Hochbegabte Kinder – eine Mutter erzählt, wie der hohe IQ das Leben verändert

Liebe Christin, Euer Sohn, der im Mai 5 wird, ist hochbegabt. Wann ist Dir das erste Mal etwas in diese Richtung aufgefallen?

Er war als Baby schon sehr aufmerksam und zeigte ein großes Interesse an seiner Umwelt. Es war aber weniger ein Moment oder ein Gedanke, der uns darauf brachte, sondern vielmehr seine Entwicklung und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten, die sich mit der Zeit zeigten. Er hatte schon sehr früh eine rasche Auffassungsgabe, konnte komplexe Zusammenhänge nicht nur verstehen, sondern sich auch merken und zeigte ein großes Zahlenverständnis.

Auch feinmotorisch war er immer sehr geschickt, mit knapp 18 Monaten hat er Geschenkbänder in Steckholzklötze gefädelt. Sehr auffallend war auch sein Gedächtnis, er konnte sich an Wege, Orte und Geschehnisse erinnern, die teilweise ein Jahr, zurücklagen; er konnte ganze Buchseiten "mitlesen" – das ging so weit, dass er uns korrigierte, wenn wir ein Wort falsch lasen. Seine abstrakte Wahrnehmung wie auch sein Humor waren für uns auch ein Indiz – er sagte zum Beispiel „zum Glück bin ich schon vier, sonst wäre ich ein Dreieck“ und „der Nachthimmel sieht aus wie ein Zimmer ohne Licht“.

Wir hatten immer wieder sehr gutes Feedback von seinen damaligen Erzieherinnen aus der Krippengruppe, die uns sehr anschaulich vor Augen geführt haben, dass er sich kognitiv anders entwickelt als gleichaltrige Kinder. Wir hatten keine Vergleichsmöglichkeiten und uns fehlte auch die Erfahrung, seine Entwicklung einzuschätzen. Die Erzieher haben eine mögliche Hochbegabung recht früh erkannt, mit 2 Jahren und ihn sehr liebevoll, mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Feingefühl in der Krippe betreut. Ich bin ihnen heute noch unendlich dankbar dafür. 

Welche Stationen habt Ihr durchlaufen, bevor es dann die Bestätigung auf eine Hochbegabung gab?

Zum Glück haben gar keine Stationen. Da wir die Hochbegabung bereits sehr früh vermutet hatten, haben wir sehr viel zu diesem Thema gelesen und seine Entwicklung beobachtet. Als die Situation im Kindergarten anfing schwierig zu werden, weil er, wie es heißt „verhaltensauffällig“ war, haben wir uns dazu entschlossen, ihn im November letzten Jahres, durch einen sehr erfahrenen, auf diesem Gebiet spezialisierten Psychologen in München, testen zu lassen. Die Testung ergab einen Gesamt-IQ von 142, in allen Bereichen befindet er sich über 130, sein besonderes Talent liegt im räumlich visuellen Bereich, dort liegt der IQ bei 145 +.

Viele Eltern von hochbegabten Kindern beschreiben die Hochbegabung als Fluch und Segen – wie siehst Du das?

Da kann ich teilweise zustimmen. Es ist kann sehr anstrengend sein, wenn er alles bis ins kleinste und letzte Detail wissen will, er immer Neues lernen möchte und er wirklich alles, was er dann auch lernen will, innerhalb kürzester Zeit kann – die Langweile kommt da schnell auf. Seine Frustrationstoleranz ist sehr niedrig, wenn etwas nicht so klappt oder sofort funktioniert, wie er sich das vorstellt. Wir müssen ihm vieles, was das Zwischenmenschliche betrifft, sehr ausführlich und mit viel Gefühl erklären, weil er sich manches Gesagte sehr zu Herzen nimmt – besonders Situationen im Kindergarten. Das ist aus der Ferne sehr schwer aufzufangen. Gleichzeitig ist es aber auch wundervoll einen so vielseitig interessierten und wissbegierigen Sohn zu haben an dem man selbst mitwachsen kann.

Manchmal wird Eltern vorgeworfen, sie seien ja nur "ehrgeizig" – hast Du das auch erlebt? Bzw. gab es mal blöde Kommentare von außen?

Allerdings. Wir sind viel belächelt worden, wenn das Thema mal zur Sprache kam. Wir haben uns vor der Testung oft anhören müssen, dass wir nicht objektiv sind. Blöde Kommentare gibt es leider immer, von "das tut mir leid zu hören" bis hin zu "bist du sicher, dass er kein Autist ist?" oder „wenn er so schlau ist, warum kann er dann noch nicht Fahrrad fahren? Das sollte er dann doch können?“. Da spiegelt sich die Unwissenheit, die Unsicherheit und der Neid der anderen wider.

Wir wünschen uns mehr Offenheit, Toleranz, Verständnis und Wertschätzung, nicht nur bei den Mitmenschen, vor allem auch in unserem Bildungs- und Betreuungssystem. Leider ist durch Vorurteile und Mythen ein Klima geschaffen worden, in dem die Bedürfnisse von hochbegabten Kindern vernachlässigt werden. So wie jedes Kind einzigartig und individuell ist, so ist auch die Hochbegabung bei jedem Kind unterschiedlich.

Wie wird Euer Sohn nun gefördert? 

Im Kindergarten wird er gar nicht gefördert, da die Meinung vertreten wird, dass das bei einer Kindergartengruppe von über 20 Kindern nicht möglich ist. Außerdem sagte man uns, dass eine Förderung ihrer Meinung nach nicht notwendig sei, da er ja bisher auch nicht gefördert wurde und sich trotzdem gut entwickelt hat. Dass aber ein Zusammenhang besteht zwischen seinem Verhalten und einer fehlenden Förderung bzw. Forderung wird leider nicht gesehen.

Zuhause fördern, fordern und unterstützen wir ihn mit dem, was ihn gerade antreibt und interessiert. Er macht sehr gerne Vorschulblöcke, große Puzzle, übt Lesen, Schreiben und Rechnen, hört Hörbücher zum Thema Universum und Astrophysik oder baut mit Lego. Es gibt auch einige Angebote für hochbegabte Kinder, die wir wahrnehmen, wie Experimentier- Forschungs- und Baukurse sowie Spieletreffs.

Wie geht Dein Sohn mit allem um? 

Er weiß nicht, dass er hochbegabt ist, da wir nicht finden, dass das für ihn zum jetzigen Zeitpunkt eine Rolle spielen sollte. Klar, er merkt schon, dass er teilweise mehr als die Vorschulkinder kann und weiß, aber da versuchen wir ihm zu erklären, dass es immer Menschen geben wird, die weniger können als er, genauso, wie es welche geben wird, die mehr können. Wenn es später um Schule und weiterführende Schule geht und er auch älter ist, wird er das entsprechend mitbekommen. Von seiner Hochbegabung wissen nur eine Handvoll Menschen. Er hat zum Glück viele Freunde und findet auch schnell überall Anschluss. 

Was würdest Du anderen Eltern raten, die vermuten, dass Ihr Kind hochbegabt ist?

Informieren, das ist der erste Schritt. Es gibt sehr gute Literatur zu dem Thema, die umfassend informiert (James T Webb, Hochbegabte Kinder, Das große Handbuch für Eltern) oder Beratungsstellen wie die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V. (DGhK). Wenn man Gewissheit möchte, dann testen lassen www.die-hochbegabung.de, das ist der Expertenkreis Hochbegabung/Potenziale des Berufsverbandes Deutscher Psychologen und ist auf Begabungsdiagnostik und Beratung spezialisiert. Eine Hochbegabung zu erkennen, ist nicht einfach. Eine einheitliche Definition dafür gibt es nicht. Hochbegabung ist so vielseitig und facettenreich und zeigt sich bei jedem Kind anders, da jedes Kind ganz besondere Talente und Fähigkeiten hat.

Und, zu guter Letzt, nicht verunsichern lassen! Auch wenn der Kindergarten, die Schule oder das Umfeld etwas Anderes erzählen und wilde Diagnosen erstellen, bleibt auf der Spur und euch selbst und eurem Kind treu. Man selbst muss als erstes dazu bereit sein, diesen Weg mit seinem Kind zu gehen. 

Gab es auch schon Zeiten, in denen Du Dir gewünscht hast, Dein Sohn hätte keine Hochbegabung?

Nein, niemals. Wir lieben ihn ganz genau so wie er ist – einzigartig und wundervoll.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft Deines Kindes?

Eine wunderschöne, sorgenfreie Kindheit, liebe Menschen um ihn herum, die ihn so akzeptieren und lieben, wie er ist; viele gute Freunde, die ihm Halt geben und Mut, er selbst zu sein und Stolz darauf zu sein, wer er ist.

ZUM WEITERLESEN: Auch Ilonas Sohn ist hochbegabt und So waren die ersten Schuljahre für meinen hochbegabten Sohn 

Foto: pixabay

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35 Kommentare

  1. Hoher IQ
    Hallo,
    ich war Mitglied von Mensa und als Kind davon sehr „betroffen „. Es war mehr Nachteil als Vorteil , was oftmals zur sozialen Isolation fuehrte. Heute kann ich damit besser umgehen. Alles Gute !

  2. Herzlichen Dank für diesen Bericht
    Hallo!
    Ich bin Mutter von 2 hochbegabten Kindern. Beide haben einen sehr hohen IQ. Ich habe einen Jungen im Alter von 5 Jahren (Prozentrang 99,95) und eine Tochter im Alter von 8 Jahren (Prozentrang 99,98). Wir wohnen in einem 900-Seelen-Dorf im niedersächsischen Emsland. Beide Kinder wurden mit 5 frühzeitig (rechtzeitig) eingeschult. Mein Vater machte mich auf diesen Bericht aufmerksam. Wir finden die Facetten unserer Kinder deutlich wieder. Schön, dass auch mal über ganz „normale“ hochbegabte Kinder berichtet wird. Ich leite seit einigen Jahren eine Elterngruppe des DGhK und erhalte daher immer mal wieder Anfragen von MAgazinen/TV-Formaten, ob sich eine Familie für eine Doku oder einen Artikel bereit erklären würde. Leider ist aber eine Familie mit ganz normalen hochbegabten Kindern nicht intererssant. Am liebsten berichten diese über psychisch/sozial auffällige Kids, die am besten jedes Klischee bedienen und so auffällig sind, dass es sehr spektakulär zu berichten ist. Auch sogenannte Hochleister, die nur Bestnoten mit nach Hause bringen, sind gern genommen. Doch das ist gar nciht im Sinne der meisten Familien, die ich zu dieser Thematik kenne. Sie würden sich wünschen, wenn mehr „wahre“ und reale Bilder von diesen Kindern und Familie gezeigt würden. Denn unsere Kinder benötigen Hilfe und Unterstützung um in einem Schulsystem klarzukommen, welches hochbegabte Kinder weder berücksichtigt, noch diesen gerecht wird. Kindern auf der anderen Seite der Norm begegnet man mit Förderung und Schulbegleitung. Ganz selbstverständlich. Aber durch das Bild, was die Medien von hochbegabten Kindern und Jugendlichen zeichnen, bewirkt in den Köpfen der Gesellschaft die Meinung, dass unsere Kinder schlau genug sind und keine Förderung benötigen bis hin dazu, dass man die erforderliche Unterstützung als Eliteförderung verpönt!

    Ich freue mich sehr über diesen Bericht und danke recht herzlich dafür.

  3. Herzlichen Dank für diesen Bericht
    Hallo!
    Ich bin Mutter von 2 hochbegabten Kindern. Beide haben einen sehr hohen IQ. Ich habe einen Jungen im Alter von 5 Jahren (Prozentrang 99,95) und eine Tochter im Alter von 8 Jahren (Prozentrang 99,98). Wir wohnen in einem 900-Seelen-Dorf im niedersächsischen Emsland. Beide Kinder wurden mit 5 frühzeitig (rechtzeitig) eingeschult. Mein Vater machte mich auf diesen Bericht aufmerksam. Wir finden die Facetten unserer Kinder deutlich wieder. Schön, dass auch mal über ganz „normale“ hochbegabte Kinder berichtet wird. Ich leite seit einigen Jahren eine Elterngruppe des DGhK und erhalte daher immer mal wieder Anfragen von MAgazinen/TV-Formaten, ob sich eine Familie für eine Doku oder einen Artikel bereit erklären würde. Leider ist aber eine Familie mit ganz normalen hochbegabten Kindern nicht intererssant. Am liebsten berichten diese über psychisch/sozial auffällige Kids, die am besten jedes Klischee bedienen und so auffällig sind, dass es sehr spektakulär zu berichten ist. Auch sogenannte Hochleister, die nur Bestnoten mit nach Hause bringen, sind gern genommen. Doch das ist gar nciht im Sinne der meisten Familien, die ich zu dieser Thematik kenne. Sie würden sich wünschen, wenn mehr „wahre“ und reale Bilder von diesen Kindern und Familie gezeigt würden. Denn unsere Kinder benötigen Hilfe und Unterstützung um in einem Schulsystem klarzukommen, welches hochbegabte Kinder weder berücksichtigt, noch diesen gerecht wird. Kindern auf der anderen Seite der Norm begegnet man mit Förderung und Schulbegleitung. Ganz selbstverständlich. Aber durch das Bild, was die Medien von hochbegabten Kindern und Jugendlichen zeichnen, bewirkt in den Köpfen der Gesellschaft die Meinung, dass unsere Kinder schlau genug sind und keine Förderung benötigen bis hin dazu, dass man die erforderliche Unterstützung als Eliteförderung verpönt!

    Ich freue mich sehr über diesen Bericht und danke recht herzlich dafür.

  4. Sprachbegabt
    Hallo in die Runde,

    unser Sohn 11 Wochen alt kann schon „Hallo“ sagen.

    Als ich das das erste Mal gehört habe, wollte ich meinen Ohren nicht trauen.
    In meiner Familie wurde es belächelt, dann habe ich es auf Video aufgenommen und jetzt sind alle verwundert.
    Wenn ich zu unserem 11 Wochen alten Sohn „Hallo“ sage, dann antwortet er auch mit „Hallo“.
    Sind das schon erste Anzeichen einer Hochbegabung?

    Lieben Gruß
    Dirk

  5. Sprachbegabt
    Hallo in die Runde,

    unser Sohn 11 Wochen alt kann schon „Hallo“ sagen.

    Als ich das das erste Mal gehört habe, wollte ich meinen Ohren nicht trauen.
    In meiner Familie wurde es belächelt, dann habe ich es auf Video aufgenommen und jetzt sind alle verwundert.
    Wenn ich zu unserem 11 Wochen alten Sohn „Hallo“ sage, dann antwortet er auch mit „Hallo“.
    Sind das schon erste Anzeichen einer Hochbegabung?

    Lieben Gruß
    Dirk

  6. Danke dass Sie Ihren Sohn unterstützen
    Meine Mutter stellte bei uns vor 25 Jahren ebenfalls eine Hochbegabung fest. Danke, dass Sie Ihr Kind fördern und fordern!
    Als zweites Kind hatte ich leider das Pech, dass unsere Mutter nicht mehr die nötige Kraft und Aufmerksamkeit hatte mich zu unterstützen. Mein Bruder hat sich prächtig entwickelt – ich muss leider alles selbst nachholen und habe in der Schule aufgrund von Langeweile und anderer Familiärer Probleme leider nie Anschluss gefunden. Heute hängt mir das nach und es ist anstrengend die Dinge als erwachsener zu lernen die man hätte als Kind (mit mehr Freizeit) so einfach lernen können.

    Behalten Sie die Kraft und seien sie immer realistisch und ehrlich zu Ihrem Kind.

    Lg

  7. Danke dass Sie Ihren Sohn unterstützen
    Meine Mutter stellte bei uns vor 25 Jahren ebenfalls eine Hochbegabung fest. Danke, dass Sie Ihr Kind fördern und fordern!
    Als zweites Kind hatte ich leider das Pech, dass unsere Mutter nicht mehr die nötige Kraft und Aufmerksamkeit hatte mich zu unterstützen. Mein Bruder hat sich prächtig entwickelt – ich muss leider alles selbst nachholen und habe in der Schule aufgrund von Langeweile und anderer Familiärer Probleme leider nie Anschluss gefunden. Heute hängt mir das nach und es ist anstrengend die Dinge als erwachsener zu lernen die man hätte als Kind (mit mehr Freizeit) so einfach lernen können.

    Behalten Sie die Kraft und seien sie immer realistisch und ehrlich zu Ihrem Kind.

    Lg

  8. Mädchen
    Liebe Christin,
    danke für Deinen schönen Bericht.
    Unser ältester Sohn hat mit seinen „Pfründen“ auch von Anfsng an „gewuchert“, so dass und die Kinderärztin auf das Thema Hochbegabung ansprach, als er gerade 15 Monate war. In den folgenden Jahren passierte das immer wieder. Mich hat das erstmal sehr verunsichert, bis wir für uns eine Haltung dazu gefunden hatten. Getestet wurde er erst mit 9 (heute 14), da er die Schule wechselte, von einer Freien Schule kam und riesengroße Lücken in den Grundfertigkeiten hatte. Letzten Endes hat er da eine Klasse übersprungen und kam 6 Monate später aufs Gymnasium. Wir haben keinen Wert mitgeteilt bekommen, sondern einen Prozentrang: 99+.
    Ganz anders lief es ganz anders. Sie war nie auffällig, bis sie sich zu Beginn der 2. Klasse täglich auf die Krankenliege legte. Sie fühlte sich in der Klasse nicht zugehörig und war alles andere als ein Überflieger. Zuhause war sie fröhlich und ausgelassen, in der Schule ging es ihr schlecht. Nun hatten wir uns ja seit einiger Zeit mit dem Thema HB befasst und wussten, dass 1. familiäre Jäufungen auftreten und 2. Mädchen Hochbegabung anders zeigen. Also fuhren wir „vorsichtshalber“ mit ihr zur Testung und nahmen unseren mittleren auch gleich mit – schon, damit er sich nicht benachteiligt fühlt (er ist der kreative, sensible, verträumte Typ). Die Prozentränge der beiden sind ebenfalls 99 und 99+(wobei 99+ bedeutet 136 bis max.).
    Die Lehrer reagierten im ersten Moment sehr irritiert, da ja das süße kleine Mädchen gar nicht recht zeigt, was in ihr steckt. Aber dann fielen ihnen doch Situationen ein, in denen ihre Gedankengänge und Äußerungen sehr besonders waren.
    Die Testerin hatte dringend empfohlen sie in der 3. Klasse schnuppern zu lassen. Das wurde abgelehnt. Was mich daran in erster Linie ärgerte, war, dass in der 1. Klasse ein Junge ihrer Klasse ausschließlich durch Störung auffiel. Er zeigte (sicher etwas überzogen dargestellt) kein Interesse am Unterricht und war anstrengend für die Lehrer. Er wurde auf Anraten der Lehrer getestet (was ja auf ein gutes Hinsehen hindeutet), war dabei so gerade nicht HB (was ja aber zum einen tagesformabhängig und zum anderen trotz allem in den oberen 3-4% liegt) und sprang in die nächsthöhere Klasse. Dort zeigte er auch weiterhin eher störendes Verhalten…
    Nach langem Seelekraulen ist meine Tochter inzwischen, ein dreiviertel Jahr später, glücklich in ihrer „alten“ Klasse angekommen. Was mich ärgert ist, dass stille, liebe Mädchen offensichtlich auch heute noch weniger ernst genommen werden.
    Als Mutter muss ich gestehen, dass ich auch nur den Ältesten als HB auf dem Schirm hatte. Er hat schon früh komplex geredet, konnte im Kindergarten über verschiedene Sachthemen referieren, hatte früh einen unglaublichen Orientierungssinn…, er ist eher das, was man sich unter HB vorstellt. Die anderen beiden denken sich eigene Geschichten aus, der Mittlere spielt zwei Instrumente und entwickelt eigene zweistimmige Melodien. Zum Aufschreiben ist er allerdings zu faul. Meine Tochter ist im Basteln kreativ und sie schauspielert gerne. Sie macht sich viele Gedanken über soziale Themen. Schulisch sind alle drei totale Spätzünder. Nicht, dass sie nicht mitkommen, aber das Interesse am Einüben und Automatisieren der grundlegenden Fertigkeiten ist äußerst gering.
    Ich glaube: Wenn Du einen HB kennst, kennst Du einen. Es gibt Indizien, es gibt „typische“, aber so verschieden wie die Charaktere der Menschen sind, so verschieden zeigt sich auch die Hochbegabung. Ich bin froh und dankbar clevere, humorvolle Kinder zu haben. Wenn wir ihnen ein dickes Paket Liebe, Selbstbewusstsein und Empathie mitgeben, können Sie eigentlich alles werden, was sie sich vornehmen. Ich bin gespannt.

  9. Mädchen
    Liebe Christin,
    danke für Deinen schönen Bericht.
    Unser ältester Sohn hat mit seinen „Pfründen“ auch von Anfsng an „gewuchert“, so dass und die Kinderärztin auf das Thema Hochbegabung ansprach, als er gerade 15 Monate war. In den folgenden Jahren passierte das immer wieder. Mich hat das erstmal sehr verunsichert, bis wir für uns eine Haltung dazu gefunden hatten. Getestet wurde er erst mit 9 (heute 14), da er die Schule wechselte, von einer Freien Schule kam und riesengroße Lücken in den Grundfertigkeiten hatte. Letzten Endes hat er da eine Klasse übersprungen und kam 6 Monate später aufs Gymnasium. Wir haben keinen Wert mitgeteilt bekommen, sondern einen Prozentrang: 99+.
    Ganz anders lief es ganz anders. Sie war nie auffällig, bis sie sich zu Beginn der 2. Klasse täglich auf die Krankenliege legte. Sie fühlte sich in der Klasse nicht zugehörig und war alles andere als ein Überflieger. Zuhause war sie fröhlich und ausgelassen, in der Schule ging es ihr schlecht. Nun hatten wir uns ja seit einiger Zeit mit dem Thema HB befasst und wussten, dass 1. familiäre Jäufungen auftreten und 2. Mädchen Hochbegabung anders zeigen. Also fuhren wir „vorsichtshalber“ mit ihr zur Testung und nahmen unseren mittleren auch gleich mit – schon, damit er sich nicht benachteiligt fühlt (er ist der kreative, sensible, verträumte Typ). Die Prozentränge der beiden sind ebenfalls 99 und 99+(wobei 99+ bedeutet 136 bis max.).
    Die Lehrer reagierten im ersten Moment sehr irritiert, da ja das süße kleine Mädchen gar nicht recht zeigt, was in ihr steckt. Aber dann fielen ihnen doch Situationen ein, in denen ihre Gedankengänge und Äußerungen sehr besonders waren.
    Die Testerin hatte dringend empfohlen sie in der 3. Klasse schnuppern zu lassen. Das wurde abgelehnt. Was mich daran in erster Linie ärgerte, war, dass in der 1. Klasse ein Junge ihrer Klasse ausschließlich durch Störung auffiel. Er zeigte (sicher etwas überzogen dargestellt) kein Interesse am Unterricht und war anstrengend für die Lehrer. Er wurde auf Anraten der Lehrer getestet (was ja auf ein gutes Hinsehen hindeutet), war dabei so gerade nicht HB (was ja aber zum einen tagesformabhängig und zum anderen trotz allem in den oberen 3-4% liegt) und sprang in die nächsthöhere Klasse. Dort zeigte er auch weiterhin eher störendes Verhalten…
    Nach langem Seelekraulen ist meine Tochter inzwischen, ein dreiviertel Jahr später, glücklich in ihrer „alten“ Klasse angekommen. Was mich ärgert ist, dass stille, liebe Mädchen offensichtlich auch heute noch weniger ernst genommen werden.
    Als Mutter muss ich gestehen, dass ich auch nur den Ältesten als HB auf dem Schirm hatte. Er hat schon früh komplex geredet, konnte im Kindergarten über verschiedene Sachthemen referieren, hatte früh einen unglaublichen Orientierungssinn…, er ist eher das, was man sich unter HB vorstellt. Die anderen beiden denken sich eigene Geschichten aus, der Mittlere spielt zwei Instrumente und entwickelt eigene zweistimmige Melodien. Zum Aufschreiben ist er allerdings zu faul. Meine Tochter ist im Basteln kreativ und sie schauspielert gerne. Sie macht sich viele Gedanken über soziale Themen. Schulisch sind alle drei totale Spätzünder. Nicht, dass sie nicht mitkommen, aber das Interesse am Einüben und Automatisieren der grundlegenden Fertigkeiten ist äußerst gering.
    Ich glaube: Wenn Du einen HB kennst, kennst Du einen. Es gibt Indizien, es gibt „typische“, aber so verschieden wie die Charaktere der Menschen sind, so verschieden zeigt sich auch die Hochbegabung. Ich bin froh und dankbar clevere, humorvolle Kinder zu haben. Wenn wir ihnen ein dickes Paket Liebe, Selbstbewusstsein und Empathie mitgeben, können Sie eigentlich alles werden, was sie sich vornehmen. Ich bin gespannt.

  10. Hochbegabt – beschützt eure Kinder!
    Liebe Betroffene,
    auch unser Sohn (10) ist hochbegabt. Aufgefallen ist es lediglich seiner Kindergärtnerin. Damals habe ich noch gesagt, wenn es erforderlich ist, lassen wir ihn testen. Das war dann in der 2. Klasse. Er galt in der Schule als verhaltensauffällig und schwierig im Sozialverhalten. Keiner (!!!) der Lehrer kam auf die Idee, er könnte unterfordert sein, trotz angeblicher Spezialausbildung einer Lehrerin. Der Test ergab einen IQ von138 mit Spitzen im Logischen Denken und im Sprachverständnis. Allerdings Durchschnitt bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. In der Schulzeit hatte er immer häufiger Kopf- und Bauchweh, Konflikte häuften sich.
    Wir ließen ihn auf eine andere Grundschule mit jahrgangsübergreifenden Klassen wechseln. Das Spiel wiederholte sich, nur die Englischlehrerin wusste ihn ausreichend zu fördern und hatte keine Probleme mit ihm. Nachdem wir auf Anraten der Klassenlehrerin mit dem „verhaltensgestörten“ Kind zur Psychologin gegangen sind, riet diese uns zum Überspringen. Er hat Mitte der 4. Klasse aufs Gymnasium gewechselt. Es war hart, aber allmählich läuft es besser. Allerdings wissen wir inzwischen, dass er das Asperger-Syndrom hat, angeblich mit ADHS. Inwieweit ADHS wirklich vorhanden oder die Symptome durch die katastrophalen Bedingungen in der Grundschule quasi erworben wurden, da haben wir so unsere Zweifel.
    Jedenfalls sind Lehrer, insbesondere Grundschullehrer, erschreckend wenig mit dem Umgang mit Hochbegabten vertraut. Ja, es sind „nur“ 2-3% aller Kinder, aber sie haben das Recht auf Förderung! Auch sie gehören zum Thema Inklusion.
    Das Gymnasium bringt ihm sehr viel Verständnis entgegen, wir klären gerade die Nachteilsausgleiche, die er braucht, um endlich seine Kompetenz zu zeigen. Endlich fühlt er sich wohl, hat Freunde gefunden.
    Mein Appell an alle Eltern von hb-Kindern: sucht die Schule sorgfältig aus! Es kommt nicht nur auf kurze Wege an.
    Unsere Tochter ist 6 und gerade vorzeitig eingeschult. Um ihr solche Erfahrungen zu ersparen, haben wir sie auf eine Privatschule geschickt. Wir wissen nicht, ob sie hochbegabt ist- es ist aber nicht unwahrscheinlich. Auf dieser Schule wird sehr individuell unterrichtet, langweilig sollte es ihr da nicht werden…

    1. Schulsuche
      Hallo, habe sehr ähnliche Situation mit meinem Sohn, jetzt muss die kleine eingeschult sein. Könnten Sie mir verraten welche Privatschule ist es? Meinen Sie Waldorf/Montessori-schulsystem oder privat wie swiss international school, z. B? DANKE

  11. Hochbegabt – beschützt eure Kinder!
    Liebe Betroffene,
    auch unser Sohn (10) ist hochbegabt. Aufgefallen ist es lediglich seiner Kindergärtnerin. Damals habe ich noch gesagt, wenn es erforderlich ist, lassen wir ihn testen. Das war dann in der 2. Klasse. Er galt in der Schule als verhaltensauffällig und schwierig im Sozialverhalten. Keiner (!!!) der Lehrer kam auf die Idee, er könnte unterfordert sein, trotz angeblicher Spezialausbildung einer Lehrerin. Der Test ergab einen IQ von138 mit Spitzen im Logischen Denken und im Sprachverständnis. Allerdings Durchschnitt bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit. In der Schulzeit hatte er immer häufiger Kopf- und Bauchweh, Konflikte häuften sich.
    Wir ließen ihn auf eine andere Grundschule mit jahrgangsübergreifenden Klassen wechseln. Das Spiel wiederholte sich, nur die Englischlehrerin wusste ihn ausreichend zu fördern und hatte keine Probleme mit ihm. Nachdem wir auf Anraten der Klassenlehrerin mit dem „verhaltensgestörten“ Kind zur Psychologin gegangen sind, riet diese uns zum Überspringen. Er hat Mitte der 4. Klasse aufs Gymnasium gewechselt. Es war hart, aber allmählich läuft es besser. Allerdings wissen wir inzwischen, dass er das Asperger-Syndrom hat, angeblich mit ADHS. Inwieweit ADHS wirklich vorhanden oder die Symptome durch die katastrophalen Bedingungen in der Grundschule quasi erworben wurden, da haben wir so unsere Zweifel.
    Jedenfalls sind Lehrer, insbesondere Grundschullehrer, erschreckend wenig mit dem Umgang mit Hochbegabten vertraut. Ja, es sind „nur“ 2-3% aller Kinder, aber sie haben das Recht auf Förderung! Auch sie gehören zum Thema Inklusion.
    Das Gymnasium bringt ihm sehr viel Verständnis entgegen, wir klären gerade die Nachteilsausgleiche, die er braucht, um endlich seine Kompetenz zu zeigen. Endlich fühlt er sich wohl, hat Freunde gefunden.
    Mein Appell an alle Eltern von hb-Kindern: sucht die Schule sorgfältig aus! Es kommt nicht nur auf kurze Wege an.
    Unsere Tochter ist 6 und gerade vorzeitig eingeschult. Um ihr solche Erfahrungen zu ersparen, haben wir sie auf eine Privatschule geschickt. Wir wissen nicht, ob sie hochbegabt ist- es ist aber nicht unwahrscheinlich. Auf dieser Schule wird sehr individuell unterrichtet, langweilig sollte es ihr da nicht werden…

    1. Schulsuche
      Hallo, habe sehr ähnliche Situation mit meinem Sohn, jetzt muss die kleine eingeschult sein. Könnten Sie mir verraten welche Privatschule ist es? Meinen Sie Waldorf/Montessori-schulsystem oder privat wie swiss international school, z. B? DANKE

  12. diese Situation um unsere begabte Kind absolut diskriminieren
    Aus mein Brief Europe Direct – 101000521238

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich erkläre meine Position.

    Tatsache ist, dass Sie wissen sollten, dass auf einhundert Kinder drei wesentlich bessere Fähigkeiten als die anderen 97 Schüler haben. Diese drei% nennt man hochbegabte Kinder. Es ist klar, dass dies Diamanten des Landes, der Nation, der Menschheit sind. Sie sollten auch wissen sein, dass viele dieser 3 Prozent der Kinder bestimmte Merkmale aufweisen, die in der Gesellschaft auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommen, z. B. Langsamkeit oder Reaktionsgeschwindigkeit auf die Aufgabe des Lehrers usw. In einer entwickelten Gesellschaft sollten diese Kinder theoretisch so schnell wie möglich erkannt werden, um sie nach ihren Fähigkeiten zum Wohle der Gesellschaft zu entwickeln. Was beobachten wir in der Realität?

    Ein Jugendlicher mit einem IQ-Test von 129, dh mit einem Indikator für Aufklärung in der Kategorie der Hochbegabten, bleibt für das zweite Jahr aufgrund der Tatsache, dass seine Schulnoten nicht den Standards der verbleibenden 97 Schüler entsprechen. Das heißt, die Lehrer wandten von sich aus ein Bewertungssystem an, das für 97 Prozent der Schüler entwickelt wurde, und nicht ein Bewertungssystem, das für drei Prozent der hochbegabten Schüler entwickelt wurde, wenn es überhaupt gibt.

    Warum ist das notwendig und warum begehen Lehrer dieses Verbrechen in aller Ruhe? Alles ist ganz einfach: Das Kultusministerium hat den Schulen die Aufgabe gestellt, eine homogene Masse von Schülern auszubilden, dh alle so identisch wie möglich zu machen, einschließlich drei Prozent der Begabten. Die Aussage des Problems: Eine, homogene Masse zu erziehen ist kriminell, ich sage schon nichts über Lösungsmethoden.

    Aus staatspolitischer Sicht ist eine solche Kriminalpolitik nachvollziehbar: Die Schulkosten werden gesenkt, die Disziplin ist in Ordnung, die homogene Masse ist anschließend einfach zu verwalten, und die entwickelten Talente kommen entweder aus anderen Länder, oder sie können gekauft werden. Im Hinblick auf die Tatsache, dass eine grobe Verletzung der Rechte der UN-Kinderrechtskonvention vorliegt, absolutes Schweigen.

    In Bezug auf die spezifische Situation mit meinem Sohn verstehe ich die Situation wie folgt: Die Humbolt-Schule (Humboldt setzte sich für die Manifestation individueller Fähigkeiten ein) gab meinem Sohn eine klare Aufgabe: Seine Fähigkeiten auszulöschen und innerhalb eines Jahres wie der Rest von 97 Prozent zu werden. Alles ist absolut demokratisch und in Bezug auf die Einhaltung von Formalitäten und Gesetzen – es gibt kein Verbrechen. Es muss jedoch beachtet werden, dass das, was in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts im Tiergarten 4 in Berlin oder in den 30-60er Jahren im russischen Kolyma geschah, nach allen Unterlagen auch absolut legal war.

    Ich glaube, dass die Lehrer ein Gruppenverbrechen begangen haben, der Kulturminister und sein Ministerium sowie all jene Direktoren anderer Schulen, die über diese Situation informiert wurden, aber nichts sagten oder ihre Kollegen unterstützten, die die kriminelle Entscheidung getroffen und verteidigt haben. Eine historische Situation ist eingetreten und leider wahrscheinlich nicht zum erste Mal.

    Ich werde versuchen, alles zu tun, damit die Menschen alle ihre „Helden“ namentlich wiedererkennen, einschließlich des Kulturministers und seiner Untergebenen, die die Schulen angewiesen haben, eine homogene Masse in jeder Klasse der Schule zu bilden und diese Position weiterhin zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten.

    Es ist übrigens kein Wunder, dass der neue Professor an der Musikhochschule Hannover in Deutschland aufgewachsen ist, aber das Abitur in Amerika gemacht hat, da er in Deutschland kein Abitur machen durfte, und Menschen ohne Hochschulausbildung für Ilon Musk arbeiten.

    Bezüglich aller Adressen des Bundesministeriums für Bildung und wissenschaftliche Forschung, die Sie mir freundlicherweise in Ihrer Antwort beigefügt haben, habe ich den allen schon zuvor einen Brief über die aktuelle Situation geschickt, aber keine Antwort erhalten, was mich jedoch überhaupt nicht überraschte, denn ich habe schon längst meine rosarote Brille abgenommen.

    Anlage
    https://drive.google.com/file/d/16zzPdTrbwmvqurqBAIsikf12hcIMUkg4/view?usp=drivesdk

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Ihre Situation
      Hallo, Sie schrieben aber nicht, ob Sie schon versucht haben, nachdem die Hochbegabung festgestellt wurde, Ihren Sohn in ein Gymnasium mut dem Hochbegabtenzug zu versetzen. Ich lebte in Bayern, aber auf Anhieb, ganz schnell gegoogled, beschäftigt sich z. B KWR Hannover mit der Förderung der Hochbegabtenkinder.
      Warum nicht das Gymnasium wechseln, wo Ihr Kind sowieso nicht gemocht wird?
      Ihre Probleme kenne und teile ich, mein hochbegabtes Kind ging mit 7 Jahren am späten Nachmittag im Dezember ins Feld, um dort zu erfrieren und nicht in die Schule zu gehen. Zu lange Geschichte zu erzählen, er wurde von Lehrern gemobbt. In die andere Grundschule zu wechseln war meine erste Idee noch längst vor dieser Situation, war aber ohne Genehmigung der Direktorin nicht möglich. Und die war natürlich dagegen, auch gegen Überspringen, obwohl vom Psychologen empfohlen, genau wie bei euch.
      Uns blieb nur der Umzug, weil mein Sohn nicht daheim bleiben durfte, ist ja schulpflichtlich und in diese Schule ihn zu schicken war für mich jeden Tag eine Tortur.
      Mittlerweile ist er fast 13, wir haben unter Umständen damals nach Auswege gesucht und nach Spanien beruflich umgezogen. Mir war klar, dass das System überall gleich ist.
      Jetzt müssen wir in 5 Monate zurück und ich habe meinen Sohn an ein Gymnasium mit Hochbegabtenzug angeschrieben, mal schauen was daraus kommt.
      Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn viel Kraft und schreiben Sie wie bei euch die Situation aussieht.

  13. diese Situation um unsere begabte Kind absolut diskriminieren
    Aus mein Brief Europe Direct – 101000521238

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich erkläre meine Position.

    Tatsache ist, dass Sie wissen sollten, dass auf einhundert Kinder drei wesentlich bessere Fähigkeiten als die anderen 97 Schüler haben. Diese drei% nennt man hochbegabte Kinder. Es ist klar, dass dies Diamanten des Landes, der Nation, der Menschheit sind. Sie sollten auch wissen sein, dass viele dieser 3 Prozent der Kinder bestimmte Merkmale aufweisen, die in der Gesellschaft auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck kommen, z. B. Langsamkeit oder Reaktionsgeschwindigkeit auf die Aufgabe des Lehrers usw. In einer entwickelten Gesellschaft sollten diese Kinder theoretisch so schnell wie möglich erkannt werden, um sie nach ihren Fähigkeiten zum Wohle der Gesellschaft zu entwickeln. Was beobachten wir in der Realität?

    Ein Jugendlicher mit einem IQ-Test von 129, dh mit einem Indikator für Aufklärung in der Kategorie der Hochbegabten, bleibt für das zweite Jahr aufgrund der Tatsache, dass seine Schulnoten nicht den Standards der verbleibenden 97 Schüler entsprechen. Das heißt, die Lehrer wandten von sich aus ein Bewertungssystem an, das für 97 Prozent der Schüler entwickelt wurde, und nicht ein Bewertungssystem, das für drei Prozent der hochbegabten Schüler entwickelt wurde, wenn es überhaupt gibt.

    Warum ist das notwendig und warum begehen Lehrer dieses Verbrechen in aller Ruhe? Alles ist ganz einfach: Das Kultusministerium hat den Schulen die Aufgabe gestellt, eine homogene Masse von Schülern auszubilden, dh alle so identisch wie möglich zu machen, einschließlich drei Prozent der Begabten. Die Aussage des Problems: Eine, homogene Masse zu erziehen ist kriminell, ich sage schon nichts über Lösungsmethoden.

    Aus staatspolitischer Sicht ist eine solche Kriminalpolitik nachvollziehbar: Die Schulkosten werden gesenkt, die Disziplin ist in Ordnung, die homogene Masse ist anschließend einfach zu verwalten, und die entwickelten Talente kommen entweder aus anderen Länder, oder sie können gekauft werden. Im Hinblick auf die Tatsache, dass eine grobe Verletzung der Rechte der UN-Kinderrechtskonvention vorliegt, absolutes Schweigen.

    In Bezug auf die spezifische Situation mit meinem Sohn verstehe ich die Situation wie folgt: Die Humbolt-Schule (Humboldt setzte sich für die Manifestation individueller Fähigkeiten ein) gab meinem Sohn eine klare Aufgabe: Seine Fähigkeiten auszulöschen und innerhalb eines Jahres wie der Rest von 97 Prozent zu werden. Alles ist absolut demokratisch und in Bezug auf die Einhaltung von Formalitäten und Gesetzen – es gibt kein Verbrechen. Es muss jedoch beachtet werden, dass das, was in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts im Tiergarten 4 in Berlin oder in den 30-60er Jahren im russischen Kolyma geschah, nach allen Unterlagen auch absolut legal war.

    Ich glaube, dass die Lehrer ein Gruppenverbrechen begangen haben, der Kulturminister und sein Ministerium sowie all jene Direktoren anderer Schulen, die über diese Situation informiert wurden, aber nichts sagten oder ihre Kollegen unterstützten, die die kriminelle Entscheidung getroffen und verteidigt haben. Eine historische Situation ist eingetreten und leider wahrscheinlich nicht zum erste Mal.

    Ich werde versuchen, alles zu tun, damit die Menschen alle ihre „Helden“ namentlich wiedererkennen, einschließlich des Kulturministers und seiner Untergebenen, die die Schulen angewiesen haben, eine homogene Masse in jeder Klasse der Schule zu bilden und diese Position weiterhin zu kontrollieren und aufrechtzuerhalten.

    Es ist übrigens kein Wunder, dass der neue Professor an der Musikhochschule Hannover in Deutschland aufgewachsen ist, aber das Abitur in Amerika gemacht hat, da er in Deutschland kein Abitur machen durfte, und Menschen ohne Hochschulausbildung für Ilon Musk arbeiten.

    Bezüglich aller Adressen des Bundesministeriums für Bildung und wissenschaftliche Forschung, die Sie mir freundlicherweise in Ihrer Antwort beigefügt haben, habe ich den allen schon zuvor einen Brief über die aktuelle Situation geschickt, aber keine Antwort erhalten, was mich jedoch überhaupt nicht überraschte, denn ich habe schon längst meine rosarote Brille abgenommen.

    Anlage
    https://drive.google.com/file/d/16zzPdTrbwmvqurqBAIsikf12hcIMUkg4/view?usp=drivesdk

    Mit freundlichen Grüßen

    1. Ihre Situation
      Hallo, Sie schrieben aber nicht, ob Sie schon versucht haben, nachdem die Hochbegabung festgestellt wurde, Ihren Sohn in ein Gymnasium mut dem Hochbegabtenzug zu versetzen. Ich lebte in Bayern, aber auf Anhieb, ganz schnell gegoogled, beschäftigt sich z. B KWR Hannover mit der Förderung der Hochbegabtenkinder.
      Warum nicht das Gymnasium wechseln, wo Ihr Kind sowieso nicht gemocht wird?
      Ihre Probleme kenne und teile ich, mein hochbegabtes Kind ging mit 7 Jahren am späten Nachmittag im Dezember ins Feld, um dort zu erfrieren und nicht in die Schule zu gehen. Zu lange Geschichte zu erzählen, er wurde von Lehrern gemobbt. In die andere Grundschule zu wechseln war meine erste Idee noch längst vor dieser Situation, war aber ohne Genehmigung der Direktorin nicht möglich. Und die war natürlich dagegen, auch gegen Überspringen, obwohl vom Psychologen empfohlen, genau wie bei euch.
      Uns blieb nur der Umzug, weil mein Sohn nicht daheim bleiben durfte, ist ja schulpflichtlich und in diese Schule ihn zu schicken war für mich jeden Tag eine Tortur.
      Mittlerweile ist er fast 13, wir haben unter Umständen damals nach Auswege gesucht und nach Spanien beruflich umgezogen. Mir war klar, dass das System überall gleich ist.
      Jetzt müssen wir in 5 Monate zurück und ich habe meinen Sohn an ein Gymnasium mit Hochbegabtenzug angeschrieben, mal schauen was daraus kommt.
      Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn viel Kraft und schreiben Sie wie bei euch die Situation aussieht.

  14. Zum Glück gibt’s noch andere!
    Vielen Dank für den Artikel und die Kommentare. Wir haben zwei Kinder, der Große (7) geht in die zweite Klasse. Auch er war sehr früh auffällig weit in seiner Entwicklung, vor allem sprachlich und im Mathematischen. Er war aber auch schon immer schwierig zu erziehen. Die erste Klasse hat er zum Halbjahr übersprungen, anders wäre es nicht mehr gegangen. Da er sich aber noch immer langweilt im Unterricht, hatte ich schon einige unschöne Gespräche mit der Lehrerin. Er bekam bis vor kurzem ständig Strafarbeiten, weil er aus dem Fenster geschaut hat, statt sich am Unterricht zu beteiligen. Es langweilt ihn einfach. Er bekommt keine speziellen Aufgaben, er soll jetzt beim Wiederholen der Uhr (die konnte er bereits mir drei Jahren!) den Stift weglegen und zuhören. Es im zu Bauchschmerzen, Kopfweh und vielen Ausreden, warum er nicht mehr in die Schule wollte. Die Lehrerin hat uns zur Schulpsychologin geschickt, die aber an unserem Kind keinen „Fehler“ entdeckt hat, sondern um Differenzierung im Unterricht gebeten hatte. Es ist nix dergleichen passiert. Einige Wochen später meinte die Lehrerin dann, unser Sohn sei vielleicht Autist! Ich wusste, dass das nicht stimmt und war auch ziemlich sauer. Letztendlich haben wir ihn vor einer Woche an der LMU in München testen lassen- hochbegabt mit Gesamt-IQ 139. die Arbeitsgeschwindigkeit ist normal, aber im sprachlichen Teil hatte er sogar 146. jetzt habe ich nächste Woche einen Termin mit der Direktorin und der Lehrerin zusammen. Mal sehen, ob das dann was ändert. Leider haben wir hier bei uns keine Möglichkeit, seine Begabung speziell zu fördern. Es gibt lediglich in der Nähe „Schach für Kinder“. Wir hoffen wirklich, dass er endlich angemessen gefördert wird in der Schule, sonst wird er noch zum Verweigerer. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf!

  15. Zum Glück gibt’s noch andere!
    Vielen Dank für den Artikel und die Kommentare. Wir haben zwei Kinder, der Große (7) geht in die zweite Klasse. Auch er war sehr früh auffällig weit in seiner Entwicklung, vor allem sprachlich und im Mathematischen. Er war aber auch schon immer schwierig zu erziehen. Die erste Klasse hat er zum Halbjahr übersprungen, anders wäre es nicht mehr gegangen. Da er sich aber noch immer langweilt im Unterricht, hatte ich schon einige unschöne Gespräche mit der Lehrerin. Er bekam bis vor kurzem ständig Strafarbeiten, weil er aus dem Fenster geschaut hat, statt sich am Unterricht zu beteiligen. Es langweilt ihn einfach. Er bekommt keine speziellen Aufgaben, er soll jetzt beim Wiederholen der Uhr (die konnte er bereits mir drei Jahren!) den Stift weglegen und zuhören. Es im zu Bauchschmerzen, Kopfweh und vielen Ausreden, warum er nicht mehr in die Schule wollte. Die Lehrerin hat uns zur Schulpsychologin geschickt, die aber an unserem Kind keinen „Fehler“ entdeckt hat, sondern um Differenzierung im Unterricht gebeten hatte. Es ist nix dergleichen passiert. Einige Wochen später meinte die Lehrerin dann, unser Sohn sei vielleicht Autist! Ich wusste, dass das nicht stimmt und war auch ziemlich sauer. Letztendlich haben wir ihn vor einer Woche an der LMU in München testen lassen- hochbegabt mit Gesamt-IQ 139. die Arbeitsgeschwindigkeit ist normal, aber im sprachlichen Teil hatte er sogar 146. jetzt habe ich nächste Woche einen Termin mit der Direktorin und der Lehrerin zusammen. Mal sehen, ob das dann was ändert. Leider haben wir hier bei uns keine Möglichkeit, seine Begabung speziell zu fördern. Es gibt lediglich in der Nähe „Schach für Kinder“. Wir hoffen wirklich, dass er endlich angemessen gefördert wird in der Schule, sonst wird er noch zum Verweigerer. Aber ich geb die Hoffnung nicht auf!

  16. Es geht: Intelligenz, Wohlwollen, Unterstützung vorausgesetzt
    Wir haben in unserer Familie (drei Kinder, 13, 11, 9) den zweiten Fall – intelligentes unterfordertes Kind kann vom Grundschul-Lehrer nur unvollkommen mit Material versorgt werden – der Schüler langweilt sich, zieht Aufmerksamkeit. Der mit 25 Schülern, davon einige langsame, überforderte Lehrer ärgert sich und weiss allein nicht weiter. Es geht hier um Ingenius, den Jüngsten.

    Ausgangslage

    Die Klassenlehrerin bat mich im Frühling zum Gespräch. Sinngemäss, Ingenius, 3. Klasse Grundschule, habe eine rasche Auffassungsgabe, würde Aufgaben in der Klasse schnell erledigen (z.B. Deutsch Schulaufgabe, fertig in 20 Minuten statt 45 wie der Rest der Klasse, Punkteergebnis 25,5/26, der halbe Punktabzug kein Rechtschreibfehler sondern ein ausgelassenes „n“), in der verbliebenen Zeit suche Ingenius dann Aufmerksamkeit, wenn er diese nicht bekäme würde er stören. Es gäbe doch Ergänzungsmaterialblätter hinten in der Klasse. Ingenius, mit dem ich dann gesprochen habe, meinte, er habe bereits alle Ergänzungsmaterialblätter der 3. Klasse gelöst, würde sich langweilen, wünsche sich z.B. den Nussknacker der 4. Klasse usw.

    Lösung:

    Ich besprach mich mit der Rektorin. Diese regte einen zeitnahen IQ-Test an der LMU in München an. Je nach Testergebnis könne Ingenius ggf. bis Schuljahresende die 4. Klasse besuchen mit möglicherweise vorzeitigem Übertritt ans Gymnasium.

    Termin, Test. Laut Testergebnis erreichte Ingenius einen IQ-Indexwert von 142, (135-146), Prozentrang 99,7. Sehr weit überdurchschnittlich hohes intellektuelles Niveau. Sinngemäss „wenn eine S-Bahn mit 1.000 Kindern in den Bahnhof einfährt und es dürfen nur 3 schlaue Kinder aussteigen, ist Ingenius mit dabei“.

    [sehr ähnliche Test-Ergebnisse wie vor Jahren bei Ingenius‘ grossem Bruder. Jener, vorzeitig eingeschult, dann gesprungen, dzt. an einem sehr feinen Münchner Gymnasium, zwei Jahre jünger als seine Klassenkameraden, ist Klassensprecher, IT-Beauftragter, Theater-Beauftragter, Tutor in der Nachmittagsbetreuung].

    Die „abgebende“ Grundschulrektorin sprach mit dem Schüler. Dieser ist äusserst motiviert. Die Eltern unterstützen – dazu wäre ein separates Kapitel erforderlich. Der „aufnehmende“ Gymnasialdirektor kennt verschiedene erfolgreich verlaufene Präzedenzfälle, auch jenen in unserer Familie, macht mit, nimmt Ingenius und wird seine Lehrer entsprechend informieren.

    Fazit:

    „Geistiges Futter“ für begabte Kinder lässt sich schulisch organisieren.. Wenn die Grundvoraussetzungen vorhanden sind, ALLE (Schüler, Schulen, Eltern) wollen und an einem Strang ziehen!

  17. Es geht: Intelligenz, Wohlwollen, Unterstützung vorausgesetzt
    Wir haben in unserer Familie (drei Kinder, 13, 11, 9) den zweiten Fall – intelligentes unterfordertes Kind kann vom Grundschul-Lehrer nur unvollkommen mit Material versorgt werden – der Schüler langweilt sich, zieht Aufmerksamkeit. Der mit 25 Schülern, davon einige langsame, überforderte Lehrer ärgert sich und weiss allein nicht weiter. Es geht hier um Ingenius, den Jüngsten.

    Ausgangslage

    Die Klassenlehrerin bat mich im Frühling zum Gespräch. Sinngemäss, Ingenius, 3. Klasse Grundschule, habe eine rasche Auffassungsgabe, würde Aufgaben in der Klasse schnell erledigen (z.B. Deutsch Schulaufgabe, fertig in 20 Minuten statt 45 wie der Rest der Klasse, Punkteergebnis 25,5/26, der halbe Punktabzug kein Rechtschreibfehler sondern ein ausgelassenes „n“), in der verbliebenen Zeit suche Ingenius dann Aufmerksamkeit, wenn er diese nicht bekäme würde er stören. Es gäbe doch Ergänzungsmaterialblätter hinten in der Klasse. Ingenius, mit dem ich dann gesprochen habe, meinte, er habe bereits alle Ergänzungsmaterialblätter der 3. Klasse gelöst, würde sich langweilen, wünsche sich z.B. den Nussknacker der 4. Klasse usw.

    Lösung:

    Ich besprach mich mit der Rektorin. Diese regte einen zeitnahen IQ-Test an der LMU in München an. Je nach Testergebnis könne Ingenius ggf. bis Schuljahresende die 4. Klasse besuchen mit möglicherweise vorzeitigem Übertritt ans Gymnasium.

    Termin, Test. Laut Testergebnis erreichte Ingenius einen IQ-Indexwert von 142, (135-146), Prozentrang 99,7. Sehr weit überdurchschnittlich hohes intellektuelles Niveau. Sinngemäss „wenn eine S-Bahn mit 1.000 Kindern in den Bahnhof einfährt und es dürfen nur 3 schlaue Kinder aussteigen, ist Ingenius mit dabei“.

    [sehr ähnliche Test-Ergebnisse wie vor Jahren bei Ingenius‘ grossem Bruder. Jener, vorzeitig eingeschult, dann gesprungen, dzt. an einem sehr feinen Münchner Gymnasium, zwei Jahre jünger als seine Klassenkameraden, ist Klassensprecher, IT-Beauftragter, Theater-Beauftragter, Tutor in der Nachmittagsbetreuung].

    Die „abgebende“ Grundschulrektorin sprach mit dem Schüler. Dieser ist äusserst motiviert. Die Eltern unterstützen – dazu wäre ein separates Kapitel erforderlich. Der „aufnehmende“ Gymnasialdirektor kennt verschiedene erfolgreich verlaufene Präzedenzfälle, auch jenen in unserer Familie, macht mit, nimmt Ingenius und wird seine Lehrer entsprechend informieren.

    Fazit:

    „Geistiges Futter“ für begabte Kinder lässt sich schulisch organisieren.. Wenn die Grundvoraussetzungen vorhanden sind, ALLE (Schüler, Schulen, Eltern) wollen und an einem Strang ziehen!

  18. Danke!
    Danke für den ehrlichen, berührenden und auch inspirierenden Bericht. Ich denke, er kann vielen weiterhelfen, mehr Verständnis und Akzeptanz sowie Wertschätzung und Toleranz zu entwickeln. Auch die Liebe, die Sie ihrem Kind entgegenbringend ist einfach sehr inspirierend für mich. Ich freue mich für Ihr Kind, dass es solche Eltern hat. Gut auch zu sehen, dass es mehr qualifizierte Ansprechpartner und Beratungsmöglichkeiten gibt. Las den Beitrag auf Focus Online.

  19. Danke!
    Danke für den ehrlichen, berührenden und auch inspirierenden Bericht. Ich denke, er kann vielen weiterhelfen, mehr Verständnis und Akzeptanz sowie Wertschätzung und Toleranz zu entwickeln. Auch die Liebe, die Sie ihrem Kind entgegenbringend ist einfach sehr inspirierend für mich. Ich freue mich für Ihr Kind, dass es solche Eltern hat. Gut auch zu sehen, dass es mehr qualifizierte Ansprechpartner und Beratungsmöglichkeiten gibt. Las den Beitrag auf Focus Online.

  20. Danke
    Für diesen interessanten Bericht. Auch unser Sohn ist hochbegabt. Auch spät festgestellt vor einem halben Jahr. IQ 145. Seine Mathelehrein sprach uns darauf an. In der Schule bzw. seinen Leistungen zeigt er keinerlei besonders auffällige Leistungen. Im Gegenteil. Er ist ein unauffälliger Schüler bzw. schafft es unauffällig zu sein. Er passt sich dem Klassenniveau an und das hat ihn auf Dauer sehr unausgeglichen und unzufrieden gemacht. Er zieht sich sehr zurück und ist auch der totale 2.Reihe-Typ. Seine Begabung liegt im mathematischen, emotional-sozialen Bereich – philosophischen Bereich. Er hat eine extrem hohe Auffassungsgabe, die ihn komplexe Zusammenhänge in jeglichen Bereichen herstellen lässt. Und das stresst ihn eher, als das es ihm guttut. Auch hat er Schwierigkeiten in der Graphomotorik. Auch wir sind beim Ergotherapeuten. Er empfindet seine Hochbegabung eher als Bürde und möchte „normal“ sein – keiner soll es wissen. Wir sind dieser Lehrerin sehr dankbar, die unserem Bauchgefühl einen Namen gegeben hat. Er wird im Sommer auf ein Gymnasium wechseln und freut sich sehr. Wir sind sehr gespannt, was noch so alles auf uns zukommen wird.

  21. Danke
    Für diesen interessanten Bericht. Auch unser Sohn ist hochbegabt. Auch spät festgestellt vor einem halben Jahr. IQ 145. Seine Mathelehrein sprach uns darauf an. In der Schule bzw. seinen Leistungen zeigt er keinerlei besonders auffällige Leistungen. Im Gegenteil. Er ist ein unauffälliger Schüler bzw. schafft es unauffällig zu sein. Er passt sich dem Klassenniveau an und das hat ihn auf Dauer sehr unausgeglichen und unzufrieden gemacht. Er zieht sich sehr zurück und ist auch der totale 2.Reihe-Typ. Seine Begabung liegt im mathematischen, emotional-sozialen Bereich – philosophischen Bereich. Er hat eine extrem hohe Auffassungsgabe, die ihn komplexe Zusammenhänge in jeglichen Bereichen herstellen lässt. Und das stresst ihn eher, als das es ihm guttut. Auch hat er Schwierigkeiten in der Graphomotorik. Auch wir sind beim Ergotherapeuten. Er empfindet seine Hochbegabung eher als Bürde und möchte „normal“ sein – keiner soll es wissen. Wir sind dieser Lehrerin sehr dankbar, die unserem Bauchgefühl einen Namen gegeben hat. Er wird im Sommer auf ein Gymnasium wechseln und freut sich sehr. Wir sind sehr gespannt, was noch so alles auf uns zukommen wird.

  22. Hochbegabt – Freude und Frust
    Hallo Christin! Hallo Susanne!

    Ich freue mich immer, wenn ich von den Erfahrungen anderer Eltern lese und feststelle, dass wir nicht allein sind.
    Unser Sohn wird im März 10 Jahre alt und wurde in der 2. Klasse auch getestet – IQ 138! Seine größte Begabung hat er im Sprachgebrauch und im logischen Denken.
    Er ist auch schon im Kindergarten aufgefallen und wurde dort bald „unser kleiner Professor“ genannt. Die Kindergärtnerin gab mir den Rat: „Solange er fragt, gib ihm Antworten!“- bis heute der beste Rat, den ich bekommen habe. Ein Kollegin von ihr fragte mich damals schon, ob wir ihn nicht testen lassen wollen. Bis dahin war er sozial absolut unauffällig, auch noch in der ersten Klasse, wo er jahrgangsübergreifend beschult wurde. Danach ging das Dilemma los!
    In der zweiten Klasse schaffte seine Grundschule diese Lernform ab, seine Klasse wurde geteilt, er von seinen wenigen Freunden getrennt. Interventionen unsererseits wurden lapidar abgetan. So wurde er binnen 3 Wochen „vom Vorzeigeschüler zum Problemfall“! Auch das Testergebnis hat letztendlich keinen interessiert. Mobbing kam hinzu, da die anderen Kinder sein „Anderssein“ nicht verstanden. Er drückte seine Not mehr und mehr mit Schmerzen aus – Kopfweh, Bauchweh, wollte nicht mehr zur Schule.
    Ein Schulwechsel brachte vorübergehend Besserung – bis zur 4. Klasse, denn nun fehlten auch hier wieder die älteren Schüler. Seine Klassenlehrerin sah auch nur das verhaltensgestörte(!!!) Kind, reagierte absolut nicht auf unsere Bitte. Auf ihr Drängen suchten wir eine Psychotherapeutin auf, die uns bestätigte, dass er chronisch unterfordert war. Als wir von der gewünschten Privatschule leider aus Mangel an Plätzen eine Absage bekamen, entschlossen wir uns, ihn doch springen zu lassen.

    Er ist nun seit 4 Wochen auf dem Gymnasium, und seitdem blüht er richtig auf. Nur das Lernen muss er lernen – bei den Vokabeln klappt es schon. Die Lehrer dort wissen Bescheid, ich hoffe, es läuft weiterhin gut. Schwierigkeiten hat er übrigens in der Graphomotorik, hier sind wir ergotherapeutisch in Behandlung. Auch das scheint bei Hochbegabten keine Seltenheit zu sein.

    Was mich so traurig macht, ist, dass Grundschullehrer anscheinend kaum mit diesem Thema vertraut sind. Nicht ein Lehrer hat uns jemals darauf angesprochen, dass sein Verhalten mit Hochbegabung zu tun haben könnte! Gut, es sind nur 2% aller Kinder, aber zur Inklusion gehören auch diese.

    Ich bin gespannt, wie er sich macht. Der Einser-Kandidat wird er aber wahrscheinlich auch nicht sein, dazu ist er zu selektiv. Aber das ist auch absolut ok.

    1. Hochbegabt u gemobbt
      Liebe Christin, liebe Kerstin, lieben Dank für ejre Zeilen. Ich bin Alleinerziehende von 2Kinder (11+3)der Große ist hochbegabt. Getestet wurde er in der 4Klasse (9Jahre)Ergebnis war IQ von 135,im sprachlichen Bereich sogar 142.
      Bereits im Kleinkindalter u im Kindergarten zeigten sich erste Tendenzen zur Hochbegabung. Zuhause gab es statt Märchen Lexika u Fachbücher, und dennoch istber ein normales Kind das gerne spielt u tobt. Nur seine Umwelt passte dieses“Anderssein“uberhaupt nicht… Lehrer waren genervt vom Nachfragen u Hinterfragen seinerseits. Vorträge wurden kritisiert, da diese zu detailliert waren etc… Er wurde dann letztendlich gemobbt u sogar körperlich angegriffen. Psychische Gewalt ganz zu schweigen. Er hat sich angepasst und war nicht nehr nein Junge. Letztendlich bin ich zum Kinderpsychologen die ihn dann getestet hat und bis heute hat diese schlimme Erfahrung Narben hinterlassen. Bei uns allen. Er möchte manchmal normal sein, aber sieht mittlerweile das auch er lernen muss bestimmte Dinge zu „Erlernen“. Aber Kerstin ihre Erfahrung können wir ebenso teilen.

      WIR haben dann am 3Tag der 5 Klasse zur Privatschule gewechselt und er ist wie ausgewechselt. Nun steht im Sommer der Wechsel aufs Gymnasium an und wir sind gespannt was uns erwartet.

  23. Hochbegabt – Freude und Frust
    Hallo Christin! Hallo Susanne!

    Ich freue mich immer, wenn ich von den Erfahrungen anderer Eltern lese und feststelle, dass wir nicht allein sind.
    Unser Sohn wird im März 10 Jahre alt und wurde in der 2. Klasse auch getestet – IQ 138! Seine größte Begabung hat er im Sprachgebrauch und im logischen Denken.
    Er ist auch schon im Kindergarten aufgefallen und wurde dort bald „unser kleiner Professor“ genannt. Die Kindergärtnerin gab mir den Rat: „Solange er fragt, gib ihm Antworten!“- bis heute der beste Rat, den ich bekommen habe. Ein Kollegin von ihr fragte mich damals schon, ob wir ihn nicht testen lassen wollen. Bis dahin war er sozial absolut unauffällig, auch noch in der ersten Klasse, wo er jahrgangsübergreifend beschult wurde. Danach ging das Dilemma los!
    In der zweiten Klasse schaffte seine Grundschule diese Lernform ab, seine Klasse wurde geteilt, er von seinen wenigen Freunden getrennt. Interventionen unsererseits wurden lapidar abgetan. So wurde er binnen 3 Wochen „vom Vorzeigeschüler zum Problemfall“! Auch das Testergebnis hat letztendlich keinen interessiert. Mobbing kam hinzu, da die anderen Kinder sein „Anderssein“ nicht verstanden. Er drückte seine Not mehr und mehr mit Schmerzen aus – Kopfweh, Bauchweh, wollte nicht mehr zur Schule.
    Ein Schulwechsel brachte vorübergehend Besserung – bis zur 4. Klasse, denn nun fehlten auch hier wieder die älteren Schüler. Seine Klassenlehrerin sah auch nur das verhaltensgestörte(!!!) Kind, reagierte absolut nicht auf unsere Bitte. Auf ihr Drängen suchten wir eine Psychotherapeutin auf, die uns bestätigte, dass er chronisch unterfordert war. Als wir von der gewünschten Privatschule leider aus Mangel an Plätzen eine Absage bekamen, entschlossen wir uns, ihn doch springen zu lassen.

    Er ist nun seit 4 Wochen auf dem Gymnasium, und seitdem blüht er richtig auf. Nur das Lernen muss er lernen – bei den Vokabeln klappt es schon. Die Lehrer dort wissen Bescheid, ich hoffe, es läuft weiterhin gut. Schwierigkeiten hat er übrigens in der Graphomotorik, hier sind wir ergotherapeutisch in Behandlung. Auch das scheint bei Hochbegabten keine Seltenheit zu sein.

    Was mich so traurig macht, ist, dass Grundschullehrer anscheinend kaum mit diesem Thema vertraut sind. Nicht ein Lehrer hat uns jemals darauf angesprochen, dass sein Verhalten mit Hochbegabung zu tun haben könnte! Gut, es sind nur 2% aller Kinder, aber zur Inklusion gehören auch diese.

    Ich bin gespannt, wie er sich macht. Der Einser-Kandidat wird er aber wahrscheinlich auch nicht sein, dazu ist er zu selektiv. Aber das ist auch absolut ok.

    1. Hochbegabt u gemobbt
      Liebe Christin, liebe Kerstin, lieben Dank für ejre Zeilen. Ich bin Alleinerziehende von 2Kinder (11+3)der Große ist hochbegabt. Getestet wurde er in der 4Klasse (9Jahre)Ergebnis war IQ von 135,im sprachlichen Bereich sogar 142.
      Bereits im Kleinkindalter u im Kindergarten zeigten sich erste Tendenzen zur Hochbegabung. Zuhause gab es statt Märchen Lexika u Fachbücher, und dennoch istber ein normales Kind das gerne spielt u tobt. Nur seine Umwelt passte dieses“Anderssein“uberhaupt nicht… Lehrer waren genervt vom Nachfragen u Hinterfragen seinerseits. Vorträge wurden kritisiert, da diese zu detailliert waren etc… Er wurde dann letztendlich gemobbt u sogar körperlich angegriffen. Psychische Gewalt ganz zu schweigen. Er hat sich angepasst und war nicht nehr nein Junge. Letztendlich bin ich zum Kinderpsychologen die ihn dann getestet hat und bis heute hat diese schlimme Erfahrung Narben hinterlassen. Bei uns allen. Er möchte manchmal normal sein, aber sieht mittlerweile das auch er lernen muss bestimmte Dinge zu „Erlernen“. Aber Kerstin ihre Erfahrung können wir ebenso teilen.

      WIR haben dann am 3Tag der 5 Klasse zur Privatschule gewechselt und er ist wie ausgewechselt. Nun steht im Sommer der Wechsel aufs Gymnasium an und wir sind gespannt was uns erwartet.

  24. Hallo Christin!

    Hallo Christin!

    Das ist eine sehr schöne Geschichte von euch. Mein Sohn wurde erst mit 11 Jahren auf Hochbegabung getestet. Sein damaliger Kkassenlehrer in der fünften Klasse,hat uns erst darauf gebracht. Bei Julian äußerte sich das leider im negativen. Er war schon immer sehr schwierig,es war schon im Kindergarten so,das wir ständig antreten dürften,weil er wieder was angestellt hatte. Und wie gesagt erst mit 11 Jahren kam mal jemand auf diese Idee. Seine Hochbegabung äußert sich im Mathematischen und Naturwissenschaftlichen Bereich. Da bekommt er oft extra Arbeiten,die aber auch in die Note mit einberechnet werden. In manch anderen Fächern ist er dafür nicht immer so gut. Da kommen dann manchmal auch so Sprüche wie,ich dachte er ist Hochbegabt,dann müsste er aber bessere Noten bekommen. Die meisten Leute wissen gar nichts darüber.
    Wir sind diesem Lehrer auf jeden Fall total dankbar.das er darauf kam.seitdem wird Julian mit anderen Augen gesehen und gilt nicht nur als Störenfried.

  25. Hallo Christin!

    Hallo Christin!

    Das ist eine sehr schöne Geschichte von euch. Mein Sohn wurde erst mit 11 Jahren auf Hochbegabung getestet. Sein damaliger Kkassenlehrer in der fünften Klasse,hat uns erst darauf gebracht. Bei Julian äußerte sich das leider im negativen. Er war schon immer sehr schwierig,es war schon im Kindergarten so,das wir ständig antreten dürften,weil er wieder was angestellt hatte. Und wie gesagt erst mit 11 Jahren kam mal jemand auf diese Idee. Seine Hochbegabung äußert sich im Mathematischen und Naturwissenschaftlichen Bereich. Da bekommt er oft extra Arbeiten,die aber auch in die Note mit einberechnet werden. In manch anderen Fächern ist er dafür nicht immer so gut. Da kommen dann manchmal auch so Sprüche wie,ich dachte er ist Hochbegabt,dann müsste er aber bessere Noten bekommen. Die meisten Leute wissen gar nichts darüber.
    Wir sind diesem Lehrer auf jeden Fall total dankbar.das er darauf kam.seitdem wird Julian mit anderen Augen gesehen und gilt nicht nur als Störenfried.

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