Stadt-Mama Caro geht gegen Quengelware auf die Matratzen!

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Lisa! Hallo erstmal!

Große Neuigkeiten in meinem Hausfrauen-Elternzeit-Studi-Leben: Caro geht auf die Matratzen und gerade Du musst mich tatkräftig dabei unterstützen!

Richtig! Jetzt wird´s politisch. Ich starte nämlich einen Protest gegen Quengelware und für Familienkassen. Und ich fange klein an. Ganz klein. Kiezklein.

In der Kaiser’s-Filiale an der Winsstraße bei mir um die Ecke.

Mein Kerl hat mir mal erzählt, dass die Winsstraße in Berlin-Prenzlauer Berg die kinderreichste Straße Deutschlands ist.

Da ich aber gestern Abend das ganze Internet durchforstet habe und den wissenschaftlichen Beweis dafür nicht gefunden habe, muss ich diese Info leider, leider unter Journalistenmärchen abhaken.

Allerdings ist völlig klar, dass der Kaiser’s an der Winsstraße DAS Epizentrum der Prenzlauer-Berg-Familien und ihrer kleinen Kinder ist. Manchmal kommt man vor Kinderwagen nicht durch Regalreihen und ohne mein Baby fühle ich mich dort manchmal wie auf einer Faschingsparty ohne Kostüm.

Wie auch immer.

Jedenfalls gehe ich ganz gerne da hin – nicht für den Großeinkauf wohlgemerkt – denn die Preise sind dort echt saftig. Aber naja.

Was mich dort – und auch in anderen Supermärkten – jedoch ECHT ärgert, ist die Quengelware an den Kassen.

Ich meine: Wie kann das sein? Ich will bezahlen und werde dort in einen Gang geleitet, in dem links und rechts alles steht, was das Alko-Pop-Süßigkeiten–Schnapsfläschchen-Herz so erfreuen könnte. Alles schön auf Greifhöhe meines einjährigen Sohnes.

So nach dem Motto: „Neeeein, Maxime. Stell bitte das Gin-Tonic-Mixgetränk zurück!“

Muss das sein? Was ist erst mit Eltern, die ältere Kinder haben und dann diskutieren und erklären müssen, dass wir jetzt nicht acht Twix mitnehmen können?

Irgendwie habe ich das Gefühl, in meiner Kindheit war das noch nicht so krass und familienunfreundlich…

Ja, Lisa, jetzt fragst Du Dich bestimmt: Was regt die Caro sich jetzt schon wieder auf?

Mir ist auch bewusst, dass in der Berliner Charité Tiere bei medizinischen Versuchen gequält werden, in Darfur eine Hungersnot herrscht und es überall in Europa illegale Prostitution gibt.

Aber diesem Fall spende ich lieber oder protestiere an anderer Stelle mit Hilfe von großen Organisationen.

Und das heißt für mich auch nicht, dass man deshalb die kleinen Ärgernisse des Alltags vergessen sollte.

Und ist Quengelware überhaupt so ein kleines Thema? Ich meine, wie viele Kinder sind heutzutage in Industrieländern übergewichtig oder haben sogar Diabetes?

Sollte dann nicht gerade der Kaiser’s in der Winsstraße, der mit riesiger Babyabteilung seine Kunden lockt, mal ein Statement setzen und den Familien-Supermarkt 2.0 erfinden?

In Zeiten, in denen sogar Onkel Hipp seinen Granulat-Tee einstellt, weil viel Zucker für Kinder echt Mist ist!

Mein Vorschlag also: Liebe Filalleiterin des Kaiser’s im Winskiez, richten Sie doch eine Familienkasse ein, an der es frisches Obst, Wasser, gesunde Snacks und maximal eine Reihe Überraschungseier gibt.

Ich würde so gerne mit Max (wenn er dann sprechen kann!) die Szene erleben wie wir an der Kasse stehen und ich dann pseudo-genervt sagen muss: „Was, eine Banane willst Du und ein paar getrocknete Apfelchips? Na, meinetwegen.“

Wer also Lust hat, meine Petition bei der größten Petitionsplattform der Welt Change für eine Familienkassse als Modellprojekt im Kaiser’s an der Winsstraße zu unterstützen, kann rechts auf dieser Seite abstimmen.

Oder unter: www.change.org/quengelware

P.S.: Übrigens bin ich nicht das einzige Elternteil, dass sich über Marketing-Strategien für Kleinkinder und Eltern ärgert. Mein Kiez-Nachbar Thomas Lindemann und seine Frau Julia Heilmann haben darüber sogar ein ganzes Buch geschrieben, das Babybeschiss heißt! Ich kann’s empfehlen!

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38 Kommentare

  1. Quengelware
    Hallo, liebe Supermutter Caro !
    Mit Entsetzen habe ich Ihren Kommentar und Bericht in den Zeitungen gelesen.
    Ich arbeite seit mehreren Jahren in Prenzlauer Berg in Supermärkten.
    Dort habe ich das geistlose Verhalten der “ überdurchschnittlich Gebildeten “ mütter und Väter kennen gelernt.
    Die kinder rennen,schreien herum, manche beschädigen Regale und Ware und die eltern freuen sich darüber.
    Vor diesen “ Eltern “ fehlt mir jeglicher Respekt.Die Helden sind die Mütter der älteren Generation,sie haben hart gearbeitet und die Kinder gut erzogen.
    Sie haben Anstand und wußten sich zu benehmen.
    Nicht die Märkte müssen sich ändern,sondern die Eltern.
    Dann haben die Kinder auch wieder Respekt vor Ihren Eltern.

    Viel Spaß beim Lesen und Erfolg beim richtigen Erziehen.Alexander Hellwig

  2. DU bist das quengelnde Supermarktkind!!
    das kann ja nur ein witz sein…und nicht weil ich sonst „welt-retter-mit-einem-klick“ bin oder so etwas sondern weil ich glaube das es für das fordern von aufmerksamkeit gewisse regeln gibt:

    1. du hast ein problem – andere leute haben evtl. das selbe problem – oder ein anderes. deine argumentation beweißt das du dir nicht mal die mühe gemacht hast mit jemanden außerhalb deiner kleinen heilen welt darüber zu reden. dann hätte dir das hier viele komentare ersparen können.

    2. erstmal was tun bevor man meckert. ich finde es wirklich unmöglich mit einer forderung zu kommen ohne voher mal ein bisschen arbeit darein gesteckt zu haben. immerhin lesen sich die leute das durch und du beanspruchst ihre zeit. und das für ein „ich will aber familienkassen – weil ich eben will“. du quengelst und wir sollen dir jetzt unsere zeit (haben wir ja schon) und unterschrift geben? und du machst dir nicht mal die mühe das voher schon mal zu probieren – mit den leuten von kaisers kontak aufnehmen. das gespräch zu suchen. mal vor dem kaisers die mütter/väter zu fragen ob ihnen das wirklich helfen sollte…
    das geht einfach gar nicht. wo lebst du denn?? ich wohne auch im prenzlauer berg und begreife mich als politischen menschen aber bevor ich vor der halben internetgemeinde meine quengel/privat probleme auspacke engagiere ich micht erstmal und mache mich schlau!!!

    ich kann die aggression die dir hier entgegenschlägt sehr gut nachvollziehen.

    3.über den tellerrand gucken! ich frage mich überhaupt wie man so einen schlechten text verfassen kann – du argumentiert wie der neuntklässler dem ich nachhilfe geben. das ist so weil es so ist. das finde ich doof. es gibt wichtiger probleme aber ich will es trotzdem sagen. ach und die dicken kinder haben auch noch was damit zu tun. also macht doch bitte meine welt ein bisschen besser. danke!

    ich will nicht sagen das es für das was du möchtest keine argumente gibt – es gibt sogar sehr gute.
    – jungen menschen und kindern fällt es schwer zwischen werbung und realität zu unterschieden. es sollte also verboten sein so zu tun als wäre etwas gesund (milchschnitte) wenn es dass nicht ist.
    – gesunde und ungesunde lebensmittel sind schwer zu unterscheiden und sollten deshalb per ampel gekennzeichnet werden.
    – es könnte für unternehmen sehr vorteilhaft sein wenn sie sich tatsächlich auf die bedürfnisse ihrer kunden anpassen und sie so an sich binden anstatt ihnen das geld aus der tasche zu ziehen wo immer sie können.
    – kunden würden solche aktionen positiv honorieren
    – wir haben ein problem mit der ernährung in deutschland und sollten das angehen.
    -> steuer auch zucker und fette
    -> stärkere subventionen für bio/öko landwirtschaft
    -> ernährungs und kochunterricht in allen schulen

    das wären z.b. meine meinung nach alles punkte für die es sich zu kämpfen lohnt und die auch ein bisschen was mit der supermarktkasse zu tun haben. aber eben keine privatprobleme.

    also wenn du keine quengelnden kinder willst dann sei selber keins und wenn du einen text an so einen großen verteiler wie change.org schreibt dann hab zumindest ein paar argumente auf lager. ich finde das unglaublich arrogant und sehr traurig das du dich als gesicht des kiezes begreifst in dem ich auch wohne. von dir möchte ich nämlich nicht repräentiert werden!

    das hängt auc

  3. gib dem affen ….nix
    hallo. hab deine mail zur petition für zuckerfreie supermarktkassen über change.org gekriegt.
    bitte bitte bitte …das ist so unwichtig! engagiere dich lieber für dringendere geschichten. ich will über change.org auf jedenfall nicht von deiner nabelschau hören. gregor

  4. Petition für „Kinderkassen“
    Liebe Caro,
    ein alter Spruch meiner Mutter lautet: Was ist das Gegenteil von Gut? Die Antwort: Gut gemeint.
    Auch ich bin über diese Angelegenheit über Deine Petition „gestolpert“ und wundere mich nicht über die Schärfe, die die Diskussion angenommen hat, da auch ich nach dem ersten Lesen richtig dolle wütend war. Formulierungen, wie „wir (junge Eltern) sind das Gesicht des Bezirks Prenzlauer Berg und die wichtigsten Kunden von Kaiser´s in der Winsstraße“ sind sicherlich nicht besonders gut dazu geeignet, gemeinsam mit seinen Nachbarn und Mitmenschen eine Sache in Gang zu bringen.
    Ich kam vor 26 Jahren im Alter von 20 nach Berlin und habe in der Pasteur- später in der Hiddenseer Straße gewohnt. Vor zwei Jahren lebte ich dann wieder eine Zeit im Prenzlauer Berg, nämlich in der Winsstraße. Leider habe ich keine Kinder aber mit meinen 7 Nichten und Neffen bin ich auch oft einkaufen gewesen, so dass ich Deinen Wunsch schon nachvollziehen kann – nur das kann doch nicht so weit führen,seine Mitmenschen so vor den Kopf zu stoßen. Ich habe mehrere Freunde, die z. T. sogar im Prenzlauer Berg geboren wurden,deren Kinder sind schon erwachsen,es gibt auch noch richtige Urberliner z. B. in den Seniorenheimen, es gibt die jungen Leute, die noch keine Kinder haben, es gibt die Männer, die am Tag bei der Arbeit und nicht auf der Winsstraße sind, um Geld zu verdienen, für die inzwischen so hohen Mieten ….
    Ich finde es gut, dass Du Dich bei dem sicherlich oft stressigen Alltag mit einem kleinen Kind für Dinge engagierst und wünsche Dir und Deinem Kind noch viel schöne Lebenszeit in einem Stadtbezirk in den Du wohl gezogen bist, weil er so schön bunt war und Du die Nachbarschaft ansprechend und für Dein Kind wohltuend empfandest und der sicherlich auch ab und zu mal frischen Wind vertragen kann – ich glaube, DAS ist jetzt wirklich nötig !

  5. Nunja.!
    Ein Protest auf der direkten Ebene wäre sicherlich sinnvoller! Hinsetzen, Argumenten und Gegenargumente darniederchreiben, abwägen. Das direkte Wort mit den Fialleitern suchen! Diesen Luxusprotest von zu Hause aus zu versuchen, möglichst anonym, auch weil man im Internet viele Leute für eine Sache gewinnen kann, macht für mich den Eindruck hier gehts eigentlich nur um die eigene Bequehmlichkeit, als um das Wohl des Kindes. Ich wäre durchaus für „gesunde“ Kassen, doch brauchen die ja jede menge Platz, da Obst entsprechend gelagert werden müsste. Die Mama will ich mal sehen, welche sich im Sommer da mit den Taufliegen und Wespen in Eingangsnähe rumärgern will. Man müsste das Ganze Obst mit Klappen als Greifschutz sichern, dass die ganzen Kinder nicht mit ihren Fingern, die sie die ganze Zeit im Mund haben, das ganze Obst bespeicheln. Letzten Endes ist so ne „Kinderhöhe“ für mich auch ne Behindertengerechte Höhe, weil evtl. ja auch der Rollstuhlfaher mal nen Snickers haben möchte. Da stören die Klappen ja wieder. Und zum Thema Recherche bezüglich der Kinderreichsten Straße kann ich dir nur raten, Demografische Themen tatsächlich sachlich / fachlich zu recherchieren, da im Internet oft von viel Schrott zu lesen ist…

  6. Ah, jetzt weiß ich…
    woher all diese Aggression in den vielen unpassenden Kommentaren kommt! Es sind die Gutmenschen, die sich in ihrer Rolle als „Weltretter-mit-nur-einem-Klick“ gestört fühlen! Weil lokaler Protest nunmal keine Drittweltkinder satt macht. Und man sich nach einem solchen Klick nicht so revolutionär fühlt, wie sonst immer. Und dann noch so eine dahergelaufene Zugezogene Yuppie-Tante, ja wo kommen wir denn dahin, wenn der Prenzlauer Berg sich ungefragt entwickelt? – Ja, wir leben in einem Luxus-Staat und wir haben unsere Luxus-Probleme. Sogar Jamie Oliver hat in Amerika die Food Revolution Day-Kamapagne gestartet um übergewichtige Kinder von gutem und gesunden Essen zu überzeugen. Auch ein Luxusproblem? Vielleicht ist eine Petition für dieses Anliegen wirklich überzogen, aber könnt ihr mal einen Gang runterfahren und nicht über die Mutterseinsberechtigung einer Bloggerin urteilen, die ihr -offenbar- in diesem Artikel zum ersten Mal kennengelernt habt? Würdet ihr euch trauen, so Auge in Auge mit einer fremden, entnervten Mutter zu reden, die vor euch an der Kasse einknickt und dem nölenden Kind ein Snickers erlaubt? Ihr seid so selbstgerecht!

    1. Ich bin kein Gutmensch. Und
      Ich bin kein Gutmensch. Und erst Recht kein Weltretter-mit-nur-einem-Klick.
      Und genau deswegen stört es mich, wenn man seine Luxusprobleme auch noch in überflüssigen Blogs bejammert und noch sinnlosere Petitionen startet. Wenn der Frau Mutter wirklich was dran liegt, soll sie es doch auf lokaler Ebene versuchen. Wie sieht es damit aus?

  7. Dicke Kinder sind schwerer zu kidnappen
    Und dann erwische ich mich dabei, dass „ich denke, wie narzisstisch das ist. Change.org dafür einzuspannen, im Supermarkt an der Ecke das Warenangebot an der Kasse ein wenig anders zu machen? Eine Plattform, bei der es sonst um deutlich wuchtigere Geschichten geht?“
    Was heißt erwischen? Das ist doch der Gedanke, der jedem normalen Menschen kommen sollte. Warum nicht mal die Marktleitung persönlich ansprechen, anstatt mit einer neumodisch-hippen Petition zu kommen. Übrigens auch ein toll einfacher Weg, sich in dem Gedanken zu wiegen, selbst politisch aktiv zu sein. Quatsch!
    Anstatt über Quengelware sollten sie sich wohl besser Sorgen über ihr allgemeines Konsumverhalten machen.

    Mir zieht es gewaltig die Mundwinkel nach unten, solch einen Humbug zu lesen.

  8. ***
    Ich wohne in der Chodo, ich gehe drei-, viermal die Woche zu Discokaiser’s, wie ich ihn zärtlich nenne, ich habe eine zweijährige Tochter; eigentlich sollte mich das doch gewogen stimmen, nehme ich an. Und dann erwische ich mich dabei, dass ich denke, wie narzisstisch das ist. Change.org dafür einzuspannen, im Supermarkt an der Ecke das Warenangebot an der Kasse ein wenig anders zu machen? Eine Plattform, bei der es sonst um deutlich wuchtigere Geschichten geht? Ich geh‘ ja auch nicht den Berliner Senat an, weil ich die Brötchen in der Umgebung miserabel finde, oder vor den Europäischen Irgendwasgerichtshof, wenn mir hier in der Hood ein paar Nasen nicht passen. Mal mit Frau Zimmermann gesprochen? Oder eine Mail an Kaiser’s geschrieben, statt an alle?

    Genauso seltsam wie Ihr seltsamer Kinderschutz-Aktionismus sind die seltsamen Kommentare hier, über die Verseuchung der Nachbarschaft durch Mütter. Oder über die total auf der Hand liegende Notwendigkeit für endlich zackig Grenzen Grenzen Grenzen, die immer mit dieser superüberzeugenden empirischen Basis daherkommen, (neulich mal ein Kind gesehen, n=1, blablabla). Seltsame Welt. Lauter Leute, die sich einbilden, der öffentliche Raum wäre ihnen was schuldig. Kein Zucker in Sichtweite, kein Quengeln, lauter artige Kinder, kein Übergewicht. usw.

  9. Mal so als Mitarbeiter besagter Filiale..
    Klar, verbessern geht immer. Aber ich kann die Meinungen der Kritiker hier gut verstehen, da das tatsächlich ein absolutes Luxusproblem ist insbesondere in diesem Viertel. Freunde von mir arbeiten in Kaisers-Filialen im Wedding oder Neukölln, da geht es anders zu. Eine Familienkasse wäre vllt das i-Tüpfelchen, aber mal Hand aufs Herz: Lernt das Kind denn nicht wirklich im Alltag durch die Eltern, was zu konsumieren und was nicht? Ich fand es früher von meiner Mutter blöd, dass es nie Limo oder Chips gab und Süßigkeiten allg nur rationiert. Bei Omi hingegen gabs das immer, aber da war man ja auch nicht so oft. Im Nachhinein wurde ich so erzogen, wie es sein sollte: Süßigkeiten sind prima, aber Luxusware, die nur in Maßen guttut. Und das lernt ein Kind nur über jahrelangen Alltag, nicht, obs sogar mal an der Kasse was Süßes kriegt oder nicht. Und wenn Sie als Mutter selbst so schlecht nein sagen können und sich in der Gefahr sehen, ihrem Kind jedes Mal etwas Süßes zu geben, sollten Sie noch mal in sich gehen. So wie jede andere Mutter auch, die das tut. Und die Eltern, die ihr Kind mit Süßem eh vollstopfen und Schuld an der Übergewichtsproblematik sind, müssen es anders lernen als mit dem Familienkassen-Befreiungsschlag. Ich bin, wie andere hier offenbar auch, ein großer Fan einer Ernährungsampel; aber da hat die Aigner ihre Glaubwürdigkeit verspielt.

    Dazu eine Anekdote als studentische Aushilfe respektive Kassenkraft dieses Ladens: Ich arbeite dort seit zwei Jahren und ich habe es nur ausgesprochen selten miterlebt, wie Kinder gerade von den Kassen-Quengelwaren etwas bekommen haben, denn gerade dort, wo der Einkauf so nicht mehr auf dem Plan steht, sagen die Eltern meist nein. Und das ist ja auch gut so.
    Und die spätere Gefahr Alkohol spielt da an den Kassen keine Rolle. Jugendliche wollen Bier und Schnaps in größeren Mengen als in den lächerlichen 4cl-Flaschen enthalten. Da ist es wieedr die Frage mit dem verantwortungsbewussten Umgang. Ein reines Verbot hat da noch nie geholfen, sinngemäß zu sagen, dass Drogen absolute Sternstunden herbeiführen können und in dem Extrem auch nach unten Scheiße bereithalten, das muss man vermitteln. Ehrlich und nicht mit einem heuchlerischen Verbot. Trinken macht Spaß, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben, auf die Balance kommt es an. Überall im Leben.

    Und ich möchte noch kurz den Vorschlag einer kommentierenden Person hier unterstützen: Einfach generell mehr im Bioladen einkaufen für bewussteren Umgang mit Lebensmitteln und Fleisch usw generell und weniger beim Kaiser’s. Da brauchen Sie auch keine Rücksicht auf mich nehmen, wenn der Laden pleitegeht, such‘ ich mir halt was Neues. 🙂

  10. Gute Idee, ABER….
    Grundsätzlich ist sicher nichts daran auszusetzen, dem Konsum ungesunder oder schädlicher Süßigkeiten etwas entgegenzusetzen. Und natürlich könnte man sagen, dass die Marketingstrategen mit diesen Quengelregalen eine ziemlich Eltern-unfreundliche Art entwickelt haben, ihre Produkte ans Kind zu bringen.
    3 Dinge jedoch sprechen klar dagegen, deshalb Petitionen zu starten.

    1. …gibt es wirklich viel drängendere Probleme. Auch die Unterzeichner von Petitionen und andere politisch engagierte Menschen müssen wählen, gegen was sie sich stemmen wollen.
    Die Süßigkeiten an Supermarktkassen konkurrieren da mit Petitionen, die echte (!) Not thematisieren und dagegen kämpfen.
    Die drängenderen Fragen (gerade im Sinne der Kinder) wären dann auch eher: Wie kriegen wir die satt, die das Essen, das wir schon mit dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums wegschmeißen, nicht erreicht? ODER Was können wir tun, um unseren Kindern wieder eienen lebenswerten Stadtraum zu schaffen, in dem sie ohne Gefahr für ihr Leben durch Autos und ohne Permanentüberwachung ihrer Eltern unbeschwert spielen und die Welt entdecken können (was ganz nebenbei das Interesse für Süßigkeiten bzw. deren negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Kleinen schon senken würde)???

    Petitionen gegen Süßigkeiten an der Supermarktkasse sind angesichts drängender Probleme auf ganz anderen Ebenen ebenso maßlos, wie die Konsumgesellschaft selbst.
    Ein offener Brief an den Supermarkt oder eine kleine lokale Protestatkion wäre da sicher passender.

    2. …kann man die Sache auch als pädagogisch wertvolle Erziehungshürde betrachten, denn unsere Wohlstandskinder müssen als Allererstes lernen, dass es gute Gründe gibt, den allgegenwärtigen Reizen und Verlockungen zu widerstehen. Wer nicht lernt, an der Supermarktkasse auf den Griff zu den Süßigkeiten zu verzichten, der könnte auch später Schwierigkeiten haben, sich in der Konsumwelt halbwegs maßvoll zu bewegen…

    3. …gäbe es eine einfache Möglichkeit, solche Dinge zu verändern. Nicht durch Petitionen, sondern durch die Wahl eines Supermarktes, der anderen Regeln folgt. Ich kenne zum Beispiel keine Bioläden, in denen ein vergleichbares Süßwarenangebot an den Kassen lockt, wie das bei Kaiser’s & Co der Fall ist. Und wer maßvoll und gut organisiert dort einkauft, zahlt nur etwa ein Drittel drauf – für ökologisch und gesundheitlich wertvollere Ware (auch wenn die konsumwirtschaftsgetragenen Medien das gern immer wieder mit unsauber recherchierten Industriestudien widerlegen möchten…).

  11. …wirklich Schlimm!
    Ich glaub ich spinne.Man öffnet nichts ahnend sein Postfach und glaubt der Spamfilter hätte versagt.Aber nein, der change.org Newsletter mit einer Petition für eine familienfreundliche Süssigkeiten – Penner-Pullen – und Zigarettenfreie Supermarktkasse in der Winsstrasse scheint kein Spam zu sein.Oder doch? Habe ich mich verlesen?
    Ich lese es mir noch einmal durch.Ne, tatsächlich.Das ist ernst gemeint.
    Ich bitte Sie, lassen Sie es gut sein.
    Was hat das mit Familienfreundlichkeit zu tun???

    Ich denke eigentlich, das Sie soviel erzieherische Fähigkeiten besitzen sollten ihrem Kind auch mal ein „NEIN!“ entgegenzusetzen.
    Und ihr Kind mit diesem „NEIN!“ auch umgehen, es verstehen kann und ohne Heulkrampf den Kaisers in der Winsstrasse verlassen kann, da es eine gesetzte Grenze der Eltern nicht überschritten hat.
    Nicht weil ihr Kind oder andere in diesem Alter vielleicht noch nicht verstehen warum es gerade jetzt nichts Süsses bekommt, sondern schlicht und ergreifend das ein „NEIN!“ der Mutter oder des Vaters als Signal wahrgenommen werden muss, das es jetzt nicht zu seinem „Recht“ kommt.

    Sie könnnen doch diesen Teil der Erziehung nicht auf den Supermarkt abwälzen!

    Schreiben Sie bald eine Petition für einen „unter-1-Meter Sichtschutz“ entlang des Süssigkeitengang?
    Oder ausschließlicher Alkohol-Verkauf zwischen 20:50 und 21:00 Uhr?
    Und werde ich dann von fünf Müttern (ihnen inclusive) angeblafft weil ich es gewagt habe mich an einer Familienkasse anzustellen?
    Kommt dann auch die Hartz-IV Kasse, die Kasse für Blogschreiber oder eine für ausschließlich in Prenzlauer Berg Wohnende?

    Durch Leute wie Sie driftet der Prenzlauer Berg dahin wohin er nie sollte, führt die EU und dann Deutschland solch unsinnige Gesetze ein (meine Fantasiekassen mal abgesehen- obwohl wer weiß – vieles was man sich früher nicht vorstellen konnte, ist heute leider Realität) die uns immer mehr an Vorschriften und Ketten bindet.Uns unmündig machst. Das mag zugespitzt und übertrieben klingen, aber die Richtung ist eindeutig erkennbar.

    Erst ist es nur eine Kasse wie Sie es fordern, dann sind es alle.
    Erst nur der Kaisers in der Winsstrasse dann alle.Und so weiter.

    Ich möchte keine Entmündigung durch einen Supermarkt oder den Staat! Ich möchte frei entscheiden können, was ich wann wo kaufen möchte.Oder auch nicht kaufen möchte.
    Wenn Kinder dies natürlich in einem bestimmten Alter nicht selbst entscheiden können, dann müssen es die Eltern entscheiden! Ganz einfach!

    Wenn ich so etwas wie diese Petition lese, dann ist mir mal wieder klar das der Prenzlauer Berg den Berg runter geht und zu einer Provinz mutieren wird.

    Juten Tach och!

  12. Wenig zielführend
    Auch ich habe den Newsletter von Change.org erhalten und mich einigermaßen geärgert. Sicherlich kann man über den Sinn und Unsinn diverser Petitionen streiten. Man mag sicher in der Mutter-Vater-Kind Gruppe des örtlichen Kindergartens über solch weltbewegende Probleme trefflich diskutieren können. Es stört mich aber, wenn ein Verteiler für derartige Lappalien genutzt wird. Im Übrigen wurde bereits von Vorrednern angenzweifelt, ob nicht der richtige Umgang mit bestimmten Reizen sinnvoller wäre, als die Reizvorenthaltung. Ich warte noch auf verdunkelte Scheiben und blickdichte Vorhänge vor McDonald’s Filialen, damit die Kleinen bloß keinen Terz machen.

    1. change.org
      Ich schließe mich als Mutter zweier Kinder im Prenzlauer Berg dem Großteil hier an.
      Grenzen müssen schon Eltern den Kindern setzen … also wirklich …
      Ich finde es nicht gut, eine Plattform wie change.org für diese banalen Fragen zu nutzen.
      Beste Grüße

  13. Guter Ansatz
    Liebe Caro,
    ich kann deiner Idee eigentlich nur Gutes abgewinnen. Im weiteren Sinne geht es um Verantwortung, gesunde Ernährung, und wie auch Kaisers seinen Anteil dazu beitragen kann.
    Nur die Herangehensweise finde ich etwas holprig. Da werden schnell Klischees bedient. Wie Du ja nun am eigenen Leib erfahren musst. Auch Frau Aigner würde ich in Ernährungsangelegenheiten nicht mehr zitieren, Stichwort „Ernährungsampel“.
    Der Zuwachs übergewichtiger Kinder in westlichen Industrieländern ist zudem stark an soziale Faktoren (Umfeld, Bildung, soziale Schicht) gebunden. Dinge die in der Winsstraße im Übermaß vorhanden sind. Letzt endlich glaube ich daher, dass eine „Familienkasse“ in deinem Kaisers so rein gar nichts bewirken wird. Viel lieber wäre mir eine Petition für das Fach Ernährung an den Grundschulen oder eine Petition für für einheitliche (gesunde) Standards in Schulkantinen oder eben besagte Ernährungsampel.

    Liebe Grüße tsabi

    PS: Wer wegen Müttern und Kindern den Prenzaluer Berg verlässt, hat sie meiner Meinung nach nicht mehr alle beisammen. Ich darf das sagen, denn ich bin hier geboren, bin weder Mutter noch Vater und hatte in meinen fast 29 Jahren noch nie ein Problem mit meinen Nachbarn!

  14. Schlimm!
    Ich weiß wieder, warum ich letztes Jahr aus dem Prenzlberg weggezogen bin. Übrigens war der Kaisers in der Winsstr auch mein Supermarkt des Vertrauens, daher weiß ich: dort gibt es Süßigkeitenfreie Kassen für Eltern! Tabakwaren werden auch nur gesondert im Tabakshop, und nicht mehr an den Kassen, verkauft!

    Wozu also diese Petition hier? Wirklich lächerlich…

  15. Hoppla
    Ich finde es erstmal sehr mutig von Dir mit deinem Anliegen so in die Öffentlichkeit zu gehen und dich auch bewußt der – leider nicht immer ganz sachlichen oder sogar beleidigenden – Kritik auszusetzen – Hut ab dafür!

    Leider muß ich (Vater zweier Kleinkinder) Dir aber auch sagen, daß ich eher den Standpunkt von anneke vertrete. Das will ich nicht wiederolen, sie hat völlig recht, m.M.n.

    Ja, die Welt ist schwierig und Kinder sollten sowohl lernen das es Grenzen da draußen gibt als auch andererseits „bessere“ Welt einzufordern also zu versuchen die Grenzen zu verändern. Wobei ich denke letzteres ist was für ältere Kinder. Ich denke die Mischung machts: eines alleine davon macht sie entweder zu ängstlichen Ja-sagern oder ignoranten Egoisten die denken alles läuft nach ihrem Willen.

    Besonders letzter Punkt scheint ja der Mega-Aufreger bzw. DAS Klischeebild zu sein, das viele Leute aufregt ausfällig werden lässt. Und muß auch ein Fünkchen Wahrheit darin sein.

    Ich finde Süßigkeiten auch problematisch und die Marketingstrategien der Industrie gefährlich und frech aber aus ihrer Perspektive völlig nachvollziehbar!

    Ich denke du kommst eher zum Ziel wenn man Kaisers und anderen Ketten klar macht: es ist ein Kundenvorteil Elternfreundlch zu sein, ein Vorteil den ihr nutzen könntet. Das bringt mehr Kunden und so funktioniert diese Welt, leider.

    Oder wie jemand anderes hier schrieb: Nicht gegen etwas sein, sondern für etwas.

    Ich finde: ja, man muß Kinder beschützen vor vielen Dingen derer sie sich noch nicht erwehren können. Das kann aber nicht bedeuten, dass man die ganze Welt vor Ihnen versteckt oder gar das die Welt in allen Bereichen (Schutzzonen ausgenommen) Kinder oder elternfreundlich zu sein hat – das wird scheitern. Beschützen bedeutet vielmehr für mich, dass man 1.) klar Nein sagt auch wenns schreit und 2.) aber auch ehrliche Erklärungen liefert – Kinder verstehen das viel eher als man vermutet und lernen so irgendwann zu verstehen und sich sozial zu verhalten.

  16. Kritik bitte auf Augenhöhe!

    So, jetzt äußert sich die Land-Mama auch mal ganz kurz. Ihr wisst, dass Caro und Lisa (ich) auch nicht immer einer Meinung sind. Das ist okay. Aber wir begegnen uns dabei mit Respekt.

    Ich persönlich habe nichts gegen den Kaisers in der Winsstraße einzuwenden, im Gegenteil. Ich war dort Stammkunde und zwar deswegen, weil dieser Supermarkt der einzige war, an dessen Kassen ich mit meinem breiten Zwillingswagen vorbeischieben konnte. Kassen-Süßkram hin oder her.

    Es geht hier aber nicht um meine Meinung. Es geht hier vor allem um die Meinungen unserer Leser und wie diese geäußert werden. Wir diskutieren sehr gern auf Augenhöhe und lassen uns gern auch konstruktiv kritisieren, weil wir nur so besser werden können und vielleicht noch etwas lernen.

    Beleidigungen hingegen gehören hier nicht hin. Genauso wenig wie Beschimpfungen, Verurteilungen und dergleichen. DAS macht Müttern heutzutage das Leben schwer. Unnötig schwer.

    Ich möchte Euch zum Thema Anti-Mütter-Bashing gern einen Text empfehlen, den die tolle Hamburger Autorin Rike Drust („Muttergefühle.Gesamtausgabe“) kürzlich veröffentlicht hat. Und ich wünschte mir, das den auch diejenigen Kommentatoren lesen, die Caro hier so angegriffen haben: http://infemme.twoday.net/stories/202635847/

    Einen schönen Wochenbeginn wünsche ich Euch. Allen!

     

  17. Ich hab diesen Eintrag heute
    Ich hab diesen Eintrag heute Nachmittag gelesen und da ich selbst (noch) keine Kinder habe, wollte ich eigentlich nichts dazu schreiben. Aber irgendwie läßt mich der Eintrag nicht los, v.a. der Ton, der hier in den meisten Kommentaren angeschlagen wurde. Ehrlich gesagt war ich dadurch ganz schön baff – würden diese Leute einem das auch auf der Straße ins Gesicht sagen? Oder macht das nur die Anonymität des Internets möglich/einfach?

    Nun ja, wie auch immer. Ich hatte in der letzten Zeit öfters mal Gespräche über das Thema Kinder und Erziehung. Meine Mutter ist Grundschullehrerin und da kriegt man doch einiges mit, v.a., was sich über die Jahre und Jahrzehnte (insofern ich das mit 29 schon sagen darf ;-)) geändert hat. Größtenteils die Respektlosigkeit vieler Kinder auch Älteren gegenüber. Die von zu Hause aus keinerlei Konsequenz für Fehlverhalten kennen und wo der Lehrer dann der Buhmann ist, wenn er Dinge konsequent durchsetzt.
    Oder daß es viele Eltern gibt, die ihre Kinder immer und überall in Schutz nehmen, egal, um was es geht. Princess forever oder so, nach dem Motto „Mein Kind kann einfach nichts falsch machen“. So hatte z.B. ein Kind einem bereits auf dem Asphalt liegenden anderen Kind nochmal ordentlich auf den Kopf getreten – in der 3. Klasse, wohlgemerkt. Die Mutter, darauf angesprochen, antwortete nur „Dann hat das andere Kind mein Kind provoziert!“
    Ich war ehrlich gesagt sprachlos, als ich von dieser Reaktion hörte. Wenn ich soetwas früher gemacht hätte, hätte ich mir aber ordentlich etwas anhören dürfen von meinen Eltern! Nie im Leben hätten sie so ein Verhalten auch noch verteidigt… Wie soll ein Kind bei so einer Einstellung der Eltern lernen, was richtig ist und wo Grenzen überschritten wurden?

    In den letzten Wochen komme ich immer mehr zu dem Schluß, daß das größte Problem fehlende Grenzen sind. Kinder müssen/sollen/dürfen jaaaa alles selbst ausprobieren, Grenzen sind böse. Dabei geben Grenzen auch Sicherheit. Und vermitteln, wie man sich in der Gesellschaft verhalten sollte. Klar, es ist sicher immer nicht angenehm, Grenzen klar zu machen und durchzusetzen, aber ohne Grenzen gehts halt auch nicht. Was ist der Dreh- und Angelpunkt in diesen ganzen Erziehungssendungen? 😉 Grenzen setzen!

    Vielleicht versuchen viele Eltern heutzutage einfach zu sehr, der beste Freund ihres Kindes zu sein. Versuchen zu vermeiden, daß das Kind böse auf einen ist. Dabei gehörts zur Erziehung einfach dazu, daß ein Kind seine Eltern auch mal total bescheuert findet.
    Wie bei meinen vierbeinigen Patienten – um ihnen zu helfen, muß man sie manchmal auch zu ihrem „Glück“ (der Antibiotikaspritze o.ä.) zwingen 😉

  18. Schön für dich, wenn du keine anderen Sorgen hast..
    Hallo… ich kann mich den Vorbeiträgen nur anschließen…Mich ärgert, dass ich über den newsletter „Change“ solche Petitionsanfragen bekomme. Es ist sehr oberflächlich, die vielen dicken Kinder in Deutschland mit diesen besagten Kassen in Verbindung zu bringen. …Lies mal: „Warum unsere Kinder Tyrannen“ werden… das passt zu Müttern wie dir…

  19. Schön für dich, wenn du keine anderen Sorgen hast..
    Hallo… ich kann mich den Vorbeiträgen nur anschließen…Mich ärgert, dass ich über den newsletter „Change“ solche Petitionsanfragen bekomme. Es ist sehr oberflächlich, die vielen dicken Kinder in Deutschland mit diesen besagten Kassen in Verbindung zu bringen. …Lies mal: „Warum unsere Kinder Tyrannen“ werden… das passt zu Müttern wie dir…

  20. Süsskram auf Kinderhöhe
    Hui, hier geht es aber aggressiv zu. Kann man Kritik nicht sachlich äussern?
    Und was ein „früher waren die Kinder noch abgehärtet“ Beitrag soll, entzieht sich meiner Kenntnis!
    Kinder „Bälger“ zu nennen ist genauso beleidigend, wie ältere Menschen „alte Krücken“.

    Wer findet es schon gut, dass der Süsskram auf Kinderhöhe an der Kasse ausliegt? Stichwort Marketingstrategie.

    Und wenn man es nicht gut findet, kann man doch versuchen etwas zu ändern?

    Ich finde diese Petition unterstützenswert.

  21. OK…
    …man kann hier geteilter Meinung sein, aber ich finde es schade, wenn hier manche fast schon beleidigend werden bzw. sich Urteile erlauben, die ihnen nicht zustehen. Caro, toll wie Du damit umgehst!

  22. Liebe Caro,
    Liebe Caro,

    ich hatte vor Jahren das Glück gehabt den Prenzl´berg so zu erleben wie Sie diesen vllt. nie kennengelernt haben. Kinder kamen höchstens zum Essen nach Hause – ansonsten rannten sie in einem Straßenzug in einen Hof und kamen in einer anderen Straße wieder raus. Über´s Pflaster klapperten Kohlekarren und der Bäcker gab den Kindern gerne die Randstücken vom Kuchen für n´ Sechser in die Tüte. DAS war mal der Prenzl´berg!!! Ich bin froh ihn trotz damaliger Wiedrigkeiten so kennengelernt zu haben. Kaisers ist n´ Unternehmen und weis selber am besten wie es zu führen ist – schließlich hat dieses die zahllosen Geschäfte verdrängt, in denen jetzt die hippen Juppiläden für Pudernäschen (wie Sie es wahrscheinlich sind) stecken. Machen Sie einfach Ihr Kind stark für diese Welt, irgendwann wird es die Insel die Sie ihm schaffen wollen verlassen.
    Was ist Ihre nächste Forderung? Autos und Straßenbahnen in ein weiches Plymo zu wickeln wärend Ihr „Balg“ mit seinem Laufrad dem letzten Senioren vom Prenzl´berg die Beine unterm Arsch wegkarrt? Probieren Sie es mal mit dem Kinderbuch „Das rote Etui“ – hier ist der Prenzl´berg noch so lebendig wie er mal war.
    Demnächst erwartet Sie sicher eine Kaiserspetition: „Wir bitten unsere Kundinnen um schlichtere Kleidung. Wir können unsere Mitarbeiterinnen nicht entsprechend entlohnen, daher leiden diese bei ihrem Anblick mitweilen an Depressionen.“ Übrigens, auch diese Mitarbeiterinnen sind unter Umständen Mütter, hocken aber bis spät abends an der Kasse, nur damit Sie noch ihre Lauchstange und Ihren Jogurt bekommen. Vor lauter Bloggerei ist Ihnen das sicher erst später eingefallen was Sie noch wollten.

  23. find ich gut
    Ich weiß nicht, ob es unbedingt eine Familienkasse sein muss und es geht hier auch nicht um Erziehung oder das man mal NEIN sagen muss. Es ist schlicht und weg eine miese Marketingstrategie dort wo Mutti warten muss, reihenweise Süßigkeiten hinzustellen, damit sie dann irgendwann völlig entnervt doch etwas kauft. Es ist doch wirklich ein guter Gegenvorschlag andere Dinge auf Kinderhöhe zu platzieren und nicht nur ein pures Dagegen-Wettern!Es gibt Dinge, die sind einfach nur unnötig…größere Sorgen gibts natürlich überall!!!

  24. Kaisers Winsstr.
    Hallo Caro,
    Sie haben völlig recht!Schon vor über 30 Jahren, als meine Kinder klein waren, gab es die Süßigkeitenquengeleien an den Supermarktkassen.Die Userkommentare, die Kinder müssten entsprechend erzogen werden,stellen die Welt auf den Kopf. Kleine Kinder sollten nicht schreiend durch Cafes rennen dürfen, da sollte es Erziehung geben. Mütter mit Kindern sollten aber nicht an der Supermarktkasse ihre letzten Nerven verlieren müssen. Eine Familienkasse ist eine sehr gute Sache,die ich natürlich unterstützen möchte. Viel Erfolg!Gruß aus Hamburg( ich kenne den Prenzl.berg)!Petra

  25. Gibt es doch schon
    Ich finde das auch übertrieben.
    Und…es gibt in vielen Supermärkten schon Süßigkeitenfreie Kassen.

  26. Zeichen setzen nicht gegen, sondern für etwas
    Hallo Caro, ich kann dich gut verstehen, dass du in deiner Umgebung „ein Zeichen setzen willst“. Dass du mit deinen Vorstellungen gesehen werden willst.

    Aufgrung meiner Erfahrungen im bürgerlichen und politischen Engagement möchte ich dir empfehlen, nicht gegen etwas, sondern für etwas Zeichen zu setzen. Und zuerst das Gespräch mit denen, von denen du dir Veränderungen wünschst, zu suchen.

    Diejenigen, von denen du dir Änderungen wünschst, sind eher bereit, etwas verändern, wenn sie Vorteile auch für sich erkennen können und sich dabei wohl fühlen. Ich denke, du kennst das von dir auch.

  27. Danke!
    Ihr Lieben!

    Danke für Eure Kommentare! Ich nehme das sehr ernst!
    Ich werde den Tag über noch einmal darauf rumdenken. Im Grunde ging es mir darum, ein Zeichen in meinem Kiez zu setzen und ein realistisches Ziel im Kleinen zu verwirklichen.Ich gehe jetzt mal einkaufen, grübele mal ein bisschen und bin auf jeden Fall auf mehr Meinungen gespannt…

    Schönen Samstag Euch!

  28. Petittion supermarkt
    Ich min Mutter zweier Söhne in Prenzlauerberg…..Ich habe, wie viele Mütter unsere Generation viele Schwierigkeiten gehabt (und habe immer noch) rauszufinden, wie ich meine Söhne erziehen sollte/wollte – hin und hergerissen zwischen alte Erziehungsvorstellungen, meine eigene Persönlichkeit und Unzulänglichkeit und ’neue‘ gesellschaftliche Vorstellungen von Kindererziehung. Ich habe auch grosse Schwierigkeiten gehabt grenzen zu setzen. Ich fand einkaufen im Supermarkt mit zwei kleinen Kindern aber immer eine super Übung um meine Grenzen lernen zu setzen. Wenn man es nicht aushält, zu einem schreienden Kind im Supermarkt nein zu sagen (und das Kind einfach schreien zu lassen) – sondern erwartet dass der Außenwelt sich nach dem Mutterbedürfnis einrichtet – dann schafft man es auf jedem fall nicht (und die Kinder auch nicht) später mit Markenklamotten, Smartphones, Spielkonsolen usw. klarzukommen. Der Welt ist nicht wie Kaisers in der Winstrasse – das kann auch ruhig die Kinder lernen sonst haben sie es erst recht schwierig später im Leben wo überall, metaphorisch gesehen, der Gefahr von ‚ausgestellten Süßigkeiten in Augenhöhe‘ lauert!!! Also finde ich deine Petition ganz schön kontraproduktiv für sowohl Mütter als auch für Kinder.

  29. Junge Mütter wie Sie…
    …sind der Grund, warum der Rest der Gesellschaft keine Kinder mehr möchte! Dieses penetrante „ich habe ein Kind, alle müssen Rücksicht nehmen, egal wie nervig ich bin und wie schlecht das Kind erzogen ist“ ist nicht mehr erträglich. Daher sind Menschen wie Sie auch der Grund, dass sich viele im Prenzlberg unwohl fühlen!
    Hören Sie auf sich so verdammt ernstzunehmen! Die Welt hat größere Sorgen!

  30. werd erwachsen, Stadt-Mama Caro
    Erstes Kind? Ein Jahr? Ach Du meine Güte… Statt die Umwelt passend zu machen, sollten Sie versuchen Ihr Kind zu erziehen! Auseinandersetzungen wird es zwischen Ihnen und Ihrem Kind noch viele geben. Das müssen Sie aushalten. Das ist anstrengend. Aber wer nur Wohlfühlmutter sein möchte und glaubt, der böse Supermarkt müsse Rücksicht nehmen ist an Egoismus ja wohl nicht zu überbieten. Ich habe Angst um die Generation, die da heranwächst!