WO SIND DIE VÄTER? Es kann doch nicht wahr sein, dass alles an uns Frauen und Müttern hängen bleibt!

Mental Load

Ihr Lieben, mein Name ist Judith, ich bin Frau und Mutter und wenn sich Frauen gegenseitig Tipps geben, wie sie ihren Haushalt und die Kinder und die Vereinbarkeit am besten hinbekommen, stört mich oft ein Aspekt ganz massiv, denn da wird immer noch viel zu häufig eine wichtige Person nicht benannt: Wo sind die Väter?

Ich spreche hier nicht von Alleinerziehenden, sondern von all denen, die zu Hause nicht die einzig Erziehungsberechtigten sind. In vielen, vielen dieser Diskussionen wird an keiner Stelle davon gesprochen, dass die Papas hier mit ins Boot und in die Pflicht genommen werden.

Nein, wir Frauen müssen nicht besser delegieren. Männer müssen selbst Verantwortung übernehmen!

Wobei. Nein, auch DAS ist ja schon wieder ein Problem. Warum müssen denn Papas und Partner eigentlich überhaupt (immer noch) ständig und immerzu von uns Frauen und Mamas in die Pflicht genommen werden? Warum? Tatsächlich ist das auch immer wieder mal Streitthema mit meinem Mann…

Also, jedenfalls steht bei mir morgens keiner am Bett mit einer Liste in der Hand und sagt mir, was zu tun ist. Ich sehe und mache es jeden Tag aufs Neue, wie die allermeisten Frauen auch, selbst. Warum dann so viele Männer und Papas nicht?

Ich bekomme auf diese Frage oft (auch von Frauen) Antworten wie: „Das liegt in den Genen“ oder „Männer sehen das große Ganze einfach nicht“ oder auch „Frauen reißen die Verantwortung gerne an sich, wollen über alles die Kontrolle behalten und können in Wirklichkeit nichts abgeben“… Ich weiß es nicht. Irgendwie ist mir das zu einfach. Aber wir kommen vom Thema ab …

Warum denken so viele ihre Männer nicht mit, wenn es um Haushaltstätigkeiten und Familie geht?

Da wird also eher empfohlen, morgens noch vor der Arbeit (ich bin z.B. um sechs Uhr im Büro…) zwischen dem Schmieren von Schulbroten und dem Anziehen und Waschen der Kids (das Morgen-Management übernimmt in unserem Fall tatsächlich mein Mann *thank you*) , schnell noch eine Maschine Wäsche anzuschmeißen und dann vor der Arbeit bitte auch noch einkaufen zu gehen, damit man das am Nachmittag nicht mehr machen muss!?

Und sollte das mit der Wäsche nicht funktionieren, dann kann das ja bitteschön die ambitionierte Oma übernehmen!? Weil Männer nicht waschen können? Hä???? Sorry… Aber finde den Fehler…

An welcher Stelle kommen denn bitte die Väter (oder Opas, haha!), die als gleichberechtigte Partner eben nun mal nicht nur gleiche Rechte, sondern auch gleiche Pflichten und das gleiche Verantwortungsbewusstsein der Familie gegenüber haben sollten, oder nicht!?

Frauen sind doch heute genauso berufstätig wie ihre Männer – warum bleibt trotzdem so viel an ihnen hängen?

Die meisten Mütter sind doch mittlerweile ebenso berufstätig wie die dazugehörigen Väter. So verstehe ich wirklich nicht, dass viel zu viele Frauen den alltäglichen Wahnsinn zwischen Beruf und Familie (und wir wissen alle, dass diese zwei kleinen Worte so, so, so viel mehr implizieren) weiterhin alleine (zumindest ohne den Papa) zu stemmen versuchen.

Gut gemeinte Tipps für berufstätige Mütter geben lediglich das Drehen an ein paar Stellschrauben hinsichtlich der eigenen Erwartungen und vielleicht noch an der ein oder anderen Uhrzeit her, anstatt sich damit auseinanderzusetzen, wie es vielleicht möglich wäre, gemeinsam als Eltern und vor allem als Paar und Partner den Alltag zwischen Wäschebergen, Hausaufgaben und Tränen trocknen zu bewältigen.

So kann es nicht weitgehen! Mehr Männer an den Herd!

Wie kann es sein, dass ausgerechnet heutzutage in unserer so aufgeklärten Welt, gefühlt 95 % der Väter nach wie vor in den (durch ihre Mütter anerzogenen!?) Uralt-Rollenverteilungen umherwabern und maximal darauf warten, dass ihre Frauen ihnen (als seien sie ein weiteres Kind der Familie) Aufgaben erteilen, anstatt gleichberechtigt, verantwortungsvoll und vor allem ungefragt, etwas von dem Mental Load zu übernehmen und Dinge des Familienalltages einfach zu erledigen.

Und das dürfen dann auch ruhig die Wäscheberge oder das Kochen für die Familie sein. Oder?

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20 Kommentare

  1. Wir hatten schon die Lösung gefunden, dass wir feste Aufgabenbereiche haben. Leider ist es nun aber so dass wir eine unterschiedliche Auffassung davon haben wann das Bad so dreckig ist, das es jetzt wirklich wirklicher wirklichst geputzt werden muss. Für den Abwasch haben wir jetzt die Regel Minimum alle 2 Tage.
    Eigentlich bescheuert so ein Regelwerk aber so klapts besser.

  2. Ein interessanter Beitrag, wenn auch teils etwas wie eine Wutrede daherkommend, aber natürlich auch ein Stück weit zielführend, weil er zur Diskussion anregt.

    Ich denke und habe diese Erfahrung bei uns gemacht, dass Mental Load und Care Arbeit immer beide Elternteile betrifft und dass wir mehr darauf schauen sollten, wie wir (gerade die Mütter betreffend in puncto Motivation für den Partner) aktive Vaterschaft leben können und in dem gesellschaftlichen, so verankerten Rollenbild, normalisieren können.

    Lasst uns weniger nach Gründen suchen, als viel mehr den Wandel hin zur modernen Vaterschaft unterstützen und leben.

    LG, Richard vom vatersohn.blog

  3. Also hier geht es ja um zwei Dinge:

    1. Darum, dass Männer nicht im Haushalt, mit den Kindern, etc helfen (wollen) und

    2. Dass Männer die anfallende Arbeit nicht sehen sondern immer wieder an die anstehenden Aufgaben erinnert werden müssen.

    Zu erstens muss ich ganz klar sagen: Das ist Erziehungssache der Frau! Ich kenne tatsächlich Väter, die ihre Kinder nicht ein einziges Mal gewickelt haben. Für die Frauen ist das angeblich total ok. Bei der Einstellung brauche ich mich aber auch nicht wundern, wenn der Herr auch sonst nichts macht. Mein Mann hat bei allen Kindern das Wickeln im Krankenhaus „gelernt“ bekommen. Auch die Nachtschichte hat er bei allen übernommen, damit ich mich ein bisschen ausruhen konnte. Ich kann mich also nicht beschweren, da er auch das Kochen komplett übernommen hat.

    Was den zweiten Punkt angeht, bin ich ganz bei dir. Es nervt mich tierisch, dass ich jede Aufgabe genau benennen und erklären muss. Auch noch beim 5. Mal. Furchtbar. Ich weiß nicht, ob er absichtlich weg schaut oder ob seine Erklärung „Männer haben einen Tunnelblick und sehen nur das, worauf sie sich konzentrieren“ stimmt. Als Jungs-Mama werde ich jedenfalls versuchen, meinen Sohn zum selbständigen Arbeiten zu erziehen. Wir können ja in 20 Jahren nochmal drüber schreiben, ob mir das besser gelungen ist als meiner Schwiegermutter bei meinem Mann. Schlechtr geht auf jeden Fall nicht 😉

  4. Es gibt leider auch Mütter, die ihr Maternal Gatekeeping mit Vorwürfen gegen den Vater der gemeinsamen Kinder kaschieren. Sie blocken den Kontakt des Vaters zu den Kindern und werfen ihm dann noch vor, er würde sich nicht um Haushalt und Familie kümmern. Eine solche Strategie dient dem narzisstischen Missbrauch der Kinder durch die Mutter. Gegen eine solche Strategie ist – wenn man sie als Vater durchschaut hat – schwer anzukommen, da Artikel wie dieser hier das Stereotyp des unwilligen Vaters/Partners bestärken.

    1. Hi Sandro,
      ich denke auch, dass es weniger um das „Fehler finden“ gehen sollte, als viel mehr um die Veränderung in unserer Denkweise zu den verschiedenen, so klischeebehafteten Rollenbildern.
      Wieso, weshalb, warum? Ist nur bedingt relevant, in meinen Augen. Vielmehr sollten wir mit dem Zahn der Zeit gehen und aktive Vaterschaft leben, publizieren und Vorbilder sein. Das ist zwar ein langsamer Prozess, aber ein integrativer und motivierender. LG, Richard vom vatersohn.blog

  5. Es gibt diese Männer. Nur helfen die so viel mit und sind mit den Kindern unterwegs, dass sie keine Zeit haben Blogs zu schreiben oder zu kommentieren. 😀

    Ne, aber mal im ernst. Ich meinen Kreisen kann ich das so nicht bestätigen. Klar gibt es solche, aber es gibt auch die anderen und von denen reden halt nicht so viele und gern haben wir ja lieber den Fokus auf das negative.

    Bei uns handhaben wir es so, dass wir einfach tatsächlich aufgrund von Qualitäten (Eigenschaften) Bereiche aufgeteilt haben die der-/diejenige jeweils (fast) komplett übernimmt. Ansonsten ist es ein geben und nehmen, ein Dahinfließen. Mal versorge ich die Kinder (zB in der Früh), mal meine Partnerin. Das kann sogar für gewisse Zeiträume von Tagen oder Wochen so sein.
    Was wir halt machen ist wir reden viel miteinander. Sowieso um unsere Beziehung zu pflegen, aber eben auch um uns zu organisieren und zu schauen wie wir was erledigen oder wer was wann wo mal übernimmt oder sich auch mal nur um sich selbst kümmert um dann erfrischt und gestärkt in die Familie zurückkehrt. 🙂

    Also: hier in dem Kreis der Menschen in dem ich unterwegs bin, kenne ich sehr viele Männer die einfach ganz normal und gleichgerecht an allem beteiligen.

  6. Die Elternzeit für den Vater alleine ist Gold wert, er sieht was wir leisten und muss es auch stemmen können. Aber auch da habe ich Bekannte wo der Mann in Elternzeit ist und sich nur um das Kind kümmert, der Haushalt war während der 6 Monate quasi nicht existent.
    Mein Mann macht 2 Jahre Elternzeit, mit 10 h Home office und ich arbeite Vollzeit, klar mache ich abends auch mal Kleinigkeiten ( Waschmaschine rein, aufhängen, Spülmaschine ausräumen etc) aber den Großteil: putzen, waschen, kochen, einkaufen erledigt er.
    Es funktioniert, man muss Männer aber initial dazu zwingen und ihnen vieles zeigen. Wie wasche ich Wäsche, wie putzt man Bäder gründlich…
    Und ja es ist vieles nicht so wie ich es machen würde, aber egal, dafür spiele ich Abends entspannt mit meinem Kind und muss nicht noch den Haushalt machen

    1. Das ist aber doch genau das, was der Beitrag den Vätern vorwirft. Mal abgesehen davon, dass Du Deinem Mann auch noch erklären musst(est) wie man gründlich putzt und Wäsche wäscht. Das ist für mich auch keine Gleichberechtigung, denn dann es sind doch nur die Rollen anders verteilt. Und wie wird es, wenn Dein Mann wieder vollzeit arbeitet? Macht er dann weiter den Haushalt, wie es bei Müttern oftmals ist? Oder bleibt es dann doch an Dir hängen?

      1. Auch schon einmal darüber nachgedacht, dass Mann, vor der Familiengründung, den Haushalt ganz „alleine“ bewältigen konnte? Ohne die „Hilfe“ der Frau. Auch die Wäsche zu erledigen hat er im Griff. Auch kochen kann er (auch zum grossen Teil besser als manch eine Frau, da kenn ich viele Beispiele in meinem Umfeld). Ich bin es leid, die Frau von heute ständig darüber meckern zu hören wie unwillig und ignorant der Mann zu sein scheint. Liegt es vielleicht nicht ganz einfach daran, dass die Frau ihre eigene Vorstellungen hat wie der Haushalt zu regeln sei!? Ist es manchmal / häufig nicht tatsächlich so, wenn der Mann den Haushalt auf eigene Faust erledigt die Frau dann trotzdem unzufrieden ist „WIE“ er die Dinge erledigt und immer wider versucht an der schraube zu drehen? Kommt es von ungefair das Mamas die Kinder zur Welt? Vielleicht habt ihr deshalb einen anderen Sinn dafür. Meine Meinung dazu ist, dass Mann und Frau eine komplett verschieden Auffassung haben wie eine Familie samt Hausalt sein sollte. Und das ist nicht per See schlecht. Aber macht uns bitte nicht unaufhörlich für euren „Mentalload“ ständig verantwortlich, denn ihr trägt dafür selbst die Verantwortung! Und unsere Art Dinge zu regeln muss nicht mit der euren konform gehen. vergesst das nicht.

  7. Auf den Punkt! vielen Dank!

    Das einzige, was mich wundert, ist die folgende Einleitung zu dem Artikel:
    „Unsere Leserin Judith regt sich sehr darüber auf, dass Männer noch viel zu selten Verantwortung im Haushalt oder in der Familie übernehmen.“

    Das klingt weder wertschätzend noch solidarisch, schade…

  8. Leider gibt es anscheinend noch viele Männer die im Haushalt und bei der Kinderbetreung nicht mithelfen… Ich finde im heutigen Zeitalter ist es die Pflicht ,dass sie mithelfen. Mein Mann und ich teilen uns zum Glück alles auf. Wobei ich mit einem anderen Mann der nicht mithilft im Haushalt nie die Ehe eingegangen wäre und Kinder bekommen hätte.

    Gruß Sani

    1. Nein, das ist ja der Punkt!!! Es ist ein Unding, dass Männer in der heutigen Zeit „mithelfen“?! Da krieg ich die Krise!
      Mein Mann „hilft“ mir nicht-das würde bedeuten, dass es eigentlich meine Aufgabe ist und er so nett ist und hilft.
      Wir haben aber gemeinsam Kinder bekommen und gemeinsam ein Haus gekauft, also teilen wir uns den Berg an Kinder-/Haus-und Erwerbsarbeit (mehr oder weniger) gerecht auf!

  9. Hier die Sicht eines betroffenen Mannes:
    Die morgendliche ToDoliste und das Wie ist eben nicht für alle Menschen gleich, sondern die Prioritäten können anders (d.h. aber auch nicht falsch!) liegen. Dies kann u.U. für die andere im work load gefangene Hälfte ein hilfreiches Angebot sein, WENN Sie es annimmt. Leider schaffen das die wenigsten, so dass viele Posts wie diesen hier entstehen. Ein häufiger Workloadstreitpunkt bei uns ist z.B. Die Wäsche. Meine Frau ist 3 Tage mit 5 Maschinen, 4 Wäscheständer und bügeln beschäftigt. Ich packe alles zusammen in Waschmaschine und Trockner und bin bei 2 maschinen dadurch maximal 15Min durch Maschine wechseln und am Ende in den Schrank einräumen beschäftigt. Leider erkennt sie dies trotz meines Vorbilds nicht an und bleibt in ihrem workload gefangen. Umgekehrt lasse ich mich natürlich nicht in ihre workloadfalle ziehen, nur weil sie glaubt, ich mache die Wäsche falsch. STREIT. Dies ist nur ein kleiner Exemplarischer Aspekt, für mehr Beispiele könnte ich ein Buch schreiben. Deshalb mein Appell: schimpft bitte nicht auf eure angeblich so faulen Männer, sondern lernt von ihnen. Das ist erstmal schwierig und schmerzhaft und ihr müsst die ein oder andere schlechte Angewohnheit aufgeben, aber das Leben geht auch ohne vieles weiter und vor allem widererwartend entspannter, am Ende kommt ihr erst aus der Workload und dann auch aus der Mentalloadfalle.

    1. Genau so entstehen die verfärben Lieblingskleider der Kinder und die eingelaufenen Socken der Eltern. Vielleicht denkt sich deine Frau ja tatsächlich was bei Ihrer Einteilung.

      15 Minuten für 2 Maschinen Wäsche sortieren (ich tippe mal auf einmal hell, einmal dunkel), zusammen legen und einräumen für sehr unrealistisch. Wenn ich da allein an das Sockenmemory denke

      1. @ Sabrina: Vielleicht hat Dennis aber auch selbst schon tausende Ladungen Wäsche gewaschen, ohne dass er damit eine Katastrophe verursacht hat?

        Das Prinzip „einmal hell, einmal dunkel“ wende ich beim Waschen seit mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich an, ohne dass meine gesamte Kleidung verfärbt wäre oder ich meine Socken nicht mehr zuordnen könnte.

        Wenn Du in einem anderen Kommentar schreibst, dass Du die „Aufgaben“ gegenüber Deinem Mann „fünfmal benennen und beschreiben“ müsstest, so kommt mir angesichts dieses Kommentars schon der Verdacht, dass das Problem mehr bei Dir als bei ihm liegen könnte.

        So etwas würde ich mir an Stelle von Deinem Mann auch nicht gefallen lassen, sondern klar und deutlich sagen, dass in einer gleichberechtigten Beziehung niemand dem Anderen „Aufgaben“ erteilt und ich zweitens die Dinge, die ich selbst als notwendige Aufgaben betrachte auf die Art und Weise erledige, die ich für richtig halt.

        1. Ja klar. Wir leben im Schlaraffenland und jeder macht nur, was er will.
          Du darfst gerne vorbei kommen und mir zeigen, wie ich die Socken von 5 Familienmitgliedern in wenigen Sekunden sortiert bekomme. Gib aber bitte rechtzeitig vorher Bescheid. Ich kenne eine Menge Leute (Frauen und Männer), die brennend interessiert, wie das geht.

          1. Vielleicht ist Dein Kardinalfehler ja, dass Du überhaupt Sachen von 5 Familienmitgliedern wäschst? Meine Frau wäscht ihren Kram selbst, ich wasche meinen Kram selbst und die Sachen unserer beiden Kinder, sowie Gemeinschaftstextilien (Handtücher, Bettzeug u.s.w) waschen wir mehr oder weniger abwechselnd und zwar jeder nach der Methode, die er für angemessen hält, ohne dass der Andere ihm da reinredet. Da macht wirklich jeder was er will.
            Aber Du hast Recht: Ist ein Bissel wie Schlaraffenland. Ich lebe halt lieber im Schlaraffenland, als in einer Ehe, die letztlich darin besteht, dass eine offenkundig schon leicht verbitterte Gattin, die ohnehin alles besser weiß, ihren Mann, der schon lange die Ohren auf Durchzug gestellt hat aber zu treu-gutmütig ist sich zu wehren, in allen Belangen des Lebens maßregelt.

  10. Ganz genau meine Meinung! Ich habe da auch null Verständnis. Und kann eine Empfehlung aussprechen: einfach manche Sachen selber nicht machen!
    Ich überlasse zB das Kochen, das Einkaufen und das Waschen komplett meinem Mann, beim Wäschefalten helfe ich ihm, aber idR erst nach Aufforderung. 😂
    Dafür mache ich in Zweifel etwas mehr Mental Care, kümmere mich um erforderliche neue Klamotten und Schuhe für die Kinder und verbringe sicher mehr Zeit mit basteln und malen als er. Alles in allem macht er möglicherweise slightly mehr und meistens passt das für beide 😉 Dabei arbeiten wir beide Vollzeit mit sehr ähnlichen Gehältern.

    Ach und noch ein Tipp: sehr hilfreich ist wenn man tatsächlich die Elternzeit möglichst gleichverteilt und der Mann seine Elternzeitmonate nicht nur zum Reisen nutzt. Dadurch erreicht Ihr erfahrungsgemäß ein ganz anderes Selbstverständnis bei der Verteilung Eurer Haus- und Care-Arbeit!

    Liebe Grüße!

  11. Unbedingt! Es ganz toller und wichtiger Kommentar über ein Problem, dass mit leider auch immer wieder auffällt. Mein Freund war auch mal in der Hinsicht mein 2. Kind. Engagierter Vater, aber ich musste ihm sagen, wo ein guter Spielplatz ist und ihm die Vesperdose gepackt mitgeben, um in Ruhe zu Hause zu putzen. So ein Quatsch! Gamechanger war dann die Elternzeit meines Freundes in der wir nicht hip im Bulli durch Neuseeland gefahren sind und Mutti weiter alles macht, sondern er alleine mit der Maus war und ich arbeiten gegangen bin. Zu noch ein Putzmann, der uns das Saubermachen abnimmt und gleichberechtigt reduzierte Arbeitszeit (beide 75%) und es läuft top :).

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