Wo ist Inga? Der tragische Fall beschäftigt Katharina

inga

Liebe Lisa, eigentlich bin ich eine Mutter, die ihre Kinder an der langen Leine lässt. Ich bin keine Helikopter-Mom, die ihre Kinder nicht alleine aufs Klettergerüst lässt und sie ständig in Watte packen will. Vieles, was ich mir vorgenommen hatte, als ich noch kinderlos war, habe ich nicht durchgehalten – doch dieses Vertrauen, dass Kinder nicht ständig unter den Argusaugen der Eltern stehen müssen, habe ich mir erhalten. Bis jetzt. Am 2. Mai verschwand die kleine Inga, ganz Deutschland sucht sie mittlerweile. Ein kleines, blondes Mädchen ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Und dieser Fall geht mir unfassbar nah. Ich leide zwar immer mit, wenn ich Kinder in Not sehe, aber dieses Mal raubt es mir den Schlaf. Ich reagiere körperlich, wenn ich an dieses arme Mädchen und an seine Eltern denke. Ich halte die Vorstellung an das Leid dieser Familie kaum aus. Und ich merke, dass ich plötzlich Panikattacken bekomme, wenn meine Tochter für einen Augenblick aus meinem Sichtfeld entschwindet. Dass meine Stimme sich überschlägt, wenn ich nach ihr rufe. Mir auszumalen, dass ihr etwas passieren könnte, macht mich komplett  fertig. Wie soll man nur weiterleben, wenn einem Kind derartiges zustößt?

Ich bin viel in Gedanken bei dieser Familie. Ich halte meine Kinder jeden Abend etwas fester und danke dem Himmel dafür, dass wir bisher von so großem Leid verschont geblieben sind. Unsere Kinder sind das Wertvollste und Schützenswerteste auf der Welt. Ich wette, jede von uns würde sofort ihr Leben geben, um ihr Kind zu retten. Und ich wünsche mir so so sehr, dass Inga bald ihre Eltern in den Arm nehmen kann.

Die Polizei hat sucht auch mittels Internet nach Inga und hat alle Infos hier online gestellt

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8 Kommentare

  1. bin ganz bei dir
    Ich bin vorige Woche mit dem schlafenden Baby im Kinderwagen zur Kita gegangen, um den Großen abzuholen. Dort angekommen mussten wir noch rein gehen, um die Matschhose auszuziehen. Ich hab kurz überlegt, den Kinderwagen vor der Tür stehen zu lassen. Dann aber dachte ich, ich würde ja auch nicht mein Portemonnaie oder mein IPhone auf der Treppe vor der Tür liegen lassen in der gutgläubigen Annahme, dass es niemand klaut. Wie könnte ich dann das Wertvollste, was ich habe dort stehen lassen?!

    Hoffentlich kommt das kleine Mädchen wieder gesund nach Hause.

  2. bin ganz bei dir
    Ich bin vorige Woche mit dem schlafenden Baby im Kinderwagen zur Kita gegangen, um den Großen abzuholen. Dort angekommen mussten wir noch rein gehen, um die Matschhose auszuziehen. Ich hab kurz überlegt, den Kinderwagen vor der Tür stehen zu lassen. Dann aber dachte ich, ich würde ja auch nicht mein Portemonnaie oder mein IPhone auf der Treppe vor der Tür liegen lassen in der gutgläubigen Annahme, dass es niemand klaut. Wie könnte ich dann das Wertvollste, was ich habe dort stehen lassen?!

    Hoffentlich kommt das kleine Mädchen wieder gesund nach Hause.

  3. Das Schlimmste am Muttersein
    ist meiner Meinung nach die Verletzbarkeit. Auch ohne negative Erfahrungen in der Richtung und ohne eine Helikoptermom zu sein, allein der Gedanke mein Kind durch ein Verbrechen oder einen Unfall zu verlieren, macht mich fertig. Bevor ich selbst Mutter geworden bin, waren mir solche Schicksale natürlich auch nicht egal. Aber jetzt gehen sie mir so nah, viel zu nah.
    Dabei bin ich ansonsten ein aus Überzeugung optimistischer Mensch und mache mir wenig Sorgen um was auch immer. Aber das eigene Kind zu verlieren, das würde ich nicht überleben.

  4. Das Schlimmste am Muttersein
    ist meiner Meinung nach die Verletzbarkeit. Auch ohne negative Erfahrungen in der Richtung und ohne eine Helikoptermom zu sein, allein der Gedanke mein Kind durch ein Verbrechen oder einen Unfall zu verlieren, macht mich fertig. Bevor ich selbst Mutter geworden bin, waren mir solche Schicksale natürlich auch nicht egal. Aber jetzt gehen sie mir so nah, viel zu nah.
    Dabei bin ich ansonsten ein aus Überzeugung optimistischer Mensch und mache mir wenig Sorgen um was auch immer. Aber das eigene Kind zu verlieren, das würde ich nicht überleben.

  5. Mir geht es ganz genau so,
    Mir geht es ganz genau so, ich liege stundenlang wach und male mir aus was alles passieren könnte. Ich bin allerdings durch meine Vita auch vorbelastet, mein Bruder(damals 9 Jahre alt) ist vor 30 Jahren auch spurlos verschwunden und 2 Tage später ermordet aufgefunden worden. Ich war damals 12 Jahre alt und meine Eltern waren seit diesem Tag nie wieder die selben. Auch bei mir vergeht nicht ein Tag an dem ich nicht an meinen Bruder denke, mit so etwas kann man nur sehr schlecht Leben,aber es geht und man versucht sich so gut es geht zusammen zu reißen. Allerdings beeinflusst es mein Mutter sein enorm. Diese ständige Angst bringt einen absolut an seine psychischen Grenzen. Der Gedanke das ich so einen Verlust noch einmal durchmachen müsste ist schier unerträglich. Ich hoffe sehr das Inga wohlbehalten aufgefunden wird und nicht leiden muss. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt Ingas Familie.

    1. Meld dich gern mal

      Liebe „Frau P. aus D.“,

      Dein Kommentar hat mich sehr berührt und ich würde gern mit Dir in Kontakt treten! Zum Austausch, zum Quatschen. Weil sich das hier so in der Öffentlichkeit nicht vernünftig kommentieren lässt. Falls Du magst, meld Dich doch gern einfach unter lisa.harmann (at) gmail (.) com.

      Ich drück Dich!

      Lisa

  6. Mir geht es ganz genau so,
    Mir geht es ganz genau so, ich liege stundenlang wach und male mir aus was alles passieren könnte. Ich bin allerdings durch meine Vita auch vorbelastet, mein Bruder(damals 9 Jahre alt) ist vor 30 Jahren auch spurlos verschwunden und 2 Tage später ermordet aufgefunden worden. Ich war damals 12 Jahre alt und meine Eltern waren seit diesem Tag nie wieder die selben. Auch bei mir vergeht nicht ein Tag an dem ich nicht an meinen Bruder denke, mit so etwas kann man nur sehr schlecht Leben,aber es geht und man versucht sich so gut es geht zusammen zu reißen. Allerdings beeinflusst es mein Mutter sein enorm. Diese ständige Angst bringt einen absolut an seine psychischen Grenzen. Der Gedanke das ich so einen Verlust noch einmal durchmachen müsste ist schier unerträglich. Ich hoffe sehr das Inga wohlbehalten aufgefunden wird und nicht leiden muss. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt Ingas Familie.

    1. Meld dich gern mal

      Liebe „Frau P. aus D.“,

      Dein Kommentar hat mich sehr berührt und ich würde gern mit Dir in Kontakt treten! Zum Austausch, zum Quatschen. Weil sich das hier so in der Öffentlichkeit nicht vernünftig kommentieren lässt. Falls Du magst, meld Dich doch gern einfach unter lisa.harmann (at) gmail (.) com.

      Ich drück Dich!

      Lisa