Ich bin einsam. Warum finde ich keine Freunde?

Freunde

Ihr Lieben, als diese Zeilen haben uns erreicht haben, waren wir sehr gerührt. Weil sie so ehrlich sind und wir Nathalie, unsere Leserin, so gerne in den Arm nehmen würden. Wer mag, hinterlässt hier ein paar nette Worte, um Nathalie zu zeigen, dass sie gar nicht so alleine ist, wie sie denkt….

„Mein Name ist Nathalie und ich bin 35 Jahre alt. Ich habe einen sechsjährigen Sohn, bin alleinerziehend, der Vater kümmert sich nicht. Ich arbeite in der Telefonzentrale einer Krankenkasse, wir wohnen in einer Kleinstadt, eigentlich geht es uns ganz gut.

Ich bin nur schon immer irgendwie einsam. Schon seit meiner Kindheit, weil ich einfach keine Freunde habe und auch noch nie richtig welche hatte. Ich glaube, das liegt daran, dass ich „seltsam“ bin.

Mein Leben lang Einzelgängerin

Ich bin nicht locker, nicht lustig, ich kann mich nicht spontan in eine Gruppe stellen und mitreden. Schon in meiner Kindheit und Jugend war ich eine absolute Einzelgängerin, habe mich viel verkrochen und gelesen oder war im Pferdestall. Ich wurde nicht auf Partys eingeladen, hatte keine Dates, ging nicht zur Tanzstunde. Gleichaltrige fanden mich schräg und ich sie irgendwie auch. Ich habe mir oft gewünscht, dazu zugehören, aber gleichzeitig wusste ich nie, was ich mit denen reden soll. Ich fühlte mich immer wie ein Außerirdischer.

Und dieses Gefühl ist geblieben. Natürlich grüße ich die anderen Eltern vor der Schule, manchmal redet man auch ein paar Worte. Aber neulich – nach dem Elternabend – standen alle Eltern danach noch draußen rum. Ich habe mich gezwungen, mich dazu zustellen, aber die ganze Zeit nichts gesagt. Und wenn ich mal was sage, ist es irgendwie nie „normal“, sondern alle gucken danach so komisch.

Mein Sohn und ich verstehen uns prima, er hat Freunde und ist da zum Glück auch anders als ich. Ich freue mich, wenn er sich verabredet oder auf Geburtstage eingeladen ist. Ich bin es nie. Ich bin immer zu Hause Abends, habe keine Freundinnen zum Essengehen, für Kino, für einen Spaziergang.

Auch auf der Arbeit gibt es keine Kollegin, mit der ich mich anfreunden könnte. Ich mache meine Arbeit, esse meist alleine und gehe wieder heim.

Kaum jemand gratuliert mir zum Geburtstag

Manchmal stört mich diese Einsamkeit nicht, ich glaube, weil ich schon so dran gewöhnt bin. Aber manchmal packt es mich und ich werde so traurig. Zum Beispiel an meinem Geburtstag, wenn mir kaum einer gratuliert. Oder wenn ich irgendwas Schönes erlebt habe und ich es niemandem erzählen kann. Manchmal komme ich mir so vor, als sei ich die Einzige auf der ganzen Welt, die unfähig ist, Freunde zu haben.

Gibt es hier noch andere Frauen, denen es ähnlich geht? Oder hat jemand Tipps für mich?“

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98 comments

  1. Die dunkle Jahreszeit ist da und mit ihr wieder das einsame, schlechte Gefühl… Ich habe keine Freundin(nnen)… Als Teenagerin hatte ich zwei Freundinnen, aber beide haben mich zum Ende der Teenagerzeit nach mehreren Jahren der absolut innigsten Freundschaft tief enttäuscht und gedemütigt. Vielleicht hängt mir das noch nach.
    Einmal fragte mich eine Urlaubsbekanntschaft, ob ich Abends auch so unglaublich viele WhatsApp Nachrichten zu beantworten hätte. Oh man, wenn ich mal eine bekomme, dann öffne ich sie sogar manchmal absichtlich erst später – um beschäftigt zu tun. Ich will nicht rüber kommen, als hinge ich nur vorm Handy, auch wenn es genau das ist, was meine Tage füllt. Und natürlich schreiben mir keine 3 Leute am Tag.
    Ich bin hübsch, extrem hübsch. Ich glaube ich habe noch keinen Mann kennengelernt, der nicht auf mich stand. Ich hatte immer die freie Wahl. Das klingt total absurd, aber es ist exakt so (und sehr sehr unangenehm). Aber Freundinnen? Ich weiß nicht, wo da das Problem liegt. Ich finde einfach keinen Anschluss… Das letzte Mal mit einer Freundin los war ich vor 11 Jahren. Ich bleibe vermutlich mein Leben lang einsam und allein (außer was eine Partnerschaft anbetrifft, aber die ersetzt keine Freundinnen).

  2. Hallo ich bin Lisa, ich habe eben diese Seite gefunden und ein paar Kommentare gelesen. Kommt von euch jemand aus Kiel und ist in etwa in meinem Alter?Ich bin 27 und seit kurzem nach Kiel gezogen. Ich hatte zwar immer irgendwie „Freunde“ und habe auch immer noch Menschen die nach mir fragen und mit denen ich „befreundet“ bin aber ich merke immer mehr, dass ich durch meine Lebenseinstellung und meine psychischen Probleme zurückgezogener werde. Ich fühle mich mit keinem mehr wohl und fühle mich auch schon immer sehr einsam, weil mir immer etwas gefehlt hat. Ich hätte auch gerne eine Freundschaft die wirklich wie Seelenverwandschaft ist und wo sich keiner zu viel oder zu wenig fühlen muss. Wo man nicht komisch angeguckt, veralbert oder kritisiert wird oder sich ständig für irgendwas rechtfertigen muss. Ich war noch nie und mit niemanden ich selbst. Und mein Wunsch das aber zu sein wird immer größer. Ich bin zwar Profi im verstellen, anpassen, mitlaufen, Sachen so drehen dass ich Leuten gefalle, aber das ist immer sehr oberflächlich und innerlich merke ich immer, dass es mir nicht gut tut. Ich bin Leuten oft zu viel, zu seltsam, zu anstrengend, zu klammerd oder sonst was. Umso selbstreflektierter ich werde, desto weniger mag ich mich mit Leuten umgeben, da es mich immer anstregt und stresst. Eine Person zu finden, mit der einfach alles „leicht“ ist wäre schön.

    Vielleicht fühlt sich ja jemand angesprochen. Ich kann zwar sehr offen und extrovertiert und draufgängerisch sein und kann notgedrungen immer Gespräche am laufen halten aber ich möchte auch einfach mal nur introvertiert sein können und gut wie ich bin und jemanden der haben der fühlt wie ich und mit dem alles ob mit oder ohne Worte schön ist. einfach so.

    Melde dich gerne wenn du das Gefühl hast dich spricht an was ich schreibe. Es müsste nur wie gesagt jemand aus Kiel sein und am besten irgendwie zwischen 20 und 30.

    Liebe Grüße
    Lisa

  3. oh wow so viele! Dachte immer, es geht nur mir so. ich habe den tollsten und liebsten Ehemann, oberflächliche Bekanntschaften, aber keine tiefgreifende Freundschaft, keine beste Freundin, die ich mit immer gewünscht habe. schön in der Schule war es so, wurde gemobbt, obwohl ich nur nett und höflich war, komme in einer Gruppe selten zu Wort bzw habe das Gefühl, wenn ich was sage, hört mir keiner zu und es interessiert keinen. Dabei fällt es mir nicht schwer auf Menschen zu zu gehen, habe aber das Gefühl, sie mögen nicht nicht. warum auch immer…und dabei habe ich mir doch nur eine beste Freundin gewünscht.

    1. Den Thread habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und gedacht : Ja, so geht es mir auch!
      Lest ihr hier noch mit?
      Eine Art Gruppe zu gründen finde ich toll! Wurde das inzwischen gemacht?
      Vielleicht kann man auch erst woanders (zum Beispiel in einem ganz normalen Forum) in Kontakt kommen? Gleich öffentlich Mail oder Telefonnummer zu schreiben… Ich bin da sehr vorsichtig.
      Viele Grüße!

      1. Da geht es also nicht nur mir so… Du bist auf jedenfall damit nicht allein. Mir geht es sehr, sehr ähnlich. Ich bin 16 und dachte bis jetzt ich würde irgendetwas falsch machen, aber anscheinend ist dem nicht so. Ich bin sogar froh (abgesehen von der Lautstärke) , in der Schule zu sein, weil ich da abgelenkt bin und ich es etwas verdrängen kann, dass ich eigentlich komplett Hilflos nur existiere.

  4. Hallo Nathalie,
    wie du siehst geht es ganz vielen Frauen so wie dir. Auch ich bin seit vielen Jahren schon eine Einzelgangerin. Ich habe mich früher öfter gefragt ob das normal ist wenn man keine Freunde hat und weißt du was, mittlerweile hab ich mich so akzeptiert. Ich habe es immer wieder versucht Freundschaften zu schließen, fühle mich aber nie richtig wohl. Jetzt genieße ich die Zeit eben alleine, fotografieren, lesen, reisen. Ich denke es ist wichtig das man trotzdem Freude am Leben hat und sich für das Leben begeistern kann. Liebe Grüße Natalie 😉

  5. Hallo, als ich den Beitrag über Natalie gelesen habe, dachte ich lese meine eigene Geschichte. Bri mir ist es quasi 1:1 identisch. Ich verbringe auch seit meiner Kindheit bis heute ein Leben ohne Freunde. Da kommt man sich echt vor, als ob was mit einem nicht stimmt. Ich höre zwar schlecht, rede völlig normal und geh öfters aus wie Kaffee trinken, Kino, essen gehen, usw. Aber trotzdem bin ich sehr schüchtern jemanden anzusprechen. umgekehrt kommt niemand auf mir zu. Da wird man immer trauriger und trauriger. Dann ist das wohl mein Leben!

  6. Hallo Natalie.
    Mir geht es genau so wie Dir. Ich war auch immer „ungewollte“ Einzelgängerin. Ich bin auch alleinerziehend. Nur kommt bei mir noch dazu das ich außer meinen Kindern nicht einmal mehr Familie habe. Ich bin auch berufstätig, bin im Ehrenamt und im Verein. Aber auch da passiert nichts.
    Fühl dich gedrückt. LG Marya

  7. Liebe Alle, mir geht es so wie den meisten von euch. Ich bin einsam. Ich habe zwei wunderbare Kinder (4/5) und einen tollen Ehemann, aber keine Freundin mit der ich mich austauschen kann. Wir leben jetzt 6 Jahre in einer neuen Stadt und ich lerne einfach niemanden kennen. Der Kontakt mit meinen wenigen Freundinnen von früher wird immer weniger und manchmal, an harten Tagen bin ich schon extrem traurig. Schön zu lesen, dass ich damit nicht alleine bin.

    Liebe Grüße

    1. Hallo Katharina, ich war als Jugendliche und junge Erwachsene sehr einsam. Wenn ich Freunde hatte und das waren meist nur wenige, gingen sie schlecht mir mir um. Auch war mein Selbstbewusstsein nicht gut. Mit der Zeit kam dann heraus dass das Problem in der Vergangenheit lag und dass meiner Familie meine Bedürfnisse nicht allzu wichtig waren, daher habe ich das nach außen weiter gegeben. Für mich hört es sich so an, als wärst Du mit anderen nicht kompatibel und würdest in einer anderen Welt leben. Vielleicht bist Du hochbegabt oder eventuell Autistin? Eine Bekannte von mir beschreibt Ähnliches und seit der Autismus Diagnose geht es ihr besser. Liebe Grüße, Nina

    2. Hallo Natalie
      Mir geht es genau so seit mein Mann im Mai gestorben ist bin ich
      alleine kann mich auch nicht an andere anschließen.Bin 71 und auch einzelgänger.Gehe öffters in
      Aktiv Club für Senioren.Da wird
      geredet,gespielt,gesungen.Vielleicht gibt es auch irgendwo einen Club für dich.Alles Gute.

  8. Hallo,
    puh, das hört sich ja aber wirklich auch nicht gut an. Hier wurden ja schon einige sehr nette Kommentare hinterlassen.
    Es ist im Text nicht erwähnt worden, ob das ein Thema ist, aber hast du Mal an eine Psychotherapie gedacht? Bzw wenn nicht bei einer PsychotherapeutIn vorstellig zu werden? Ohne jetzt aus der Ferne eine Diagnose stellen zu wollen, möchte ich nur informieren, dass es mehrere psychische Störungen gibt, die mit starker Einsamkeit einhergehen oder sie als Ergebnis haben (soziale Phobie, verschiedene Persönlichkeitsstörungen, chronische Depression und noch einige mehr).
    Das muss kein Schicksal sein. Mit der richtigen Hilfe kann man daran etwas ändern.
    Viel Erfolg!

    1. Hallöchen, ich kann dir sagen, so geht es mir auch, ich bin 38 habe zwei Söhne und keine Freunde. Ich denke dass kommt auch ganz stark daher dass meine Mutter mich aus Angst damals nie mit jemanden raus gelassen hat. Und ich das Gefühl habe dass es an mir liegt, ich scheine nichts auszustrahlen was Leute interessant finden. Ganz so einsam bin ich aber nicht weil ich noch meinen Mann habe. Der im Gegensatz zu mir viele Freunde hat. Ind auch öfter am Wochenende aus geht, zum Angeln oder beim Freund einen Film schauen. Manchmal fehlt sowas aber ich finde einfach niemanden bei dem ich mich wohlfühlen kann. Ich komme auch garnicht in ein Gespräch in die Richtung … ich hoffe dass vielleicht irgendwann doch noch ein Wunder geschieht und ich ein Paar Freunde finde 🙂 und ich bin mir sicher bei dir wird es auch irgendwann so sein!

  9. wow, so viele positive Kommentare…
    Es ist, als würde Natalie mir aus der Seele sprechen. Ich habe keine Freunde, hatte nie welche, auch keinen Partner, nur jemanden, der einige Monate mit mir Sex hatte. Ich bin alleinerziehend, mein Sohn ist toll. Ich habe einen Bruder und eine Mutter, die mich unterstützen. Ich treffe auch nette Leute, aber immer nur, solange es einen Zweck des Treffens gibt. Im Studium waren alle nett zu mir, aber kaum war das Studium vorbei, wollte keiner mehr etwas mit mir zu tun haben bzw hatte einfach nicht. Menschen perlen an mir ab. Ich teile alles mit meinem Sohn, bis er zu alt dafür ist. Dann schicke ich ihn ins Leben. Etwas tun hilft, dann suche ich mir wieder etwas, was ich machen kann, um nicht ganz allein zu sein.

  10. Hallo an Euch Alle,

    ich habe immer gedacht, dass ich die Einzige bin, der es so geht: keine Freunde zu haben und dadurch einsam zu sein. Aber dass es so vielen Anderen genau so geht, habe ich niemals erwartet. Ich bin zwar ein eher introvertierter Mensch, aber ich habe kein Problem damit, mit Jemandem ins Gespräch zu kommen, solange man nicht in einer Gruppe zusammen steht, das fällt mir sehr schwer. Ich lerne zwar Leute kennen, aber es wird keine Freundschaft daraus, weil von der anderen Seite nie Interesse besteht, den Grund dafür weiß ich bis heute nicht und auf Nachfrage kommt Nichts oder ich werde blockiert. Ich denke nicht, dass Etwas an mir falsch ist und deshalb verstehe ich einfach nicht, warum Niemand Interesse daran hat, sich mit mir anzufreunden.
    Ich finde, es ist gar keine schlechte Idee, Nummer oder Mailadresse zu tauschen und so in Kontakt zu kommen, natürlich nur wer Interesse hat. Wer weiß, vielleicht finden wir wahre Freundinnen fürs Leben 🙂 Meine Mailadresse ist [email protected], ich freue mich über jede Mail.

    Liebe Grüße, Natalie

      1. Hallo Nathalie, ich habe mir deine Geschichte durchgelesen und bin sehr berührt. Hast du schon mal über ein Coaching/Mentorin nachgedacht? Ich bin Alisha 32 Alleinerziehende Mama von 2 Jungs und ich bin Mentorin für Frauen. Spezialisiert bin ich auf allein Erziehende Mamas. Ich unterstütze Frauen in immer wieder kehrenden Herausforderungen und mit Hilfe eines roten Fadens ihr Leben selbstbestimmter, und selbstbewusster Leben zu können. Das gilt natürlich auch für alle anderen Mamas hier. Meldet euch gerne bei mir, und ich freue mich auf den Austausch. Meine Website : http://www.Alisha-Patzelt.de auch auf Instagram findet ihr mich unter : Alisha.Patzelt.

        Ich wünsche dir/ euch allen noch Dinner schönes Wochenende und an alle, keiner von euch ist allein. 🙏🏽☺️🍀

  11. Hallo Nathalie,

    sehr mutig von dir, hier zu schreiben.

    Ich bin auch alleinerziehende Mama und weiß wie es dir geht. Gern können wir uns weiter austauschen.

    Fühl dich gedrückt.

    Lg

  12. Liebe Nathalie,
    deine Geschichte könnte meine Geschichte sein. Ich heiße auch Natalie, bin 32 Jahre alt, habe zwei Kinder und mir geht es genau so wie dir.
    Seit Kindheit habe ich keine wahren Freunde. In der Schule war ich entweder alleine in der Pause oder mit jemaden, der zu „Außenseitern“ gehörte. Ich bin sehr ruhig, rede kaum, und somit für die anderen langweilig. Wir sind oft umgezogen und jedesmal dachte ich mir, das ist meine Chance, ich werde gesprächiger und werde neue Freunde finden, aber kaum in einer neuen Gruppe angekommen, weiß ich einfach nicht über was ich reden soll, bzw. die anderen reden so viel, das ich mich nicht traue sie zu unterbrechen und wenn ich was dazwischen sage, werde ich nicht gehört oder komisch angeschaut. Ich war in vielen Sportvereinen und verschiedenen Kursen aber nach jedem Kursende ging ich einfach nach Hause, während sich andere unterhielten, weil ich einfach nicht wusste, über was ich reden soll. Ich war sogar beim Psychologen, der mir sagte, ich solle mich so akzeptieren wie ich bin und selbstbewusster werden, aber was bringt mir das, wenn ich mich so akzeptiere und die anderen mich weiter nicht beachten.
    Bei Hochzeiten und Geburtstagen con Verwandten, werden die Brauleute oder Geburtstagskind von vielen ihren Freunden gratuliert, die auch immer betonen, wie lange die befreundet sind und wie viel sie gemeinsam als Gruppe durchmachen und ich konnte jedes mal heulen, weil ich nicht mal eine einzige Freundin habe, geschweige von einer Gruppe von Freunden.
    ich würde aber nicht sagen, dass ich voll komisch bin oder so, ..ich bin nicht hässlich, stinke nicht, habe Abitur, bin sehr hilfsbereit und nett und halte immer meine Versprechungen. ich kann einfach nur nicht reden 🙁

    da es hier so viele Menschen gibt, die genau so sind, vielleicht können wir ja eine Whatsapp Gruppe machen und uns austauschen, treffen und was auch immer 🙂

      1. Hallo liebe Natalie, ich kenne das auch schon seit der Schulzeit. Habe zwar Freunde, kenne das aber auch mit dem Gefühl der Einsamkeit. Dass mit der WhatsApp Gruppe klingt doch gut. Gerne darfst Du/ wer Lust hat mich anschreiben wenn du magst, meine Email Adresse ist [email protected] Liebste Grüße an Alle 🤗

      2. Geht mir ähnlich…bin einsam…kaum bis keine Freunde…Familie auch nicht das wahre…
        Das einzige was mich aufrecht hält sind meine Tiere.❤..z Z sind es zwei Hunde..
        LG Dory

    1. Hallo, ich bin kinderlos und verheiratet und kenne trotz glücklicher Ehe die Gefühle von Einsamkeit. Ich dachte immer, das liegt an der ungewollten Kinderlosigkeit. Meine wenigen Freundinnen sind durch ihre Kinder sehr eingespannt und haben für spontane Treffen nie Zeit. Ich bin empathisch aber auch eher introvertiert und gerne zuhause im Garten etc. So lernt man aber schwieriger neue Leute kennen. Mir fehlt eine beste Freundin, das ist einfach so. Ich kann euch alle gut verstehen. Lg

  13. Liebe Nathalie,
    ich denke nicht das Sie anders sind, ich denke eher, die Leute nehmen sich heutzutage kaum noch Zeit einen Menschen wirklich kennen zu lernen. Damit meine Ich Zeit. Das heißt hinter die Fassade zu blicken. Leider ist es bei uns Menschen so, das wir innerhalb in Sekundenbruchteilen darüber entscheiden, ob wir einen Menschen “ riechen“ können oder nicht. Glauben Sie mir, ich kann viele Menschen nicht “ riechen“! Ich bin 34 Jahre alt, seit 12 Jahren verheiratet und habe 4 Jungs. Wenn ich mit den Kindern auf den Spielplatz gehe wird man angegafft weil man in der heutigen Zeit noch 4 kinder hat. Mir ist es jedoch egal, was andere von mir halten. Mit anderen Eltern in der Schule zu quatschen, ist schwieriger wie es sich anhört. Die meisten sind zu hochnäsig, denken Sie sind was besseres, schauen einen von oben bis unten an oder Sie diskutieren darüber welches Kind besser ist oder wer die meisten Kurse besucht. Da finde ich auch keinen Anschluss. Ich fühle mich auch oft alleine selbst mit Mann. Meine beste Freundin wohnt 400 km weit weg. Wenn ich so darüber nachdenke, gibt es bei mir auch keinen mit dem ich Kaffee trinken gehen könnte oder mal weggehen kann. Aber dann denk ich mir wiederum naja was soll’s, habe eh nicht so viel Zeit um überhaupt irgendwas zu unternehmen. Wenn Sie wollen können Sie gern auf mein Kommentar antworten, da könnte man sich austauschen oder vielleicht mal ein Treffen mit Kinder organisieren. Liebe Grüße Mona

    1. Liebe Nathalie,
      hier sind schon 71 Kommentare, und wir alle fühlen uns allein! Wie toll wäre es, wenn wir uns im wahren Leben treffen könnten! Ich wage die Behauptung aufzustellen, dass viele Leser/innen dieser Website hochsensibel sind. Zum Thema Hochsensibilität gibt es viele Informationen z.B. auf hochsensibel.org. Seit ich weiß, dass ich hochsensibel bin, kann ich viel besser mit mir selbst umgehen und versuche, meine Kontakwünsche besser zu kanalisieren. Ich nutze nur noch entsprechend geeignete Websites für die Partner- und Freundinnensuche. In Vereinen etc. wurde ich nie wirklich glücklich. Über das Internet habe ich aber schon ein paar Gleichgesinnte gefunden. Auch muss man akzeptieren, dass Freunde kommen und gehen – anders als Familie. Das war oft sehr schmerzhaft für mich. Natürlich sind auch Selbsthilfegruppen oder eine Therapie eine gute Möglichkeit. Oder dieses Büchlein lesen: „Die Suche nach dem verborgenen Glück.“ Das hat mir persönlich sehr geholfen. Liebe Grüße

      1. Brigitte Schorr hat einen wunderbaren Ratgeber mit nur 74 Seiten geschrieben:
        „Hochsensibilität. Empfindsamkeit leben und verstehen“
        Sie grenzt sich klar von esoterischem Gedankengut ab, was ich wichtig finde.

  14. Hallo Nathalie!
    Kann sein, dass mein Kommentar Dir nichts gefallen würde?
    Zur erst jeder Mensch ein einzigartigePerson ist! „Normal sein“ bedeutet, mindestens für mich, sich an Mentalität und Verhältnissen dem Umfeld anzupassen. Es ist aber gegen unsere Persönlichkeit und das zum bewahren bisschen Mut und Selbstbewusst erfordert. Dh auch wie wichtig die Meinung von anderen für mich ist und ob meine „Ich“ dabei akzeptiert würde?
    Deswegen ich sag immer „normal sein ist relativ“!
    Ich bin auch ziemlich „schräge Vogel“ und früher hatte ich mich deswegen auch Sorgen gemacht. Inzwischen habe ich gelernt mich als Einzelgegnerin zum schätzen. Ja,Du hast richtig gelesen und hoffe, auch richtig verstanden? !
    Wie anderen uns betrachten ist im größten Teil einer Spiegelbild unsere eigene Einstellungen. Genau wie Mona schon vorher erklärt hatte. Sind wir freundlich und offen dem gegenüber, dann reagieren die Leute am meisten auch so. Dabei solltest Du Dich nicht enttäuschen lassen, wenn am Anfang jemand an Deine Nettigkeiten nich anspricht. Es ist doch auch menschlich, dass nicht jeder immer in guter Laune sein muss Trotzdem ein Lächeln kann wirklich Wunder bewirken kann und der erste Schritt zur Kontaktaufnahme ist.
    Die erste Versuche kannst Du in deiner Arbeit oder mit der Mutter von Freunden deinem Sohn machen.
    An uns selbst es liegt, ob wir auch als „sozial“ angesehen werden.
    Man kann seine private Sferę bewahren, wenn die Grenzen beim Unterhaltung stellt. Es ist wirklich nicht so schwer.
    Ich hab relativ viel Bekannten, aber nicht zu viel Freude. Freundschaft ist für mich sehr vertvoll und braucht Zeit durch gute kennenlernen und vertraulich zum entstehen.
    Ich hab auch gelernt mir zum schätzen die Leute kennen zu lernen, egal wie auch kurz dauert es war,weil ich dadurch wertvolle Erfahrungen gemacht habe. Man braucht nur die richtig zuhören und zulassen, was die so interessant zum erzählen haben.
    Es hängt also von uns selbst, ob wir einsam bleiben.
    Ich muss sagen, dass ich trotzdem ein Sehnsucht nach Gespräche auf bestimmter Niveau habe, aber dazu meine Freunde sind.
    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich eine Ausländerin bin, oder hast Du es schon bemerkt? Egal…Mir wurde schnell aufgefallen, dass hier in De in Wirklichkeit die ethnische/nationale Bekanntenkreise zusammen und für sich selbst halten. Ehrlich ziemlich schockierende Erkenntnis für mich!
    Vielleicht würde es auch für mich entscheidend, dass ich mich selbst anderes betrachten würde und gleichzeitig mir behilflich sein könnte in seinem eigenen Gesellschaft glücklich finden. Ich War auch früher im meinem Land in meiner Freizeit nie von Freunden abhängig. Ich konnte ins Kino oder Theater alleine gehen, wenn ich dazu Lust hatte
    Sehr wichtig und behilflich die Meinung meiner Kinder war. Kinder sind ehrlich und auch sehr guter Beobachter,was mir bei Selbstbild Vorstellung sehr realistisch einschätzen könnte.
    Fragst Du auch Deinen Sohn, wie er Deine Stärke und Schwächen betrachtet. Es ist doch was wert!
    Und bisschen mehr Toleranz für sich selbst und anderen ist auch sehr wichtig beim Kontakt knüpfen.
    Also Kopf hoch und viel Erfolg! Mit freundlichen grüßen Anna H.

    1. Liebe Nathalie,
      mir geht es genauso, habe auch keine wirklich richtig gute Freundin. Diese „Freundin“ trifft sich lieber mit anderen, ich bin vllt.der Notnagel wenn kein anderer Zeit hat Ich fühle mich ausgegrenzt und abgestempelt. Habe immer das Gefühl, dass keiner wirklich Interesse an einer Freundschaft mit mir zeigt. Ich habe zwar eine Familie, aber trotzdem braucht man doch eine Freundin, mit der man reden kann.Ich hätte nie gedacht, dass es so vielen hier ähnlich geht. Man denkt, man ist immer alleine damit.

      Liebe Grüße Cordula

  15. Ich bin allen und einsam, ob wohl wünsche ich mir anderes.Ich lebe in München, bin noch im Beruf und dadurch noch Kontakt mit Leute, aber nur Kontakt. Wenn ich mit Dienst fertig bin da bekome ich das Gefühl total allein zu sen. Ich hätte gerne was unternommen. Allein unterwegs ist nicht.Ich habe gute Kontakt mi meiner Arbeitstelle aber die sind alle verheiratet. Zwei meiner Freundinnen sind weit weg umgezogen. Ich kenne weniger Leute die jenige die kenne wir treffen uns selten und alle Gespräche sind flüchtig. Manchmal habe ich das Gefühl sie haben keine Interesse an einem die allein lebt. Ich bin sehr Kontaktfreudig und liebe mit Mensch zusammen sein. Jede WE und jeder Nachmittag und Feiertag bin ganz allen und einsam. Es tut wee und frage mich warum.

  16. Hallo Nathalie,
    Du bist nicht komisch oder anders oder unnormal! Du bist du und nur das zählt. Wenn du dich im Spiegel ansiehst, wen siehst du da? Dich, und du bist eine starke, selbständige und taffe Frau. Wenn dein Sohn dich beschreiben würde, welche Wörter würde er benutzen? Steh zu dir und deiner einzigartigen Art, wenn du dich so annimmst, dann werden es auch andere tun! Heute ist die Oberflächlichkeit sehr weit verbreitet und kaum jemand möchte andere zu nah (an die verletzliche und ehrliche Seite) heranlassen. Aber mit Oberflächlichen kann man keine Freundschaften führen. Die beste Art Freunde zu finden ( echte Freunde) ist, selbst einer zu sein. Also trau dich, du bist nicht anders sondern besonders und besondere Menschen warten darauf gefunden zu werden!! Also gib nicht auf und sei ein Freund/-Inn!

  17. Hallo, meiner Erfahrung nach, kannst Du am einfachsten Kontakte im Verein (bzw. beim Helfen/Ehrenamt) knüpfen. Vorteil: kannst Du sogar mit Deinem Sohn. Habe ich bei der DLRG (Hilfe bei Schwimmkursen, inzwischen mit Sohn), beim Bogenschießen (gemeinsam mit den Kid’s, die Schießsportleiter freuen sich über Hilfe) oder ganz neu beim Fußball (kleiner Sohn, Aufsicht beim Training bzw. Hilfe bei der Orga/Catering). Fast jede/r Verantwortliche in Vereinen freut sich über helfende Hände, Du bekommst Kontakt (auch zu anderen Eltern) und (sofern gewünscht) kann sich auch eine Freundschaft daraus entwickeln…..manche halten,andere nicht. Wie überall im Leben.
    Trau Dich und mach „den ersten Schritt“……..

    VG

    Holger

  18. Hallo zusammen, ja ich kenne das Gefühl auch ich habe einen guten Partner aber mehr auch nicht alle wenden sich von mir ab und ich weiss nicht warum…wir haben nur uns sonst niemanden…schade ist heute nicht so einfach Leute kennen zu lernen. ich weiß auch keinen Rat suche auch noch einen..

  19. Hallo Nathalie und danke für Deine ehrlichen und offenen Worte.
    Eine Lösung habe ich leider nicht, aber es ist doch immer wieder erstaunlich, wie widersprüchlich zwischenmenschliche Begegnungen und gesellschaftliches Miteinander sein kann….
    Ich finde, dass viele ständig bemüht sind, individuell zu sein und sich abzuheben.
    Würde man Eltern fragen, ob das Kind eher individuell oder angepasst sein soll, würden die meisten wohl „ersteres“ antworten.
    Begegnet einem dann aber jemand der „anders“ ist, können viele damit gar nicht umgehen. Die Person wird als „komisch“ oder „seltsam“ vielleicht sogar „unnormal“ abgestempelt und wird eher gemieden und ganz sicher nicht bewundert.
    Es ist negativ behaftet nicht normal zu sein, also nicht der Norm, und somit dem Durchschnitt zu entsprechen. Obwohl ständig etwas anderes suggeriert wird.
    Vielleicht muss jeder für sich einfach mal schauen wie schnell er über andere urteilt und ob es nicht möglich ist, „Andersartigkeit“ zu akzeptieren und hinzunehmen ohne sie in irgendeine Richtung zu bewerten.

    Dir liebe Nathalue wünsche ich, dass Du Deinen Weg findest.

  20. Liebe Natalie. Ich weiß genau wie du dich fühlst. Es ist mittlerweile so schlimm geworden, dass ich den Großteil meines Lebens nur noch zu Hause verbringen. Zu meinem bedauern hab ich noch adhs was dazu führt,dass unter anderem mein Kopf schneller ist als meine Finger. teilweise werden Buchstaben verdreht und/oder vergessen wodurch sich viele daran Belustigen,was dazu führt ,dass meine sozialen Kontakte nich geringer sind.ich bewundere dich und dass du trotz allem nicht aufgibt. Du bist eine kämpferische Frau und gib nie auf. Sei wer immer du sein magst. Wünsche dir für die Zukunft dir und deinem Sohn alles Glück,was ihr aufbringen könnt. Und dass du in kurzer Zeit jemanden finden tust mit dem du gern Zeit verbringst und dir die Person auch gut tut. körperlich und seelisch. fühl dich gedrückt , lass den Kopf nicht hängen. <3

  21. Liebe Nathalie, es tut mir leid zu lesen, dass Du Dich so einsam fühlst. Vielleicht wäre es schön, wenn Du mal mit Deinem Sohn zu einer Mutter- Kind- Kur fährst, da finden sich oft Kontakte. Man hat ja auch sofort gemeinsame Anknüpfungspunkte. Aus meiner letzten Kur ist ein kleines Grüppchen geblieben, die immer mal etwas gemeinsam unternehmen. Ansonsten denke ich, es ist nicht wichtig, dass ganz viele Menschen an einen denken, ein paar wenige Herzensmenschen reichen auch. Was meinst Du eigentlich mit Du bist seltsam? Mich finden auch oft Menschen seltsam, ich frage da nach, was sie meinen… das ist echt interessant. Was auch als Übung vielleicht gut ist, in flüchtigen Situationen (z. B. im ÖPNV) ein unverbindliches Gespräch beginnen. Niemand weiß wer Du bist, womöglich sieht man sich nie wieder, aber man hat eine nette Zeit gemeinsam. Und wenn man sich doch wieder sieht, dann erkennt man sich, kann auch Nummern tauschen etc…

    1. Liebe Nathalie,
      Liebe Mitleser,

      Mir geht es genauso wie Euch.Ich habe auch derzeit keine Freunde.Ich habe schon als Kind mit Freundschaften schwer getan.Leider bin ich immer wieder in toxischen Beziehungen gelandet.Durch eine Intrige von solchen sogenannten Freunden wurde meine ganze Familie zerstört. Deshalb bin ich heilfroh, dass ich derzeit keine Freunde habe. Ich bin in der der Selbstfindungsphase bzw. Selbstaufbauphase.
      Das Problem dass einen keiner zum Geburtstag gratuliert habe ich auch.Da hilft nur eines: An diesem Tag zu sich selbst besonders nett zu sein. Man kann ja auch von langer Hand sparen für Unternehmungen und Geschenke die man sich selbst schenkt an diesem Tag.Natürlich ist es viel schöner mit Freunden zu feiern.Aber lieber alleine als in schlechter Gesellschaft. Abgelehnt von anderen Menschen ist bei mir die Regel .Ganz selten begegne ich jemanden der mich so annimmt wie ich bin.Aber Serviceleistungen wie Ausheuladresse, Krankenschwester und Klassenpflegschaftsvorsitzende habe ich selbstverständlich zu erbringen. Neulich hatte ich einen Ausflug organisiert für die Klasse meines jüngsten Kindes.In der Gesprächsrunde haben mehrere Mütter und Väter die Arme verschränkt als sie mit mir gesprochen haben.Als ich die Runde verlassen hatte hörten sie damit auf.Anscheinend habe ich so eine tolle Austrahlung .
      Mein Rat an alle Betroffene: Seid nett zu euch selbst und tut was für euch selbst.
      Und schützt euch vor toxischen Beziehungen.Erstmal die Leute langsam an sich herankommen lassen.Und immer prüfen ob es für Euch stimmt.

      Liebe Grüße

      Vera

  22. Hallo ihr alle,
    es hat mich sehr berührt was ihr hier alle geschrieben habt! Ich komme von der „anderen Seite“ und zwar dahingehend, dass ich gut kommunizieren und leicht Freude finden kann. Dabei bin ich auch eher ein introvertierter Mensch, der Mitmenschen gerne, aber nur in einer von mir bestimmten Dosis, trifft. Mich darf man z. B. auch NICHT um 3 Uhr Nachts mit irgendeinem Problem anrufen, weil mich das überfordern würde, und meine Freunde wissen und akzeptieren das. Man muss für eine Freundschaft auch Regeln vereinbaren, damit alle wissen was geleistet und geliefert werden kann und was nicht. Dann sind nämlich die Freundschaften auch nicht so „anstrengend“, wie ich immer wieder höre, sondern einfach nette zwischenmenschliche Begegnungen. „Freude“ findet man auch nicht sofort, bis auf ganz wenige Ausnahmen wo es sofort „klickt“, sondern die zwischenmenschliche Beziehung entwickelt sich, aus einer erst flüchtigen Bekanntschaft, vielleicht vom Bäcker oder aus dem Internet, über gute Bekanntschaft, wo man auch mal zusammen ins Kino geht – aber Freude sind es erst, wenn man vertraut genug ist, auch persönliches zu erzählen, vielleicht auch wo es in der Beziehung hakt oder Probleme mit der Familie- das erzähle ich weder Bekannten noch Kollegen, sondern diese Stufe der Freundschaft muss sich erst entwickeln und im Übrigen auch nur, wenn der andere einverstanden ist, sich das auch anzuhören. Also sucht bitte nicht unbedingt gleich „beste Freundin fürs Leben“, sondern erstmal nur grundsätzlich nette Leute, und schaut dann, wie es sich entwickelt und ob echte Freundschaften daraus wachsen. Wenn nicht, seid nicht traurig, denn auch mit Bekannten ohne „persönliches Insiderwissen“ über euch kann man einen netten Abend, Kino, Grillen o.ä. auf die Beine stellen.

    Jetzt möchte ich noch was zu den „ersten Schritten“ für ein Kennenlernen sagen. Erster Punkt, das Umfeld, in dem ihr Bekanntschaften machen könnt: es muss dort potentiell Leute geben, die dafür geeignet sind. Ich habe selber viele Erfahrungen in kleineren Orten gemacht, wo sich alle seid Kindheit kennen und auch das Klima der Gemeinde so ist, dass es Zugezogene eher schwer haben, wirklich Anschluss zu finden. Solche Umfelder sind nicht so vielversprechend und falls ihr so wohnt, solltet ihr euch überlegen, ein Hobby z. B. Sport in einem nächstgelegenen größeren Ort anzufangen, wo die „Gemeinschaft“ offener für Neuankömmlinge ist.
    Zweitens: man weiß nicht, was man sagen soll.
    Hier müsst ihr euch im Vorfeld eine Fähigkeit aneignen, und die ist, Informationen sammeln. Macht daheim ein Plakat oder abonniert einen Newsletter zu einem Thema, egal. „Spontan mitreden“ kann man nur, wenn man Wissen hat. Wenn ihr regelmäßig seriöse Nachrichten und Zeitungen lest, könnt ihr beim „allgemeinen Smalltalk“ sofort was beisteuern, z. B. über jetzt wieder neue Regelungen im Herbst. Über Politik kann man streiten, aber ein Grundwissen sollte man haben. Viele von euch sind Eltern, vielleicht könnt ihr euch mit „Spezialwissen“ einbringen, vielleicht einen Tipp gegen Ohrenschmerzen den ihr irgendwo gelesen habt. Dieser Satz ist auch ein guter Einstieg, um sich in ein bestehendes Gespräch einzubringen: „Ich habe jetzt erst wieder gelesen, dass…“. Lesen oder allgemein Informationen sammeln ist unabdingbar für Gespräche. Ihr wisst nie, welches Thema mal aufkommt, zu dem ihr genau was sagen könnt. Natürlich gibt es viele Felder, wo ihr Informationen sammeln könnt für Gesprächseinstiege, z. B. Tiere, Kochrezepte, neue Energiekonzepte, Kita usw. Sucht euch was aus, das euch nicht schwerfällt, regelmäßig darüber zu lesen oder zu informieren und dann klappt das auch mit den Gesprächen besser.
    Ansonsten kann ich noch empfehlen, sich darauf einzulassen, herauszufinden was anderen Freude macht. Irgendjemand isst gerne Kirschen, und ihr seid grade auf einem Markt? Bringt doch einfach eine kleine Extraportion für die Bekanntschaft mit und gebt auch auf dem Nachhauseweg direkt dort ab (wichtig – gleich machen und garnicht erst mit zu euch nach Hause nehmen, wo ihr den Mut verliert oder grübelt, ob das jetzt ne gute Idee war – einfach machen, nicht so viel hinterfragen wenn es um Nettigkeiten geht). Klingelt an der Haustür, haltet die Kirschen hin, sagt atemlos: „Die sahen spitze aus, da hab ich an dich gedacht!“, lächelt, verabschiedet euch sofort, und fahrt weiter. Wichtig: die andere Person soll sich nicht gezwungen fühlen, euch hereinzubitten, sonst ist das nämlich ein „Selbsteingeladen“-Thema und passt vielleicht garnicht, wird aber aus Höflichkeit als Verpflichtung wahrgenommen. Nein, wir wollen keine Umstände machen, nur was abgeben einfach als nette Geste, und tschüssi, bis Dienstag beim Bäcker dann!
    Oder, ihr seid mit den Kindern auf dem Spielplatz, packt immer ein extra Getränk/Apfelschnitze/Taschentuch ein, das ihr anbieten könnt, wenn andere Eltern nix dabei haben. Beobachtet nicht nur eure Kinder, sondern auch das Umfeld, und wenn ihr merkt es wird irgendwo was gebraucht, könnt ihr es anbieten. Falls die anderen Eltern dankend ablehnen, egal, war trotzdem eine nette Geste!
    Ihr seht, das mit den Freunden und Bekannten erfordert eine Menge „Mitdenken“ außerhalb eurer eigenen Bedürfnisse, aber es ist es echt wert 🙂
    Ich drücke euch ganz doll die Daumen!

  23. Ich versteh dich sehr gut. Ich bin in einer glücklichen Beziehung, aber das ist auußer zu den Kindern auch schon mein einziger Kontakt. Ich habe keinen Kontakt mit meinen Eltern und meinem Bruder (die melden sich nichtmal zurück, wenn man sie anschreibt) und mir fällt der Umgang mit Menschen schwer. Ich tu mich schwer mit Kommunikation. Selbst in der Beziehung. Ich denke jeder erwartet Kommunikation und dann rede ich irgendwas. Aber weder frei noch echt. Das wirkt auch seltsam. Mittlerweile ziehe ich mich selbst immer mehr zurück. Ich kann das mit der Kommunikation einfach nicht so richtig. Und es strengt mich an. Meine Kinder haben gut Kontakt nach außen.

    Ich denke nicht, dass du allein mit dem Problem bist. Es gibt viele wie uns. Ob das allerdings gegen die Einsamkeit hilft, wage ich zu bezweifeln.

    Ich fürchte mich ein bisschen vor den Feiertagen. Da merke ich das jedes Jahr extrem.

  24. Mit deiner Einsamkeit bist du nicht allein, mir geht es ähnlich. Der Unterschied: ich bin ein Mann und habe leider keine Kinder.
    Gruß Ulf

    1. Ich bin auch Alleinerziehende mir geht es genau wie dir sprich Elternabend redet keiner mit dir oder wenn man dan Mutter näher kennt kommt einen das grauen da sie entweder einen gut bezahlten Mann haben und nicht arbeiten müssen und du hast 2 Jobs damit du über die Runden kommst oder sie sind falsch und hast Ärger wegen den Mütter…..bin 46 und seit fast elf Jahren alleine und Männer wollen meist keine mit Kinder und das was rum läuft ist so egozentrisch und nimmt keine Rücksicht auf dich oder uralt und unverschämt……ich bin mittlerweile genervt wenn jemand sagt du findest schon noch den richtigen…..wo und wann kann mir keiner sagen ich hab aufgegeben und mach mir mein Leben so wie ich und meine Tochter es gut finden …und erzwingen is nicht…..und wenn ich im Bekanntenkreis mich umhören tu bin ich echt froh allein zu sein ohnehin ganzen fremdgehstress oder verlassen werden wegen einer jüngeren…..

    2. Hallo Ulf ,es tut mir leid das du einsam bist.Ich habe auch Kinder die Erwachsenen sind und ich habe auch Freunde dennoch fühle ich mich oft einsam als Single. Denn es fehlen mir Gespräche die man in einer Beziehung hat. Oder auch Urlaub was ich auch gerne mache aber nicht alleine.

    3. Mir geht es leider auch ähnlich. Ich wohne hier in einem kleinen Ort. Aufgrund von ein paar Streitigkeiten fühle ich mich auch sehr unwohl und finde überhaupt keinen Anschluss. Ich bin auch sehr introvertiert und habe oft das Gefühl dass mir alle aus dem Weg gehen. Wenn ich mein Kind aus der Schule abhole, stehen öfters Grüppchen da – ich grüße und manche schauen einen nur doof an. Wüsste auch nicht was ich mit diesen Leuten reden soll – ich spüre die Abneigung sehr stark und dann geht gar nichts mehr. Mein Kind ist mir leider ganz ähnlich und sehr fixiert auf wenige Kinder. In seiner Klasse hat es keinen einzigen Freund 🙁 das tut auch mir in def Seele weh… kann euch alle so gut verstehen.

  25. Bei der Überschrift habe ich mich sofort angesprochen gefühlt, weil ich mich auch oft einsam fühle. Ich bin zwar verheiratet und habe zwei Kinder, sehe meine Eltern und Schwestern mehr oder weniger regelmäßig, aber das war es fast schon mit persönlichen Kontakten. Bisher arbeite ich fast ausschließlich im Home-Office, meine Kollegen habe ich fast noch nie in Natura gesehen. Freunde in der Schule hatte ich fast keine und mit den wenigen ist der Kontakt eingeschlafen. Seit einem Jahr wohnen wir in einem neuen Ort, die Kinder gehen erst seit vier Wochen in den neuen Kindergarten und letztendlich geht es mir dort so wie dir, Nathalie. Jeder scheint jemanden zu kennen, außer mir. Viele der Eltern sind schon selbst als Kind in der Einrichtung gewesen, das scheint zum Teil eine richtige Gemeinschaft zu sein.
    Ich überlege zur Zeit, ob ich wieder mit Sport anfangen oder ein Ehrenamt ausführen soll, aber die zeitliche Einschränkung macht das Ganze nicht so einfach. Angst vor neuen Leuten habe ich eigentlich keine und ich suche auch wirklich aktiv nach Anschluss, aber es scheint eine unsichtbare Barriere zu geben, die festere Kontakte oder gar Freundschaften verhindert. Ich weiß echt nicht, was das sein könnte und das deprimiert mich erst recht.
    Das mit dem Geburtstag kann ich übrigens absolut nachvollziehen. Von meinen wenigen Freunden haben welche (ja, Mehrzahl) meinen letzten vergessen. Eine Familie hat zwei Tage später ein „Happy Birthday“ per WhatsApp nachgeschoben, von den anderen kam gar nichts mehr. Und das obwohl wir uns erst ein paar Tage vorher gesehen hatten…
    Was ich dir mit diesem langen Text sagen wollte, ist: Du bist nicht allein und leider gibt es kein Allheilmittel für diesen Zustand. Ich wünsche dir natürlich trotzdem, dass es irgendwann besser wird. Nur ganz von alleine wird das nicht passieren, du wirst dir ein Herz nehmen müssen. Freundschaften sind harte Arbeit und nicht selbstverständlich.

    1. Liebe SL, das wird! Auch diese vermeintlich eigeschworene Gemeinschaften nehmen neue Leute auf. Vielleicht werden die Kontakte nicht gleich so eng, aber es kann klappen. Wag dich in ein Ehrenamt, niemand reißt dir den Kopf ab, wenn es mit kleinen Kindern nicht immer und jederzeit möglich ist. So lernst du neue Leute kennen, die du vllt auch mal um Hilfe bitten kannst. Witzigerweise werden die losen Bekanntschaften oft enger, wenn man sich mal geholfen hat.

      Anderer Punkt: Bitte sei auch nachsichtig mit anderen. Wie oft habe ich schon Geburtstage vergessen, damals im Abi-Stress den 18. Geburtstag (!) meiner besten Freundin. Oder gerade letzte Woche ihren 1. Arbeitstag nach der Elternzeit. Oft genug denke ich an wichtige Ereignisse bei ihr. Oft genug aber auch nicht. Sie wohnt weit weg, ich arbeite Vollzeit bei 3 kleinen Kindern, habe Freunde und Bekannte am neuen Wohnort. Trotzdem bleibt sie meine allerwichtigste Freundin. Und das gerade, weil sie nachsichtig mit mir ist. Kein böses Wort, sie kennt mich und meine Stärken und Schwächen und nimmt meine Entschuldigung an.

  26. Mir geht es glücklicherweise nur zum Teil so. Ich habe nur manchmal Probleme, auf Leute zu zu gehen. Allerdings bilden sich bei mir selten richtige Freundschaften draus und das nervt mich ein wenig. ich habe schon lange keine richtige, sehr gute Freundin mehr, die ich Tag und Nacht anrufen könnte und meine Probleme besprechen.
    Ich habe ein paar Bekanntschaften und sehr wenige Freunde. Eine Freundin kam diesen Sommer dazu, mit ihr bin ich gerade auf einem sehr guten Weg, wir sind uns sehr ähnlich. ich hoffe, es entwickelt sich eine tiefe, innige Freundschaft daraus.
    Ich habe sie kennen gelernt, weil ich in einer Facebook Gruppe für neue Mädels in Karlsruhe zu einem Stammtisch aufgerufen habe. Ein Treffen im Sommer mit ein paar Mädels und schon hatte sich eine kleine Runde gebildet. alle hatten über die Jahre die Freundschaften und Kontakte verloren
    in dieser Facebook Gruppe posten auch immer öfters Mädels, dass ihnen Freundschaften und Kontakte fehlen. Es geht also sehr vielen so.
    Ich möchte Dir das auch empfehlen, einfach Mal in solch einer Gruppe zu posten, auch wenn es Überwindung kostet und vielleicht bei den ersten Treffen erstmal Arbeit ist, zu selektieren, ob man vielleicht gleiche Interessen hat. Es lohnt sich!
    außerdem kann ich die Nachbarschaftsplattform http://www.nebenan.de sehr empfehlen. Hier wird einem quasi die Nachbarschaft virtuell angezeigt. Das ist für viele vielleicht auch einfacher am Anfang.
    Außerdem gibt es noch die App „Bumble“, die nicht nur dem Dating dient. man kann dort auch einstellen, dass man auf der Suche nach einer Freundin ist, und die App durchsucht die Mädels, die sich auf der App angemeldet haben und sich im Umkreis befinden.
    Dann wäre vielleicht ein Coaching für Dich Mal gut, um Dich selbst besser kennen zu lernen und vielleicht raus zu finden, warum Du Dich so fühlst oder was Du ändern kannst?

    Alles Liebe und viel Erfolg!

    1. hallo Nathalie
      deine Geschichte hat mich tief berührt.
      wurde mich gerne mit dir anfreunden wohne in Österreich Wien .
      ich habe auch keine Freunde auch keine Kinder keinen Mann .
      wünsche dir alles Gute

    2. Hallo,
      aber gerade im Kindergarten verabreden sich die Kids doch irgendwann gezielt selbst, so dass die Mütter doch meist dann Nummern tauschen, sich verabreden. Im Kiga waren die Mamis beim Spielen immer mit dabei, so konnte man sich kennenlernen. Vielleicht ein Impuls (?) Alles Gute!

  27. Hallo zusammen,
    mein Name ist Benny und ich bin ein 43 jähriger leinerziehender Mann von 2 Kindern. Zuerst sei lieb gedrückt und wir sind alle bei dir. Mir geht es da genau wie dir. Nachdem ich meine Jugend mir selber verbaut hatte, begriff ich zu spät das ich mich ändern möchte. Ich habe und werde jeden Tag an mir arbeiten dies zu verbessern um nicht allein zu sein. Nach der Trennung von meiner Exfrau bin ich unseren Kindern hinterhergezogen da ihre Mutter in das Haus ihres neuen Freundes eingezogen ist. Jetzt bin ich in einem anderen Ort und versuche Kontakt zu knüpfen. Es gelingt mir mehr oder weniger. So Natalie, wir stehen alle hinter dir und wer weiß, vielleicht laufen wir uns mal über dem Weg, ich würde mich sehr darüber freuen. Ich wünsche dir das beste und genieße dieses eine Leben. LG sagt Benny aus 047

    1. Hallo Natalie, ich habe auch nur drei Freunde, mit denen ich nur einmal im Jahr telefoniere. Ich scheine sie also auch nicht besonders zu interessieren. Wenn ich spreche, sehen mich alle an, als wäre meine Meinung weltfremd und ich vom Mond. Wenn du jemanden zum Reden brauchst, kannst du mir gerne schreiben.

  28. Liebe Nathalie,
    du bist nicht allein und in meinem Leben gab es auch Zeiten, in denen es mir ähnlich ging.
    Ich hab mir ein paar Tipps überlegt:
    Für Gespräche:
    – tausche Tipps und Empfehlungen aus für einen tollen neuen Spielplatz, ein leckeres neues Rezept, ein Spiel oder Buch, das du besonders magst
    -unterhalte dich über lokale Wochenendaktivitäten wie Wanderungen, Museen oder was du sonst gern magst
    – unterhalte dich über neue Cafés oder Läden,zu denen man auch zusammen hingehen könnte
    – übe beim Bäcker, im Supermarkt oder auf der Straße dich spontan zu unterhalten und mach Komplimente z.B. für schicke Kleidung, das süße Kind, das fröhliche Lächeln
    – bitte andere um Hilfe (Blumen gießen, Katze füttern, Kind fahren)
    – frage andere nach ihrer Meinung oder wie sie mit neuen Situationen umgehen (neue Lehrerin, Regenwetter, neues Spielzeug des Kindes…)
    – erzähle von dir und von dem, was du gern machst
    – initiiere eine Spielgruppe, Wandergruppe, Kaffeerunde
    – fang ein neues Hobby an
    – such dir Ziele und erzähl davon
    – bring zu deinem Geburtstag spontan Kuchen oder Muffins mit (für die Elternrunde nach der Kita)

  29. Hallo Nathalie, ich bin Psychologin und Psychotherapeutin und habe den Eindruck, dass deine Einstellung „Ich finde keine Freunde, weil ich bin“ in deinem Kopf sehr verfestigt und sehr präsent ist. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Einstellung für dich immer wieder zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Wahrscheinlich hast du ein sehr scharf geschaltetes inneres „Alarmsystem“, das andere Menschen auf Anzeichen dafür abscannt, dass diese dich „seltsam“ finden. In der Folge führt das dann wahrscheinlich dazu, dass du dich zurückziehst und nichts tust, um evtl. schon bestehende flüchtige Kontakte zu vertiefen. Weil du dir sicher bist, dass die anderen dich ablehnen. Wahrscheinlich ist dieses innere Alarmsystem auch übersensibel bzw. verzerrt. Das kann dann z.B. dazu führen, dass ein vielleicht ganz neutral gemeinter Blick einer anderen Person von dir als Ablehnung interpretiert wird.
    Und: auch Menschen mit Marotten haben Freunde, auch Menschen, die keine extrovertierten Spaßgranaten sind, haben Freunde. Um Freunde zu haben, muss man nicht zwangsläufig supergesellig sein, einen tollen Humor haben oder der begnadete Erzähler sein, der spielend eine ganze Runde unterhält. Du hast vermutlich sehr hohe Ansprüche daran, wie du sein „müsstest“, damit andere dich liebenswert finden.
    Menschen sind so unterschiedlich, so dass du grundsätzlich mehr als gute Chancen hast, inmitten dieser riesigen Vielfalt Freunde zu finden, die dich mögen und die ähnlich ticken wie du.
    Wichtig ist, dass du dir selbst die Möglichkeit dazu gibst. Das kannst du, indem du zum einen bewusst Situationen aufsuchst, in denen du andere Menschen kennenlernen kannst. Und zum anderen ist es wichtig, dass du lernst, aus deinen eigenen inneren Bewertungsmustern (z.B. „Ich bin seltsam“) auszusteigen.
    Wie hier schon jemand geschrieben hat: Um genau daran zu arbeiten, wäre eine Psychotherapie das richtige. Für eine Psychotherapie muss man definitiv nicht „schwer gestört“ sein. Ein nicht gerade kleiner Teil der Psychotherapiepatienten ist gerade auch aufgrund vermeintlicher „Alltagsprobleme“ in Therapie. Als niedrigschwellige Möglichkeit und für eine erste Einschätzung deiner Problematik könntest du z.B. einen psychologischen Gesprächstermin in einer psychosozialen Beratungsstelle (gibt es in jeder Stadt) wahrnehmen.
    Du schreibst, du warst früher im Reitstall. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, an dieses Hobby wieder anzuknüpfen? Du kämst mit neuen Leuten in Kontakt, mit denen du eine wichtige Gemeinsamkeit teilst, nämlich die Begeisterung für Pferde. Das liefert direkt schon mal viel Gesprächsstoff.
    Vielleicht gibt es an deinem Wohnort auch so etwas wie ein Familienzentrum, einen Elterntreff o.ä., wo du gemeinsam mit deinem Sohn hingehen könntest?
    Ein wenig mehr Sicherheit in sozialer Hinsicht kannst du erlangen, wenn du in deinem Alltag immer wieder in ganz kleine, sozusagen ungefährliche Interaktionen gehst: Mach einer anderen Mutter ein Kompliment für ihre Handtasche (wenn du es tatsächlich auch so empfindest), wünsch der Supermarktkassiererin ein schönes Wochenende. Die positiven Reaktionen darauf stärken dein Selbstwertgefühl und können mit dazu beitragen, deine Hemmungen in Gesprächssituationen ein wenig abzubauen.
    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und Zuversicht sowie ein wenig Mut für deinen weiteren Weg.

  30. Liebe Nathalie,
    auch ich fühle dich!
    Auch ich bin schon immer bei mir, in meiner sozialen Einsamkeit.
    Zwar habe ich das große Glück, von meinem Mann wiedergeliebt zu werden, jedoch habe ich keine Freundin. Mit meinen Kolleg*Innen führe ich respektvolle Beziehungen, habe mich aber noch nie privat verabredet. Sie stehen ab und an zusammen und erzählen und lachen. Natürlich könnte ich mich dazustellen, würde mich eben wie ein Alien fühlen.
    Im Sport mache ich meinen Kurs, ziehe mich um. Die anderen tauschen sich aus, kennen die Partner, planen zusammen Wanderungen und gemeinsame Abende. Ich sammle meine Sachen zusammen und verabschiede mich.
    Ich bin gefangen in meiner Isolation und finde keinen Ausweg.
    Mir gelingt ein bisschen die Teilhabe an der Gesellschaft durch aktive Arbeit in Vereinen. Im Schulförderverein, im ortsansässigen Verein, der Volksfeste organisiert. Hier ist es nicht wichtig, dass man eher ernst und überlegt ist. Man steht zusammen für das gleiche Ziel ein. Man trifft sich, gerne in entspannter Runde, auch mal bei einem Glas Wein.
    Hier kenne ich auch niemanden über diese Ehrenämter hinaus, aber ich komme raus, bin nicht nur im Büro und daheim. Gerade jetzt, wo sich unsere 3 Kinder, die wie dein Sohn, viele Freunde und Aktivitäten haben, sich immer mehr ihren eigenen Interessen zuwenden.
    Vielleicht probierst du es auch mal.
    Ich grüße dich herzlich,
    Tina, aus Berlin

  31. Hallo liebe Nathalie, ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen. Bei mir geht ist es auch so. Ich denke bei mir liegt es daran, dass ich oft nicht auf einer Wellenlänge mit jemanden bin. Bin ein introvertierter Mensch und komme ganz gut damit zu Recht.

    Ich bin auch gerne unter Menschen aber brauche immer auch meinen Rückzugsort.

    Ich wohne jetzt seit einem Jahr wieder in München und hab auch immer noch keinen richtigen Anschluss gefunden.

    Wir können uns gerne austauschen per E-Mail wenn du möchtest.

    Kannst ja gerne auf das Kommentar antworten.

    Grüße Mel

  32. Hallo Nathalie,
    zuerst, fühle dich mal gedrückt.
    mir geht es ähnlich wie dir. Wobei ich ich als Kind Freunde hatte, aber immer nur kurz. Nie langanhaltend.
    Auch jetzt, als ü60, habe ich nur eine Freundin, nicht mal Bekannte in der Nähe.
    Allerdings übers Internet lockere Bekannte, in einer WhatsApp-Gruppe verbunden
    Ich habe mich damit arrangiert, dass mein Leben so ist, wie es ist. Gebe aber zu, dass ich manchmal nicht sonderlich glücklich darüber bin

    Tipps kann ich dir leider nicht geben. Vielleicht findest du in den anderen Kommentaren Anregungen, wie du besser an Kontakte kommst.

    Ich wünsche dir alles Gute

  33. Hallo Nathalie,

    Zunächst denke ich , dass du nicht alleine mit den Gedanken bist, und dass es sehr vielen Menschen so geht. Warte nicht darauf, dass sich von alleine etwas ändert , wenn es dich stört. Versuche selbst etwas an der Situation zu ändern . Suche dir vielleicht ein Hobby , lade deine Arbeitskollegen ein, Nachbarn zum Kaffeetrinken, verabrede dich mit anderen Eltern… vielleicht wirst du auch eine Abfuhr einstecken müssen und vielleicht wirst du es schwieriger haben , als andere. Aber es gibt genug Menschen da draußen , den es genau so geht. Bleib dabei authentisch und so wie du bist .

    1. mir geht es ganz genau so wie du , ich hatte auch nie richtige Freunde..und fühle mich auch in einer Gruppe zb Arbeitskollegen nie dazugehörig.
      ganz lieb gedrückt

      1. das haben viele und das tröstet mich. durch Kinder habe ich zwar Kontakt aber ich merke, ich komme nicht gut daran. daher bleibt mir der Wald übrig und das hilft mir. im Wald kann ich ich sein. manchmal ist Einzelgänger nicht das schlechteste. wenn man es akzeptiert hat. oder was dagegen versucht. ich habe es akzeptiert und es geht mir gut..klar gibt es schlechte Tage wo ich traurig bin.
        seit meine beste Freundin mich geghoostet hat, lege ich nicht mehr viel Wert auf Freundschaft. denn sie kann endlich sein.

        (den Grund für ghoosting habe ich erfahren aber ich konnte ihr nicht verzeihen da es mir so wehgetan hat, dass ich die Freundschaft trotzdem beendet habe. ich möchte so nicht behandelt werden)

    2. Ich habe auch keine, aber das ist eine bewusste Entscheidung.
      Mein ganzes Leben wurde ich von sogenannten „Freundinnen“ hintergangen, belogen und betrogen.
      Ich kann niemandem mehr vertrauen und ziehe sogar die Einsamkeit vor, als noch mal einem weiblichen Wesen zu vertrauen …

    3. Du klingst wie ich. Ich selber bin ein Mann, 37 Jahre alt. Ich habe die letzten 20 Jahre in Einsamkeit erlebt und wurde von nahezu jedem abgelehnt. Eine Beziehung habe ich nie geführt. Zudem wurden mir meine beruflichen Perspektiven durch die Arbeitsämter geraubt. Ich selbst meide andere Menschen vehement, da mir meine Umwelt verstehen gegeben hat dass ich ungewollt und nutzlos bin.

      Menschen sagen mir ständig wie nett, toll und hilfsbereit ich sei, aber keiner von ihnen hat mich je kontaktiert, mich zu etwas eingeladen und ähnliches. Es kratzt am Selbstbewusstsein und letztlich an der Selbstliebe, wenn man nirgends ankommt und egal wie erfolgreich ich Dinge erreiche… man kann niemals stolz auf sich selber sein wenn man keine Menschen im Leben hat mit denen man seine Erfolge teilen kann.

      Das schlimmste Gefühl für mich persönlich ist der Druck der permanenten Rechtfertigung. Ständig erklären müssen wieso ich gewisse Dinge nicht erlebt habe. Wieso war ich trotz Abitur nicht studieren, wieso habe ich keine Freunde, wieso habe ich keine Frau? Zeitgleich findet man bei anderen Menschen nur gutgemeinte Survival Tipps, die nur aus ihrer Perspektive richtig erscheinen.

      Ich würde mich ja schon drüber freuen wenn mich mal jemand zum Kaffee einladen würde damit ich das Gefühl haben darf gemocht zu sein, aber seit 5 Tagen stecke ich in tiefer Depression und kann mich nicht einen einzigen Menschen mitteilen.

      Du bist nicht alleine. Ich weiss nicht ob es dir hilft, weil mir tut es nicht. Ich bin sogar sehr neidisch, denn trotz Einsamkeit hast du immerhin ein Kind das du lieben darfst.

      Denke immer daran, es geht immer schlimmer. Das ist was mich relativ gut damit umgehen lässt

  34. Ich denke solche Fälle gibt es nicht nur bei Frauen, sondern auch bei Männern. Mein Bruder ist so ein Beispiel. Da bin ich froh, dass es mich gibt und meine Familie auch für ihn da ist. Wenn jedoch jemand schon keine Geschwister hat und dann wirklich total alleine ist, wird mir bei dem Gedanken ganz schwer ums Herz. Nicht nur, weil ich die Einsamkeit nachvollziehen kann, sondern weil ich dann auch immer daran denken muss, wie es diesen Menschen gehen muss, wenn sie älter werden. Im Beruf hat man noch Kontakt zu anderen, aber spät ist man ja noch mehr allein. Die Einsamkeit die jetzt schon empfunden wird, verstärkt sich dann noch mehr. Ich finde es immer schade, dass solche Menschen so selten zusammenfinden und sich gegenseitig Kraft geben könnten.

  35. Liebe Nathalie. Erst einmal vielen Dank für seine offenen und ehrlichen Worte, fühl dich gedrückt. Ich habe mich in vielen deiner Worte wiedererkannt. Ich habe große Probleme damit, neue Menschen kennenzulernen. Wie du die Situation vor der Schule beschrieben hast dachte ich, das bin ja ich… Mir ist es auch immer ein Rätsel, wie es anderen gelingt, mit Leichtigkeit Smalltalk zu halten oder neue Menschen kennenzulernen. Mich hemmt irgendwie immer irgendwas. Was es ist…keine Ahnung! Manchmal frage ich mich auch ob ich zu komisch bin… also was ich damit sagen will…du bist NICHT alleine!!!!! Und ich glaube es geht noch vielen Menschen genauso! Du bist gut so, wie du bist, auch wenn du kein super kontaktfreudiger Mensch bist. Ich wünsche dir alles Liebe

  36. Hi Nathalie, ich fühle mit dir. Ich lebe in einer ländlichen Gegend und finde es auch sehr schwer Kontakte zu knüpfen. Zum einen weiß ich, dass ich echt schlecht bin in Gruppen, in denen ich neu bin. Erst wenn ich jemanden besser kenne wird es mit Gesprächen besser und dann auch nie in Gruppen, sondern immer in Einzelgesprächen. Zum anderen habe ich oft das Gefühl, dass viele anderen überhaupt keinen Kontakt zu mir haben wollen.Hat ja schon jeder seinen Freundeskreis seit der Grundschule. Neue nicht gern gesehen. Was mir geholfen hat: eine Zeit lang beobachten, wer auch noch Anschlussschwierigkeiten hat und dann gezielt, aber langsam, auf diese Frauen zugehen und ab und zu mal ein bisschen unterhalten, dann ein bisschen mehr unterhalten und dann entwickelt sich vielleicht ein bisschen was. Wird nicht immer klappen, aber vielleicht ja en oder zwei mal und das ist ja dann schon gut. Und dann vielleicht ein Hobby oder mal einen Kurs besuchen. Ich kann mir vorstellen, dass das als Alleinerziehende schwierig ist wegen der Betreuung. Aber vielleicht geht es ja irgendwie. Ich hab zB mal einen Kurs besucht, da fand ich Eine ganz nett und am Ende hab ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und gefragt ob wir Nummern tauschen wollen. Seitdem hat sich da auch eine Freundschaft entwickelt.
    Also einfach mal trauen. Ich weiß es ist verdammt schwer, aber manchmal lohnt es sich. Viel Glück!

  37. Hallo Du Liebe,
    mir geht es ähnlich. Ich hatte zwar ein paar Freundinnen zu Schulzeiten, kam mir aber auch immer seltsam vor. Mittlerweile sind durch Umzüge und Trennung viele Freundschaften weggebrachten. Morgen hab ich Geburtstag und da wird auch kaum einer an mich denken.
    Vielleicht gibt es ja hier die Möglichkeit, dass wir uns vernetzen. Geht das, liebe StadtLandMamas? Liebe Grüße, Sandra

  38. Hallo Nathalie, nicht mir, aber meiner Tochter geht es genauso. Das ist für mich als Mama sehr schwer und deshalb fühle ich gerade sehr mit Dir. Fühle Dich mal ganz fest umarmt <3

  39. Hallo Liebe Nathalie,

    Ganz und gar nicht bist Du allein mit deinen Sorgen und es ist wichtig dies zu wissen. Mir geht es ähnlich.
    Ich würde dich gern kennenlernen und eine Freundschaft aufbauen. Wenn Du Interesse haben solltest hier meine Handynummer: 01774968744, Annalena, 22 Jahre alt aus Dresden mit Tochter 4 Wochen alt,Alleinerziehend.

  40. ich habe mich eigentlich mein ganzes leben auch schon einsam gefühlt.
    wenn ich ehrlich zurück denke an meine schulzeit waren da auch schlechte freundschaften, mehr gar keine. ich weiß aber das ich auch eingeladen wurde oder dabei sein durfte. aber ich konnte mich nicht öffnen oder habe mich nicht getraut offen zu sein oder zu mir zu stehen oder mich am gespräch zu beteiligen.
    das habe ich erst jetzt mit über 30 gelernt. nachdem ich zwei kinder bekommen habe habe habe ich mich erst mal kennen gelernt und auch gelernt zu dem zu stehen wer ich bin und was ich mag, oder auch nicht. oder das ich auch mal ( nicht bei allen menschen) ehrlich sage was ich denke ohne mich schlecht zu fühlen.
    in einer kinder spielgruppe habe ich irgendwann eine frau kennen gelernt mit der ich mich gut verstehe, wir haben sogar schon dreimal ein wochende verbracht als auszeit zum familien alltag. das war schön aber hat auch sehr an mir gezehrt. ich brauche einfach auch zeit alleine.
    man muss (?) sich aber nicht nur selbst auch etwas ändern oder einen ruck geben wenn man endlich mal einen oder mehrere freunde haben möchte. man muss ja auch zur richtigen zeit die passenden menschen dafür treffen! im nachhinein denke ich das ich schon einige nette menschen getroffen hatte, aber zu der zeit war ich nicht bereit mich für eine freundschaft einzusetzen. und irgendwann bei anderen menschen war ich es dann. aber das sind auch nur 2 andere frauen. wobei das auch keine freundschaft ist bei der wir jeden tag und melden oder dauern telefonieren oder jede woche kaffe trinken gehen. das wäre mir dann doch zuviel.
    ich kann den wunsch nach gemeinschaft verstehen, und einiges möchte man ja auch mit anderen teilen oder bereden.
    ich habe meinen mann, aber er möchte auch nicht alles besprechen oder versteht auch einfach nicht alles. andere frauen bzw mütter verstehen einen bei gewissen themen einfach besser. mein mann kann das auch gar nicht verstehen; er hat seit seiner kindheit/ jugend kumpels und auch schon jahrelang.
    und als wir jetzt immer wieder auch konflikte hatten hätte ich mir so sehr eine freundin gewünscht zu der ich mal kann mich ausheulen. aber die einzige hat gerade ihr baby bekommen und war im früh wochenbett, da wollte ich dann so auch nicht aufkreuzen….
    meine eltern hatten und haben auch nie so feste freundschaften. das habe ich so nah erst bei meinem mann und seiner familie erlebt.
    ich bin froh das meine kinder beides sehen da mein mann und ich da so unterschiedlich sind.
    manchmal noch bin och traurig darüber aber mit den jahren kann ich es auch immer mehr annehmen das ich einfach mehr ein einzelgänger bin. und ganz allein bin ich ha doch nicht, mit mann, kindern, einer schwiegerfamilie die immer hinter uns steht….

  41. Hallo Nathalie, das zu lesen tut mir sehr leid. Ich fand den Artikel zu lesen interessant, da ich mich auch manchmal so fühle. Mir geht es nicht einfach von der Hand neue Kontakte zu knüpfen, fühlte mich als Kind ausgeschlossen. Mittlerweile habe ich Bekanntschaften. Manche würden vielleicht auch Freunde sagen, aber dazu gehört für mich mehr. Das was ich sagen möchte, ist, dass du sicher nicht die einzige bist! Das ist schonmal beruhigend oder nicht?, finde ich. Und wir zwei sind auch nicht die einzigen. Ich habe schonmal einen Bericht gesehen, in dem ein Mann darüber berichtet. Einen Tipp habe ich leider nicht für dich, aber was mir noch einfiel, als ich deine Zeilen las, war, dass dich sicher die Leute nicht komisch angucken wenn du etwas sagst. Es ist die Situation, die ungewohnt ist, die es so aussehen lässt.
    Herzliche Grüße Saskia

  42. An Dir ist nichts falsch oder seltsam, Du bist Du!!! Und schon garnicht krank! Deine Einstellung zu dir selbst strahlst du aus und das kommt bei Anderen an. Übe vorher ( Elternabend) was Du sagen könntest oder wenn im Gespräch etwas “ Komisches“ raus kommt sag genau das, sprich es selbst humorvoll/ ehrlich aus. (ich bin in solchen Situationen so unsicher…., das kam jetzt falsch/ blöd raus eigentlich wollte ich sagen…)
    Und Du wirst ins Gespräch kommen. Niemand ist perfekt oder muss perfekt sein oder wirken. Lass da locker. Ich bin sicher, dass die anderen Eltern garnicht so abwertend über Dich dachten, durch Deinen Rückzug kam aber kein (weiteres) Gespräch zustande. Das hätte für Dich die, mit Sicherheit, ganz anderen oder garnicht Gedanken über Deine Bemerkung zu Tage gebracht. Und bitte: DU BIST NICHT UNNORMAL UND AUF KEINEN FALL KRANK!!! Du bist gut so wie du bist, gilt übrigens für uns alle. Und natürlich darf man auf sich selbst stolz sein!

    1. P.S.
      Und bitte nie eine Rolle spielen, das merken die Anderen. Und dann kommt erst recht kein Kontakt zustande, das klappt nur wenn du authentisch ehrlich bist. Du hast es nicht nötig jemand anderer zu sein.

  43. Liebe Nathalie,

    ich finde es sehr traurig das zu lesen. Ich bin zwar das genaue Gegenteil von dir aber fühle mich auch oft einsam, wenn ich nicht die richtigen Freunde bzw. Menschen um mich habe, die ich sehr mag. Nur habe ich eine Frage, du sagst ja, dass du dich in einer Gruppe nicht wohl fühlst ect. Aber woher sollen die anderen Menschen um dich herum wissen, dass du den Kontakt suchst? Hast du mal überlegt online nach Freunden zu suchen? Vielleicht wäre das was. Ganz liebe Grüße. Fühl dich gedrückt.

  44. Hallo zusammen
    Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder
    mir geht es leider genauso
    Wobei ich sehe mich nicht als komisch..bin ehrlich offen für alles…kann gut zuhören
    Würde sagen das ich eine gute Freundin wäre
    Nur irgendwie ergibt sich nie eine Freundschaft und keiner will wirklich mit mir befreundet sein
    Manchmal bin ich traurig darüber, zwischendurch mal was mit einer Freundin unternehmen oder zusammen sitzen kann ich mir vorstellen
    lg

    1. Liebe Natalie, fühle dich herzlichst umarmt. Das verrückte ist, du bist nicht allein.
      Ich arbeite als Life Coach mit einsamen Menschen und weiß genau wovon du redest. Einsamkeit ist ein subjektives Gefühl. Schau bitte mal genau hin, wie du mit dir redest. Einsamkeit ist kein unausweichliches Schicksal. Herzlichst Felicitas Schulze

  45. Hallo, diese Gedanken kenne ich gut. Ich habe zwei Freundinnen allerdings sind die weit weg und ein Treffen ist nur selten und mit Planung möglich. In dem kleinen Ort, in dem ich lebe habe ich Bekannte mit denen man über allgemeine Dinge reden kann. Manchmal fühle ich mich daher auch sehr einsam, mir fehlen spontane Treffen, lange Quatschrunden, Theater besuche…
    Auch das Thema „Elternabend“ empfinde ich so wie du das beschrieben hast. Alle scheinen sich zu kennen und auch privat etwas miteinander zu unternehmen. Ich werde nicht gefragt. Ich denke ich wirke zu angespannt und „unlocker“.

    Um meine Situation zu ändern habe ich angefangen in unseren Sportverein zu gehen. Dadurch habe ich jetzt noch mehr „Bekannte“ und ich überlege ob ich mich bei uns im Ort ehrenamtlich engagieren kann, aber mir fehlt die Zeit dazu. Mal sehen ob und wie ich das realisieren kann. Natürlich wird sich daraus nicht sofort etwas ergeben, aber man hat zumindest mehr Kontakte und vielleicht entwickelt sich daraus ja mal eine Freundschaft. Manchmal denke ich auch ich gehe das zu zwanghaft an, das merken die Leute und gehen auf Abstand. Naja ich bleibe dran.. Mal sehen wie es weitergeht.

  46. …und ich dachte, dass geht nur mit so..
    eine Lösung kann ich dir leider nicht anbieten. Aber es wird sich wohl nichts ändern, wenn wir uns nicht ändern..leichter gesagt als getan..
    Fühle dich gedrückt, liebe Grüße Nicki

  47. Liebe Autorin,
    vielen Dank für das Teilen deiner persönlichen Erlebnisse. Das ganze Thema „Menschsein“ in all seinen individuellen Facetten, so auch Freundschaft, empfinde ich als so komplex, dass diese Zeilen hier gar nicht ausreichen. Was mir aber in den Sinn kam beim Lesen: wir alle sind geprägt von unser Art und dem, was wir erlebt, vorgelebt bekommen haben und was wir täglich in unserem Erwachsenenalter erleben. Manchmal stecken wir so tief drin in unserer Glaubenswelt, dass ein paar gute Impulse von außen unsere Situation evtl. helfen könnten. Hast du evtl. in Erwägung gezogen, eine Gesprächstherapie zu machen? Wir alle brauchen an unterschiedlichen Stellen unseres Lebens Unterstützung, es ist längst keim Tabu mehr, sich psychologisch beraten zu lassen. Mam die Dinge auszusprechen, die belasten, sortieren, verstehen und mit professioneller und vor allem neutraler Seite vielleicht das eine oder andere Thema ins Positive verwandeln. Alles Gute für dich!

  48. Hi! Mir geht es gaaaanz genauso, fühl dich erstmal umarmt! Ich war auch immer die „Seltsame“, bzw bin es immer noch. Ich kann’s einfach nicht abstellen, nicht „normal“ sein, egal, wie sehr ich es auch versuche. Vor einem Jahr hab ich zufällig etwas über Autismus bei Frauen gelesen und mich in ganz, ganz vielen Punkten wieder erkannt. Bald möchte ich eine richtige Diagnostik angehen. Belese dich vielleicht auch mal zu dem Thema; evtl erkennst du dich auch wieder. Autismus bei Frauen äußert sich meistens ganz anders, als man das so kennt. Viel subtiler, viele Frauen werden erst im Erwachsenenalter oder sogar nie diagnostiziert, haben aber alle solche Gefühle, wie du sie hast. Als wären sie Außerirdische. Möglicherweise hilft dir das ja, dich besser zu verstehen und damit umgehen zu können, falls es auch auf dich zutrifft. 🙂

  49. Liebe Nathalie. Du bist nicht „seltsam“. Du bist einfach nur Du, authentisch eben Du. Das ist gut und richtig. Um auf der Bühne des sozialen Lebens teilnehmen zu können, muss man andere Rollen einnehmen, aber eben nicht mehr ganz bei sich selbst sein. Das kann man erlernen. Ich kenne dieses Gefühl und habe auch einige Rollen erlernt bzw. erlernen müssen. Es funktioniert. Hier entstehen dann meist auch Beziehungen, die eine begrenzte Zeit bestehen. Wirkliche intensive Beziehungen mit Menschen, die meine Seltsamheit lieben, gibt es außer meiner Familie nur 3. Ich mache Dir Mut, Du selbst zu bleiben und wenn Du Dich sehr einsam fühlst, einfach mal zum Telefon zu greifen und jemanden anzurufen, der/ die Dir gerade einfällt. Ich heiße Anke, bin 52 Jahre alt und lebe gern zurück gezogen. Viele meiner „Freundschaften“ waren und sind vorübergehend und ich habe gelernt, das zu akzeptieren. LG aus Plauen, Anke (auch bisschen „seltsam“)

    1. Liebe Anke!
      Du hast es ganz passend beschrieben. Ich habe mich auch sehr oft seltsam und nicht zugehörig gefühlt. Auch diese Verbindungen und vorübergehenden Freundschaften sind mir keineswegs fremd.
      Ich habe auch mit der Zeit gelernt „verschiedene“ Rollen zu spielen.
      Ich bin aber auch gerne alleine mit mir.

  50. Ich fühle das alles so sehr, ich habe auch keine Freund*innen, mit denen ich so eng wäre – eher Bekannte. Denen würde ich aber nie mein Herz ausschütten. Stört mich auch nicht. Ich bin wahrscheinlich ebenso daran gewöhnt, eher alles mit mir selber auszumachen.
    Dafür führe ich schon seit 20 Jahren eine tolle Beziehung, mein Mann hatte mir letztens erst gesagt, dass es besser wäre, ich hätte eine Freundin, mit der ich mal weggehen kann und mit ihr mal was besprechen kann und nicht nur immer mit ihm. Keine Ahnung, danach sehnt es mich nicht. Ich fühle mich eigentlich so ganz wohl mit unserer Familie. Trotzdem macht es mich auch manchmal sehr nachdenklich, warum auch niemand mit mir so eng befreundet sein möchte und auch bleiben möchte. Wenn mal jemand mehr in mein Leben kommt, investiere ich schon viel, bekomme aber nie viel zurück, sodass ich mich dann auch wieder mehr zurück ziehe. Ich bin der Meinung, dass es auch immer gegenseitig sein sollte. Da wurde ich leider einfach schon zu oft verletzt. Vielleicht halte ich mich deswegen auch von vorn herein zurück. Als Kind habe ich mich oft ausgeschlossen gefühlt und zurück gewiesen. Jetzt bin ich in meiner Safe Bubble glücklich zu Hause.

  51. Davon gibt es ganz viele! und wenn es Wunsch zur Veränderung gibt, auch die Angebote, dass für sich gut zu klären. Ich arbeite z.b mit Menschen, die zu ihrer Diagnose auch die sozialen Schwierigkeiten haben. Und: meistens denken diese, sie sind allein damit. Ätsch, ist nicht so. Viel Erfolg den Weg, dem was es braucht für dich, zu gehen und neurig zu werden. Alles Liebe und Vertrauen in dich. Gina-Maria Jürgensen.

    1. Liebe Natalie,
      Danke das du so offen über deine Gefühlte Einnsamkeit sprichst.
      Mir kam beim lesen sofort der Gedanke daß du vielleicht eine Selbsthilfe Gruppe gründen solltest. Ich bin sicher das du schon sehr bald nicht mehr einsam bist. Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Seniorenarbeit kam mir mal der Gedanke für einsame Senioren eine Selbsthilfegruppe ab 100Jahre zu gründen.
      Einfach was neues ausprobieren….komm ins Tun!!!
      <Viel Glück,Erfolg, Mut, Freude.

  52. Liebe Nathalie!
    Du bist nicht „seltsam“, du bist einfach nur du!
    Deine Charakterzüge sind leider keine leichten, was aber nicht heißt, dass sie schlecht sind.
    Natürlich gibt es genügend Menschen, denen es so geht wie dir. Du bist damit nicht alleine. Ihr findet euch nur etwas schwerer.
    Ich hoffe, dass du auf diesem Weg Menschen findest die sich mit dir austauschen kannst und dir wieder Kraft schenken.
    Du bist ganz sicher ein toller und wunderbarer Mensch!
    Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und dass du bald auf einen oder mehrere Gleichgesinnte triffst.
    Lass den Kopf nicht hängen!
    Alles Liebe Alex

  53. Ich verstehe dich gut. Ich habe Asperger-Autismus und komme daher mit sozialen Dingen auch nicht so richtig klar. Smalltalk ist ein graus, Freunde konnte ich nie lange halten. Mich hat das zwar fast nie gestört, aber Außenseiter war ich dadurch trotzdem. Mir hat aber immer der Kontakt zu meiner Familie sehr geholfen und inzwischen habe ich sogar eine beste Freundin, die ähnlich tickt wie ich und die ich in der Reha kennengelernt habe. Gibt es vielleicht Selbsthilfegruppen, bei denen du Kontakte knüpfen könntest?

  54. Hallo Nathalie, ich ksnn dich sehr gut verstehen. Du bist gut so wie du bist. Man muss nicht wie alle anderen sein. Ich kenne diese Situation auch. möchtest du mit mir schreiben? vg Simone

  55. Hallo Liebe Nathalie,
    Ich bin zwar erst 24 Jahre und noch keine Mami, aber ich hab mir oft die selbe Frage gestellt. Prinzipiell bin ich schon ein offener Mensch und komme auch schnell mal mit fremden ins Gespräch. Auch auf Arbeit habe ich keine Probleme mit sozialen Kontakten. Aber trotzdem bin ich einsam, hab kaum Freunde. Und das beschäftigt mich oft, wenn ich abends auf Instagram sehe, wie die Leute in meinem Alter zusammen Spaß haben und ich sitze hier allein daheim…
    Ich hatte zwar ne Interesse an Party‘s oder wollte mit den beliebtesten befreundet sein. Trotzdem fühlt es sich falsch an, kaum Freunde in dem Alter zu haben. Dafür habe ich eine sehr starke Bindung zu meiner Mutti, sie ist meine Beste Freundin.. aber sie ist halt trotzdem auch meine Mutti und oft fehlt mir auch einfach jemand in meinem Alter…

    Ich habe auch oft das Gefühl das mit mir irgendwas nicht stimmt…
    Du bist also nicht allein <3

  56. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich fühle mich auch oft einsam, obwohl ich in einer intakten Ehe lebe, Familie habe und 2 sehr gute Freundinnen.
    Vor 2 Jahren ist meine Schwester an Krebs verstorben und ich fiel in ein richtiges Loch. Ich hatte das Gefühl niemanden mehr zu haben, mit dem ich reden kann. Sie fehlt mir eben. Mit ihr habe ich meine älteste Freundin verloren.
    Seither versuche ich Kontakte zu knüpfen, mit mäßigem Erfolg.
    Ich hatte als Kind und Jugendliche immer das Gefühl schief angeschaut zu werden. Für komisch zu gelten. Und das habe ich noch immer manchmal.
    An Geburtstagen finde ich das auch besonders belastend. Einerseits mag ich keine großen Feste bei denen ich im Mittelpunkt stehen würde, andererseits wären mehr Menschen schön. Aber meine beiden Freundinnen kennen sich nicht gegenseitig, und deren Männer kennen nicht mal mich richtig…
    Ich denke, es liegt an mir. Ich muss offener sein. Menschen offener begegnen. Aber, dass eine freundschaftliche Beziehung entsteht, dafür brauche ich einfach sehr lang. Das ist anstrengend.

  57. Ich bin Melanie 31 Jahre
    Habe 3 kinder, eins aus erster Ehe und 2 mit meinem Mann.
    Uns geht es genauso wir haben niemand und Anschluss finden wir auch nicht, man grüßt wechselt auch mal ein Wörtchen wenn man sich sieht das wars auch schon gewesen
    Vielleicht sollten wir uns anfreunden und es der Welt zeigen wie stark wir sind

    1. vielleicht sollte man das. Scheinbar geht es ja vielen so. mit geht’s ebenso. von klein an. erst wollte ich wenig Kontakt (war ein seltsames Kind) und nun weiss ich scheinbar nicht wie man es anstellt ….

    1. Hallo, meiner Erfahrung nach, kannst Du am einfachsten Kontakte im Verein (bzw. beim Helfen/Ehrenamt) knüpfen. Vorteil: kannst Du sogar mit Deinem Sohn. Habe ich bei der DLRG (Hilfe bei Schwimmkursen, inzwischen mit Sohn), beim Bogenschießen (gemeinsam mit den Kid’s, die Schießsportleiter freuen sich über Hilfe) oder ganz neu beim Fußball (kleiner Sohn, Aufsicht beim Training bzw. Hilfe bei der Orga/Catering). Fast jede/r Verantwortliche in Vereinen freut sich über helfende Hände, Du bekommst Kontakt (auch zu anderen Eltern) und (sofern gewünscht) kann sich auch eine Freundschaft daraus entwickeln…..manche halten,andere nicht. Wie überall im Leben.
      Trau Dich und mach „den ersten Schritt“……..

      VG

      Holger

      1. Hallo Natalie,
        mir geht es auch so. Und wenn ich mal zeitweise Freundschaften schließe, muss ich mich immer irre anstrengen um sie zu halten. Mittlerweile ist mir das ZU anstrengend und ich bleibe lieber alleine.
        Liebe Grüße

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