Polyamore Beziehung: Ich bin schwanger – aber von wem?

Liebe Paula, Dein Mann und Du, ihr lebt seit etwa 1,5 Jahren in einer offenen Beziehung. Wann kam der Wunsch dazu auf und warum?

Der Wunsch nach einer offenen Beziehung war eigentlich erstmal gar nicht da. Wir haben schon seit mehreren Jahren Berührungspunkte mit dem Thema offene Beziehung, weil einige Freunde von uns dieses Beziehungsmodell ausprobiert haben. Am Anfang waren wir sehr skeptisch, haben viel darüber gesprochen, waren uns aber immer einig, dass es für uns und unsere Beziehung nichts ist. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, wie man in einer Beziehung mit einem Menschen, den man liebt, sein kann und gleichzeitig abends mal für Sex zu einem anderen Menschen geht. Ich habe schnell über die Beziehungen dieser Menschen geurteilt und war mir sicher, dass es doch nur der Anfang vom Ende sein kann.

Wir haben uns aber viel mit den Themen Offenheit, Vertrauen und Bedürfnisse beschäftigt und können sehr gut über unsere Gedanken sprechen. Wir sind beide noch recht jung und schon lange zusammen . deshalb habe ich schon hin und wieder die Sorge, etwas zu verpassen. Meine Single-Freunde habe ich schon manchmal beneidet – aber nie so sehr, dass ich meine Beziehung in Frage gestellt habe.

Irgendwann lernte ich einen Menschen kennen, der mich sehr interessierte. Ich erzählte meinem Partner davon und wir sprachen darüber. Ich sprach offen darüber, dass es mir unangenehm ist, dass ich mich überhaupt zu einem anderen Menschen hingezogen fühle und dass es sich für mich falsch anfühlt. Auch für meinen Mann war das nicht einfach. Er war zwar offen für die Gespräche mit mir, wurde gleichzeitig damit konfrontiert, dass er sich selber in Frage stellte und Sorge hatte mir nicht zu genügen. Nicht mehr geliebt zu werden, mich zu verlieren. Eine Zeit lang sprachen wir einfach nur über unsere Gefühle und Empfindungen zu diesem Thema.

Und dann?

Irgendwann fragte ich meinen Mann, wie es sich für ihn anfühlen würde, wenn ich den anderen Mann mal treffen würde. Einfach so zu einem Spaziergang. Dieser Schritt war für meinen Mann vollkommen ok und ich vereinbarte eine Verabredung. Vor und nach dieser Verabredung sprachen wir über das Erlebte, unsere Gefühle dazu und was das für uns bedeutet. Ungefähr so ging es immer weiter. Wir sprachen über bestimmte Dinge lange einfach nur, probierten sie irgendwann aus, sprachen wieder drüber und schauten, was für uns passt und was nicht. Irgendwann merkte ich, dass ich mich verliebt habe und auch darüber haben wir offen gesprochen. Ich merkte, dass dieses verliebt-sein keine Gefahr für unsere Beziehung war, denn ich war mir sicher wie noch nie, dass ich mein Leben mit meinem Mann verbringen möchte. Dass ich ihn liebe und schätze und sehr froh bin ihn zu haben. Mein Mann traf zu dieser Zeit auch mal eine andere Frau, was aber ziemlich schnell wieder im Sand verlief.

Erklär mal Eure Regeln: Wie funktioniert das. Was erzählt man, was nicht. Was ist erlaubt und was geht gar nicht?

Eigentlich haben wir eine ganz normale Beziehung. Wir lieben uns, wir verbringen unsere Zeit als Paar und als Familie zusammen und wir streiten uns. Wir haben als oberste Regel ehrlich und offen zueinander zu sein. Uns gegenseitig zu sagen, was wir denken, was wir fühlen und wonach wir uns sehnen. Dann sprechen wir darüber, wie es dem anderen damit geht und schauen, was wir damit machen.

Der größte Unterschied zu dein meisten anderen Beziehungen ist vermutlich, dass wir keine grundsätzlichen Tabus haben. Wir sagen also nicht: Du darfst niemals mit einem anderen Menschen Sex haben – sondern wir sagen: Bitte sprich mit mir über das, wonach du dich sehnst und nimm mich, meine Ängste und Sorgen ernst.

Mit diesem Vertrauen und dieser Sicherheit können wir uns gegenseitig Dinge zugestehen, die in vielen anderen Beziehung vermutlich unüblich sind. Oder eben heimlich gemacht werden. Denn unsere Beobachtung ist, dass in fast jeder Beziehung das Thema Untreue irgendwann mal eine Rolle spielt. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Sicherlicht gibt es nicht in jeder Beziehung Seitensprünge oder ähnliches, jedoch werden viele Menschen in irgendeiner Form mit diesem Thema in Berührung kommen und sei es nur, dass das Gefühl etwas zu verpassen mal phasenweise da ist, man einen anderen Menschen spannend findet oder vom Exfreund träumt. Da bin ich ehrlich gesagt ganz froh, dass ich immer weiß, was in meinem Mann vorgeht und ich nicht darüber nachdenken muss, ob er wohl heimlich auch an andere denkt. 

Aktuell ist es so, dass du nicht nur in einer Beziehung mit deinem Mann bist, sondern auch eben mit deinem Freund. Was gibt dir welcher Mann? 

Hmm…das ist gar nicht so einfach. Anfangs war es so, dass mein Mann mir die Sicherheit gegeben hat, die tiefe Verbundenheit und das Vertrauen. Er und meine Tochter sind meine Familie, mein Heimathafen. Bei ihm finde ich Geborgenheit, bei ihm kann ich sein wie ich bin und alles aussprechen.

Der andere Mann hat mir gerade am Anfang das Abenteuer gegeben. Bei ihm konnte ich sehr stark meine junge, weibliche, abenteuerlustige Seite erleben. Die Aufregung vor einem Treffen, der erste Kuss, das alles war sehr aufregend und belebend. Dort war zeitweise weder die Mutter, noch die Ehefrau im Mittelpunkt.

Mittlerweile hat sich das geändert. Mittlerweile gehört er irgendwie mit zu unserer Familie, er ist ein Teil davon geworden. Das war so nie der Plan und vor einem Jahr hätten wir es wohl vollkommen abwegig gefunden. Aber so ist das Leben, manchmal kommt alles anders als geplant.    

Dein Mann und du seid auch Eltern einer Tochter. Inwieweit sprecht Ihr mit ihr darüber bzw was bekommt sie mit? 

Unser Tochter ist noch im Kindergartenalter und hat noch kein Modell im Kopf, wie eine Beziehung auszusehen hat. Mittlerweile verbringen wir sehr viel Zeit als erweiterte Familie zusammen, also wir drei Erwachsenen mit unserer Tochter und sie erlebt uns zusammen. Sie sieht, dass ich beide Männer liebe. Dass wir kuscheln und uns küssen. Für sie ist es selbstverständlich, da sie es im Alltag immer wieder so natürlich erlebt. Für sie ist es vermutlich auch gar nicht komisch, da sie in ihrem Leben ja auch mehrere Menschen liebt. Sie liebt mich als ihre Mutter, meinen Mann als ihren Vater. Die Oma, den Opa usw.

Liebe ist etwas, was nicht nur für eine Person reicht, das ist jedoch einzig in der Liebesbeziehung zu einem Menschen, seinem Partner/Partnerin, anders. So denken wir zumindest in unserer Gesellschaft. Da ist sie zum Glück noch sehr offen für alles und nicht gesellschaftlich geprägt. Ich glaube, das wichtigste ist, dass sie merkt dass es uns allen gut damit geht.

Nun bist du schwanger – und weißt nicht genau, wer der Vater ist. Wie ist das für dich?

Jetzt gerade ist es einfach nur wunderschön. Wir freuen uns alle sehr auf das kleine Wesen, was bald zu uns kommt und sind schon sehr aufgeregt. Am Anfang war es ein Wechsel zwischen Freude und Überforderung. Von Anfang an haben vor allem mein Mann und ich uns sehr über die Schwangerschaft gefreut, da wir grundsätzlich einen Kinderwunsch hatten. Natürlich waren in unserer Vorstellung die Bedingungen etwas anders. Wir haben uns immer vorgestellt ganz normal zu zweit ein weiteres Kind zu bekommen. Das plötzlich noch ein Mensch in irgendeiner Form eine Rolle spielt war neu für uns. Wir wussten schon zum Zeitpunkt der Zeugung, dass es möglich sein konnte, dass ich schwanger bin, da ich die Temperatur gemessen haben und wusste, dass ich mit meinem Mann ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte und gleichzeitig mit meinem Freund etwas unvorsichtig war.

Ich weiß, dass ich es meinem Mann sofort gesagt habe, als der Test positiv war und wir beide erstmal geweint haben. Aus Freude und dann auch ein bisschen aus Angst vor dem was kommt. Wir haben dann wieder zu dritt und ich auch einzeln mit jedem sehr sehr viel gesprochen. Über das was auf uns zukommt, darüber wie wir damit umgehen wollen. Was es für uns als Familie bedeutet, was es für uns als Menschen bedeutet. Wer übernimmt welche Rolle, wer übernimmt welche Aufgaben. Wie organisieren wir das rechtliche usw.

Wie fühlen sich die beiden Männer gerade?

Für meinen Mann war von Anfang an klar, dass er auch die Vaterrolle, wie bei unserer Tochter übernehmen wird. Unabhängig davon, wer der leibliche Vater ist.

Wir haben uns aufgrund unserer langen Kinderwunschgeschichte, die wir schon vor unserer ersten Tochter durchlebt haben, sowieso schon viel damit auseinander gesetzt, was leibliche und nicht leibliche Elternschaft bedeutet und für uns spielt es keine Rolle, wer genetisch mit dem Kind verwandt ist. Rechtlich darf nur ein Vater die Vaterschaft übernehmen, das ist automatisch erstmal der Ehepartner.

Mein Freund musste sich erst einmal einfinden, bzw ist immer noch dabei. Es machte ihm zuerst eine riesen Angst plötzlich mit der Verantwortung für ein Kind konfrontiert zu sein. Er liebt unsere Tochter und verbringt gerne Zeit mit ihr. Plötzlich jedoch selber für ein Kind verantwortlich zu sein war so noch nicht sein Plan. Wir lassen ihm Zeit seinen Platz zu finden.

In einigen Jahren werden wir sicherlich mal einen Vaterschaftstest machen. Klar ist, dass mein Mann und ich ganz normal die sozialen Eltern sein werden. Mein Freund wird seine Rolle finden. Aktuell sieht es so aus, als würde das Kind mit zwei Papas aufwachsen, die jeder für sich ihre eigene Paparolle finden werden.

Nun geht Ihr zu Vorsorgeterminen also zu dritt. Wie ist da die Reaktion von Ärzten/Hebammen?

Beim ersten Anruf bei der Hebamme war ich etwas aufgeregt und habe mich um Kopf und Kragen geredet, um unsere Situation zu erklären, in der Hoffnung die Hebamme erklärt uns nicht für völlig verrückt. Mir ist es total wichtig, dass wir alle an der Schwangerschaft teilhaben können, deshalb war klar, dass ich mich überwinde und es offen ausspreche, auch wenn ich weiß dass es gesellschaftlich sehr ungewöhnlich ist.

Die Reaktionen waren aber bisher wirklich nur positiv. Alle die uns gemeinsam erleben, sagen im Nachhinein, dass wir so harmonisch wirken und es sich so normal anfühlt, wenn man uns zusammen sieht. Das ist auch mein Empfinden.

Habt Ihr oft mit Bashing zu tun?

Bisher noch gar nicht. Es spielt aber eine große Rolle in unserem Kopf. Wir gehen nämlich in unserem Freundeskreis sehr offen damit um, unsere Freunde wissen alle bescheid und erleben uns auch im Alltag. Unsere Eltern wissen aber bisher von nichts. Wir haben eine riesen Angst vor Verurteilung oder sogar Abstoßung, dass wir uns noch nicht getraut haben es ihnen zu sagen.

Was wünscht Du dir für eure Familie? 

Dass wir uns immer gegenseitig im Blick haben, uns mit Liebe und Respekt begegnen und falls das mal nicht so ist, wir Menschen in unserer Umgebung haben, die uns dabei helfen. 

Natürlich haben wir auch daran gedacht, dass das ja alles schön und gut ist solange wir uns alle verstehen und haben überlegt was wäre wenn wir uns zerstreiten. Finden wir dann immer noch einen Weg? Das wissen wir
natürlich nicht ganz genau. Unser Versprechen an uns alle gegenseitig ist, immer offen für Gespräche zu sein, egal wie blöd wir uns gegenseitig finden.

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9 comments

  1. Sorry aber ich betrachte diese Geschichte, wie sie geschrieben ist, als total egoistisch und manipulativ dem Ehemann und auch dem Freund gegenüber. Eine offene Ehe ist OK sofern sich beide wirklich damit einverstanden erklären und gewisse Regeln eingehalten werden. Hier ging offensichtlich die Initiative von Paula aus. Der Ehemann scheint seine Frau sehr zu lieben und hat augenscheinlich extreme Angst sie zu verlieren. In einer offenen Ehe gilt es gewisse Regeln einzuhalten wobei absolute „No-Gos“, wie z.B. ungeschützter außerehelicher Sex und ein außereheliches Kind, absolut einzuhalten, bzw. zu vermeiden sind.
    Beides hat Paula nicht eingehalten! Nein, ganz im Gegenteil. Sie geht, egoistisch wie sie scheinbar ist, ganz einfach davon aus, dass ihr Ehemann mal einfach so die Vaterschaft annimmt und das ohne vorangegangenen Gentest… So etwas einem Mann mal eben so zuzumuten ist wohl die absolute Härte! Von wirklicher Liebe zum Ehemann kann in diesem Fall kaum noch ausgegangen werden. Vielmehr geht es offenbar lediglich, wenn überhaupt, nur noch um ein paar wohlwollende Gefühle für den Ehemann aber vor allem um die eigene Absicherung von Paula.
    Da laut Statistik offene Ehen selbst bei Einhaltung der Regeln ohnehin größtenteils scheitern, kann ich nur hoffen, dass sich der Ehemann die rosarote Brille absetzt und wenn überhaupt nur nach einem Gentest entscheiden wird, ob oder nicht die Vaterschaft anzuerkennen. Denn nach der Scheidung (von der mit Bezug auf die Statistiken auszugehen ist) müsste er ansonsten auch für ein Kind zahlen, das er nicht gezeugt hat. Last but not least wie würde Paula empfinden, wenn ihr Ehemann mit einer anderen Frau ein Kind erwarten würde und die andere Frau das Kind natürlich selber behalten und aufziehen möchte? Dann würde das Ganze doch sicherlich vollkommen anders ausgehen oder?

  2. Sorry aber ich betrachte diese Geschichte, wie sie geschrieben ist, als total egoistisch und manipulativ dem Ehemann und auch dem Freund gegenüber. Eine offene Ehe ist OK sofern sich beide wirklich damit einverstanden erklären und gewisse Regeln eingehalten werden aber…
    Hier ging offensichtlich die Initiative von Paula aus. Der Ehemann scheint seine Frau sehr zu lieben und hat extreme Angst sie zu verlieren. In einer offenen Ehe gilt es gewisse Regeln einzuhalten wobei absolute „No-Gos“, wie z.B. ungeschützter außerehelicher Sex und ein außereheliches Kind, absolut einzuhalten, bzw. zu vermeiden sind.
    Beides hat Paula nicht eingehalten! Nein, ganz im Gegenteil. Sie geht, egoistisch wie sie scheinbar ist, ganz einfach davon aus, dass ihr Ehemann mal einfach so die Vaterschaft annimmt und das ohne vorangegangenen Gentest… So etwas einem Mann mal eben so zuzumuten ist wohl die absolute Härte! Von wirklicher Liebe zum Ehemann kann man in diesem Fall wohl kaum noch ausgehen. Vielmehr geht es offenbar lediglich um noch ein paar wohlwollende Gefühle und vor allem um die eigene Absicherung von Paula.
    Da laut Statistik offene Ehen selbst bei Einhaltung der Regeln ohnehin größtenteils scheitern, kann ich nur hoffen, dass sich der Ehemann die rosarote Brille absetzt und nur nach dem Gentest entscheiden wird, ob oder nicht die Vaterschaft anzuerkennen. Denn nach der Scheidung (und davon ist laut Statistik auszugehen) müsste er ansonsten für ein Kind zahlen, das er nicht gezeugt hat. Ganz schlechte Entscheidung…

  3. Wir leben ein ähnliches ‚Modell‘ – einziger Unterschied ist, dass der Freund seit Jahren eingezogen ist und wir tatsächlich fest als Kernfamilie zusammenleben und auch die Kinder in die Konstellation hineingeboren wurden. Ich verstehe die grundsätzliche Unsicherheit, die immer wieder bei Außenstehenden aufkommt, wenn es um die ‚echten oder unechten‘ Gefühle der Beteiligten geht. Sich danach zu fragen ist aber in etwa so gewinnbringend wie es bei allen anderen Paarkonstellationen auch wäre. Man guckt den Leuten immer nur vor den Kopf.

    Ich kann von meiner Warte aus sagen, dass sich weder die Zeit vor unserer polyamoren Mehrfachbeziehung noch jetzt das polyamore (und auch recht eingefahrene) Familienleben groß unterschiedlich angefühlt hat. Frische Beziehungen sind immer etwas Besonderes, egal ob man gerade noch eine ‚alte‘ Beziehung nebenher führt oder eben nicht. Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen stellt sich trotzdem zu jedem Partner nach einiger Zeit her.

    Häufig wird argumentiert, als wenn eine Beziehungsform besser ist, als die andere. Polyamorie bietet keine Musterlösung für Beziehungen, sie passt nur manchmal zu einigen Menschen und Lebenssituationen besser als das monogame Pendant.

    1. Das ist eine tolle und ganz mutig erzählte Geschichte. Natürlich kann niemensch Hellseher*in sein und bereits wissen, was die Zukunft für die Beteiligten bereit hält.
      Aber hier sind alle Involvierten von Anfang an mit maximaler Transparenz und einem hohen Willen zu allseitiger Verbindlichkeit und Integrität aufgetreten.
      Es wird ja deutlich mehr als nur die vermeintlich „sensationelle“ Schwangerschaft beschrieben, die leider beim Focus so hohe Wellen schlug.
      Viel wichtiger ist, daß der Bericht eines zeigt: Unkonventionelle Lebensentwürfe sind möglich und Freiheit auf der einen Seite bildet keinen Gegensatz zu Verlässlichkeit auf der anderen Seite – wenn Menschen bereit sind, sich mit ihrem gesamten Potential einander anzuvertrauen.

  4. Ich lebe ein ähnliches Modell, allerdings ohne dass eine Schwangerschaft im Raum steht. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass das auch mit einem gemeinsamen Kind funktionieren kann. Gerade wenn das Umfeld auch eingeweiht ist. Wie das für die Frau wäre, wenn der Mann mit einer anderen ein Kind zeugt? Nun ja, wahrscheinlich hätte sie schon daran zu knabbern, aber vielleicht würde sich da auch eine gute Lösung finden.

  5. Ich merke, dass ich hier auch nur schwer empathisch sein kann. Es fällt mir schwer, daran zu glauben, dass einem ein solches Arrangement nicht früher oder später in irgendeiner Form um die Ohren fliegt.
    Andererseits, in welcher Beziehung gibt es schon irgendwelche Garantien.
    Alles Gute für Paula!

    1. Ich wäre total gern der Mensch, der sagt, „super – jeder wie er glücklich ist“. Aber irgendwie fällt es mir schwer, daran zu glauben, dass da wirklich alle total zufrieden sind. Vor allem, wenn dann noch ein Kind ins Spiel kommt. Hat Paula nicht Angst, dass z.B. es ihrem Mann dann doch schwerer fällt als gedacht, ein Kind als sein eigenes aufzuziehen, ohne zu wissen, ob es das ist oder nicht? Und wie ist das für’s Kind? Wenn dann irgendwann rauskommt, mein Vater ist es gar nicht?
      Auf der anderen Seite…Mona hat schon Recht: Schiefgehen kann bei Beziehungen – egal, ob zum Partner oder zum eigenen Kind – immer irgendwas.

    2. Ich finde es interessant, dass die Bedürfnisse des Kindes und Gefühle und Empfindungen, die es später dazu haben wird, überhaupt nicht thematisiert bzw. bedacht wurden. Es dreht sich halt alles um die „Bedürfnisse “ der Eltern in diesem Konstrukt. Abgesehen davon, dass der Rest meiner Meinung nach nicht ewig so konfliktfrei funktionieren wird. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

  6. In dieser Geschichte gehts nur darum zu zeigen, wie begehrenswert als Frau man doch ist. Wow,2 Partner…Es wird immer nur dargestellt wie die Frau in mehreren Beziehungen ist und was Liebe doch bedeutet…
    Wie fühlt es sich an in einer Beziehung an, in der der Mann polyamoreus ist und mit einer anderen Frau ein Kind zeugt?
    Ich denke dann ist nicht mehr alles so Sonnenschein und das ist dann auch keine Liebe…

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