Gastbeiträge

24/02/2015 - 08:45

Stadt-Mama Katharina

Gastbeitrag: Darum lasse ich mein Kind nicht impfen

Ihr Lieben, das Thema Impfen ist sensibel - das haben gestern auch bei der Diskussion auf unserer Facebook-Seite gemerkt. Wir danken unserer Leserin Juliane hier für ihre offenen Worte und dass sie ihren Weg durch den Impf-Entscheiungsdschungel mit uns teilt!

 

Ich bin vieles… aber sicherlich nicht verantwortungslos!

 

Puh… was für ein Thema! Impfen Pro und Contra. Seit Tagen fliegen mir bei jedem facebook-Besuch die Schlagzeilen zum Thema Impfen und Masern entgegen. Heute dann die traurige Meldung über ein an Masern verstorbenes Kind. Schrecklich! Ein Kind zu verlieren ist wohl das Schlimmste was einem so widerfahren kann.

Was auch schrecklich ist, sind die Kommentare dazu, die dahin reichen, dass „Impfgegnern“ fahrlässige Tötung vorgeworfen wird. Hier ist meine persönliche Grenze des guten Geschmacks deutlich überschritten!

Aber von vorne: Ich bin Mitte 30, habe einen Mann, 2 Kinder, ein Haus und einen Job. Meine ältere Tochter ist (leider) komplett durchgeimpft. Für uns stand es nie zur Debatte das nicht zu tun. Ich litt Höllenqualen als dieser kleine, gerade einmal 2 Monate alte Mensch, diese Spritzen in Oberschenkel bekam. Na ja, der Zweck heiligt die Mittel und irgendwie war’s ja dann auch recht schnell wieder vergessen.

Eines Tages wurde ich angesprochen, von einer Heilpraktikerin. Ob ich mich zu dem Thema Impfen ausreichend informiert hätte und, ob ich das Kind wirklich diesen ganzen Impfungen aussetzen wolle. Ich hielt diese Frau damals für völlig irre. Trotz allem war ich leicht verunsichert und sprach daraufhin den Kinderarzt an. Eine Aufklärung zum Thema Impfen hatte es bis dato nicht gegeben bzw. wurde darauf reduziert, mir diese kleine Broschüre zu dem Thema auszuhändigen.

Auf meine Nachfragen reagierte der Arzt ganz souverän und erklärte mir, dass das halt schon sehr, sehr wichtig sei mit dem Impfen und es in ganz, ganz seltenen Fällen Komplikationen geben könnte und die meisten Reaktionen zwar kurz nach der Impfung auftreten würden, aber dann irgendwie doch nicht in einen Zusammenhang gebracht werden könnten (Neurodermitis, Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten etc.).

Alles klar, ich war beruhigt, mehr wollte ich nicht hören. Das Kind wurde planmäßig durchgeimpft und ich war völlig sicher das einzig richtige zu tun. Weiter wollte ich mich auch mit dem Thema nicht beschäftigen, wozu auch, taten ja andere und wenn die Ärzte das so empfehlen, wird das auch seine Berechtigung haben.

Dann kam mein 2. Kind auf die Welt. Das Kind schrie…und schrie…. und schrie… das aber nur am Rande, denn darum geht es ja heute nicht hauptsächlich. Führt allerdings letztlich zu meiner/unserer Geschichte.

Hier das Gleiche, 2 Monate alt, die erste Impfung stand an. Wieder ließ ich dem kleinen Bündel Mensch 2 Spritzen in den Körper jagen, es fühlte sich nicht mehr so schlimm an – ich hatte ja schon fast Routine.

Als meine Tochter nach 10 Wochen immer noch Tag und Nacht schrie, suchte ich die besagte Heilpraktikerin auf. Es war alternativlos, die Schulmedizin hatte keine Lösung parat. Und da so viele bei Heilpraktikern und Osteopathen gute Erfahrungen gemacht hatten, war das mein letzter Versuch.

Relativ schnell erklärte sie mir, dass meine Tochter vermutlich an einer Impffolge litt (das bezog sich aber erstmal nicht konkret auf die Schreierei). Wieder saß ich da und dachte „Die ist doch irre!“  Ich wollte das schlichtweg nicht hören. Ich wollte nicht hören, dass ich meinem Kind etwas angetan habe und erst Recht wollte ich das zweite Kind nicht anders behandeln als das erste und das erste Kind war ja nunmal durchgeimpft. So sollte es auch beim 2. sein. Ich war da recht beratungsresistent, wie man so schön sagt.

Jeden Monat ging ich zur Behandlung mit meinem schreienden Bündelchen und jeden Monat wurde es besser. Nicht gut, aber besser. Meine Tochter war extrem viel krank, eigentlich mehr krank als gesund und das behandelten wir. Sie war klein und sehr „zart“, wirkte geradezu zerbrechlich. Zudem hatte sie einen ausgerenkten Halswirbel und einen Schlüsselbeinbruch von der Geburt, alles wurde behandelt. Dann kam die nächste Vorsorge und somit der nächste Impftermin. Wieder ließ ich alles impfen. In den nächsten Nächten war das Geschrei meiner Tochter wieder so extrem, dass ich nicht mehr ein noch aus wusste. Ich weiß nicht wie viele Male am Tag ich die Heilpraktikerin anrief und anflehte mir zu helfen. Ich schrie sie an, dass ich es nicht mehr hören könnte, dass die Impfungen alles Schuld sein sollen, Impfungen seien wichtig und richtig und ich wollte endlich wissen was meiner Tochter fehlte, warum sie so schrie. Sie blieb vollkommen ruhig und nannte mir die Globuli, die ich meiner Tochter geben sollte. Über das Impfen sprachen wir beim darauffolgenden Termin. Sie verstand mich und verstand, dass ich doch nur das „Beste“ für meine Kinder wollte, aber Impfungen seien tatsächlich kritisch zu hinterfragen und es könne schlichtweg nicht sein, dass ein und derselbe Impfstoff bei Millionen von unterschiedlichen Menschen gleich wirken soll. Wer sich einmal mit Homöopathie befasst hat, weiß, dass hier der Mensch ganzheitlich betrachtet wird und somit völlig individuell zu behandeln ist. Da ich mein Leben lang mit Allergien zu tun hatte und ich tatsächlich den letzten Frühling/Sommer komplett ohne Heuschnupfen überstanden habe, nämlich genau seit ich selbst auch in Behandlung bin, kann ich dieser alternativen Medizin mehr als nur meinen Glauben schenken (der im Übrigen nichts nützt). Aber das nur am Rande.

Allmählich wurde es wieder besser mit unserer Tochter, sie schrie immer weniger und ich war guter Dinge, dass es irgendwann gut werden würde. Dann bekam sie einen heftigen Ausschlag am ganzen Körper. 2 Tage später die nächste U und somit die nächste Impfung. Zuvor hatte sie die ein oder andere Nacht durchgeschlafen und wesentlich weniger geschrien. Der Arzt meinte lapidar, dass sie vermutlich Neurodermitis hätte, verschrieb eine Salbe und jagte dem Kind die 3. 6-fach Impfung + Pneumokokken ins Bein. Ich stand da wie paralysiert, meine Tochter schrie, der Arzt verließ das Behandlungszimmer.

Die nächsten Tage und Nächte waren ein einziger Albtraum. Unsere Tochter bäumte sich schreiend aus dem Schlaf heraus auf und war nicht mehr zu beruhigen. Sie schrie und schrie und schrie… Eine Woche später der nächste Heilpraktikertermin. Ich erzählte ihr von der letzten Impfung und, dass die letzten Nächste schrecklich waren. Ich hatte mich in den vergangenen Wochen dann auch mal auf die Impfkritik.de-Seite getraut und angefangen zu lesen. So richtig toll las sich das alles nicht. Meine Skepsis wuchs und die Heilpraktikerin sagte mir klar und deutlich, dass sie uns nicht mehr helfen könnte, wenn ständig diese Impfungen dazwischen geschossen würden. Dafür wäre es dann einfach zu teuer, wenn man ständig wieder bei Null anfangen müsste. Ich heulte und heulte… saß da auf dem Stuhl und war verzweifelt. Unter Tränen fragte ich sie, ob sie das mit dem Hautausschlag wieder hinkriegen würde. Sie hat es hingekriegt! Nach vielen Monaten war die Haut wieder hergestellt und seitdem nicht mehr auffällig.

Da ich Reaktionen unserer Tochter (nächtliches Schreien) eindeutig mit den Impfungen in Verbindung bringen konnte, stand fest, dass wir sie erstmal nicht weiter impfen lassen würden. Sie sollte erstmal gesund werden, stark werden, nicht mehr so infektanfällig, einfach stabil. Die Heilpraktikerin sagte, dass man ja sich später überlegen könnte, ob man und was man weiter impft, aber, dass dieses Kind sich erstmal erholen sollte. In der folgenden Zeit las ich mich mehr und mehr in die Thematik ein, ich stellte viele Fragen und bekam Antworten.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich hier nichts Fachliches beitragen möchte und auch keine Quellen zitieren möchte, denn lesen kann jeder selbst. Ich will nicht missionieren und irgendwen bekehren, aber ich habe es satt als verantwortungslos bezeichnet und beschimpft zu werden. Das bin ich ganz bestimmt nicht, wie ihr vielleicht schon gemerkt habt.

Es stecken immer Geschichten und Schicksale dahinter und es gibt mehr als schwarz oder weiß im Leben. Egal, ob man sich dafür oder dagegen entscheidet – jeder will das Beste für sein Kind, keinem ist es egal, keiner nimmt billigend irgendetwas in Kauf. Die meisten haben Angst vor den Krankheiten, ich habe Angst vor den Impfungen, vor dem was sie mit meiner Tochter machen könnten.

Wie gesagt, ich möchte mich hier nicht weiter fachlich auslassen. Nicht, weil ich es nicht kann, sondern weil es hier schlichtweg den Rahmen sprengen würde.

In meinem Umfeld stoße ich, in einem sehr durchgeimpften Ort, auf Neugier, auf Respekt und auf Akzeptanz. Und auch ich bringe Respekt und Akzeptanz auf für alle, die es anders machen als wir. Weil jeder für sich und sein Leben verantwortlich ist bzw. das seiner Kinder. Mir steht es nicht zu, zu verurteilen und euch allen da draußen genauso wenig.

Unser jetziger Kinderarzt, selbstverständlich Impfbefürworter, sagte mir bei der letzten Vorsorgeuntersuchung (nachdem ich ihm mitteilte, dass wir keine MMR-Impfung wünschen), dass keiner von uns wissen kann was passiert – wir können impfen und das Kind bekommt keine Masern, Mumps oder Röteln (was ja so leider auch nicht stimmt) oder wir impfen und das Kind wird schwerst behindert. Die Verantwortung tragen wir als Eltern. Und dieser Verantwortung stelle ich mich voll und ganz. Ich habe keine Angst vor diesen Krankheiten, ich weiß wie ich sie behandeln kann.

Ich schütte meinen Kindern auch nicht Unmengen von Fiebersaft in den Körper, weil Fieber eine gesunde Reaktion des Körpers ist, einen Virus zu bekämpfen. Im Übrigen einer der schlimmsten und folgenschwersten Behandlungsfehler bei Masern!

Ich habe eine andere Einstellung zu vielen Dingen bekommen, insbesondere zu unserem Körper und ich sehe vor allem, dass es meinen Kindern deutlich besser geht, als vielen ihrer Freunde. Sie sind deutlich weniger krank und wenn, kann der Körper damit deutlich besser umgehen. Aber das ist eben meine Geschichte und jeder darf seine eigene Geschichte haben und sich dementsprechend verhalten.

Aber schließt doch bitte wieder eure Schubladen, Impfgegner wie Impfbefürworter. Wir sind keine dinkelfressenden, jahrelang-stillenden, in-Jutebeutel-gesteckten Esotherikhexen, die ihren Namen tanzen - genauso wenig wie die Impfbefürworter alle ignorante, karrieregeile, nicht-stillende-Alete-reichende, von-den-Medien-manipulierte Dumpfbacken sind.

Jede Entscheidung hat seine Berechtigung und jeder trägt die Konsequenzen seines Handelns. In diesem Sinne, friedliche Grüße.

Hier ein Zwischenruf dazu von Katharina und Lisa.

Und bitte lest auch unseren Gastbeitrag der Impfbefürworterin!

Tags: Impfen, Masern, Impfschäden, Kinder, Entscheidungen

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Kommentare

Patricia — Di, 02/24/2015 - 08:55

Liebe Katharina, deine Geschichte kommt mir bekannt vor. Meine Eltern haben mich und meinen jüngeren Bruder auch in bester Absicht komplett impfen lassen. Mein jüngster Bruder war als Kind oft krank und ihm konnte, wie in deinem Fall auch, nur eine Homöopathin helfen, die meine Eltern auch auf diese Impfthematik angesprochen hat. Das hat mich damals schon in jugendlichem Alter sehr zum Nachdenken gebracht, weil meine Eltern mir die Entscheidung mich impfen zu lassen selbst überlassen haben. Ich habe es nicht getan. Ob ich das bei meinen Kindern auch so machen würde, weiß ich noch nicht. Aber es muss auf jeden Fall sehr gut überlegt sein. Ein sehr mutiger Beitrag von Dir!

Stadt-Mama Katharina — Di, 02/24/2015 - 09:04

<p>...Das ist ein Gastbeitrag, liebe Patricia. Den Artikel hat unsere Leserin Juliane geschrieben, nicht ich, die Stadt-Mama. Das nur zur Info. Liebe Grüße!</p>

Annika — Di, 02/24/2015 - 09:01

Fieber senken bei Masern ist ein Behandlungsfehler? Ich könnte ausrasten, wenn man zu einem medizinischen Thema medizinische Laien, die ausschließlich über persönliche Erfahrungen verfügen, zu Wort kommen lässt. Und es gibt gute Gründe, Heilpraktiker zu meiden, hier wieder deutlich zu lesen. (die brauchen nicht mal eine Ausbildung - jeder kann Heilpraktiker werden und sich dann "verantwortungsvoll" um seine Patienten kümmern) Sorry, Stadt-Land-Mama, das schlägt sogar das ZDF, das den durchgeknallten Hirte als Experten zu dem Thema zu Wort kommen lässt. Warum wird die medizinische Wissenschaft so sehr angezweifelt - andere Wissenschaften stellen wir doch auch nicht in Frage. Und jetzt gibt es diesen persönlichen Erfahrungsbericht auf einem Blog, den viele lesen und andere medizinisch ungebildete nehmen das für bare Münze - voll toll, weil das Wort ganzheitlich drin vorkommt und die allseits beliebte Homöopathie. Journalismus-Fail.

luise — Di, 02/24/2015 - 10:02

Aber selbst der durchgeknallte Hirte riet in seinem Bericht zur Masernimpfung! Ich finde, man sollte die Kinder vieleicht nicht unbedingt in ganz jungen Jahren "komplett durchimpfen", und später auch nicht gegen alles, aber grundsätzlich alle Impfungen ablehnen empfinde ich als grob fahrlässig und ja, auch verantworungslos.

Mario Grunert — Mi, 02/25/2015 - 01:16

.. beendet die Erkrankung niemals schneller, bei bakteriellen Infekten hat Fieber nach Meinung der evidenzbasierenden Medizin (Schulmedizin sagen nur Quacksalber) sogar leichte positive Effekte - bei viralen Infekten spielt die Körpertemperatur bei der Bekämpfung der Erreger keinerlei Rolle. Wer sein Kind liebt senkt das Fieber bei viralen Infekten, einfach damit es sich besser fühlt. Also wer sein Kind mit Masern (viraler Infekt) "fiebern" lässt ist einfach nur ein Sadist.

Jo Chen — Mi, 02/25/2015 - 11:18

Liebste Annika, wie hirngewaschen muss man bitte sein, um die wirksamste Waffe des Körpers gegen Erreger (rrrrichtig, das Fiebern!) als den eigentlichen Feind zu sehen? Schonmal damit auseinandergesetzt, WARUM ein Körper fiebert? "Selbstständig denken-Fail"

Ben — Mi, 02/25/2015 - 13:32

Freie Presse vom 24.02.2015 Michael Friedl ist Kinderarzt in Heidelberg (Baden-Württemberg) und leitet den Verein Ärzte für individuelle Impfentscheidung. Er hat die Erfahrung gemacht, dass Masern nur zu Komplikationen führen, wenn man das Fieber bekämpft. "Als naturheilkundlich arbeitender Kinderarzt plädiere ich dafür, Fieber bis 40,8 Grad Celsius zuzulassen. Schwere Krankheitsverläufe hat es in der Vergangenheit nur dann gegeben, wenn das... "Mit einer Impfpflicht nehmen wir Eltern die Verantwortung für die eigene Gesundheit und für die ihrer Kinder. Das steht uns nicht zu. Auch ein Todesfall, so schlimm das für die betroffenen Eltern ist, ändert daran nichts. In meiner Praxis kläre ich Eltern auf, dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit einer Impfung gibt und dass beides - Impfen und Nichtimpfen - Risiken bergen. Eltern, die sich kritisch mit dem Thema Impfen auseinandersetzen, sind meist sehr bewusst in ihrem Gesundheitsverhalten, in der Ernährung oder im Schutz der Umwelt. Das sind keine Dummen, die wir bevormunden müssen", sagt Dr. Friedl. (sw)

Ben — Mi, 02/25/2015 - 13:39

Die eigentlich Durchgeknallte kannst nur Du sein, wenn Du die Bedeutung und die Wichtigkeit von Fieber derart verunglimst!! Du hast echt keine Ahnung. Hergott lass Hirn ra!!Wie solche Leute überleben ist mir schleierhaft!!

Michaela — Di, 07/05/2016 - 01:59

Ich sehe, dass du dich nicht unbedingt mit Thema Masern auseinander gesetzt hast. Sonst wurdest du wissen, dass Fieber bei Masern das Wichtigste ist!!!

Ja sager — Fr, 10/06/2017 - 20:27

Und wenn die Gesellschaft schreit "spring von der Klippe" springst du? Nicht hinterfragen.. der Arzt hat immer recht..blabla.. haha über solche Leute kann man nur lachen. Benutz mal dein Gehirn für etwas hast du ja eins bekommen.... Ich wurde ab dem 8 Lebensjahr nicht mehr geimpft bin jetz 30 und praktisch nie krank!

Mimi — So, 09/02/2018 - 00:11

Es gibt bestimmt viele Internetseiten zu diesem Thema, aber eine möchte ich gerne hier erwähnen, weil sie sachliche und gut verständliche Informationen liefert: https://susannchen.info

Aisha — Di, 02/24/2015 - 09:06

Du schreibst "jeder trägt die Konsequenzen seines Handelns", doch genau das ist ja das Problem. Wer seine Kinder nicht impft trägt dazu bei, dass die Herdenimmunität nicht mehr funktioniert. Und Kinder, die zum Beispiel wegen schweren Krankheiten nicht geimpft werden können, oder aber kleine Babys vor dem Impfen an Masern & Co sterben. Meine Freiheit endet da, wo die des nächsten anfängt. Du triffst nicht nur eine Entscheidung für deine Kinder, dann wäre das ja völlig in Ordnung. Du triffst eine Entscheidung, die Schwächeren schadet. Fakt. Übrigens wäre deine Tochter, die die Impfungen nicht verträgt, auch so ein Fall, der von Herdenimmunität profitiert.

Lisa — Di, 02/24/2015 - 16:15

Super Kommentar, es spricht mir aus der Seele! DAnke

Lisa — Di, 02/24/2015 - 16:16

Super Kommentar, es spricht mir aus der Seele! Danke

Jasmin — Mi, 02/25/2015 - 10:09

Genau! Es geht auch darum, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen.

Concerned Parent — Sa, 08/19/2017 - 15:29

Herd immunization and endangerment issues are bogus, clever sounding, poppycock. My daughter is not immunized but contracted measles and chicken pox from childern who were definitely vaccinated. I'm not anti-science whn it comes to technology and some medical advancements but most doctors are as dogmatic about science as most christians are about religion or the bible. The body is a complex mulitcellular organism and although Doctors would have you believe otherwise, their lack of real understanding is minimal. Not to mention their "drug dealer" type relationship with the pharma industry. Having said that, I am pro-medicine in general but feel that Doctors shouldn't be endowed with the Godlike status which they often demand. I am pro-choice as far a child vaccination is concerned .

Merfi — Di, 02/24/2015 - 09:22

Ich kann deinen Wunsch nach einem gesunden, nicht Infekt anfälligen Kind gut nachvollziehen - und den nach einem zufriedenen, ruhigen auch. Allerdings sehe ich in Deinem Bericht nicht den Zusammenhang zwischen Impfen und Schreien: ein schreiendes Kind mit Geburtsverletzungen schreit, wird geimpft und schreit weiter. Ein kränkliches Kind wird geimpft und wird krank. Da sehe ich eher den Fehler in der miesen Geburtshilfe, die wir in Deutschland haben, einem schlechtem Kinderarzt (kann man auch wechseln)und dem überforderten System Familie, in dem dann das schwächste Glied nicht gut integriert werden kann. Das hat mit dem verantwortungsvollen Schutz Deines Kindes und dem seines Umfeldes durch das Impfen nichts zu tun. Da ziehst du leider falsche Rückschlüsse, die, wie man sieht zu katastrophalen Auswirkungen führen kann.

Lara — Di, 02/24/2015 - 09:22

.... Was Heilpraktiker anrichten können! Die Gute hat ja dann aber sicher auch ein paar Zuckerkugeln für den Fall einer schwerwiegenden Masern-Folgeerkrankung oder für den Fall einer Rötelninfektion in der Schwangerschaft parat. Oder muss dann doch wieder jemand ran, der sich tatsächlich mit Medizin auskennt?

Ulrike — Di, 02/24/2015 - 09:23

Also ich weiß nicht, ob das wirklich eine gute Idee von euch ist, diesen Beitrag unkommentiert zu lassen. Wie Annika schon in ihrem Kommentar schreibt, ist es durchaus gefährlich so einen Beitrag zu veröffentlichen, da viele Mütter verunsichert werden. Ich bin durchaus kein Gegener von Heilpraktikern oder dergleichen, aber ich glaube nicht, dass das Schreiverhalten nur durch das Impfen zu erklären ist. Wie viele Babys schreien und wie viele Mütter zweifeln nun daran, dass sie ihre Kinder geimpft haben. So etwas stehen zu lassen, ist gefährlich und wie viele Mütter werden ihre Kinder daraufhin nicht mehr impfen lassen? Heilpraktiker sind nun mal keine ausgebildeteten Mediziner, das ist Fakt! Natürlich ist die ganzheitliche Betrachtung des Körpers und die schonende Behandlung in manchen Fällen und bei manchen Patienten wirkungsvoller als die Schulmedizin, aber bitte: IMPFEN ist eine medizinische Errungenschaft, die viele tödliche Krankheiten ausgemerzt hat. Und jetzt kommen die Heilpraktiker und alles ist plötzlich wieder böse?! Das Babys nunmal (vor allem) am Anfang viel schreien, ist nicht ungewöhnlich (hier hatte ich dazu auch was geschrieben: http://oneyearofsunday.de/drei-monats-koliken-warum-schreit-mein-baby-und-sind-immer-blahungen-schuld/). Und dass das Schreiverhalten nach ein paar Monaten besser wird, ist auch eher normal. Gut, jeder macht seine persönlichen Erfahrungen und soll auch persönlich entscheiden was gut und schlecht für das eigene Kind ist. Aber diesen Beitrag einfach unkommentiert auf einem hochfrequnetierten Blog stehen zu lassen und damit andere Eltern zu verunsichern halte ich für SEHR SEHR unverantwortlich und gefährlich ... meine Meinung. Viele Grüße Ulrike http://oneyearofsunday.de

Gast — Di, 02/24/2015 - 09:51

Ich bin schockiert über diesen Beitrag. Er macht deutlich wie wichtig mehr Aufklärung über das Impfen ist, damit solch skrupellosen Heilpraktikern wie in diesem Fall der Nährboden entzogen wird. Wenn es um Kinder geht die noch nicht selbst entscheiden können und um solch schwerwiegenden Krankheiten, sollten wir uns an die medizinischen Fakten halten und nicht an irgendwelche Zuckerkügelchen.

Svetje — Di, 02/24/2015 - 09:53

Als Mama eines Schreibabys kann ich es nachvollziehen, dass man alles versucht, damit es dem Kind besser geht. Und ich kann verstehen, dass man nicht nur die Wege der Schulmedizin geht. Aber dass Man dabei nicht mehr weiter als über den (Schrei)Tellerrand schaut, finde ich erschreckend. Die Tatsache, dass sich jeder innerhalb kürzester Zeit Heilpraktiker nennen darf, während ein Medizinstudium und die nachfolgende Ausbildung zum Facharzt Jahre dauert, spricht für sich. Nur ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: eine Freundin von mir hatte Brustkrebs. Sie entschied sich gegen eine Chemotherapie und bekämpfte den Krebs mit Homöopathie und in einer Bachblütenklinik. Man ahnt es sicherlich schon: meine Freundin starb an Brustkrebs. An einer Form des Brustkrebses, der schulmedizinisch sehr hohe Heilungschancen hatte.

Nyla — Di, 02/24/2015 - 10:01

Ich finde es gefährlich Menschen wie euerer Gastbloggerin einen Forum zu geben. Es geht hier nich um Familienbett ja oder nein. Im zweifelsfall geht es hier um die Gesundheit anderer Menschen. Das größte Feind des Impfens ist sein Erfolg. Wir sehehn keine Menschen mehr, die an den geimpften "Kinderkrankheiten" leiden, Behinderungen davon tragen und ja, auch sterben. Ein paar Monate in den Ländern der Dritten Welt würden einen eines besseren belähren. Ich arbeite mit Menschen mit Behinderung und mir ist 1!!!! Mensch bekannt der, wahrscheinlich aufgrund eines Impfschadens, eine Behinderung davon getragen hat. Das bedeutet er hat einen annerkannten Impfschaden, aber das die Uhrsache einer Behinderung ist immer vielschichtig. Dieser Mann ist heute 43 Jahre alt, wurde also auch zu einer ganz anderen Zeit geimpft, wo die Stoffe nicht halb so gut untersucht waren. Es sind mir aus meinem direkten Arbeitsumfeld deutlich mehr Menschen bekannt, die eine Behinderung aufgrund einen "Kinderkrankheit" davon getragen haben. Auch alle in der altersklasse. Befor eine Impfung auf der Liste der StIko landet, werden hunderte von Studien durchgeführt und ausgewertet. Ärzte und Wissenschaftler setzen sich damit außeinander und erst, wenn dieser Prozess durchlaufen ist, wird eine Impfung empfohlen. Ich finde es unglaublich anmaßend, dass Leute, wie eure Gastbloggerin, meinen, sie wären schlauer, als diese ganzen fachlich kompetenten Menschen zusammen. Es würde schon reichen mit einem/einer im Krankenkaus arbeitenden Kinderarzt/in zu sprechen, um sich ein Bild davon zu machen, wie schlimm die Krankheitsverläufe der "Kinderkrankheiten" sein können. Sie, Juliane, sind nicht nur verantwortungslos, Sie sind auch eine Schmarotzerin, die von der, zum Glück, hohen Impfrate in Deutschland profitiert. Denn nicht Sie schützen ihr Kind von der Ansteckung mit einer der zu impfenden Erkrankungen, sondern alle anderen, die ihre Kinder impfen lassen. Heilpraktiker gibt es auch zum Glück solche und solche. Ich habe eine ganz tolle, finde dass dieser Berufsstand absolut seine berechtigung hat. Aber, wenn Heilpraktiker sich zum Thema Impfen auf diese Art und Weise äußern und einen "Impfschaden" diagnostzieren (wozu sie wieder berechtigt noch ausgebildet sind) gehören sie verklagt.

Gast — Di, 02/24/2015 - 14:08

Na sie sind ja eine ganz schlaue

Jennifer — Di, 02/24/2015 - 10:09

"......und ich sehe vor allem, dass es meinen Kindern deutlich besser geht, als vielen ihrer Freunde. Sie sind deutlich weniger krank und wenn, kann der Körper damit deutlich besser umgehen...." Zumindest deine Große ist ja mal komplett durchgeimpft, oder?....

Fräulein Sonnen... — Di, 02/24/2015 - 10:16

Wie erschreckend, dass nicht einmal der Todesfall eines kleinen Kindes im Zuge dieser furchtbaren Geschichte Zweifel aufkommen lässt ... ich wünsche mir wirklich, dass jede junge Mutter sich von ärztlichem Fachpersonal beraten lässt, statt sich eine Meinung von Heilpraktikern "einimpfen" zu lassen. Die Diagnose Impfschaden scheint mir da eine willkommene Lösung zu sein, wenn man sonst nicht weiter weiß ... und ganz ehrlich: ICH HABE ANGST vor dieser Krankheit und um jedes Kind, dessen Leben davon bedroht wird!

Gast — Di, 02/24/2015 - 10:28

Auch ich finde es sehr schwierig, den Beitrag unkommentiert stehen zu lassen, auch wenn jedem seine Meinung, seine Entscheidungen, seine Geschichte zusteht. Ich arbeite im Bereich der Frühförderung mit behinderten Kindern und musste dort leider direkt zu Anfang meiner Arbeit miterleben, wie ein schwerstmehrfach behinderter Junge im Alter von zwei Jahren an Keuchhusten gestorben ist, erstickt ist, weil er nicht geimpft werden konnte und sich leider angesteckt hat, bei einem Kind, dass durchaus hätte geimpft werden können. Das zeigt, dass wir als Eltern eben nicht nur für unsere eigenen Kinder entscheiden. Unsere Entscheidung beeinflusst auch viele andere Menschen. Daher halte ich es für sehr sinnvoll, immerhin ansonsten gesunde Kinder früh impfen zu lassen.

Ulla — Mi, 02/25/2015 - 08:16

die sehr bequeme Position der Gastbloggering kann man nur in einer durchgeimpften Gesellschaft durchziehen. Dein Beispiel zeigt, wer letztlich solche Positionen ausbaden muss. Schwächere Mitglieder unserer Gesellschaft.

Lidia — Fr, 09/13/2019 - 03:16

Auch durchgeimpfte Kinder erkranken an Keuchhusten und könnenn dann andere damit anstecken. Ich kenne in meine Umfeld mindestens zwei Fälle davon...

Frau Rhodan — Di, 02/24/2015 - 10:36

...der Beitrag zeigt immerhin deutlich und verständlich, dass die unverantwortliche Person in diesem Beispiel eindeutig nicht die Mutter ist. Sondern die Heilpraktikerin, die sich anmaßt, ihre persönliche Meinung als gesicherte Diagnose darzustellen. Eine Heilpraktikerin ist kein Arzt - wie kann sie behaupten, dass ein Impfschaden vorliegt, nur anhand von Symptomen?! Nichts gegen ganzheitliche Behandlung so lange es nicht schadet. Aber wenn Heilpraktiker sich gegen die Schulmedizin stellen, wie hier mit der Aussage, wenn die Mutter nicht die Impfungen unterließe wäre die weitere Behandlung sinnlos...dann ist eine Grenze massiv überschritten. Es ist gefährlich dass solche Personen die Macht haben, verunsicherte und verzweifelte Eltern zu lenken und schamlos das Vertrauen auszunutzen. Stadtlandmama ist ein persönlicher, subjektiver Blog, von daher veröffentlicht was ihr wollt...ich muss es ja nicht lesen ;)

Sascha — Di, 02/24/2015 - 10:45

Finde diesen Beitrag auch sehr schwierig... Mein Problem mit Impf-Kritischen oder Impf-Gegnern ist, die Argumentationen sind fast immer subjektiv, beruhen auf "hören-sagen", sind Einzelfälle von Bekannten oder pseudowissenschaftlich erklärt. Es gibt schlicht nur einen einzigen vernünftigen Grund, sein Kind nicht zu impfen: Wenn es nicht geimpft werden darf (Immunschwäche, angeborene Krankheiten etc.). Ich musste mir schon haarsträubendes anhören, z.b.: "Masern muss man ja nicht impfen, gibts ja heute fast nicht mehr." - JA, WESHALB DENN WOHL?! Wir sind so überheblich geworden, dass wir die medizinischen Vorteile verschmähen, für die Menschen in anderen, ärmeren Ländern so dankbar wären. Menschen, die ihre Kinder verlieren oder deren Kinder heute noch an Kinderlähmung erkranken. Ob die wirklich auch sagen würden: "Och nöööö, ich lasse mein Kind lieber nicht impfen, ich hab gehört, das bringt seine emotionale Balance durcheinander." Ihr seht, mich bringt das total auf die Palme!! Meine beiden Kinder (3 Jahre und 5 Monate) sind beide geimpft. Der Impfschutz meines Kleinen ist noch nicht komplett. Ich kann nur hoffen, dass er nicht mit Kindern in Berührung kommt, deren Eltern eine Masernimpfung für überflüssig gehalten haben, und die ihn dann anstecken und ihm möglicherweise lebenslange Schäden zufügen. Eine Masernerkrankung kann NACHWEISLICH (das bedeutet, es lässt sich belegen!) zu schweren Schäden führen, bis hin zum Tod. Ich würde nicht die Verantwortung dafür tragen wollen, irgend einem Kind, irgendwelchen Eltern das anzutun. Aber Impfgegner müssen sich das schön reden. Böse Pharmaindustrie (die ja eigentlich extrem viel mehr an Erkrankungen als an Impfungen verdienen würde. Schon mal überlegt?!). Ich bin weder Ärztin noch ein grosser Freund der Pharmakonzerne. Ich habe auch schon Kügelchen geschluckt während Schwangerschaft und Stillzeit und habe meine Kinder daheim geboren. Aber ich bin immer wieder schockiert über den Trend, so zu tun, als wären Impfungen (und Schulmedizien im Allgemeinen) Teufelszeug. Das ist doch ... krank.

Gast — Di, 02/24/2015 - 11:19

Wem die Geschichte hierzulande nicht ausreicht oder zu weit zurück liegt (ca. 40-50 Jahre), der schaue bitte mal nach Syrien: Durch den vorherrschenden Bürgerkrieg können die Kinder dort nicht mehr geimpft werden und direkt steigen die Zahlen von Kinderlähmung, Masern-Toten etc. Bitte lasst doch mal einen Kinderarzt zu Wort kommen, anstatt mit individuellen, emotional aufgeladenen Geschichten noch mehr Verwirrung zu stiften.

Lidia — Fr, 09/13/2019 - 03:25

Wo Krieg herrscht da steigt im die Sterberate an den "Kinderkrankheiten ". Das liegt aber nicht zwingend an mangelnden Impfung, sondern an Mangel von sauberen Wasser, sauberen Kleidung, frischen Luft und an Mangelernährung. Es hat sich schon früher gezeigt, dass in Kriegszeiten auch keine Imfung helfen konnte... Nur so am Rande.

M. — Di, 02/24/2015 - 11:30

Persönliche -ideologisch verbrämte-windelfrei-Berichte u.ä. könnt ihr hier so viele veröffentlichen, wie ihr wollt, aber bitte nichts Impfkritisches. Impfgegenern sollte man keinerlei Plattform bieten!Vielleicht sollte mal ein Kinderarzt auf den obigen Gastbeitrag antworten.

Land-Mama Lisa — Di, 02/24/2015 - 13:34

<p>Wird gemacht! Morgen antwortet eine Kinderärztin auf diesen Gastbeitrag!</p>

Mario Grunert — Mi, 02/25/2015 - 01:23

Lassen Sie bitte den IGEL Leistungspushern (Ärzte die auch Homöopathen sind, oder sonstigen Quacksalberquatsch verticken) keine Bühne sondern fragen Sie einen Kinderarzt aus dem Klinikbetrieb nach seiner Meinung. Praxisärzte sind auf volle Behandlungszimmer angewiesen und Impfgegner übersehen Jameda und Co mit schlechten Bewertungen wenn dieser sich "rational" gegen das Heer der Impfgegner stellt.

Klaus Warnholtz — Di, 02/24/2015 - 11:36

ich gratuliere dank ihrer Propaganda ist in Berlin ein Kind an Masern Gestorben.

Gast — Di, 02/24/2015 - 11:43

Hallo Juliane, dass du nicht verantwortungslos bist, glaube ich dir. Aber leider schlecht beraten. Ich bin auch Mutter. Und (kritische, sorgfältig auswählende) Impfbefürworterin. Und Ärztin, übrigens im Anschluss an eine Heilpraktikerausbildung. Ja, Heilpraktiker können auch gute Arbeit machen. Denn sie können sich Beratungs- und Gesprächszeit gut bezahlen lassen. Aber glaub mir, sie haben kein Mittel gegen Maserspätfolgen. Oder Masernsymptome. Oder Impfschäden. Und da du nicht verantwortungslos bist: denk an die Herdenimmunität. Die erreichen wir nun mal für unsere Schwächsten nicht, wenn die Impfquote weiterhin so niedrig bleibt.

Land-Mama Lisa — Di, 02/24/2015 - 13:37

<p>Lieber "Gast", als Heilpraktikerin UND Ärztin: Hättest Du Lust, Deine Sicht der Dinge in einem Gastbeitrag hier zur Verfügung zu stellen? Das wäre toll! Gern an lisa.harmann (at) googlemail (.) com</p>

Anousch Mueller — Di, 02/24/2015 - 11:48

Das stützt wieder meine These, dass Heilpraktiker eine große Mitschuld an der Impf-Angst haben. Fast jeder kann Heilpraktiker werden, es ist kein anerkannter Ausbildungsberuf. In vielen europäischen Ländern sind sie verboten. Heilpraktiker sind sehr oft Ideologen verquererer, irrationaler Gedankengebäude. Sicher, Ärzte sind auch oft nicht besser, aber wenigstens besser medizinisch ausgebildet. Nochmal: Nicht die Naturheilkunde hat dafür gesorgt, dass die Lebenserwartung in unseren Breiten stark angestiegen ist, sondern moderne Medizin und insbesondere Impfungen. Ich habe vor Jahren eine Ausbildung als Heilpraktikerin gemacht und bin seither geheilt von diesen mitunter gefährlichen Spinnern. Wer mag, kann hier weiterlesen: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/alternativmedizin-weissbrot-gegen-krebs-1.2349722

Christiane — Di, 02/24/2015 - 11:50

Nachdem bei uns in der Klasse auch die Masern grassieren, muss ich sagen, je mehr ich drüber nachdenke, desto egoistischer finde ich die Nicht-Impfer Fraktion. Sicher habe ich mich damals auch belesen, wir haben spät geimpft und viele Pros und Contras abgewogen. Aber dieses uniformierte Heer aus Bio-Ladenkäufern, Nicht-Impfern, Heilpraktiker-Gläubigen und Kügelchen-Gebern aus dem Prenzlauer Berg - da hört mein Verständnis zunehmend auf. Wieviele Leute ernähren sich hier total verquer, weil irgendein dahergelaufener Heilpraktiker eine Nahrungsmittelunverträglichkeit ausgependelt hat? Wer sich hier in den Bio Läden umschaut, sieht, dass dort sicher nicht die fröhlichen & glücklichen Menschen sitzen - nein, sie sind besonders verbissen und angestrengt. Lebensfreude? Wo bist du? Und...psssst.... der Heilpraktiker und Homöopathie Sektor ist am Ende auch nur ein Riesengeschäft: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1864604/Homoeopathie---Heilung-oder-Humbug%253F#/beitrag/video/1864604/Homoeopathie---Heilung-oder-Humbug%253F Schade, dass die Nichtimpfer nicht auch gleichzeitig einfach Homeschooling machen können. Denn wer schützt die kleinen noch ungeimpften Geschwisterkinder in den Schulen vor Masern & Co?

Wera — Di, 02/24/2015 - 12:21

Für die Geschichte! Auch ich finde es grauenvoll, wie einige, von der unbändigen Angst um die Gesundheit ihrer Kinder getriebenen Leute in der Anonymität des Internets zu Beschimpfungen aushohlen, die sie bei persönlichem Kontakt sicher niemals über die Lippen bringen würden. Auch ich denke nicht, dass ich verantwortungslos bin: ich habe mich informiert, habe pro- und Kontra Listen angelegt, habe Studien gesucht und gelesen, war beim Arzt, hab Hebammen und andere Eltern befragt und am Ende hatten die vermeintlichen Seuchen ihren Schrecken verloren. Der Post gefällt mir gut, denn er ist ehrlich und persönlich und nicht belehrend oder besserwisserisch. Ich bezweifle allerdings, dass diese schon militant- kritischen Kommentatoren hier sich die Mühe machen, sich ein paar kritische Quellen rauszusuchen...... Aber natürlich wäre dieser Blog auch nicht der Ort um Zahlen, Diagramme und Statistiken zu posten :-) Danke jedenfalls, ich freue mich über jede Diskussion um das Thema!

Mario Grunert — Mi, 02/25/2015 - 01:34

.. gibt es auch zwischen den Meinungen die Erde sei rund oder flach, lesen sie die kritischen Artikel zur elyptischen Erdenform - und dann suchen Sie doch eine Meinung in der Mitte, vllt ist sie doch eine Halbkugel ? Sie finden keine "ernstzunehmenden" Impfkritiker - die Kritiker haben alle einen fragwürdigen ideologischen Hintergrund, das geht von fundamentalistischen Sekten (Ivo Sassek), über Anthrosophen also Karmagläubige - ein Kind was verreckt hat es verdient (Loibner) bis über Scientologen (Leitner) ... die Kritiker kommen alle aus dem moralischen Bodensatz der Gesellschaft.

Sabine — Di, 02/24/2015 - 12:23

Die Pro- und Contra Diskussion beim Thema Impfen ist immer schrecklich. Es gibt nur schwarz und weiß. Als med. Fachangestellte habe ich Impfungen nie in Frage gestellt. Das Einzige was ich mir habe nicht impfen lassen, war die Impfung gegen Schweinegrippe. Im Januar 2013 ist unser Sohn geboren. Er wurde erstmal nach Stiko geimpft. Obwohl mir da die ersten ZWeifel kamen. Ich bin kein Impfgegner, aber kann auch kein kompletter Impfbefürworter mehr sein. Nach der 1. Sechsfachimpfung + Pneumokokken hat unser Sohn nächtelang schrill geschrien. Wir kannten das gar nicht von ihm und haben dann durch eine Freundin erfahren, dass es eine Nebenwirkung der Impfung sein kann. Unsere Heilpraktikerin (die im übrigen eine lange Ausbildung hinter sich hat, man sollte auch hier nicht alle über einen Kamm scheren...) hat uns geholfen. Sie hat auch nie komplett von Impfungen abgeraten. Unser Weg geht jetzt über Teilimpfen. Das Schreien ist seitdem auch nie wieder aufgetreten. Unserer Kinderärztin haben wir das erzählt, sie hat uns auch geglaubt und unterstützt uns. Ich finde es einfach nur schlimm mit welcher Vehemenz die beiden Lager immer wieder aufeinanderprallen. Danke für den Gastbeitrag.

maria wagner — Di, 02/24/2015 - 12:34

Ich finde den gastbeidrag nachfüllbar wir haben unsere große auch gegen alles impfen lassen und sie wurde schwer krank wegen den impfen ist auch bewiesen unsere Tochter ist jetzt schwer behindert braucht immer Hilfe in allem ist nierenkrank und herzkranke soll mann da noch mehr sagen ich würde nie mehr impfen.

Svenja — Di, 02/24/2015 - 14:47

Hilfe ein Troll!

lea — Di, 02/24/2015 - 13:01

Ich bin weder pro noch contra, wir haben erst mit 8 Monaten geimpft und seitdem FAST alles. Habe mich halbwegs informiert und ein paar Impfungen lassen wir raus. Allerdings hat mein Mann da auch das sagen und so impfen wir z. B. Auch wenn ich nicht will, er aber schon. bei meinem Pferd im übrigen impfe ich kaum noch, die ist jedes mal eine Woche richtig krass krank. Sonst habe ich immer durchgeeimpft. Ich finde erst ein Immunsystem aufbauen und dann impfen nicht verkehrt! Beim 2. Kind muss ich allerdings mal schauen, wenn der große im Kindergarten ist halte ich frühe Impfungen für wichtiger als beim ersten qas keinen Kontakt hat. Mutig finde ichdie gastmutter allemal, ich drück ihr die Daumen das sie nicht gelyncht wird ^^ Meine Freundin impft nicht, sie und ihr Mann sind keine ökos, sondern hoch intelligente Menschen. Sie werden ihre Gründe haben, dass akzeptiere ich einfach. Ich mache es so, andere anders. Hauptsache jeder macht es nach bestem Wissen und Gewissen.

Anni — Di, 02/24/2015 - 14:20

Ausgerenktes Schlüsselbeib, Osteopathie, Schreibaby; alles "schön und gut". Aber Heilpraktiker kann sich hier quasi jeder nennen. Die Ausbildung ist nicht geregelt, es gibt keine einheitliche oder staatlich geregelte Prüfung. Das ist alles und nichts. Und ja, seine Kinder komplett ganz und gar nicht zu impfen ist verantwortungslos. Beim Impfen gibt es nicht nur schwarz und weiß. Ich impfe nicht streng nach Stiko; da gibt es doch viele Spielräume. LG von Anni.

Piotra — Di, 02/24/2015 - 15:23

Die Kommentare zeigen leider, dass wir noch einiges zum Thema Toleranz lernen müssen oder dürfen. Es freut mich allerdings sehr zu lesen, dass scheinbar viele Menschen sehr gute Ärzte haben und denen alles glauben. Ich habe selbst studiert und frage mich zunehmend, was es - außer Menschwerdung im besten Fall - wirklich bringt. Und wenn ihr schon so aufs Studieren und die wichtigen Studien pocht: die Erkrankungen sind durch bessere Umweltfaktoren eingebrochen, bevor die Impfungen durchgeführt wurden. Aber wie so oft wird auf Andersdenkende gescholten, ohne sich selbst informiert zu haben. Noch mal schade...

Sascha — Di, 02/24/2015 - 20:37

"Erkrankungen sind durch bessere Umweltfaktoren eingebrochen, bevor die Impfungen durchgeführt wurden", da interessiert mich aber die Quelle dazu. Im Übrigen hat für mich das Impfthema nichts mit Toleranz oder "leben und leben lassen" zu tun. Ob sich Menschen impfen lassen (oder Menschen ihre Kinder) hat grosse Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Ich weigere mich, zu tolerieren, dass es Menschen gibt, die zwar sehr gebildet sind, aber hier auf Wissenschaft komplett pfeifen. Das wirkt schon fast abergläubisch und hat für mich in diesem Zeitalter nichts zu suchen.

Lidia — Fr, 09/13/2019 - 03:39

Was hat "gebildet sein" damit zu tun ob man der Wissenschaft glauben schenkt oder nicht?!

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