Normal reicht doch vollkommen: Warum NIEMAND eine Super-Mom sein muss

SusiGroth

Ihr Lieben, ja, es ist schwer. Es ist schwer, seine Ansprüche manchmal runterzuschrauben, aber gerade jetzt, in Ausnahmezeiten, müssen wir das tagtäglich. Wir können nicht in ALLEN Dingen, die wir da grad leisten müssen, 100 Prozent oder mehr geben. Wir müssen Abstriche machen, so schmerzhaft das auch ist.

Ja, da werden die Medienzeiten der Kinder halt mal ausgedehnt, die Nahrungsaufnahme der Gesamtfamilie nicht immer ganz gesund und da bleibt dann ein Brief eben auch mal länger unbeantwortet. Mehr geht halt grad nicht!

Warum das okay so ist – und zwar IMMER und nicht nur in Krisen-Zeiten, darüber hat Susi Groth ein ganzes Buch geschrieben: Ich bin keine Super-Mom und will auch keine werden. (Affiliate Link). Am Ende des Beitrags könnt ihr das Buch gewinnen, bitte kommentiert hier im Blog, nur dann zählt eure Stimme!

Wir durften die Autorin nach ihren eigenen Nicht-Super-Mom-Momenten fragen…

Porträt Susi Groth @FotografAndreas Wetzel
Autorin Susi Groth. Foto: Andreas Wetzel

Liebe Susi, du bist keine Super-Mom und willst auch keine werden. Wer verlangt denn überhaupt, dass wir alle Super-Moms sein müssen, woher kommt der Druck?

Eigentlich verlangt das keiner. Das ist ja die Crux. Wir tappen häufig von ganz allein in diese Falle. Weil wir uns viel zu oft mit anderen Müttern vergleichen.

Wir hören dann nicht mehr auf unser eigenes Bauchgefühl und unseren gesunden Menschenverstand, sondern lassen uns von all den (vermeintlichen) Supermüttern um uns herum und in den Medien verunsichern und an uns selbst zweifeln.

Hast du selbst das Gefühl, öfter mal dem Höher-Weiter-Schneller der Mütterwelt (untereinander) hinterhergehechelt zu sein?

Ja, vor allem nach der Geburt meines ersten Kindes hab ich mich sehr verunsichern und unter Druck setzen lassen. Ich hab Ratgeber verschlungen, hab unzählige Mami-Blogs gelesen, Freundinnen, die schon Kinder hatten, mit Fragen gelöchert und bin diversen Mamas bei Instagram gefolgt.

Diese Überdosis an Eindrücken hat mich letztlich aber nur noch mehr verunsichert, statt mir zu weiterzuhelfen. Ich hab mir zum Beispiel ein völlig überteuertes Tragetuch zugelegt, weil mir irgendeine oberschlaue Mutter dazu eindringlich geraten hatte. Dabei kamen ich und mein Sohn wunderbar mit der Babytrage zurecht, die wir bereits hatten.

Ich hab mich – und auch mein Kind – also ewig mit dem Binden und Knoten dieses Tuches gequält, bis es mir fast mal rausgepurzelt wäre. Ich bin dann sofort wieder zu meiner abgewetzten Trage zurückgekehrt. Solche Beispiele gibt es viele.

Bei meinem zweiten Kind war ich da schon deutlich cooler und hab mich viel weniger beeinflussen lassen und hab viel weniger unnützen Tinnef gekauft. Das lag sicher auch daran, dass ich mit zwei Kleinkindern an der Hacke gar nicht mehr die Zeit hatte, alle Tipps und Inspirationen „aufzusaugen“.

Wie hast du es geschafft oder schaffst es immer noch, dich von diesem Druck zu befreien?

Ich denke, die Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe, haben mich deutlich abgeklärter und souveräner werden lassen. Dennoch tappe ich ab und zu immer noch in diese Falle. Ich bin zum Beispiel wirklich keine Leuchte in der Küche.

Und wenn ich dann sehe, was andere Mütter für raffinierte Köstlichkeiten zum Kita-Picknick beisteuern und ich stehe da mit meiner Packung Capri Sonne. Dann denke ich schon kurz mal: „Huch, wie peinlich!“

Aber dann sag ich mir: Hey, man muss nicht alles können oder können wollen. Ich hab in der Zeit, wo diese Mütter in der Küche gestanden haben, eben lieber Geschichten erzählt, Dinos gemalt, UNO gespielt – oder mit den Kids zusammen „Paw Patrol“ geschaut.

Das soll jetzt aber nicht so klingen, als würde ich diese Mütter abwerten. Im Gegenteil. Ich bewundere sie sogar für ihre Kreativität in der Küche. Aber ich bin eben nicht so. Und das ist auch okay.

Nun bist du Mutter zweier Jungs – wie wuppst du das in Quarantäne-Zeiten grad?

Tatsächlich nach dem Motto: Augen zu und durch. Was hilft es auch zu jammern. Es geht ja gerade jeder Familie so. Diese Zwangsferien haben gute und, sagen wir, schwierige Seiten.

Ich bekomme zum einen sehr viel mehr von meinen Söhnen mit, kann viel mehr mit ihnen machen,  als sonst unter der Woche. Mein Großer kann jetzt zum Beispiel ein paar Worte schreiben. Das haben wir geübt, weil er es wollte.

Und mein Kurzer macht uns mittlerweile im Dobble-Spiel völlig platt. So etwas mitzubekommen ist schon toll. Aber durch die Kinderbetreuung fehlt mir eben auch die Zeit, zu arbeiten. Und das frustriert mich schon hin und wieder. Weil ich dann abends umso länger am Rechner hocken muss und mir dadurch Zeit für mich und auch für die Beziehungspflege fehlt.

Mein Partner ist als Psychologe im Krankenhaus tätig und wird dort gebraucht. Daher kann er mich in der Betreuung tagsüber nicht unterstützen… 

Diese Doppelbelastung ist also ein Spagat, der mir mal besser und mal schlechter gelingt. Und auch wenn ich die Fernsehzeit nicht ausarten lassen will, bin ich dennoch dankbar, dass es die viereckige Babysitterin samt Amazon Prime und Disney-Kanal gibt.

Und dass mir so ein bis zwei Stunden Zeit zum Arbeiten geschenkt werden und ich in der Zeit auch mal ungestört aufs Klo gehen kann, ohne verfolgt und mit Fragen gelöchert zu werden.
Aber ich denke mit Bauch-, Kopf-, Nerven- und Herzweh an die nächsten Wochen.

Ich hatte so auf das Ende der Osterferien gesetzt, aber nun werde ich noch länger Kitaerzieherin für meine Kinder sein müssen. Dass diese Isolationsphase nun bis ins Ungewisse so weitergeht, das tut mir für meine Kinder sehr leid – aber auch für mich. Und für alle Kinder und Eltern, denen es genauso geht.

Unser Motto ist ja vor allem das des heiteren Scheiterns. Inwiefern bist du keine Super-Mom und in welcher Szene hast du es zuletzt im Alltag auch mal wieder zu spüren bekommen?

Oh, wo fange ich da an? Ich bin auf wirklich vielen Ebenen keine Super-Mom. Das fängt in der Küche an und endet am Basteltisch. Aktuell wird man ja auf allen Kanälen mit Tipps überschüttet, wie man seine Kleinen tagsüber bespaßen soll. Also was man mit ihnen alles kochen, basteln und spielen kann.

Anfangs hab ich das auch noch fleißig gelesen und zum Teil auch umgesetzt. Wir haben ein Memory-Spiel gebastelt, haben Salzteigfiguren gebacken und  beim virtuellen Kindersportkurs von Alba mitgeturnt.

Mittlerweile, nach fünf Wochen Zwangsurlaub, hab ich das alles ganz schön schleifen lassen. Statt all den wohlgemeinten Tipps zu folgen, machen wir jetzt wieder das Übliche: Puzzeln, Karten spielen, Legowelten bauen, Fußball im Garten kicken und mit dem Fahrrad durchs Viertel fahren.

Dein Buch ist ein Plädoyer dafür, dass wir alle einfach ganz normale Mütter sein dürfen, warum war es dir ein so großes Bedürfnis, das mal anzusprechen?

Weil mir dieser weit verbreitete narzisstische Selbstoptimierungswahnsinn und überhöhte Selbstdarstellungsdrang, der vor allem durch die sozialen Medien geschürt wird, ganz schön auf den Zeiger ging. Das beziehe ich jetzt nicht nur auf die Mütter, sondern eigentlich auf die ganze Gesellschaft.

Dem Gegenüber wollte ich einfach mal sagen: Es braucht keine Superlative zur Selbstdefinition. Es ist völlig okay,  stinknormal und nicht perfekt zu sein. Und es braucht auch keinen ständigen Beifall oder „Likes“, nur um sich gut zu fühlen. Wer das akzeptiert, macht sich das Leben viel leichter. Immer nach Perfektion zu streben und sich stets inszenieren zu müssen, das ist doch nach einer Weile auch meganstrengend.

Aber ich hab die Hoffnung, dass die aktuelle Phase, in der wir uns alle gerade befinden, dazu beiträgt, dass wir uns wieder mehr auf das „Wir“ besinnen und diese „Ich“-Mentalität etwas abnimmt. Dass wir authentischer und ehrlicher werden und dass dieser gekünstelte Selfie-Wahn abnimmt. Dann wär dieses bescheuerte Virus wenigstens für etwas gut.

Verrätst du uns dein Lieblingskapitel – was drin passiert und warum du gerade das so gern magst?

Gar nicht so leicht zu sagen… Ganz lustig ist sicher das Kapitel „Mongolische Wüstenrennmäuse zu Besuch“, in dem ich schildere, wie schwer es ist, zu seinen Kindern nicht ständig „Nein, das geht nicht!“ oder „Nein, das darfst du nicht!“ zu sagen.

Laut Familien-Guru Jesper Juul vertragen kleine Kinder ja nur eine begrenzte Anzahl von „Neins“ am Tag. Aber das auch durchzuhalten ist verdammt schwer. Auch was Haustiere betraf, hab ich zu meinen Kindern immer „Nein“ gesagt – bis wir eines Tages Wüstenrennmäuse zu Besuch hatten. Wie das endete, will ich hier aber nicht verraten…

Viel Spaß hat auch das Schreiben des Kapitels „Mami, Scheiße sagt man nicht!“ gemacht. Ich fluche leider sehr oft und nicht immer kindgerecht. Erst recht in Zeiten wie diesen. Ein tolles Vorbild bin ich damit natürlich nicht… Aber hey, ich bin ja auch nicht Super-Mom.

Ihr wollt mehr von Susi Groth lesen? Wenn ihr das Buch gewinnen wollt, erzählt uns doch in den Kommentaren bitte ganz kurz von eurem letzten Nicht-Super-Mom-Moment 😉

Cover Super Mom
Susi Groth: Ich bin keine Super-Mom und will auch keine werden. (Affiliate Link)

Kurz-Vita Susi Groth: geb. am 3.4. 1978 in Jena, in Jena studiert, viele Jahre in Berlin gelebt (u.a. für SUPERillu, BUNTE, bunte.de und dpa gearbeitet), seit 2012 freie Journalistin,  Kolumnistin (u.a. wöchentliche „Mami-Kolumne“ in der SUPERillu) und Autorin („Ich bin keine Super-Mom und will auch keine werden“, VÖ 10. März 2020, Eulenspiegel Verlag), lebt mit zwei Söhnen (3 und 4 1/2 Jahre) und ihrem Lebensgefährten in Jena.

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33 comments

  1. Hallo,

    auch hier genervte Erwachsene. Meine Große ist 6 und kommt im August zur Schule….wollte ihr eigentlich die Vorschule ersetzten in der sie jetzt nicht gehen kann. Sie will doch soo gern lernen. Ich hab es echt versucht, aber immer wenn wir wollten, weinte die kleine 6 Monate alte Schwester. Jetzt schaut sie begeistert Milo Murphy . Ja Murphy‘s Gesetz holt mich täglich ein….

  2. Wollten vorbildlich die Zeit nutzen, in der die Kleine noch schläft, und das Zahlenreihen Lernspiel spielen, dass der Große gestern zum 4.Geburtstag bekommen hat. Leider darf ich ihm im Moment überhaupt nichts erklären. Jetzt gucken wir halt Yakari 🙈

  3. Meine Nicht-Super-Mom Momente sind in Corona Zeiten mehr geworden. Die Herausforderungen zwischen Home Office und Kleinkind machen es möglich 😉

  4. Mein letzter Nicht-Supermom-Moment? Gerade jetzt…. ich stille unser 2.Kind und lese parallel im Internet herum, aber das ist einer der wenigen ruhigen Momente am Tag.
    Dabei soll man sich doch voll und ganz auf diesen Moment der Nähe konzentrieren 🙃
    Ich könnte also ein Buch gebrauchen statt Handy 😊

  5. Nicht-Supermom-Moment? Hm ich bin eigentlich eine komplette Nicht-Super-Mom. Fängt schon damit an, dass ich Rabenmutter arbeiten gehe und dann auch noch VOLLZEIT, damit ich meine Miete zahlen kann, seitdem mein Kind 14 Monate alt ist. Geht weiter damit, dass mein Sohn schon als Säugling Erde, Gras und auch mal Katzenstreu probieren durfte, dachte mir, der merkt schon, wenn es nicht schmeckt.

    Und dann bin ich auch noch so schlimm, dass ich meinen Sohn (jetzt 6), der immer noch bei mir schlafen darf (doch Super-Mom?) abends im Bett eine halbe Stunde Pokemon schauen lassen, damit ich endlich auch mal eine halbe Stunde meine Ruhe habe und lesen kann. Und dazu brauche ich nun auch noch unbedingt neues Lesefutter, damit das so weitergehen kann und möchte so gerne das Buch gewinnen, das genau mein Geschmack ist 🙂

    1. Das Buch würde ich sehr gerne lesen, damit ich Nicht-Super-Mom mich nicht ganz so alleine fühle zwischen all den Super-Moms im Kindergarten.

    2. Oh ja das Buch würde ich auch gerne gewinnen 🙂 allein der Titel lässt mich schon schmunzeln, denn von super Lok bin ich eher Lichtjahre entfernt 🙂
      Und ich finde es auch völlig okay keine super mom zu sein und habe davon auch keine im direkten Umfeld, was es manchmal etwas chaotisch macht, aber dafür immer herzlich und authentisch 🙂

    3. Das ist bestimmt ein tolles Buch über das ich mich freue.

      Gerade in dieser Zeit und mit dem Anspruch alles zu 100% zu schaffen (4Jähriges Kind betreuen, Home Office, Haushalt, Schwangerschaft) wäre es super, einfach zu erkennen, dass man diesen Anspruch doch gar nicht haben muss!

    4. Ich würde das Buch auch sooo gerne lesen! Ich bin so weit weg von super Mom gerade jetzt in der Corona Zeit. Ich erziehe alleine und staune über die Mütter, die sich noch mehr Zusatzaufgaben und noch mehr Bastelkram vom Lehrer wünschen… 🙄🙃

  6. Aktuell jetzt gerade, denn die Kinder schauen König der Löwen, damit Mama mal in Ruhe einen Kaffee trinken kann, der nicht schon wieder seit Stunden kalt ist.

  7. Wir waren das erste mal beim Kinder turnen und ich habe für den Fall der Fälle noch schnell einen Quetschie in den Rucksack gepackt und dann nach dem turnen in der umkleide Kabine packten alle Mamis super tolle brotdosen mit allem möglichen geschnittenen Zeugs aus 😀 und meine Tochter fragte wo ihre Brotdose ist Ähm ja es war ein quetschie 🤷‍♀️

  8. Ich habe die letzten Tage eher ein „Supermom“ Gefühl gepflegt, weil ich den Kindern die ganzen letzten Tage erlaubt habe, so richtig in ihrer „Baustelle“ (eigenes Stück Garten) matschen zu lassen. Ohne Gemotze meinerseits, dass es eine riesige Sauerei ist 😉 Aber sie waren sooooooo glücklich und das ist die Hauptsache!!! Nix mit schnicke-schnöden hergerichteten Kinder.

  9. Oh ja, hier! Ich werde von meiner großen gerade ständig darauf hingewiesen dass ich fluche 🙈 aber aktuell liegen halt echt die Nerven blank
    Viele Grüße!

  10. Nicht perfekt, aber mehr als ausreichend, das ist auch meine Divise. Ich weiß zum Beispiel, dass es total sinnvoll wäre, alle Kleidungsstücke mit Namen zu beschriften. Bei manchen klappt es, bei anderen denke ich : was solls… Ich würde mich sehr über das Buch freuen.

  11. 😂😂😂 ich bin aus den selben gründen wie Eva über mir keine Super Mom. Auch wir haben das finale der Voice Kids angeschaut. Schön wars😉 und am Mittwoch schauen wir The Maske singers… Das dauert auch eigentlich viel zu lang.
    Das pünktlich ins Bett gehen und zeitig aufstehen ist uns zur zeit egal!
    Meine Tochter ist ein super Kid in dieser Zeit und organisiert sich selber perfekt.
    Bleibt gesund ❤

  12. Das Buch bräuchte ich jetzt! Ich komme gerade mit zwei Mädchen im Alter von 2 und 4 Jahren total an meine Grenzen…
    Mein regelmäßiger Nicht-Supermom-Moment ist abends, wenn ich platt vom Tag bin und die Kleine im Bett nochmal richtig aufdreht. Dann zische ich „schlaf jetzt“, obwohl das total unsinnig ist – wer kann schon auf Kommando schlafen 🙁

  13. Beim Wickeln vom Großen (1,5 Jahre). Das ist im Moment jedes Mal ein Kampf, weil er zappelt und tritt und dabei auch mal sein Brüderchen trifft (bin aktuell wieder schwanger).
    Ich wollte die Ruhe bewahren, hab ihn aber doch wieder dumm angemacht. 🙁
    Homeoffice mit Kleinkind ist doch anstrengender, als ich gedacht habe…

    1. Nicht-Super-Mom liegt mit den Kindern im Bett und schreibt mit ihrer Freundin über alle Nicht-Super-Mom-Momente anstatt die Küche auch nur ansatzweise in Ordnung zu bringen: Wir können es beide gebrauchen 😉

  14. Mein letzter Nicht-Super-Mom-Moment war heute morgen, als ich meine Tochter (2,5 J. -> Trotzphase) in die Kita gebracht habe und mich nach 3 Tagen Kitapause gefreut habe, wieder einen freien Tag für mich zu haben.
    Wir haben das Glück, dass wir in systemrelevanten Berufen arbeiten und sie in die Kita gehen darf. Auch wenn ich nur 2,5 Tage in der Woche arbeite, geht sie trotzdem 4 Tage in der Woche in die Kita, da sie dort sehr gerne hin geht 🙂

  15. Ich habe zwar nur ein Kind, das auch noch ein Baby ist – der Großteil der Nicht-Super-Mom-Moments liegt sicherlich noch vor mir. Aber bereits im Laufe des Babyjahres machen sich die Erwartungen von außen sehr deutlich bemerkbar – das führt dazu, dass ich teilweise echt Respekt vor dem habe, was noch kommt. Hinter den eigenen Vorstellungen zu stehen wird nicht immer einfach sein. Zudem heißt es ja immer: größere Kinder, größere Sorgen. Größere Kinder, größerer Druck und größere Erwartungen (“Wie erziehst du denn dein Kind?“)? Daher fände ich das Buch super. Sozusagen schon mal als Prophylaxe. 🙂

    1. Hallo an Alle!
      Mein Nicht-Super-Mom-Moment war Anfang der letzten Woche. Ich habe zwar einen systemrelevanten Job, bin aber aufgrund einer Vorerkrankung komplett aus dem Verkehr gezogen worden. Seit 6 Wochen bin ich zu Hause mit zwei Kindern, mein Mann (auch Sozialarbeiter) muss 14-Stunden-Schichten arbeiten und ist an diesen Tagen nur kurz auf Stippvisite bei uns. Letzte Woche hat meine Große mit dem Homeschooling begonnen und war mit dem Thema in Mathe restlos überfordert. Heulend und hysterisch stand sie mit den 10 Seiten (!) neben mir und wollte Hilfe. Gleichzeitig verlangte meine kleine Tochter ein zweites Frühstück, Papa kam kurz rein, es folgte sofort Geheule weil er quasi direkt wieder los musste, mein Chef rief an und fragte eine ziemlich bescheuerte Frage… ich bin dann mal ganz kurz heulend zusammen gebrochen. Irgendwie ging nix mehr. Mein Mann hat sich an dem Tag dann ein paar Stunden eher frei genommen und mich unterstützt. Wir haben gemeinsam auf „doofe Lehrer“ geschimpft und irgendwann konnte ich mit dem Heulen wieder aufhören. Im Nachgang hatte ich ein total schlechtes Gewissen, dass die Kinder einen solchen Zusammenbruch erleben mussten, ich bin aber eben auch nur ein Mensch.
      In diesem Sinne… 💪🦸‍♀️
      …weiter geht es!

    2. Ich bin keine SuperMom und auch sicher meilenweit davon entfernt 🙈 (meine Tochter sieht es zum Glück anders…
      Zum Geburtstag gibt’s keine 3stöckige Elsa-Anna-Prinzessinnen-Barbie-Torte sondern nen Schokokuchen ausxder Kastenform mit Gumminärchen o.ä. bestückt… Ich hoffe meine Tochter wird es mir nachsehen…

    3. Damit ich in Ruhe stillen kann, darf Kinder TVO geguckt werden und es gibt auch was zum Knabbern…… u d während dem Stillen lese ich gerne mal auf dem Tablett oder Check Emails.
      Die 3 Mädels

  16. Mein letzter Nicht- Supermom- Moment ist gerade jetzt, während ich im Badezimmer heimlich FB lese, während das Baby unter „Aufsicht“ des sechsjährigen Bruders im Wohnzimmer spielt und der Neunjährige den Frühstückstisch deckt… Ich versuche mal, entspannt in den Tag zu starten, mal sehen, wie lange es heute anhält…

  17. Mein Sohn ist 8 Monate alt und ich versuche jeden Tag dem Supermomsyndrom zu entfliehen. Die ganzen Tipps, Tests und Ratgeber würden mich einfach kirre machen.
    Über das Buch würde ich mich daher sehr freuen 🙂

  18. Mein Nicht-Super-Mom Moment ist, wenn wenn ich die Kinder von der Kita abhole und sie aussehen wie kleine Ferkel, welche sich gerade noch schön im Dreck gesuhlt haben. Ja, so gehen wir dann durchs Dorf oder auf den Spielplatz. Andere Super-Moms ziehen es vor, die Kids nach der Kita zu Hause „Dorffein“ zu machen. Mein Gott meinen Kindern und mir ist es egal. Auf dem Spielplatz sind doch alle gleich. Egal ob Ferkelchen oder Fashion-Kids.

    1. Gerade jetzt, ich liege mit dem Baby auf dem Sofa, die kleine schläft und ich lese ein Buch und diverse Blocks durcheinander.. Und das obwohl die Küche nach dem Mittagessen noch aussieht als wäre eine Bombe eingeschlagen😂

  19. Mein letzter Nicht-Supermom-Moment war gerade erst gestern Abend, als meine 12-Jährige das The Voice Kids-Finale doch bis zum Schluss um 23 Uhr anschauen durfte, obwohl sie heute früh aufstehen muss und sicher müde sein wird….warum? Weil ich mich noch sehr gut erinnern kann, wie fies es ist, mittendrin ausschalten zu müssen und ins Bett zu gehen. Und weil ich finde, dass man im Moment auch mal 5 gerade sein lassen muss. Und weil sie es alles so toll meistert – Homeschooling alleine weil Mama in der Arbeit ist und ihr erst danach helfen kann, fehlende Kontakte zu ihren Freundinnen,….und trotzdem ist sie (meistens, außer die Hormone schlagen gerade zu) weiterhin mein fröhlicher Sonnenschein!

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