Leserfrage: Warum muss ich mich darum kümmern, dass der Ex die Kinder sieht?

Mein Name ist Monika und ich bräuchte mal Tipps von anderen Mamas. Ich habe zwei Kinder (4 und 6), vom Vater der Kinder bin ich seit einem halben Jahr getrennt. Er verhält sich – vorsichtig ausgedrückt – bescheiden. Da er eine neue Freundin hat, scheint er was anderes im Kopf zu haben als seine „alte“ Familie. Er macht nämlich gerade so viel wie er muss – und manchmal nicht mal das.

Es kam schon öfter vor, dass er seine Kindertage kurzfristig abgesagt hat oder einfach nicht aufgetaucht ist. Die Kinder waren dann immer wahnsinnig enttäuscht und haben geweint. Jetzt weiß ich einfach nicht, wie ich mich verhalten soll. Soll ich hinterher sein, dass er seine väterlichen Pflichten wahrnimmt, ihn auch weiterhin zu Geburtstagen einladen, ihn auf dem Laufenden halten, was so ansteht oder soll ist das eigentlich nicht mein Problem? Warum muss ich mich jetzt eigentlich auch noch darum kümmern? Ich mache das bisher nur, weil ich den Kindern die weiteren Enttäuschungen ersparen will. Sie hängen sehr an ihrem Vater und die Trennung ist nicht leicht für sie.

Wie gesagt, bisher bin ich sehr hinterher, dass die Kinder ihren Vater regelmäßig sehen. Aber ich ärgere mich schon, dass das von ihm selbst aus nicht klappt.

Was meint ihr? Was soll ich tun?

Foto: Pixabay

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28 comments

  1. Warum gibt es soviele Frauen die einen Mann offenbar als nicht mündig/ zusätzliches Kind betrachten? Männer sind genauso erwachsen wie Frauen und können selbstständig denken und handeln! Und nein da muss nicht die Mutti weiter alles für das arme Kerlchen planen auch nach der Trennung weil der das doch noch nicht kann. Männer die Interesse haben kriegen den Kontakt/ Umgang mit ihren Kindern auch hin!

  2. Hallo, meine Eltern haben sich auch getrennt als ich etwa 12 war, mein Bruder 10.Kinder bekommen es sehr wohl mit, wenn die Mutter die Termine ausmachen und sich drum kümmern muss das der Vater diese auch einhält. Zumindest wir haben es damals gespürt und die Treffen mit unserem Vater wurden dann mehr lästige Pflicht, weil wir sein Desinteresse spürten. Ich finde auch, wie meine Vorrednerinnen, dass du dich nicht darum kümmern musst und das deinen Kindern auch so erklären kannst. Sorry, aber auch Mütter müssen sich nicht immer hinten anstellen, nur weil es der Vater nicht hinbekommt… Der gewöhnt sich nur noch mehr daran. Und ja, unser Vater wollte uns später auch einreden dass er uns ja nicht sehen durfte… Da haben wir Kinder aber ordentlich Kontra gegeben. Viel Erfolg!

  3. Hallo. Ich hatte das gleiche Problem mit dem Ex. Ich bin ihm drei Jahre hinterhergelaufen, zusammen mit dem Jugendamt und allein, damit er dich um seine Kinder kümmert. Immer wieder zusagen und dann absagen und enttäuschte Kinder. Irgendwann habe ich es den Kids nicht mehr erzählt das er vorhatte zu kommen, so wurden sie auch nicht enttäuscht. Mittlerweile hat er dies kids zur Adoption freigegeben. Mein Mann hat die älteste Tochter, mittlerweile 14 ) adoptiert und die andere Tochter wollte es aber nicht. Sie ist 13 Jahre. Wir sind getrennt seit die jüngste 4 Monate und die älteste anderthalb war .
    Auch wenn es mein Wunsch sich gemeinsam um die Kids zu kümmern, schon allein damit ich mal entlastet werde, muss man doch davon distanzieren wenn es nicht funktioniert. Wenn von dem Kindsvater kein Interesse besteht kann man ihn nicht zwingen.

  4. Er hat nicht nur das Recht, seine Kinder zu sehen, sondern auch die Pflicht. Andersherum gesagt, die Kinder haben ein Recht, ihren Vater zu sehen.
    Wende dich an die Trennungsberatung vom Jugendamt. Notfalls kannst du ihn sogar gerichtlich verpflichten lassen, seine Kinder regelmäßig zu holen.

    1. Ja Nadja das bringt garnichts. Oder meinst du das Gericht schickt ihn in Haft wenn er nicht will? Ist dann auch “ toll“ für die Kinder wenn Papa gar keinen Bock hat.
      Termine beim Jugendamt/ Familiengericht sind freiwillig da gibt es bei Nichterscheinen keine Straf- Konsequenzen.

    2. Mein Exmann ist ähnlich interessiert an Zeit mit unserem Sohn. Ich habe inzwischen beschlossen, dass ich nichts mehr erzwinge. Erzwungende Treffen hatten immer so einen unruhigen Charakter, was auch unser Sohn spürte. Jetzt sieht er ihn nur noch etwa alle 4 Wochen für 2 bis 3h, hat aber mit seinem Papa Qualitätszeit statt Pflichtveranstaltung. Meistens sogar eher spontan als vorher terminiert.

  5. Hallo, ich kenne es nicht aus eigener Erfahrung, aber ich habe eine Bekannte, die ihren Ex auf Wahrnehmung seines Umgangs mit den Kindern verklagt hat. Sie hatte das gleiche Problem wie du und hat den Gerichtsprozess auch gewonnen. Wenn der Vater dann den Umgang abgesagt hat, dann stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Das ist glaube ich aber nur einmal passiert. Danach hat es von selbst geklappt.

  6. Hallo Monika, ich kann deinen Text gut verstehen und doch habe ich eine Frage, die neue Familie von ihm sieht wie aus? Leider ist es bei uns etwas anderes…. Wir sind die „neuen Familie“meines Partners (und nicht der Trennungsgrund) und seine Ex meint es habe sich alles nach der „alten Familie“ zu richten obwohl bei uns gerade zwei Zwerge 0 und 2 sind und die Großen 7 und 13. Er muss/ soll halt Dankbar sein, ihr gegenüber.
    Das ist auch nicht einfach… Ich bin der Meinung es hilft immer Mal auch die andere Seite zu sehen, es tut allen weh wenn es heißt Papa will euch nicht oder hat euch mit einer neuen Familie ersetzt. Ich weiß es gibt auch genug die das tun aber ich unterstelle aus eigener Erfahrung nicht allen Männern, dass sie faule emotionslose Holzklötze sind….. Patchwork Family ist ne bescheidene und verdammt harte Arbeit und nicht immer klappt es bis es Rosarot ist aber die Hoffnung hilft.
    Ich wünsch dir das ihr mit etwas Zeit zurück findet in eine gutes Miteinander.

  7. Ich geben meinen Vorrednerinnen recht. Wichtig ist das du dich absichert. Ich habe hier viel hin und her, weil ich es versäumt habe. Aus Fehlern lernt man! Kinder kommen erstaunlich gut mit den Fakten klar. Man muss niemanden dabei schlecht machen aber auch nichts beschönigen.

  8. Hallo,
    vielleicht würde es was bringen, ihn um ein klärendes Gespräch zu bitten. Wenn er dann selber sagt, dass er kein Interesse hat, wäre die Frage direkt geklärt.
    Ansonsten würde ich für die Kinder weiter kämpfen. Habe es selber durch. Irgendwann hat es sich zum Glück positiv eingependelt. Gerade, als unser Sohn älter wurde und so der Vater mehr mit ihm anfangen konnte.
    Viel Kraft dir und deinen Kindern!

    1. Wenn er die Kinder sehen will muss er sich auch darum kümmern! Melde ihm dem Jugendamt das du abgesichert bist. Falls er Termine mit dir ausgemacht für die Kinder zu sehen sag ihnen erstmal nichts bis er vor der Tür steht. So sparst du deinen Kindern viel Kummer. Ich komm selbst aus einer Scheidungsfamilie und Spreche aus Erfahrung . Bei meiner Scheidung haben mein Exmann und ich alles was Ferien, Wochenenden, Feiertagen, Wohnort usw über unsere Anwälte festhalten lassen. Die liegt auch alles dem Jugendamt vor. Aus dem ganz einfachen Grund weil mein Exmann sich kümmern will egal ob neue Partnerin oder sonst was. Er wollte diese Sicherheit haben und ich finde das super und habe keine Einwände. Natürlich würde ich lügen wenn ich sage das lief und läuft alles super. Natürlich sind wir verschiedener Meinungen aber wir haben es im Laufe der Jahre hinbekommen. Lass dir von niemandem was anderes erzählen! Er muss sich drum kümmern seine Kinder zu sehen und er muss dich nach Infos über die Kids fragen etc… fertig ab und Tür Zu!

  9. Für die Beziehung zwischen Vater und Kindern bist Du nicht verantwortlich. Ich verstehe dass Du Deinen Kindern Schmerz ersparen willst, aber das kannst Du nur, wenn er es auch will. Es liegt nicht in Deiner Macht aus Deinem Ex den Vater zu machen, den die Kinder bräuchten.

    Und das musst Du auch nicht. Kinder sind unheimlich anpassungsfähig und wenig nachtragend. Bestimmt braucht Dein Ex noch etwas Zeit um in der neuen Situation, auch mit der neuen Freundin seine Rolle zu finden und die seiner Kinder. Und wenn es das für sich ausgehandelt hat, kümmert er sich auch besser. Oder er schafft es nicht und enttäuscht seine Kinder, bis sie irgendwann kein Interesse mehr haben. Das ist hart für alle Seiten. Aber Du kannst es nicht verhindern.

    Vielleicht hilft es, wenn Du ihm das einmal deutlich aber freundlich sagst. Hängt davon ab wie gut ihr noch miteinander reden könnt. Vielleicht nutzt es auch nichts. Aber ich hoffe sehr dass er das doch noch hinkriegt.

  10. Monika
    eher nein wenn er den Kontakt nicht will kann man es nicht erzwingen. Du willst ja auch den Kindern nicht schaden, die spüren das nämlich ganz schnell. Und generell er ist erwachsen er kann und muss selbst für seine Belange sorgen! Ich würde mich aber dennoch per Jugendamtkontakt oder anderweitige Zeugen absichern und das dokumentieren. Nicht das er in paar Monaten/ Jahren auf einmal was ganz Anderes behauptet und du als “ Böse“, die die Kinder entzogen hat,da stehst. ( das hat mir damals den Rückzug in die Heimat ermöglicht, ich habe übers Jugendamt den Umgang bzw Umgangswunsch geregelt, er hat mehr Termine platzen lassen als einzuhalten, als das Thema Umzug kam meinte er nein geht nicht auf einmal will er doch aber nur unregelmäßig wenn halt mal Zeit wäre kann er sich aber nicht festlegen lassen.. wäre das nicht alles über Jugendamt gelaufen und dort aktenkundig gewesen hätte er den Umzug einfach sabotieren können wenn ich diese Termine/ Zeit nicht schon vorher investiert hätte um Falschaussagen vorzugreifen. So hat der ( männliche) Sachbearbeiter ihm die Meinung deutlich gesagt und ihn abfahren lassen. Und noch 2x nach dem großen Umzug angerufen ob alles in Ordnung ist. Also keine Scheu vorm Jugendamt.) Ich will dir keine Angst machen aber man weiß nicht was manchmal kommt.

    1. Hallo Monika,

      Auch ich bin der Meinung, dass es nicht deine Aufgabe ist deinen Kindern den Vater zu erhalten. Für ein Kind entscheidet man sich im Idealfall nicht alleine – somit trägt man auch die Verantwortung sich um die Kinder zu kümmern nicht alleine.
      Wenn der andere Elternteil aber nicht offen für die Bedürfnisse seines Nachwuchses ist, dann kannstdu daran nichts ändern.
      Indem du den Vater immer wieder mit ins Spiel bringst, läufst du Gefahr ihn zu glorifizieren – und die daraus entstehe Enttäuschung wiegt am Ende weitaus mehr.

      „Der Papa ist, wie er ist- man kann ihn nicht ändern. Trotzdem hat er euch auf seine Weise sehr, sehr lieb. Ihr dürft traurig sein und wütend und gleichzeitig den Papa weiterhin ganz doll lieb haben. Das ist in Ordnung. “

      Das habe ich meinen Mädchen (8&6)gut 9 Monate gesagt.
      Mittlerweile bin ich seit über einem Jahr nicht mehr mit dem Vater der Kinder zusammen. Was soll ich sagen- er hält sich an nichts, er bricht fast jedes Versprechen und er bemerkt nicht, dass seine Kinder älter werden.
      Die Kinder aber bemerken, dass Papa seine Fehler hat und kein Superheld ist und kommen damit sehr gut zurecht.
      Sei für sie da, um sie aufzufangen und ihnen Liebe und Geborgenheit zu schenken – den Rest schaffen die Zwerge meist sehr gut alleine und du verschenkst nicht deine Kräfte an einen Menschen, der die Einsicht selber erlangen muss.

      Und falls du doch mal überfordert bist, weil die Kinder zu traurig sind – es ist in Ordnung sich Hilfe zu holen 🙂

      Alles Gute,
      Jasmin

    2. Das ist nicht ganz richtig. Man kann den anderen Elternteil gerichtlich verpflichten lassen, seine Kinder regelmäßig zu holen. Die Kinder haben nämlich auch ein Umgangsrecht und Eltern eine Umgangspflicht.

      1. P.S.
        Da ich Ihnen oben schon geantwortet habe.
        Ich hätte kein gutes Gefühl die Kinder tagelang wohin zu geben wo sie garnicht gewollt sind. Das ist mir viel wichtiger!!! als meine Meinung durchzusetzen und recht zu haben ( oder kinderfrei).

  11. Hallo,
    so eine Trennung ist nicht leicht, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
    Meiner Meinung nach, solltest du aufhören, dich darum zu kümmern.
    Du machst dich nur selbst damit fertig.

    Den Fehler hab ich nämlich gemacht.
    Irgendwann hab ich dann zu ihn gesagt, er soll sich einfach melden, wenn er sein Kind sehen will.
    Meiner Tochter hab ich erklärt, das der Papa vorbeikommt, wenn er Zeit und Lust hat.
    Sie hat sich sehr schnell daran gewöhnt, obwohl sie auch erst 4 war.

    Als sie 6 war, ist er einfach nicht mehr aufgetaucht und wir waren beide richtig erleichtert, endlich kein hin und her mehr.
    Sie wollte dann jahrelang nichts mehr von ihm wissen und jetzt 10 Jahre später…. haben sie ab und zu wieder Kontakt, aber nur weil sie seine Frau und ihren Sohn gern mag, an ihm hat sie wenig Interesse.

    Man kann eben nichts erzwingen. Es ist nur meine Meinung, andere sehen das bestimmt anders, aber du kannst ihn nicht zwingen, sich zu kümmern.

    Was du tun kannst, ist deinen Kindern zu erklären, daß der Papa jetzt noch ein anderes Leben hat, genau wir ihr.
    Wenn sie dann weinen, ist das natürlich nicht schön, aber wenn du immer für sie da bist, werden sie damit zurechtkommen.
    Meine Tochter und ich sind bis heute ein tolles Team, obwohl noch ein Stiefvater und zwei kleine Brüder dazugekommen sind.

    Ich wünsch euch ganz viel Glück und Kraft.

    Miteinander schafft ihr das!

      1. Hallo,
        ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht, ob du dich da kümmern solltest oder nicht. Ich bin 16 und meine Eltern haben sich getrennt als ich 11 war.

        Wenn sich dein Ex nicht wirklich kümmert, solltest du dich für deine Kinder kümmern. Wir Kinder sind die Leidtragenden, wenn sich die Eltern trennen und dann sollten die Eltern in der Lage sein, alles so hinzukriegen, das wir als Kinder genügend Zeit mit Vater und Mutter verbringen können. Beide Elternteile sind wichtig und auch wenn man noch sehr jung ist, leidet man darunter.

        Deine Kinder wollen mit Vater und Mutter aufwachsen, also müssen du und dein Ex sich drum kümmern, dass das auch klappt! Denn da muss ich mal sagen, dass man sich da selbst mal nach hinten stellen sollte. Klar ist eine Trennung nicht schön, aber deine Kinder können am wenigsten was dafür, dass das so passiert ist.

        1. Wenn es nach ihr gehen würde, wäre die Situation ja anders!! Der Kindsvater zieht doch eine Show ab, nicht sie. Sie weiß das die Kinder beide Elternteile brauchen

        2. Lieber Sebastian,
          So einfach rosarot funktioniert die Welt leider nicht. Eine Bindung/ Beziehung kann man nicht erzwingen! Ich verstehe Ihren Frust, Schmerz…darüber aber für die Vater Sohn Beziehung ist eben der VATER zuständig. Der Alltagselternteil hat es da nie leicht und bekommt oft die Schuldzuweisung vom Kind. Aber Schuld hat niemand, zuallererst das Kind ( an Ihnen ist nichts falsch). Und ich denke mit 16 sind Sie soweit sich selbst damit auseinander zu setzen. Suchen Sie Kontakt zum Vater und hören/ lesen Sie selbst seine Antwort ( Die Sie denke ich ahnen und deshalb so verzweifelt sind). Auch wenn das dann bitter ist wissen Sie woran Sie sind und können weiter machen. Das klärt die Beziehung auch wenn Offenheitnicht immer schön ist. Und Sie lernen ihren ( abwesenden und deshalb etwas verklärten ?) Vater ehrlich kennen. Und lassen Sie mich noch sagen, ohne beide zu kennen, Ihre Mutter hat mit Sicherheit gekämpft und sich weit nach hinten gestellt!( Ich bin selbst Scheidungskind, war Papas Kind und habe natürlich lange nicht den wahren Papa sehen können ( der hätte vorbei kommen können, anrufen, schreiben zu Geburtstag…). Und habe meiner Mutter jahrelang übel genommen das er nicht geblieben ist. Als Erwachsene kam der Kontakt kurz zustande aber eher um seine Rechtfertigung zu hören im Wechsel mit Geschenken zum “ freikaufen“.) Ihr Vater ist der Erwachsene und er ist für Sie verantwortlich nicht umgekehrt!

        3. Hallo Sebastian,
          kannst du das selbst dich mal hinten anstellen und die Mutterperspektive einnehmen?
          Die besteht bei sehr vielen dauerhaft aus sich selbst zurückstellen und für die Kinder da sein. Und wenn Kraft, Zeit, Nerven oder sonstige Ressourcen alle sind, ist das nicht mehr gesund und bringt niemand was, egal wie sehr man irgendwas tun sollte. Niemand hat das Recht auf eine heile Welt, weil es die sowieso nicht gibt. Und niemand hat das Recht darauf, dass ein_e andere_r sich für ihn völlig verausgabt, zumindest nicht, wenn man dem Babyalter entwachsen ist.
          Wie viele Ressourcen da sind, sich von Seiten der Mutter um eine gute Vater-Kind-Bindung zu kümmern, wissen wir beide nicht. Und es liegt im übrigen zuallererst im Verantwortungsbereich des Vaters, nicht der Mutter.
          LG

          1. Anne
            Würden Sie so auch mit Ihrem Teenager sprechen? Traurig. Auch ein 16jähriger ist noch nicht vollständig erwachsen, hier geht es um ein persönliches für ihn sensibles Thema. Und ab 14 spreche ich mir fremde Menschen höflich per Sie an. Duzen Sie Vorgesetzte auch so platt- frech?

          2. Hallo,

            Ich schreibe ja eher selten was, aber hierzu muss ich mich einfach äußern. Hier schreibt ein 16jähriger Jugendlicher! Man sollte Kinder und Jugendliche ernst nehmen, egal ob es die Eigenen oder Fremde sind und respektvoll mit ihnen umgehen.
            Die Trennung war die Entscheidung der Eltern, nicht der Kinder!!! Also sollten die Erwachsenen ALLES dafür tun, dass es für die Kinder so gut wie möglich läuft. Mutter und Vater, da müssen die Eltern sich zurücknehmen, nicht die Kinder!!! Die mussten durch die Trennung schon genug durchmachen!
            Natürlich sollte sich nicht nur die Mutter kümmern müssen, aber sie sollte alles tun, damit es funktionieren kann. Eine klare Ab- und/oder Aussprache wäre das Erste. Wie es dann weitergeht, kann man nicht steuern. Aber ich würde mir irgendwann nicht vorwerfen müssen, dass ich nicht alles gegeben hab.

            Alles Gute und bitte dran denken, wie man einen Jugendlichen anspricht, wenn er sich hier öffnet und was postet!!

    1. Hallo ihr Unbekannten,

      Nach unserer Trennung war es Anfangs auch schwierig (Kinder damals 3&5) . Ich habe dennoch daran festgehalten..auch wenn es für mich immer schwer war, wenn sie wieder daheim waren, haben wir erstmal 1-2 Tage gebraucht , um uns wieder einzuspielen und sämtliche Gefühle zu verarbeiten.. Ich habe versucht, an die Vernunft zu appellieren und immer aus der Sicht der Kinder gesprochen…nie was ich möchte . Und nachdem ich bei einer Therapeutin war, konnte ich auch alles etwas gelassener sehen. Z.b dass es beim Vater mehr Süßes, Fernsehen und so weiter gibt. Sie sagte mir damals, dass dies „Kleinigkeiten“ sind und ich sie hinnehmen muss. Habe versucht, alles bei mir so strukturiert wie möglich zu halten. Das beim Wechsel ganz klar ist: „hier gelten Mamas regeln“ . Es wurde dann von Zeit zu Zeit einfacher . Ganz ohne Gericht und Drohungen. Anfangs fällt es den Vätern oft auch schwer, weil sie in vielen Fällen früher nicht „Alles“ für die Kinder machen mussten. Vllt braucht er Zeit , um alles zu reflektieren und darauf klar zu kommen. Mittlerweile ist es bei uns so, dass die Kindern jedes zweite Wochenende dort sind und wenn Er frei hat und sie möchten, dürfen Sie jederzeit und auch ganz spontan mehrere Tage und Nächte bleiben. Er merkt , wie sie in brauchen und schätzen . Das gibt ihm Kraft & Vertrauen, dass alles auch Mal alleine zu meistern. Damals habe ich es nicht verstanden , wieso er sie so selten sehen will… Habe auch immer alle Infos über geschickt und Bilder von den Kindern zukommen lassen…nie kam etwas zurück… Jetzt läuft es wunderbar und wir können sogar gemütlich einen Kaffee bei der Übergabe trinken und über alles reden. Sie lieben ihn und freuen sich immer, wenn sie dort hin gehen .. und auch wenn sie zu mir zurück kommen. Ich wünsche dir viel Gelassenheit und vllt heilt auch in diesem Fall „die Zeit alle Wunden“. Ich hatte absolut keinen „Schatten“ und bin ganz offen zur Therapie gegangen. Das hat mir geholfen, die Dinge anders zu sehen. Kann ich nur jedem empfehlen .

      Denkt immer , was das Beste für die Kinder ist.

      Alles Gute

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