Elf (Freizeit-)Tipps die ihr im Homeschooling-while-working-Lockdown super in den Alltag integrieren könnt

Tulpen

Ihr Lieben, wenn wir in diesen besonderen Zeiten als Familien Freizeittipps erhalten, finden wir das ja immer nett gemeint und freuen uns, dass jemand an uns denkt, aber so wirklich kompatibel mit dem derzeitigen Pensum ist das leider – zumindest bei uns – oft nicht.

Allein am Freitag saßen wir zehn voll Stunden im Homeschooling, um alle Fristen einzuhalten, da dann auch noch die eigene Arbeit wartete, hatten wir genau null Sekunden an der frischen Luft. Wie sollen wir uns also entspannen, wenn wir nicht raus dürfen und im Homeschool-Hamsterrad feststecken? Na so natürlich… Mit unseren ultimativen (und nicht ernstgemeinten!) Tipps für einen wunderbaren Lockdown bei euch zu Hause!

Wie ihr euch das Leben im Lockdown versüßen könnt!

Legt euch einfach noch eine Runde vor die Waschmaschine, wenn ihr sie grad zum x-ten Mal angeschaltet habt. Die gleichmäßigen Umdrehungen beruhigen die überlastete Seele fast wie ein Yoga-Retreat.

Schließt mal kurz die Augen, wenn der Drucker für all die pdfs und jpg der Schule wieder auf Hochtouren läuft und stellt euch vor, es wären Meeresgeräusche. Ihr werdet merken: Euer Bluthochdruck-Wut-Puls geht sofort wieder runter…

Wenn ihr den Stundenplan der Woche für die Kids zusammen puzzelt, stellt euch einfach vor, es sei ein Strategiespiel, und für jeden Eintrag am Tag gibt es Punkte. Dann ist es endlich ein Spiel, das du mal gewinnst! (Du kannst dir Ende der Woche auch eine Urkunde ausdrucken, falls noch Druckerpatrone übirg ist).

Foto: pixabay

Wenn die Krümel von der Dauer-Esserei der Kinder mal wieder fest am Tisch kleben und ihr den Schwamm oder Spüllappen mit Wasser benetzt, nehmt einfach warmes Wasser und erinnert euch, wie schön das damals im Spa war, als man euch diese feucht-warmen Handtücher aufs Gesicht legte. Entspannung pur.

Macht die nächste Dusche zu einem Tropenschauer, das nächste Bügeln zu einem Matchbox-Auto-Rennen, brrrrrrmh, brrrhm. Und wenn ihr die Fenste putzt, macht einfach Scheibenwischer-Moves und erinnert euch zurück an die Zeit zwischen 15 und 18, als ihr noch heimlich im Auto Lover traft und die Tropfen auf euch niederprasselten… Romantik pur!

Nutzt WhatsApp auch mal als Service-Knopf wie in einem Nobelhotel und bestellt euch von eurem Partner oder euren Kindern Kaffee oder Cocktails ans Bett (da liegt ihr doch auch immer ab 19h, weil ihr einfach nicht mehr könnt nach diesen Tagen, oder?). Vielleicht klappt´s ja – und kostet gar nicht so viel.

Spielt Tetris mit der Geschirrspülmaschine!

Schreit eifach mal eure Chefs durchs Telefon so an, wie eure Kinder das nach Stunden der Einzelbeschulung tun und sagt „Sehn se, sehn se“ dazu „so behandeln mich hier meine MitarbeiterInnen auch!“. Es kann sich ja keiner vorstellen, was dieser Distanzunterricht wirklich für uns bedeutet.

Zieht euch morgens mal piekfein an, damit die Kollegen (also eure Kinder!) auch mal staunen und hinter euch herpfeifen (heute versucht: hat leider nicht funtkioniert, vielleicht klappt das bei euch besser).

Ihr wollt mal wieder was erleben? Dann schaut doch einfach mal in den Spiegel! Bei mir gleicht das mittlerweile einem Zoo-Besuch. Nicht, weil ich mittlerweile Verwahrlosungsläuse auf dem Kopf hätte (NOCH! nicht ;-)), sondern weil mein Ansatz mittlerweile so viele graue Haare freosetzt, dass ich mit viel Fantasie mittlerweile auch als Zebra durchgehen würde.

Baut für die 5-Minuten-Pausen ein Schokoladenbrötchen-Buffet auf, wie das Büdchen an der Schule und nehmt überteuerte Preise dafür, damit ihr euch noch in irgendeiner Weise selbstwirksam fühlt. Und bedient euch vor allem auch selbst dran. Hach, die guten alten Zeiten mit Quetschmann und Frikkabrötchen (wer kennt sie noch??!)

UND DANN SOLL MAL NOCH EINER SAGEN, WIR WÜRDEN NICHT DAS BESTE AUS DER SITUATION MACHEN! Just do it!!! Wir rocken das doch eh!

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6 comments

  1. Sehr schön geschrieben, das macht beim Lesen viel Spaß!
    Die nächsten Flecken und Spritzer einfach mal an den Wänden lassen, Rahmen drum und fertig. 😉


  2. Genießt die Dampfwolke aus der Spülmaschine. Vergleichbar mit einem Besuch im Hamam.
    Der Geruch schmutziger Wäsche bringt einen direkt zurück in die Vergangenheit, als man bei Festivals tagelang in den gleichen Klamotten Party machte.

  3. Hallo Lisa,

    darf ich trotz offensichtlich ironisch gemeintem Beitrag etwas fragen: Ihr alle zusammen seid so lange im Homeschooling gewesen? Jeder 10 Stunden am Freitag? Oder „nur“ du, weil du geholfen hast? Ansonsten können die Kinder (Teenager) doch alleine rausgehen, wenn sie fertig sind bzw. eine Pause machen?

    Bei uns gibt es verpflichtend mindestens eine bis zwei Stunden Draußenzeit, der Große erledigt das mit dem Hund der älteren Nachbarin, der Jüngere mit Freund und Roller, Fahrrad oder im Schnee. Gerade gestern, als ich mich mit dem Jüngeren durch Musik quälte (Noten googeln trotz völlig unmusikalischer Veranlagung), habe ich nach 10 Minuten einfach das Heft zugeklappt und der Lehrkraft geschrieben, dass heute die Hausaufgabe nicht hochgeladen wird. Ankündigungen seitens der Lehrkräfte von wegen „ich mache Sie darauf aufmerksam, dass dies in die Note eingeht….bla bla“ ignoriere ich je nach Tagesform oder schreibe mittlerweile mit mehr oder weniger deutlichen Worten zurück…

    Danach ging’s für Sohn 2 nach draußen :)) und für mich an den eigenen Schreibtisch.

    Viele Grüße

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