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12/06/2017 - 06:00

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Schulweg meistern: Wie kommen eure Kinder sicher zur Schule? Kooperation mit VHV

Ihr Lieben, ich weiß noch genau, wie ich damals in der Fahrradprüfung den Arm zum „Blinken“ zur falschen Seite ausstreckte, weil die Kurve in unserem kleinen Dorf so eine komische Biegung macht. Ich war stolze Drittklässlerin und wollte diese Prüfung natürlich bestehen –  was dann zum Glück auch klappte.

Dass ich mich noch so gut daran erinnere, liegt wohl daran, dass uns sowohl Eltern als auch Lehrer damals das Gefühl gaben, dass das etwas sehr Wichtiges sei. Nur, wer die Fahrradprüfung bestanden hat, darf den Weg zur Schule mit dem Fahrrad fahren. Alle anderen müssen zu Fuß oder mit dem Roller kommen, das ist auch heute noch so, da meine Kinder dieselbe Grundschule besuchen wie ich damals. Es geht um ihre Sicherheit.

Dass die Kinder hier auf dem Land überhaupt noch selbst zur Schule kommen, ist sowieso etwas Besonderes. Immer wieder liest man von Eltern, die ihre Kinder mit ihren SUVs bis quasi auf den Schulhof bringen. Und ich habe zwar kein fettes Auto, aber dennoch bringe auch ich die Kinder mit dem PKW zur Schule. Warum? Weil wir auf einem einsamen Berg wohnen, auf dem es keinen Bürgersteig gibt. Es gibt viele Kurven, die nicht gut einsehbar sind und es gibt einfach viele Autos, die hier nicht mit Kindern auf der Straße rechnen – und dementsprechend rasen.

Da ich also sowieso auf dem Weg zur Arbeit quasi an der Schule vorbeikomme, nehme ich sie morgens also mit. Trotzdem weiß ich, wie gern die Kinder selbstständig durchs Dorf laufen, wenn sie mal nach der Schule mit einem Freund nach Hause gehen, der näher an der Schule dran wohnt.

Das Thema Sicherheit auf dem Schulweg betrifft also alle Eltern. Das hat die VHV nun zum Anlass genommen, im Internet eine Aktionsseite ins Leben zu rufen. Die VHV Allgemeine Versicherung kümmert sich unter anderem um Sach-, Haftpflicht und Unfallversicherungen.

Ihre Idee war es, eine umfassende Informations-Webseite mit Tipps und Tricks für einen sicheren Schulweg zu starten, um so im besten Falle auch Unfälle zu vermeiden. Auf der Seite geht es um sicheres Verhalten für Kinder auf dem Fahrrad, um Tipps für Kinder, die zu Fuß unterwegs sind und um ihren Versicherungsschutz in der Schule. Was ist also bereits durch die Schule abgesichert und welchen Mehrwert hätte eine private Unfallversicherung?

Es geht also um Themen, die hauptsächlich Eltern von Grundschulkindern betreffen. Katharinas große Tochter kommt dieses Jahr in die Schule, für unsere Jungs steht im Herbst die Fahrradprüfung an. Ob wir sie danach allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen werden? Mal sehen, wie es läuft! Aber auf jeden Fall haben wir bei den nächsten Radtouren mit ihnen ein etwas sichereres Gefühl. Dann hat nämlich auch das letzte Familienmitglied den Fahrradführerschein, an dessen Prüfung wir uns auch noch heute so gut erinnern… 

Wie ist es bei euch? Wie gestaltet ihr den Schulweg? Dürfen eure Kinder allein los – oder eher noch nicht?

Tags: Schulweg, Fußgänger, Radfahrer, Kinder, Erstklässler, Sicherheit, Gefahren

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Kommentare

K — Mo, 06/12/2017 - 20:06

Meine Jungs laufen seit dem zweiten Halbjahr der ersten Klasse alleine hin und zurück. Der Schulweg ist ca. 1,5 km für eine Strecke also nicht so kurz und wir wohnen auf dem Land. Es ist eher ungewöhnlich hier, dass Erstklässler schon alleine laufen und die Kommentare schwanken zwischen "Finde ich ganz toll" und "Hast Du keine Angst ???" Aber es klappt prima. Für mich ist es eine Riesen Erleichterung. Die Kinder sind um 7.30 Uhr aus dem Haus und ich kann mich in Ruhe für die Arbeit fertig machen. Die grösste Gefahr aus meiner Sicht so d definitiv andere Eltern, die sich nicht an Vorgaben halten und ihre Kinder bis direkt vor Schulhof bringen und so alle Kinder, die zu Fuss kommen, durch verbotenes Rangieren gefährden. Das ist sehr ärgerlich, aber kaum zu ändern ohne sich den Hass der Elternschaft zu zu ziehen :(

Ka — Mo, 06/12/2017 - 22:33

Die Situation ist paradox: Lehrer, Verkehrspolizei etc. Raten den Eltern, die Kinder zu Fuss zu schicken. Es gilt als pädagogisch richtig und wichtig für die Kinder und wenn man es tut, sind die Kinder der Willkür und Rücksichtslosigkeit der anderen Eltern ausgesetzt. Sagen darf man aber nix. Man ist stets in der Minderheit. Die meisten Kinder werden ja mit dem Auto gebracht. Am Anfang habe ich noch was gesagt, wenn Eltern falsch parken, Fusswege blockieren, Kinder gefährden aber mittlerweile habe ich resigniert. Gegen soviel Unvernunft kommt man einfach nicht an.

Ute Fuchs — Di, 06/13/2017 - 13:29

Schwieriges Thema! Meine Tochter kommt nach den Sommerferien in die Schule. Laufen ist nicht ihre Lieblings-Fortbewegungsform, lieber würde sie auf dem Rad-Fahren(macht sie seit zwei Jahren). Zur Zeit planen wir, dass wir sie Morgens zu Fuß die ersten 1-2 Monate bringen, danach hoffen wir, dass sie sich einer Laufgruppe angeschlossen hat, die ihr so viel Spaß macht, dass sie ihren Wunsch nach dem mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen, vergisst. P-)

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