Der Stadt-Mama graut es vor dem langen Winter und einem gelangweilten kleinen Stubenhocker!

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Ohhh, Lisa…

Der Sommer ist endgültig vorbei, obwohl uns diese Woche ja noch nochmal Sonne versprochen wurde… Nein, es ist Herbst. Und Stadt-Mütter wie meine Wenigkeit fürchten Herbst und Winter. Die dunkle nasskalte Zeit, kurz mal von weihnachtlicher Euphorie durchbrochen, aber eigentlich viel weniger die Zeit des gemütlichen Zusammensitzens, sondern mehr die von dauerkranken Kleinkindern, die aus Langeweile alle Küchenschubladen auseinandernehmen und ihre armen Mütter bei Minusgraden auf den vereisten Spielplatz kommandieren. 

Ja, ich weiß, Lisa, der Umzug aufs Land war für Dich nicht leicht, ist ja auch eine ganz schöne Umstellung nach über einem Jahrzehnt Berlin, aber im Winter beneide ich Dich Lischen mit Deinem großen Garten wie Du an der Terrassentür stehen kannst und Deinen Kiddies beim Schneemannbauen zusehen kannst, ohne selbst das Haus zu verlassen. Toll!

Ich habe letzte Woche als Nachmittagsbeschäftigung einmal die Woche eine Musikgruppe mit Maxime angefangen. Zehn Mütter und ihre Kinder in einem Sitzkreis, die Kinderlieder singen und die Kinder klatschen im Idealfall begeistert mit. Mein Sohn fand das alles nicht so lustig, sondern zeigte ständig zur Tür, hinter der sein Bobbycar geparkt stand. „Tut mir leid mein Sohn, aber Deine Mutter hat hier gerade acht Stunden im voraus bezahlen müssen. Da müssen wir jetzt leider beide durch.“ 

Ich habe noch die leise Hoffnung, dass er den Kurs irgendwann mag…

Du siehst, Lisa, es ist nicht einfach zu verhindern, dass Stadt-Mutter und Kind über fünf Monate Regen, Eis und Schnee keinen Lagerkoller bekommen. Was hast Du denn mit Deinen Kids gemacht als ihr noch in der Stadt gewohnt habt? Oder Frage an Euch alle, die wie ich nicht das Geld haben jeden Tag ein neues superinteressantes Spielzeug zu kaufen. Habt Ihr Tipps? 

Ich brauch‘ mal ein paar Ideen. 

Eure Caro xxx


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10 comments

  1. toben
    Trotzdem rausgehen: Mittoben auf dem Spielplatz, Pfützen hüpfen, Müssen,gibt’s ja etliche in Berlin, Kinderturnen war bei unseren der Hut und viel toben in der Wohnung: Sofa klettern, springen, Brett als schiefe Ebene zum runter rennen, balancieren,Auto wettrennen runter machen, Wippe draus machen….. das wird schon. Irgendwann kommt auch wieder der Sommer.

  2. Mehr Ideen
    Auf jeden Fall trotzdem raus gehen – in die Pfuetzen springen macht auch mir noch grossen Spass genauso wie durchs Herbstlaub zu rascheln. Regenhose, Regenjacke, Gummistiefel an – und los geht es.

    Die Jeden-Tag-Laterne-Gehen-Idee ist auch super.

    Und unendlich viele Bastelideen gibt es auch hier:
    http://theimaginationtree.com/

  3. Blogs mit Bastelideen suchen…
    Ich habe mal einen Blog aus der Schweiz entdeckt, in dem man viele kreative Ideen und Bastelsachen findet: schaeresteipapier.blogspot.ch
    Hier kann man sich bei schlechtem Wetter auf jeden Fall inspirieren lassen!

  4. Stimmt…
    … mit 2 = halb so viel Langeweile. Aber was meine beiden bei Schietwetter anstellen können auch Große machen: Matten ausrollen und Purzelbäume machen, Elternbett wird zur Tobelandschaft (wer es mag), Verkleiden mit Tüchern, Kostümen, taschen, Tüchern etc., ab in die Badewanne und Kapitän spielen, alternativ auch Wal, Regensachen an und Pfützenspringen, wer schafft den größten Platscher? (In diesem Fall empfiehlt sich erst das Pfützenspringen und dann die Badewanne 😉
    Selbstgemachte Knete sorgt auch für stundenlange Beschäftigung, gibt es auch ungiftige Rezepte.
    Fingerfarben kann man auch benutzen um die Fenster zu verzieren oder die Kinderzimmerwand bunter zu machen, birgt allerdings gewisse Risiken 😉
    Wer eine Eisenbahn hat, hat Glück: Die Schienen lassen sich prima durch die gesamte Wohnung legen, wie weit man wohl kommt?
    Wenn man draußen Blätter gesammelt hat lassen sich auch damit tolle Sachen machen, z.B. mit einem Wachsmaler „abmalen“, wenn man das gleich auf Transparentpapier macht, lässt sich das Papier zur Laterne umbasteln 😀
    Überhaupt sind Laternen für uns überlebenswichtig im Herbst!!! Jeden Abend vor dem Schlafengehen bei trockenem Wetter ein gang mit der Laterne und ein guter Nachtschlaf ist garantiert 😉

  5. Bald…
    …kommt ja eine Spielkameradin dazu. Der Grad der Langeweile ist umgekehrt proportional zur Anzahl der Kinder. 🙂

  6. Tipps
    Hier kommen Tipps aus unserer Kinderkrippe:
    Verschiedene Dinge unter eine Decke legen und fühlen lassen was es ist. Macht auch den Großen viel Spaß!
    Ein alter Bettbezug wird mit aufgepusteten Luftballons gefüllt. Maxime wird zwar am Anfang Schwierigkeiten da drauf zu kommen, aber es trainiert auch seine Körperwarnehmung.

    Und mein Lieblingsspiel früher: Höhlen bauen, braucht zwar einiges an Decken, Bettbezügen, etc. aber wer hat nicht solche Sachen zu Hause, die er eigentlich nicht mehr braucht. Oder auch aus Pappkartons den ersten eigenen Fernseher bauen oder ein Theater…

    Wir haben auch mit Salzteig gebastelt. Es muss ja nichts Anspruchsvolles sein, aber auch dabei kommen schöne Sachen raus (die dann ab Weihnachten bei Oma und Opa liebevoll entstaubt werden).

    Und für den grauen Herbsttag: schön einpacken und Blätter oder Kastanien sammeln…

  7. Kinderbeschäftigung im Winter
    Auf jeden fall bei Wind und Wetter raus gehen, das stärkt auch das Immunsystem. Mein Kleiner liebt es Bahn zu fahren und da ist es auch egal welche. Indoorspielplätze gibt es auch reichlich, Jack`s Fun World am Eichborndamm ist echt groß und ideal zum toben, auch wenn es gut ins Geld geht. In der Wohnung tanzen, liebt mein Kleiner. Am besten die Soundtracks von Step up 1-3 und dann gehts los, mit dem Kleinen auf dem Arm oder ihm Moves beibringend. Was auch gut für Mami`s ist.
    Liebe Grüße Nicole

  8. Fingermalfarbe
    Was bei unseren Jungs immer gut ankommt ist Fingermalfarbe. Einfach die Riesenpapierrolle von Ikea über den Tisch rollen, festkleben, so dass alles voll Papier ist und dann Hände in die Farbe und los geht’s. Am besten in der Küche machen. Die Kunstwerke kann man dann gut als Geschenkpapier für Oma und Opa verwenden oder an die Wand hängen.