Mitten aus der Corontäne: Homeschooling-Wutausbruch einer Dreifachmutter

Homeschooling

Mein Name ist Dana. Ey, ich sag´s euch, es ist der blanke Horror und ich musste zwar noch nicht heulen, aber ich bin ganz krass wütend und zwar in erster Linie auf den Staat, der den Schulen sagt, sie sollen uns sagen, wir müssten mit den Kindern Homeschooling machen.

„Es ist nicht unsere Aufgabe, Lehrer zu sein“

Normalerweise ist Homeschooling hierzulande ja unter Todesstrafe verboten und jetzt ist es plötzlich UNSERE Aufgabe, Lehrer zu sein. Ich finde das so daneben. Denn es IST nicht unsere Aufgabe.

Buddenbohm - Buddenbohm - Unsere Leserin findet es eine Dreistigkeit, dass die Aufgabe der Schule nun den Eltern auch noch zusätzlich abgelastet wird. Ein Appell!

Und dass der Staat sich erdreistet, uns zu zwingen, Kindern Unterrichtsmaterial beizubringen, während wir Homeofficen, Homehaushalten, das finde ich so daneben! Es ist einfach nicht mein Scheiß-Job!

„Die Müllabfuhr fragt ja auch nicht, ob ich mal kurz helfe“

Die Müllabfuhr kommt ja auch nicht plötzlich, klingelt bei mir und sagt: So! Also wir haben hier ein Problem, aus irgendeinem Grund können wir grad den Müll nicht mehr abfahren, Frau X würden Sie sich bitte mal kurz an den Lkw hängen und das regeln?

Selbstverständlich bekommen währenddessen die eigentlichen Müllmänner und -frauen ihr Gehalt weiter, während wir das ehrenamtlich übernehmen und nichts dafür bekommen – außer Ärger, wenn wir die Aufgaben als Ungelernte nicht fristgerecht und adäquat erledigen…

Mit welcher Dreistigkeit die einfach ihr Problem zu unserem machen! Und wir versuchen zu arbeiten! Nicht, weil wir da Bock drauf haben und es geiler findet, als mit den Kindern abzuhängen – ich würde irre gerne mit den Kindern abhängen! – aber irgendwo muss das Geld ja leider trotz allem noch herkommen.

Eltern weht euch! Wir können nicht auch noch unterrichten

Es ist so bescheuert! Wie gesagt, ich hab SO eine Wut und große Lust, eine Petition zu starten gegen Heimunterricht.

MarleneHellene - MarleneHellene - Unsere Leserin findet es eine Dreistigkeit, dass die Aufgabe der Schule nun den Eltern auch noch zusätzlich abgelastet wird. Ein Appell!

Denn es ist ja kein Heimunterricht. Heimunterricht wäre, wenn Deutschland mal im Jahr 2020 ankäme, dass sie es digital machen. Aber nee, wir müssen ausgedruckte Blätter an der Schule abholen und dann dafür sorgen, dass die Kinder das machen.

„Die Kinder bearbeiten ihre Aufgaben ja allein.“ Ist klar!

Ich traf dann heut zufällig die Direktorin und hab gesagt: „Das ist doch ne Zumutung!“ Da sagte sie: „Na, das sollen die doch alleine machen, die Kinder!“ Da hab ich sie nur fragend angeschaut und meinte: „Na, das funktioniert natürlich bestimmt bei den meisten Familien!“

Bei uns ging das heut schon los mit „WAS soll ich machen? Ich soll einen Monolog schreiben? Was ist ein Monolog? Kannst du mal gucken, ob meine Rechtschreibung ok ist? Kannst du mal hier helfen? Ah, jetzt soll ich das machen, wie geht denn das?“

Wie sollen wir Eltern arbeiten und unsere Miete bezahlen?

Aaaaaaaah. Und dabei soll ich arbeiten? Wie genau? WIE SOLL DAS GEHEN? Ich finde das echt einfach nur kacke und krieg meine Wut kaum gebändigt. Sorry, aber das musste jetzt mal sein.

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291 Kommentare

  1. Mein Sohn wird 14 und bei ihm liegt es nur an ihn selbst. Er hat in der Schule nichts gemacht und führt das zu Hause natürlich so fort. Von seiten der Lehrer würde es sehr gut laufen, aber ich kann ihn zum Lernen ja nicht prügeln. ICH mache schon zum Teil seine Aufgaben, nur um Ruhe vor den Lehrern zu haben. Er ist fröhlich, es geht ihm gut; aber Schule hat er noch nie eingesehen. Ich finde es nur schade, wenn man dann von den Lehrern so hingestellt wird, als wenn man sich um nichts kümmere.

    1. Danke. Ich bin so wütend auf dieses Sch… Homeschooling. Es fehlt an Kontakten und einer ordentlichen Kommunikation zwischen Kindern und Lehrern. Digital heißt nicht Papier ausdrucken und bearbeiten. Es gäbe soviele Möglichkeiten Homeschooling in der Verantwortung der Schulen zu lassen und den Kindern selbständiges Arbeiten beizubringen und eine neue Form des Unterrichts. Aber leider hat man bei der Digitalisierung und Beratung der Schulen wie man sowas umsetzt gepennt.

    2. Also ich möchte mal als Mutter von einem Inklusionskind sprechen, das in eine Regelschule geht:
      Meine Kinder sind in der 1 und 4ten Klasse und ab dieser Woche werde ich kein Homeschooling mehr machen. Nicht, weil die Lehrerinnen die Hausaufgaben der letzten 7 Wochen nicht kontrolliert haben (oder überhaupt daran interessiert waren) sondern ich quäle meine Kinder nicht mehr stundenlang mit Deutsch und Mathe ab. Meine Tochter macht das noch selber, aber mein Sohn mit einer schweren Angsterkrankung schafft die Isolation und Homeschooling nicht. Hilfe gibt es von psychiatrischen Ambulanzen nicht, da habe ich schon verzweifelt angerufen und schnellen Termin beim Psychiater gibt es sowieso nicht. Er hat letztes Jahr nach jahrelanger Krankheit mit Schulrückstellung einen tollen Start in der Regelschule hingelegt und ich weiss nicht, ob er nach den Sommerferien noch mal daran anknüpfen kann. Also dann evt mit Schulassistenz.

      Also Corona hat ihn in einen schweren Rückfall gebracht und ich will mich auch nicht darüber beschweren. Doch mich interessiert nun der Schulstoff gar nicht mehr. Ich versuche mit Spieltherapie seine ehemalige Therapeutin zu ersetzen (da gibt es auch keinen Platz mehr) und mache nun mehr „Nebenfächer“ wie Ethik, Philosophie, Musik und Sachkunde (schont meine Nerven und da gibt es gute Selbstlernbücher). Lesen und Schreiben kann er ja schon gut für sein Alter.
      Da mein Sohn auch zu den gefährdeten Kindern gehört, haben wir lange überlegt, die Schulpflicht für ihn aussetzen zu lassen (wäre medizinisch kein Problem). Doch über seine Schwester wäre er weiterhin gefährdet. Also ich mache mir ernsthafte Sorgen um ihn.

  2. Gerade hab ich von einem Lehrer gehört, dass man von denen, die sonst auch nie mitmachen würden, auch jetzt nichts hören würde. Aber das wären ja die jenigen, von denen man schon seit Jahren wüsste, dass sie sowieso nie einen Abschluss schaffen würden.“ Was soll einem zu so einer Haltung noch einfallen? Und da wird sich dann noch immer gewundert, dass Lehrer auf der Beliebheitsskala nicht gerade ganz oben sind! Sie sind nunmal imstande, einem das ganze Leben zu versauen!!!

    1. Vielleicht solltet ihr nicht vergessen,dass auch Lehrer mehrere Kinder im Schulalter haben. Es gibt bestimmt viele, die ihr Bestes geben und versuchen allem und jedem gerecht zu werden.
      Es ist eine sehr schwere Zeit und ob die Maßnahmen gerechtgertigt sind, darüber lässt sich streiten. Die Lehrer würden sicher auch lieber wie gewohnt in der Schule unterrichten!!!

    2. Hä? Das verstehe ich nicht. Wieso darf ein Lehrer denn nicht seine Vermutungen und Eindrücke äußern? Ich kann mir vorstellen mit wie viel Dummheit sie täglich konfrontiert werden. Sie sehen je älter sie werden immer mehr Leute die vielleicht einfach zu faul sind, denen die Motivation fehlt und die nichts tuen. Die Aufgabe eines Lehrers ist es dem Schüler den Stoff mundgerecht und zerkaut an die Schüler zu übermitteln. Für diese selbigen aufnehmen kann er sicher nicht. Warum sollten nicht auch Lehrer etwas urteilen dürfen? Solange es nicht in die Bewertung eingeht sind sie doch auch nur Menschen.

  3. Hallo. Auch ich sitze mit 2 Kindern zu Hause und mache neben dem Job noch homescooling. Manche Tage läuft es gut, manche weniger. Mich ärgert das Engagement der Lehrer : “ Dies ist meine E-Mail Adresse für dringende Fragen. Aber bitte genau überlegen, ob es wirklich dringend ist“….

  4. Oh weh, wo soll ich anfangen….
    Sind die Lehrer die Ersatzeltern geworden oder die Eltern nur noch die Wochenend- und Abendversorger ihrer Kinder?
    Ja, beides unter einen Hut zu bringen ist schwer, weil wir es nicht mehr gewohnt sind. Ich bewundere dieser Tage meine Oma.
    Sie hatte keine Spülmaschine und keine Waschmaschine. Sie hatte Holzöfen, in allen Zimmern, als Küchenherd und unter dem Wäschekessel. Sie hatte keine Fertigpizza, sie hatte 2000qm Garten, den sie in Schuss hielt. Sie hat sich alleine um 2 Kinder, ihre kranke Kusiene, einen Gast, 3 Ziegen, Hühner und Kanienchen gekümmert und dafür hatte sie nach einem schweren Unfall nur noch 9 Finger und 1,5 Beine.
    Sie hatte kein Auto. Sie ist mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren und auf dem Rückweg brachte sie an Einkäufen mit, was sie gerade tragen konnte.
    Die Kleider ihrer Kinder hat sie selber genäht und sie hat Socken und Pullover gestrickt. Sie hat mit ihren Kindern Hausaufgaben gemacht und die Ernte aus dem Garten konserviert, denn einen Gefrierschrank hatte sie nicht.
    Auch einen Staubsauger hatte sie nicht. Sie hat das Haus gewischt, auf Knieen, mit Lappen und Eimer. Und damit das Geld reichte, hat sie auch noch bei anderen Leuten geputzt.
    Ich weiß nicht, wie sie das alles geschafft hat, aber ich habe in den letzten Wochen oft an sie gedacht. Ja, es gibt Kinder, die mit den Aufgaben aus der Schule unterfordert sind und welche, die mit den Aufgaben überfordert sind. Meine Kinder sind zu faul und darum überfordert. Das sie zu faul sind, liegt nicht an mir. Sie haben einfach zu viel. Es gibt nichts, wofür sich die Anstrengung lohnen würde wenn man die einzige Enkelkinder von 2 Paar Großeltern und 3 Paar Tanten/Onkel sind. Seit sie nun das Internet als Lernplattform brauchen, taugt nicht einmal mehr die Onlinezeit als Währung und es ist noch schwerer, sie zur Mitarbeit zu motivieren. Die Kinder können sicherlich nichts dafür. Wenn aber die Kinder nichts dafür können, dann vielleicht die Erwachsenen. Vielleicht sind wir, die Vorbilder, viel zu abgelenkt von Fernsehen, den sozialen Medien, der Arbeit oder unseren Prioritäten, dass wir verlernt haben, uns um unsere Kinder zu kümmern.
    „Was nützt die beste Erziehung für unsere Kinder? Sie machen den Erwachsenen ja doch alles nach“

  5. Ich schreibe hier aus der Perspektive einer sozial Benachteiligten, die sich sehr gut in die Situation all jener hineinversetzen kann, die nun durch begrenzte technische Möglichkeiten an den Rand der Verzweiflung getrieben werden. Meine Schulzeit liegt schon einige Zeit zurück- ich befinde mich am Anfang des 3. Lebensjahrzehntes. Jedoch wurde ich schon damals vor die Problematik gestellt, den Anforderungen der Lehrerschaft nicht in ausreichendem Maße gerecht werden zu können durch begrenzte familiäre finanzielle Möglichkeiten. Von Bildungsferne, womit ja seitens der Lehrer häufig argumentiert wird, kann bezüglich meiner Familie keineswegs die Rede sein. Lücken konnten so meist glücklicherweise ohne Nachhilfe geschlossen werden. Wir hatten damals zwar nicht das modernste technische Equipment, doch wir hatten es. Und das obwohl, meine Mutter alleinerziehend war. Wir hatten einen gut funktionierenden Computer (einen für 2 Personen, meine Mutter benötigte ihn nur selten, daher war das ausreichend; Laptops waren damals noch nicht überall Standard) mit Programmen, die damals üblich waren, einen Drucker und einen Scanner. Das Problem stellte jedoch unsere begrenzten finanziellen Möglichkeiten dar, fortlaufend in Bildung zu investieren. Das heißt, es musste darauf geachtet werden, dass man nicht zu viele Druckerpatronen in kürzester Zeit verbraucht, möglichst wenig ins Internet geht, wofür man ja damals sogar noch ein Modum benötigte. Das heißt auch, dass man, wenn doch mal irgendwas nicht so funktionierte- der Drucker, der Computer-,man sich zwar bestmöglich darum bemühte, den Fehler zu beheben, sich aber auch nicht sofort um professionelle Reparatur/Ersatz kümmerte, da finanziell erstmal anderes Priorität hatte. So was wie ausgewogene Ernährung, Klassenfahrten, Haushaltsgeräte, die mal kaputt gingen- Kühlschrank, Gefrierschrank, Waschmaschine usw. Oder man investierte Geld in Klamotten (keine Markenklamotten, sondern einfach in Klamotten, die etwas taugen, sowie in stabiles Schuhwerk, sodass man von Lehrern nicht in die Kategorie Schüler mit – wie nennt ihrs? – „abgeransten Klamotten“? einsortiert wird.

    Von der Lehrerschaft schien schon damals die Möglichkeit permanent ins Internet zu gehen, vorausgesetzt zu werden. So mussten umfangreiche Referate irgendwann innerhalb eines Tages bei Verwandten oder in der Bibliothek zusammmengeschreiben werden. Lehrer sahen sich immer weniger in der Pflicht sich zu engagieren, wo doch immer mehr im Internet zu finden war. Ich kam mir schon damals wahnsinnig benachteiligt vor. Die Lehrer schienen es sich, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, immer leichter zu machen. Jede Klassenstufe, die zu erklimmen war, war eine größere Herausforderung, sodass das Abitur auch leider nicht mehr zu schaffen war. Denn irgendwann war auch mal Nachhilfe fällig, wobei eben, da zu teuer, zu wenige Stunden in Anspruch genommen werden konnten. Und ich rede hier besonders von den Jahren 2005-2007. Ich mag mir nicht ausmalen, wie das Homeschooling für ärmere Familien im Jahr 2020 ablaufen soll. Internet ist zwar weitaus billiger als damals, aber die Anforderungen scheinen nicht in gleichem Verhältnis dazu gestiegen zu sein, sondern weit darüber hinaus. Vielleicht sagen, manche Lehrer, man müsste es mehr thematisieren, wenn gewisse Geräte Zuhause eben fehlen. Das tut man aber in der Regel, denk ich, nicht, da Mitschüler und die meisten Lehrer, einfach dermaßen ausgrenzend gegenüber ärmeren Schülern agieren.

    Leider werden ärmere Familien, wie es immer schon immer war, auch hier wieder komplett auf der Strecke bleiben. Auch wenn häufig seitens der Lehrer versichert wird, alles geschehe beim Homeschooling auf freiwilliger Basis usw., wird es dazu kommen, da ja die Noten irgendwie gemacht werden müssen, und das Schuljahr nach meinen bisherhigen Informationen ja wohl gewertet wird.
    Ich finde es absolut erschütternd, dass es bei Lehrern immer nur die bildungsnahen Familien zu geben scheint, die über genügend Geld für das schulische Fortkommen ihrer Kinder verfügen. Es gibt durchaus auch bildungsnahe Familien, denen es aus den unterschiedlichsten Gründen einfach an Geld fehlt. Man kann zum Beispiel ganz einfach durch Krankheit und ein paar kleinere Hindernisse zurückgeworfen werden. Eigene Krankheit oder die der Eltern, wodurch vielleicht die Konzentration auf ein Studium nicht mehr vollumfänglich gewährleistet sein kann. Wodurch man dann wieder seinen Kindern vielleicht nicht finanziell gesehen den optimalen Start ins Leben ermöglichen kann. Diese Gruppe scheint es bei euch Lehrern aber einfach nicht zu geben. Für euch scheint es nur drei Gruppen zu geben: Die finanziell absolut Privilegierten, für die Videokonferenzen und all das kein Problem darstellt, die bildungsfernen Familien, die an ihrer Armut eh selbst Schuld sind, für die man sich daher wohl eh nicht mehr groß einsetzt, und die Sondergruppe, die der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtig ist, der teilweise noch Verständnis entgegengebracht wird. Ärmere bildungsnahe Familien bleiben einfach unerwähnt. Egal in welchen Foren ich lese, sie finden bei euch einfach keine Erwähnung mehr! Liegt es wirklich außerhalb eures Vorstellungsbereiches, dass es auch intelligente Menschen gibt, die einfach ein bisschen viel Pech hatten, und dann nicht die Berufe ergreifen konnten, für die sie vielleicht geeignet gewesen wären, die aber dennoch nicht wollen, dass ihre Kinder komplett ins berufliche und damit ins gesellschaftliche Abseits geraten?

      1. Hallo Juliana,

        habe mir deine Idee angeschaut und finde sie als Lehrerin ganz toll.
        Wo kann man das Projekt noch unterstützen?
        Wie schade, dass die Finanzierung im ersten Anlauf gescheitert ist!
        Da sollte doch mehr Unterstützung durchs Ministerium her. Die arbeiten im Moment an einer Lösung für Grundschulen, aber eher langsam und konservativ.
        Liebe Grüße,

        Andrea

    1. Die Situation ist nicht einfach und sehr Nerven aufreibend. Oftmals liegt es oft an den Schulen/ Lehrern ob man mit der Situation gut zurecht kommt. Wir kommen ganz gut zurecht, mein Sohn ist aber auch erst in der Grundschule. Anderst sieht in den höheren Klassenstufen aus oder bei den Abschlussklassen. Da können Eltern oftmals nur achselzuckend daneben stehen. Man darf nicht vergessen, für den Lehrerberuf muss man viele Jahre studieren. Jeder Lehrer hat sein Fachgebiet. Das können wir Eltern nicht leisten. Zu den Schulproblemen kommen noch Existenzängste durch die wirtschaftliche Lage, das sollte man auch nicht vergessen.

      1. Diese Haltung spricht nicht gegen Lehrer, sondern es ist jahrelang hart erarbeiterter Selbstschutz. Und ja es sind immer die Gleichen, bei denen Hefte und Arbeitsbücher nicht auffindbar sind, Hausaufgaben nicht oder nur ansatzweise vorhanden sind. Ich bin in einer Hauptschule tätig und selber 3fache Mama. Und ja, was den Eltern zugemutet wird, ist eine Katastrophe. Man kann einfach nicht erwarten, dass das, was wir in Jahren an der Uni und vor Allem in vielen Jahren Berufserfahrung gelernt haben, von Eltern umgesetzt werden kann. Und, dass diese dann auch noch 2 Jobs und eine 24h Kinderbetreuung hinlegen sollen, würde jeder Pädagoge, der diesen Titel verdient, mit Sinn und Verstand als Kindswohlgefährung und inhumane psychische Belastung bezeichnen.

        Aber auch Lehrer haben Grenzen. Wir können nicht den Eltern 10x erklären, dass sie die Hausaufhabenhefte einma die Wochel bzgl Lehrereinträgen kontrollieren sollen, zu den Kindern nach Hause fahren und dafür sorgen, dass sie endlich das Chemiebuch einpacken usw. Auch Eltern haben Pflichten. Dazu gehört die Kinder von der ersten Klasse an dazu anzuleiten, darauf zu achten, dass die Hausaufgaben erledigt werden und die richtigen Bücher in den Taschen sind. Auch das Einpacken von Frühstück, Trinkflasche und Sportzeug (möglichst gewaschen) dürfte Eltern zuzumuten sein.
        Und ja liebe Eltern, damit fängt es an.

        Dass, was aktuell von den Eltern gefordert wird, ist allerdings zu viel. Und es kam unvorbereitet. Beides keine idealen Voraussetzungen. Und auch wir Lehrer sind gezwungen in einem vollkommen veralteten System zu funktionieren. Die meisten versuchen ihr Bestes, manche hätten allerdings einen anderen Beruf ergreifen sollen.

        Schön wäre, wenn die Politik endlich mal Beschlüsse ergreifen würde. Wo sind denn die kostenlosen Endgeräte, die seit 3 Monaten gefordert werden? Vermutlich da, wo auch die Fachkräfte sind, die uns helfen sollen digitalen Unterricht möglich zu machen.

        Und eine Forderung, die ich aus beiden Positonen stelle. Eltern, die jetzt Kinder unter 12 betreuen und / oďer beschulen müssen, haben ein Anrecht bei voller Bezahlung ohne Homeoffice zu Hause zu bleiben. Dann haben wir zwar immer noch keine Lehrer zu Hause, aber zumindest Menschen, die ihr Bestes geben können, weil sie sich nicht vierteilen müssen.

        Ich habe in dieser Zeit eines bestätigt bekommen. Die Menschen, denen die Bildung ihrer Kinder wichtig ist, tun was sie können, unabhängig von Einkommen und eigenem Bildungsstand. Und das sollte größte Anerkennung finden.

    2. Ganz genau. Ich genieße Die Zeit mit meinen Kindern und es sind 5 Schulkinder (neben zwei Kleinstkindern.
      Was an Aufgaben aus der Schule nicht klappt, klappt nicht. Unsere Kinder werden nicht an ihrem Leben scheitern weil 1/2 oder gar ein ganzes Schuljahr nicht so ablief wie bisher….
      Und hoffentlich nach Corona anders abläuft – mit mehr Augenmerk auf das was WIRKLICH wichtig ist, vor, während oder nach einer Pandemie…

    3. Bei allem Respekt für Deine Oma, aber das waren definitiv andere Zeiten. Wenn Deine Oma heute junge Mutter wäre, würde sie auch fluchen. Es ist nichts einfacher geworden, nur anders!

  6. Ganz ehrlich.es wird geheult weil jeder endlich mal auf die eigenen Kinder aufpassen muß??
    Ihr seid Eltern ihr habt Euch mehr oder wengiger bewusst dafür entschieden Kinder zu bekommen, mit welchen Vorraussetzungen…. die Kids dann den ganzen Tag in Schule/Betreeung abzugeben?
    Homeschooling, na und dann ist es halt mal so, bei den Hausaufgaben brauchen die Kids doch auch mal Hilfe, oder macht das auch die Ganztagsbetreuung?
    Nochmal, es sind Eure Kinder fangt an die Verantwortung zu übernehmen. Das übrigens von einer 4-fach Mutter die sich nebenbei eine Selbständigkeit aufgebaut hat und das erfolgreich jetzt seid 7 Jahren.
    Und am Ende sind es immer die Lehrer Schuld. lach, vielleicht merkt ihr jetzt mal das Fremdbetreuung nicht das Gelbe vom Ei ist.

    1. Genauso wie Sie sich als Selbständige vermutlich aktuell darum kümmern müssen, wie Sie Ihr Unternehmen am Leben halten, so haben sich die meisten Unternehmen innerhalb kürzester Zeit gezwungenermaßen auf die neue Situation eingestellt. Auch bei uns im Unternehmen lief es in der ersten Woche chaotisch, doch von Tag zu Tag haben wir dazugelernt und Prozesse und Aufgaben angepasst.
      Den Kritikpunkt des Beitrags teile ich voll und ganz und es hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Kinder nicht gerne betreuen oder um uns haben.
      Es bringt mich auf die Palme mit welcher gottgegebenen Selbstverständlichkeit seitens der Schulen und der Lehrerschaft die Situation hingenommen wird. Niemand versucht kreativ darauf zu reagieren. 4 Wochen nach den Schulschließungen steht man genauso unkoordiniert da wie am Beginn.
      Die Lehrer in meinem Bekanntenkreis haben mittlerweile ihre Gärten auf Vordermann gebracht und machen sich nun an diverse Hausreparaturen.
      Und das Ganze bei 100% Gehalt. Das ist schlicht asozial gegenüber allen Steuerzahlern, die mit hohem Engagement das Land am Leben erhalten und nebenbei auch noch Homeschooling als Aufgabenstellung bekommen.

      Dass das anders geht sehe ich bei meinem Nachbarn. Dessen Kinder sind auf einer Privatschule. Dort wurde innerhalb 2 Wochen ein videobasiertes Homeschooling eingeführt. Aber die müssen eben auch schauen woher das Geld weiterhin kommt…

      1. Ich habe heute eine Rechnung für Tutorentätigkeit an die Schule gesendet.
        Wenn ich beispielsweise einen Handwerkerauftrag vergebe, muss ich für die übernommene Leistung bezahlen. Ich denke das kann ich auch in Sachen Homeschooling beanspruchen. Unsere Schule hat in den letzten Wochen absolut nichts von sich hören lassen. Wenn ich also deren Job übernehme, dann möchte ich auch entsprechend entlohnt werden.
        Ist vielleicht etwas überzogen, aber ich bin maximal genervt.

      2. Und was ist mit den Eltern die 8h arbeiten gehen und die Kinder fast 10h allein zu Hause sind und sich irgendwie allein durchschlagen müssen, wen sollen die Kinder fragen, wie das funktioniert. Ich würde meiner Tochter liebend gern helfen, aber ich muss arbeiten gehen, genauso wie mein Mann.. Somit bleiben Abends wenn es hoch kommt 2h Zeit für die Schule, da hat Sie aber schon 8h hinter sich. Und am Wochenende muss sie auch noch ran weil sie das Penzum einfach alleine nicht schafft. Ich weiß nicht wie lange wir das so noch durchhalten, denn der Haushalt und alles andere wartet ja auch noch zusätzlich. Omas gibt es, sie zählen aber zur Risikogrupe und wohnen komplett wo anders also geht das auch nicht. Mir tut meine Tochter schon mächtig leid. Ich stehe im engen Telefonkontakt mit Ihr aber das ist nicht das selbe als wenn ich zu Hause wäre um sie unterstützen zu können. Und Lehrer bin ich leider auch nicht und somit sind Aufgaben auch nicht in ein paar Minuten erledigt. Ich muss mich auch erst einlesen und versuchen es zu verstehen um es dann meiner tochter irgendwie zu erklären, in der Hoffnung das es richtig ist.

    2. Liebe Nicky, wir reden hier nicht von Schule als Betreuungseinrichtung, um u sere Kinder nur am Wochenende zu sehen sondern von einem Bildungsort. In Deutschland herrscht Schulpflicht, Gott sei Dank. Und so wie es aussieht fällt die Schule 5 Monate aus. Leherer erwerben ihre Kompetenz im Studium und führen ihn als Hauptberuf aus. Wir haben alle was anderes gelernt.

      Glückwunsch zu deiner erfolgreichen Selbständigkeit, genieß es. Andere sorgen sich gerade um ihre Existenz.

  7. Hallo zusammen ich bin selber schüler einer gesamtschule und die schule gibt uns aufgaben zu themen die wir noch nie gemacht haben und sagen dann :acht mal sucht euch die erklärungen im internet und dann schreibt uns wenn ihr probleme habt schreib uns einfach “ dannach habe ich meiner lehrerin gescgrieben sie sollte mir das mal erklären wie das funktioniert darauf hin schreibt sie mir sie hätte dafür keine zeit ja toll und ich habe keine aufgaben und hinke daduch beim legrnstof hinterher super einfach geil und das vor den zap (zentrale abschluss prüfung) mich nervt das richtig- auf meine stimme können sie zählen

    1. Ich möchte ebenfalls eine Lanze für die Lehrer (der Sekundaratufe I) brechen, ich gehöre nämlich dazu!
      Wir geben Aufgaben, die die Schülerinnen und Schüler eigenständig lösen können und verschicken am Ende des Schultages Lösungen zur Selbstkontrolle über unsere Schulplattform, die jeder Schüler als App auf dem Handy hat, oder per Mail.
      Unsere Schüler haben wohl alle die Möglichkeit, zumindest mit ihren Handys, die Lösungen nachzuvollziehen. Einmal pro Woche ist außerdem das Ausdrucken eines Planes und einiger Arbeitsblätter (so die Eltern) machbar.
      Ich bin an einer Schule, wo die Digitalisierung aus dem Abschaffen von Overheadprojektoren und einem Computerraum mit 20 Computern besteht…
      Wir wurden ebenfalls ins kalte Wasser geworfen und ich kann versichern, dass ich seit 2,5 Wochen jeden Tag mit meinen Schülern im Austausch bin, ermutige, hinterfrage, Rückmeldungen bearbeite, an mich gemailte Texte korrigiere und Erklärvideos drehe und hochlade. Meine Klasse ist eine Abschlussklasse. Meine beiden Kinder arbeiten ihre Wochenpläne (Klasse 5 und Klasse 3) meistens alleine durch, sie sind aber auch manchmal gelangweilt und maulen, 4-5 Stunden ist aber viel zu viel. Ihr glaubt doch nicht, dass ihr einen ganz normalen Schultag ersetzen sollt, oder??
      Es tut mir sehr leid, dass hier viele am Limit sind, aber glaubt mir, ich wäre auch lieber in der Schule und würde mich dort selber um alle Fragen und Probleme kümmern. Ich bin in regelmäßigen Online-Gesprächen mit meinen Schülern, die unglaubliche Zukunftsängste haben: WAS IST MIT UNSEREM ABSCHLUSS?? ist die Hauptfrage?
      Glaubt mir, ich fühle mich hier zu Hause auch total eingeschränkt…
      Aber, alle haben diese Situation, es MUSS eine Wiedereingewöhungsphase geben, wo die Schülerinnen und Schüler abgeholt werden, wo sie jetzt stehen.
      Eure Probleme nehme ich ernst, aber denkt mal an die, die nicht „behütet“ leben, wo jetzt alle aufeinander hocken und häusliche Gewalt und Angst und Schrecken herrschen, um die sorge ich mich gerade sehr. Ob jetzt ein Arbeitsblatt mehr oder weniger gemacht wurde ist doch sch…egal. Die Abschlussschüler werden ohnehin das ganze Schuljahr schon auf den Tag X vorbereitet, die werden da relativ gut durchkommen und die anderen haben moch mehrere Schuljahre vor sich!
      So sehe ich das.

    2. Liebe Nicky,

      zunächst einmal spricht mir die Verfasserin dieses Blogs phasenweise aus der berühmt berüchtigten Seele. Aus Deinen Zeilen lese ich Vorwürfe gemäß „selbst schuld, das habt ihr jetzt davon“. Das finde ich sehr schade.
      Denn: Sollten wir nicht lieber gemeinsam nach Lösungen suchen und uns als Frauen unterstützen? Solidarisch sein? Ist es wirklich wichtig Wonderwoman raushängen zu lassen, Dich selbst aufzuwerten, um andere abzuwerten? Das finde ich sehr schade. Ich hätte mich jedenfalls sehr drüber gefreut, wie Du als scheinbar privilegierte Frau das so gut schaffst. Irgendwelche Kniffs und Tipps? Was können wir von Dir lernen? Ist nicht jede Frau unterschiedlich? Hat nicht jede Frau unterschiedliche Voraussetzungen? Also liebe Nicky, was ist Dein Rat an uns? Fragt sich eine schwerbehinderte Frau im Homeoffice mit einer Grundschülerin und einem Kindergartenkind, die allein ist und jeden Tag Situationen im Homeoffice erlebt, die sie an ihre Grenzen bringen

      1. Dieses Thema bietet wirklich viel Potential für Diskussionen und Uneinigkeit.
        Ich persönlich habe einen Sohn, der die erste Klasse besucht. Mein Eindruck ist, dass als nicht-Lehrer oft einfach das Verständnis für die Denkweise der Kinder fehlt. Dann verstehe ich nicht, was er nicht begreifen kann oder warum ihm meine Erklärung nicht weiterhilft. Eltern können einen Lehrer eben nicht ersetzen und müssen es normalerweise ja auch nicht.
        Tatsächlich denke ich, dass ich die Sache mit dem Heimunterricht ganz gut meistere, auch, wenn ich eher nicht das Gefühl habe, das ganze Corona-Paket eigentlich mit Bravour und Gelassenheit zu meistern.
        Eine Mutter aus der Klasse meines Sohnes ist auf Kickstarter aktiv, einer Crowdfundig-Website. Dort ist sie im Zusammenhang mit der Coronakrise wohl auf eine App gestoßen, die wie ein digitales Klassenzimmer funktioniert. Dann würden Lehrer also weiterhin Ihre Schüler aktiv unterrichten können und würden dies nicht den überforderten bis unfähigen Eltern überlassen. Ich jedenfalls wäre dankbar dafür und mein Sohn sicherlich auch… https://www.kickstarter.com/projects/appclaro/claro-class-under-corona?ref=discovery&term=ClaRo

  8. Du sprichst mir aus der Seele. Wir haben nur ein Kind (6.Klasse Gymnasium) und die letzten 2 Wochen waren Horror, ich Weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Da wäre erstmal die (unausgesprochene) Erwartungshaltung, dass mein Kind beständig Computer / Onlinezugang hat. Schon allein das ist hier nicht der Fall. Ich mit Firmenlaptop auf dem NICHTS privates laufen dar, schon gar keinVideo, mein Mann am hauseigenen Computer. Hätten wir mehrere Kinder würden wir nur noch rotieren. Manche denken offensichtlich auch, dass Homeoffice bedeutet seien Arbeitszeit flexible an diese Bedürfnisse anzupassen. So ist das aber nicht, es gibt feste Präsenszeiten. Dann die Aufgabenverteilung – einer machts per mail, der nächste über das Schulportal, von anderen hört man Eine Woche nichts und bekommt dann Arbeitsaufträge die sich gewaschen haben inkl. Video drehen (Sport), neue Grammatik erarbeiten (Sprachen), Chemieexperiement durchführen (leider nicht alle Zutaten greifbar), auch hier mit Videodocumentation ect. Rückmeldungen gibt es so gut wie keine. In Religion ein so umfangreicher Auftrag über ein neues Thema inkl. Präsentation, da wundert man sich schon, den dort wird im Unterricht so gut wie nichts aufgeschrieben und Hausaufgaben gibt es selten. Dann wieder Lehrer, bei denen man das Gefühl hat es gab für die Zeit bis zu den Osterfereien keinen echten Plan, dementsprechend zusammenhanglos ist alles. Unser Kind, eigentlich Eine gute Schülerin sitzt jeden Tag 5-6 Stunden und hat auch emotional verstärkt Durchhäger da ihr der Kontakt fehlt. Irgendwer schrieb, dass das Unterstützen ja meine Aufgabe sei. Natürlich haben wir ihr immer geholfen und sie unterstüzt, aber derzeit sieht es halt so aus : 8 Stunden Arbeit (beginne um 6:30 Uhr um nach 15:30 Uhr Zeit für den Schulkram zu haben) und danach all die neuen Themen erklären, Blätter ausdrucken, Dinge hochladen, Formate konvertieren oder bei der Rescherche und der Technik helfen, die mein Kind nicht draufhat. Wie Eltern das machen, die 3 Kinder, 1 PC und begrenztes technisches Wissen haben ist mir ein Rätsel. Ich fühle mit Dir.

    1. Du sprichst mir ebenfalls aus der Seele. Ich habe heute das erste mal richtig geheult wegen diesem homeschooling scheiß!
      Ich habe drei Kinder, mein großer geht in die dritte Klasse und tut sich generell schwer in der Schule da sind schon die täglichen Hausaufgaben ein Kampf. Beim homeschooling brauchen wir nun täglich 4-5 Std. Mein mittlerer Sohn ist vor zwei Wochen vier geworden und versteht absolut nicht das er dauernd leise sein muss. Mein kleinster Sohn ist heute 6 Wochen!!! alt wird voll gestillt und möchte natürlich wie jedes Baby viel am Arm sein. Mein Mann muss arbeiten und kann somit auch nicht helfen. Ich routiere zwischen stillen, tragen, wickeln, spielen, kochen, putzen, einkaufen, unterrichten usw usw usw. Heute war wieder ein Tag an dem er (der große) gar nichts verstanden hat und eigentlich die ganze Zeit Hilfe gebraucht hat. Dazu hat der kleine am Arm gebrüllt wie am Spieß und unser mittlerer ist auch noch auf meinen Schoß gekrabbelt und wollte spielen und war tottraurig das niemand für ihn Zeit hat. Ich glaube ich freue mich mehr auf die Ferien als mein Sohn! Ich bin selber Krankenschwester aber derzeit eben in mutterschutz, aber offensichtlich ist der Beruf des Lehrers nicht systemrelevant da wir ja offensichtlich alle selber unterrichten können!!!! Haltet die Ohren steif Mädels!

    2. Also ich möchte jetzt hier auch mal eine Lanze für die Lehrer brechen. Unsere Tochter 3. Klasse bekommt für jeden Tag einen sehr detailliertenPlan was sie genau für jedes Fach machen soll. (Bücher, Hefte ect. Haben die Kids am letzten Schultag mit heim genommenen) Dazu evtl. Links für Lernvideos und Arbeitsblätter. Es gibt keine sinnlose Beschäftigungstherapie. Es wird ganz normal der Lehrplan weiter verfolgt. Unsere Lehrerin ist wirklich sehr engagiert und steht auch jederzeit telefonisch und per Mail für Fragen zur Verfügung. Sie gibt ihr Bestes, so wie viele andere Lehrer sicher auch.

      1. Ja das mag in der Grundschule so sein. Auf dem Gymnasium- hier 6. Klasse – weht ein anderer Wind was die plötzlichen Ansprüche betrifft. Ohne Compurterhilfe würde das gar nicht gehen. In Sport muss diese Woche sich selbst Jump Dance beigebracht werden ( festgelegte Schritte und Musik), darauf aufbauend eine eigene zweiminütige Choreografie inkl. Selbst entwickeltem Schritt. Dazu noch ein Theorieblatt welches dies in Wort und Bildern erklären soll. Ist jetzt nicht so einfach am Smartphone das anzuschauen, zu tanzen und dann mit der gelieferten Musik das aufzunehmen. Da braucht man mehrere Geräte und jemand der filmt. Grosser Witz auch: wir wohnen in einer Dreizimmerwohnung, Kinderzimmer viel zu klein, im Wohnzimmer sitze ich im Homeoffice. Und Jump Dance ist laut, sehr laut. Die Nachbarn trifft der Schlag wenn einer auf deren Köpfen rumspringt.
        Und solche Aufgaben gibt es hier jede Woche in Sport und fast jedes Fach erfordert Medienkompetenz vom Kind inkl. Bereitgetelltem Equipment der Eltern.
        Noch Fragen?

      2. Ja das mag in der Grundschule so sein. Auf dem Gymnasium- hier 6. Klasse – weht ein anderer Wind was die plötzlichen Ansprüche betrifft. Ohne Compurterhilfe würde das gar nicht gehen. In Sport muss diese Woche sich selbst Jump Dance beigebracht werden ( festgelegte Schritte und Musik), darauf aufbauend eine eigene zweiminütige Choreografie inkl. Selbst entwickeltem Schritt. Dazu noch ein Theorieblatt welches dies in Wort und Bildern erklären soll. Ist jetzt nicht so einfach am Smartphone das anzuschauen, zu tanzen und dann mit der gelieferten Musik das aufzunehmen. Da braucht man mehrere Geräte und jemand der filmt. Grosser Witz auch: wir wohnen in einer Dreizimmerwohnung, Kinderzimmer viel zu klein, im Wohnzimmer sitze ich im Homeoffice. Und Jump Dance ist laut, sehr laut. Die Nachbarn trifft der Schlag wenn einer auf deren Köpfen rumspringt.
        Und solche Aufgaben gibt es hier jede Woche in Sport und fast jedes Fach erfordert Medienkompetenz vom Kind inkl. Bereitgetelltem Equipment der Eltern.
        Noch Fragen?

        1. Früher war es doch ganz anders da konnten die Kinder in größerer Schar sicher im Dorf spielen, während Mutter sich mit den Fahrrad auf den Weg machte um das nötige zu besorgen und dann stundenlang sich um die Hausarbeit zu kümmern! Die Kinder damals waren sehr viel mit sich selbst beschäftigt und heute versucht man sein bestes. Ich finde es sehr ungerecht sowas sollte wenigstens vernünftig subventioniert werden denn schließlich ist Lehrer sein, nicht unser Job! Andersherum ist Heimunterricht hier in Deutschland bisher nicht erlaubt gewesen und jetzt ist es okay???? Viele die mehrere Kinder haben vielleicht noch Babys und einen Job müssen allen gerecht werden. Ich muss meine 2 jährige Tochter in den Laufstall setzen damit ich meiner 6 jährigen Tochter die frisch eingeschult wurde, bei den Aufgaben helfen kann. Denn anders lässt sie uns keine Ruhe! Was sind das denn bitteschön für Zustände??? Sorry aber mittlerweile ist sogar die Jüngste traurig und vermisst die Kita sie begreift garnichts mehr! Ich sehe es ja auch so, dass wir die Eltern sind und Kinder leicht abgeschoben werden aber ich als Mutter sollte auch Mal in Ruhe meinen Kaffee trinken dürfen. Jetzt sind die Kinder aufgedrehter denn je und immer nur in den Wald schafft auch keine Abhilfe!

    3. Tja, ich muss ab Montag wieder 40 Stunden arbeiten. Im Kindergarten die Kinder betreuen, deren Eltern arbeiten gehen. Während meine beiden Teenager daheim sind und eigentlich Unterstützung brauchen. Sie sollen 5 Stunden am Tag ihre Aufgaben machen. Verstehe ja auch warum. Jetzt schaffe ich es noch zu kontrollieren und zu helfen. Ab Montag sind sie den ganzen Tag allein. Da ich alleinerziehend bin, kann ich auch nicht weniger arbeiten. Dann kommen wir in eine finanzielle Schieflage, dass gleicht uns auch niemand aus! Ich soll also 40 Stunden arbeiten, Haushalt, Kommunikation/Zuwendung und Beschulung ab Montag alleine stemmen. Danach kann ich dann in Kur fahren. Ach nein wartet mal! Geht ja garnicht mit 2 Kindern. Uld der Kindergarten hat dies Jahr wahrscheinlich keine Schließzeit. Viele Kitas schließen dies Jahr im Sommer nicht, um es den Eltern leichter zu machen. Und was ist mit mir?? Also kann ich noch um meinen Urlaub kämpfen dies Jahr. Danke, tolle Idee die Herren und Damen Politiker. An uns Erzieher, die selbst auch Eltern sind, hat niemand gedacht!!! Juhu!!! Ich bekomme meinen Alltag normaler Weise hin aber plus Beschulung daheim leider nicht mehr wirklich. Mein Job ist nämlich auch anstrengend. Die kleinen Ruheinseln die ich brauche, sind nicht mehr da ….

  9. Jeder sollte seinen Beitrag leisten? Ja, aber es ist nicht die Aufgabe der Eltern, es geht vorallem auch nicht um mal ein paar Aufgaben, da wird mitunter der ganze Schulstoff verteilt! Nicht nur ein bisschen!

    Wenn man das schon alles dicht macht hier, finde ich 2 Wochen Ferien nur gerecht.

    Die Politik versagt leider nicht nur an diesem Ende.

  10. Hallo,
    fast noch nie habe ich mich irgendwo online eingemischt. Bis ich DAS hier gelesen habe….

    Für alle ist das eine Ausnahmesituation, aber Achtung, ich kenne nur Schulen ( da selbst in diesem „Verein“ tätig) die die Sache sehen wie unten folgt –>

    Wir müssen viele Eltern gerade zu bremsen, ihre Kinder zu Hause nicht zu sehr zu stressen. Viele haben ihre Aufgaben der 3 Wochen schon in Woche 1 abgearbeitet und DAS waren dann nicht die Lehrer die da Stress machen.
    Also ENTSPANNT euch!
    Und nehmt euch den Text unten zu Herzen!

    pS Und sollte es wirklich Schulen geben, die Stress machen, dann verallgemeinert es bitte nicht!

    Liebe Eltern!

    Es ist in Ordnung:

    Wenn eure Kinder nicht alle Aufgaben schaffen.

    Wenn ihr euren Kindern nicht alles erklären könnt.

    Bitte

    Streitet euch nicht wegen Aufgaben oder Übungen.

    Schreit euch einander nicht an wegen schulischer Dinge.

    Stadt Dessert

    SEID FÜR EURE KINDER DA!

    Wenn die Corona wird sich kein Kind daran erinnern, was es für die Schule gemacht hat, aber jedes Kind wird sich daran erinnern, wie es sich in dieser Ausnahmesituation zu Hause gefühit hat Krise vorbei ist,

    Sagt Und zeigt euren Kindern gerade jetzt, wie sehr ihr sie liebt und wie stotz ihr auf sie seid!

    DANKE

    1. Hallo,
      Ich musste gerade heulen. Ich habe meinen Sohn 1. Klasse in letzter Zeit öfters angeschrien, weil ich einfach nicht mehr kann. Jeden Tag Homeschooling. Er sperrt sich sehr oft gegen die Aufgaben. Gerade habe ich ihm gesagt wie stolz ich auf ihn bin. Danke dafür. Ich finde es schön, wenn die Kinder zuhause sind, aber es fällt mir auch schwer alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe 3 Kinder, 3, 7 und 9 Jahre und jedes braucht Liebe und Unterstützung. Wenn es garnicht mehr geht, einfach mal in dem Nebenraum gehen und atmen und zur Not die Aufgaben verschieben. Was ist ein halbes Jahr gegen ein ganzes gemeinsames Leben. Ich wünsche allen ganzen viel Kraft, Geduld und Liebe und hoffe die Schule geht im August wieder regulär los.

  11. All das könnte von mir kommen.

    4Kinder, davon 3 schulpflichtig und ein 19Monate altes Kleinkind, beide Elternteile im Schichtdienst tätig, Haushalt und Familie und dann noch Lehrer spielen?! Sorry, dass ist zu viel für mich. Da kann man keinem Gerecht werden.

    1. Ich habe nix gegen Aufgaben zu Hause aber Bergeweise schaffen wir nicht wenn man arbeiten geht und Ferien kann man das wohl nicht wirklich nennen wenn man nicht mal raus darf.Die Kinder sind schon genug bestraft mit dieser Situation nicht mal Geburtstag kann man wirklich feiern.

  12. Ich muss sagen, ich bin ehrlich schockiert. In einer Zeit, in der die ganze Welt um Menschenleben kämpft, in der so viele vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen (wovon die Lebensgrundlage vieler Familien abhängt), in der eigentlich jeder einfach nur sein bestes gibt und sich um Solidarität bemüht, gibt es doch tatsächlich auch diejenigen, deren Gedanken sich weiterhin nur und ausschließlich um sich selbst und ihre Befindlichkeiten kreisen. Der vorliegende Beitrag (übrigens in einer wirklich unschönen und ordinären Sprache verfasst) ist gespickt mit inhaltlichen Fehlern und zeugt zudem von einer überbordenden Ignoranz, dass es mir die Sprache verschlägt.
    Ich weiß nicht, ob man solchen Leuten die aktuelle Situation in Ruhe erklären kann. Erklären, dass z.B. gar kein Homeschooling in umfassender Weise gefordert ist (wie auch, wo es doch gar keine Erfahrungen damit gibt), dass Schülerinnen und Schüler von ihren LehrerInnen passendes Material zur Verfügung gestellt bekommen, dass es keine Noten für die aktuell zu erarbeitenden Inhalte geben wird, dass es einfach nur darum geht, nicht total zu versacken, etwas Sinnvolles zu tun und das LehrerInnen via Mail z.T. sogar telefonisch ansprechbar sind und bleiben. Aber manch fürsorglichen Eltern mag wohl das staatlich autorisierte Dauernetflixen des 13-jährigen Sohenmanns lieber sein, weil das so schön harmomisch und unkompliziert wäre.
    Ja, es sind schwierige Zeiten. Aber ob eine kleine Hasstirade auf „den Staat“ (wer soll das eigtl. sein? Wir alle? Die Politiker? Frau Merkel? Die Kultusminister? Hab trotz Dauernachrichtensehens nicht einen einzigen Politiker von Homeschooling sprechen hören) hilfreich in der aktuellen Lage ist, wage ich zu bezweifeln. Und ich möchte noch weitergehen, indem ich anmerke, dass ein solches Gerede Wasser auf die Mühlen einiger Politikverdrossener sein wird.
    Ich fasse zusammen: Die Autorin und die beiden Damen, die sich für die Veröffentlichung dieses Textes auf ihrem Blog entschieden haben, sind in meinen Augen hochgradig unsolidarisch.
    Ich beende dementsprechend meine Leserschaft dieses Blogs, da ich meine Zeit für hochwertigere und konstruktivere Lektüren verwenden möchte!

    1. Dieser Kommentar ist der erste dieses Blogs der mir total gegen den Strich geht. Wer keine Ahnung hat von den Problemen hat, soll sich raushalten!

  13. Mit der Online- Lernplattform ist ja gut und schön, ABER: Wie soll das laufen, wenn man mehr als ein Kind in der Schule hat? Und dann noch auf zwei verschiedenen Schulen? Und selber noch im Homeoffice arbeiten muss? Wir besitzen nur einen Laptop. Wie soll das funktionieren, wenn die Kinder zeitgleich Online- Unterricht haben und ich eine Online- Konferenz? Darüber denkt hier keiner nach, der das vorschlägt…

    1. Als berufstägiger Mutter dreier Kinder spricht mir der Text aus der Seele, auch wenn er für Liebhaberinnen der hochwertigen Lektüre in etwas zu ordinärer Sprache verfasst ist :-). Ich konnte auch noch nicht feststellen, dass die Lehrer*innen, die nach Versenden von ein oder zwei Emails mit dem Arbeitspensum für die drei schulfreien Wochen – wobei die Aufgaben selbstverständlich weder thematisch noch anderweitig gegliedert oder sortiert waren – in ihrer verbleibenden Arbeitszeit im großen Stil Leben retten oder zu anderen Dienstleistungen im Gesundheitsbereich abgeordnet sind.

      Selbst wenn für viele Lehrer*innen das Versenden einer Email eine große Herausforderung darzustellen scheint – die bisher erhaltenen Emails lassen darauf schließen -, kann ich mir beim besten Willen nicht ausmalen, womit diese Personen den ganzen Arbeitstag so verbringen. Bei drei Kindern würde ich gerade mal zwei Lehrerinnen bestätigen, dass sie sich zumindest bemühen, die häuslichen Aufgaben so zu gestalten, dass möglichst alle Schüler*innen etwas davon haben. Schon die Unfähigkeit sich an einer Schule oder zumindest innerhalb einer Klasse auf ein einheitliches Kommunikationsmedium zu verständigen – wir empfangen die Arbeitsaufträge für unseren Sohn gerade auf fünf verschiedenen Wegen – spricht meiner Einschätzung nach Bände. Natürlich kann man die beliebte Praxis Hefteinträge nun seitenweise von Kindern selbst erstellen zu lassen als geniales didaktisches Konzept verkaufen. Da die Hefteinträge in den unteren Klassen aber auch in der Schule regelmäßig von einer Vorlage abgeschrieben werden, könnte man auch auf die Idee kommen, dass man den Schüler*innen die Vorlagen einfach zum häuslichen Abschreiben zur Verfügung stellen könnte. Den Aufwand für die Bereitstellung solcher Vorlagen scheinen jedoch einige Lehrkräfte schlicht zu scheuen.

      Ich bin mir dessen bewusst, dass jetzt all jene, die nicht müde werden die großartigen Leistungen von Lehrer*innen im Allgemeinen und in dieser Krisensituation im Besonderen zu loben, entgegnen werden, dass man von wenigen Ausnahmen doch nicht auf alle Lehrer*innen schließen darf. Das sehe ich grundsätzlich genauso. Allerdings frage ich mich nach meinen bisherigen Erfahrungen auch in „normalen“ Zeiten häufig, ob hier die vermeintlichen Ausnahmen nicht doch eher die Regel sind. Genau in Krisenzeiten wären Engagement und Leistungsbereitschaft erforderlich. Leider habe ich noch nicht allzu viel davon im schulischen Umfeld beobachte.

      Da die Bildungshoheit in unserem Land im Wesentlichen beim Staat liegt, sehe ich hier durchaus eine Verpflichtung, diesem Bildungsauftrag auch in Krisenzeiten nachzukommen. Gerade weil es insbesondere für Lehrer*innen gut möglich ist von Zuhause zu arbeiten und aktuell auch in dieser Berufsgruppe glücklicherweise noch keine nennenswerten Krankheitsausfälle zu verzeichnen sein dürften, sollte auch hier ein gewisses Qualitätsniveau weiterhin gehalten werden können.

      Allen frustrierten, überforderten und wütenden Eltern hilft es vorerst leider nur, die Situation zu ertragen und für sich und ihre Kinder bestmöglich zu gestalten. Bestenfalls haben wir nach die Krise noch die Kraft, die Missstände im Rahmen der nachträglichen Aufarbeitung an den geeigneten Stellen zu thematisieren.

      1. Warum sollten LehrerInnen denn in den Dienstleistungsbereich abgeordnet werden (@Sonja)? Gegenvorschlag: du wechselst in den Lehrerberuf, denn du weißt ja scheinbar alles besser. Und wir brauchen dringend LehrerInnen!

        Von einer Schule auf andere zu schließen finde ich ehrlich gesagt auch sehr simpel gedacht.

        Und da du dir nicht vorstellen kannst, was wir grad so machen – neben den normalen Arbeiten (Schüler Betreuung, Arbeiten korrigieren usw.) z. B. Förderpläne schreiben, Material für Vertretungsstunden bereitstellen (denn es gibt zu wenig Lehrer, also unterrichten wir im Prinzip alle Fächer und alle Klassen, was nicht soo einfach ist wie sich einige Eltern jetzt vielleicht vorstellen können) usw. Es gibt auch Schulen, die ihren LehrerInnen zusätzlich Aufgaben gegeben haben, um den schulischen Alltag schöner zu gestalten (Arbeiten, die normalerweise nebenbei stattfinden oder halt gar nicht). Andere LehrerInnen betreuen die Kinder in den Schulen. Mag sein, dass einige wenig zu tun haben, das kann ich nicht beurteilen.

        Anstatt sich zu freuen, dass Lehrerinnen auf mehreren Wegen Material zur Verfügung stellen, wird gemotzt.

        Ich habe inzwischen gemerkt, dass es immer Mütter (es sind tatsächlich eher die Mütter!) gibt, die meckern müssen. Entweder ist es zu viel/ zu wenig/ zu viel Wiederholung/zu viel Neues, … Daher belasse ich es jetzt dabei und nutze die Zeit sinnvoller.

        1. Danke für den Vorschlag in den Lehrerberuf zu wechseln. Da bleibe ich doch lieber Ingenieurin. Die werden ebenfalls gebraucht. Da ich ebenfalls im öffentlichen Dienst tätig bin, halte ich auch den Einsatz von Lehrer*innen in Bereichen, in denen gerade besonderer Personalmangel herrscht, nicht für abwegig. In meinem beruflichen Umfeld werden bereits zahlreiche Kolleginnen und Kollegen zur Krisenbewältigung im Gesundheitsbereich eingesetzt.

          Und nein, ich kann noch nicht erkennen, das es sooo schwierig sein soll, mehrere Fächer zu unterrichten. Schließlich mache ich das schulartübergreifend auch gerade. Nur, dass ich dafür nicht bis zu 20 Stunden pro Woche Vorbereitungszeit habe. Ich schaffe das sogar noch neben meiner regulären Arbeit – nicht weil ich mir das so ausgesucht habe, sondern weil ich muss. Und um auch das klarzustellen: Die Übersendung von Arbeitsplänen, aus denen lediglich zusammengefieselt werden kann, was das jeweilige Kind am 20.04.2020 können sollte, würde ich nicht als Bereitstellung von Material bezeichnen. Auch habe ich weder gemeckert, dass etwas zu viel/ zu wenig/ zu viel Wiederholung / zu viel Neues ist. Es geht hier genau um das, was auch im Beitrag von Anna57 zum Ausdruck kommt: Die sollen zufrieden sein, dass sie überhaupt etwas bekommen und nicht ständig motzen. Diese Haltung ist schlicht frech. Von einer Berufsgruppe, die zumindest wenn es um die Bezahlung geht, gern auf ihre akademische Ausbildung verweist, erwarte ich durchaus, dass sie kurzfristig in der Lage ist, die Bereitstellung von Arbeitsplänen – das ist etwas anderes als die schlichte Aufzählung von Buchseiten, die bis zu einem bestimmten Termin bearbeitet sein müssen – und geeignetem Material so zu organisieren, dass – schon allein vor dem Hintergrund der gebotenen Chancengleichheit für alle Schüler*innen – eine weitestgehend selbstständige Bearbeitung durch die Schüler*innen und eine überschaubare, effiziente Kontrolle durch die Eltern möglich ist. Genau daran hapert es. Und das, wie ich von vielen Eltern höre, nicht nur an den beiden Schulen, die unsere Kinder besuchen.
          Interessant finde ich, dass eine vielbeschäftigte Lehrerin wie Anna57 um 09:49 neben Schülerbetreuung, Korrektur von Arbeiten, Erstellung von Material für Vertretungsstunden, Schreiben von Förderplänen Zeit findet, Blogeinträge zu kommentieren. Weniger privilegierte Menschen zerreißen sich da gerade zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung.
          Ach ja, auch das mit den Meckermüttern wollte ich noch kommentieren. Es wundert mich nicht, dass sich hauptsächlich Mütter in schulischen Angelegenheiten zu Wort melden. Schließlich halten sich die Väter in diesem nicht gerade vergnügungssteuerpflichtigen Bereich der Erziehung nach wie vor eher zurück. (Alle Väter, die das nicht tun, seien an dieser Stelle mal ausdrücklich lobend erwähnt. Wir bräuchten noch viel mehr von euch!) Anstatt selbst über Meckermütter zu meckern, wäre es vielleicht auch mal ein Ansatz darüber nachzudenken, wie man durch eine gut organisierte, durchdachte, schulseitige Betreuung der häuslichen Beschulung andere Frauen/Mütter, die definitiv auch die Lasten dieser Krise in überproportionalem Maße tragen und tragen werden, unterstützen könnte. Viele von denen leisten nämlich tatsächlich gerade deutlich mehr als sich anscheinend viele Lehrer*innen vorstellen können. Das wäre auch eine Form der aktuell viel beschworenen Solidarität, wenn es viele Lehrer*innen offensichtlich schon nicht als ihre berufliche Verpflichtung sehen.

          1. Ich arbeite grad fast ausschließlich am Wochenende und abends, weil mein Mann auch viel arbeiten muss, daher teilen wir uns auf…

            Danke, dass du von einem Eintrag gleich auf mein Leben schließt. Ich beantworte tagsüber “nur” Mails meiner Schüler, bereite meinen “normalen” Unterricht vor bzw. betreue meine Kinder. Und korrigiere Schülerarbeiten. Mein schulpflichtiges Kind hat auch Aufgaben bekommen (inclusive neuer Themen wie neue Buchstaben zu lernen). Ach ja, Bereitschaft habe ich auch. Nebenbei (in Pausen) lese ich auch hier oder ist der Blog nur für bestimmte Mütter? Das wusste ich nicht und werde daher darauf achten, nur nachts zu schreiben (sorry aber wer sucht der findet immer einen Grund zu meckern oder andere zu kritisieren, oder?? Online geht das ja auch besser, ich denke due wenigsten würden das der Person ins Gesicht sagen).

            Da ich ursprünglich aus einem ganz anderen Arbeitsumfeld (Wissenschaft) komme, kann ich das Pensum der LehrerInnen vielleicht besser einschätzen als andere.

            Mein Kommentar galt nicht nur dir, liebe Sonja. Es ist allgemein ein Meckern, anstatt sich gegenseitig zu helfen oder konstruktiv Kritik zu äußern.

            Ich rede von 5-10. Klasse (Real- und Hauptschule) und 9 Fächern. Meist erfahre ich das erst spät abends oder morgens, aber gut (die Erwähnung der 20 h Vorbereitung sagt alles). Das mag für andere leicht sein, ich finde es schwierig. Daher verstehe ich Eltern sehr gut, die ihren Kindern neue Themen beibringen sollen, daran aber verzweifeln.

            Dass ich mir das nicht vorstellen kann wie hart das ist, habe ich nie behauptet. Warum ich aber in einem fremden Beruf arbeiten soll, ist mir ein Rätsel. Warum nur LehrerInnen angegriffen werden, auch. Es befinden sich noch andere arbeitende Eltern im Home Office, nur werden die nicht so angegriffen. Evtl ist deren Job ja wichtiger?!

            Das Bereitstellen von Arbeitsblättern ist dir zu wenig? Hast du denn genau das den LehrerInnen kommuniziert? Es hängt wohl auch stark von den Schulen ab, denn von anderen Schulen gibt es Pläne mit genug Material (was aber nicht alle SchülerInnen bearbeiten können/ wollen). Das heißt, es wird nach der Zwangspause eh wiederholt werden müssen.

          2. Das mit dem Motzen hast du reininterpretiert, das habe ich nirgends geschrieben! Es geht mir eher darum, dass einige hier nur meckern, den Austausch mit den LehrerInnen aber nicht suchen!!! Wenn es so rüber kam, sorry!

          3. Ich habe den Beitrag von Sonja und anderen Müttern grad noch einmal gelesen und entschieden, diesen Blog nicht mehr zu lesen. Ich frage mich, wie jemand Fremdes bestimmt, wann andere lesen dürfen und warum anhand eines Beitrags so auf das Leben anderer geschlossen wird.
            Ja, ich arbeite grad am Wochenende (wo andere frei haben), mache unter der Woche nur die nötigsten Dinge (weil ich selbst auch kleine Kinder habe) und lese daher gern tagsüber ab und zu hier. Aber das dürfen LehrerInnen scheinbar nicht.
            Und (fast) alle Menschen haben sich ihren Beruf doch selbst ausgesucht. Mit allen Vor- und Nachteilen!

    2. Ich als Lehrerin bin schockiert und erbost. Meint die Autorin, dass wir Lehrerinnen und Lehrer keine Kinder Zuhause haben, mit denen wir Homeschooling realisieren müssen? Was ist das Problem? Die Sorge, dass Eure Kinder den Übergang aufs Gymnasium nicht schaffen? Hergoot nochmal! Den schaffen sie alle. Weil es momentan nicht und überhaupt nicht um Leistung, sondern um Gesundheit und Solidarität gehen soll und muss. Ich kann die Hasstiraden gegenüber Lehrern nicht mehr hören. Ich bin 8 Stunden täglich mit Schule bschäftigt und danach mit meiner Tochter. Und das ist absolut okay und klappt mehr schlecht als recht. Aber ich mache nicht irgendwen anders dafür verantwortlich als die Pandemie. Punkt, Aus, Ende.

      1. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass wir als Eltern im Gegensatz zu Lehrern nicht darin geschult sind zu unterrichten und uns zusätzlich die (pädagogische) Ausbildung fehlt, unseren Kindern diesbezüglich zur Seite zu stehen wie es ein Lehrer bei seinen eigenen Kindern könnte. Was gäbe ich darum, mein Kind aktuell in der Volksschule zu haben, statt pubertierend im 1. Jahr der Oberstufe (9. Schulstufe). Autodidaktik ist leider auch nicht bei jedem Jugendlichen voraussetzbar, vor allem nicht, wenn sehr wohl neuer Stoff durchgenommen wird. Wäre das so einfach, wäre die Beschulung durch Lehrer an DEM Ort des Lehrens, vulgo Schule, obsolet.

    3. Sie meinen mit der „hochwertigeren“ und „konstruktiveren“ Lektüre Ihr Dauernachrichtensehen? Das erklärt Ihren Kommentar.
      Ich danke „Stadt-Land-Mama“ dafür, dass sich Betroffene austauschen können. Nicht nur sachlich, sondern auch einmal entsprechend ihrer Gefühlslage in diesen Zeiten.

  14. Welcher Grundgedanke steckt denn hinter dem Beitrag? Es geht doch letztlich darum, dass das Bildungssystem aktuell seinen Auftrag abgibt. Er scheint mit der physischen Präsenz von Schülern und Lehrern, von Erziehern und Kita-Kindern zu enden. Ich frage mich schon, warum es in einem Land wie unserem keinen Plan B für Situationen wie diese gibt? Unternehmen müssen rauf und runter Pandemie- und Krisenpläne vorweisen. Digitale Zusammenarbeit ist ein ganz wesentlicher Schlüssel. Aber was ist mit Schulen und Kitas? Zumindest auf breiter Ebene sieht es da in Deutschland verdammt traurig aus. Das ist kein Vorwurf an Lehrer oder Erzieher. Es ist mal wieder ein Beleg dafür, dass unser Bildungssystem Jahre hinterherhinkt. In anderen Ländern ist der Switch auf digitalen Unterricht nahezu selbstverständlich. Hier ist man schon dankbar, wenn Arbeitsmaterial ‚fortschrittlich‘ per E-Mail geschickt wird.

    Und auch losgelöst davon frage ich mich, ob der Auftrag von Schulen und Kitas tatsächlich mit der physischen Anwesenheit endet. In unserem Fall gibt es von unseren 2 Kitas keine eigenen pädagogischen Impulse oder Angebote in dieser Zeit. Dabei würden spontane Beschäftigungsideen und Anregungen schon weiterhelfen. Meinetwegen auch der Singkreis per Videokonferenz. Oder Lesestunde. Oder was weiß ich. Was auch immer funktioniert.

    Jetzt ist es, wie es ist. Für wenige Wochen mag das tragbar sein. Hat halt Glück, wer nicht arbeitet, Pech hat, wer erneut vor der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht. Aber was passiert eigentlich, wenn Schulen und Kitas noch länger geschlossen bleiben. Das ist jetzt nicht unwahrscheinlich. Ich habe leider meine Zweifel, dass es seitens der zuständigen Behörden tragfähige Lösungen geben wird. Und spätestens beim Gedanken an die nächsten 2, 3 Monate schnürt es mir auch in diesem Hinblick die Kehle zu.

    1. @Anja Ich bin Erzieherin verschicke täglich über Facebook und Whatsapp eine Idee als kleines, kurzes Video was die Kinder z.B. basteln können. (Finden auch nicht alle Eltern toll, einige fühlen sich auch davon unter Druck gesetzt) Zu dem Singkreis vorm PC: Meinst du wirklich, dass Dreijährige Kinder da so einfach vor sitzen bleiben? Das klappt ja schon im realen Singkreis nicht immer reibungslos, aber da kann ich darauf einwirken. Am Anfang bleiben sie vielleicht brav sitzen, weil es neu und spannend ist, aber dann ist die Müllabfuhr die draußen vorbeifährt wahrscheinlich doch interessanter. 😉 Und nur mal so nebenbei: Erzieher müssen aktuell allerorts noch arbeiten, weil wir Notbetreuung anbieten. Und wenn wir dort nicht eingesetzt werden, müssen wir die Kita putzen, den Spielplatz schön machen und liegengebliebene Berichte etc. aufarbeiten. Zu Hause hocke ich gerade nur, weil ich diese Woche Urlaub habe.

    2. Und nein, unsere gesetzliche Aufgabe geht nicht über den geschlossenen Betreuungsvertrag hinaus. Wie stellst du dir das vor, @Anja? Das wäre auch nicht möglich, da wir unseren gesetzlichen Auftrag (der nicht nur Bildung, sondern auch Erziehung und Betreuung beinhaltet) über z.B. Skype oder YouTube nicht ausführen können. Wer sich mit Bildung im Kindesalter (vor allem 0-6 Jahre) beschäftigt hat, der weiß auch, dass Bildung nicht über den Bildschirm funktioniert. Und ich glaube Eltern von Kindergartenkindern sorgen sich gerade weniger um deren Bildung, als vielmehr um deren BETREUUNG. Das geht Online erst recht nicht.

  15. Da ist wohl jemand neidisch… Wenn es so einfach wäre. Aber diskutieren bringt nichts, denn wirklich beurteilen kann man das Leben anderer aus der Ferne nicht. Und den Arbeitsaufwand anderer Berufsgruppen beurteilen erst recht nicht, ohne es selbst erlebt zu haben. Danke, dass ich grad meine normalen Wochenstunden arbeite und das doch bezahlte Freizeit ist!! Ich werde es mir immer wieder laut vorsagen, um es nicht zu vergessen!

    Wo ich aber zustimme: Home Office erleichtert grad vieles. Und das betrifft ja nicht nur LehrerInnen, sondern auch andere Berufsgruppen. Ich würde aber nie auf die Idee kommen, dass irgendwie in Frage zu stellen oder zu sagen, dass sie es einfacher als andere haben…

    Meinen Respekt haben auch alle, die an vorderster Front kämpfen. Davon können sie sich aber auch nichts kaufen…

  16. Wat regt ihr euch eigentlich darüber auf? Nach dem Motto: Versuchen kann man´s ja mal, wurden euch Vorschläge zur Erledigung der Lehreraufgaben gemacht. Also: wenn das Lehrergehalt auf mein Konto geht, bin ich auch gern bereit, das zu übernehmen. Ansonsten nicht!!! So einfach ist das! Nach Art. 7 GG ist der Staat verpflichtet Bildung für junge Menschen zu erbringen. Wat machen sich hier eigentlich alle zum Büttel des Staates? Anstatt sich auf die Familie zu konzentrieren u die Kinder endlich mal zur Ruhe kommen zu lassen, machen sich Eltern zum Erfüllungsgehilfen des Staates! Völlig bekloppt!!!

    1. Was ist denn normalerweise Aufgabe der Eltern? Bildung gehört demnach nicht dazu???
      Nach dem Kommentar müssten alle Eltern, die zuhause bleiben, auch das Geld der Erzieher bekommen.
      Ich bekomme dann beides (ich passe auf meine Kinder auf, bearbeite die Aufgaben mit dem Schulkind, und arbeite „nebenbei“ als Lehrerin und betreue meine SchülerInnen, die mich bei Fragen jederzeit erreichen).
      Scherz beiseite. Erziehung und Bildung gehört zum Elternsein definitiv dazu. Ich denke, die Eltern sollten ihre Kinder unterstützen, so gut es geht. Es fallen normalerweise doch auch Hausaufgaben an – lasst ihr eure Kinder dabei auch allein?
      Und wenn es nicht geht, weil ihr Eltern selbst grad arbeitet, ist das eben so. Das ist dem
      Lehrerverband doch bewusst. (Wobei man einen Teil der Aufgaben auch an den freien Tagen oder Wochenende erledigen könnte. Kaum jemand arbeitet 7 Tage die Woche.)
      Was mich interessieren würde – haben denn die Eltern, die sich hier so massiv beschweren, den Kontakt zur Schule gesucht? Oder mit anderen Eltern ausgetauscht, dass man sich bspw. gegenseitig die Lösungen von Aufgaben schickt, die man nicht versteht?

    2. Verzeihung aber es ist ja nicht so als ob“der Staat“ aus Jux und tollerei die Schule geschlossen hat. Die Situation ist Momentan für alle neu. Was meinen Sie denn bitte mit „Erfüllungsgehilfen“ des Staates? Gehilfe zu was bitte?
      Es bleibt momentan ja nichts anderes als die Situation wie sie kommt zu nehmen. Ja dann müssen Schulische Aufgaben halt Mal Zuhause versuchsweise erledigt werden.
      .ja es ist schwierig, aber in Krisenzeiten muss halt jeder da anpacken wo er kann. Sie werden hier nicht zum „Hilfsbüttel“, es wird nur erwartet dass jeder notwendige Abstriche und Einschränkungen hinnimmt.
      Ja der Staat hat eine Bildungspflicht, aber diese ist (wie sehr viele andere rechte ) momentan dem Allgemeinwohl und Schutz der Bevölkerung unter zu ordnen.ich versichere Ihnen, keiner hat eine Schulschließung aus Boshaftigkeit herbeigeführt um zu sehen, ob Eltern als Ersatz Lehrer taugen.
      Und wenn ein Arbeitsblatt mal.nicht ausgefüllt wurde, sonst das kein Weltuntergang. (Kein Kind landet später auf der Straße weil es in der 6 Klasse nicht genug Verben in blau unterstreichen hat🙄)
      Um es Mal knallhart zu formulieren: solange bei uns das Militär noch nicht in Kolonnen die Särge verstorbener abtransportieren muss & Bestattungshäuser mit den Kapazitäten der Krematorien an ihre Grenzen stoßen wie es derzeit in Italien der Fall ist, herrscht hier doch noch ein echauffieren auf sehr hohem Niveau.

  17. @Michaela
    So eine Aussage kann nur von einer Lehrerin stammen. Wir sind erster Linie Eltern und keine Pädagogen. Und wir haben echt keine Lust wegen dieser Unstimmigkeiten zwischen uns Eltern und unseren Kindern nachhaltig unsere Familienzusammengehörigkeit zu zerstören. Die Schule sollte daher in der Schule bleiben. Schon alleine deswegen, weil zumindest unseren Kindern diesbezüglich das notwendige Verständnis dafür fehlt. Das führt automatisch zu starken Reibereien innerhalb der Familie, die wir im Moment (d.h. alle denn ganzen Tag unter einem Dach) wirklich nicht brauchen und auch nicht wollen.

  18. Es ist so traurig, in welcher ergonomischen, monozentrierten Welt wir doch alle leben und uns immer mehr in diese Richtung bewegen. Bald geht es um viele tote Menschen, Freunde und Angehörige. Es ist für alle nicht leicht und niemand hat mit so einer Situation gerechnet. Und wenn ich mich für Kinder entscheide, dann stehe ich unterstützend hinter ihnen, egal um welchen „Scheiß-Job“ es sich handelt.

    1. Ich stimme der Autorin voll und ganz zu! Und genau: es geht hier um Gesundheit und Menschenleben- warum muss ein Kind dann gerade jetzt lernen, was ein Monolog ist??? Das (und meine Lieblingswochenpläne in Kunst, Musik und Reli) hat doch gerade überhaupt keine Priorität! Und mein “ Scheiss-job“ ist übrigens im medizinischen Bereich, den ich auch noch „nebenbei“ wuppen (leider nicht zu einem Lehrergehalt)…

      1. Den LehrerInnen schreiben hilft mit Sicherheit. Ich glaube kaum, dass sie dafür kein Verständnis haben! Aber einige Aufgaben kann das Kind sicherlich auch allein erledigen…

        1. Das haben wir ausführlich getan…nur ist es nicht hilfreich, wenn gerade die Klassenlehrerin es nicht verstehen WILL und selbst diejenige mit dem doppelten Pensum ist, welches die Kinder erledigen MÜSSEN. Von wegen die Eltern üben den Druck aus…es gibt Terminabgabe-Verpflichtung. Unser Sohn ist ein sehr guter Schüler auf dem Gymnasium, aber selbst für ihn ist diese ganze Situation überfordernd. (Die Wochenenden und Ferien durcharbeiten oder als Alternative jeden Tag 8 Stunden netto Arbeitszeit)

    2. ..Also ich finde es bei meinen Sohn EXTREM viel….Er hat ADHS und in den ersten zwei Wochen 50! Arbeitsblätter erledigt….Es war sehr schwer für uns hier….Aber in 3 Wochen das Matheheft fast komplett durch haben…(Forderheft nicht Förder) zusätzlich etliche Zettel….
      Zum Glück bin ich noch bis zum September in Elternzeit….Nebenbei betreue ich noch meine Tochter (5) die ebenfalls ADHS hat…Mein 1 Jähriger möchte auch beschäftigt werden …nebenbei muss der Hund Mittags raus. Momentan haben beide großen einen Schub… Dadurch sind Aufgaben fast nicht zu bewältigen….Ich bin froh das er es dennoch Irgendwie schafft….Jetzt gerade macht er eine Pause (I love Ikea für diese Turkmatten).

      1. Das haben wir ausführlich getan…nur ist es nicht hilfreich, wenn gerade die Klassenlehrerin es nicht verstehen WILL und selbst diejenige mit dem doppelten Pensum ist, welches die Kinder erledigen MÜSSEN. Von wegen die Eltern üben den Druck aus…es gibt Terminabgabe-Verpflichtung. Unser Sohn ist ein sehr guter Schüler auf dem Gymnasium, aber selbst für ihn ist diese ganze Situation überfordernd. (Die Wochenenden und Ferien durcharbeiten oder als Alternative jeden Tag 8 Stunden netto Arbeitszeit)

  19. Hallo

    Ich bin auch nicht begeistert von der aktuellen Situation.
    Doch den Lehrern kann man sicherlich nicht die Schuld dafür zuweisen. Sie mussten innerhalb kürzester Zeit etwas auf die Beine stellen, was es so wohl noch nicht gab und das ist sicherlich alles andere als einfach.

    Auch hier kann von freiwillig nicht die Rede sein. Z. B. mein Sohn (5.Klasse) hat sehr viele Arbeitsbelätter und viele Seiten in den Schulbüchern und Arbeitsheften aufbekommen. Nicht gerade wenig wird davon benotet!!!

    Auch viele neue Themen sind dabei, die sie noch gar nicht hatten oder aber in der 4. Klasse schon hatten und nun dementsprechend etwas schwieriger wird.

    Mein Sohn hat Lernschwierigkeiten, das Konzentrieren Zuhause fällt ihm schwer, unter anderem wegen Ablenkungen, die sich nicht vermeiden lassen. Er braucht für fast alles sehr lange und ich weiß jetzt schon, dass wir nicht alle vorgegeben Aufgaben schaffen werden. Natürlich kommen fast täglich neue dazu.

    Wir geben unser Bestes beim Lernen und erarbeiten. Er, genauso wie ich. Wir bemühen uns, so viel wie möglich zu schaffen. Doch es wird nicht reichen. Wir werden nicht alles schaffen. Doch ich hoffe sehr darauf, daß seine Lehrer dafür Verständnis haben.
    Denn uns Müttern und Vätern fehlt vielleicht das Wissen, dass die Lehrer haben.
    Uns fehlt vielleicht das Talent, die Aufgaben so zu erklären, dass die Kinder es verstehen.
    Uns fehlt vielleicht auch einfach mal die Motivation.
    Uns fehlt vielleicht auch mal das Anschauungsmaterial oder ähnliches.
    Uns fehlt vielleicht auch einfach mal die Geduld oder die Nerven.
    Und es gibt Eltern, denen leider schlichtweg egal ist, ob und was ihr Kind für die Schule macht.
    Und diese Kinder sollten dabei nicht vergessen werden.

    Denn es ist, ohne Frage, für alle eine anstrengende und nervenaufreibende Zeit.
    Mein Sohn und ich, wir gehören zur Risikogruppe. Sind somit nur in der Wohnung und uns wird die Decke auf den Kopf fallen.
    Wir werden uns sicherlich gegenseitig auf die Nerven gehen
    Die Geduldsfäden sind vielleicht bis zum zerreißen gespannt.

    Ich bitte die Lehrer auch zu berücksichtigen, das die Kinder Angst haben.
    Das sie vielleicht auch krank werden.
    Das sie sich draußen nicht auspowern können.
    Das sie demotiviert sind und Sehnsucht nach ihren Freunden und Verwandten haben.
    Das sie ihre (wie in unserem Fall) Väter (oder Mütter) vermissen, weil sie diese nicht sehen dürfen (Ansteckungsgefahr zu groß, da sein Papa Berufskraftfahrer ist und die ganze Woche unterwegs ist).
    Das sie in dieser schweren Zeit Angst haben. Sie sehen die leeren Regale, die teils unverantwortlichen Reaktionen ihrer Mitmenschen, hören und lesen Nachrichten.
    Vielleicht trauern sie auch, weil sie jemand wichtigen in ihrem Leben verloren haben oder jemand erkrankt ist.

    Ich weiß, es ist für alle gerade sehr schwer und niemand kann absehen, wie lange sich das so hinziehen wird.

    Egal, ob freiwillig oder Pflicht, wir sollten versuchen zu erledigen, was geht.
    Egal, wie schwer es ist und wieviel Kraft uns das abverlangt.
    Aber wir tun es für unsere Kinder. Für deren Zukunft.
    Vielleicht lernen sie in der Zeit, etwas selbstständiger zu arbeiten. Neue Lernansätze zu finden. Lernen den sinnvollen Umgang mit Suchmaschinen oder anderen Lernplattformen im Internet.
    Werden selber kreativ.
    Die größeren Kinder können den kleinen Geschwisterchen helfen.

    Versucht immer positiv zu denken!
    Es ist nicht alles schlecht. Ich persönlich genieße die zusätzliche Zeit mit meinem Sohn sehr.
    Egal, wie erschöpft ich abends ins Bett Falle 😉

    Bleibt stark!
    Atmet tief durch!
    Entspannt auch mal!
    Die Zeit dafür muss einfach sein!

    1. Dana, ich kann deine Wut absolut nachvollziehen. Arbeite Vollzeit und soll jetzt plötzlich den Lehrauftrag übernehmen. Mich nerven auch diese Kommentare der Art „Da seht ihr mal, wie schwierig das Unterrichten ist und hach welch tollen Job wir Lehrer sonst machen“. Liebe Lehrer, ich finde es nicht schwierig, meine Kinder zu unterrichten. Aber das als 2.Job neben einem Vollzeitjob (8,5 Stunden am Tag + Fahrtzeit, wenn kein Home-Office) zu machen ist unmöglich. Es bleibt einfach nicht genug Zeit. Auch benachteiligt dieses Home-Schooling nicht nur Vollzeit-Arbeitnehmer, sondern auch Alleinerziehende, Eltern mit behinderten Kindern oder pflegebedürftigen Eltern ihrerseits, bildungsferne Eltern und solche mit mangelnden Deutschkenntnissen. Und überlegt mal, wenn Home-Schooling funktionieren würde, könnte der Staat viel Geld sparen. Wie wäre es, wenn wir die Schule jetzt einfach aussetzen, ihr, liebe Lehrer, Corona-Ferien macht und dafür die Sommerferien streicht?

      1. Stimmt, dann geben die Eltern am besten auch gleich die Noten und korrigieren alles… Und bereiten die nächsten Wochen am besten mit vor! Ein Austausch mit LehrerInnen wäre hilfreich um die Mär von Ferien = arbeitsfrei zu klären…

    2. Ihr werdet doch wohl in der Lage sein, ein paar lächerliche Arbeitsblätter mit euern Kindern zu bearbeiten??! „Es ist nicht mein sch*** Job“?! Natürlich, es sind ja auch EURE Kinder!!! Armselig!!

  20. Nun ist es Samstag Nacht und ich habe mir den Artikel und einige Kommentare durchgelesen.
    Ich war genau vier Monate Referendar, dann habe ich beschlossen, dass das gymnasiale Lehramt nicht das Richtige für mich ist.
    Und genau an den Diskussionen hier und am Artikel oben kann man erkennen, was die Defizite sind und es bestätigt mich mal wieder in meiner Entscheidung.

    Ein paar Gedanken dazu. Wäre unser Bildungssystem und die Lehrerausbildung zeitgemäß, dann wäre die jetzige Situation ziemlich problemlos. Weil dann würden Schülerinnen und Schüler (im weiteren Verlauf SuS) GERNE lernen, ob in der Schule und oder nicht. Und die Schule als Ort wäre nur nebensächlich.
    Wenn die Mehrzahl der Kinder nicht gerne lernt und das im positiven Sinne, dann ist etwas falsch. Lernen muss Spaß machen und SuS müssen gerne lernen, dann lernen sie nachhaltig. Jeder Bildungspsychologe wird mir das bestätigen. (siehe Hüther, Richard David Precht)
    Des weiteren würde man so eine Zeit dann einfach nutzen, um Dingen nachzugehen, die einen interessieren, dafür gäbe es Apps, Lernportale, Moodle, und und und…
    Und wer jetzt behauptet, das wäre Utopie. Nein, ist es nicht. Ein Blick in andere Länder genügt, um herauszufinden, was ein modernes Bildungsystem ist.
    So wie einer modernen, zeitgemäßen Firma.
    Fast alle Kommentatoren haben hier Recht. DIe überforderten Eltern, die überforderten Lehrer. Sie haben Recht, weil die Situation ungewohnt, sehr fordernd für fast alle eine neue Erfahrung darstellt.

    Vielleicht nimmt man aber eine solche Situation einmal zum Anlass, vieles zu überdenken, und dies grundsätzlich. Nicht immer nur wie an einem alten Kleidungsstück die Löcher zu stopfen und die Nähte neu zu setzen sondern das Kleidungsstück durch ein Neues zu ersetzen.

    In diesem Sinne:

    Schönen Sonntag allen Leidtragenden

    1. Ich finde das auch sehr schlecht zu schaffen. Und dabei bin ich in der privilegierten Lage, Elternzeit zu haben. Trotzdem, 2 Kinder in unterschiedlichen Altersstufen zu unterrichten und dabei ein zahnenendes, jammerndes Baby zu beruhigen, ist so lustig nicht. Meine Tochter ist in der 1. Klasse, da muss ich extrem viel daneben sitzen und schauen, dass die Buchstaben richtig geführt werden und Rechenwege verstanden und angewendet werden. Mein Sohn ist in der weiterführenden Schule. Die Arbeitsaufträge sind sehr unterschiedlich, aber alles in allem wird schon der Stoff geschickt, der auch sonst in dieser Zeit drangekommen wäre. In der vorgegebenen Zeit schafft er es nie. Manche behaupten ja jetzt, sie wüssten gar nichts mit sich anzufangen. Mein Tag hat dagegen nicht genügend Stunden. Wie es noch zusätzlich mit Home Office ist, mag ich mir gar nicht vorstellen. Viele Eltern haben mir gesagt, sie machen einfach nur die Hälfte mit ihren Kindern. Das traue ich mich aber nicht und bei meinem Sohn ist es auch nicht gut möglich, er muss vieles hochladen. So sitze ich meist bis 16 Uhr an Schule, koche 2 Mahlzeiten, versorge das Baby. Die Wohnung sieht ziemlich übel aus, Wäsche schaffe ich nur das Nötigste, mein Mann räumt abends die Küche auf. Mehr geht nicht. Absolutes Notprogramm.

    2. Liebe(r) Welli,

      du sprichst mir aus der Seele. Was in anderern Ländern, insbesondere einigen skandinavischen, bereits normal ist, wird bei uns noch als Zukunftsmusik angesehen und gerne problematisiert. Warum daher Bildungspolitiker immer wieder gerne Reisen in just diese Länder unternehmen, wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben, da sich anschließend doch nichts (gravierendes) ändert. Ich bleibe wie du bei Precht, Hüther und anderen Gleichgesinnten, die Schule nicht als reinen Lernort mit über Jahre festgesetzten Themen sehen. Aber so weit werden wir in D wohl nicht kommen, befürchte ich.

      Vielleicht bietet die Corona-Krise aber auch die Chance, über Grundsätzlichkeiten und Neuerungen nachzudenken und diese auch umzusetzen.

      Ich lasse mich gerne überraschen (und nehme dabei die derzeitige Schulsituation meiner beiden Söhne mit Humor …)

      VG

      Michael

  21. @Katrin: zweite Klasse… ein bisschen Plus und Minus wäre für 95% sicher kein Problem. In der 6-8 Klasse wird das ganze „leider“ anspruchsvoller. Dazu noch Pubertät… und DAMIT sind „wir“ überfordert!
    aber sicher liegt es an der Erziehung… super ferndiagnose.

  22. Es ist unfassbar, wie man sich in einer solchen Krise, in der viele Menschen um ihr Leben kämpfen oder sterben müssen, sich in einem solchen Ausmaß darüber aufregen kann, dass man seinen EIGENEN Kindern beim Lernen helfen soll. Würde die Schule keinen Lernstoff erstellen und zur Verfügung stellen, dann wäre das Gejammer wahrscheinlich groß, dass die armen eigenen Kinder nichts lernen dürfen und man keine Beschäftigung hat.
    Vielleicht sollten Sie sich einmal überlegen warum es mit Ihren Kindern so anstrengend ist. Wahrscheinlich kommen Sie dann aber zum Entschluss, dass die Lehrer Schuld seien. Manche Eltern geben dorthin nämlich gerne auch die Erziehung ab.
    Wirklich unglaublich …!

    1. So einen Kommentar finde ich unmöglich. Das sind nicht „ein paar lächerliche Arbeitsblätter“, sondern große Stoffmengen. Wenn Sie es so wunderbar können, haben Sie eventuell Lust, das mit meinen Kindern zu erledigen? Ein „paar lächerliche Arbeitsblätter“ sollten da doch kein Problem darstellen.

      1. Es kommt noch dazu, dass die langersehnten Oster-Ferien eigentlich für’n Arsch sind.
        Kein Urlaub den man nach langer Arbeit und kalten Winter herbeigesehnt hat. Wenn es bald wieder los geht darf jeder Versuchen da weiter zu machen wo er vor der Ausgangsperre aufgehört hat. Geld verdienen, Kinder in die Schule schicken und das ohne in den Ferien was erlebt zu haben. Kein Freizeitpark, Zoos, Wildparks oder andere Ausflüge bzw Urlaub und co. Keine Erholung von dem ganzen Stress dem aufeinander hocken. Einfach ab und fertig. Ohne Witz dann kann ich nur allen Raten sich selbst die Ferien zu verlängern denn anscheinend können wir den Kindern die Schule ja locker beibringen

  23. Viele stellen in den Tagen folgendes fest:

    1.) Unterrichten ist schwerer als es die meisten vermutet hätten (und das Material wird ja in vielen Fällen in einer vom Lehrer aufgearbeiteten Version zur Verfügung gestellt). Lehrer scheint also tatsächlich ein echter Beruf zu sein.
    2.) Die kleine Lisa-Marie ist entgegen aller Erwartungen doch nicht hochbegabt.
    3.) Die fehlende Motivation lag wohl doch nicht am Lehrer.
    4.) AUCH LEHRER HABEN HÄUFIG SELBST KINDER… Für uns als Lehrer heißt es von 7 – 20 Uhr für den Nachwuchs da sein mit allem was dazu gehört und wenn die kleinen schlafen wird von 20-24 Uhr der Unterricht für den nächsten Tag so aufbereitet, dass er im Idealfall selbsterklärend abläuft. Dazu werden unter anderem noch schnell Erklärvideos, Podcasts, oder sonstige Hilfen erstellt und hochgeladen etc…

    1. Uns geht es genau so wie ihnen.Kind 1 ist Klasse 8,Kind 2 ist Klasse 3 und Kind 3 ist Klasse 1 und hoer herrscht kaos Pur.Zu mal 8Klässler ne Mathediscalkulie und 3 Klässlerrin Eine schwäche für Räumlisches Denken.Und da soll man den Schuhlstoff mit den Kindern erledigen,funktioniert leider nicht so wie manche es sicher gern hätten.Mathe ist momentan bei uns ihr der Horor.Und ja meine Kinder können selbstständig HA erledigen,sie sind nicht unfähig dazu.Nur momentan brauchen sie bei den Ausmaß an Schulstoff halt Hilfe.

      Liebe Mütter und Väter seit Stark,wir schaffen das.💪

      1. Ich bin Lehrerin in einer Grundschule und zweifache Mutter. Meine Kinder besuchen die 6.und 8. Klasse – und JA – wir sind überfordert. Die Stoffmengen sind unübersichtlich, die Deadlines ebenso und die Lerinhalte nicht nur reine Festigung. Dazu kommen die nicht vorhandenen technischen Fertigkeiten, die meine Söhne hilflos und verzweifelt vor den Aufgabenstellungen zurück lassen.
        Meine Kinder arbeiteten bis dato ausschließlich analog, das ist komplettes Neuland: e-mails schreiben, Links kopieren Dateimengen verschicken…
        Alleine geht gar nix.
        Auf der anderen Seite habe ich als Lehrerin der 4. Klasse Grundschule die Verantwortung, meine Schüler liebevoll, aber auch fordernd und zielgerichtet durch diese Auszeit zu begleiten…ABER WIE? MIT WELCHEN DIGITALEN Mitteln soll ich das angehen? Ein Tool, das für junge Lernende selbständig zu bedienen ist, ist schwer zu finden. Aufgaben, die komplett eigenständig, ohne vorherige Klärung, zu lösen sind, sind ebenfalls nicht leicht umzusetzen. Dazu kommen die Probleme mit den nur teilweise vorhandenen Arbeitsgeräten, an welchen mehrere Familienmitglieder zugleich tätig sein sollten…
        Es ist absolut unfair sich gleich wieder über die Unfähigkeit der Lehrer zu beschweren. Gerade Grund- und Unterstufe in Distance Learning zu unterrichten ist eine enorme Herausforderung.
        Auch ich bin als Mutter der Ansicht, dass hier nicht altersadäquat gearbeitet wird. Es ist zu viel. Zu viel Stoff, zu viele zu bedienende Systeme, zu viel Unnützes. Aber als Lehrerin verstehe ich die Diskrepanz zwischen Anspruch, Verantwortung und der Unsicherheit vor dem Versagen in der Gesellschaft: Die Lehrer arbeiten jetzt nicht, heißt es ja bereits in mehreren Kommentaren.
        Wie kann man nur den Anspruch haben, dass Schule/Lehrerschaft von einem Tag auf den anderen ersetzt werden kann?
        Kann es nicht. Und wir Lehrer haben uns das nicht ausgesucht. Wir versuchen es hinzubekommen. Mit Fehlern. Es ist neu. Es ist schwierig. Wir brauchen die Hilfe der Eltern.
        Im Zweifelsfalle nutzt hier nur Kommunikation. OHNE vorwurfsvoll oder grenzüberschreitend zu sein.
        Alles Gute, Geduld und vor allem Gesundheit.

  24. Meine Tochter ist in der 2ten Klasse und sie macht ihre Aufgaben die sie machen soll völlig selbständig. Wie kann man nur so abgehen. Hättet ihr Eure Kinder zu mehr Selbständigkeit erzogen hättet ihr das Problem nicht so sehr, aber die meisten Kinder sind leider von ihren Eltern zu quengelnden Prinzen und Prinzessinnen erzogen worden die ihnen jetzt das Leben schwer machen. Nach der ersten Woche hier ist alles bestens. Meine Tochter mit 7 versteht worum es geht, ich habe es ihr erklärt, sie bringt sich ein und schafft es doch tatsächlich sich allein zu beschäftigen, sie hat nämlich keine Geschwister und trotzdem geht es. Sie ist eben nicht die verwöhnte und verzogene Göre als die Einzelkinder oft angesehen werden. Kommt mal klar damit, dass es eine Ausnahmesituation ist momentan und jeder eben irgendwo ein Stück weit zurückstecken muss bis wieder eine gewisse Normalität eintritt.

    1. Hallo .. warten Sie bitte mal ab bis ihre Tochter die 6. Klasse erreicht. Da gibt es mal ebend 2 Vorträge(einer in Musik und einer in GeWi, selbstverständlich mit je einem Plakat in min. A2 Größe), eine Buchpräsentation mit 17-seitigem Fragebogen, 11 doppelseiten Mathearbeitsblättern, einer Tagebuchführung, diversen Aufgaben im Deutschbuch und im Deutsch-Arbeitsheft, einer Personenbeschreibung, einem Haufen NaWi-Aufgaben, ähnlich vielen Aufgaben in Englisch und 2 zu lernende Lieder in Musik auf. So .. und das soll mein 11-jähriger Sohn nun alles selbständig erledigen!?! .. im Leben nicht! Da kommt „Mama, kannst Du mir helfen? “ oder wahlweise „Papa, kannst Du mir helfen?“ .. und er macht schon viel alleine, kann aber nicht alles. Im übrigen sind mein Mann und ich nicht im Homeoffice. Er im Lebensmittelhandel, ich in einer Arztpraxis. Vollzeit, beide! .. also bitte steigen Sie von ihrem hohen Ross herab! Mit freundlichen Grüßen.

      1. @Katrin:
        Meine Tochter ist auch in der 2. Klasse und ich habe jetzt die Aufgabe ihr die Multiplikation beizubringen, weil es in der Schule noch nicht gemacht wurde.. Hallo?? Ich?? Wie soll ich das denn bitte bewerkstelligen?
        Daneben sitzt mein Sohn (6. Klasse)“Mama kannst du mir das ausdrucken? Und ich brauch noch dies und kannst eben noch Englisch nachgucken?“ Währenddessen kommt die Mail aus dem Büro, mit Infos, was wann wir fertig sein soll..
        Ich glaube schon, dass man sich da mal aufregen darf.. Und das hat nichts mit Selbständigkeit zu tun.. Oder bringt sich deine Tochter alleine die Multiplikation bei?

        1. Machen Sie es erstmal anschaulich, mit Dingen, die Ihr Kind kennt. Zum Beispiel: Bring mir bitte 3 mal 4 Legosteine. Dann auch 3 mal holen lassen. Am Ende zusammenzählen lassen. Wenn Sie das längere Zeit bewerkstelligt haben, gibt es im Buch, in das die schreiben dürfen, Abbildungen zum einkreisen und abzählen.

      2. @Katrin

        Das ist schön, dass es bei Ihnen so problemlos klappt. Bei uns klappt es mit unseren Kindern jedenfalls nicht, wie erhofft. Es ist aber nicht schön anderen hier falsche eine Erziehung ihrer Kinder zu unterstellen. Vielleicht liegt es ja eher am jeweiligen Kind selbst, weil jeder Mensch ist eben ein Individuum. Vielleicht liegt es ja auch genau daran, dass Ihr Kind ein Einzelkind ist. Aber das sind eben alles nur Vermutungen meinerseits, die vielleicht nichteinmal haltbar sind. Jedenfalls kommen wir mit Vorwürfen und Beleidigungen anderen gegenüber garantiert nicht weiter. Ich könnte genauso gut auch schreiben, dass Ihr Beitrag an Naivität kaum zu überbieten ist, aber ich mache es nicht. 😉

      3. Katrin: Ich habe drei Kinder, eines ist wie Ihre Tochter, gut organisiert, motiviert, selbständig. Die zwei anderen hingegen brauchen meine Unterstützung. Heißt das jetzt, dass ich mein mittleres Kind gut erzogen habe und die anderen beiden nicht? Oder spielt nicht auch doch noch der Charakter eine Rolle?
        Und wenn ich Ihrer Argumentation folge: Warum gibt es überhaupt Lehrer, wenn Kinder doch alles alleine machen können? Sich organisieren, abarbeiten und auch neuen Lehrstoff selbst erarbeiten können?
        Kann es eventuell möglich sein, dass du sowohl mit dem Charakter deiner Tochter als auch mit dem Klassenlehrer Glück hattest?
        Der Klassenlehrer meines Viertklässlers jedenfalls hat für heute folgende Arbeitsaufträge:
        Mathe: schriftliche Multiplikation mit mehrstelligen Faktoren beibringen, dazu vier Aufgabenblöcke im Mathebuch, eine komplette Seite im Arbeitsheft, eine komplette Seite im Rechentrainer, vier Arbeitsblätter.
        Deutsch: Test über ss/ß schreiben. Eine Geschichte im Lesebuch lesen, dazu ein Aufgabenzettel. Neues Thema Dativ und Akkusativ beibringen, dazu eine Seite im Arbeitsheft plus zwei Arbeitsblätter, Bericht weiterschreiben.
        Sachkunde: Zwei Seiten im Arbeitsheft bearbeiten, ein Plakat über das derzeitige Thema anfertigen.
        Das könnte deine Tochter echt komplett allein? Hut ab! Dann werden Lehrer in Zukunft überflüssig sein.
        Ach ja: nebenbei muss ich auch noch im Homeoffice arbeiten und noch für meine andere „verwöhnte Prinzessin“ da sein, die einen ähnlichen Arbeitsumfang auch nicht allein bearbeiten kann.
        Sch…., die Frühstückspause hätte ich auch sinnvoller verbringen können.

      1. Hallo Katrin, Ihre Gedanken kann ich nachvollziehen. Nachdem klar war, dass die Schulen schließen und ich im Homeoffice arbeite, haben wir einen individuell strukturierten 3Wochen Plan inklusive Schulbeginn um 09:00 h und gemeinsame Pausen festgelegt. Für die Tochter in der 4. Klasse ganz konkret sind die Aufgaben auf 3 Wochen aufgeteilt. Die Große (6. Klasse) bekommt ihre Aufgabe wöchentlich über unser Elternportal. Da ärgert mich maximal, dass die Aufgaben nicht am Wochenende kommen, sondern pünktlich zu meinem Arbeitsbeginn. Beide Kinder arbeiten ihre Aufgaben eigenverantwortlich ab. Das ist ihr Job. Wenn sie etwas nicht verstehen fragen sie mich oder tauschen sich telefonisch mit Mitschülern aus. Wenn mal eine Sicherung durchbrennt hilft Bewegung an der frischen Luft. Ich bin froh, dass wir unseren Kindern ab der 1. Klasse vermitteln konnten, dass Schule ihr Job ist und wir Ihnen im Bedarfsfall unterstützend und begleitend zur Seite stehen. Sicher habe ich auch Glück, dass beide lernwillig sind. Auf jeden Fall macht es gar keinen Sinn hier die Schuld- oder Zuständigkeitsfrage zu stellen. Auf diese Situation war einfach niemand vorbereitet und wir Eltern sind nun mal für unsere Kinder “zuständig”. Daran lässt sich nicht rütteln.

    2. wie kann man nur so arrogant sein?! Hat dein Kind eine eigene Persönlichkeit oder nur die die du ihr genehmigst?!
      Wahnsinn sowas 2020 in solch schwierigen Zeiten zu lesen.

    3. Danke! Genauso sehe ich das auch! Wer seine Kinder von Anfang selbstständig sein lässt, hat da nicht so das extreme Problem. Und mal eine Nachfrage zwischendurch- das kennt doch jedes Elternteil von den Hausaufgaben! Es ist ja nun nicht so, dass wir 6 Stunden Unterricht mit den Kindern zu Hause machen, sondern eher erweiterte Hausaufgaben. Und nein, ich bin keine Lehrerin. Ich bin Mutter von 3 Kindern (zwei davon in der Schule), die ihre Aufgaben (und Erfahrungen) schon immer selber machen durften.

    4. @Katrin. Ihr Kommentar ist unterste Schublade. Meine Tochter 2. Klasse kein Einzelkind, keine Prinzessin sondern einfach ein Kind, welches sich schon von Anfang an mit Schule schwer tut kann nicht alles alleine bearbeiten weil bereits in der 1. Klasse das zweite Halbjahr so gut wie nix gelehrt werden konnte, da keine Lehrer zur Verfügung standen. Und von den Eltern während der Osterferien nachgeholt werden sollte. Ich selbst halte mich auch nicht für dumm, aber ich merke ich komme an meine Grenzen. Ich versuche ihr alles vorab zu erklären und sie schaut mich völlig hilflos an. Es macht mich traurig und wütend auf mich selbst und auf das Bildungssystem in unserem Bundesland. Vielleicht sollten wir unserer Lehrer nicht als Saisonkräfte behandeln. Verstehen kann ich schon das viele in andere Bundesländer wechseln. Ich mache mir Sorgen, denn gerade die Grundschule ist doch wichtig, alles baut darauf auf und jeder möchte doch das Beste für sein Kind. Vielleicht sollte man auch die Schuleignung überarbeiten. Nicht jedes Kind eignet sich für den Einstieg in die Schule mit ( gerade gewordenen) 6 Jahren. Ich denke das die meistens hier so sauer auf die Situation sind, weil es ihnen so geht wie mir. Ich bin in erster Linie Mutter und das bin ich gern und ich möchte wissen wie es weitergeht, ob und wie das alles in einem vernünftigen Rahmen von Lehrkräften aufgearbeitet werden kann. Oder geht man dann einfach weiter? Das wäre für meine kleine der Untergang. Sicher man kann ja zurückstufen. Können sie sich den Blick vorstellen als ich das meiner Tochter sagte. Sie denkt sie sei dumm, sie weint und ich versuche sie aufzubauen und sie nicht so denken muss. P.s.meine große ist 10. Klasse. Sie war im Grunde bis zu Ihrer Einschulung ein Einzelkind! Sie wird Ihren erweiterten Realschulabschluss machen und brauch dafür nicht mal lernen. Sie sehen Kinder sind so verschieden!!! Viel Freude noch mit Ihren „Nicht-Göhre und Anti-Prinzessin“

  25. Meinem Mann und mir geht es im Grunde genauso wie der Verfasserin dieses Beitrags. Wir waren schon VOR Corona, zum Schuljahresbeginn, mit je einem frischgebackenen Erst- und Fünftklässler – ohne Großeltern oder sonstige Verwandte zur Unterstützung – völlig überfordert. Mein Mann und ich müssen uns beide um das Familieneinkommen kümmern – er im Garten-Landschaftsbau und ich in der IT-Branche.
    Selbst, wenn die Kinder in Ganztagsschulen untergebracht sind, heißt es noch lange nicht dass sie dem Stoff auch folgen können und all ihre Aufgaben gewissenhaft und selbstständig erledigen. Wenn man möchte, dass die Kinder in der Schule gut mitkommen, muss man sich als Eltern/Elternteil in den meisten Fällen dahinter klemmen. Manche können das selbst machen, Manche organisieren Nachhilfe und Manche haben weder die eine noch die andere Möglichkeit, also sind diese Kinder dann auf sich selbst gestellt.
    Die jetzige Situation finde ich daher nicht viel anders als schon vorher, mit dem Unterschied, dass man jetzt von anderen Eltern auf viel mehr Verständnis stößt, da diese plötzlich auch in der Situation sind sich um mehr kümmern zu müssen als vorher.
    Zu Beginn des Schuljahres habe ich mir den Mund fusselig geredet und versucht bei den anderen Eltern wenigsten den Ein- oder Anderen zu erreichen, um sich zu organisieren. Es war meine utopische Vorstellung, dass wir Eltern uns gegenseitig unterstützen/austauschen und ganz nebenbei noch den Kindern dabei helfen sich zu vernetzen um sich gegenseitig bei der täglichen Schularbeit etwas zu helfen. Jeder Schüler kann irgendetwas gut was ein anderer Schüler nicht so gut kann. Es hat ja auch etwas mit Sozialkompetenz zu tun, wenn man das versucht auf den Weg zu bringen.
    Die Rückmeldung aus der Elternschaft war trotz all meiner Bemühungen quasi gleich Null. Ich hab irgendwann aufgegeben und mich damit abgefunden, dass wir wohl weiterhin als Einzelkämpfer weiter machen müssen. Natürlich war ich sehr enttäuscht.
    Ich finde, man darf nicht vom Staat und der Schule erwarten, dass sie einem alles abnehmen. Klar, unser Bildungssystem hat eine Menge Lücken. Es gibt viele Punkte über die man sich Aufregen kann. Es gibt aber auch ausreichend Freiraum um Dinge anders zu gestalten. Die Chancen, dass sich gleich im großen Stiel alles ändert, wenn nur die Politik es einmal angehen würde, halte ich für gering. Ich bin der Meinung wenn man möchte, dass sich etwas ändert muss man bei sich selbst und im kleinen Kreis beginnen – und zwar mit den Dingen die man auch ändern kann.

    In diesem Sinne – Parents unite! 🙂

    1. Sorry, aber es sind EURE Kinder! Da werdet ihr es doch schaffen, sie mal ne Weile bei ihren Aufgaben zu unterstützen!
      Es sollte in eurem Interesse sein, dass sie trotz dieser Krise was lernen.
      Unglaublich!

      Eine erschütterte Lehrerin

      1. Es ist echt schlimm.mein Sohn 5.Klasse soll in den 2 Wochen in 9 Fächern neue themen ausarbeiten und vorträge dazu halten. Alles wird benotet. Würde nichts sagen wenn es Wiederholungen wären aber alles neu. Schule hat für jedes Fach ausgebildete Lehrer und ich soll jetzt alles allein machen? Mathe deutsch Englisch kein Problem aber was interessiert mich Bio Geschichte Kunst Ethik Hauswirtschaft und Musik. Geschichte 25 Seiten aus Buch lernen und 20 Seiten aus arbeitsheft ausfüllen und Vortrag vorbereiten. In Musik 2 Lieder lernen(Alles nur geklaut und kleiner grüner kaktus) alles über Schlagzeug lernen und noch weitere Instrumente. In Kunst alles über Karl Marx lernen und ein Bild malen mit lieblingstier so wie es Karl gemacht hätte. Und noch viele viele Aufgaben mehr. Und das in 2 Wochen. Am besten bevor das mit corona war sind die Fächer immer ausgefallen und wir sollen jetzt deren stoff machen damit die das abhacken können. Weiß gar nicht ob das zulässig ist sowas. Und dann noch alles was er machen muss/soll wird benotet. Sauberkeit,Inhalt Ausführung und Vortrag
        FRECHHEIT

      2. Was für ein überheblicher Kommentar!
        Ich möchte nicht wissen, wie Sie ihre Elternarbeit gestalten, noch möchte ich, dass sie mein Kind unterrichten.

        Meine eigene Mutter ist super! Nur bei den Schulaufgaben unterstützen konnte sie meine Schwester und mich kaum bis gar nicht. Einfach, weil sie das fachlich nicht konnte. Daran hätte Corona auch nichts geändert.

      3. Das Einhalten der Regeln für unsere Gesundheit sollte gerade von höherem Interesse sein – noch vor der Bildung!

        Eine erschütterte Krankenschwester

      4. Wir arbeiten !!!! für das Wohl unserer Mitbürger – ich zum Beispiel arbeite bei einem Müllentsorgungsunternehmen und das an fünf Tagen die Woche von 8 bis 18 Uhr. Wie soll ich in dieser Zeit mein Kind unterstützen?
        Klugscheißen kann jeder …..

  26. Natürlich kann ich die Mutter verstehen. Es stimmt ja auch, dass viele Menschen, die vorher schon am Limit waren, nun richtig Probleme haben. Hilfe ist zu wenig da (wie sollen Familien/ Alleinerziehende das alles händeln, wenn wir alle noch länger zu Hause bleiben müssen???). Das weiss niemand…

    Ich finde es daher richtig, seine Wut zu äußern (auch wenn ich das Meckern über uns Lehrer nicht gut finde). Dennoch musste ich beim Lesen der Kommentare an den Artikel mit den Krabben denken, der hier vor einigen Wochen erschienen ist. Anstatt sich gegenseitig zu unterstützen, wird gemeckert… Und es gibt immer jemanden, dem es schlechter geht. Das hilft aber niemandem. Wichtig wären Tipps und auch jemand, der (virtuell) die Schulter zum Ausweinen hinhält.

    Uns Lehrkräfte hat die Anweisung übrigens auch kalt erwischt – daher geht sicherlich einiges drunter und drüber. Wie viele auch gesagt haben, haben wir andere Aufgaben bekommen, versuchen Unterricht online bereitzustellen (was nicht alle erreicht, weil einige Familien keinen PC/ kein Internet haben), und betreuen nebenbei unsere eigenen Kinder. Es ist nicht toll, aber im Anbetracht der aktuellen Situation eben notwendig.

    Was ich jedoch unverständlich finde ist, dass neue Themen behandelt werden und jedes Bundesland andere Vorgaben hat. Ich bezweifle z.B., dass alle Schüler meiner Klassen die in den letzten Tagen vorbereiteten Aufgaben überhaupt erledigen (weil sie es in Niedersachen nicht müssen!). Es ist auf der anderen Seite aber wichtig, dass – wie auch schon gesagt – ein wenig Normalität stattfindet und die Schüler daher einige Aufgaben für die Schule erledigen und die Eltern sie, so gut es geht, dabei unterstützen. Anstatt sich also immer wieder zu beschweren, sollte man hier das Gespräch mit den Lehrern suchen.

    Was mich auch wundert – viele schreiben nichts von den Vätern. Wo sind die denn? Können sie nicht auch ein Teil der Aufgaben mit den Kindern erledigen? Mir ist klar, dass das bei den Alleinerziehenden nicht geht (Hut ab an dieser Stelle!), aber hier schreiben doch nicht nur alleinerziehende Mütter. Wir arbeiten z. B. zeitversetzt, so dass wir uns auch mit den Aufgaben für die Schule abwechseln können. Unsere Kinder kennen das schon, daher ist das unproblematisch für sie. Vielleicht ist das für einige eine mögliche Alternative? Ausserdem arbeiten wir nicht an fünf, sondern an sieben Tagen pro Woche, dafür aber weniger Stunden pro Tag. Ich finde, andere Mütter/ Väter könnten auch berichten, wie sie es machen, anstatt sich gegenseitig anzumeckern.

    Wie geht es der Mutter denn inzwischen? Über ein kurzes Update würde ich mich freuen.

  27. Wird Dir nicht gefallen aber ist trotzdem so:

    DOCH!!! ES IST DEIN GOTTVERDAMMTER JOB!!! DU HAST SIE IN DIE WELT
    GESETZT – JETZT BIST DU LOGISCHERWEISE AUCH FÜR SIE
    VERANTWORTLICH!!!

    KEINE Kita, KEIN Kindergarten, KEINE Schule hat Dich je gezwungen Kinder zu haben. Das war Deine Idee und jetzt hast Du eben auch die diversen Erziehungspflichten, die damit einhergehen.
    Drum sei doch froh, daß Du das NUR bei Deiner verzogenen Brut machen mußt und nicht wie die bedauernswerten Erzieher oder das „unsäglich faule Lehrerpack“ mit 20-30 Kindern PRO KLASSE!!!
    Ich selbst bin Altenpfleger aber ich hab etliche Lehrer in meinem Bekanntenkreis und auch meine Oma war Lehrerin.
    Was man so aus den verschiedensten Schularten (Grund-, Mittel-, Realschule und Gymnasium), lässt einem schon seit Jahren das kalte Kotzen kommen.
    Mobbing, Schlägereien, Drogen, Respektlosigkeit, Fremdenhaß – nur um ein paar Schlagworte zu nennen.
    Und das bringen NICHT die Lehrer Euren kleinen, einzigartigen Schneeflocken bei. Die Scheiße bringt die Brut von zu Hause mit.
    Aber was soll man auch anderes erwarten?
    Eltern die sich wirklich um ihre Kinder kümmern und ihnen neben Werten, Umgangsformen und womöglich sogar gesunden Menschenverstand vermitteln, sind leider rar. Dafür gibts en masse „Helikopter-„, „Kläger-“ und „BFF-“ Eltern, die allesamt im Bereich Erziehung von A-Z versagen!
    Und ganz ehrlich: Wer beim Grundschul- und Unterstufenstoff schon verzweifelt, muß sich halt auch ganz offen eingestehen, doch nur ein kleines Teelicht in der großen Glühbirnenfabrik des Lebens zu sein.

    1. Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Kommentare geprüft werden. Der Kommentar von Delanure sollte gelöscht werde. Die Ausdrucksweise ist ja wohl voll unter der Gürtellinie!

  28. Seid doch einfach froh, dass ihr gesund seid und solche Probleme habt. Seid froh, dass ihr nicht bei jemandem um Leben und Tod bangen müsst, sondern bei den Hausaufgaben helfen könnt und noch eine Arbeit habt. Aber es ist so viel leichter über alles und jeden zu schimpfen. Wo sind die Vorschläge wie man es besser machen kann? Wir waren alle noch nie in so einer Situation. Wie soll es da gleich perfekt laufen? Im Moment geht es auch nicht um solche Mimimi Probleme, sondern darum Menschen vor dem Tod durch diesen Virus zu bewahren. Und wie scheitern kläglich dank dem enormen Egoismus in dieser heutigen Gesellschaft, in der erst man selbst kommt und dann irgendwann mal andere.

    1. Der Vorschlag war da und auch ein guter. Online. In Portalen wie es andere Länder auch machen. Per Webcam im virtuellen Klassenraum. Es gibt so viele Möglichkeiten.
      Einfach die Eltern in diesem Maße einzubeziehen ist jedoch keine Lösung und Menschen die das als Mimimi Problem darstellen, sind entweder keine Eltern, haben keinen Job oder die Kinder sind halt noch in einem Alter das die Fragen leicht zu beantworten sind.
      Natürlich gibt es schlimmere Probleme, das bedeutet aber nicht das man diese nicht schon schlimm genug finden kann.
      Glauben Sie mir, für viel zu viele Menschen auf dieser Welt sind Ihre Probleme mimimiprobleme, also erdreisten Sie sich nicht über andere Menschen zu urteilen.
      Ich hoffe ich habe mich klar genug für Sie ausgedrückt, liebe Jasmine

      1. Der Vorschlag hinkt, weil nicht alle Familien einen Internetzugang bzw. einen Computer haben. Abgesehen davon wird es schwierig, wenn es mehrere Kinder betrifft (und sich die Familie einen Computer teilt).

        1. Bei uns wird gerade nur Wiederholung und Vertiefung gemacht. Meine beiden (1. und 5. Klasse) kriegen das super hin, sie fragen nicht mehr als bei den normalen Hausaufgaben am Wochenende auch (in der Woche sind sie normalerweise in der Hortbetreuung, denn auch ich arbeite). Ich habe auch noch eine kleine Dreijährige, Haushalt und Beruf (aktuell teilweise Homeoffice, teilweise Anwesenheit). Ja, es ist anstrengend und zum Glück habe ich einen tollen Partner an meiner Seite. Vielleicht sollten all jene, die gerade Probleme in dieser Situation haben, das Gespräch mit der Schule suchen für eine gemeinsame Lösung. Neues Wissen vermitteln nur über Arbeitsblätter finde ich auch schwierig. Hier rumwüten und auf alle Lehrer zu schimpfen (nein, ich bin keine Lehrerin) hilft auch nicht dauerhaft weiter…

    2. Hausaufgaben sind ja in Ordnung. Darum geht’s meiner Meinung ja auch nicht. Das Problem ist die Erwartungshaltung bezogen auf die Menge der Hausaufgaben und der Tatsache dass auch neuer Stoff vermittelt werden soll. Den aktuellen Wissensstand aufrecht erhalten wäre ausreichend und auch von den meisten Eltern zu stemmen. Aber, so wie es auch bei uns der Fall ist, gibt es keine digitale, funktionierende Plattform. Unsere ältester Sohn muss Aufgaben per Email an die Lehrer versenden. Die Lehrer korrigieren aber die Aufgaben nicht mit dem Hinweis, dass sie das nicht leisten können. Unsere Zwillinge müssen tonnenweise Blätter ausdrucken. Beim Druckerpapier ist es aber inzwischen wie mit dem Klopapier- es ist in den Supermärkten aus!
      Nach einer Woche sSchulbetrieb Zuhause, wäre es seitens der Schulen notwendig eine Zwischenbilanz zu ziehen und das Vorgehen an die Realität anzupassen. Bisher habe ich aber noch keine Anfrage seitens der Schulen erhalten wie daheim so läuft. Auf unsere E-Mails haben wir auch keine Antwort erhalten!

      1. Und was ich vergessen habe: alle Lehrer bräuchten dann auch einen PC mit Kamera zuhause plus einen ruhigen Raum, oder sollen die Kinder im Hintergrund herumhüpfen? Klar, ich kann die Lehrvideos dann auch nachts drehen…
        Mal im Ernst, ich verstehe die Vorschläge, bin aber der Meinung, dass dann wirklich alle (Lehrkräfte, Schüler etc. Zugang zu einem PC und Internet haben sollten).
        Ich verstehe aber auch nicht, warum neue Themen/ Materialien verteilt werden. In unserer Schule sowie in der Schule meines Kindes wurden die Schüler angehalten, alle Materialien (Bücher und Arbeitshefte) mit nach Hause zu nehmen. Bei meinem Kind sollen z.B. bestimmte Themen wiederholt bzw. ausgelassene Übungen bearbeitet werden. Ausserdem sollen wir in Deutsch drei neue Buchstaben lernen, was aber durch die super Vorarbeit der Klassenlehrerin wirklich gut klappt.

      2. Die berühmten Armen Eltern ohne PC. Das könnt ihr im Jahr 2020 niemandem mehr weismachen. Dann bitte beim Nachbarn mit Drucker klopfen. Solidarität, anyone?

        1. Die gibt es tatsächlich (es gibt z.B. viele Flüchtlingsfamilien und arme Familien ohne PC)! Ich verstehe daher diesen unqualifizierten Kommentar nicht.

    3. Genau richtig. Ehrlich gesagt, verstehe ich die meisten Kommentare hier nicht. Ich habe einen Drittklässler, einen Vorschüler und ein 21 Monate altes Kleinkind und es klappt problemlos mit dem Unterrichtsstoff und das obwohl mein Junge auch eine Aufmerksamkeitsstörung hat. Er macht bei allem gut mit, weil er es schon vor Corona gewohnt war, mit mir zu lernen und zu üben. Das sehe ich einfach als meine Pflicht an, ihn zu fördern und ihm bei den Aufgaben zu helfen. Dafür habe ich Kinder bekommen – und nicht damit nur andere dafür verantwortlich sind und sich gefälligst darum kümmern sollen!!! Echt traurig, dass manche Eltern scheinbar die gesamte Verantwortung für die Erziehung und Bildung ihrer EIGENEN Kinder an die Fremdbetreuung abgeben!

      1. Ja so ist es hier auch, und daneben arbeite ich noch 6 Stunden im Homeoffice mit Fixzeiten, wo meine Anwesenheit verlangt wird. Meiner Meinung nach ein unmögliches Unterfangen.

  29. Aus Lehrersicht kann ich nur sagen, dass ich es wichtig finde den Schülern, euren Kids, zu zeigen, dass die Welt sich weiterdreht. Bei uns klappt es bisher großartig, ausser dass der Arbeitsaufwand für uns Lehrer gefühlt exponentiell wächst. Meine Schüler schreiben mir fast pausenlos Mails oder laden Arbeitsergebnisse hoch. Und das sind übrigens nicht 1 oder 2 wie bei euch zu Hause, sondern über 100. Ich glaube nicht, dass die Fragen, die mir gestellt werden, sinnvoll bei Eltern aufgehoben wären – und das wissen meine SuS. Sie wissen, dass sie bei mir Hilfe bekommen. Sie sind interessiert und haben es fast alle instant geschafft eine vorher nicht eingeführte Lernplattform anzunehmen und zu nutzen.

    Ein riesen Vorteil dieses Workloads ist, dass man plötzlich noch viel stärker einen Blick für jeden einzelnen Schüler bekommt. Ich empfinde das als anstrengende aber wertvolle Zeit. Ich denke das sollten Eltern auch tun.

    Wir überbezahlten faulen Müllmänner machen dann mal weiter Zwangsurlaub…

    1. Ich kann das schon verstehen, dass das Arbeitsüberlastung ist – aber jeder ist von dem Virus betroffen. Dieser Virus betrifft uns alle – die einen körperlich, die anderen geistig. Ich habe zwar nur ein schulpflichtiges Kind und ein Kita-Kind – aber ohne groben Plan wären wir aufgeschmissen…. zB könnte man sagen, dass home-office in dem Zeitfenster ist und Schule in dem anderen Zeitfenster. Der Haushalt muss nicht perfekt sein und auch da können schulpflichtige Kinder mithelfen – selbst mein Kita Kind hilft mir.

      Genießt das Wochenende erstmal zum Kraft sammeln und reflektieren, was diese Woche gut lief und was nicht.

      Derartige Energie treibt eure Familie aber nur weiter gegen die Wand…. Leider

      Viel Kraft weiterhin

    2. Woher wollen Sie denn wissen, dass ich nicht arbeiten muss? Stand das irgendwo? Ich bin teilselbstständig, was natürlich den Vorteil hat, dass ich mir die Zeit frei einteilen kann. Dafür bin ich wochentags meist allein mit den Kleinen, da mein Mann außerhalb arbeitet, während sich andere die Kindererziehung teilen können.

  30. Der Beitrag spricht mir aus der Seele. Neben dem schlechten Gefühl, dass die Kinder alleine Zuhause bleiben müssen, da beide Elternteile weiter arbeiten, muss man nun auch noch die Schule „ersetzen“. Klar heftige Zeiten, erfordern besondere Maßnahmen. Aber als Elternteil das daily business am Laufen zu halten, ist schon im normalen Alltag schwer genug. Aber jetzt auch noch drei verschiedene Schuljahrgänge nach der Arbeit, mit teils neuen Themen per YouTube Link zu vermitteln und blätterweise Fächer abzugrasen, teils sogar noch mit Fristen, ist meiner Meinung nach unterirdisch. Die Leidtragenden sind am Ende die Kinder, wenn sie eben nicht den kompletten Stoff geschafft haben oder im schlimmsten Fall, etwas falsch gelernt haben. Ich fühle mich da wirklich mehr wie alleine gelassen.

  31. Mir geht es ebenso. Ich arbeite, mein Mann im HomeOffice, aber auch da arbeitend. Haushalt, dann Erzieherin fürs kleinste Kind und Lehrerin fürs die beiden Großen…. wie soll man das stemmen? Alle Kosten laufen weiter, danach fragt keiner. Sonst ist Homeschooling verboten… Und weil hier jemand sich aufregte, dass es keine Lösung gibt…. Dann lassen wir doch einfach gerade die Schule weg. Coronaferien. Die Wirtschaft geht ja auch gerade den Bach runter.

    1. Ich fide es echt frech, in solchen Ausnahmesituation solche Erwartungen zu haben.Traurig, dass so viele Eltern so schnell überfordert sind. Klar, ist es nicht einfach, aber machbar. Vor allem Ruhe, Liebe und mehr Verständnis. Für Kinder und für sich selbst.
      *Dreifache Mutter mit Homeoffice *drei Jahrgänge mit Homecoming

    2. Ja….und die armen Eltern, die erst drei bis fünf Kinder in die Welt setzen und dann plötzlich meckern, weil ihnen niemand die Kinder für zwei Wochen abnimmt. Kurze Frage: Was war euer Ziel?

  32. Ich habe keine Kinder, daher ist es kein Problem, welches mir nahe geht. Aber ich verstehe nicht ganz wieso ein Artikel veröffentlicht wird der so emotional und subjektiv ist…?

    Das ist eine überforderte Mama der der Kragen geplatzt ist und die sich dabei im Ton vergriffen hat. Das ist an sich nix schlimmes, aber indem es so unreflektiert veröffentlicht wird, stellt ihr sie meiner Meinung nach an den Pranger. Außerdem werden hier gleich mehrere Berufsgruppen direkt oder indirekt beleidigt, warum?

    Ich finde es richtig Schulen zu schließen, ich finde es richtig das auch Lehrer*innen und Schüler*innen weiter versuchen zu arbeiten, eben dazu angehalten werden ihren Job bestmöglich zu erfüllen, wie alle anderen auch. Die Aufgabensammlungen über die sich beschwert wird müssen erstellt werden, Aufgaben kontrolliert und eben auch für Rückfragen muss man erreichbar sein als Lehrer. Sicher ist das auch nicht leicht und der eine Lehrer beherrscht es besser als ein anderer. Aber sollten wir dafür nicht Verständnis haben?
    Vorschläge bieten? Oder eventuell bestimmten Lehrern ein Zeichen geben wenn das Pensum zu hoch ist? Wie wäre es wenn man dem Kind das Handy gibt oder den Rechner damit der zuständige Lehrer kontaktiert oder youtube konsultiert werden kann um Begriffe zu klären?

    Einige Eltern stellen jetzt unter Umständen eventuell fest das die eigenen Kinder nicht sehr selbstständig sind oder erziehungstechnisch doch Luft nach oben ist…? Kann sein. Ich denke man sollte versuchen sachlich mit den Beteiligten zu sprechen, den Kindern, den Lehrern (wenn es Probleme gibt) und im Zweifelsfall wenn das eigene Kind nicht mitgekommen ist, dann muss eben ein Jahr wiederholt werden.

    Ich wünsche allen viel Vernunft, Kraft und Verständnis.

    1. Deine ersten vier Wörter disqualifizieren Dich bereits für den Rest Deines Kommentars.
      Ich bin als arbeitende Mutter von drei Kleinkindern und einem Erstklässler, die gerade die Eingewöhnungsphase im KiGa erfolgreich hinter sich gebracht hatte, so was von angep… von der Überheblichkeit gewisser Personen.
      Ich habe vor lauter Verzweiflung gerade in Google „Corona niemand kümmert sich um arbeitende Eltern“ eingetippt und Gott sei Dank diesen mir aus der Seele sprechenden Wutausbruch lesen dürfen! Das ist im Moment wirklich das einzige, was mir Kraft gibt, während ich aus den Nachrichten die tollen Politiker(Innen!!!)-Tipps erhalte, man könne doch am Wochenende auch mal wieder etwas entspannen oder kochen – unglaublich!!!

      1. Ich verstehe diese Wut so gut! Ich bin Sozialpädagogin und kriege für alles, was ich gerade so durchmachen immerhin Geld. Trotzdem sitze ich jetzt jeden Tag mit meinen acht unselbständigen, lernschwachen und wenig frustrations toleranten Kindern in meiner wohngruppe und versuche jedes von ihnen so gut es geht bei den Schulaufgaben (aus acht verschiedenen Klassen) zu unterstützen, die sie alleine nicht hinbekommen. Ich würde so gerne sagen: dann ist das halt so. Und sie mit falschen oder unvollständigen Aufgaben in die Schule schicken. Aber den Schaden haben ja dann am Ende sie, wenn ihnen wissen fehlt was ihre Mitschüler*innen in der Unterrichtsfreien Zeit erworben haben oder wenn Aufgaben benotet werden, die andere mit Unterstützung ihrer Eltern gemacht haben und sie eben alleine. Deshalb sammeln wir jetzt alle immer mehr Überstunden an und geben unser bestes… Und fühlen mit allen Eltern mit die jetzt zuhause vor der gleichen Situation stehen!

        Klar gibt es nicht so einfach eine Lösung für das Problem, auch Lehrer*innen geben zur Zeit ihr bestes und wir müssen wohl alle einfach ein bisschen durchhalten…

        Aber ihr werdet gehört, es gibt Leute, die mit euch mitfühlen und wie viel alle Eltern gerade leisten, die neben homeoffice und oder Haushalt auch noch homeschooling auf die Reihe bekommen. Danke! Nur durch euch funktioniert das Ganze.

        1. Na, ich bin Mutter von einem Kindergartenkind und einem Schulkind … außerdem Lehrerin in den Jahrgangsstufen 5-13 einer IGS … dann muss ich ja qualifizierter sein als Du … was ist denn das bitte für eine Milchmädchenrechnung?
          Tatsächlich habe ich faule Person gerade 74 Oberstufenklausuren korrigiert, Noten eingetragen, eine zusätzliche Klausur fürs Abitur erstellt, falls es nämlich Probleme beim Nachschreibetermin geben sollte, Material für drei Jahrgänge der SekI erstellt … und meine Kinder betreut.

          Was habt ihr in eurem letzten „Urlaub“ so gemacht?

          Und wenn ich hier schon immer homeschooling lesen muss, dann wüsste ich gern, wieviele von Euch eigentlich eine entfernte Ahnung haben, was das heißt? Wer hat denn das Material erstellt? Einen Plan gemacht? Eventuell sogar individualisiert für verschiedene Niveaus? Der darf weiter über homeschooling reden, alle anderen recherchieren bitte nochmal. Ich darf übrigens ab nächste Woche kein homeoffice mehr machen, weil meine 13er, völlig zurecht, vor ihren Klausuren nochmal Unterricht haben sollen … in die Notbetreuung dürfen meine Kinder dann übrigens nicht, da ich ja nur eine Lehrerin bin.
          Also, ja, die Situation ist für Eltern gerade schwierig, aber eben nicht nur für Eltern.
          In Niedersachsen DARF in der SekI im Übrigen gerade nicht weiter bewertet werden, also entspannt Euch. Aber meine Schüler*innen waren froh über was zu tun und ihre Eltern auch.
          Grüße
          Abby

    2. Absolut korrekt! Sonst wird so gern pauschal über alle absolut unfähigen Lehrer und ihren gemütlichen Halbtagsjob geschimpft und nun plötzlich ist es gar nicht so leicht wie gedacht, einfach nur (!) 3 Kinder nur (!) beim Aufgaben bearbeiten zu beaufsichtigen…

  33. Völlig überzogen. Mir macht es Spaß – es lenkt herrlich ab und man lernt sich und die Kinder von einer anderen Seite kennen. Wir als Familie wachsen an der Herausforderung!!!

      1. Sehe ich genauso. Und dabei habe ich 3 Kinder (21 Monate, 6 Jahre, und fast 9). Allerdings haben wir unser Leben mit den Kindern auch nicht überwiegend auf Fremdbetreuung ausgerichtet. Ich war immer der Meinung, wenn ich Kinder bekomme, dann bin auch ich dafür verantwortlich. Das gilt selbstverständlich auch für Bildung und Erziehung!

  34. Mal drüber nachgedacht, ob dieses Arbeiten zu Hause den Kindern eine gewisse Sicherheit geben? Etwas Normalität… Schularbeiten sind eine Konstante.

  35. Wahnsinnig toller Beitrag, der von blinder Wut nur so strotzt. Ich mag es besonders, wenn sich stets und ständig über alles und jeden aufgeregt wird, aber kein vernünftiger Gegenvorschlag gebracht wird. Wie würdet ihr das Dilemma denn lösen?
    Und zu diesem tollen Vergleich mit der Müllabfuhr: wenn die Müllabfuhr aufgrund von Krankheit, etc. nicht mehr funktioniert, muss ich halt auch einfach meinen Müll selbst wegschaffen.

    Also bitte einfach mal ganz entspannt bleiben und die Kirche im Dorf lassen. Natürlich ist das ein Mehraufwand. Aber wir reden immer noch von Schülern. Ihr müsst schriftliches Addieren üben und keine Bachelorarbeit über hohe Mathematik schreiben.

    Zumal ich den Ton, den dieser Beitrag anschlägt, echt schlecht finde. Ich hoffe, das ist alles nicht ernst gemeint

    1. Wessens Job ist es denn sonst in so einer Krise den Kindern zu helfen wenn nicht die Eltern. Wenn es nicht passt, dann bitte das Kindergeld und die steuerlichen Freibetrag für Ihre Kinder nicht geltend machen. Ist ja echt unglaublich!

        1. Wenn ich hinter diesem sehr echauffieren Artikel die Grundhaltung dieser Mutter sehe kann ich summa summarum nur eines sagen:

          Oh Deutschland….. die Sorge um Corona ist unsere geringste

    2. 8ch bin Lehrerin und kinderlos. Bin ich jetzt disqualifiziert? Es gibt auch sehr viel positive Resonanz auf das Homeschooling. Das ist sicherlich auch eine Frage, welchen Stellenwert Lernen in der Familie hat und wie weit es positiv besetzt ist.

  36. Lehrer müssen auch ständig die Kinder erziehen, obwohl das der Job der Eltern wäre, also mach mal halb lang!
    Außerdem wir schon tausend Leute vor mir sagten, dass hier ist eine Ausnahmesituation, da müssen wir nunmal ALLE ran und wir müssen zusammen halten und Kommentare wie Deine machen es leider nicht gerade leichter.
    Vieke Grüße von einer 4-fach Mutter inkl. Homeoffice.

  37. Das ist eine Ausnahmesituation in der Ausnahmesituation.
    Jeder soll einfach sein BESTES geben.
    Wir haben 5 Kinder. Ist Motivation da, dann läuft es gut. Ist Uneinsicht da, läuft nichts.
    So geht es allen.
    WIR SOLLTEN EINFACH UNSER BESTES GEBEN.

    1. Halblang machen, das klingt fast bisschen unverschämt. Was wäre denn wenn die Kinder einfach mal sechs Wochen nichts lernen. Die Erde dreht sich weiter und dann ist es ebenso.
      ich muss auch sagen, wenn ein Lehrer den Bildungsund Erziehungsauftrag laut Gesetz übernimmt bekommt er dafür Geld. Es ist nicht Aufgabe der Eltern zu Hause ihre halbwüchsigen Kinder zum lernen zu zwingen.
      denn die einen sind eben motiviert und die andern Kinder hassen Schule ohne Ende. zudem kann auch nicht jede des Elternteile gleichermaßen helfen. Die Teilhabe ist hier sowieso nicht gesichert und deshalb kann man auch bis Ende des Jahres aufgrund dieser fehlenden Zeit die Leistungen nicht bewerten.

      1. Eltern die sich jetzt beschweren das sie ihren Kindern nicht helfen wollen beim Hausaufgaben machen lernen scheinbar den Kindern auch sonst nichts! Es ist doch nicht zuviel verlangt wenn man jeden Tag ein bisschen was lernt mit seinen Kindern, selbstverständlich ist das eine Mehrbelastung jedoch keines Wegs zuviel verlangt. Peinlich ist es wenn man sich deshalb Aufregt! Man sollte sich im allgemeinen bemühen sich mit seinen Kindern ortentlich auseinander zu setzen und ihnen etwas beizubringen.

        1. Es ist aber eben nicht nur ein bisschen was. Es sind neue Themen. Bei uns kommt in beiden Schulen (1. und 5. Klasse), der ganz normale Stoff. Klar, teils sehr schön erklärt, aber letztlich verstehen es die Kinder doch nicht nur aus schriftlichen Erklärungen. Mein Sohn ist bei den Schrägbildern z. B. komplett verzweifelt. Saß da, hat es 100x versucht, immer wieder wegradiert. Gleichzeitig sollte ich meiner Tochter den Rechenweg „große Aufgabe, kleine Aufgabe“ und einen neuen Buchstaben beibringen, außerdem, wie man richtig Aufgaben in einen Kästchenblock schreibt. Klingt trivial, ist aber neu und dauert darum. Schließlich hat mein Mann das Home Office unterbrochen und wir haben parallel die Kinder unterrichtet. Denn ja, das ist unterrichten. Auch Lehrer arbeiten ja mit Materialien, vermitteln aber müssen sie es den Kindern. Insofern verstehe ich Beiträge wie „sind ja nur ein paar Blätter“ nicht. Wenn es so einfach wäre, könnten Kinder ja auch generell daheim lernen. Ist es aber eben nicht.

          1. Ich schreibe jetzt einfach mal, wie wir es hier zu Hause machen, ohne Beurteilung der Situationen anderer, einfach nur als Idee, wie man die Situation auch handhaben kann. Als Außenstehender kann man sich ohnehin nie ein Urteil über andere Familien erlauben, da die Situationen und Menschen einfach zu verschieden sind und man selbst nicht drin steckt. Auch sind Menschen unterschiedlich belastbar, das darf man nicht vergessen. Was der Eine gelassen hin nimmt, kann den Anderen extrem stressen.
            Das ist unsere Situation:
            Mein Mann und ich arbeiten derzeit beide Vollzeit vom Homeoffice aus, mit mehreren Videokonferenzen täglich, sind also beruflich sehr eingebunden und können auch nicht einfach kürzer treten, weil unsere Chefs das nicht akzeptieren würden und wir beide auf unsere Jobs angewiesen sind. Wie haben 2 Kinder, ein sehr temperamentvolles Grundschulkind (2. Klasse Grundschule) und einen recht rebellischen Teenager (9. Klasse Gymnasium). Beide schaffen es, teilweise selbständig zu arbeiten, teilweise aber auch nicht. Manchmal entstehen Fragen, manchmal fehlt auch die Motivation. Wir sind wirklich keine Eltern, die ihre Kinder nicht von klein auf zur Gewissenhaftigkeit und Selbständigkeit erzogen haben, aber auch unsere Kinder sind nicht perfekt und wir können nicht einfach eine berufliche Telefonkonferenz unterbrechen oder einen Abgabetermin verschieben, um unsere Kinder zu unterrichten. Helfen und Unterstützen im Umfang von Hausaufgaben ja, unterrichten nein. Die Zeit ist einfach nicht da. Neben dem Job muss man ja auch noch alles Übrige bewältigen: Einkaufen (dauert ewig, weil immer nur eine begrenzte Personenanzahl in die Supermärkte gelassen wird und man mindestens vier Geschäfte abklappern muss, bis man alles zusammen hat), Kochen (Essen gab es für die Kinder vor der Corona-Krise in der Schule und für uns in der Kantine), die alten Eltern und Schwiegereltern versorgen, die zur Risikogruppe gehören und daher nicht aus dem Haus können, aber je 1 Stunde Fahrtzeit weit weg wohnen und mein Mann und ich sind Einzelkinder, also allein für unsere Eltern zuständig. Und man kann sich ja schließlich nicht vierteilen.
            Das ist unsere Lösung:
            Wir haben unseren Kindern gesagt, sie dürften sich ein Projekt selbst aussuchen, an dem sie arbeiten möchten, das ihren Interessen entspricht und für das sie bis zu Beginn der Osterferien uns als Eltern ein Ergebnis präsentieren müssen. Wir haben uns dafür entschieden, weil wir persönlich finden, dass in der Schule sehr wenig Freiraum für die individuellen Vorlieben und Interessen der Schüler bleibt und dass sich unsere Kinder besser konzentrieren können und selbstständiger arbeiten, wenn sie etwas machen, was sie wirklich interessiert. Unsere Kleine hat sich zum Thema ausgesucht, wie man Hunden Grundkommandos und Tricks beibringt (sie sagt derzeit, sie möchte später „etwas mit Tieren“ machen) und übt fleißig mit unseren eigenen Hund, in der das auch toll findet und beschäftigt ist 😁. Dazu soll sie ein paar Bilder malen und zu Beginn der Osterferien gibt es eine Vorführung von ihr und unserem Hund und eine Präsentation ihrer Bilder. Finden wir sehr kindgerecht und Kind und Hund haben einen Heidenspaß. Außerdem hat unsere Kleine eine diagnostizierte Lese-/ Rechtschreibschwäche und ist derzeit sehr glücklich, eine Aufgabe zu haben, bei der sie ihre Defizite nicht so sehr spürt. Unserem Großen haben wir vorgeschlagen, er solle doch mal so tun, als ob er ein eigenes Unternehmen gründen würde und sich überlegen, was das sein könnte, und wie man so etwas aufziehen könnte. Er hat sich ein Thema ausgesucht, das er aber geheim hält (wir vermuten, dass es irgendetwas mit Fußball zu tun haben wird) und arbeitet daran mit großer Begeisterung, recherchiert im Internet, skypt dazu mit seinen Freunden und interviewt per Telefon die Großeltern. Sein sonst recht rebellisches Verhalten hat sich hier durch auf ein erträgliches Maß minimiert. Zu Beginn der Osterferien soll er uns sein „neues Unternehmen“ vorstellen. Diese Dinge sind Sachen, die die Kinder sonst in der Schule nicht lernen. Wir finden, diese Zeit eignet sich dafür bestens. Und lässt die Kinder auch einmal über den Tellerrand hinaus blicken. Wir haben das als Eltern entschieden, weil wir finden, dass wir so uns und unseren Kindern in dieser Zeit am besten gerecht werden können. Den Lehrern haben wir unsere Entscheidung lediglich mitgeteilt. Bei uns ist es so, dass die Aufgaben, die die Kinder in der Zeit bis zu den Osterferien mit nach Hause bekommen, ohnehin nicht benotet werden dürfen. Insofern haben unsere Kinder auch keinen Nachteil. Die Lehrer fanden die Idee durchweg gut und gaben uns als Feedback, dass die Aufgaben in erster Linie von ihrer Seite ausgegeben werden, damit die Kinder Stabilität haben und etwas Sinnvolles zu tun bekommen. Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, dass wir nicht anders entschieden hätten, wenn die Aufgaben benotet würden und es sich gegebenenfalls sogar um neue, selbst zu erarbeitende Themen handeln würde. Im Zweifelsfalle würden wir es eher akzeptieren, dass unsere Kinder ein Schuljahr wiederholen, wir aber als Familie unbeschadet aus dieser Zeit hervorgehen. Kein Mensch interessiert sich später dafür, ob unsere Kinder dieses eine Schuljahr wiederholen müssen oder nicht. Außerdem stehen ja alle Familien vor denselben Problemen und keiner wird in dieser Zeit ein perfekter Lehrer für seine Kinder sein, so dass die meisten ohnehin mit schulischen Rückständen aus dieser Zeit hervorgehen werden. Für Schüler, die kurz vor der Prüfung, (z.B. dem Abitur) stehen, ist das alles natürlich viel problematischer.
            Und klar, ich weiß auch, dass wir es relativ einfach haben, da unser Sohn ein eigenes Laptop hat und mein Mann und ich das Glück haben, dass beide Kinder ihr Projekt zum überwiegenden Teil in ihren Zimmern bzw. im Garten verfolgen und wir das im Wohnzimmer daher weitgehend zum Arbeiten für uns haben. Natürlich hat diese Voraussetzungen nicht jede Familie. Es soll ja auch nur eine Idee sein, wie man – je nach Gegebenheiten – diese Zeit auch nutzen kann, ohne zu verzweifeln.

      2. Hey Alexandra,

        welcome to a teacher’s world. Wie wäre es denn mal, wenn ihr euren Kindern erzählt, dass lernen schon irgendwie wichtig ist. Oder ist das wirklich nur die Aufgabe der LeherInnen? Ja? Also es läuft so, dass du ein Kind in die Welt setzt und der Rest ist Aufgabe des Lehers? Und glaubst du, dass Leher jetzt in diesem Moment nichts machen?

    2. Liebe Dana,
      dein Text hat mich sehr irritiert und auch erbost. Der Staat und die Lehrer „erdreisten“ sich nicht… Wir haben eine absolute Notfallsituation, die es so in Deutschland noch nicht gab. Der Vergleich mit der Müllabfuhr hinkt an allen Ecken. In der Regel werden feste Wochenpläne erstellt, Inhalte vor allem wiederholt und gefestigt. Es ist sicher auch Neues dabei, das steht außer Frage. Es gibt viele Möglichkeiten die Lehrer bei Problemen zu kontaktieren:per Mail, im Echtzeitchat oder sogar per Videochat. Es sollten eigentlich Lösungen nach jeder Einheit geschickt werden. Hast du bei Unklarheiten schon mal die Lehrkraft angeschrieben, sie um Lösungen gebeten? Natürlich ist sicher auch weniger geeignetes Material dabei, das möchte ich nicht abstreiten. Dass du die Aufgaben immer noch an der Schule abholen musst wage ich zu bezweifeln – Schulschliessung bedeutet in diesem Fall, dass das Schulgelände nicht mehr betreten werden darf. Auch dass die Materialien benotet werden – Hausaufgaben im Allgemeinen- ist eigentlich nicht zulässig (ohne jetzt die Bestimmungen für jedes Bundesland genau zu kennen). Man weiss ja nicht, wer diese letztlich gemacht hat. In der aktuellen Krise würde mich eine Benotung sehr wundern. An mir bekannten Schulen (ohne jetzt jede zu kennen) wird dies nicht gemacht. Zur Situation deines Kindes: ja, in der 5ten Klasse wird sehr viel aus der Grundschule wiederholt, insbesondere im Deutschen. Der Begriff Monolog und auch die Rechtschreibung sollte deinem Kind zumindest in groben Zügen bekannt sein, Aufgaben sollten auch mal alleine bewältigt werden können. Die Rechtschreibregeln müssten ausführlich im Heft stehen, lass dein Kind doch auch mal selbst nachschlagen und machen – auch das fördert Selbstständigkeit. Es muss ja nicht alles 100 % richtig sein
      Oder bitte es – falls bei euch an der Schule mit Teams (Chatprogramm) gearbeitet wird, selbst die Lehrkraft anzuschreiben. Ansonsten per Mail.
      Wie kommst du darauf, dass niemand die Ängste und den Unmut deines Kindes nachvollziehen kann?Niemand Rücksicht nehmen wird?
      Es geht allen so und wir müssen da irgendwie durch und uns gegenseitig helfen. Unseren Unmut an anderen auslassen ist sicher nicht zielführend.
      Tanja B., eine sich wundernde Lehrerin mit Kind und Kegel, die sich Mühe gibt, die Schüler ein Stück weit durch diese Krise zu begleiten

      1. Es ist nur eben so, dass die wenigsten Kinder damit klarkommen, selbst wenn sie ihre Lösungen selbst überprüfen (was auch schon nicht so leicht ist) zu verstehen, was da nun schief lief, was sie warum falsch gemacht haben. Ergo müssen die Eltern überprüfen. Und neuen Stoff erklären. Zumindest mein 11-Jähriger braucht diese Erklärungen, ich denke, er ist da nicht allein. Meine 1. Klässlerin so und so, da muss ich sehr aufpassen, dass die Buchstaben z. B. richtig geführt werden. Denn was nützt es, wenn sie hinterher 5 neue Buchstaben und etwas Schreibschrift kann, aber alles total falsch schreibt?

  38. Es ist nicht nur die Aufgabe der Schule den Kindern was beizubringen. In der Schule lernen sie zwar lesen,schreiben,rechnen und eine Fremdsprache.Aber wir als Eltern tragen dafür die Verantwortung das die Kinder das lernen. Bei den Hausaufgaben nach der Schule sitzt man auch daneben. Ich finde das sogar gut das man ein bisschen Unterrichtsmaterial für die Kinder für zu Hause bekommt. Ich habe 4 Kinder,1Kind ist in der 1.Klasse,2Kinder sind in der 2.Klasse und 1Kind ist in der 4.Klasse und den Haushalt habe ich auch und trotzdem setzte ich mich jeden Tag für 1-2Stunden hin und mach mit den Schule. Da sie ja sonst auch in der Schule wären. Da verstehe ich diese Eltern nicht die so einen Aufstand machen. Bloß weil die dann zu Faul sind sich mit ihren Kind oder Kinder hinsetzen und für die Schule lernen. Ich verstehe auch nicht wie manche Eltern mit nur 1Kind oder 2-3Kinder überfordert sind. In meinen Augen sind das solche Eltern die nur an sich denken und nicht an die Kinder was für die wichtig ist. Und ihre Kinder lieber abschieben an andere wie zum Beispiel die Schule.Für meine Kinder ist das auch nicht leicht das die erstmal nicht mit anderen Kindern zur Schule oder auf den Spielplatz dürfen. Aber ich bin froh das ich von den Lehrern was bekommen habe für die Schule.

  39. Schlimm für alle Eltern, die ihre eigenen Kinder nicht ertragen können und sie niemals zum selbstständigen Arbeiten erzogen haben. Und arme Lehrer, die bald wieder 30 von dieser Sorte in ihren Klassen betreuen müssen.

      1. Katja, ich habe mal eine Frage an dich, wegen „selbstständigem Arbeiten“. Bist Du tatsächlich der Ansicht, dass sich z. B. meine Erstklässlerin das richtige Schreiben von Buchstaben selbst beibringen könnte? Oder, wie man dem Rechenweg „große Aufgabe, kleine Aufgabe“ anwendet? Oder selbst herausbringt, wie die Frühlingsblumen alle heißen? Oder, dass ein 11-Jähriger sich das Arbeiten mit einem Atlas oder in Mathe Schrägbilder zeichnen oder in Deutsch Grammatik selbst erschließen kann? Das ist doch unrealistisch. Wenn es so wäre, bräuchten die Kinder ja ansonsten auch keine Schule. Und die gibt es aus gutem Grund. Ich denke, Du hast einfach Glück. Du hast nur 1 Kind und offensichtlich muss das jetzt nicht allzuviel Neues lernen. Das ist schön für dich, aber dich deswegen über andere so derart zu überheben, das geht nicht. Warum findest Du das nötig?

      2. Sehe ich auch so! Wir haben auch drei Kinder (fast 9, 6, und 21 Monate) und finde es nicht schlimm, dass ich mich jetzt um die Schularbeiten kümmern muss. Allerdings habe ich schon vor Corona regelmäßig mit meinen Kindern geübt und gelernt. Viele sind das offensichtlich nicht gewohnt. Wenn man Kinder hat, kann man nicht erwarten, dass sich andere größtenteils um sie kümmern.

    1. Das mag funktionieren, wenn man Hausfrau ist. Aber in unserer Region ist es üblich, dass Eltern mit mindestens 30 Wochenstunden, wenn nicht sogar Vollzeit arbeiten. Wie soll man also nebenbei noch 6 bis 8 Stunden täglich Home Office machen?

    2. Am Besten finde ich das meine Kinder, 10. Und 12.klasse Gruppenaufgaben aufbekommen.
      Die aufgegebenen Aufgaben sind nicht zu schaffen. Da wird verlangt das Unterrichtsstoff welcher bisher nicht geschafft wurde jetzt eigenständig erlernt wird. Und jedesmal mit dem Hinweis dass das Wissen bei unterrichtsaufnahme sofort in Tests / klassenarbeiten abgefragt und benotet wird.

      1. Leider nehmen sich hier viele viel zu wichtig und versuchen andere irgend möglich in eine bestimmte Ecke zu schieben. Leute, die Welt dreht sich auch ohne uns weiter, jeder sollte für sich selbst und seine lieben sehen diese Situation gut zu überstehen. Vielleicht denken Sie mal darüber nach aus der Situation etwas schönes heraus zu finden, das geht auch ohne Schule und Stress. Das Schuljahr kann man durchaus auch wiederholen. Also genießt die Nähe zu euren Kindern und bleibt gesund.

      2. Noch ein Kommentar von mir wer sich hier Aufregt.. Weil er es nicht hinbekommt Zeit mit seinen Kindern zu verbringen und ihnen bei der Schule zuhelfen, der sollte doch vielleicht mal das Handy oder andere Medien abschalten und die Zeit sinnvoller nutzen, anstatt nur rum zujammern!!! Denn dafür ist ja scheinbar genug Zeit und Kraft da!

    3. Liebe StadtLandMama,
      ja, es ist einfach mega ätzend. Ich bin auch einfach müüüde. Die Kinder, zweijährige Zwillinge, und der Haushalt bleiben an mir hängen, der Vater macht Überstunden, die Unterstützung der Großeltern fällt weg und dazu versuche ich Unterrichtsmaterialien zu erstellen, die den Schülern selbständiges Arbeiten ermöglichen. Ein einfaches: „Schau ins Buch!“ oder „Bearbeite das Übungsblatt!“, reicht einfach nicht. Ich arbeite nachts. So, wie die meisten meiner Kolleginnen. Tagsüber ist es kaum möglich konzentriert an etwas zu arbeiten oder eingereichte Unterlagen zu überprüfen um ein Feedback zu geben. ABER ich denke, auch wenn es jetzt viel Kraft kostet, es ist eine besondere Situation. Wir schaffen das und es wird wieder besser! Ganz bestimmt.❤️ Ich hoffe auch, dass die Situation dazu führt, dass sich einiges im Bildungssystem ändert. Es wurde sehr lange zu sehr vernachlässigt, den Schülern zu zeigen, wie sie selbständig lernen können.

    4. Bullshit! Ich habe Dank Ogata bis dato nie Hausaufgaben mit meiner Tochter machen müssen! Sie konnte dennoch mit 5 schon lesen und schreiben. Es obliegt nicht uns denn sonst gäbe es keine Schulpflicht. Wenn es so wäre dann würde ich meine Kinder nicht in die Schule schicken und Sie selbst unterrichten. Dann würde ich Job und co an den Nagel hängen und das Leben genießen. Da sich der Staat aber mit Strafen erdreistet sobald Eltern Ihre Kinder vom Sexualkunde Unterricht befreien, weil den Kindern schlecht geworden ist oder nicht gut dabei gefühlt haben und uns die Rechte aberkannt wurden unsere Kinder selbst zu Erziehen darf man sich sehr wohl kritisch gegenüber den Staat äußern. Fair wäre es wenn wir wirklich selbst entscheiden dürften was das Beste für unsere Kinder ist! Aber das erlaubt man uns nicht!

    1. Ich bin mir sicher das es vielen Eltern gerade so geht, ich ärgere auch über so vieles das einfach entschieden wird. Aber am meisten ärgere ich mich über andere Menschen die Leute wie dich einfach an den Pranger stelle, nur weil man sich mal Luft macht. Das heißt doch noch lange nicht das ihr euch nicht an die Regeln haltet. Das Stichwort Vernuftpanik ist schon gefallen. Solidarität geht anders.

      1. Ich denke in diesen Zeiten ist es wichtig an Lösungen zu denken und eine davon wäre den Unterricht per Skype anzubieten. Die Lehrer und Lehrerinnen in machen italienischen Regionen haben sich zusammengetan und halten z. B. von 8:00 bis 12:00 Uhr täglich einen Skypunterricht ab. Die Kinder melden sich an und der/Lehrerin kann die Teilnahme überprüfen. So haben die Schuler/Schülerinnen die Möglichkeit auch Verständnisfragen zu stellen. Diese Variante würde zumindest sicherstellen, dass die Kinder beschäftigt sind, die Lehrer/Lehrerinnen ihre Arbeit machen und die Mütter und Väter wieder entlastet werden. Ist natürlich nur eine mögliche Variante, die man natürlich erst einmal organisieren und umsetzen muss. Ob es ein erfolgreicher Weg ist oder nicht muss noch evaluiert werden, aber zumindest hätten die Schüler/Schülerinnen eine Struktur in ihren Tagesablaufen.

    2. Äh, liebe Frau Kleitzke, stellen Sie sich nur vor, es gibt Eltern mit 3-4 Kindern, die beide arbeiten müssen und dann noch Homeschooling. Also, nicht alle sind faul. Nur haben andere außer dem Muttersein noch andere Aufgaben.

    3. Keine Ahnung ob mein Kommentar übergaupt gelesen wird, sind ja schon recht viele….
      ABER JA, ich stimme dem vollkommen zu und das obwohl ich nur 2 Kinder habe und davon nur eines in die schule geht….
      Ich arbeite im Einzelhandel….da ist wie alle wissen gerade die Hölle los….ich habe eine 6 Tage woche mit überstunden…mein Kind besucht eben genau deshalb den Hort, damit sie dort ihre Hausaufgaben macht und ich mich eigentlich nach fet Arbeit „nur noch“ mit ihr hinsetzen muss ubd ein wenig lerne….das ist im normalfall in etwa eine halbe stunde bis stunde (1. Klasse)…nun soll ich bitte eine Stunde Mathe und eine Stunde Deutsch mit ihr machen…und danach lernen…Das ist sehr angenehm wenn man nicht vor 16 Uhr zuhause ist und auch noch ein 4 jähriger rumspringt….Ich stehe also 4 Uhr auf….arbeite von 7- 14….15 Uhr…bin zuhause…esse mal schnell was und darf dann von 16.30 uhr (wenns gut läuft) bis 19 uhr rum Hausaufgaben machen und lernen….dann schnell den haushalt machen um dann um 21 uhr selbst halb tod ins bett zu fallen….Nebenbei doch aber bitte noch beide Kinder bespaßen, weil man ja eh zu selten zuhause ist….

  40. Liebes Team von Stadtlandmama,
    dass ihr polarisierende Artikel veröffentlicht, um Diskussionen anzuregen, kann ich gut verstehen. Nicht verstehen kann ich allerdings, dass ihr euer normalerweise vorhandenes Niveau durch einen derartigen Artikel selbst untergrabt. Muss man wirklich einen Artikel gespickt mit Schimpfwörtern und Passagen, in denen die Zeit/ Arbeit mit den EIGENEN Kindern mit der Arbeit von Müllmännern vergleicht, abdrucken???
    Ich bin selber Lehrerin, habe drei Kinder (5,7,9), die gerade zu Hause betreut und z. T, beschult werden müssen. Was viele, und v. a. die Verfasserin dieses Artikels scheinbar völlig vergessen:
    Auch als Lehrer machen wir gerade Homeoffice (und die meisten davon nicht ungestört, sondern wie alle anderen auch nebenher, weil die eigenen Kinder noch betreut werden müssen),
    kämpfen mit Clouds, zu langsamen Internetverbindungen, vergessenen Passwörtern, nicht einhaltbaren Abgabefristen bei Projektschulaufgaben,
    stellen den Schülern Material zur Verfügung
    und korrigieren die Aufgaben auch wieder.
    Ganz ehrlich: Ich bin zwar gerade nicht in der Schule, auf meine Arbeitsstunden komme ich allerdings auch in dieser Situation problemlos!
    Ich würde mir einfach wünschen, dass alle, die gerade auf das System, auf Lehrer oder welche Sündenböcke auch immer schimpfen, einfach einmal ein kleines bisschen ihre Blickrichtung verändern und nicht immer nur an ihr vorhandenes eigenes Leid denken.
    Wacht endlich auf: Den meisten von uns geht es NOCH gut, aber nur, wenn wir zusammenhalten und uns an die Regeln halten! Da sollten doch ein paar Wochen mit den eigenen Kindern zu schaffen sein, meint ihr nicht?

    1. Liebe Barbara, du sprichst mir aus der Seele. Habe nun den ganzen Vormittag an diesen Artikel gedacht, der mich echt ziemlich aufgebracht hat! Ich bin Grundschullehrerin und mein Mann ist Gymnasiallehrer und er arbeitet momentan noch mehr als vorher. Er führt Telefonate mit Eltern und Kindern und hört nach wie es läuft,ob es zu viel ist was er aufgibt usw. Er trifft sich mit seinem LK zu festen Chatterminen, dreht Videos um es Schülern zu erklären und und und …
      Wir haben uns das doch auch nicht ausgesucht und versuchen das beste draus zu machen, in dem man zusammen hält und sich aber auch auf die Hilfe anderer (Eltern) verlassen muss. Ich finde es so schade, dass es für viele ein solch großes Problem darstellt mit ihren Kindern zusammen zu sein und es zu regeln, dass man arbeiten kann. Sorry, aber da ist vorher schon einiges falsch gelaufen!

      Und übrigens in der Schule können auch nicht immer alle ihre Fragen sofort beantwortet bekommen, denn da sind mindestens noch 24 Schüler mehr, die vielleicht vorher dran waren. Jetzt wäre vielleicht der Zeitpunkt gekommen um den Kinder etwas Geduld und Selbstständigkeit beizubringen.

      Ich danke allen Kollegen und allen Eltern, die ihr Bestes geben und zusammen arbeiten, zusammen halten und sich helfen!!

  41. Ich war alleinerziehende Mutter mit 3 Kindern und ich bin arbeiten gegangen. ich habe das auch unter einen Hut gebracht, weil ich nie wollte dass meine Kinder, nur bei den Großeltern im Kindergarten oder in der Schule groß werden. vielleicht sollten sich viele Eltern mal die Frage stellen warum bekommt ihr eigentlich Kinder?,wenn euch euer Job so wichtig ist

    1. Ich fand diesen Vergleich mit der Müllabfuhr ziemlich treffend. Ich finde die Arroganz problematisch, mit der auf andere gezeigt wird, gerade aus den Reihen der sozial besser gestellten. Das Phänomen wird als Vernunftpanik bezeichnet. Die Praxis zeigt doch, dass man nicht 8 Stunden Homeoffice machen kann und gleichzeitig seinen Kindern den Unterrichtsstoff zur Verfügung zu stellen bzw. diesen mit dem Kind zu erarbeiten. Wenn die Kinder das selber könnten, bräuchten sie ja sonst auch nicht in die Schule. Ein weiterer Punkt ist die geforderte Ausgangssperre. Das fordern nur die, die selbst im Eigenheim leben, wahrscheinlich mit Hobbyraum und Garten!!! Die Alleinerziehende in einer 2-Zi-Wohnung ohne Balkon soll das gefälligst aushalten. Bei aller Hysterie, dann bitte wirklich mal in den anderen hineinversetzen.

  42. Oje, verstehe die Mütter und Väter die hier zusammen brechen, Kinder sind nicht einfach und in Zeiten wo jegliche Struktur zusammen bricht der vorherige einigermaßen geregelte Ablauf des täglichen Lebens gleich 0 ist darf und sollte sich jeder Mal Luft machen. Jedem ist klar dass Ärzte aber auch jeder andere zur Zeit „übermenschliches“Leisten müssen ob sie wollen oder können steht hier ausser Frage. Und trotz der Emanzipation und doppelte Belastung der Frauen die das sehr gut meistern und alles irgendwie unter einen Hut bekommen, Denke ich daß auch Verzweiflung zu Wort kommen darf, nicht jeder ist perfekt ( auch haben ein hinkender Vergleich mit den Topmodel im Fernsehen) und man sollte sich nicht schämen müssen aucal zu sagen dass man nicht annähernd an die Ideologie heran kommt. Aus Erfahrung ( Gott sei Dank ist diese Zeit vorbei) weiß ich wie es ist wenn man grade bei Kindererziehung ( schließlich möchte man alles richtig machen) verzweifelt und ohne Unterstützung ist. Da fallen einem auch Mal ungerechtfertigte Gedanken ein weil das Leben generell nicht immer Fair ist. Und wenn dann Mal laut Luft gemacht wird ist das zwar ungerecht aber es hilft der Person sich wieder für eine Weile zusammen zu reißen, denn Aufgeben ist ja keine Option man muss als Mutter funktionieren und wenn man keine Nahe stehende Person hat mit der man die Sorgen teilen kann….wie gesagt man gibt das Gefühl des zu Unrecht empfundene ungefiltert weiter. Sry an der Stelle an alle Lehrer, Ämter usw Ich weiß ihr habt es auch nicht leicht und manchmal geht es euch gaaanz genau so

      1. Traurig, dass hier eine Mutter nicht die eigenen Gefühle und Schwierigkeiten kund tun kann ohne heftigst kritisiert zu werden. Ich finde ihre Situation nachvollziehbar und glaube, dass sie es persönlich sehr schwierig empfindet den Anforderungen gerecht zu werden. Andere kommen damit besser klar, haben vielleicht auch Schwierigkeiten aber bekommen das besser gelöst. Das ist total schön zu hören. Kann man da nicht gegenseitig bisschen Verständnis entgegen bringen?

    1. Dann streichen Sie doch erstmal die „Home-Bespaßung“. Wir müssen doch alle Abstriche machen. Das verstehen auch Kinder, wenn Sie das vernünftig erklären.
      Ich weiß von Familien, wo alles in vernünftigen Bahnen abläuft. Das war dort aber auch schon so, bevor jemand von „Corona“ wusste. Jeder in der Familie machte seinen Job. Auch die Kinder. So habe ich das meinem Sohn immer schon erklärt: Dein Job ist Schüler, mach ihn so, dass ich mit Dir zufrieden bin. Er war es letztendlich auch.
      W. Jansen, Ritter des heiligen Zorns

      1. Lieber Ritter Jansen, es kommt auf die jeweiligen Kinder an! In diesem Haushalt lebt eins, das seine Aufgaben selbstständig und vernünftig macht, und eins, das sich strikt weigert und mit dem ich buchstäblich um jedes Arbeitsblatt kämpfe. Leider funktioniert das mit der Ansage nicht bei jedem Kind.

        1. Ich schreibe selten Kommentare, aber zu diesem Beitrag ist es mir ein großes Bedürfnis!
          Zum einen finde ich, sollte man nicht alle Schüler über einen Kamm scheren. Gerade für die älteren, die kurz vor ihrem Abschluss stehen, ist es enorm wichtig, auch jetzt weiter zu lernen. Dafür denken sich die Lehrer momentan trotz z.T. enorm schwieriger technischer Voraussetzungen kreative Lösungen aus. Danke dafür.
          Für die jüngeren im Grundschulalter ist es sicher auch schul- und lehrerabhängig. Bei meinen eigenen Kindern erlebe ich, dass die Aufgaben wirklich an sich selbstständig erledigt werden könnten. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation sind aber viele Unsicherheiten da und sie verlangen häufig nach Hilfe. Manchmal reicht dann aber ein „Ich bin im Zimmer nebenan und arbeite selbst gerade. Probier es doch noch einmal selbst. Du schaffst das.“ Natürlich wird aber ggf auch geholfen.
          Mir ist es hier wichtig, ihnen so viel Normalität wie irgend möglich zu geben und damit die Sicherheit und Geborgenheit, nach der sich die Kinder so sehr sehnen.
          Von unserer Schule kam aber auch die klare Ansage eben in diese Richtung: Das häusliche Erledigen der Aufgaben kann und soll den Schulunterricht nicht ersetzen, sondern eher Wiederholen und auch Beschäftigen sein.

        2. Ehrlich gesagt, verstehe ich viele Kommentare auch nicht. Ich habe 3 Kinder (fast 9, 6 und 21 Monate) und es klappt problemlos mit dem Homeschooling, obwohl ich nebenbei auch noch teilselbstständig bin. Allerdings ist es bei uns wie Sie sagen – ich war es schon vor Corona gewohnt, mit meinen Kindern zu üben und zu lernen und habe das nicht einfach nur der Fremdbetreuung überlassen. Dabei muss man noch sagen, dass ich wochentags alleinerziehend bin. Ehrlich gesagt finde ich wenn man sich für Kinder entscheidet, dann darf man auch nicht erwarten, dass andere größtenteils die Aufgabe der Erziehung und Bildung übernehmen!

      2. Ja , es tut gut mal Dampf abzulassen. Ich , 2 Schulkinder , allein u n d Berufstätig kann das nachvollziehen. Die Lernplattform bricht regelmäßig zusammen, die Ansprüche der Lehrer sind verdammt hoch ( ich komme da kaum mit ) und die Kids sind nicht grade motiviert – wie vorher schon. ..Ich habe jetzt einen Ordner für diese Zeit angelegt um im Blick zu haben was wir so schaffen. Wat mutt dat mutt. Ich weigere mich aber mich zu stressen – schließlich will ich gesund bleiben. Was nicht geschafft wird bleibt erstmal liegen. Wenn ich selbst etwas nicht weiß , verschaffe ich mir das Wissen.Wir erhalten Aufgaben per Mail. Die Lehrerin ist immer zu sprechen, wenn es Probleme gibt.
        Immer noch besser seine verzweifelte Wut hier rauszulassen , als an den Kindern.

  43. Sorry, aber Du, die Autorin, hast die Situation scheinbar auch nicht wirklich begriffen. Ich kapier das nicht. Es ist in etwa so wie Krieg, nur ohne Waffen. Tote wird es geben und zwar nicht zu knapp. Und da wirfst du den Politikern vor, dass du dich zu Hause um Deine Kinder kümmern sollst. Was passiert in einem solchen Hirn. Unbegreiflich. Du sitzt zu Hause in relativer Sicherheit, musst Homeoffice machen und deine Kinder betreuen. Andere Arbeiten für die Gesellschaft an vorderster Front, in Krankenhäusern, Arztpraxen,… und haben auch Kinder zu Hause, die sie aus Sicherheitsgründen nicht mehr knuddeln können. Es geht um Solidarität. Es ist ein gesellschaftliches Problem. Über Aussagen wie Deine und ähnliche zeigt sich der Zustand unserer Gesellschaft. Ich finde es peinlich, armselig und egoistisch.

    1. Lieber David, Solidarität gilt aber wohl nur denen die das allesfluffig packen… Wenn sich jemand Luft macht wird er nieder gemacht… Irgendwem geht es immer schlechter, kommt halt immer auf den Blickwinkel an… Wir wissen auch nur das was die Autorin schreibt und nicht was sonst in ihrem Umfeld los ist… Aber Hauptsache drauf gehauen! Immer dieses profilieren als „Super Eltern“!

  44. Ich arbeite seit dem 01.03.2020 in einer Apotheke, nachdem ich 10 Jahre nur Mama und Hausfrau war.
    Von 0 auf 100 und dann noch Corona dazu. Meine Kids 7 & 9 müssen auch täglich ihre Hausaufgaben machen.
    Da keine Schule ist, mein Mann “nur“ Autoverkäufer ist, haben sich meine Arbeitszeiten geändert. Vormittags besorge ich Alkohol für Desinfektionsmittel oder fahre in Arztpraxen ( die Kinder verbringen diese Zeit im Auto) und um 12 fange ich regulär an zu arbeiten.
    Aufgrund der Arbeite habe ich keine Möglichkeit die Hausaufgaben zu betreuen, da ich meinen Kindern auf Abstand gehe, da keiner weiß, wie lange wir (Personal, welches Kundenkontakt hat) körperlich und psychisch durchhalten kann.
    Die Lehrer haben zum Glück Verständnis.

  45. Schicksal als Chance.
    Jetzt kann jeder umsetzen, was viele Jahre an den Stammtischen postuliert wurde: Lehrer sind Versager. Ich könnte es besser machen, schließlich habe ich jede Menge Schulerfahrung.

    1. Danke für diesen Beitrag. Genau so fühle ich mich auch gerade. Wütend… Wütend auf Lehrer, auf mebis und schulmanager, was beides nur sporadisch funktioniert und in seinen Funktionen und Möglichkeiten nie vorher erklärt und getestet wurde. Ich arbeite in einem systemrelevanten Bereich, aber nicht in der Pflege, würde ich Betreuung bekommen oder nicht? Und wenn, fände ich es besser, wenn mein Kind mit 20 fremden Kindern zusammen käme? Man weiß so vieles nicht, hat aber auch neben Arbeit und der allgemein kräftezehrenden Situation keine Kraft mehr, sich darum auch noch Gedanken zu machen. Gleichzeitig sitzen einem die knappen Abgabetermine vom Mathelehrer im Nacken. Ich bin sicher, dass die schulschliessung ein richtiger Weg ist und dass dies auch keine Coronaferien sein soll, aber die Eltern noch zusätzlich als Lehrer und Sekretärin ihrer Kinder einzuspannen kann auch nicht der richtige Weg sein.

    2. Ich beneide die Eltern, die jetzt mit ihren Kindern zu Hause sind. Genießt die Zeit, so was kriegt ihr vielleicht nie wieder. Backen, kochen, basteln, malen. Man kann auch die Schulzeit einplanen. Nur ist es, die Frage organisation. Ich arbeite in der Apotheke mein Mann im Krankenhaus. Wir können nicht mit unseren 2 Kindern (9und13) zu Hause bleiben. Für euch alle sind wir auf der Arbeit und unsere Kinder alleine, manchmal 7 oder noch mehr Stunden. Diese Woche habe ich noch nicht geschafft nachzusehen, was die für die Schule gemacht haben. Wenn ich nach Hause komme, als erstes bin ich fix und fertig(weil viele auch ohne Gehirn auf einmal 20 Packungen Paracetamol haben wollen, oder Stift gegen Mücken, ob wir jetzt Mücken haben? ) , als zweitens muss ich essen für nächsten Tag vorbereiten und auch bisschen Haushalt machen. Aber ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs, die es verstehen, dass was Mama und Papa leisten, wichtig und Lebensnotwendig ist und froh das meine Jungs in Sicherheit zu Hause sind. Und biete den lieben Gott, dass ich und mein Mann uns nicht infizieren und unsere Kinder auch nicht. Es wird noch alles viel schlimmer, weil viele immer noch nicht verstanden haben, worum es geht. Wir müssen alle nochmals China und Italien ansehen, wollt ihr das? Wollt ihr das, dass mein Mann entscheiden soll, wer kriegt jetzt die Beatmungsmaschiene und wer nicht. Uns grauet es davor, aber wenn es so weiter geht, dann muss er das. Ich wünsche euch dann, dass ihr oder ihre Familie nicht davon betroffen sein. Man kann sich jetzt zur Zeit über alles aufregen, kein Klopapier oder Mehl, Nudeln, Milch, Kinder zu Hause, Politiker uzw. Aber verstehen muss man, wenn man normale Menschen Verstand hat, es ist für alle eine neue Herausforderung. Und das wichtigste ist es doch jetzt zu überleben und eigene Familie nicht beerdigen zu müssen. Ich wünsche euch allen einfach bleiben sie gesund.

  46. Ich verstehe den Artikel als das, was er ist: eine Satire.
    Satire überspitzt, um aufzurütteln.
    Die Kommentare zeigen: Ziel erreicht.
    Nebenbei: manche Eltern haben irreale Vorstellungen von dem Leistungsspektrum des Schulbetriebes.
    Aus der Praxis: Eine Mutter forderte für ihr Kind eine Hochbegabtenförderung.
    Die Lehrerin fragte:“Wie hoch ist der IQ ihres Kindes?“
    Mutter:“115″.

    1. Wenn man den Anspruch hat, 8 h zu arbeiten, alle Schulaufgaben top zu meistern, einen pikobello sauberen Haushalt zu haben, 5 Kilo abzunehmen und seine clicks zu steigern… Dann kann man verzweifeln.

      Oder man stellt sich der Realität, dass das nicht möglich ist. Homeschooling: die Lehrer und der Staat haben einen Bildungsauftrag. Den müssen sie so gut es geht erfüllen, und wenn es mit Worksheets ist. Dass das eine Kind damit besser klar kommt als ein anderes ist denen auch klar. Und sicher werden schon stunden eingeplant, wo alles nochmal wiederholt und aufgearbeitet wird. Kritisch kontrollieren wird keiner. Es hat ja auch keinen Sinn, 50% oder mehr die Klasse wiederholen zu lassen. Den Kindern wird Bildung geboten. Ob und wie sie dem Nachkommen, ist Zweitrangig. Vielleicht merken einige ja auch, dass Schule gar nicht so Mist ist.

      Gleiches gilt für Homeoffice Eltern. Als ob AG nicht wüssten, dass es mit Kindern an den Hacken extrem schwer ist, qualitativ und quantitativ gleichwertige Arbeit abzuliefern. Aber müssen sie mit leben, oder wollen sie einen großen Teil der Arbeiter jetzt entlassen, um die gleichen Leute in 3 Wochen wieder einzustellen? Blödsinn.
      Sofern der Betrieb die Krise überlebt. Hoffen wir mal, dass die Staatshilfen ausreichend sind

  47. Was für ein unfassbar dummer Artikel! So wenig Hirn – das ist rekordverdächtig! Und wenn das Schuljahr den Bach runter geht. Na und? Ist die Schule wichtiger als die Gesundheit und die Eindämmung des Virus? Sie machen es sich da wirklich einfach! Schön die eigene elterliche Verantwortung auf den Staat schieben. Unsere Kinder sollen eine Zukunft haben! Eine gesunde! Und die sehen Sie in drei Wochen Heimunterricht gefährdet? Wie kleingeistig! Ich wünsche mir für meine drei eine Zeit NACH Corona. Eine Welt, in die sie zurückkehren können. Sie sollten aufhören auf hohem Niveau zu jammern. Seien Sie Ihren Kindern ein Vorbild, wie man mit Krisen umgeht. Und hören Sie auf zu jammern. Mein Gott! Was würde wohl Ihre Oma dazu sagen, die im Krieg mehr leisten musste als Sie….sie würde sich sicherlich für Sie schämen. Kneifen Sie die Arschbacken zusammen und schalten Sie Ihr Hirn ein.

    1. Wir erleben zum ersten und hoffentlich einzigen Mal eine solche Krise. Für alle ist alles neu & alle sind davon völlig überrollt worden. Viele sind überlastet & am Rande des Nervenzusammenbruchs. Aber ich denke, solange wir Homeoffice machen können & selber auf unsere Kinder aufpassen, sind wir noch in einer guten Situation! Was ist mit den Pflegern, Schwestern, Ärzten, die noch kämpfen werden um Leben ihrer Patientenbis weit über ihre Belastungsgrenzen hinaus, wenn die große Welle losbricht. Und die Verkäufer/innen im Supermarkt, die täglich angepöbelt werden, wenn Menschen panisch werden & Angst vor Lebensmittelknappheit haben! Auch die Alleinerziehenden, die gerade auch schlimm dran sind! Als arbeitende Homeoffice-Mutter mache ich mir auch Sorgen-meine Fa. hat Kurzarbeit angemeldet & wir hoffen alle, demnächst überhaupt noch einen Job zu haben. So geht es bestimmt auch vielen anderen gerade! Kein Mensch kann absehen, was noch passieren wird. Alles andere wird sich finden – Schule/Uni kann nachgeholt werden; die Kinder werden da sicher nicht im Stich gelassen! Jetzt müssen möglichst viele Menschen gesund durch diese Krise kommen. Über diesen Artikel habe ich mich furchtbar geärgert! Es sollten sich alle mal zusammenreißen und nicht auf einzelnen Berufsgruppen herumhacken. Das ist total geschmacklos.
      Bleibt gesund-das ist das Wichtigste…

  48. Ehrlich? Geht’s noch? In einer Pandemie wo es weltweit Millionen Tote geben wird muss man sich auf diese Art beschweren und auskotzen über Lehrer? Die Situation hat sich doch keiner ausgesucht, das macht doch hier keiner zum Spaß. Da kommt eine Naturkatastrophe auf ALLE zu, ein Infektionstsunami. Die Autorin hat offensichtlich ein Luxus-Problem und die Situation nicht kapiert. Setzen 6. Oder dem Krankenhauspersonal in der Lombardie helfen und sich mal anschauen was man versucht zu verhindern. Wie wäre es mit einem konstruktiven Beitrag in der Krise und nicht schlechte Laune verbreiten.

  49. Ich persönlich finde so eine Situation eine wahre Bereicherung für die Mutter-Kind Beziehung!! Wann hat man sonst die Möglichkeit, so einen genauen Einblick und eine unterstützende Rolle im Lernprozess zu gewinnen . Ich finde , es tut uns beiden richtig gut . Klar , auf mir lastet in den Moment eine dreifache Aufgabe , aber dem ist es wert .

    1. Und Ihr Lösungsvorschlag? Würde es Ihnen besser gehen, wenn man Lehrern die Gehaltzahlung einstellt? Wären Sie dann glücklicher? Oder sollte man die Schulen einfach wieder öffnen? Dann hätten Sie zu Hause ja nicht so einen Stress und die blöden, faulen Lehrer müssten wenigstens was tun für Ihr Geld…

      Mein Vorschlag: Hören Sie einfach auf mit den Aufgaben und beruhigen Sie sich mal. Wir haben gerade sowas von andere Sorgen, als ob die Kinder ihre Aufgaben machen oder nicht. Ehrlich…

  50. Wäre das eine Alternative, dass falls es Geld gibt, private Lehrer bzw. Nachhilfe in Einsatz genommen wären oder wenn möglich auch Grosseltern (digital)?..
    Ich verstehe, das ist nicht immer, nicht in jeder Situation, nicht bei allen möglich, aber vielleicht doch eine Option sich selbst helfen zu können…

  51. Mal so ein Gedankspiel.
    Die Schule wird ausgesetzt und im Anschluss an die Krise nachgeholt.
    Im Ganztagsunterricht. Von 8 bis 16 Uhr. Die Ferien werden ausgesetzt.

    Da freue ich mich ja schon auf die Kommentare, wenn geplanter Urlaub nicht stattfinden kann.
    Und die Mehrbelastung der eigenen Kinder.
    Mir ist klar, dass die Belastung hoch ist, aber dann reden Sie doch mit den Lehrkräften, sachlich und nicht emotional. Es gibt kaum jemanden, der da nicht drauf eingehen würde. Auch für uns ist dies eine neue Situation, auf die niemand vorbereitet wurde. Mit gesundem Menschenverstand gibt es vorerst nur Übungs- und Vertiefungsmaterial. Gebt den Lehrkräften Zeit, sich Möglichkeiten auszudenken oder die vorhandenen Lernzugänge effektiv nutzbar zu machen(YouTube, Insta, Facebook whatever)
    Aber dann kommen „Datenschutzbeauftragte“Eltern, die den gegenwärtig beschritten Kurs nutzen, sich wichtig zu machen.
    Wir haben Richtlinien an die es sich zu halten gilt.
    Wenn alle ein bisschen ein sich gehen, findet jeder einen für sich gesunden Weg.

    Und Kinder, die es nicht in der Häuslichkeit gelernt haben, sich mit Aufgaben selbst zu beschäftigen, sind dann genau die Kinder, die auch sagen, von Monologen haben sie noch nie etwas gehört. Schauen Sie mal ins Heft Ihres Kindes oder in den Rahmenplan Ihres Bundeslandes.
    Und Sie werden erkennen, oh da war ja was.

    Bleiben Sie alle gesund.
    Und interessiert.

    1. Ich finde es unfassbar, wie eine Mutter sowas schreiben kann. Für mich ist das die Kapitulation vorm Leben schlechthin.
      Im Moment leben wir eben in einer Ausnahmesituation, das kann man nicht mit dem Alltag vergleichen. Anstatt froh zu sein, dass alle versuchen die Beschulung der Kinder noch irgendwie zu gewährleisten wird hier gleich vom Nervenzusammenbruch gesprochen. Vielleicht kommen wir durch die Krise mal wieder auf den Boden der Tatsachen und zu einer Rückbesinnung was wirklich wichtig ist. Sich Zeit für die Kinder zu nehmen, könnte einer dieser „wichtigen Lebensbereiche“ sein. Leute es sind Eure Kinder!!! Und der Vergleich mit dem Abholen des Mülls finde ich mehr als Geschmacklos.

    2. Ihr könnt wenigstens noch Home Office machen , ich bin Postbotin, muss arbeiten und danach Schule machen weil meine zwei auch nicht alleine zurechtkommen, hab ich erwähnt dass ich alleinerziehend bin, so eine scheiss Situation, erste Woche und ich könnte durchdrehen.

      1. Lehrer haben im übrigen oft genug auch Kinder. Und müssen sich nun täglich damit befassen, genug Material zur Verfügung zu stellen und womöglich eingesendete Hausaufgaben noch zu kontrollieren. Deren Situation unterscheidet sich nicht von der aller anderen.

        1. Hallo Beate Gross! Der Staat hält die Eltern außerhalb einer solchen Ausnahmesituation aber keinesfalls für kompetent genug den eigenen Kindern schulische Lerninhalte zu vermitteln… Wieso sind Eltern es jetzt plötzlich? Weil es eine Ausnahmesituation ist? Steigt da nich bei alles Beteiligten nicht eher der Streßppegel so das solche Aufgaben ei fach schwierigerzzu bewältigen sind?! Die Frage kann man sich doch berechtigter Weise doch mal stellen? Es wird ja nicht daran liegen das man eventuell ein Samelsurium an Blättern bekommen hat die zu bearbeiten sind… Ich bin sicher die Lehrer haben in der kurzen Zeit die zur Verfügung stand ihr bestes gegeben, aber immer nur mit dem Erziehungsauftrag um die Ecke zu kommen ist auch ein wenig dürftig! Sollte das über die Osterferien hinaus gehen, was ja sehr wahrscheinlich ist, fällt in NRW fast ein ganzes Halbjahr weg was im Homeschooling mehr schlecht als recht durchgebracht werden muss.

      2. Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich bin auch im Verkauf tätig und muss nach der Arbeit mit meinen drei Kids, die momentan auf sich selbst gegenseitig aufpassen müssen mit Ihnen Hausaufgaben machen. Meine Große muss Abgabetermine einhalten die auch noch benotet werden. Es ist eine beschissene Zeit. Ich hab meinen Kids klar gemacht,sollten wir das alles überstehen sind schlechte Noten kein Drama.

    3. Genau das, was wir jetzt brauchen. Hysterische „Mütter“, die wieder einmal echauffieren.
      Eine Mutter macht ihrer Wut Luft und in irgend einem deutschen Ego-Spießer-Keller fällt eine von 50 gehorteten Klopapiergroßpackungen um.
      Krieg dich ein. Halt die Klappe und mach dein Ding. Hättest du deine Kinder besser erzogen, könnten die jetzt auch mal selbständig arbeiten.

      1. Wieso wird so ein herablassenden und beleidigender Kommentar („Halt die Klappe“, ernsthaft?) wie der von Elke Mühlfeld hier eigentlich zugelassen? Beleidigungen müssen gelöscht werden, finde ich.

    4. Genau meine GeDANKEn. Es ist völliger Irrsinn. Meine drei Kinder gehen zur Montessori-Schule, sind es also gewohnt, selbstständig zu lernen. Und doch kann ich sie unmöglich gleichzeitig bei Fragen betreuen, den Haushalt schmeißen, Homeoffice, Hunde, Katzen und Pferde versorgen. Das ist schlicht Wahnsinn. Mag sein, es gibt Eltern, die diese Zeit haben. Und daa auch noch können. Lehrer vielleicht. Ich kann das nicht. Es war schon immer meine Schwäche, mit Kindern Schule zu machen. Ich kann es einfach nicht. Und so werde ich es auch jetzt nicht tun. Aus Zeitgründen und weil ich meine Kinder vor mir schützen will. Will nach der Corona Krise weiterhin ein unbeschwertes Verhältnis zu ihnen pflegen.

      1. Wo sie recht hat, hat sie recht. Wer sich für Kinder entscheidet, sollte sich auf die Kinder einstellen und nicht erwarten, dass andere einem so gut wie alles hinsichtlich Erziehung, Bildung etc. abnehmen. Diejenigen die das schon vor Corona so sahen sind jetzt auch die, die viel weniger Probleme mit der aktuellen Situation haben, weil sie es gewohnt sind, selbst mit den Kindern zu üben und zu lernen. Übrigens bin ich 3-fach Mutti (21 Monate, 6 Jahre und 9 Jahre).

    5. Ja ich gebs zu es ist nicht einfach ( das geb ich nie gern zu😊).
      Aber einen Vorteil für mich hat es, ich sehr jetzt in real was unsere Kinder leisten müssen und im Schnitt auch können.ja ich wünschte es wäre nicht soooo viel,aber wir haben auch unseren Kindern zu verstehen gegeben daß es für uns alle eine Bewährungsprobe ist. Vertrauen gehört dazu und ein wenig Gelassenheit.
      PS…ich bin auf Arbeit tgl. ,Arbeite im kiga ( notgruppe falls nötig,ev. Vertretungseinsatz auf Abruf etc.) Meine Tochter macht ihre Aufgaben und wird von Tag zu Tag selbstständiger
      Auch wenn Mal nicht alles passt oder auch wenn dann Mal nicht alles geschafft ist,wir freuen uns zusammen was geschafft wurde 😊

    6. Netter Beitrag, aber was mir so durch den Kopf schoss: Vielleicht wird der Beruf des Lehrers dann mal wieder mit mehr Wertschätzung gesehen 😉

  52. Leute, egal ob es für die Eine, oder Andere einfacher ist seine 37 Kinder und 25 Haustiere zu beschulen und zu bespaßen, für die Verfasserin des Textes, ist es eben harte Arbeit, die durchaus auch mal solche Gefühle auslösen kann. Ich finde es bescheuert diesen Wutausbruch so zu verurteilen und die Moralkeule zu schwingen, wie es hier einige tun. Jeder weiß doch im Endeffekt, dass das gerade eine Ausnahmesituation ist und diese offensichtlich außergewöhnliche Maßnahmen erfordert, dass man sich einfügen muss, um als Teil des ganzen zu funktionieren – schön ist das deswegen nicht und deshalb darf man auch mal Dampf ablassen.
    Immer dieses: „Also ich mach das ja sonst auch schon immer so und es fällt mir gar nicht schwer…“ – schön für dich. NICHT HILFREICH!

  53. Nun ja, es ist keine normale Situation und ich hoffe, dass es nicht so lange geht. Ja, es ist anstrengend. Normas sagt, dass es leicht ist. Ich habe selbst zwei Kinder und bin Lehrerin. Ich sehe das sehr zwiespältig. Ich glaube, alles was wir an Aufgaben geben, muss auch kontrolliert werden. Das ist doppelte bzw. dreifache Arbeit. 1. Ich muss mir die Aufgaben überlegen und entsprechend den Stoff und die Medien bereit stellen (Urheberrecht, Datenschutz), 2. Gestresste Eltern (Überlastung durch Homeoffice, Haushalt, jünger, drohender Jobverlust, Angst und sorge um Angehörige, …), 3. Die Kinder sind wieder in der Schule und wir kauen alles nochmal durch, weil die einen es nicht verstehen oder nicht wollten. Finde den Fehler… Ich kann aber eine Dienstanweisung nicht einfach ignorieren. Also gerne ich meinen Schülern auch Material. Am Freitag noch kopiert-sie haben ein Lehrbuch dazu, am Montag fehlen bis auf eine schon alle-also alles per E-Mail. Die Lernplattform ist zusammen gebrochen. Ich komme nicht mehr an mein Material. Der Messenger der Schule auch. Also muss ich alles irgendwie anders verschicken. Es geht, aber es ist nervig. Meine 2 Kinder können sich mit 2 und 4 nicht oder nur kurz beschäftigen. Zwischendrin Windeln, essen kochen, putzen, Wäscheberge. Dazu ein Mann, der im Weg ist, will sonst stellten da und nun den Ablauf und das Arbeitszimmer sprengt. Also sitz ich die Nacht bis eins da und betreue vor, verschicke und korrigiere bereits erledigte Aufgaben. Kotz, aber es muss irgendwie gehen. Dann ins Bett und froh um 5 kommt der kleine-hoffentlich auch nicht mitten in der Nacht. Manchmal auch der große. Und täglich grüßt das Murmeltier… Wann endet das?! Ich will wieder normal arbeiten und wenn ich diese Café-Hänger sehr, konnte ich 🤮🤮🤮, weil sie alles in die Länge ziehen. Egoisten! Haltet durch.

    1. Ich finde den Ton unmöglich. Die Tonality ist schon kindisch, der Inhalt ist es auch. Wie eine beleidigte 18-jährige. Für JEDEN ist das aktuell eine Ausnahmesituation. Für JEDEN. Und für Mütter ist es IMMER schwieriger – egal was es ist. Aber das ist noch lange kein Freibrief, sich aus- und andere anzukotzen. Also: Erwachsen werden (selber), Ideen entwickeln, Lösungen finden, die Kinder erziehen und die Ruhe bewahren … ist schwer. Ist aber machbar. Haben unsere Großmütter im Krieg auch geschafft. Und der dauerte länger.

  54. Ganz ehrlich nicht nachvollziehbar dieses Gemecker. Ich war in genau dieser Situation schon vor Covid19. Weshalb? Weil ich ein autistisches Kind habe und keiner es beschulen wollte. Es hat lange niemand interessiert was wie und wo? Ebenso wie ich das finanziert bekomme. Wenn ich da nicht die Unterstützung meiner Eltern gehabt hätte, dann wäre ich sicher insolvent gegangen. Finanziell und auch psychisch. Und ich bin in Deutschland nicht allein mit diesem Problem, sondern ich kenne einige deren Kinder vom sozialen Leben komplett getrennt sind. Was für eine Farce, sich also in so einer Ausnahmesituation so zu verhalten. Keiner findet es gut so wie es derzeit ist, aber niemand ist derzeit damit allein. Deshalb bitte einfach durchhalten und es wird sicher besser! Ach ja und ich bin auch bald 3fach Mama. Also ich kann mein Augenmerk auch nicht nur auf ein Kind legen. Das musste jetzt einfach mal gesagt werden!

    1. Mein Sohn ist drei Jahre alt und ich habe diese Problematik nicht, aber verstehe diese Frau vollkommen und muss ihr da auch Recht geben! Mal ehrlich, wenn die Kinder laut der Direktorin das alleine machen sollen, wozu brauchen wir denn dann noch Lehrer! Sind die eigentlich noch ganz dicht, sowas von den Eltern zu verlangen?! Arbeiten, sich um die Kinder kümmern und dann noch unterrichten etc? Wenn das laut der Direktorin so einfach ist, dann werden die eindeutig überbezahlt! Unfassbar. Die Frau ist echt cool!⁹

      1. Ich sehe das auch so. Zwar geht mein Kind zur Schule, war aber durch Asthma so oft krank, dass mir gar nichts anderes übrig blieb, als mich teilweise selbst um seine Bildung zu kümmern, sonst wäre er jetzt sicher nicht mehr in der Schule und schon gar kein guter Schüler. Vor der Schule hatten wir große Probleme mit dem Kindergarten, der unbedingt erreichen wollte dass mein Junge aufgrund einer Aufmerksamkeitsstörung nicht die normale Schule besucht, sondern eine Fördereinrichtung (der Kiga steht in engem Kontakt zur Schule). Die Fördermühle sollte für ihn anlaufen, aber ich habe trotz meiner kleineren Kinder (jetzt 21 Monate und 6 Jahre) durch Eigeninitiative dafür gekämpft, dass er es ohne das Ganze schafft. Das bedeutete sehr viel Förderung, Training. Lernen. Aus den Kindergärten habe ich alle Kinder aus den o. g. Gründen genommen und auch weil mein 2. Sohn ebenfalls durch häufige Infekte in Gefahr war, chronisch zu erkranken. Noch dazu war ich wochentags mit den 3 Kindern alleine, da mein Mann auswärts arbeitet. Dazu kamen viele Phasen in denen mein Sohn krank war, also Rehas usw. Aber die Mühe und Plagen haben sich gelohnt und nun gehört er zu den guten Schülern.

        In der jetzigen Krise erweist sich unsere Routine im gemeinsamen Lernen und Üben als großer Vorteil. Ich kann also diejenigen nicht wirklich verstehen, die hier so motzen und sich beschweren. Wenn ich Kinder habe, dann ist es auch MEINE Aufgabe, mich selbst um diese zu kümmern – was auch und vor allem für Bildung und Erziehung gilt. Auch vor Corona schon, war es doch die Aufgabe der Eltern selbst mit den Kindern zu lernen, diese zu fördern, Hausaufgaben mit ihnen zu machen etc., aber viele scheinen dies nicht gewohnt zu sein. Viele erwarten heutzutage, dass die Fremdbetreuung ihnen diese Aufgabe abnimmt und dass sich die Kinder an ihr Leben anpassen statt dass umgekehrt sie selbst ihr Leben an die Kinder anpassen.

  55. Ich bin Witwe mit vier Kindern und drei davon noch in unteren Klassen (3-6). Ich denke man kann sich da jetzt reinsteigern und aufregen oder das Beste draus machen. Und wenn meine Kids nicht alles schaffen… Was solls…wir befinden uns in einer Lage, die es noch nie gab…in einer Lage, wie es sich niemand je vorstellen hätte können….also sollten wir gelassen damit umgehen und abwarten was kommt. Sich aufzuregen bringt nichts. Und auch für die Lehrkräfte ist es absolutes Neuland und ich kann nur sagen, dass sich die Lehrer meiner Kinder grosse Mühe geben den Stoff zu übermitteln.

  56. Es gibt doch tatsächlich Mütter, denen (indirekt) auffällt, was Lehrerinnen und Lehrer tagtäglich leisten, nämlich nicht nur ein Kind, sondern 20 oder 25 zu motivieren. Stündlich 20 oder 25 Kindern die Aufgabenstellungen erklären, weil nur wenige bereit und/oder in der Lage dazu sind, auch mal die Aufgabenstellungen zu lesen und sich in sie hineinzudenken. Vielleicht ist das jetzt mal der Moment vieler Mütter zu erkennen, dass man den Kindern nicht immer alles abnehmen kann.
    Aber auch ich stimme vielen hier zu, wir haben wahrlich größere Probleme und wenn die Kids mal 4 Wochen nichts tun, wird die Welt nicht untergehen.Bleibt gelassen und vor allem gesund. Das ist im Moment ein wichtigeres Gut als Bildung.(Mutter und Lehrerin)

  57. Hallo

    Mal einen kurzen kommentar jeder im Leben hat seine Hürden zu überwinden ich möchte kein aplaus oder ein preis haben aber ich sage euch nur eins mann weis nie wann das leben zu ende geht denkt drüber nach egal wie schwer es ist bleibt postiv und geduldig ind macht aus jeden tag den ihr habt auf eure weise nit euren kinder den besten auch wen es schwer ist 😊🤗🤗🤗

  58. Liebe Lisa, liebe Katharina,
    War dieser Beitrag, wo Solidarität und Rücksicht erwünscht sind, wirklich nötig? Find ich schade. Erstmal hat mich geärgert, dass „eine Leserin“ gar nicht vorgestellt wird. Und dann kriegt sie da eine Plattform, sich auszuloten. Warum? Weil sie keine ernsten Probleme hat. Die Lehrer tun, was sie können. Wenn die Kinder lieber motzen, als ihre Aufgaben zu machen, sind daran sicher nicht die Lehrer schuld. Einfach nur traurig und überflüssig, dieser „Beitrag“.

    1. Aber wo bleibt dann bitte die Rücksicht und die Solidarität der Leherer? Man sollte doch meinen, dass diese, während sie sich schön in den Plattformen mit den Kinder im Zweifel via Chat auseinander setzen , auch mal kurze Videos mit Erklärungen für die Kinder abdrehen könnten . Aber das wird dann schön auf die Eltern abgewälzt.

        1. Schonmal darüber nachgedacht, dass wir Lehrer uns das so auch nicht ausgedacht haben. Ich sitze hier auch mit drei Kindern, das jüngste ist 13 Monate alt. Wenn es schläft, muss ich meine Dienst-Mails abrufen – das sind täglich ca. 30 – und beantworten. Fragen von Schülern, Eltern, der Rektor will Quartalsnoten haben, die Mittelstufenleitung den neuen Lehrplan. Danach muss ich die Aufgaben der 174 Schüler kontrollieren, die ich gerade fernunterrichte. Nach 35 schreit der Kleine…
          Tut nicht alle so, als hätten wir jetzt nichts zu tun und würden uns unverschämterweisdnich fürs Nichtstun bezahlen lassen… Ich sitze abends noch bis 23 Uhr vorm Rechner, um allen irgendwie gerecht zu werden!

  59. Das Argument, dass die Müllabführ die Arbeit schließlich auch nicht auf die Familien abwälzen kann, ist sachlich falsch. In „harten “ Wintern ist es selbst in Norddeutschland normal, dass die Müllabfuhr mal eben nicht kommen kann. Erinnere mich an den Winter 2009 /10, wo wochenlang in bestimmten Straßen / Gebieten im LK Aurich nicht abgefahren werden konnte. Da gab es genau zwei Alternativen : Entweder selbst die Pampers zur Deponie bringen oder im Garten ( tiefgefroren ) lagern bis zum Frühjahr, wo sie dann – unbürokratisch- in den kostenlos zugeschickten schwarzen Säcken der Kommune genauso unbürokratisch abgefahren wurden. Wir waren Neubürger und staunten nur über die Gelassenheit der Ostfriesen.Niemand hat sich aufgeregt!

  60. Hallo,

    ich habe nun nicht alle Kommentare gelesen, aber eine Bitte (auch als Lehrerin und gleichzeitig Mutter von Grundschulen- und Kindergartenkind):
    NUR WER SPRICHT, DEM KANN GEHOLFEN WERDEN!!!!!
    Ich verspreche euch: Die allerallerallerwenigsten Kollegen an den Schulen sind Unmenschen, doof, arrogant, faul oder sonstwas. Wir versuchen gerade alle (sicherlich mit Ausnahmen, die gibt es überall) unser Bestes, sehr plötzlich in einem nicht digitalisierten System (nein, kein Lehrer hat einen Dienstrechner!!), in dem die wenigen vorhandenen Angebote VÖLLIG überlastet sind, adäquate Alternativen zu finden. Viele empfinden auch das als einen riesigen Druck, v.a. weil ja auch wir Vorgaben haben („Sie haben weiterhin Dienstpflicht!/ Die SuS sollen lernen!/ Sie müssen die Curricula trotzdem einhalten!….“) und denken daher, sie müssen auch ihren SuS Druck machen. Ich bin mir aber 100%ig sicher, dass a) nichts so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird, b) die meisten Lehrer dankbar sind, Rückmeldungen zu erhalten und sich bemühen werden, individuell hilfreiche Lösungen zu finden; c) euch nichts Böses wollen; d) sich die Situation so auch nicht gewünscht hätten und e) sicherlich ein großes Verständnis für die schwierige Situation in den Familien haben werden, wenn man sie vernünftig schildert.

    Bitte, lasst uns doch an einem Strang ziehen! Flucht von mir aus, haut gegen Boxsäcke usw. – aber sprecht dann vernünftig und um Verständnis für die andere Seite bemüht miteinander, nur so lassen sich Lösungen finden!

    In diesem Sinne: Bleibt gesund und gelassen – niemand stirbt, wenn er 3 Wochen nichts lernt und auch die Bewertung wird diese Sondersituation sicherlich berücksichtigen!
    Ganz liebe Grüße!

    1. Hej, geht mir genauso – und das habe ich gestern auch die Lehrer wissen lassen: mit erstaunlich verständnisvollen Reaktionen zumindest von zweien der drei angeschriebenen. Ich hatte Deadlines mit Uhrzeitangabe (!!) bekommen – von einer Gymnasiallehrerin. Und die Kinder bekommen so tolle Sätze zu lesen wie „Ihr müsst schulisch jetzt am Ball bleiben!“. Völlig gaga. Ich habe beschlossen, die Aufgaben nur noch als Inspiration zu sehen. Ob die Kinder das wirklich alles machen oder nicht: drauf gesch***en. Was ist denn mit den Kindern, bei denen niemand dabei sein kann? Die keine Laptops, iPads, Drucker usw haben? Die Rektorin… der erzähl ich gern mal ein paar Takte nach dieser Zeit – wie lange auch immer sie werden mag. Viele Grüße von der gelben Gruppe zur rosanen!

      1. Hallo,
        Ich bin Ärztin, ich würde alles dafür geben, mein Kind nebenbei oder auch ausführlich bei die Schulaufgaben zu unterstützen. Wenn wir hier italienische Verhältnisse bekommen und der „Krieg“ im Krankenhaus ausbricht, stehe ich als Intensivmediziner an vorderster Front und sehe mein Kind kaum noch.
        Liebe Autorin des Artikels, ich würde dann gerne mit Dir tauschen, mein Job (Tag-Nachtschichten, Verantwortung, Entscheidungen, z.B. welchen Patienten wir noch therapieren und welche nicht mehr, wenn es eng wird) gegen etwas homework, homeoffice und homeschooling (was auch noch auf mich wartet, wenn ich dann wieder zu Hause bin), würdest Du auch tauschen wollen?

        1. Hallo, ich sage Ihnen und allen, die die nächsten Tage und Wochen an der Front den Einsatz bringen, wenn Sie all Ihre Kräfte einsetzen, um Menschenleben zu retten Danke!! Alle anderen Sorgen und Ängste verblassen gegen die Urangst, die uns alle beherrscht, zu sterben. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht in die Lage kommen, entscheiden zu müssen, wer Leben oder Sterben muss, wenn doch die Beatmungsgeräte nicht ausreichen sollten. Und ich wünsche niemandem, an einem Erstickungstod sterben zu müssen, weil unser Gesundheitssystem, wie gerade in Italien zu sehen, kollabiert. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und vor allem den Erhalt Ihrer eigenen Gesundheit während Ihres Kampfes gegen den Virus und für Ihren Einsatz im unser Überleben. Dafür meinen herzlichsten Dank und hohe Anerkennung für Ihren Einsatz für die Allgemeinheit und den Verzicht, sich um Ihre eigene Familie kümmern zu können.

  61. Völlig unangepasst !!!!So einen Kommentar loszulassen. Millionen Mütter sind in dieser Situation. Es ist natürlich leichter,seine eigenen Aufgaben an den Staat abzuwälzen .Vielleicht sollte die Verfasserin sich Gedanken um die Gesundheitskrise machen!!!!! Was wäre,wenn die Kinder mit Corona nach Hause kommen?? Wahrscheinlich wäre die Wut auf den Staat noch größer.

    1. Also ich muss sagen, dass Arbeiten, ein leider erkranktes Baby (kein Corona), 2 Kita-Kinder, 1 Grundschulkind, 2 Oberstufenkinder und der Haushalt alles super unter einen Hut geht.
      Man erschleunigt einfach Mal sein Leben. Die Kleinen helfen spielerisch beim Haushalt, die Großen machen ihre gestellten Schulaufgaben und bei Problemen gibt es eine Erklärrunde. Und unser Baby ist bei allem dabei. Einkäufe werden gleich mit den Arztbesuchen verbunden und während die Kids Basteltime haben, kann die Mama arbeiten. Und wenn abends der Papa dann zu Hause ist, ist einfach Familienzeit. Ganz ehrlich… Macht euch alle kein Stress und schimpft nicht über andere. Ändert an eurer Einstellung und eurem Leben etwas, dann funktioniert alles mit Klacks.

  62. Ich schreibe hier aus der Schweiz und muss euch einfach sagen: habt ihr echt keine anderen Probleme!!
    Es sterben Weltweit Leute und eurer grösstest Problem ist es sich über die Lehrer aufzuregen!

  63. Ganz ehrlich? Ich kann ja verstehen, dass es schwierig für Eltern ist, zu arbeiten und gleichzeitig ihre Kinder zu betreuen, aber mit welcher Dreistigkeit hier über Schulen und Lehrer gemotzt wird, finde ich unfassbar.
    Was so schwer daran ist, anständiges Material vorzubereiten und den Kindern die Möglichkeit zu geben, virtuell zu lernen? Hmm…vielleicht, dass diese Situation (geschlossene Schulen) noch nicht einmal eine Woche alt ist und Lehrer ebenso wenig Zeit hatten, sich darauf vorzubereiten wie alle anderen auch. Vielleicht sollten Sie jedem mal ein bisschen Zeit geben.

    Virtuell ist ja schön und gut…und Sie sind sich sicher, dass dann jeder Schüler und jede Schülerin gleichermaßen beschult werden kann? Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ein Großteil der SchülerInnen keinen regelmäßigen Zugang zu Computern oder zum Internet ha und dass es unglaublich schwierig ist, einen einheiltichen Weg für alle zu finden, das Material zu erhalten.

    Ich bin selbst Lehrerin und sitze gerade jeden Tag ca. 10 Stunden am PC, wo ich Material erstelle, Telefonate mit Eltern und SchülerInnen führe, E-Mails schreibe, korrigiere usw. Zusätzlich darf ich dann an einigen Tagen in der Notbetreuung Kinder von Eltern bespaßen, denen zuhause ja zu langweilig ist. Dadurch riskiere ich nicht nur meine Gesundheit sondern auch die Gesundheit der Kinder.

    Ich gebe Nicole Reim absolut Recht damit, dass Kinder es einfach verlernt haben, sich eigenständig zu beschäftigen und ich denke, dass das jetzt ein guter Zeitpunkt ist, ihnen eine gewisse Eigenständigkeit zu vermitteln.

    Am meisten regt mich allerdings der Vergleich mit der Müllabfuhr auf: „So! Also wir haben hier ein Problem, aus irgendeinem Grund können wir grad den Müll nicht mehr abfahren, Frau X würden Sie sich bitte mal kurz an den Lkw hängen und das regeln?“

    Aus irgendeinem Grund? Der Grund, weshalb wir den Müll nicht mehr abfahren können (was ja hier mit dem Beschulen der Kinder gleichgesetzt wird…sehr bedenklich), ist nicht irgendeiner. Es ist eine Krankheit, die sich ausbreitet. Scheinbar hat die Verfasserin des Originalbeitrags das noch nicht verstanden?!

  64. Hallo zusammen,
    Ich finde es auch eine ziemliche Belastung. Ich habe 3 Kinder und bin alleinerziehend. 2 gehen in den Kindergarten eins in die Grundschule.
    Zwar bin ich froh im Homd Office zu arbeiten, aber es ist schwierig. Ich muss die beiden jüngeren den ganzen Vormittag beschäftigen, damit der Große seine Schulaufgaben machen kann und auch wenigstens etwas Ruhe dazu hat. Dann koche ich Mittsgessen. Nach dem Essen bespreche ich die Aufgaben mit dem Schulkind. Die anderen beiden dürfen so lange Fernsehen.
    Solange wir nicht dürfen gehen wir Nachmittags ein wenig raus. Fußball auf der Wiese oder mit Fahrrad und Laufrad.
    Wenn die Kids dann müde sind setze ich mich für 6h an den Rechner und programmieren. Bis weit in die Nacht hinein.
    Ich weiß auch nicht wie lange ich das durchhalten kann. Momentan habe ich ca. 3h Schlaf.
    Ich kann alle verstehen für die das schwierig ist.
    Sollte dieser Zustand länger anhalten müssen hier andere Lösungen her.
    Aber das betrifft nicht ausschließlich die Schulaufgaben sondern die Kinderbetreuung und gleichzeitig arbeiten.

    Vielen Dank fürs Lesen.

    1. Könntet ihr euch mal der Situation entsprechend benehmen? Es mag für alle nicht einfach sein – auch ich habe 2 Kinder und arbeite im Homeoffice. Aber wir freuen uns auf die Nachmittage und verbringen die Zeit miteinander. Das bisschen Schulaufgaben finde ich lachhaft. Das machen die Kinder weitestgehend alleine. Sicher kommt mal eine Frage aber so schlimm ist das nicht. Leider gibt es Leute oder soll ich Frauen sagen, die mit allem überfordert sein können und mehr schreib ich besser nicht dazu…. Kneift endlich mal die Arschbacken zusammen und lasst uns das Leben meistern.

      1. Wirklich ein absolutes Unding, dass diese Lehrer nun auch noch weiter bezahlt werden – sicherlich haben sie keine Familien, die sie ernähren müssen *io*- oder was genau macht die Arbeit und Ernährung der Autorin nun dringlicher als die der Lehrer?

  65. Ich sass gestern auch heulend zuhause. Zwei Grundschulkinder beschulen, nicht rausgehen und gleichzeitig Home Office machen. Dazu nur Hiobs Botschaften und schlechte Nachrichten.

    Das ist Alles verdammt anstrengend und da darf man sich auch mal Luft machen!!!

    Ich bin keine Lehrerin (aus gutem Grund, denn ich bin darin schlecht, dafür kann ich Anderes). Daher ist es sehr anstrengend für mich die Schule zu ersetzen.

    Wir müssen auch neuen Stoff erklären. Hilfe! Mit Methoden, die ich nicht kenne und teilweise nicht verstehe, da man das in meiner Schulzeit vor gefühlt 100 Jahren ganz anders gemacht hat.

    1. Es hat seinen Grund warum die Kiddies zu Hause sind …Und das Mama am Rad dreht auch …Ich würde einmal überlegen warum???Es hat doch glatt etwas mit der Gesellschaftsstruktur zu tun..
      Eure Kiddies haben es verlernt sich selbstzubeschäftigen /zu arbeiten
      Das gibt mir zu denken..Und das die Mutter Arbeiten muß kann man denen auch klar machen…Und eine
      Gewisse Zeit sich selber zu beschäftigen muss drin sein ,wie lesen ,basteln ,malen Gesellschaftsspiele spielen.. Also fahrt mal ein Gang runter ..Ich finde es eine Frechheit das alles auf die Lehrer geschoben wird
      Na klar diese Vermitteln das Fachwissen,aber lernen und umsetzen
      müssen es Eure Kinder selber ..
      Kopfschüttel aber gewaltig
      Und falls ihr Euch aufregt über mein Kommentar ..
      Ja ich habe eine Tochter und diese Arbeitet selbständig die Arbeitsblätter durch/ab..Liefert die Online Ersatzklausuren fristgerecht ab ,sie Arbeitet auch noch im Homeoffice nebenbei ..Achja und lernt für das Abitur auch noch Also fahrt runter .Geniesst die Zeit miteinander ,und macht das beste daraus

      1. Herzlichen Glückwunsch, deine Tochter scheint nicht mehr am Anfang der Schule zu stehen wo vieles auch an selbstständigem Lernen noch ERLERNT werden muß! Auch meine Tochter kann sich mit 6 Jahren auch schon toll allein mit bastel o. Ä. beschäftigen , ich geh das dann jetzt der 2jährigen auch erklären das sie das besser sxhnell lernt bevor es zu spät ist. Jeder hat sein Päckchen zu tragen aber alles zu verallgemeinern ist wohl nicht zielführen. Von einer Abiturienten sollte man auch erwarten können das sie die Aufgaben erledigen kann.

        1. Welche Lösung schlägst du vor? Die Kinder in die Schule bzw. KiTa schicken? Es müssen gerade alle umdenken und umplanen. Es ist eine neue Situation, aber jetzt auf Schulen und Lehrer einzuschimpfen ist absolut faslch…schließlich sind sie ja diejenigen, die eure Kinder sonst betreuen und beschulen, damit ihr das nicht machen müsst.

        2. Ja ganz toll. Da soll man jetzt Lehrer, Mutter, Hausfrau und Erzieherin sein. Nebenbei noch kochen und dann das Spaßprogramm nicht zu vergessen. Ich muss 5 Kinder bespassen hab ich mir so ausgesucht keine Frage aber jetzt noch das ganze Schulprogramm auf uns zu übertragen finde ich auch ziemlich daneben. Wir sind technisch so weit wieso wird nicht über eine Schülerplattform weiter unterrichtet? Da müssen wir stapelweise Blätter ausdrücken und die dann wieder einscannen um sie dem Lehrer zurück zu schicken. Ich wünsche allen Mütter hier gesunde Nerven. LG Doreen

          1. Ich bin sprachlos…warum nicht über eine Schülerplattform weiter unterrichtet wird? Nicht alle haben ständigen Zugang zum Internet. Was ist denn mit Familie, die drei-fünf Kinder haben, die alle über eine Schülerplattform unterrichtet werden sollen?
            Lehrerin, Mutter, Hausfrau und Erzieherin? Bin ich jeden Tag und viele andere auch…nicht nur für eine gewisse Zeit und in einer Situation, die wir Lehrer uns auch nicht so ausgesucht haben. Dann müssen Sie einfach mal ihre fünf Kinder, die sie sich ja wirklich selbst ausgesucht haben, zuhause bespaßen…so wie viele andere auch. Ich bin wirklich froh, dass die Mütter und Väter meiner SchülerInnen so toll mitmachen und das, was wir LehrerInnen gerade leisten wertschätzen. Ich verneige mich auf jeden Fall vor allen Eltern, die in dieser schwierigen Zeit alles unter einen Hut bekommen und nicht ununterbrochen meckern…und davon gibt es viele.

          2. Meine Güte! Lehrerin, Hausfrau, Mutter und Erzieherin 3er kleiner Kinder (6,8 und 21 Monate) bin ich auch schon lange. Das ist unser Job als Mütter! Nicht für alles sind andere zuständig. Bildung und Erziehung gehört auch zur Aufgabe der Eltern! Mein Sohn ist chronisch krank und oft zuhause und wir für uns ist diese Situation nichts Neues. Kindergarten ist bei uns auch schon seit Jahren nicht mehr drin, wegen ständiger chronischer Erkrankung! Was haben nur die Mütter früher gemacht, als es noch keine Kitas gab??!!!!

    2. Bei allem Verständnis und Bedauern für alle Eltern, auf denen diese Last nun zusätzlich liegt, glaube ich mit gutem Gewissen für die meisten Kolleg*innen sprechen zu können: wir sind nicht freiwillig zuhause und ich kenne keinen einzigen Menschen in meinem Berufsfeld, der sich über die Situation freut. Wir alle würden lieber gerne unsere Arbeit gut machen und im Stoff weiter kommen, als mit blutendem Herzen die Kleinen nach Hause zu schicken und zu sagen: Ich weiß nicht, wann wir uns wieder sehen, aber bleibt gesund und versucht die Zeit mit eurer Familie auch ein bisschen zu genießen. Die meisten (Grundschul-)Lehrer sind das mit Leib und Seele und leiden unter dieser absurden Situation. Also eine kleine Bitte: unterstellt uns doch bitte nicht, dass wir uns jetzt ins Fäustchen lachen und über die zusätzlichen Ferien freuen.

  66. Man man man, die Kommentare darf man echt nicht lesen. Dieses Herumgehacke und jeder weiß es besser.

    Ich kann jeden Satz in dem Blogartikel unterschreiben. Danke, dass jemand mit mir zusammen wütend ist!

    Bei uns ist es genauso. 2.Klasse mit Aufgaben die das Kind noch nicht hatte. Dazu ich im Homeoffice, parallel mit Telefonkonferenzen und keine Aussicht auf Besserung.

    So richtig wie die Maßnahmen sind so fordernd sind sie auch. Was wenn dieser Zustand monatelang weitergeht? Ich kann nicht alles auf einmal schaffen.

    Was ist so schwer daran, anständiges Material vorzubereiten und den Kindern die Möglichkeit zu geben, virtuell zu lernen? Es mag Schulen geben bei denen das funktioniert. Es mag auch viele tolle Lehrer geben. Leider zu wenig von beidem.

    Also, danke für diesen Artikel.

    1. Endlich mal jemand, der sagt, wie es ist. Und dann sagt die Politik auch noch ständig, es gibt keine Probleme. Bei uns (Grundschule 4. Klasse und Kindergarten) gibt es noch nicht mal eine Notbetreuung. Und wennman bach fragg,wird man nur angemeckert. Es gibt geradedoviele Berufe, die arbeiten müssen und das öffentliche Leben am Laufen halten, da ist es eine Frechheit, wen niemand einen Anspruch hat. Und es ist ein echtes Drama: den Kindern ist langweilig, sie verstehen die Aufgaben nicht und währenddessen sollen wir von zu Hause einen tollen Job machen. Wie bitte soll das gehen?!

    2. Hallo bin selber mutter von 4 kindern 3 monate 2jahre 6 jahre und 10 jahre alt.kann verstehen das es einen manchmal total fertig macht aber da müssen wir durch.kinder beschäftigen,Putzen,kochen.hausaufgaben konntrollieren und gegeben falls dabei unterstützen,und dabeiständig nachts wach sein ist manchmal sehr stressig zum umfallen stressig.aber ich habe lieber den stress als das ich meine kinder und umfeld die gefahr dieser krankheit aussetze.und dann noch etwas glaubt ihr die lehrer haben keine kinder und müssen diese betreuen und gleich zeitig zu hause arbeiten,die haben sich das auch nicht ausgesucht und ich bin froh das meine kinder weiter lernen können auch wenn nicht von profis unterrichtet.

  67. Ich bin Lehrerin (in der Schweiz). Ich verstehe, dass die Situation sehr belastend für Eltern ist. Mein Vorschlag ist folgender:
    – Wenn das Kind die Aufgaben nicht erledigen kann, weil sie unverständlich sind, dann sollte dies (freundlich!) zurückgemeldet werden, anstatt dem Kind zu helfen. Es ist Aufgabe der Lehrer, die Aufgaben so zu formulieren, dass sie verständlich und machbar sind! Gleichzeitig haben wir Lehrer unter Hochdruck versucht, Aufträge zu erstellen und es ist uns klar, dass nicht alles auf Anhieb gut ist.
    – Wenn das Kind die Aufgaben nicht erledigen kann, weil es emotional nicht geht, dann würde ich als Mutter nicht Lehrerin, sondern Mutter sein: Verständnis zeigen, emotionale Unterstützung bieten, Druck nehmen. Nicht nur wir Eltern (ich bin auch Mutter) sind mit der Situation überfordert, auch die Kinder sind es. Wir können nicht von ihnen erwarten, dass sie das locker wegstecken, wenn wir selbst emotional am Rande sind. Kinder brauchen in solchen Situationen liebevolle Eltern und nicht strenge Lehrer. Wenn ich keine Zeit habe, kann ich dem Kind auch sagen: „Ich sehe, es ist sehr schwierig für dich. Ich glaube, ich verstehe das. Ich habe jetzt gerade keine Zeit für dich und das tut mir von Herzen leid! Ich wünschte, ich hätte Zeit. Wenn du magst, kannst du mir zeichnen/schreiben, wie es dir gerade geht und dann schauen wir uns das später an, wenn ich Zeit habe.“ Dann würde ich der Lehrperson wieder (freundlich!) zurückmelden, dass es heute einfach nicht ging, weil das Kind emotional nicht in der Lage dazu war. Ich bin zuhause nicht Lehrerin, sondern Mutter – und dies zeitlich gerade sehr viel intensiver, als normalerweise!

  68. Hallo Verfasserin,
    Du scheinst sehr wütend zu sein. Wie alle Leserinnen hier bist du gerade in einer anstrengenden Situation, aber lass dir gesagt sein:
    1. Die Aufgaben sind grundsätzlich freiwillig. Außerdem sollen die Kids nur Übungs- und Wiederholungsaufgaben erledigen. Das sollten sie in der Tat alleine können.
    2. Digitale Schule wäre toll, ist aber aus Datenschutzgründen kompliziert und lässt sich nicht kurzfristig einrichten.
    3. Sich nur beschweren und keine sinnvolle Alternative anbieten, kein bisschen konstruktive Kritik- das hilft wirklich niemandem weiter.
    Alles Gute
    Jules

      1. Hier (Thüringen) das selbe, in der 5. Klasse muss Grammatik in Englisch und auch in Mathe selbständig erarbeitet und erlernt werden!
        Das geht wirklich nicht

    1. Sorry, an die Aufgaben, welche meine Kinder sich herunterladen, sind Bewertungen und Erarbeitung von neuen Lehrstoff gebunden, also nichts mit Freiwilligkeit

      1. Hallo Jules,
        das ist vielleicht an Ihrer Schule so. An unserer aber sind die Aufgaben nicht freiwillig.
        Auch hat die 4. Klässlerin in Deutsch, Mathe und Sachkunde 3-1 neue Themenbereiche pro Fach, die wir Eltern in den kommenden Wochen (entsprechend den Wochenplänen) den Kindern vermitteln sollen!
        Der 1. Klässler hat am Freitag auch einen ganzen Ordner mit neuen Themen in Mathe und Deutsch mitgebracht.

    2. Hallo, woher stammt denn die Weisheit es wäre freiwillig und es wären nur Wiederholungen? Würde mich echt mal interessieren.
      Entspricht nämlich nicht der Realität. Jedenfalls nicht in Sachsen. Die Kinder „müssen“ die Aufgaben machen und von Wiederholungen Kann leider keine Rede sein. In manchen Fächern sollen sie lernstoff bearbeiten den sie bislang nie hatten und in einer Menge die in der Schule so nie umsetzbar wäre… Z. B. Biologie… Neues Thema Vögel… In der Schule noch nicht einmal begonnen,normal 2 biostunden pro Woche und nun sollen sie das komplette Thema allein in 3 Wochen bearbeiten und nebenher noch alle anderen Fächer. Ich habe die Arbeitsanweisungen der Schule selber gedruckt. Bei allem Verständnis das ich für die Situation habe sehe sogar ich das es für die Kinder alleine nicht schaffbar ist. Bedeutet im Umkehrschluss ich muss unfreiwillig zum Lehrer werden. Besonders frustrierend dabei die Info der Lehrer das zu den jeweiligen Themen arbeiten geschrieben werden sobald die Schule wieder läuft. Sicher in manchen Fächern kann man helfen aber eben nicht in jedem von dem her sehe ich das schon kritisch. Die Kinder bemühen sich, wenns dann trotzdem schlechte Noten werden weil Mama eben keine Lehrerin ist und den Stoff nicht so vermitteln konnte dann ist das für Mama und Kind frustrierend. Ich würde mir an dieser Stelle einfach wünschen das die Lehrer sowas bei der Aufgabenstellung bedenken und nicht mit Aufgaben kommen die im Unterricht noch nie dran waren. Nicht jeder kann lehren und nicht in jedem Zuhause funktioniert das gleich gut. Kommentare von wegen hätten sie ihre Kinder halt richtig erzogen… Da werde auch ich wütend den das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Und in der Konstellation 1,5 jähriges Kind und 11 jähriges Kind wird lernen zur Tortur für das Schulkind. Da ändert weder erziehen noch erklären was dran. Manchmal wäre es schön wenn Menschen Ihr Gehirn benutzen würden bevor sie andere beleidigen. Aufgaben nicht selbstständig erledigen können bedeutet weder unerzogen noch dumm, selbiges gilt auch für sich nicht selber beschäftigen können. Gerade bei kleinen Kindern ist das verdammt viel verlangt. Jeder darf mal die Nerven verlieren. Ob man dies öffentlich tun muss sei dahingestellt. Das gibt aber keinem das Recht andere dann zu beschimpfen. So, Mama hat sich Luft gemacht und stürzt sich jetzt in Bio runde 5

  69. Ich finde diesen Text im hohen Maße unangebracht und destruktiv. Alle geben doch ihr Bestes. Und wenn die Autorin ihren eigenen Kindern nichts nahebringen möchte, dann möge sie es doch bitte lassen. Der Staat soll es richten und niemand soll behelligt oder beeinträchtigt werden ist wohl mehr als unangebracht in diesen Tagen. Ich habe fünf Kinder. Macht mir Dezimalrechnung Freude? Nein! Kann ich Altgriechisch?! Nein! Aber gemeinsam Lösungen zu finden und als Familie einen guten Weg zu finden ist verflixt noch eins unsere Aufgabe! Es sind doch sehr besondere Umstände und hier werden echt Luxusprobleme beweint. Solange wir ein Dach über dem Kopf haben, so lange keiner hungert, so lange unsere Konder etwas lernen dürfen…so lange geht es uns schlicht gut.

      1. Was für Sandra selbstverständlich ist, ist es für viele. Aber manche erwarten eben, dass sich hauptsächlich andere um ihre eigenen Kinder kümmern. Bildung und Erziehung war auch schon vor Corona auch Aufgabe der Eltern.

  70. Du hast wenigstens Arbeit! Dir sind nicht alle Kunden weg gebrochen! Sei dankbar dafür, dass du Geld verdienen kannst!
    Viele Soloselbständige haben neben dem Stress des Homeschoolings noch den Stress, dass sie kein Geld mehr verdienen. Und es ist noch lange nicht geklärt, ob und wie wir Soloselbständigen vom Staat unterstützt werden können!
    Dennoch: bleibt alle gesund und haltet Abstand 🙂

    1. Was soll denn dieser Kommentar? Sie hat sich nicht in den Himmel gelobt,sondern nur versucht unseren Blick auf das Wesentliche zu richten.Es ist eine anstrengende Zeit, die uns sicherlich noch mehr abverlangen wird,als all die Aufgaben unter einen Hut zu bringen, daher sollten wir unseren Blick auf das richten,was wir haben und dankbar sein. Das war der Inhalt des Kommentars.Nichts mehr und nichts weniger…..

    2. Es ist ja schon an der Wortwahl ersichtlich wie sie tickt. Wenn in dieser Situation den Eltern das Wohl der Kinder und derer Bildung so wenig wert ist, dann kann niemand mehr helfen.

      1. Was hat das mit wenig wert zu tun? Meine Tochter tut sich schwer die Aufgaben zuhause zu erledigen, nicht weil sie die Aufgaben nicht kann, sondern weil sie eben zuhause ist mit all den Ablenkungen die hier eben schon allein durch die kleinen Geschwister gibt. Ich gebe mein bestes, habe aber nicht die Ausbildung dazu, ich kann dafür andere Sachen besser… Ich glaube auch eher das es um die Selbstverständlichkeit von Seiten der Politik geht mit der die Familie und in den meisten Familien sind das nunmal die Mütter, plötzlich all das mal eben mit erledigen sollen. Aber man steht zum Wohl der Allgemeinheit mit all dem mal eben alleine da und soll schwimmen, ganz ehrlich ich glaube die meisten werden ertrinken…

    3. Ich sehe das tatsächlich wie die Verfasserin des Posts. Die Politik sagt „wir haben das so entschieden“, aber gleichzeitig wie ihr die Probleme der Betreuung löst nicht unser Problem, seid flexibel. Homescooling bitte, aberwer betreut das? Richtig, womöglich die die eh schon total aufgerieben sind zwischen Job und Betreuung. Das ist Aufgabe der Eltern, Erziehungsauftrag und so. Bei uns ist es nicht freiwillig und wenn wir uns nicht hinsetzen motivieren, erklären und auch kontrollieren passiert auch in der 1. Klasse gar nichts. Wenn die Schulschließungen länger dauern, was ja möglich ist, hat meine Tochter in der 1. Klasse schon Rückstand, da will ich über weiterführende Schulen gar nicht nachdenken. Dabei bitte auch noch schön gelassen bleiben während der ganzen Zeit und Supermutti sein die ganz selbstverständlich neben der Kinder-/ Hausaufgabenbetreuung und Job die sonst noch anfallenden Aufgaben zu 100% wuppt. Klar ist, die viel gepriesenen „Corona-Ferien“ sind keine Ferien, sondern eine Belastung des Familiensystem einer jeden Familie welche sich niemand ausgesucht hat, sondern vorgeschrieben bekommt. Nur Hilfe oder Unterstützung die bekommt man nicht, außer Floskeln die man auch getrost überhören kann! Und wenn mir dann einer mit dem absoluten Argument kommt „du hast doch Kinder gewollt, wie kann man sicj jetzt beschweren “ könnte ich regelmäßig in die Ecke 🤮.

    4. Sorry, aber das ist wohl ziemlich daneben. Ich habe vier Kinder, bin alleinerziehend und berufstätig. Ich glaube es ist noch immer nicht angekommen um was es geht. Wenn sich unsere Ärzte, Krankenschwestern, das Pflegepersonal, die vielen Menschen in den Lebensmittelmärkten sich beschweren, dann wäre es gerechtfertigt. Sie nehmen es hin, schauen dass alles weiter läuft und dann beschwert sich eine Mutter dass sie ihre Kinder bei den Schulaufgaben unterstützen muss. Seht es als Chance und nutzt die Zeit mit Euren Kids und hofft dass ihr gesund bleibt.

  71. An unserer Schule soll der komplette Unterricht abgedeckt werden, stimmt nicht ganz nur in Sport gibt es keine Aufgaben zu erledigen. Ich komme mir total verarscht vor, auf einmal darf ich Lehrer für 5. und 7. Klasse Gymnasium sein, die Kinder sollen von heute auf morgen komplett selbstständig arbeiten und alleine neue Themen erarbeiten. Funktioniert natürlich nicht! Und neben dem neuen Job als Lehrer hat man zufällig noch einen Beruf, den man schon länger ausübt und nachdem die Kollegin im Ausland feststeckt auch nicht mal schnell Urlaub machen kann!!!! Es ist eine riesengroße Belastungsprobe, aber etwas Gutes hat es – mein 10 jähriger freut sich wenn er endlich wieder in die Schule darf und nicht nur den ganzen Vormittag (ok Nachmittags auch noch 🙄) Arbeitsaufträge erledigen muss!

  72. Oh ich kann dich so gut verstehen. Ich sitze hier mit 7., 6., 1. Klasse und einmal Kita und bin nach ein paar Tagen durch mit den Nerven. Das ist so viel. Die Großen sitzen fast den ganzen Tag am Rechner. Wir mußten auch extra ein weiteres Laptop organisieren, damit die überhaupt arbeiten können. Ich finde es ja super, dass die Lehrer Aufgaben anbieten, ABER bitte freiwillig anstatt verpflichtend mit superknappen Deadlines. Das in einer Krise kein normaler Unterricht stattfindet, dafür habe ich vollstes Verständnis. Aber dafür, dass gleichzeitig erwartet wird, dass die Kinder irgendwie ihr normales Lernpensum schaffen definitiv nicht! Außerdem spaltet es die Kinder weiter. Die, bei denen die Eltern nicht helfen können sind total benachteiligt. Und es sind wahrscheinlich wieder genau die, die sowieso benachteiligt sind. Also bitte, liebe Politiker, lockert die Schulpflicht! Schnell!

    1. Ich wäre froh, wenn ich Unterrichtsmaterial und Aufgaben von der Schule bekäme!!! Bei unserer Grundschule hieß es nur: sämtliches Unterrichtsmaterial in Mathe und Deutsch mit nach Hause nehmen und die Seiten, die in der Vergangenheit noch nicht bearbeitet wurden bitte nachholen und auf keinen Fall vorarbeiten… Ich könnte heulen, habe meiner Tochter schon jede Menge zusätzliche Arbeitshefte für die 3. Klasse auf eigene Kosten bei Amazon bestellt. Ich fühle mich von unserer Schule absolut im Stich gelassen, und unsere Kinder müssen es dann ausbaden 🙁

      1. ALLE Leute haben Probleme mit der Krise. Probleme jeglicher Art. Ich finde es ganz schön armselig und kleingeistig sich lautstark darüber zu beschweren und zu jammern, dass man zu Hause mit den Kindern lernen muss.
        Es sterben Menschen !!! DAS ist ein richtiges Problem. Und zwar ein verdammt ernstes! DARUM haben die Schulen zu. Nicht um uns zu ärgern. Hier geht’s um Leben und Tod.
        Alles ist anders … für ALLE.
        Wir müssen uns der Situation anpassen. Wer Kinder hat muss jetzt eben zu Hause lernen. Ohne Jammerei! Punkt!

    2. Ich empfehle die Ö3 Kümmernum er, für all die armen und überforderten Eltern. Einmal im Leben auf die eigenen Kinder achten und ihnen etwas beibringen und sie erziehen. Welche Zumutung.

  73. Hallo, es ist eine Ausnahmesituation, wir müssen jeder ruhig und gelassen bleiben, es hat sich keiner ausgesucht! Wir arbeiten beide in der Infrastruktur (Banken), die amtlich natürlich keine Notbetreuung bekommen, mein Mann kann viel Homeoffice machen, ich muss vor Ort sein. Dazu 2 Kinder, 3. Klasse und Vorschule. Großeltern natürlich aus der Gruppe der Risikopersonen, sprich Kontakt nur via elektron. Medien. Ehrlich gesagt freue ich mich, dass unsere Lehrerin uns Aufgaben zur Verfügung gestellt hat- sie beschäftigen nämlich sogar das Kind. Im Sachunterricht hat sie sogar Experimente aufgegeben und Erklärvideos bekannter Wissenssendungen verlinkt. So lernt das Vorschulkind schon mit. Es wird sicher nicht alles perfekt laufen, aber das wird doch auch nicht erwartet…

  74. Ja. Ich kann den Frust verstehen. Ja, es ist anstrengend und ja, es ist nicht gerade ideal und manchmal könnte man schreien aus Frust.ABER, wir befinden uns momentan in einem absoluten Ausnahme und Wort wörtlich KATASTROPHEN ZUSTAND. Die Schule KANN nicht öffnen. Flächendeckende Betreuungen ist momentan NICHT MÖGLICH wenn das einzige was momentan hilft Isolation ist.und zwar ALLER. JA es ist sch*** allein Zuhause mit den Kindern und arbeit aber momentan befinden wir uns nunmal in einer noch nie da gewesenen Situation. Notfall Betreuung muss nunmal genau das bleiben. So wenig Kinder wie möglich, um Ansteckung zu vermeiden und auch nur für die, ohne die das Gesundheitswesen zusammen bricht.
    Für all die die nicht in „systemrelevanten berufen“ arbeiten: Es wird von Seiten der Schule nicht erwartet daß ihr hier mindestens 6 Stunden .Tag normalen Unterricht macht..etwas üben hier und da, dass reicht. Wir stellen z.b. einfach Möglichkeiten zur Verfügung, und erwarten realistisch das einige Kinder tatsächlich ein paar davon machen, und andere dann halt nichts… Nicht ideal aber in Anbetracht der Lage ein.njr sehr sehr SEHR geringes übel.“der Staat“ fragt ja.nicht dass Sie auf einmal.alle.den.Job des Lehrer machen. Nur dass wir einfach alle Zuhause bleiben wo es nur geht. (Und evtl. Ein leises danke an die, die momentan in Supermärkten, Krankenhäuser oder Apotheken arbeiten). Auch wenn man jetzt diskutieren kann wer wie wann zu spät reagiert hat (Spoiler, wir alle auch, nicht nur „die Politik“) einen direkten Schuldigen für diese Lage gibt es nicht. Ansonsten..Lehrer muss hier keiner werden, und die Müllabfuhr wird auch nicht klingeln 😉

  75. Guten Morgen ihr Lieben, ich kann beide Seiten verstehen. Ich hab hier auch 1. und 7. Klasse sitzen und muss nebenbei arbeiten. Es ist nun mal eine Ausnahmesituation und jeder macht es, so gut er/sie kann. Ich denke nicht, dass die Schulen verlangen, dass sie danach nahtlos weitermachen können. Die Kinder sollen eben einfach am Unterricht dranbleiben und nicht das Ferien Gefühl haben, ich versuche mich und uns zu entspannen und wenn die Kinder den neuen Kopierer testen, indem sie ihren Kopf darauflegen, lernen sie ja auch was…

    1. Ich verstehen den Frust. Allerdings ist das gerade eine besondere Situation. Was wäre die Alternative? Schulen/Kitas offen lassen und damit dem Virus freie Bahn geben, womit das Gesundheitssystem überlastet wäre? Oder daheim einfach gar nichts für die Schule machen und schauen, wie dann ein in der Schulzeit der Stoff reingestopft wird in kürzester Zeit? Dann aber meckern, dass der Lehrer durch den Stoff rast und die Kinder nichts mitbekommen?

      Ja, wir Eltern werden gerade verdammt gefordert. Aber er ist weder der Staat noch die Schule, die daran Schuld sind. Bleibt fair!

      Und wenn die Kids keinen Bock auf Heimunterricht oder selbständiges Lernen haben, dann sieht man, was die Lehrer jeden Tag leisten. Nein, ich bin kein Lehrer. Ich bin sogar sehr kritisch gegenüber unserem Schulsystem.

      Diejenigen, die wie ich Homeoffice machen können, können sich sowieso noch glücklich schätzen, denn wir sind Zuhause und werden weiterhin bezahlt. Was sollen Verkäufer/innen, medizinisches Personal, Fließbandarbeiter, etc. sagen? Oder Menschen, die eventuell derzeit gar keine Einnahmen haben, da keine Aufträge, und die bangen müssen, wie sie ihre Miete/Hauskredit zahlen?

      Ich sehe das als Jammern auf hohem Niveau.

  76. Hallo liebe Kommentar Lehrer. Wooow online Videos! Davon träumen ich. Geil weiter! Wir haben einen Haufen kopierter Blätter. Führen das lange ie ein und lernen das 4er einmal eins. Kein Video. Leider. Fänd ich toll.
    Sich als Lehrer zu beschweren er hätte ja auch Kinder… Sorry. Ihr könnt jetzt daheim bleiben (die meisten). Dienstpflicht, wie sieht die in den meisten Fällen aus ? Von unserer Lehrerin (die ich eigentlich sehr schätze) habe ich in den letzten 3 Tagen EINE E-Mail bekommen. Hmmm ich arbeite (genau wie ein Lehrerer) und habe in den letzten 3 Tagen voll gearbeitet UND die Kinder unterrichtet. (Haushalt etc, darüber sprechen wir nicht) Bzw. Ich hab eines versucht zu unterrichten (ich hab keine Ahnung wie ich meinem Kind erkläre, warum das so ist, wie es ist) und das andere Kind habe ich irgendwie versucht ruhig zu halten (Kitakind), so dass wir lernen können. Ich finde den Artikel oben OK. Jeder darf ausflippen. Wir Mamas besonders. Es ist echt hart! Es muss sein, aber es ist hart. Die Frage bleibt. Warum können Lehrer sich nicht fortbilden, warum werden sie nicht gezwungen sich mit social Media zu beschäftigen. Unterricht per livesteam, wäre ja in Krisen Zeiten möglich. Geht jetzt schon und ist keine Zukunftsmusik. Aber dafür muss man bereit sein, was auszuprobieren und sich zu öffnen gegenüber der ach so gefährlichen neuen Medien

    1. Schade, da gibt man sich Mühe sachlich einen Einblick in die Gegenseite zu geben und erntet nur Häme.
      Es gibt nur sehr wenig Fortbildungen im Bereich social Media. Das ist ja auch immer eine Datenschutzfrage.
      Es gibt auch Lehrer, die im Live-Stream unterrichten, so ist das nicht. Die Möglichkeiten sind da, aber auch hier gilt, was für die Kinder gilt, dass sich eben nicht jede/r alles selbst beibringen kann.

    2. Ich beschwere mich nicht!!! Ich will nur nicht angegriffen werden! Ich weiß, dass ich in einer privilegierten Situation bin, aber ich will nicht angegriffen werden für etwas, für das ich nichts kann! Ich gebe mein Bestes und die meisten Kollegen auch!
      Meine Freundin lädt Material in eine cloud…zwei Schüler haben zuhause kein Internet?!
      Ich verschicke eingescannte Blätter per Mail, ein Kind kann nicht drucken zuhause…ich fahre die Blätter bei ihr zuhause vorbei…

      Du hast offensichtlich KEINE Ahnung von Schule und dem drumherum…ach so, doch, du hast ja Schulkinder und warst mal in der Schule?!
      Es gibt kaum Fortbildungen in dem Bereich…meine (sehr kleine) Schule hat nicht mal einen Lehrercomputer-Arbeitsplatz…die Gemeinde findet das unnötig?!

      1. Komischer Beitrag. Schuldzuweisungen ohne Grund. Schule / Lehrer versuchen, dass das Gelernte gefestigt wird und vielleicht ein paar Schritte weiter zu kommen. Was ist denn daran falsch? Wie soll es denn sonst gehen? Wenn dein Mann sich nicht mit kümmert ist das KEIN gesellschaftliches Problem sondern ein persönliches

    3. Also wenn dies das größte Problem der Autorin ist, sollte sie den ganzen Tag mit einem breiten Grinsen rum rennen, weil dann ist schließlich alles mehr als bestens. Mein Vater liegt beispielsweise bereits mit Lungenentzündung zu Hause und meine Tochter gehört mit Herzfehler zur Risikogruppe, sodass wir auch hier besorgt sind.

      Außerdem erinnere ich mich daran, dass ich in der 3. Klasse 6 Wochen mit pfeifferischen Drüsenfieber zu Hause lag, meine Eltern beide berufstätig waren und ich auch den Stoff mitmachen/aufholen musste. Und da hat es gar keinen interessiert, wie meine Eltern oder ich das hin bekommen.

      Also hört auf zu heulen. Richtet das Krönchen. Und wenn die Lehrer keinen Online-Unterricht anbieten, dann schließt euch mit anderen Eltern zusammen und macht das selber. Jeder betreut dann die Kids ein paar Stunden online und man teilt sich so besser rein. Seid kreativ, wenn es die Anderen nicht sind.

      Und seid froh und dankbar, wenn es euch und euren Liebsten gut geht. Alles Andere geht vorbei, auch wenn es anstrengend ist.

  77. Ehrlich gesagt empört mich der Beitrag aber auch – als hätte sich das irgendwer so ausgesucht! Da muss jetzt jeder mal seinen Beitrag zu leisten!

  78. Guten Morgen, ich danke dir! Tag 1 bei mir: Alleinerziehend mit zwei Kindern (11 und 5), keine Ersatzbetreuung, kein Homeoffice, also Kinder mit auf Arbeit. Und dann völlig neuer Lernstoff und eine Kitakind, dessen Wissensdurst gefüttert werden will zu der regulären Arbeit und den anderen Gedanken, die im Kopf schwirren. Wir werden uns einfuchsen, aber es wird auf unser aller Gemüt schlagen und insbesondere ich werde „Federn lassen“

  79. Okay, nochmal etwas ruhiger:
    Klar, ist es für Eltern nicht einfach! Aber die Lernpakete sind nicht als Eltern-Kinderschikane gedacht, sondern als Service von Lehrern, dass nicht gar nix gelernt wird!
    Es geht ja auch nicht um Homeschooling, sondern um Üben.
    Und jeder Lehrer (außer den doofen) weiß, dass nicht alle Aufgaben supertoll erledigt werden. Und das ist dann auch kein Problem!
    Liebe Grüße und gute Nerven und gutes Durchhalten und bleibt alle gesund!!!

  80. Guten Morgen,
    ich verstehe den Unmut. Aber dieser trifft die falsche Stelle. Wir Lehrer sind nur die ausführenden Organe, denn wir haben weiterhin Dienstpflicht.
    Die Digitalisierung wurde all die Jahre nicht zielführend vorangetrieben.
    Ich kann nur für mich und meinen Mann sprechen. Wir haben Abschlussklassen und zwei Kita-Kinder (2,4) Zuhause, die wir betreuen müssen. Parallel lassen wir uns die erledigten Aufgaben der Schüler mailen oder per Handy schicken, um diese entweder zu korrigieren oder per Anruf mit den Schülern besprechen. Mein Mann dreht Videos in denen er neue Themen erklärt. Die verschickt er dann an seine Schüler.
    Parallel erstellt jeder Lehrer einzeln Online classrooms oder vergleichbares für seine Klassen. Jeder einzelne. Ohne Vorwissen, ohne Fortbildung, ohne Unterstützung „von oben“.
    Uns ist bewusst, dass viele die Aufgaben nicht allein lösen können. Videochats und Anrufe mit uns sind jederzeit möglich. Das müssen die Schüler dann aber aktiv einfordern.
    Diese 1:1 Betreuung hat auch Vorteile, weil man individuell auf die Schüler eingehen kann. Aber das verlangt uns auch einiges ab. Vor allem uns Lehrern, die auch Kinder haben.
    Zum Glück gibt es einige Plattformen, die ihre Aufgaben und Erklärvideos zur Zeit kostenfrei anbieten (Sofatutor, learnattack von Duden, Anton…).

  81. Und ich könnte auch platzen vor Wut!!! Ich hab kleine Kinder und musste (parallel zu ihrer Betreuung am Wochenende, sprich ich saß abends am Samstag und Sonntag mehrere Stunden und hab für drei Wochen Lernmaterial zusammengestellt.
    Zwei Eltern haben sich schon beschwert, dass es viel zu wenig für die Kinder sei, eine Mutter findet es viel zu viel!!! Die anderen sind begeistert! Woher soll ich denn wissen, wie die Kinder betreut werden und was die Eltern leisten wollen/können???
    ACH JA UND NOTFALLBETREUUNG MACHE ICH AUCH! 4 Kinder + meine Kleinkinder -sehr Quarantäne-freundlich?! Aber wo soll ich meine Kinder hintun und ich bin für die Notfallbetreuuung dienstverpflichtet.
    Aber klar, sollte natürlich jeder Schüler ein individuelles Lernpaket haben-genau auf seine und die Bedürfnisse der Eltern zugeschnitten?!
    Lisa, dann benutze deinen Verstand und sag deinen Kindern, dass diese und jene Aufgabe einfach nicht möglich war! Glaubst du ernsthaft, da gibt’s dann Ärger, weil sie was nicht haben???
    Ich bin echt gerade STINKSAUER! Als Lehrer kannst du es einfach nur falsch machen-du bist immer der A…?!

    So, sehr wirrer Kommentar, ich weiß, aber deiner war auch nicht besser;)
    Nix für ungut!

    P.S. Und bestimmt haben die in der Schule schon zwanzigmal besprochen, was ein Monolog ist?!?

    1. Tja, mein Junior bekommt jedes mal einen Wutausbruch wenn ich seine Aufgaben erwähne, und ich muss nach wie vor arbeiten gehen und kann nicht daneben sitzen, geschweige denn dass ich das Theater das er macht länger als eine Stunde durchhalten. Er braucht für Aufgaben die in 15 Minuten erledigt wären 3 bis 4 Stunden. Aber nicht weil er es nicht kann, sonder weil er ununterbrochen diskutiert warum er das jetzt hier machen muss. Für mich ist es eine doppelte bis dreifache Strafe, ich habe mehr Arbeit insgesamt, einen vorpubertierenden tobenden Junior der nur am PC zocken will. Nach internet Entzug haben wir jetzt ein Loch in der Wand. Hilfe die ich seit 1,5 Jahren versucht habe zu bekommen ist zum 16.03 angelaufen, und jetzt wegen allem doch nicht. Danke auch…. Ich weiss es ist notwendig aber ich könnte echt kotzen 🤮 🤮 🤮 🤮

        1. Hallo zusammen,
          so eine Situation hat sich keiner gewünscht. Würden alle Personen ohne Schlüsselberufe zu Hause bleiben, die jungen Paare, Singles, auch die älteren Mitbürger, könnten wir mit unseren Kindern zumindest ein Mal am Tag auf eine Wiese, in den Wald etc…und sich auspowern. Leider nein… Viele „nutzen“ das schöne Wetter. Gefühlt fühlt man sich als Mutter dann etwas verkohlt. ABER wir habe die Verpflichtung für unsere Mitmenschen, Kinder, Eltern und Freunde alles zu tun, um gemeinsam wieder unsere Normalität wieder zu bekommen und unsere Gesundheit.
          Schule zu Hause geht nicht. MUSS aber ja nicht. Unsere Schule hat Empfehlungen ausgesprochen und bietet telefonisch Hilfe bei Fragestellungen an. Mehr müssen wir als Eltern nicht. Die Kinder werden nicht plötzlich benachteiligt sein, wenn sie in dieser Situation mal nicht den gewohnten Stoff erlernen. Vielleicht sollten die Eltern ihre Ansprüche an an die Kinder mal etwas runterschrauben. Für Eure Kinder ist es ganz ähnlich wie eure Arbeit von zu Hause aus. Nur sind es eben KINDER.
          bleibt alle gesund und optimistisch
          Wir meistern das schon 😊

          1. Ich habe mit meiner Familie zwei Jahre in Italien gelebt. Unsere Kinder waren auf einer internationalen Schule und haben dort selbstständiges arbeiten und erarbeiten gelernt, was in deutschen Schulen meiner Meinung nach eher zu wenig gemacht wird. Ich gehe im Moment Vormittags arbeiten und meine Kinder sind alleine Zuhause und erledigen ihre „Arbeit“. So haben wir am Nachmittag gemeinsame Zeit! Sie machen das echt toll!!!

          2. Es kann aber doch keiner sagen ob das im April vorüber ist oder nicht… Was wenn es bis Ende Mai dauert? Dann ist in NRW fast ein halbes Schuljahr ausgefallen, das muss doch auch nach geholt werden… Es bleibt so oder so, dass das letztendlich zu hause nachgearbeitet werden muß, wenn nicht jetzt dann im nächsten Schuljahr…

          3. Ach, auch Lehrerin?🙄
            Warum sollte man ausgerechnet jetzt die Lehrer mehr wertschätzen? Blätter in die Cloud stellen, und Referate zu verschiedenen Themen, sowie eigenverfasste Gedichte mit Blattgestaltung zu verlangen ist jetzt nicht so wahnsinnig aufwändig für euch. Zumal sich diese Berufsgruppe alles schön zu Hause einteilen kann, falls noch eigene Kinder da sein sollten. Für die Kinder, und deren berufstätige Eltern, vielleicht noch ohne Home-Office sehr wohl.
            Fast bezahlte Freizeit für euch. Also bitte nicht weiter beschweren, ihr habt es mit Abstand momentan am besten! Aber getroffene Hunde beißen!
            Und wenn ihr der Meinung seid, alle Eltern, sogar die, die berufstätig sind, könnten euren Job mal eben zusätzlich machen, was leistet ihr dann wirklich?
            Meine Wertschätzung geht an alle berufstätigen Eltern, die womöglich auch noch an der Front arbeiten müssen, um auch euer Leben aufrechtzuerhalten. Und die möglicherweise von einigen Lehrern hier ganz schön angegangen werden.
            Seid einfach ruhig, genießt die Freizeit, aber denkt auch mal über den Tellerrand an diejenigen, die hier gerade wirklich arbeiten und was leisten.

    2. Ja, alles unter einen Hut zu bekommen ist schwierig. War es, und wird es einen. Jetzt in dieser Zeit umso mehr. Auch wenn der Artikel vielleicht überspitzt ist, so wird dennoch vergessen, dass eben nicht NUR die Schulen einen Bildungsauftrag gegenüber den Kindern haben, sondern auch die Eltern. Und mit den Kids Hausaufgaben machen, diese Kontrollieren und zu helfen, gehört eben dazu. Heute eben noch ein bisschen mehr als sonst. Oder habt ihr alle Kinder bekommen, nur um die Verantwortung in diversen Bereichen auf andere abzuschieben? Dieser Blogbeitrag würde einiges gewinnen, wenn auch Vorschläge gemacht würden, wie diese Home-Offive-Home-Schooling Situation entschärft werden könnte…
      Ich höre es immer wieder. In der Kita wird den Erziehern der komplette Erziehungsauftrag auferlegt. NEIN! Zu Hause ist es eure Aufgabe eure Kinder zu erziehen, sodass sie sich auch anderswo benehmen können etc. Das ist nicht die Aufgabe zweier Erzieherinnen die für 25 Kinder zuständig sind. Ebensowenig ist es Aufgabe der LehrerInnen. Kinder haben bedeutet jeden Tag Herausforderung. Und gerade jetzt, wo wir alle eben zurückstecken müssen, noch mehr. Es ist eben für alle eine Mehr-Belastung.

      1. Sehen Sie es mal ganz gelassen: hier in Spanien sterben gerade Feunde, Bekannte und Familienmitglieder.
        Regen Sie sich nur über homeschooling (grässliches Wort) auf, solange es geht.
        Sehr bald wird es das geringste Übel sein…

        1. Sie haben nichts verstanden! Gar nichts!
          Es geht hier nicht um das Abwälzen von Aufgaben sondern um das Retten von Menschenleben!
          Ohne die notwendigen Maßnahmen soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren könnte, nein, wird es passieren, dass z.B. ohne Schulschließungen sich das Virus noch schneller verbreitet als es das ohnehin schon tut.
          Jetzt ist verdammt noch mal nicht die Zeit zum jammern! Jetzt ist nicht die Zeit für „Mimimi mir geht es ja so schlecht“ Befindlichkeiten!
          Jetzt ist die Zeit Stärke zu zeigen. Auch und gerade für die Kinder. Denn denen geht gerade viel ihrer Kindheit verloren.
          Vor dieser Herausforderung stehen wir alle. Reißen Sie sich bitte mal zusammen.

          1. Die Autorin dieses Artikels spricht mir aus der Seele! Und nicht nur mir – diejenigen Mütter aus meinem Bekanntenkreis, die auch arbeiten, berichten alle dasselbe – nach nun 5 Tagen Homeschooling liegen Zuhause die Nerven blank! Weiterhin aus dem Home-Office voll verfügbar für den Job und gleichzeitig Vollzeit-Lehrer sein?? (Haushalt und täglich für die ganze Familie kochen ist dabei noch nicht mal erwähnt!) – Was zu viel ist, ist zu viel!!!
            Wie soll das denn zu schaffen sein wenn man eben keine hochbegabten Kinder hat, die die Flut der von der Schule zugesendeten Aufgaben im Alleingang bewältigen?? Eine Zumutung ist das für die Eltern – zumindest für diejenigen, bei denen beide der arbeitenden Bevölkerung angehören!! Liebe Autorin des Artikels, bitte starten Sie eine Petition gegen Heimunterricht – meine Stimme haben Sie auf jeden Fall!!

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