Plazentainsuffizienz mit Happy End: Unserer Alma geht´s heut super

Plazentainsuffizienz

Ihr Lieben, manchmal nimmt das Glück ein paar Umwege bis zum Happy End, im Fall der kleinen Alma war das so. Durch eine Plazentainsuffizienz in der Schwangerschaft war es kurz relativ knapp für sie. Sie kam zu früh, war noch auf der Intensiv. Im Kita-Alter kam noch eine Zöliakie hinzu… aber mittlerweile ist sie stolze große Schwester und es geht ihr rundum gut. Hier erzählt ihre Mama ihre gemeinsame Geschichte.

„Der Entbindungstermin meiner Tochter war der 3.3.2020. Drei Monate vor der Geburt stellte meine Frauenärztin allerdings fest, dass unser Baby für dieses Stadium der Schwangerschaft zu leicht und zu klein sei. Erstmal kein Grund zur Panik, aber ich bekam daraufhin alle zwei Wochen einen Ultraschall, einfach eine engmaschigere Kontrolle.

Schwangerschaft: Unser Baby wuchs im Bauch nur zögerlich

Bei den weiteren Untersuchungen war die Versorgung immer gut, aber unser Baby wuchs weiterhin nur zögerlich. Bei einer weiteren Untersuchung, es war morgens um 10 Uhr am 11.02.2020, war plötzlich alles anders: Meine Frauenärztin schallte länger als sonst. Sie drehte sich zu mir, nahm meinen Arm und sagte, unser Baby müsse noch heute auf die Welt kommen, mein Körper hätte die Versorgung eingestellt. Es war ein riesiger Schock!

Mein Mann und ich durften nur noch meinen Koffer holen und sollten sofort ins Krankenhaus. Dort entschied man sich, die Geburt einzuleiten – auch in der Hoffnung, mir den Wunsch einer spontanen Geburt zu ermöglichen. Das CTG war stabil. Bei einer weiteren Ultraschalluntersuchung sagte die Klinik-Ärztin schließlich, unser Baby müsse JETZT auf die Welt geholt werden, um einen Notkaiserschnitt zu umgehen. Es ging dann relativ schnell in den OP. Unsere Alma kam mit 2270g und 47cm auf die Welt.

Kaiserschnitt wegen Plazentainsuffizienz

Zehn Tage war sie auf der Intensivstation. Es ging ihr relativ gut, sie brauchte aber ein Wärmebettchen und musste beobachtet werden, da sie sehr gelb war. Erst in den Tagen der Geburt wurde mir bewusst, was da wirklich passiert war und die Ärzte sagten uns, wir hätten irgendwo einen riesigen Schutzengel. Wäre die Routineuntersuchung bei meiner Frauenärztin 24 Stunden später gewesen, hätten wir keine Chance mehr gehabt.

Als wir endlich mit Alma nach Hause durften, begann sie nach vier Wochen, fürchterlich zu schreien. Zwölf Wochen lang bis zu sechs Stunden täglich. Mein Mann und ich kamen absolut an unsere Grenzen. Als sich die Situation beruhigte, fing Alma extrem an zu fremdeln. Sie ging zu niemandem außer mir. Selbst den Papa konnte sie nur schwer akzeptieren. Als sie ein Jahr alt wurde und zur Tagesmutter gehen sollte, weil ich wieder arbeiten musste, war meinem Mann und mir sofort klar, dass sie sich nicht eingewöhnen lassen wird.

Ein zweites Kind, um Alma Zeit für die Eingewöhnung zu geben

Wir entschlossen, das zweite Kind, das wir eh wollten, direkt zu bekommen. Ich wusste, dass ich gleich ein Beschäftigungsverbot bekommen würde, wenn ich schwanger wäre. Und tatsächlich ging unser Plan auf: Als Alma 11 Monate alt war, wurde ich wieder schwanger. Die Eingewöhnung klappte tatsächlich nicht – genau, wie wir vermutet hatten. Dafür war sie mittlerweile so weit, dass Oma auf sie aufpassen durfte, ohne dass sie weinte oder nach mir schrie.

Alma war mit ihrem einen Jahr immer noch kleiner und leichter als andere Kinder. Sie war extrem ängstlich, sodass ich sie nicht mal mit zur Post oder zur Bank nehmen konnte, ohne dass sie panisch anfing zu weinen. Neue Situationen waren überaus schwierig für sie und viele Menschen auf einem Haufen auch. Selbst Besuche bei Freunden oder der Familie waren kaum möglich.

Wir fanden eine Kita, in der sie sich wohlfühlte

Als sie ein Jahr und neun Monate alt war, fanden wir jedoch eine ganz tolle Kita, die Alma aufnehmen wollte. Zu unserer Verwunderung ließ sie sich dort dann auch ganz problemlos eingewöhnen. Mein Mann und ich waren sowas von positiv überrascht und glücklich – es ist kaum zu beschreiben.

Plazentainsuffizienz

Kurz vor ihrem zweiten Geburtstag kam dann jedoch der nächste „Schock“: Alma wurde zunehmend unzufrieden, spielte kaum noch. Auch die Kita meldete zurück, sie würde eher das Geschehen beobachten und wäre sehr passiv.

Sie wird schwächer! Wieder Sorgen um Alma

Sie machte generell einen kränkeligen Eindruck, bekam schmerzhafte Verstopfung und hatte einen riesigen Blähbauch. Dann wurde die Verstopfung abgelöst von extremen Durchfällen und Erbrechen, Alma weinte, wenn sie laufen musste und ließ es dann ganz sein. Sie lebte nur noch auf meinem Schoß.

Mein Mann und ich recherchierten im Internet und stolperten über den Begriff „Zöliakie“. Eine chronische Erkrankung dessen Ursache eine Glutenunverträglichkeit ist. Die Symptome passten genau. Unsere Ärztin sah dies ähnlich und nahm Blut ab.

Diagnose Zöliakie: Darum war Alma so schwach

Die speziellen Blutwerte ließen auf sich warten, aber das große Blutbild machte ihr Sorgen. Die Werte waren so schlecht, dass sie uns sofort ins Krankenhaus überwies. Dort bestätigte sich schließlich unser Verdacht: Alma hat Zöliakie. Das Gluten hatte ihren Darm komplett zerstört, sie konnte keine Nährstoffe mehr aufnehmen und baute deswegen so ab.

Sie wurde in der Klinik aufgepäppelt und wir begannen mit glutenfreier Ernährung. Die Ärzte sagten uns, in ein paar Monaten würden wir unser Kind nicht mehr wieder erkennen. Und so kam es auch!

Alma ist heute eine lebensfrohe und fitte große Schwester

Knapp ein Jahr nach der Diagnose ist Alma ein lebensfrohes Mädchen, holt immer mehr Gewicht auf und wächst stetig. Die Unterschiede zu Gleichaltrigen werden zunehmend geringer. Sie hat viele ihrer Ängste abgebaut. Mittlerweile begleitet sie mich überall problemlos hin. Sie übernachtet mittlerweile ein ganzes Wochenende bei ihrer Oma und das mit riesig großer Freude.

Manchmal ist sie allein bei unseren Nachbarn, um dort mit ihrer Freundin zu spielen. Auch die Kita liebt sie total. Sie ist wahnsinnig selbstbewusst und mutig! Niemals hatten wir damit gerechnet und so ging am Ende eben doch noch alles gut aus!

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