Der Freund meiner Nichte ist deutlich älter – was soll ich tun?

Mein Name ist Viola und ich brauche mal Ratschläge aus der Community. Es geht um die 14-jährige Nichte meines Partners. Sie hatte es nicht immer leicht im Leben. Ihre Eltern haben schon immer mit psychischen Problemen zu kämpfen und das Mädchen war schon früh immer wieder auf sich selbst gestellt.

Nun hat sie seit einiger Zeit einen Freund, der wohl 4 Jahre älter ist und den sie über das Internet kennen gelernt hat. Er wohnt nicht in der gleichen Stadt, deshalb finden die Treffen nicht bei der Nichte zu Hause statt und sie trifft bei ihrem Freund auch noch andere Menschen, die die Eltern nicht kennen. Ihren Eltern gegenüber hat das Mädchen bereits angedeutet, dass sie mit ihrem Freund bald intim werden möchte.

Bei mir läuten alle Alarmglocken. Ein Kind, das zu Hause keinen richtigen Halt hat, könnte in so einer Beziehung doch schnell überfordert oder gar gefährdet sein. Mein Mann und ich haben keinen engen Draht zu dem Mädchen und der ganzen Familie, deshalb weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll – ohne übergriffig zu sein, aber ich möchte sich nicht wegschauen, wenn ein Kind potenziell Hilfestellung bräuchte.

Was würde ihr an meiner Stelle tun?

Foto: Pixabay

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6 comments

  1. Ich finde das auch etwas übertrieben. Kann sich hier niemand an seine Jugend mehr erinnern!?
    Vier Jahre ist nun wirklich nicht schlimm , und wenn Sie ihre Eltern über Ihr Vorhaben mit dem Jungen sogar informiert ist das doch super und klingt überhaupt nicht danach das es irgendwie Grund zur Sorge gibt.
    Wenn man das jetzt als Außenstehender anspricht und auch scheinbar wenig Kontakt hat, ist das glaubig eher kontraproduktiv. Man sollte den Kinder schon ein wenig vertrauen entgegen bringen. Erst recht wenn man die Menschen eigentlich garnicht kennt.

  2. Deutlich älter ist er nun wirklich nicht. Vielleicht kommt es so arg herüber, weil er nun zu den Volljährigen zählt und sie minderjährig ist. Oft sind junge Männer in diesem Alter geistig nicht viel reifer als Jugendliche von beispielsweise fünfzehn. Wichtig ist natürlich, wie er sie behandelt, ob er Druck ausübt, wie weit sie geistig gereift ist etc. Einen 18-Jährigen kann ich diesbezüglich nicht wirklich Pädophilie unterstellen, auch wenn er nun volljährig ist. Junge Menschen in dem Alter sind doch selten geistig erwachsen, aber meist hormongesteuert. Na ja, schwierig. Schwierig auch, weil laut der Aussage die Eltern psychische Probleme haben. Dieses Thema anzusprechen wäre vielleicht zu viel. Auf der anderen Seite, wenn man sich als Tante Sorgen macht, bleibt ein Gespräch nicht aus. Man könnte auch seine Sorgen den jungen Menschen erklären. Trotz dessen sind große Einmischungen und Verbote meist das, was Jugendliche dazu treibt, genau das Gegenteil durchzuführen.

  3. Ich würde zunächst mit den Eltern Kontakt aufnehmen und mit ihnen über die Bedenken sprechen und versuchen zu erfahren was diese wissen, denken und ggf. gemeinsam überlegen ob weitere Schritte notwendig sind.

  4. Vier Jahre Altersunterschied habe ich auch zu meinem Mann. Und 14 zu 18 empfinde ich eigentlich nicht als so gravierenden Unterschied. Problematischer als das älter fände ich da prinzipiell andere Dinge. Aber wenn das Mädchen schon mit den Eltern darüber spricht demnächst intim werden zu wollen, ist da offensichtlich eine gute Kommunikation zu den Eltern vorhanden und ich würde es erstmal entspannt sehen.

  5. Moin,

    ich hab nur zwei theoretische Gedanken, keine Handlungsvorschläge:

    Manchmal schadet man Kindern dann am meisten, wenn man sie beschützen will.

    Man fördert in einem Menschen nicht selbstbewusstes Handeln, wenn man ihn klein macht.

    LG

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