Edel Essen gehen mit Kindern: Wenn Kinder uns zeigen, wie komisch wir Erwachenen sind, wenn wir kleine Portionen toll finden

Ihr Lieben, die Kinderwagenfirma Joolz hat mich im Rahmen der Kind und Jugend Messe zu einem edlen Dinner auf den Roof Top des New Yorker Hotels in Köln-Deutz eingeladen und weil ich die niederländische Firma mag, weil mir die Produkte gefallen, aber auch, weil wir damals  wunderbar zusammengearbeitet haben, als Caros und mein Buch erschien (Joolz hat die Lesezeichen für uns gestaltet), hatte ich spontan zugesagt. Da wusste ich noch nicht, dass ich bis dahin einen neuen Job haben würde, sonst hätte ich vermutlich erstmal abgesagt, weil ich abends noch etwas müder bin als sonst, die Umstellung, versteht sich.

Nun war es so, dass ich sogar noch eine Person mitnehmen durfte, also fragte ich meinen Mann. Der wollte auch mit, doch dann stand er nach der Arbeit so arg im Stau, dass klar war, dass er es nicht rechtzeitig schaffen würde. Also schob ich unsere Jungs kurz rüber zu Oma und packte kurzerhand meine Tochter mit ein: Komm, Du darfst mal schauen, was Mama so arbeitet.

Als wir beiden ankamen, waren wir erstmal etwas erschlagen, von der edlen Atmosphäre, alle hatten ihr kurzes Schwarzes hervorkramt. Da standen wir also, komplett underdressed, die Landmama und ihre Große, die in diesem Raum allerdings die Jüngste war. Irgendwie witzig.

Das Essen war dann ein gesetztes, wir saßen an einer langen Tafel und es wurde frisch neben uns in einer Designerküchenzeile gekocht. Ich habe noch nie an einem solchen Dinner teilgenommen, aber es machte mich schon so ein ganz klein bisschen demütig. Dann wurde serviert.

Vor uns, in der Mitte des Tisches, stand eine Artischocke mit Dip, daneben ein Teller mit Shrimps und etwas weiter weg eine Schale mit riesigen Ravioli. Meine Tochter tippte mich an: „Mama, meinst Du, hier wird IRGENDjemand satt von den paar Sachen?“ Ich musste sooo lachen! Da wusste sie natürlich noch nicht, dass dies nur der Anfang, lediglich die Vorspeise war.

Die Ravioli probierte ich, die waren gefüllt mit Trüffel. „Magst Du mal probieren?“ meine Tochter schüttelte den Kopf. „Mama, das haben Schweine im Wald erschnüffelt, was da drin ist“ Trüffel. Ich konnte mich kaum mehr halten. Mein Kind und das Edel-Essen.  Als dann auch noch die neue Joolz-Marketingschefin, die neben ihr saß und sich mit Händen und Füßen verständigte (Meine Tochter kann weder holländisch noch englisch), sie bat, eine echte Blume zu essen, da musste dann auch meine Große kichern. Auf dem Carpaccio lagen echte Blüten. Meine Tochter hatte noch nie gehört, dass man die auch essen kann. „Mama, jetzt musste ich auch noch eine Blume essen!“ Es war ein sooo tolles Essen!

Wir knabberten dann noch gemeinsam an der Artischocke, ein Blick auf die Uhr machte uns dann aber doch Durck. Am nächsten Tag war Schule. Wir warteten also die Haupt- und Nachspeise nicht mehr ab, sondern fuhren gegen 21 Uhr nach Hause. Die ganze Rückfahrt über kicherten wir gemeinsam. So ein Erlebnis ist unvergesslich.

Zu Hause gab es erstmal ein Butterbrot. Ich hingegen war satt und glücklich. Nicht nur hatte mir das Essen ganz vorzüglich geschmeckt, ich hatte mich auch noch prächtig amüsiert und zudem noch Jette wiedergetroffen und Camilla vom Mummy Mag kennengelernt. Traumfrau.

Danke Joolz, für dieses Erlebnis! Jetzt braucht meine Tochter nur noch einen Eurer Kinderwagen für ihre Puppen – denn in die Wagen hat sie sich echt schlimm verguckt… 😉

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