Nicht mehr klein und noch nicht groß: Haben die Kinder jetzt das schönste Alter?

Gestern saß ich auf dem Spielplatz, zwei Kinder kletterten, eins buddelte. Es war friedlich und ich konnte einfach auf der Bank sitzen und in den Himmel schauen. Kurz nach uns kam eine Mama, die ein Baby in der Babytrage hatte und ein Zweijähriges an der Hand. Sie konnte nicht eine Sekunde sitzen, sondern hopste nonstop von einem Bein auf das andere, damit das Baby nicht aufwacht – während sie gleichzeitig dem Kleinkind beim Klettern und Rutschen half. Ich dachte nur: WOW, was die Frau da leistet und: Wieviele Jahre war ich genau wie diese Mutter, immer in Bewegung, immer dabei, weil jemand stürzen könnte oder Hilfe brauchte.

Meine Kinder sind drei, sechs und neun – ich wickel nicht mehr, schlafe nachts (meistens) durch, die Kinder spielen miteinander oder verabreden sich, können sagen, wenn ihnen was weh tut. Es ist tatsächlich möglich, dass ich mich mittags mal hinlege, während die Kinder alle in ihren Zimmern sind und CD hören.

Meine Kinder sind nicht mehr klein – aber eben auch noch nicht so groß wie Lisas. Noch finden sie uns Eltern nicht peinlich, noch haben sie Lust, Dinge mit uns zu unternehmen, noch kuscheln sie gerne mit uns. Noch sind wir Eltern für sie die Helden, ohne große Fehler, unantastbar auf Platz eins der wichtigsten Menschen. Noch denken sie, wir hätten für jedes Problem eine Lösung.

Wir kämpfen noch nicht gegen die Gunst der Freunde an, streiten noch nicht wegen der Verlockungen von Handys und Playstations. Wenn ich sage: „Wir gehen heute ins Freibad“ brechen alle noch in Jubelgeschrei aus – niemand sagt: „Nö, keinen Bock.

Neulich sagte meine Freundin: „Das hier sind die goldenen Jahre. Die Kinder brauchen uns nicht mehr nonstop, aber sind noch nicht so weit, dass sie sich von uns abgrenzen. Das sind wirklich nur ein paar Jahre – und die müssen wir genießen.“

Irgendwie hallen diese Worte bei mir gewaltig nach.

Denn ich habe ein bisschen Angst, dass sie stimmen könnten. Dass wir jetzt die schönsten Jahre mit den Kindern haben. Das soll nicht heißen, dass es bei uns zu Hause manchmal nicht SAUANSTRENGEND ist. Täglich gibt es hier Geschwisterstreit und drei sehr unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Temperament. Und dennoch: Eigentlich ist das Alter der Kinder jetzt wirklich schön.

Wie geht es anderen Mamas da draußen? Habt Ihr die Babyzeit ganz besonders genossen? Oder findet ihr es jetzt toll mit Teenagern? Ich freue mich sehr, wenn Ihr mir verratet, welche Phase für Euch besonders schön war!

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4 Kommentare

  1. Huhu!
    Meine Mädels sind 5,7(fast8) und meine Stieftochter 15.
    Ich bin persönlich seeeeeehr froh, dass die jüngeren nicht mehr so klein sind und sich gut verstehen. Endlich mehr Zeit für einen selbst. Ich genieße diese Zeit wie beschrieben der größeren Selbstständigkeit, aber noch Wichtigkeit der Eltern.
    Bei meiner Stieftochter finde ich die Pubertät ehrlich gesagt auch super , dadurch dass die Eltern in den Hintergrund treten , ist mehr Platz für anderen Bezugspersonen. Ich genieße die Gespräche und Zeit mit ihr und auch wenn mich das Rumgefletze öfter nervt , finde ich es toll zu sehen, wie sie sich abnabelt.
    Gute Zeit allen egal wie alt eure Kinder sind!

  2. Meine 2 sind noch recht klein, Sohn 2 1/4, Tochter 10 Monate. Einerseits wunderschön, andererseits eben soooo anstrengend….ich muss sagen ich freu mich schon auf etwas weniger Stress, wenn beide ein klein bissel älter sind, miteinander spielen können etc. Ich versuche trotzdem alles zu genießen, denn so oder so geht alles so schnell rum…ich selbst hab als Teenie immer noch ab und an gerne was mit der Familie gemacht und hatte keine echte „Null-Bock-Phase“. Vielleicht hab ich Glück und meine 2 genießen dann auch ab und an einen Ausflug etc zusammen:-)

  3. Meine Kinder sind 18, 14, 10, 4 und 5 Monate alt.
    Am allerschönsten finde ich die Baby- und Kleinkindzeit. Mega anstrengend, ja. Aber trotzdem so zauberhaft.💕
    An Platz 2 stehen bei mir die Jahre zwischen Kindergarten und Grundschule, die hier im Artikel gerade beschrieben werden.
    Auch eine sehr schöne Zeit, in der man die nicht mehr kleinen, aber auch noch nicht großen Kinder bei ihren ersten selbständigen Schritten ins Leben noch so intensiv begleiten darf.
    Ich gebe es zu, am wenigsten kann ich mit der Pubertäts-Null-Bock Phase. Wenn sie meinen, die Weisheit mit Löffeln gegessen zu haben und jeder noch so vorsichtige Gesprächsversuch genervt abgeblockt wird. Die Eltern haben sowieso keinen Plan von irgendwas und sind mit Ende 30 sowieso schon uralt und völlig von gestern. Aber gut, gehört wohl auch dazu.☺️

  4. Das ist eine schöne Sicht der Dinge.

    Meine Grosse wird sieben, ist so unkompliziert und kann schon so viel alleine und ist gleichzeitig irgendwie doch noch mein kleines Mädchen.
    Meine Kleine ist zwei, es schwankt noch zwischen mal ruhig auf der Bank sitzen und mal hektisch aufspringen. Diese Phase bezeichne ich gerne als zuckersüß und ekelig, es schwankt so schnell von himmelhoch jauchzend und plötzlich laut schreiend auf den Boden werfend. Das werde ich nicht vermissen 😉

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