Gastbeitrag von Tina: Wie man es schafft, ein eigenes Buch zu schreiben – und dabei noch Mama zu sein

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Wie geht das eigentlich, werde ich oft gefragt: Bücher schreiben und „nebenbei“ den Haushalt schmeißen, Hund ausführen, Kindergeburtstage organisieren, Taxizentrale für Fußball-, Schlagzeug- und Gitarrenunterricht, Lichtschwertkämpfe, Sozialstation und Kummerkasten, TV-Beiträge drehen, Garten so in Schuss halten, dass er nicht mit einem Urwald verwechselt wird und Touristen davor stehen bleiben um Selfies zu machen und ach ja, ein Mann war da ja auch noch … Gott sei Dank ein sehr pflegeleichtes Exemplar.

„Gar nicht“, müsste ich jetzt eigentlich sagen, wenn ich nicht wüsste, dass diesen Artikel sicher auch andere bücherschreibende Mutter mit Haus, Garten Hund und all dem anderen, lesen. Also sage ich lieber: Eine Frage der Organisation. Einziges Problem:  Ich bin nicht organisiert. Oder sagen wir mal wenig.

Ich brauche Druck, um mich hinzusetzen und wirklich konzentriert zu schreiben. Und diesen mache ich mir selber. Darin wiederum bin ich top-organisiert. Das sieht dann ungefähr so aus:

Phase 1

Exposé (eine neue Buch-Idee in diesem Fall) ist beim Verlag eingereicht.

Wäsche, einkaufen, Rasenmähen, mit dem Hund gehen. Das Übliche halt.

Phase 2

Feedback vom Verlag: Wir finden das gut. Schreib mal. Bis wann schaffst du es? Ach, super, dann kommt es noch mit ins Sommerprogramm.

O.K., kein Problem, mache ich. Vorher mache ich aber noch: Wäsche, einkaufen, Rasenmähen, mit dem Hund gehen. Das Übliche halt.

Phase 3

Abgabetermin für die ersten 80 Seiten rückt näher. Ich schreibe 20 Seiten, dann weiß ich irgendwie nicht richtig weiter, bin unschlüssig, aber das macht ja nichts. Ich habe ja noch Zeit…

Wäsche, einkaufen, Rasenmähen, mit dem Hund gehen. Das Übliche halt.

Phase 4

Ich weiß immer noch nicht richtig weiter. (Achtung: Wende!)

ÜBERALL liegt Wäsche rum. KEINER hebt seine Sachen selber auf. Der Hund wird krank, das Kind sowieso und ich wechsle zwischen Hausdame und Stationsschwester.

Mist. Da war doch noch was. Ach ja! Das Buch! (Das ist der Moment, wo der Druck und parallel der Stresspegel steigt)

Phase 5

(Die Phase, die für die anderen aus dem Rudel nicht ganz so einfach ist, da ich ihnen jetzt an den Kopf knalle, dass ich NICHT ihre Hausdame bin!)

Ich MUSS jetzt schreiben. Und ihr MÜSST eure Sachen jetzt mal selber aufräumen!

Wäsche, einkaufen, Rasenmähen, mit dem Hund gehen. Das Übliche halt.

Phase 6

Ich schaffe das nie!

Phase 7

Fertig. Mit dem Buch, mit der Wäsche und den Nerven.

In Phase 8…

…nehme ich mir jedes Mal vor, dass mein nächstes Buch „Für Buntwäsche gibt es kein Lob“ heißt. Aber dann kommt es doch immer irgendwie anders 🙂

Das Übliche halt.

 

Ihr neustes Buch "Alte Ziegenwiese" hat Tina unter dem Pseudonym Frritzi Sommer geschrieben – es ist übrigens ein Mops-Krimi! Ja, Tatsache! Mehr zur Autorin gibt es auf ihrer Website. Und das hier ist der Inhalt des Mops-Knallers:

Immer nur bei Frauchen Josi auf dem Sofa liegen? Das reicht Henri, seines Zeichens Mopsmischling und Anführer eines cleveren Ermittlertrios, nicht. Doch als Josis Mutter Christa Henri, Viktor und Wilma mit in die Kleingartenkolonie »Alte Ziegenwiese « nimmt, wendet sich das Blatt. Denn dort treiben sich jede Menge dubiose Gestalten herum, und eines Tages liegt Franz, der Quälgeist der Nachbarschaft, plötzlich mit einer Mistgabel im Rücken auf dem Komposthaufen. Wenn das kein gefundenes Fressen für die Mops-Mafia ist …

Wir haben übrigens schon mal über ein Buch von Tina -Wolf geschrieben. Darin dreht sich alles um eine mitreißende Kinderwunsch-Geschichte.

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