogen von seinen Mitschülern. Das wirkt sich positiv auf den Schulalltag aus. Er strengt sich an, weil er absolut nicht möchte, dass irgendwer schlecht von ihm denkt. Dadurch setzt er sich aber manchmal leider selbst extrem unter Druck und entwickelt ein schlechtes Selbstbild.
Ich habe Bauchweh, da das sein letztes Schuljahr auf diese Schule ist und ich leider noch nicht weiß, wie es weiter gehen wird. Auf einer normalen Schule wird er definitiv nicht glücklich. 

Was machen diese ständigen Herausforderungen mit dir?

Ich durchlebe eine Achterbahn meiner Gefühle. Von Dankbarkeit bis „ich kann und will nicht mehr“ ist alles dabei. Ich bin oft kurz vorm Zusammenbruch. Erst letzte Woche musste der Rettungsdienst kommen, da ich zusammen gebrochen bin. Ich gehe weit über meine körperliche und psychische Grenzen. Aber ich tue das für mein Kind und weil ich weiß, dass er diese Wutausbrüche nicht absichtlich hat.

Ich habe immer für ihn gekämpft, wurde aber leider lange belächelt. Selbst unser Kinderarzt mir nicht geglaubt, als ich sagte, dass mit meinem Kind etwas anders ist. Ich hatte sehr wenig Hilfe von außen, jede Therapie, jedes Pflegegeld, alles musste ich alleine regeln.
Meine Ehe ist an der Situation zerbrochen und ich habe unglaubliche Angst, dass meine Tochter mir irgendwann den Vorwurf macht, ich hätte mich immer nur um ihren Bruder gekümmert. Ja, ich habe wahnsinnig Angst was die Zukunft bringt.

Was meinst du würde deinem Sohn WIRKLICH helfen?

Akzeptanz von Behörden, Schulen und Menschen, dass er einfach anders tickt und nicht in die Norm passt. Ich glaube, er hätte ein viel einfacheres Leben, wenn es Sportvereine gäbe, die ihn mit seinen Ecken und Kanten nehmen würden.

Mit welchen Reaktionen/Vorurteilen habt ihr im Alltag von außen zu kämpfen?

ADHS ist eine Störung und keine schlechte Erziehung. Diese ganzen Besserwisser von Leuten, die ohne uns zu kennen, über uns urteilen. Das finde ich persönlich sehr anstrengend. Ständig zu rechtfertigen, dass er Dinge anders macht, treibt mich zur Weißglut.

Wir sind sozial extrem ausgegrenzt, weil kaum Menschen mit seiner Art klar kommen. Mein Sohn bekommt jetzt Medikamente – das soll ihm ermöglichen, sich besser zu konzentrieren und zu fokussieren. Jetzt heißt es aber von außen, ich würde meinem Sohn Drogen geben…

Natürlich werden wir angegafft, wenn erst auf offener Straße einen Ausraster hat. Ein Nachbar wollte mal die Polizei rufen, weil mein Sohn so gebrüllt hat. Das alles ist sehr schwer…

Wie geht der Rest der Familie mit allem um?

Meine Tochter leidet unheimlich darunter, weil sie natürlich oft zurück stecken muss. Wir müssen mir ihrem Bruder komplett anders umgehen als mit ihr. Zum Glück ist sie ein sehr soziales Mädchen, das sich gut auf ihn einstellen kann und auch oft mit ihm spielt.

Der Vater der Kinder ist überfordert und schweigt die Situation meist aus. Meine Eltern verurteilen mich sehr und sagen, dass meine Erziehung an allem schuld sei.

Was wünscht du dir für euch?

Ich wünsche mir mehr Ruhe und Gelassenheit. Ich möchte nicht immer die sein, auf die mit erhobenem Finger gezeigt wird. Es wäre schön, wenn gesehen würde, dass ich viel leiste und eine gute Mutter bin.

Ich wünsche mir Unterstützung in vielen Bereichen wie Schule, Haushalt und Erziehung. Aber auch für das Geschwisterkind. Ich wünsche mir ein normales Leben und einen Partner, der uns so nimmt, wie wir sind…

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12 comments

  1. Hallo an alle,
    auch hier steht ADHS (unserer mittlerweile eingeschulten 6jährigen) im Raum.
    Ich erkenne uns in fast allen Kommentaren wieder und hatte / habe gleiche Gedanken, Gefühle und Ängste.
    Wir sind wegen der extremen Wutanfälle seit einem Jahr in psychologischer Behandlung, was bis Sommer (zum Schuleingang) gut half und die Wutausbrüche wirklich minimierte.
    Festgestellt wurde dabei auch eine Hochintelligenz im Sprachlichen, was uns mittlerweile auch sehr zu schaffen, wenn auch oft stolz macht.
    Sie redet uns argumentativ an die Wand, hat immer das letzte Wort und findet kein Ende.
    Ich befürchte, dass dies auch bald die Lehrer ertragen müssen.
    Die knapp dreimonatige Pause, da wir den Schuleinstieg abwarten wollten, sowie die Schulumstellung erhöhten die Wutausbrüche wieder enorm und brachten uns schon zahlreiche Auffälligkeiten in der Schule.
    Nun sind wir wieder in Behandlung und hoffen das Beste – unsere Therapeutin rät uns von Selbsttherapieversuchen durch z. B. Bücher oder dem Austausch mit anderen betroffenen Eltern ab, da jedes Kind anders und deshalb nicht vergleichbar sei, doch ich verzweifle und unsere Familie ist mit der Situation sehr belastet (wir haben noch eine dreijährige zum Glück sehr ruhige Tochter), so dass ich mich so gern – wenn auch nur zur Beruhigung, nicht allein zu sein und für vielleicht eventuelle Tipps – so gern austauschen würde.
    Leider habe ich in unserem Bundesland Thüringen noch keine diesbezügliche „Selbsthilfegruppe“ gefunden – nur eine sehr große Facebookgruppe, die mir zum wirklich hilfreichen Austausch aber zu groß scheint.
    Wer sich also gern austauschen möchte, kann sich gern bei mir melden.
    Uns allen – vor allem Inka alleinerziehend – alles alles Gute und weitere starke Nerven – oder hat Jemand vielleicht einen guten Entspannungstipp?

    1. Moin,
      mein Entspannungstipp wäre der Austausch. Nicht um den todsicheren funktionierenden Tipp zu bekommen, den gibt es nicht. Aber um mal erzählen zu dürfen, wie schrecklich manche Situationen für dich auch sind. Und verstanden werden statt Vorwürfe zu bekommen.
      LG

  2. Hallo, dieser Bericht hat mich sehr berührt. Auch wir haben einen Sohn mit ADHS und Verdacht auf ASS. Die Extreme sind oft schwer auszuhalten und fordern uns sehr, dabei sind wir zu zweit. Unsere Ehe ist allerdings auch sehr beansprucht durch das permanente Stresslevel.
    Ich wünsche Dir viel Kraft für Deine Kinder. Hol Dir alle Unterstützung, die Du bekommen kannst.

  3. Liebe Inka,

    ich habe selbst ein solches Kind und weiß wie schwer sich andere Menschen damit tun.

    Vielleicht besteht ja die Möglichkeit zum persönlichen Austausch, wenn du gern möchtest.

    Liebe Grüße
    Birte

  4. Ich finde dieses Thema unheimlich interessant. Mich würde wirklich mal interessieren, ob solches Verhalten wirklich angeboren oder anerzogen ist.

    Wenn die Eltern der Mutter meinen, es läge an der Erziehung, fände ich es superspannend, mal ihre Version zu hören.

    Vielleicht ist ja doch etwas Wahres dran. Vielleicht würde es der Mutter helfen, deren Kritik etwas anzunehmen.
    Oftmals können Außenstehende einem ja doch ein bisschen die Augen öffnen, wenn man nicht jegliche Kritik abblockt.

    Ich kenne auch eine Mutter, deren Kind auffällig ist, aktiv wie ein Flummiball, wenig empathisch anderen Kindern gegenüber…

    Da sehe ich auch einige Verhaltensweisen der Mutter sehr kritisch. Sie setzt dem Kind keinerlei Grenzen und ist sehr inkonsequent.
    Doch sie verschließt die Augen davor und weist es von sich. Ich habe versucht, ihr ehrlich zu sagen, was ich denke. Daran ist die Freundschaft zerbrochen.

    Sie diskutiert auch mit ihrem Mann häufig über Erziehungsfragen, aber ihrer Meinung nach macht sie alles richtig.

    1. Diese Art von Kommentar finde ich wenig hilfreich. Das haut für meine Ohren genau in die Kerbe, die die Mutter im Artikel beschreibt…

      Meinen Respekt für die Leistung die Begleitung des Sohnes immer wieder zu stemmen 💚

    2. Liebe Marie!
      Als Mutter eines Sohnes mit einer Autismus Spektrum Störung, kann ich nicht einfach über deinen Kommentar hinweg lesen, ohne etwas dazu zu schreiben.
      Du magst „das Thema interessant finden“, wissen tust du dazu scheinbar kaum etwas – ich meine das nicht bös. ADHS und Autismus sind neurologische Entwicklungsstörungen, dh von Geburt an vorhanden. Das ist kein angezogenes Verhalten, wir du es hier in den Raum stellst – sondern eine Behinderung. Ohne zu verstehen, wie betroffene Menschen „ticken“, wie sie die Welt wahrnehmen und mit welchen Schwierigkeiten sie dadurch konfrontiert werden, kann man als Außenstehender das Leben als Betroffener oder Angehöriger absolut nicht einschätzen.
      Ob deine Freundin irgend eine Diagnose für ihren Sohn hat, weiß ich nicht. Aber Inkas Sohn hat die Doppeldiagnose ADHS und ASS. Mein tiefster Respekt ihr als alleinerziehende Mutter gegenüber.
      Und ich bitte dich liebe Marie, nicht vorschnell zu urteilen über Situationen, deren Hintergründe du nicht kennst. Diagnosen als Laie nicht antzuzweifeln und zu hinterfragen. Das verletzt Betroffene nämlich sehr.
      Liebe Grüße Barbara

    3. Genau solche Kommentare spiegeln leider die gängige Haltung in der Gesellschaft wieder. Eine (richtig) gestellte ADHS Diagnose hat nichts mit Erziehung zu tun! Es ist eine angeborene und nachweisbare Besonderheit im Gehirn. Natürlich gibt es sie in verschiedenen Ausprägungen und Stärkegeraden. Und häufig erinnert das Verhalten von „schlecht“ erzogenen Kindern an ADHS. Der Unterschied ist aber, dass hier durch erzieherische Mittel auch schnell Änderungen erfolgen können, während Kinder die wirklich ADHS haben darunter selbst am allermeisten leiden. Sie wollen nicht immer diejenigen sein, die Regeln brechen, anecken usw.. Je älter und reflektierter die Kinder werden, desto größer werden auch die durch die in diesem Kommentar zum Ausdruck gebrachte gesellschaftliche Haltung ausgelösten Nebenkriegsschauplätze. Die Kinder Zweifeln an sich selbst, entwickeln Schulangst oder werden depressiv. Weil viele Menschen denken, dass Kind müsse sich doch einfach nur zusammenreißen. Sie brauchen Verständnis und Hilfe das für sie richtige Ventil zu finden. Sport, Ergotherapie, geschulte (!!) Pädagogen, und manchmal auch Medikamente können helfen den Leidensdruck der Kinder, und damit auch der Eltern, zu verringern. Hilfreiche „Erziehungstipps“ von super duper erfolgreichen Müttern helfen hingegen absolut nicht!

    4. Es herrscht wissenschaftliche Einigkeit darüber, dass die Hauptursachen von ADHS auf Veränderungen der Funktionsweise des Gehirns beruhen, auch wenn die genaue Entstehung noch nicht geklärt ist. Dementsprechend dürfte die Version der Eltern, v.a. zur Erziehung wenig aufschlussreich sein. Die Sicht von „Außenstehenden“ kann dann hilfreich sein, wenn es sich dabei um Menschen mit ADHS (oder auch ASS) bzw. Angehörige oder Fachpersonal handelt.

      Gerade Aufklärung über und Verständnis für Neurodiversität kann hilfreich sein. Inka und ihrer Familie wünsche ich alles Gute und die nötige Unterstützung!

    5. @Marie78: Wenn in empathielosen Aussagen die Empathielosigkeit anderer kritisiert wird, hat das was absurdes.
      Ich würde es in Zweifel ziehen, dass Großeltern ADHS und ASS-Diagnosen besser stellen können als geschultes Fachpersonal.
      LG

  5. Ich erkenne uns und unsere Umstände wieder. Wenn auch noch mit einem jüngerem Kind und (noch) ohne Diagnose.
    Aber diese Blicke und teilweise auch Vorwürfe von aussen machen die Situation viel schwieriger.
    Es wird halt auch oft nicht verstanden, dass das Kind sich nicht absichtlich und vorsätzlich so verhält.

    Ich wünsche euch viel Kraft und Hilfe.

  6. Liebe Inka,

    du leistest Unglaubliches und nur Menschen, die Ähnliches erleb(t)en wissen, wovon du sprichst. Leider. Denn es ist so massiv in den Köpfen verankert, dass „solche Kinder“ einfach andere Erziehung, mehr Schlaf, weniger Medien, stabilere Eltern, etc. bräuchten. Selbst einfühlsame und verständnisvolle Eltern können nur mitfühlen, aber sich nicht reinfühlen.

    Ich habe „nur“ ein ADHS Kind, das auch in der Schwangerschaft und all die Jahre danach extrem überaktiv war und ist. Das erste Lebensjahr hat er jeden Tag 10 Stunden sich die Seele aus dem Leib geschrien und kam nie zur Ruhe. In der Kita biss er andere Kinder, eckte an. In der Schule folgten prompt die Anrufe, die Strafarbeiten. Wenig Freunde, große Anstrengung für uns Eltern… ich arbeite selbst mit sogenannten Systemsprengern und glaube, pädagogisch recht fit zu sein. Hilft sicher, macht es aber dadurch nicht wie von Zauberhand weg. Denn genau so ist es, ein Störungsbild.
    Diese Wutausbrüche hatten wir im Kleinkindalter auch extrem – bis zum Schulanfang. Ich musste aber schlucken, wie sehr euch die Wut und Impulsivität noch beschäftigt, das ist extrem zehrend. Für alle Beteiligten. Ich ziehe meinen Hut vor dir, wie du so liebevoll und verantwortungsvoll deinen Sohn begleitest und auch an die Tochter denkst und alles gibst, was dir möglich ist. Mir fällt das nicht immer leicht. Und ich denke: warum habe ich nicht ein „normales“ Kind. Ja, ich weiß, es gibt sie nicht, die normalen Kinder und Ja, ich weiß, das Vergleichen ist Gift. Und trotzdem würde ich mir oft weniger Herausforderungen wünschen.
    Dir und euch das Allerbeste!

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