101 Dinge, die in keinem Eltern-Ratgeber stehen

Guter Hoffnung

Foto: pixabay

Ihr Lieben, unsere Kollegin Silke Schröckert hat einen Ratgeber über all das geschrieben, was in anderen Ratgebern nicht drinsteht. Außer in unseren Büchern natürlich, denn auch in denen steht, dass wir im Wochenbett aussehen dürfen wir ein Schrubber und dass Weinen und gleichzeitig lachen VOLL OKAY und total normal sind.

Aber: Wir bezeichnen uns ja gerade deswegen auch nicht als Ratgeber, also hat Silke eben doch recht. 101 Dinge, die in keinem Eltern-Ratgeber stehen ist ein herrlich ehrliches und humorvolles Buch geworden, das sich vor allem superpraktisch für Mütter in Häppchen lesen lässt. Und dabei nicht langweilig wird! Was genau steht also nicht in Ratgebern für Eltern? Wir dürfen euch hier eine kleine Auswahl präsentieren.

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Autorin Silke Schröckert mit ihrem neustem Werk.

Es steht nicht drin…

… dass es absolut normal ist, sich wegen allem Möglichen doch verrückt zu machen. Ja, auch vor der Geburt schon. (Etwas Verrückteres, als aus zwei Genpools einen nietennagelneuen Menschen zu bauen, ist doch schon auch Grund genug, oder etwa nicht?!)

… dass man sich als Mama freuen und Angst haben gleichzeitig spüren kann. (Ein neuer, selbst gebauter Mensch in deinem Bauch – wer könnte darüber nicht ausrasten?!)

… dass du JEDEN Schlaf-Tipp getrost ignorieren darfst. (Wir können nicht VORschlafen, es gibt kein Schlummerkontingent mit Bonuspunkte-Sammelaktionen)

… warum auch Profis in Schlingern geraten, wenn es sie plötzlich selbst betrifft und sie emotional knietief mit drinstecken. (Ja, auch Hebammen können Geburtsangst entwickeln!)

… dass du mehr als die Hälfte der Erstausstattung nie zum Einsatz bringen wirst (jetzt stell dir mal vor, du kaufst den Staubsauger-Aufsatz zur Erleichterung der Baby-Rotznase und dein Kind bleibt immer gesund!)

… dass du manchmal aus der eigenen Haut schlüpfen willst, um die Geburt nicht miterleben zu müssen (für Schauermärchen über andererleuts Geburten kann man einfache Ohrstöpsel nutzen, sehr bewährte Anschaffung)

… dass manche Schwangere in deiner Umgebung eher den Stempel verrückt verdient hat und du da nicht mitziehen und mit jeder beste Freundin werden musst („Was macht ihr denn nach der Geburt mit der Plazenta, wir wollten daraus ein Wandgemälde fertigen lassen“)

… wie sehr du auch auf dich selbst hören und bei anderen auf Durchzug schalten darfst (Dein Körper, deine Seele, dein Leben)

… dass du die Begriffe „Stuhlgang während der Geburt“ nicht googlen solltest. DON´T DO IT.

… dass du Einlagen nach der Geburt eher Surfbrettern denn Slipeinlagen gleichen. Just take te wave.

… warum das mit dem „Schlaf, wenn das Baby schläft“ genau so gut klappt wie das „Falte Wäsche, wenn das Baby Wäsche faltet“.

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101 Dinge, die in keinem Eltern-Ratgeber stehen

GEWINNSPIEL: Wir dürfen euch ein Exemplar von „101 Dinge, die in keinem Eltern-Ratgeber stehen“ schenken! Wenn ihr hier und heute das Buch gewinnen mögt, schreibt uns doch einfach in die Kommentare, welcher Tipp rund um Schwanegrschaft, Geburt und erste Zeit mit Kind der überflüssigste oder nervigste war. Wir losen dann aus!

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40 comments

  1. Während der Schwangerschaft wurde mir ständig gesagt, dass ich die Schwangerschaft genießen soll.
    Total nervig, weil es mir körperlich nicht gut ging, konnte ich es nicht genießen.

    Und ja, auch der Tipp,“ lass das Baby ruhig mal schreien, ist gut für die Lunge“, klingelt mir heute noch in den Ohren. 🙄

    Ganz toll war auch, das Baby gehört nicht ins Elternbett. Ich war in den ersten Wochen nur froh, dass er bei uns mit im Bett lag, so bekam ich etwas Schlaf und das Stillen war einfacher.
    ( natürlich haben wir uns deswegen mit der Hebamme beraten, wie es am sichersten für das Baby ist.)

    Ich würde mich sehr über das Buch freuen. 🙂😃

    1. Das Stillen alleine macht ihn doch nicht satt….willst du ihm keine Flasche zu füttern? Er nimmt ja nicht zu!
      …..ein paar Monate später:“Oh, was gibst du ihm denn alles, er ist ja ganz schön speckig“
      (Laut Kinderarzt immer in den normalen perzentilen….von Anfang an)

      Diese sogenannten Ratschläge treffen einen sehr, da man immer das Gefühl hat, nicht gut genug als Mutter zu sein

  2. Der schlimmste Spruch von einer Bekannten, die kurz nach mir das Kind erwartete….:“ wie ,die kann nicht stillen ? Da kommt nicht genug Milch ? Sowas gibt es nicht. Jede Frau kann ihr Kind stillen“ Nee. Ich hatte nach einem Monat Dauerabpumpen und allen möglichen Versuchen mit der Hebamme immernoch nichts außer paar Tröpfchen. Unser Kind wäre faktisch verhungert. Die Bekannte konnte übrigens stillen und hat nach zwei Monaten wegen Schmerzen aufgegeben …..

  3. Männlicher Notar:

    „Wenn das zeitlich vor der Geburt mit dem Termin nicht klappt, sollten wir es auf danach verschieben, damit wir mehr Ruhe haben.“
    Seine Hausregel: Keine Kinder mitbringen.

    Ich, schwanger mit dem zweiten Kind, war ihm wohl als Kundin zu anstrengend.

    Ein anderer Notar hat verstanden, dass eine Frau nach der Geburt keine Zeit und Nerven mit Neugeborenen für Verträge hat.

  4. Rückblickend habe ich wohl leider viele nervige Kommentare und wenig echte Unterstützung bekommen! Ich habe tatsächlich noch oft so bescheuerte Sprüche gehört, dass Schreien die Lungen stärkt und ähnliches!

  5. Schwiegervater stößt mich von 6 Wochen altem Baby weg und ermahnt mich „Wenn man Babys von hinten anschaut fangen sie zu Schielen an. Das bleibt! Weißt Du das denn nicht?“ Muss die einzige Mama sein, die diesen Fehler begangen hat, gemessen an den schielenden Menschen, die mir so begegnen… 🙄

  6. Trag dein Baby nicht so viel rum, du verwöhnst es nur und es lernt nie allein zu schlafen.
    Und du hast halt eine viel zu enge Bindung mit dem baby, deshalb schreit es bei anderen. Hm okay, ich dachte immer eine gute Bindung sind das a und o… kam bestimmt durch das viele rumtragen.
    Baby jetzt 6 schläft auch allein, aber viel lieber bei vertrauten Personen und schreit nicht mehr bei anderen…

  7. „Iss doch mal in Ruhe auf und lass dein Kind schreien, du kommst ja sonst nicht zum Essen“

    lch kann nicht in Ruhe essen wenn mein damals 2 Wochen altes Baby schreit. Bin trotzdem auch nicht vom Fleisch gefallen…

    Aber dann eine klare Ansage, dass ich die Mutter bin und durchaus weiß was mein Baby braucht und ich dann halt wann anders esse. Wir haben doch alle auch schon kaltes Essen gegessen, es gibt einfach Dinge die wichtiger sind! Seitdem ist zum Glück weitestgehend Ruhe von da.

  8. Kein Tipp in dem Sinne, aber auch furchtbar nervig:Er/Sie muss jetzt aber endlich lernen allein zu schlafen und Schlaf solange Du es noch kannst

  9. Einen Kommentar habe ich als besonders nervig empfunden: „Bekomm direkt Zwillinge, dann musst du das nicht noch mal durchmachen.“

    Als wenn man sich sowas aussuchen kann. XD

    1. Schlafe wenn das Kind schläft – Wie oben schon erwähnt ein toller Tipp, keine Ahnung wenn man dann seinen Haushalt, etc machen soll 🙂 Würde mich sehr über das Buch freuen. LG

  10. Dieses ständige ,,vergleichen‘‘ unter Müttern hat mich am meisten genervt. ,,Mein Kind kann schon…‘‘ und DEINS? Anstatt auch einfach mal gegenseitig zu sagen: Du machst das toll – egal was dein Kind schon kann❤️.

  11. Mir wurde geraten, am Besten gleich nach der Geburt Kratzfäustlinge anzuziehen und ihm nonstop ein Mützchen aufzusetzen 😄 hab ich beides nicht befolgt 😉

    1. „Du musst erst aufhören deine Tochter zu lieben, damit das mit dem Stillen klappt. Danach kannst du dann wieder eine Beziehung zu ihr aufbauen.“

      Was für ein sinnloser Tipp. Wie soll das auch bitte funktionieren? Niemals im Leben werde ich aufhören meine Tochter zu lieben und schon all meine Stillbemühungen zeigten, glaube ich, auch meine endlose Liebe. Dann lieber ein Kind mit Flasche aber Liebe aufziehen. <3

  12. Für mich ist der nervigste Tipp gewesen, das Kind auch mal schreien zu lassen, sonst verwöhnt man es. Ja klar. Mein vier Wochen altes Baby weiß schon genau, wie sie alles kriegt was sie will. Aber Leute. Das ist die NATUR. Ich möchte das Urvertrauen nicht stören indem ich ihr solch ein seelisches Leid antue. So meine Sicht. Und das bekommt auch jeder zu hören 🙂

  13. Babies müssten direkt nach der Geburt umgedreht werden, damit das Herz sich umstellen könne.

    Daran hält meine Oma bis heute (bald 6 Urenkel) fest und ich habe immer noch nicht verstanden, wie es gemeint ist.

  14. Aber du willst doch wohl keinen Kaiserschnitt?
    Und Stillen ist überhaupt das Allerwichtigste!

    (Viele wissen gar nicht, was sie mit diesen Sätzen anrichten können, wenn es dann doch nicht so kommt, wie man es geplant hat.)

  15. du kannst ihn doch nicht die ganze zeit herum tragen, er muss auch mal in seinem bett liegen! ja danke auch, wenn mein kind dann noch schlimmer schreit ist ihn allein in seinem bett liegen lassen wohl nicht das richtige für ihn….
    und mein absoluter am meisten gehasster spruch :
    entspannte eltern, entspannte kinder.
    wenn das baby die ganze zeit schreit, man dauernd an einer brustentzündung vorbei schrabbt und statt hilfe sie für einen gut ist man nicht bekommt, KANN man irgendwann nicht mehr entspannt sein!

    1. Ohja, das triggert mich auch sehr.. „Das Kind von xy ist ja total entspannt, aber die Eltern sind ja auch so mega entspannt..“.
      Dicht gefolgt von „Lass dich in der Schwangerschaft nicht stressen und entspann dich ganz viel, das überträgt sich ja alles aufs Kind“…

  16. Du musst jetzt für „Zwei“ essen. Und oft Malzbier trinken.
    Dieser gut gemeinte Ratschlag hängt mir heute noch im wahrsten Sinne des Wortes 🤣 nach.

  17. Darf ich auch zwei?
    „Schreien ist gut für die Lunge.“ Bei einem Kind mit asthmatischen Beschwerden und vielen Medikamten.
    Und Ferbern. Weil ist ja so viel kinderfreundlicher als stundenlang schreien zu lassen.

  18. „Leg ihn ab! Das ganze Tragen ist nicht gut für den Rücken. Babys müssen liegen lernen.“

    Oma, 80 Jahre alt beim ersten Urenkel.
    3x hab ich nicht gehört. 😉

    Wobei ich nochmal nachfragen sollte, ob sie eigentlich den Sauglingsrücken oder meinen meinte.

  19. „Also ich würde sie einfach hinlegen und dann die Tür zu machen“ leider aus der eigenen sonst sehr verständnisvollen Familie zum Thema allein schlafen lernen. Haben wir nicht übers Herz gebracht. ❤️‍🩹

    1. Ach, da fallen mir so einige ein:
      „Schlaf, wenn das Baby schläft“ – mit einem Baby, dass AUF mir schläft und einem Kleinkind zuhause.
      „Du musst dich jetzt mal zusammenreißen“ – 2 Wochen nach Geburt und 2 Tage nach Ausschabung
      „Du musst die mehr nach der Uhr stillen – die wird zu dick“

      1. Stillen ist doch das tollste, willst du es nicht weiterversuchen? (Nein, es kam nix und ich wollte auch nicht mehr, kuscheln geht auch beim Flasche geben)

      1. „Du bist ja nie zu erreichen, dein Kind hat ja dauernd Bedürfnisse!“
        Das war für mich am schlimmsten, über alles andere hätte ich schmunzeln können.
        Ja mein Kind hat Bedürfnisse…UND ICH AUCH: Das Bedürfniss nach viel Raum zwischen uns und solchen Kommentaren ❤

    1. „Gib mir mal das Baby, ich beruhigte es jetzt und du schläfst dann erst mal, ich hab das ja schon öfter gemacht als du.“
      Genau so wie:
      „In dem Alter müssen die das schon können, gib mal her, wir trainieren das jetzt.“
      Sorgt beim ersten Baby für absolute Komplexe wenn man ständig gesagt bekommt dass man alles falsch macht oder erst gar nicht kann…
      Beim 2. hab ichs mir dann verbeten, die sogenannten guten Ratschläge der Schwiegermutter…

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