Trageberatung: 5 Tipps, wie du dein Baby sicher und bequem trägst

Ich heiße Anna, bin Mutter von drei Kindern, die alle drei als Neugeborene quasi auf mir gewohnt haben. Wahrscheinlich bin ich genau deshalb Trageberaterin geworden – und ich möchte Euch heute Tipps rund um Thema Tragen geben.

Irgendwie tragen wir unsere Kinder doch: Mal auf dem Arm, über der Schulter, im Fliegergriff oder in der typischen Mama-Haltung auf der Hüfte. Nähe und Körperkontakt ist unheimlich wichtig, um weinende und unruhige Babys zu umsorgen.

Aber ist das Tragen immer bequem für uns? Ja schon, aber nicht immer. Dabei gibt es tolle Tragehelfer, wie Tragetücher. Viele Mamas haben Respekt vor dem Binden der Tücher, weil sie denken, sie könnten zu viel falsch machen. Eins steht fest: du machst dein Kind nicht kaputt, wenn deine Tragehilfe nicht superduper optimal eingestellt ist. Ganz im Gegenteil. Du trägst dein Kind, wie wunderbar! Es darf den Tag (oder einen Teil davon) ganz nah bei dir verbringen, dich spüren und riechen.

Diese Nähe prägt dein Kind enorm. Damit du das Tragen aber genauso genießen kannst wie dein Baby, haben ich ein paar Tipps zum sicheren und vor allem auch bequemen Tragen deines Babys. Dann steht einem gemütlichen Trageherbst nichts mehr im Wege.

Tipp #1: Safety first. Sichere dein Kind während des Einbindens gut ab. D.h. du hast die ganze Zeit mindestens eine Hand an deinem Kind und zwar solange, bis der letzte Knoten gemacht bzw. die letzte Schnalle geschlossen ist. Wenn du nun noch darauf achtest, das Mund und Nase deines Babys frei sind und es so gut atmen kann, kannst du fast lospazieren.

Tipp #2: Ein runder Rücken kann entzücken. Dies bezieht sich explizit auf den Rücken deines Babys. Beim Getragenwerden solltest du die natürliche Haltung deines Babys rundherum stützen: der Rücken ist sanft gerundet, die Beinchen angehockt und leicht abgespreizt. Diese Anhock-Spreizhaltung zeigt sich von vorn betrachtet in einem hübschen Druckschrift „M“ (wie „Mama“). Babys nehmen diese Haltung automatisch ein, wenn man sie hochnehmen möchte. Ein untrügliches Zeichen, dass sie „Traglinge“ sind und noch dazu eine perfekte Position, die die Ausreifung der noch weichen Hüfte der Babys unterstützt *mamahighfive*

Tipp #3: Das Wanderrucksack-Prinzip. Trag die Last in einer guten Höhe, eng an deinem Körper, damit dein Körper entlastet wird. Genauer gesagt, straffe das Tragetuch sorgfältig bzw. ziehe die Schnallen deiner Tragehilfe ausreichend fest, sodass zwischen dir und deinem Kind kein Blatt mehr passt. Tragetuch und Tragehilfe können dir das Gewicht deines Kindes nur abnehmen, wenn beides ausreichend straff angelegt ist. Anderenfalls müssen deine Schultern und dein Rücken mehr tragen. Lenke deine Aufmerksamkeit zwischendurch auf deine Haltung: Stehst du wirklich aufrecht? Kannst du deine Schultern lockerlassen? Traust du dich beide Hände loszulassen oder hast du das Gefühl, sie müssen deinem Kind zusätzlich Halt geben?

Tipp #4: Perspektivwechsel. Alles, was du vor deinem Körper trägst, belastet deinen Rücken und auch deinen Beckenboden. Deshalb tragen wir Rucksäcke ja auch auf dem Rücken und nicht als Bauchsäcke vor dem Bauch. Die wenigsten Eltern wollen schon zeitig nach der Geburt auf dem Rücken tragen. Aber spätestens, wenn die Kinder mit 4 oder 5 Monaten durch Unruhe beim gewohnten Tragen vor dem Bauch eine andere Perspektive einfordern, wandern sie irgendwann auf den Rücken – und haben es dort genauso muckelig, wie vorn. Nur eben mit spannenderem Ausblick.

Ist die Tragehilfe aber gut eingestellt bzw. wird das Tuch wirklich gut gebunden, kann ein Baby auch ab Geburt auf dem Rücken getragen werden. Ein Krisenhelfer zum Beispiel bei Zwillingen: ein Baby vor dem Bauch und eins auf dem Rücken.

Tipp #5: Besondere Aufmerksamkeit bei Besonderheiten. Ich würde nicht sagen, es gäbe gar keine Gründe nicht zu tragen. Du weißt schon, die Ausnahmen und die Regel und so. Doch ansich gibt es wenig Gründe nicht zu tragen. Auch bei Besonderheiten ist das Tragen möglich. Zu früh geborene Kinder können in der Regel ebenso getragen werden, wie Kinder mit einer Hüftschiene, Kinder mit einem geringen Muskeltonus ebenso wie spannungsgeladene Schreibabys. Gleiches gilt bei Besonderheiten der Eltern: Eltern im Rollstuhl, blinde Eltern, Zwillingseltern, Eltern mit Rückenbeschwerden. Es ist in der Regel keine Frage ob getragen werden kann, sondern wie. Spätestens in diesen Fällen sollten Profis hinzugeholt werden. Trageberaterinnen verfügen über einen geschulten Blick, viel Erfahrung und kreative Lösungen, um Eltern und Kinder beim sicheren Tragen zu unterstützen.

So bekommst du professionelle Hilfe mit einer Trageberatung

In meinen Beratungen stehen nicht selten Eltern mit Tränen in den Augen vor mir, weil ihr Kind fest gebunden an ihrem Körper endlich einschlafen, entspannen und loslassen kann. Ihnen fällt ein Stein vom Herzen, wenn sie einen Zugang zu ihrem Kind spüren und es zufrieden werden lassen. Da weht so ein richtiger Zauber und Spirit durchs Wochenbett. Ich möchte, dass noch viel mehr Eltern erfahren, wie sie ihr Kind bequem tragen können. Und damit sie schnelle und unkomplizierte Hilfe von professionellen Trageberatern bekommen, habe ich deineTrageberatung.de gegründet. Wenn du nun auch jemanden suchst, schaue bei uns vorbei, gib deine Postleitzahl ein, vergleiche die Preise und buche deine geprüfte Beraterin direkt online. Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Liebe!

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