Skifahren mit Kindern – 10 Tipps für einen schönen Winterurlaub

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Ihr Lieben, nichts – aber auch wirklich nichts – rückt meine Welt so zurecht wie ein paar Tage in den Bergen. Ich liebe die Weite, die Stille. Wenn ich auf einer Wiese stehe, die Berggipfel sehe – relativiert sich meine eigene Größe ganz schnell – und mit ihr die Problemchen, über die ich mir viel zu oft Gedanken mache. 

Seit ich denken kann, habe ich Urlaub in den Bergen gemacht. Im Frühling waren wir wandern, Sommer plantschten wir im nahegelegenen Stausee, im Herbst gingen meine geliebten Großeltern mit uns stundenlang durch den Wald auf der Suche nach Pfifferlingen. Und im Winter standen wir den ganzen Tag auf Skiern. Bereits im zwarten Alter von zwei Jahren schnallte mir ein Opa die Ski unter die Füße, denn wer laufen kann, kann auch skifahren, sagte er. 

Ich bin also Wintersport-Fan seit jüngsten Jahren – und so ist es kein Wunder, dass meine beiden Großen auch schon begeisterte Skifahrer sind. Da in Berlin demnächst Skiferien anstehen und viele von Euch nochmal in den Schnee düsen, schreibe ich hier mal 10 Tipps für den Skiurlaub mit Kindern auf: 

1. Anreise: Wir fahren immer nachts. Der Weg ist weit und wenn man Samstag der „Bettenwechsel“ in den Hotels ansteht, staut es sich auf der Autobahn. Deshalb setzen wir die Kinder abends ins Auto und fahren in die Nacht. Klar ist das anstrengend, aber das Gefühl, am nächsten Morgen in den Bergen aufzuwachen und den ganzen Tag vor sich zu haben, ist unbezahlbar. 

2. Im ersten Jahr, als meine Große Skifahren lernen wollte, habe ich selbst den Skilehrer gespielt. Mit der Folge, dass es gekracht hat. Sie beschwerte sich, dass ich nicht gut erkläre, ich war zu ungeduldig -kurz: Es endete in Tränen. Daher mein Rat, die Kinder in einen Skikurs zu geben. Die Lehrer dort sind Profis, tausend mal geduldiger als wir Eltern und die Kinder finden dort schnell Freunde. Was meine Kinder in kurzer Zeit im Kurs gelernt haben, fand ich großartig. Und außerdem beschert so ein Skikurs auch ein paar ruhige Stunden für die Eltern. 

3. In den Jahren, in denen Kinder noch ständig wachsen, hat es eigentlich keinen Sinn, Skier und Skischuhe für Kinder zu kaufen. Daher leihe ich die Ausrüstung vor Ort. Erspart auch jede Menge Gepäck. 

4. In gute Skiklamotten investiere ich dagegen – nichts ist Schlimmer, als wenn Kinder frierend und nass am Berg sind. Ich kaufe alles in Unisex-Farben, so dass die Kinder die Sachen nacheinander auftragen können. Die Kitakinder tragen ihre Schneeanzüge übrigens auch oft hier in Berlin, wenn es richtig kalt ist. 

5. Skifahren ist teuer, das kann man nicht wegdiskutieren. Ausrüstung, Liftkarten – da kommt ganz schön was zusammen. Bei uns schenken die Großeltern immer einen Teil der Skikurse/Liftkarten zu Weihnachten – das finde ich sinnvoller als das 1000ste Spielzeug und entlastet unsere Urlaubskasse. 

6. Viele Skischulen bieten an, die Kinder auch über Mittag zu betreeuen und mit ihnen Mittag zu essen. Was natürlich extra kostet. Daher haben wir – gerade am Anfang – die Kinder für die Mittagspause nach Hause geholt, dort gekocht. Das ist zum einen günstiger und zum anderen können die Kinder sich dann auch nochmal aufs Sofa legen und ausruhen – Skifahren ist nämlich echt anstrengend. 

7. Die meisten Skikurse enden um 15 Uhr – unsere Kinder waren dann immer total groggy. Deshalb die Faustregel: Erstmal nach Hause, was essen, ausruhen. Und dann gegebenfalls nochmal los. Nie direkt nach dem Abholen!

8. Mein Sohn ist eine kleine Pistensau – das hießt, am Liebsten fährt er Schuss. Manchmal kann ich kaum hinschauen, aber ich glaube tatsächlich, dass Kinder beim Skifahren sehr schnell lernen, wie weit und wie schnell sie fahren können. Dazu gehört auch, dass sie den ein oder anderen Sturz verkraften müssen. Das gehört aber dazu und schult die Kinder enorm in ihrer Selbsteinschätzung. Dass Helme Pflicht sind, muss ich wohl nicht extra erwähnen. 

9. Bei der Wahl des Skiortes wäre mir wichtig, dass die Lifte relativ leicht erreichbar sind – sich morgens schon eine Stunde lang in einen überfüllten Skibus zu quetschen, wäre gar nicht meins…

10. Ein gutes Alter für den ersten Skikurs ist 4 Jahre – viele Schischulen nehmen mittlerweile gar keine jüngeren Kinder mehr. Die Skischuhe sind relativ schwer, da müssen die Kinder aussreichend Kraft in den Beinen haben. Im Zweifel würde ich immer ein Jahr länger warten, als das Kind zu früh in einen Skikurs zu geben – so vermeidet man Misserfolge und blöde Einstiegs-Erlebnisse.ski1 0—–

Bei der Anreise unseres diesjährigen Skiurlaubs über Silvester wurden wir von VOLVO unterstützt. Da wir in Berlin nur ein kleines, sehr altes Auto besitzen, das so eine weite Strecke niemals schaffen würde, durften wir den VOLVO XC 90 testen. Für mich ist es das ideale Auto für eine Familie mit mehreren Kindern, die auf eine weitere Reise gehen möchte. Im Kofferraum lässt sich eine dritte Sitzreihe ausklappen – meine Tochter fand das natürlich mega cool und richtete sich hinten ihr gemütliches Eck ein. Die Mittelreihe ist groß, dass ich Bedarf bequem in der Mitte zwischen zwei Kindersitzen sitze kann. Der Kofferraum ist riesig, wir hatten kein Problem, unser Gepäck für fünf Leute unterzubringen. 

Der Volvo XC 90 ist von innen unglaublich hochwertig, die Lederausstattung sehr schick und das Navigationssystem einfach zu bedienen. Das Auto beschleunigt von o auf 100 in 7,6 Sekunden und verbraucht auf 100 Kilometer zwischen 6,4 und 7,5 Liter. Wir hatten zu jeder Zeit ein extrem hohes Gefühl an Sicherheit, ganz besonders auf den kurvenreichen Bergstraßen und auch, als wir in einen Platzregen auf der Autobahn gekommen sind. Ein besonderes Fahrerlebnis mit sehr sehr viel Komfort auf so langer Strecke.ski2 0

 

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12 comments

  1. Unsere Kinder wollen bereits seit Längerem Skifahren lernen. Da wir Eltern schon begeisterte Wintersportler sind, möchten wir diesem Wunsch gerne nachkommen. Eine passende Skischule sowie eine Unterkunft suchen wir noch.

  2. Hallo Ihr Lieben,

    danke für die tolle Übersicht zum Thema Winterurlaub. Dass die Großeltern Gutscheine für den Skiurlaub schenken finde ich eine großartige Idee.
    Bei uns in Murnau wird das auch so gehandhabt. Mittlerweile gibt es auch immer mal wieder Rabattaktionen für Familien. Dann hält sich der Pistenspaß kostenmäßig zum Glück in Grenzen.

    Alles Liebe,
    Birte

  3. Begeisterte Skifahrer
    Hallo, wir sind auch begeisterte Skifahrer, allerdings fahren wir jedes Jahr nicht länger als 2 Std. in den Skiurlaub und zwar ins Erzgebirge! In Thüringen, dem Harz oder im angrenzenden Riesengebirge gibt es auch tolle Skipisten. Die Preise sind moderat, auch für die Unterbringung. Wir nehmen immer Privatunterkünfte- da tut man sogar etwas für die Region. Auch die Gasthäuser vor Ort sind froh über zahlreiche Gäste! Und Skischulen gibt es auch. Und man braucht keinen SUV zur Anreise…

  4. SUV
    …und zum „extrem hohen Gefühl an Sicherheit“: Was meint ihr, ist das für ein Gefühl, wenn man mit Kind im Fahrradsitz von so einem Teil durch enge, städtische Straßen getrieben oder gar machomäßig überholt wird? Das passiert mir JEDEN Tag! Schön, dass man drinne seinen Spaß hat, aber ich habe täglich Angst um mich und meine Kinder, seit es die Dinger gibt. Sorry für die Emos jetzt, aber das war halt ne Steilvorlage…

  5. SUV
    Ich lese euren Blog jetzt schon länger & das auch mit Freude. Diese Anzeige hier mit dem SUV haut mich jetzt aber glatt aus den Socken. Wirklich jetzt??? Das hat katastrophale Auswirkungen auf unsere Umwelt & das ist euch auch definitiv bewusst, so wie allen Leuten. Der Klimawandel ist ja nun wirklich niemandem entgangen. Ich versuche diesen Wahnsinn, so gut es geht, jeden Tag zu ertragen & zu ignorieren (sonst würde man ja selbst verrückt) – aber doch jetzt bitte nicht auch bei euch!!!

  6. SUV
    Schade, dass ihr für einen SUV Werbung macht. Aber es passt dazu, dass die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz in eurem Blog ausgeklammert wird.

    1. Wintersport mit Folgen
      Mit dem Massentourismus Wintersport verbinde ich Planierraupen, entwurzelte Bäume und Tiere vor dem Erschöpfungstod: Skigebiete sind eine Katastrophe für die Umwelt. Die Folgen bedrohen nicht nur Tiere und Pflanzen, sondern auch uns Menschen. Und dann die Anreise mit nem dicken SUV…

  7. Wir lieben auch das Skifahren
    Wir lieben auch das Skifahren – vielleicht noch zu erwähnen – viele Skigebiete bieten bestimmte Wochen im Jahr an denen dann der Kinderskikurs inclusive ist . Hatten wir letztes Jahr im Bregenzer Wald – und wenn es nicht immer die großen Mega Skigebiete sein müssen – dieses Jahr fahren wir im März in die Schweiz und haben eine Ferienwohnung gebucht – direkt am Skilift – für 7 Personen – die Skipässe sind für alle inkludiert und bezahlten gerade einmal 850 Euro

  8. Budget-Tipps?
    Mein Mann und ich sind sehr am Überlegen, ob wir unseren Sohn mit dem Skifahren „anfixen“ wollen. Schon unseren letzten Skiurlaub als Paar fanden wir eigentlich zu teuer, schon allein wegen der Skipässe.
    Es hätte mich interessiert, wie ihr das als Familie macht, damit die Kosten nicht völlig aus dem Ruder laufen. Mir wird ja schon ganz anders, wenn ich daran denke, wie sich bei einem einwöchigen Skiurlaub das tägliche Hüttenmittagessen mit (mehreren) Kindern summiert.
    Falls wir mit unserem Sohn Skiurlaub machen, dann sicher nur in der gemeinsam mit Freunden gemieteten Ferienwohnung und selbst zubereiten (nahezu) aller Mahlzeiten.

  9. Es ist unbezahlbar
    Liebe Katharina, wie du schon schreibst ist Skifahren unfassbar teuer: Ausrüstung, Tageskarte, Anfahrt und Unterkunft: wer soll das bezahlen? So schön es auch sein mag, aber das ist bei uns nicht drin. Hier in Hamburg gibt es Anfang März 2 Wochen Ferien – ironischerweise Skiferien genannt. Ich kenne kaum Leute die sich das leisten können und wollen, dabei ist Hamburg auch eine Skifahrerstadt. Wir sind definitiv Team Sommerurlaub (auch in den Bergen). Ich wünsche euch viel Spaß im Schnee, Sonne im Gesicht und Schwung auf der Piste. Liebe Grüße

    1. nicht überall ist es so teuer..
      hallo!
      es gibt auch günstige skigebiete – als familie mit kindern braucht man keine zig pistenkilometer, keine teuren sessesllifte, in halbwegs guten wintern auch keine gondel…

      ich bin tirolerin und kann mir eine Tageskarte im riesenskigebiet von zb hochfügen auch nicht leisten – zudem ist es mir too much

      wenn man sich anseits umschaut gibts schon leistbares….

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