Covid-19: Warum ich meine Kinder gegen Corona impfen lasse

Kinder impfen lassen?

Ihr Lieben, gestern kam nun doch die Empfehlungen der Ständigen Impfkommision, Kinder ab zwölf Jahren gegen Corona impfen zu lassen. Es gab einiges an politischem Hickhack im Vorfeld und wir verstehen jede Mama und jeden Papa, die oder der jetzt erstmal verunsichert ist.

In die Entscheidung spielen ja nun einmal viele Faktoren rein, auch der, dass einige jetzt sagen, die Kinder jetzt aber wirklich mal genug gelitten und auf ihre kleinen Schultern gepackt bekommen in der Pandemie. Und dass sich doch bitteschön die letzten Erwachsenen jetzt noch impfen lassen sollten, um die verdammt wichtige Herdenimmunität zu erreichen statt auch das noch auf die Kinder abzuwälzen. Für unsere Leserin ist die Impfung aber kein Opfer, sondern ein Privileg. Eines, das es ihr ermöglicht, ihre fünf Kinder zu schützen. Sie sind siebeneinhalb, 12, 13, 14einhalb und 16 Jahre alt. Hier erzählt sie von ihrer Entscheidung.

„Ich habe keine Angst vor Impfungen. Für mich sind Impfungen Errungenschaften der Wissenschaft, für mich sind Impfungen Lebensretter. Wir immunisieren uns im Kleinen, um so auf die einfachste Art und Weise dem Großen entgehen zu können.

Ich selbst habe als Kind – obwohl ich eine Hausgeburt war, in einen alternativen Kindergarten ging und ich so aufwachsen durfte wie man es heute Attachment Parenting nennt, geimpft. Mit allem, was offiziell empfohlen wurde. Bei uns in der Familie wurde darüber nicht groß diskutiert, wir sahen es als Privileg an, die Möglichkeit zu haben, uns zu schützen. Eine Freundin meiner Eltern saß im Rollstuhl, weil sie ungeimpft an Kinderlähmung erkrankt war. Ein Beispiel von vielen, das mir zeigte: Ich würde es bei meinen Kindern wohl genau so handhaben.

Sie bekamen als Säuglinge also bereits die ersten von der StiKo empfohlenen Impfungen. Im Fall der Corona-Impfung habe ich unsere Kinder aber sogar vor der offiziellen StiKo-Empfehlung auf die Warteliste beim Kinderarzt setzen lassen. Unsere große Tochter, die 16 ist, sogar schon direkt an dem Tag, als es hieß, dass Biontech nun auch für ab Zwölfjährige zugelassen ist. Warum?

Weil sie eine Ausbildung im Gesundheitssektor macht. Aber auch, weil sie bereits genauso groß und schwer ist wie ich und ich dachte: Wenn ich die Impfung vertragen habe, verträgt sie sie doch erst recht. Das Risiko von Long Covid-19 ist mir einfach zu krass. Denn das ist tatsächlich unüberschaubar und unerforscht. Und vor dem Hintergrund, dass unsere Kinder sogar gegen Windpocken geimpft sind, die ja nun einfach auch nicht tödlich enden, dachte ich bei mir: Okay, also wenn ich da schon ohne Bedenken mitgemacht habe, dann jawohl bei Corona erst recht! Das hat mir in die Karten gespielt, wenn ich nach dem ein oder anderen Pressebericht doch mal ins Zweifeln kam.

Ich habe sie also schon gegen weitaus Harmloseres impfen lassen, sie hatten in ihrem Leben noch keine einzige Impfreaktion, warum sollte ich also diesmal anders entscheiden? Wo diese Impfung hier doch sogar die Chance beinhaltet, Teil einer weltweiten Solidarität in der Bekämpfung gegen dieses Teufels-Virus namens Corona zu sein. Mir gibt es Sicherheit, dass sie nun mittlerweile zweifach geimpft ist. Außer einem kleinen Ausschlag an Hand- und Fußgelenk nach der ersten Impfung hatte sie übrigens keinerlei Beschwerden. Weder Müdigkeit, Fieber noch Abgeschlagenheit. Sie hat sie also tatsächlich besser vertragen als wir Großen, die doch auch mit Müdigkeit zu kämpfen hatte.  

Aber was ist schon ein bisschen Müdigkeit gegen das, was eine Infektion mit sich gebracht hätte? Na, eben! Ich hab auch keine Lust, dieses eingeschränkte Leben der letzten anderthalb Jahre weiterzuleben. Ich habe keine Lust, die Kinder wieder in die eigenen vier Wände zu katapultieren, sie aus ihrem Sozialeben zu reißen. Ich möchte auf Teufel komm raus, dass dieser Corona-Alptraum bald ein Ende hat. Und tue alles mir in der Macht Stehende, um das zu erreichen.

Und bei Argumenten, dass der Impfstoff noch viel zu neu ist, bin ich raus. Für Kinder ist bislang nur ein mRNA-Impfstoff möglich und an dem wird seit Jahrzehnten geforscht. Also haben wir schließlich auch unsere jüngeren Kinder (nur die über 12 natürlich) auf die Warteliste beim Kinderarzt setzen lassen. Weil uns ihr Schutz wichtig ist. Ich gebe zu, bei ihnen war ich etwas nervöser, sie haben einfach noch kindlichere Körper, noch nicht so viel Gewicht wie Erwachsene. Aber was soll ich sagen: Sie hatten wirklich nichts nach dem ersten Pieks (der zweite folgt noch). Außer ein bisschen Muskelkater am Einstich-Arm. Und viele Sorgen weniger, weil sie zumindest nicht mehr schwer am Virus erkranken werden, wenn sie sich es doch noch fangen sollten.  

P.S. Von Schwurbelschwachsinn wie dem abnehmenden Mond, der dafür sorgt, dass alle Geimpften am 15.9. sterben oder Ähnlichem will ich jetzt übrigens erst gar nicht anfangen. Ich hab da tatsächlich mehr Vertrauen in die Wissenschaft als in Telegram-Influencer“

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22 comments

  1. @Elli: Ich habe keine Töchter. Hätte ich eine, würde ich ihr selbst(!) zur HPV-Impfung raten, aber nicht erwarten, dass alle zukünftigen Partner sich wegen ihr impfen lassen. Sie kann sich selbst schützen durch die Impfung und das ist in diesem Fall gut so, denn Krebs ist furchtbar.

    Hinsichtlich Covid gilt für mich momentan eine andere, absolut nicht vergleichbare Situation, da ich meine Jungs nicht für den persönlichen Schutz impfen lasse, sondern diese eventuell einem Risiko aussetze, das meines Erachtens bisher größer durch eine noch weitgehend unbekannte Impfung als bei einer Infektion wäre. Egoistisch? Mag in deinen Augen sein, ich finde nichts verwerflich daran, das gesundheitliche Wohl meiner Kinder über das anderer zu stellen. Diese vermeintlich vor sich hergetragene Monstranz der „Solidarität“ ist nämlich in den meisten Fällen noch nicht mal ansatzweise das wert, was das Wort eigentlich aussagt.

    Und auch LongCovid ist für mich kein Argument, da gibt es zu wenige Erkenntnisse darüber. Wer sagt, dass es nicht für diese Kinder LongCorona ist?

    1. Naja, unter den künftigen Partnerinnen heutiger Jungen werden aber auch wieder Frauen sein, die sich aus diversen Gründen nicht impfen lassen können. Und zumindest MRnA-Impfstoffe sind meines Wissens auch an Kindern gut erfoscht. Ich verstehe, dass Eltern auf die STIKO-Empfehlung warten. Aber ich verstehe nicht, dass sie weiterhin nicht impfen, wenn diese Empfehlung da ist. Ich glaube ohnehin, dass es ein Phänomen der heutigen Industrienationen ist, mehr Angst vor den unwahrscheinlichen Nebenwirkungen einer Impfung zu haben als vor den Krankheiten, die sie verhindern sollen. Das liegt einzig und allein daran, dass wir diese Krankheiten im Alltag nicht mehr sehen. Als die Menschen noch an den Kindern ihrer Verwandten und Nachbarn sehen konnten, wie zum Beispiel eine Diptherie verläuft, wären sie nicht auf den Gedanken gekommen, ihr Kind nicht dagegen impfen zu lassen. Oder hätten bemängelt, dass der Impfstoff erst an 10.000 und nicht an 100.000 Kindern getestet wurde.

  2. Mein 12 jähriger Sohn ist mittlerweile durchgeimpft. Er ist schwerer Allergiker und Lungenentzündungskandidat und daher ein nach StiKo Einschätzung Risikopatient. Meine 10jährige Tochter lasse ich so schnell impfen, wie es denn möglich sein wird. Alle Argumente gegen die Impfung zählen für mich nicht. Impfreaktionen sind erwünscht und bei jeder Impfung so und von den seltenen Nebenwirkungen, wie Herz-Muskel-Entzündungen (die man übrigens nach jeder Infektionskrankheit bekommen kann) habe ich mich nicht einschüchtern lassen. Dieses Virus ist so unerforscht und wir können uns das Ausmaß der Folgen einer Infektion noch nicht vorstellen. Es werden auch ohne mit der Wimper zu zucken andere Medikamente und Impfungen akzeptiert by the way. Darum wird geimpft. An diesen Impfstoffen wird seit Jahrzehnten geforscht und ich vertraue der Medizin. Übrigens hat mein Sohn die Impfung bestens vertragen.

    1. Anne – ganz genauso sehe ich das auch! Ich freue mich schon, wenn die impfung endlich auch für die ganz kleinen kinder zugelassen sein wird. Wir simd uns noch nicht annähernd im klaren, welche langzeitfolgen dieses virus bei kindern ausloesen wird. Dass es eine impfung dagegen gibt ist toll!

  3. „Impfung“ dient dem Eigenschutz. Fremdschutz ist nicht gegeben, weil die mRNA Behandlung nicht sterilisierend wirkt.
    Herdenimmunität gibt es nicht…
    Seit wann entscheidet man sich für eine Impfung,weil man sein „normales“ Leben zurück will? Das ist doch keine objektive Entscheidung. Glaubt ihr tatsächlich, dass Kinder Impfungen irgendetwas an den politischen Entscheidungen ändert?
    Bitte informiert euch etwas mehr als nur über die Tagesschau. Seht euch die Zahlen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen an und vergleicht diese mit den Corona Krankheitszahlen von U 18 Menschen.

    1. Und wenn ich mich nicht nur über die Tagesschau oder andere seriöse oder informiere, dann worüber? Facebook und Instagram vielleicht???

  4. Grundsätzlich sind unsere Kinder laut Stikoempfehlung geimpft, in diesem Fall werden wir sie aber nicht impfen lassen bzw. wird der 17-Jährige das mit seinem Allergologen entscheiden, allerdings sieht es nicht danach aus, als könne er geimpft werden mit einem der aktuellen Impfstoffe….Bedenklich finde ich das Argument vieler Eltern, sie „wollten wieder normal leben“, das ist für mich absolut keine Grundlage für eine Entscheidung. Ich entscheide nach bestem Wissen und Gewissen im Sinne der Gesundheit meiner Kinder und nur (!) in dem Sinne, auf keinen Fall aus den nun oft gehörten und gelesenen Gründen wie Schutz der Allgemeinheit (Warum? Jeder, der mag, kann sich inzwischen impfen lassen, von ein paar Ausnahmen abgesehen. Die gab es jedoch auch schon vor Coronazeiten, da musste sich dieser Personenkreis auch selbst schützen), Teilnahme am Schulunterricht ohne Test, Urlaub oder Kinobesuch. Diese Gründe allein finde ich mehr als oberflächlich, tut mir leid…..

    1. „Jeder, der mag, kann sich inzwischen impfen lassen, von ein paar Ausnahmen abgesehen. Die gab es jedoch auch schon vor Coronazeiten, da musste sich dieser Personenkreis auch selbst schützen“

      Das, liebe Ina, ist ein wenig verkürzt….

      Erstens ist es leichter sich gegen Krankheiten zu schützen, gegen die die meisten Menschen geimpft sind, einfach weil sie bei uns nicht so verbereitet sind wie Corona es nun mal ist.
      Zweitens können sich Menschen, die nicht selbst geimpft werden können, gegen die meisten Krankheiten durch Blutplasmaspenden schützen. Mein Kind kann aufgrund einer angeborenen Krankheit keine Antikörper bilden, auch bei Impfungen nicht. Bekommt aber jede Woche Blutplasma von anderen Menschen gespendet, ist dadurch u.a. gegen Tetanus, Masern usw. geschützt und kann so ein relativ normales Leben führen, wenn KEIN Corona herrscht.
      Antikörper sind momentan aber nicht ausreichend im gespendeten Blutplasma vorhanden, also ist mein Kind NICHt gegen Corona geschützt. So war das Kind z.B. seit November nicht mehr in der Schule usw. Das macht dann schon einen winzigen Unterschied…

      Ein lapidarer Satz: War ja für die paar Ausnahmen vorher nicht anders, trifft es nicht ganz… um es vorsichtig auszudrücken.

      1. Blüte, ich weiß nicht, warum die Antikörper im Blut der Spender für einen Schutz deines Kindes nicht reichen und natürlich tut mir das leid….Aber auch wenn es viele anders sehen, würde ich meine Kinder nicht zum Schutz anderer impfen lassen, sondern ausschließlich für ihren eigenen. Und sicher nicht für irgendwelche „Erleichterungen“, die in barrierefreien Kinobesuchen und Urlaubsreisen bestehen.

        1. @Ina
          Normal leben meinte ich nicht mit Urlaub! Bist du schon mal mit Autisten in Urlaub gefahren? Nein? Wirklich nicht?
          Wir fahren nicht in Urlaub! Geht nicht. Zumal der eine Autist auch noch schwer herzkrank und sehbehindert ist.
          Normal meinte ich: die Großeltern umarmen zu können, die Schule von innen zu sehen, nicht nach zu denke, welches Kind mit in den Laden darf – da nur 10 Kunden erlaubt sind!
          Es ist absolut dreist, sofort diese verdammte Urlaubs- und Partymach-Keule raus zu holen!
          Weißt du, wie oft wir meine Eltern in den letzten 18 Monate gesehen haben: 3x. Dabei wohnen sie nur 40 Minuten entfernt. Entweder war es zu gefährlich für unseren Sohn oder meinen Vater!

          1. Milch79: Ich weiß gar nicht, warum du mir Dinge unterstellst, die ich nicht geschrieben habe, aber das ist absolut typisch für das neue Verhalten seit die Corona-Zeiten angebrochen sind….Ob ich schon mal mit Autisten in Urlaub gefahren bin? Ja, stell dir mal vor, sogar mehrmals im Jahr. Mit dem einen geht es, mit dem anderen nicht. War auch vor Corona schon so.

            Großeltern sind in der Regel die ersten gewesen, die geimpft wurden, warum sollten die nicht umarmt werden? Abgesehen davon, dass unsere Großeltern von Anfang an keinen Abstand wollten, sondern normal in der Familie weiterleben.

            Eine Keule hole ich schon gar nicht raus, selbst hier in den Beiträgen und auch überall sonst wird viel von endlich wieder „normal leben“, einfach in den Flieger steigen und keinen Mundschutz mehr tragen und keine Tests mehr machen gesprochen…

            Toleranz anderen gegenüber täte manch einem gut, nicht jeder sieht durch deine Brille und selbst wenn ich einige Situationen wie meine Westentasche kenne, weil ich sie auch täglich erlebe, habe ich meine Meinung und du deine. Dass dein Kind eine Erkrankung hat, wo du sehr auf es aufpassen musst, ist sicher auch schon vor Corona so gewesen und wird ggfs. auch immer so bleiben. Dafür können aber andere nichts und man kann meines Erachtens nicht erwarten, dass alle anderen deine Aufgaben des Schutzes nun auf sich übertragen.

          2. Zitat „Ich würde meine Kinder nicht zum Schutz anderer impfen lassen, sondern ausschließlich für ihren eigenen“. Das ist die Kernaussage unserer Ego-Gesellschaft. Dass Eltern mit strotzendem Selbstbewusstsein entscheiden, die sich im Promillebereich befindene Wahrscheinlichkeit einer schweren Impfreaktion des eigenen Kindes höher zu bewerten als die sehr viel wahrscheinlicheren fatalen Folgen einer fehlenden Herdenimmunität für viele fremde kranke Kinder. Ich werde unter anderem meinen Sohn gegen HPV impfen lassen, obwohl es ihm persönlich keinen Vorteil bringt. Es schützt aber seine künftigen Partnerinnen. Meine Mutter hatte Gebärmutterhalskrebs. Ich habe auch einer Tochter, aber ich fühle mich auch fremden Mädchen und jungen Frauen verpflichtet.

          3. Meine Antwort bezieht sich auf Elli.
            Im Grunde finde ich unsere egoistische Gesellschaft, wo jeder nur auf sein eigenes Wohl schaut, auch total furchtbar. Aber beim Impfen sehe ich das anders. Da finde ich es wirklich unmöglich, wenn Politiker dafür plädieren, Kinder und Jugendliche zu impfen, um die Herdenimmunität zu steigern. Ich meine: selbst wenn die Wahrscheinlichkeit schwerer Nebenwirkungen klein ist, eine Impfung sollte immer in erster Linie dem eigenen Schutz dienen, grad bei Kindern. Und wenn Corona keine Bedrohung darstellt, dann ist eine Impfung nicht gerechtfertigt. Die Stiko kam jetzt zu einer anderen Einschätzung und damit ist die Sachlege jetzt anders, aber davor fand ich das Verhalten der Politiker unmöglich, die eine unabhängige (!) Kommission beeinflussen wollten. Das war skandalös!!

        2. Ina, das mit den Antikörpern ist ganz einfach, im Grunde.

          Sind Blutplasmaspender zu einem hohen Prozentsatz (die Zahl kenne ich nicht genau) immunsiert, egal gegen was, spenden sie die Antikörper „automatisch“ durch ihr Blutplasma. Das trifft auf die meisten Krankheiten zu, gegen die die Gesamtbevölkerung aufgrund von Impfung (oder Erkrankung) eben Antikörper im Blut hat. Klassiker sind Tetanus, Keuchhusten, Masern, Keuchhusten usw.
          Sind zu wenig Menschen (auf die Gesamtheit gesehen) gegen eine Krankheit immunisiert, eben weil zu wenig Blutplasmaspender von der Krankheit genesen sind (und deshalb Antikörper haben) oder dagegen geimpft, gibt es für die Empfänger des Blutplasmas eben auch nicht ausreichend Antikörper.
          In 1-2 Jahren (so genau weiß das niemand) wird es bei den Blutplasmaspendern genug Menschen geben, die ausreichend Antikörper gegen Corona im Blut haben und DANN wird mein Kind (und alle anderen Immunkranken, die Blutplasmaspenden erhalten müssen) auch geschützt sein. Vorher nicht .

          Ansonsten: ich würde nie erwarten, dass sich jemand für andere impft, auch wenn ich um jeden Menschen, der geimpft ist, froh bin, denn das bedeutet auch für mein Kind mehr Schutz.
          Ich wollte nur die Aussage, dass es für die durch Corona gefährdeten Menschen ja vorher auch schon so war, dass sie nicht gegen Krankheiten geschützt waren (und implizit damit auch, dass es dann ja eh egal ist, weil sich ja nichts ändert) so stehen lassen.
          Corona hat für viele Kranke sehr viel geändert, leider.

          1. Hallo Eli,
            Das mit der HPV Impfung ist meines Wissens nicht korrekt: Auch wenn Gebärmutterhalskrebs zu der bekanntesten und häufigsten HPV-bedingten Erkrankung gehört, können auch bei Männern verschiedene HPV-bedingte Erkrankungen auftreten. Mögliche Folgen einer Infektion für Männer können beispielsweise Peniskrebs, Analkrebs oder Kopf-Hals-Tumore bedeuten.

            Die Frage ist für mich hier aber eher, ob nicht regelmäßige Krebsvorsorge mit dem Ziel einer Früherkennung einer Impfung vorzuziehen sind. Das ist auch hier wieder eine persönliche Entscheidung.

          2. Liebe Franziska,

            woher willst du wissen bzw. was mach dich so sicher, dass Corona keine Gefahr für die Kinder ist. Du siehst doch, was da gerade abgeht gerade in Amerika und deren Kindern. Viren mutieren, passen sich an, wollen überleben, sich vermehren. Und dann wird sich jetzt an die Kids angepasst. Wie kannst du dir so sicher sein, dass deine Kids Safe sind?!

  5. die meisten die ich kenne in unserem alter oder jünger (mitte 30), lassen sich nur impfen weil sie wieder in urlaub fahren möchten etc. eigentlich würden sie sich nicht impfen lassen wollen.wir kennen viele familien, in welchen die kinder und eltern gegen die ganzen gängigen sachen mit vollem vertrauen geimpft sind, aber die bewusst sagen sie möchten die corona impfung nicht haben, nicht so schnell und nicht mit diesem druck. ich kenne einige, genauso wie meine schwester, die impfschäden haben. wir arbeiten bzw arbeiteten allerdings auch in einrichtungen für behinderte. da bekommt man das natürlich mehr mit als „in der freien wildbahn“ und auch wie damit von seiten der ärzte und kassen umgegangen wird. ich finde es völlig ok wenn jemand impfungen toll findet und sich selbst oder seinen kindern verabreicht. ich finde es nur sehr erschreckend welche zwischenmenschlichen gräben sich mittlerweile ergeben haben, da es nur noch schwarz und weiß gibt ( renitente impfgegner mag ich genauso wenig wie renitente impfbefürworter die andere beschimpfen).
    gerade wenn man ein mensch wie ich ist, der auch nicht leichtfertig irgendwelche anderen medikamente einnimmt ( dieses argument mit den nebenwirkungen bei anderen medikamenten die vorschnell und ohne nachdenken eingeworfen werden zählt also bei mir nicht). und ich finde, gerade seitens der politik wurde viel zu viel druck und zwang auferlegt, anstatt alle abzuholen, bedenken und einwände ernst zu nehmen.
    und gleichzeitig heißt es nicht das man sich nicht impfen lassen möchte, das man sich an keine anderen regeln hält. wir halten abstand, mund-nasen-schutz, hygiene etc. beruflich werde ich einmal die woche getestet, wir treffen nur die gleichen freunde und bei auch leichten symptomen einer erkältung werden arzt, kindergarten und freunde benachrichtigt. man ist also nicht gleich verantwortungslos nur weil man noch etwas abwarten möchte und schauen wie es sich entwickelt.

    1. Danke. Für den Beitrag und für Deine sachliche Diskussion. Im Grunde sehe ich es wie Die Autorin, Impfungen sind ein Privileg. Wir impfen uns und die Kinder gemäß den Empfehlungen aber wir hatten auch schon heftige Impfreaktionen bei einem Kind, die uns dann ins KH gebracht haben. Und deshalb, weil man eben nie weiß welche Erfahrungen ein Mensch mit Impfungen, Medikamenten oder schlicht Ärzt*Innen gemacht hat, finde ich die Diskussion oft viel zu verhärtet – auf beiden Seiten. Ich bin absolut froh gegen Covid geimpft zu sein und sobald es einen Impfstoff für jüngere Kinder gibt, werden meine ihn bekommen. Mir macht Covid einfach mehr Angst als Biontech. Aber bei anderen Menschen ist das andersrum und da hilft es ja nicht, die jetzt einfach als „doof“ in die Ecke zu stellen. Da muss die Gesellschaft und die Politik sich viel mehr Mühe geben, Ängste zu nehmen und Zugang zu Informationen zu schaffen.

  6. Unsere beiden Großen sind auch geimpft. Erstens, weil unser Mittlerer ein Risikopatient ist (COVID wäre überhaupt nicht gut für ihn) und weil wir endlich wieder „normal“ leben möchten. Unser jüngster Sohn kann erst im Januar geimpft werden und unsere Maus ist mit 7 noch ohne Impfmöglichkeit.

  7. Mir geht es da ganz genauso. Ich sehe es als Privileg. Ich sehe Impfungen als Schutz, bei 7 Kindern hatten wir hier noch nie eine Impfreaktion, die auch nur im Ansatz mit der jeweiligen Erkrankung mithalten könnte. Unsere 3 Großen hat damals Windpocken, die älteste sehr schwer. Das wünsche ich keinem. Klar kann man die Krankheiten auch überstehen. Ich selbst habe Windpocken, Masern und Keuchhusten gehabt. Erinnern kann ich mich nur an den Keuchhusten, bei den andern Krankheiten war ich zu klein um mich noch zu erinnern. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass hier jemand einen schweren Covid Verlauf durchmacht. Soweit es ging haben wir uns abgeschirmt und nun sind hier alle die dürfen mindestens einmal geimpft. Ich wünsche mir ein Leben, indem unsere Kinder wieder ein Stück weit Normalität leben können. Sie Impfung sehe ich als große Chance. Ich kann allerdings auch verstehen, dass es Menschen gibt, die schon negative Erfahrungen mit Impfungen gemacht haben und nun besorgt sind. Jeder muss es letztlich für sich selbst entscheiden. Ich tippe auch, dass es klug wäre generell Antikörpertests zu finanzieren, da es bereits zahlreiche Immunisierte gibt, die nicht merklich erkrankt sind. Mir gibt das Wissen darum Hoffnung.

  8. Liebe Autorin,

    Sehe ich genau so, wir alle (auch die Kinder) sind gemäß der gängigen StiKo-Empfehlung geimpft.
    Leider sind meine Kleinen noch zu jung, um sich impfen lassen zu Dürfen (5 und 6,5) – wir warten sehnlichst auf einen Impfstoff, mit dem dann auch jüngere Kinder un Zukunft geeimpft werden können.

    Mir graut auch vor den „4. Welle“, wo ich die Kinder wieder „von allem fern-halten muss“, und alle zutiefst traurig sind (wir haben 2 Risikogruppen in unserer Familie). Wir müssen uns „isolieren“ um uns zu schützen, da ein Teil der Gesellschaft sich „unsolidarisch“ bzw. sehr egoistisch verhält (kein Abstand, keine A-H-A-M-Regeln, kein Impfen).

    Heutr muss keiner mehr an u.a. Masern, Polio, etc sterben bzw. Lebenslange Schäden davon tragen.
    Wir in der „westlichen 1. Welt“ können uns glücklich schätzten, den Zugang zu Impfstoffen zu haben (im Gg. zu den sog. „Entwicklungsländer un der 3. Welt).

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