„Ich liebe dich, du nervst mich so“: Eure krassesten Momente der Elternschaft

Die Liebe zwischen Mama und Kind.

Muttergefühle: Was Mamas für ihre Kinder empfinden ist unberschreiblich. Foto: pixabay.

Ihr Lieben, wir haben euch vor einiger Zeit mal auf unserer Facebookseite gefragt, was für euch das KRASSESTE an der Elternschaft ist. Die Antworten waren so toll und vielfältig, dass wir unbedingt einen Blogbeitrag daraus machen wollten. Hier ist er! Wir danken allen für ihren wertvollen Input!

Das Krasseste an der Elternschaft ist…

… dass ich manchmal das Gefühl habe zu überleben statt zu leben. Bezieht sich auf den Alltag: Job, Haushalt, Erziehung, alle Bedürfnisse, alles unter einen Hut zu bekommen und alles davon zu schaffen. Die „Tagesordnung“ ist manchmal erdrückend. Aber zum Glück ist nicht jeder Tag gleich. (Janine)

… dass ich es geschafft hab mit einem Einjährigen in der Eingewöhnung bei der Tagesmutter meine Bachelorarbeit zu schreiben. (Christina)

… zu lernen, seine Bedürfnisse komplett hinten anzustellen
– Krank sein und trotzdem zu funktionieren
– Andere Eltern. Im Sinne von Helikoptereltern. Ich schütze meine Kinder auch aber die übertreiben es
– Wie viel Angst und Liebe man für einen kleinen Menschen empfinden kann (Marie-Therese)

„trotzdem funktionieren“ zu müssen, wenn man selbst krank ist. (Christina)

… Diese bedingungslose Liebe! ❤️❤️❤️ (Nadine)

… Das Krasseste ist das Gefühl, anscheinend alles richtig gemacht zu haben… Ich (43), meine Tochter mittlerweile 19 und in Ausbildung, war ab dem 11ten Lebensjahr alleinerziehend und im Dreischichtbetrieb arbeitend… Ich hatte oft ein schlechtes Gewissen… Und von Abholen von der Polizei bis zu Joints rauchen und erwischt werden, hatten wir glaube ich alles dabei. Aber es ist alles gut, vieles regelt sich mit der Zeit und die Vernunft ist zum Glück dann irgendwann ins jugendliche Hirn eingezogen 😏… Unser Glück war, glaube ich, dass wir immer sehr gut kommunizieren konnten und uns zusammengesetzt haben. (Sandra)

… sich selber immer wieder korrigieren, zurückstellen, anpassen müssen. Den gesellschaftlichen Druck immer total regulierend und verständnisvoll sein zu müssen. Und immer „Elternseinin2020konform“ sein zu müssen (gefühlt). Schaffe ich nicht. Aber: Ich liebe meinen Sohn wie verrückt und er mich auch. Trotz mal meckern und heulen und nicht immer perfekt sein. Geht schon alles. (Miriam)

… gilt „dass man immer dann aufstehen muss, wenn man sich gerade hingesetzt oder hingelegt hat“ als ernstzunehmende Antwort?! 🤷🏼‍♀️ Wenn ja, dann ist das meine! 😂 (Und: dass ich mir niemals mehr ein Leben ohne mein Kind vorstellen könnte. Ich hätte vielleicht mehr Zeit und mehr Geld und sonst was, aber gefühlt hätte ich nichts! Diese Liebe ist einfach mit nichts zu vergleichen!) (Kati)Formularende

… die Angst um meine Kinder, ich bekomme oft Panik wenn ich mir Dinge vorstelle. Ich habe unter anderem ein krankes Kind und habe beim Einschlafen oft schreckliche Gedanken…. Ich möchte keins verlieren 🙈 (Claudia)

dass man sein Herz außerhalb des Körpers trägt.

… den Spiegel so vorgehalten zu bekommen. Meine Tochter ist genau wie ich im Guten wie im Schlechten. Wir sind beide aufbrausend, verzeihen aber auch total schnell wieder. Wir sind beide ziemlich temperamentvoll, was uns zwei natürlich auch aufeinander krachen lässt gerade jetzt in der Pubertät. Ich finde es krass, so den Spiegel vorgehalten zu bekommen und musste mir selbst auch schon oft mein Verhalten hinterfragen und mich neu justieren. Es ist das Krasseste und vielleicht auch das, was einen am meisten bereichert an der Elternschaft. (Tina)

… das permanente Balancieren zwischen den eigenen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen und die der Kinder und des Partners.🤔. Das Elternschaft ein unheimlicher Energiefresser ist. (Linda)

… der Gedanke, dass diese kleinen Menschen tatsächlich u.a. aus mir entstanden sind. Ein Wahnsinn. 🤩(Jule)

… die komplette Verantwortung für einen kleinen Menschen zu haben🥰 (Stefanie)

… An erster Stelle der Schlafmangel und dass trotzdem noch funktioniert. An zweiter Stelle, dass man erst durch das Elternsein eine gewisse Gelassenheit bekommt. Es gibt z.B. auf Arbeit Situationen, über die man sich früher maßlos aufgeregt hat und heute sagt man sich:🤷🏼‍♀️ Es gibt Wichtigeres. (Sandra)

… wie lange man ohne „Durchschlafen“ überleben und den Alltag dennoch gut bestreiten kann.

… wieviel Liebe man empfinden kann.

… wieviel Angst man haben kann und sich Sorgen machen kann (ohne dabei den Verstand zu verlieren).

… wieviel Wut und Frust man häufig runterschlucken muss.

… dass zwei Kinder nicht doppelte sondern stellenweise dreifache Arbeit bedeuten.

… dass man vor lauter Liebe heulen kann.

… es gibt so wahnsinnig viele KRASSE Sachen und meine Kinder sind noch nicht einmal in der Schule, ich bin gespannt was noch kommt.

… unsere Kinder sind das tollste und KRASSESTE was wir im Leben „geschafft und erschaffen“ haben. 🤘🏼😬❤️ (Sandra)

…. die plötzliche Fremdbestimmung und der Versuch dabei selbst nicht verloren zu gehen. Aber auch die überwältigende Liebe und oft damit verbundene Ängste um das Kind. Das kann man sich vorher nicht vorstellen 🤷‍♀️ (Julia)

… auf die Liebe wird man vorbereitet… aber auf die Ängste, die man oft hat nicht… total krass (Katrin)

… Schlafentzug, die riesige Verantwortung und die wichtigen Entscheidungen, die man treffen muss. Und die Gefühlsschwankungen… zwischen „Ich liebe diesen kleinen Menschen so sehr“ und „Ich könnte dich grad an die Wand klatschen „😄 Und wie viel Kraft ich habe… ich musste und muss noch so stark sein. Hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe. (Jessica)

… dass ich mich selbst oft frage ob ich auch so war und wie meine Eltern das ausgehalten haben. 😅 (Jessica)

… die Diskrepanz zwischen Erziehungsvorstellungen VOR der Elternschaft und nun ALS Eltern… 😂 (Maja)

… wie unglaublich schnell Tage und Jahre vergehen.  Als Kind hat man definitiv ein vollkommen anderes Zeitgefühl. (Johanna)

… dass Liebe aufrecht auf zwei Beinen laufen kann! (Alexandra)

… Liebe zu bekommen, auch wenn du nach Jahrzehnten noch das Gefühl hast, du hast es nicht verdient. Beste Erfahrung ever. 💗 (Ulla)

… wie belastbar man sein kann wenn man muss. Und wie sehr man einen Menschen bedingungslos lieben kann.💕💕 (Daniela)

… das schönste und gleichzeitig das Anstrengendste der Welt ❤ (Patricia)

… dass ich mich anhöre wie meine Eltern. Was ich eigentlich nie wollte😅🙈 (Yvonne)

… dass es einerseits das schöne überhaupt auf der Welt ist und manchmal einfach nur nervt. 😉 (Christin)

… die Angst um das Kind. Das reißt einem förmlich den Boden unter den Füßen weg. (Jacky)

… der schmale Grat zwischen bedingungsloser Liebe bis hin zur ohnmächtigen Sorge….Das ist Krass! (Simone)

… diese krasse Form der Liebe… Selbst wenn sie in ihren doofen Entwicklungsphasen stecken (das erste Jahr, Wutphase, Vorpubertät, Pubertät… 😍😉) (Nicki)

… die Verantwortung. (Mira)

… die unglaubliche Fremdbestimmung 😏 (Daniela)

… das Krasseste Negative: Den Schlafentzug… mein Rekord waren 4 Tage mit fast keinen Schlaf….. (mit zwei kranken Kinder und Mann auf Dienstreise)… ich wollte sterben. Als endlich mein Mann da war haben wir uns abgeklatscht und ich bin tot ins Gästebett gefallen.🙈😳💤💤💤💤. Das Krasseste Positive: den Stolz, das Glück und die Liebe den man von zwei Kindern im Alltag (manchmal oder auch öfter 😉) zurück bekommt… 😍😍😍 (Svenja)

… diese riiiiiesengrosse Gefühlspalette, wie sehr man diese kleinen Menschen liebt, aber auch manchmal an ihnen verzweifelt. Die Verantwortung, die Kinder bestmöglich auf ihrem Lebensweg zu begleiten. (Stefanie)

… die 24/7 Verantwortung und nie ganz abschalten können… (Jenny)

… Schlafentzug 💤 und wenig Paarzeit 💝 (Melanie)

… der Balanceakt zwischen Familie und Beruf (Lola)

… die Gefühle, von denen man bis zum Zeitpunkt des Mamaseins absolut gar keine wirkliche Ahnung hatte. Diese tiefe nie dagewesene Liebe zu den Kindern, die wahnsinnige Angst um die Kinder, die riesen Verantwortung für die Kinder die richtigen Entscheidungen zu treffen und was sehr erstaunlich ist….mit wie wenig Schlaf man auskommen kann ohne tot umzufallen. (Nadine)

… dass man immer für vier Personen denkt, statt für eine! (Anne-Marie)

… dass nur an die Kinder und nicht an sich.🙈 So geht’s mir zumindest. Stimmt, und natürlich für alle mitdenkt.🙈 (Yvonne)

… dass meine Tochter (15) teilweise in meinen Fußstapfen unterwegs ist. Und das nicht, um mir zu gefallen, sondern aus Überzeugung. (Laird)

… die Verantwortung ist enorm, zieht sich durch alle Bereiche. Da muss man immer wieder reflektieren. Das is schon krass. (Kris)

… Brotboxen, wenn man drei Kinder hat. Jeden Tag 3 Brotboxen…🥴 (Verena)

… Schule. (Steffi)

… in zwei Welten zu leben. Auf Erden mit meinen beiden kleinen Kindern und mit dem Herzen auch im Himmel bei unserem verstorbenen Sohn <3 (Yvonne)

… dass man plötzlich permanent bewertet wird. Absolut JEDER hat plötzlich eine Meinung zu deinem Leben. Mütter sind Bewertungs-Freiwild für Medien, Verwandte, Nachbarn und Durchreisende. Von einer Hexenjagt zur nächsten 😅 (Cändy)

… die Ambivalenz der Gefühle. Man kann in kürzester Zeit völlig gegensätzliche Gefühle für die Kinder haben. Und für sich selbst. (Lisa)

…die Fremdbestimmung im negativen Sinne und im Positiven die eigene Belastbarkeit. (Saskia)

…auf der positiven Seite: Überwältigende Liebe, die man sich vorher nie hat so mächtig vorstellen können <3 (Carola)

… ich finde nichts wirklich „krass“ , aber vor ein paar Jahren fand ich sehr erschreckend , wie fremdbestimmt man als Mutter ist. Ich war auf der Suche nach einem anderen Job und kam wirklich an die Grenze. Auf alles musste ich achten: Schulzeiten, Arbeitszeiten vom Mann , Zeiten vom Training etc. pp. Es war Wahnsinn. Ich war kurz davor aufzugeben. Weil ich nicht das machen konnte was ich wollte. Mittlerweile sind sie älter und ich in einem anderen Job und langsam komme ich dazu, das zu machen was mir beruflich Spaß macht . (Steffi)

… Geduld und Gelassenheit aushalten in vielen Situationen, Weitblick bewahren u das Wissen, dass nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde! Den Kids die Wurzeln und dann die Flügel geben zu können, ist eine sehr gute Haltung. Und mit Liebe, Bindung, Spaß, Spontanität und weniger Perfektion klappt das Familienleben viel besser! Und es steht schon in der Bibel… alles hat seine Zeit! (Bibi)

… andere Eltern und die ewigen Diskussionen mit dem Nachwuchs (Sabrina)

… dass von außen so viel Druck kommt, damit das Kind einfach „gesellschaftstauglich“ wird🤦🏼‍♀️ (Naemi)

… die bedingungslose Liebe…. (Svenja)

… die Liebe!! ♥️♥️ (Cristina)

… die Blicke, die manche Menschen einem entgegenbringen, wenn man sagt man ist alleinerziehend. (Sabrina)

… Schlafentzug Schlafentzug Schlafentzug! (Wiebke)

… so viele (wichtige) Entscheidungen treffen zu müssen (Martina)

… lernen zu akzeptieren, dass Geschwister einander nicht mögen 🤷‍♀️ (Silke)

… wie fremdbestimmt man ist. (Katja)

… die persönliche Entwicklung. (Katrin)

… dass es ohne funktionierendes Netzwerk (Verwandte nicht in der Nähe) schwierig ist, sich als Paar nicht zu verlieren. Diese Liebe, dieses ständige Sorgen, dieser Grat zwischen „Nicht zu viel und nicht zu wenig“. (Kari)

… auf die Grundpfeiler meines Seins so zurückgeworfen und ent-täuscht zu werden – meine Glaubenssätze, Werte, Vorstellungen von mir, vom Leben, von dem was richtig und was falsch ist, von dem was ‚man‘ tut und nicht tut…all das hinterfragen zu dürfen und neu zu formulieren…das finde ich schon sehr sehr krass! (Sarah)

… die Verantwortung für einen ganz besonderen Menschen zu tragen. Und dass das, was man als Elternteil daraus macht, später auf die Welt losgelassen wird. (Kim)

… der Schlafmangel, definitiv! Das erste war da okay. Beim zweiten hatte ich zwei Jahre keinen Tiefschlaf, wurde 5-15 mal JEDE Nacht geweckt und musste dann tagsüber noch für zwei Kinder funktionieren. Ich war mehr Zombie als Mensch, denn ich brauche eigentlich 8, notfalls 7 h Schlaf. Damals bekam ich jahrelang 4-5, teils in 20-min-Häppchen! Ich war einfach ständig durch und hätte im Stehen geschlafen, hätten die Kinder mich gelassen. Damit verbunden: Dass es Schreikinder gibt, die nicht 3 oder 6 Monate schreien, sondern mal eben 24…das war krass..(Melian)

… definitiv die Meinung anderer bzw das aufdrängen von anderen , wenn sie gut fürs Kind wären wäre es ja super, nur sind die Tipps eher schlecht fürs Kind und somit nicht akzeptabel. (Anja)

… dass jeder Dir ungefragt sagt, wie etwas zu funktionieren hat bzw seine Meinung kund tut und meint zu wissen, wie Erziehung funktioniert. Auch total krass fand ich die fremden Hände auf meinem Bauch, noch in der Schwangerschaft, oder die fremden Küsse auf meiner Tochter von fremden Erwachsenen. So Übergriffig habe ich es nie erlebt, bevor ich Mutter wurde! Auch total krass finde ich die Meinung anderer zum Thema Stillen. Alles andere – war eben neu und musste ich mich dran gewöhnen (Fremdbestimmung etc.) aber das oben fand ich einfach krass. (Sabrina)

… der Schlafmangel. Es ist krass zu sehen, was der Körper trotz allem leistet. Wenn man denkt, man hat keine Kraft mehr u dann dennoch sieht wieviel Kraft da doch noch ist. Und was viele auch schon geschrieben haben dieser Spiegel 🤣😅 Der Große hier diskutiert uns in Grund und Boden. Ist hilfsbereit, nett, lieb, alles drum u dran, aber diese Diskutierfreudigkeit… Und vor allem das Provozieren. Das war dann auch ich als Kind ✌ (Jenny)

… die Müdigkeit und den Gender Pay Gap zzgl. Mental Overload und extrem viel Liebe. (Barbara)

… dass man Schmerzen der Kinder am eigenen Körper spürt. Das finde ich heftig, dieses Ziehen in der Brust, wenn ein Kind sich verletzt. (Sandra)

… der Spagat zwischen Mutter, Partnerin und Job… (Karin)

… die Abnabelung, wenn sie groß werden!❤️♾ (Nicole)

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10 comments

  1. Auf dem Level, wie du es beschreibst, Sarah, finde ich es auch schwierig. Was nicht heißt, dass die Entscheidungen der Mütter für sie falsch sind, ich würde dennoch für mich anders entscheiden. Ich verstehe auch, dass du das Wort dann kritisch siehst. Trotzdem bleibt es für mich der beste Begriff dafür, da erstmals nicht ich sondern jemand anderes in diesem extremen Umfang so große Teile meines Alltags bestimmt. Das ist ja auch okay, ich war aber beim ersten Kind definitiv überfordert davon und unglaublich glücklich wieder studieren zu können, als es mit etwa einem Jahr anfing für fünf Stunden am Tag in die Krippe zu gehen.

  2. Ich finde Diskussionen wie in den Kommentaren wirklich immer total schade. Wir Mütter sollten uns nicht gegenseitig für unsere Entscheidungen und Gefühle bewerten, sondern uns gegenseitig unterstützen. Wir tun alle unser Bestes, treffen die Entscheidungen, die für unsere Familien funktionieren und haben gute und schlechte Tage. Ich ziehe vor jeder Frau den Hut, die es schafft trotz der ganzen gesellschaftlichen Erwartungen wie eine gute Mutter zu sein hat, Kinder großzuziehen. Ich finde alle Mütter sind Superheldinnen!!!

    1. Und ich finde es immer schade, wenn jede Auseinandersetzung mit dem Mantra „jeder wie er will“ im Keim erstickt wird!
      Klar, jeder wie er will und es für richtig hält…das ist doch selbstverständlich und macht ja jede auch.
      Aber diskutieren und streiten kann man doch trotzdem, oder? Das heißt doch nicht gleich, dass ich jemand anderem seine Gefühle absprechen will.

  3. Ich finde die Fremdbestimmung durch ein (vor allem ein Still-) Baby nochmal eine ganz andere Hausnummer als die durch Beruf etc. Vorher konnte ich über meinen eigenen Körper, wann ich Körperkontakt möchte, wann ich schlafe etc deutlich freier bestimmen als mit Baby. Und natürlich habe ich die Kinder gerne in meinem Leben und liebe sie aber ich muss doch nicht jede Situation toll finden?

    1. Geht mir auch so. Ich empfinde die Fremdbestimmung mit Baby als sehr viel umfassender als die bei der Arbeit. Im Tagesablauf vor allem zu reagieren und wenig selbst entscheiden oder planen zu können, finde ich teilweise schon sehr anstrengend. Warum muss einem das abgesprochen werden, wenn man so empfindet (siehe Sarahs Kommentar)? Ich denke auch, dass man sehr wohl Kinder haben kann und gleichzeitig nicht mit absolut jedem Aspekt davon voll einverstanden sein muss.

  4. Wenn ich das Wort „Fremdbestimmung“ lese, kräuseln sich meine Nackenhaare. Irgendwie finde ich die Debatte darum sehr aufgebraucht, vor allem wenn es von Eltern kommt, die freiwillig Kinder haben wollen/wollten. Fremdbestimmt sind wir alle in dieser Gesellschaft, da man arbeiten MUSS. Wenn nicht Arbeit, dann Sozialhilfe, die auch von anderen diktiert wird. Das ganze Verhalten in der und für die Gesellschaft ist fremdbestimmt, da man nicht machen kann, was man will oder wie man sich fühlt. Und dann stellt es für so viele ein Problem dar, sobald sie Kinder haben. Weil Einschränkungen und Verantwortung damit einhergehen.

    1. Liebe Sarah, wie kannst du einen solchen Quatsch schreiben?
      Das ist doch gerade der Punkt, um den es geht -diese Ambivalenz – wir alle lieben unsere Kinder mehr als unendlich-und trotzdem wünschen wir sie ab und an (für einen Tag oder auch nur einen halben) auf den Mond!
      Kann ein Beruf solche krassen Gefühle hervorrufen? Das ist doch etwas völlig anderes?!

      1. Das ist kein Quatsch, den ich schreibe, sondern mein Empfinden und auch von vielen anderen Müttern, die sich nicht trauen etwas zu sagen, weil andere immer so viel lamentieren, wie fremdbestimmt man vom Nachwuchs ist. Dieses Wort ist eine Art moderner Beweis, dass wirklich viel „Ich“ herrscht und ich bleibe dabei. Ich sehe es an einigen Frauen in meiner Umgebung, die dieses Wort nutzen und als Ausrede dafür nehmen, ihre Kinder absichtlich per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen und auf das Stillen verzichten, weil sie sind ja noch sie selbst. Nach wenigen Wochen kommen die kleinen stundenlang in die Krippe, weil man noch „ich“ sein möchte und nicht auf seinen tollen Job verzichten möchte. Und später fünf Tage die Woche für 9 Stunden in der Kita bleiben. Sonst ist man fremdbestimmt. Ja, ich erlebe es live und täglich, habe damit zu tun und halte es für gefährlich, sein eigenes Ego über das Wohl der Kinder zu stellen. Und weil ich es erlebe, sage ich auch, dass ich dieses Wort ablehne. Situationen mit Kindern können anstrengend sein, das ist mir als Mutter einer Dreijährigen bewusst. Und man verzichtet, aber das ist normal. Man sollte sich nicht aufgeben, auch Zeit für sich nehmen. Aber das Wort „Fremdbestimmung“ heutiger Mütter bezüglich Kinder hat einen extrem harten Nachgeschmack für mich.

        1. Da hast du in deiner Mütter-Beschreibung aber so tief in die Klischee-Kiste gegriffen, dass du glatt reingefallen bist 🙂
          Ich glaube nicht, dass ein Austausch auf dem Level sinnvoll ist…

          1. Ich weiß, im Internet kann man Geschichten und Storys erfinden, nur um seinen eigenen Standpunkt darzustellen. Arbeitet man aber wie ich mit Kindern, dann auch automatisch mit den Eltern (meist Müttern). Diese Klischees sind leider oft Wahrheit und daher empfinde ich das Wort „Fremdbestimmung“ innerhalb von der Eltern-Kind-Beziehung als sehr schwierig. Die Eltern lieben ihre Kinder, sind jedoch auch sehr oft auf sich fixiert und wie sie in der Gesellschaft stehen. Stress daheim und generelle Anstrengungen mit Kindern werden mit fremdbestimmt tituliert. Kinder spüren es, können es jedoch nicht bezeichnen. Ich gehöre zu denen, die versuchen, in ihrem Gefühlswirrwarr etwas Erleichterung bzw. Ausdruck dessen zu ermöglichen.

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