Gemeinsam tüfteln statt einsam glotzen: Tolle Experimente für Familien

Ihr Lieben, der Herbst steht vor der Tür. Und damit auch die Zeit, in der man sich wieder mehr drinnen aufhält, es sich gemütlich macht, Bücher liest, spielt und bastelt. Nun sind bei vielen von Euch die Kids ja langsam aus dem Alter raus, in dem Kastanien-Basteleien Begeisterungsstürme auslösen (also klar, natürlich macht das auch Spaß, aber irgendwann finden die Kinder das nicht mehr sooooo cool :-))

Genau deshalb haben wir heute einen super Buch-Tipp für euch: „Gemeinsam tüfteln statt einsam glotzen – clevere Experimente für Kinder und Erwachsene“ aus dem Dudenverlag ist ideal für die Familien, die schon etwas größere Kinder haben. Denn: Bei diesen Tüfteleien wird nicht nur die analoge Kreativität geschult, sondern teilweise auch die Digitalkompetenz. 

Die Autorinnen sind Dr. Julia-Kleeberger und Franziska Schmid, sie gründeten 2016 „Die Junge Tüftler gGmbH“, mit dem Ziel, lebenslanges Lernen mit starkem Bezug zu digitalen Werkzeugen zu fördern und diese mit Kreativität und projektorientiertem Arbeiten zu verbinden.

Heute gestalten sie mit etwa 25 Kolleginnen und Kollegen über 300 Workshops und mehr als 70 Fortbildungen im Jahr. Wir haben sie zu ihrem Buch befragt: 

(c) Andi Weiland

Warum ist das Tüfteln für Kinder eine super Sache?

Das Tüfteln ist eine wunderbare Sache, um begreifend zu lernen. Also mit den Händen Dinge erfahren, wie z.B. Schaltungen oder Programmierung die sonst ja im verborgenen, also unsichtbar ablaufen. Außerdem ist dem Tüfteln eine Geisteshaltung inne, die die Metakompetenzen, die wir alle in einer sich ständig verändernden Welt brauchen. Dazu gehört es Dinge auszuprobieren, zu scheitern und dran zu bleiben, bis man auf kreative Weise eine Lösung gefunden hat. Dies passiert am Besten im Team und gemeinsam. Eigene Projekte in die Welt zu bringen und so Selbstwirksamkeit zu spüren ist absolut toll für Kinder, Jugendliche und Menschen generell.

Manche Eltern trauen sich nicht an Experimente, weil sie befürchten, es sei zu aufwendig oder die Wohnung danach renovierungsbedürftig. Wie ist das bei den Experimenten aus eurem Buch?

Die Experimente die wir in unserem Buch gesammelt haben, haben wir alle samt bei uns zuhause am Küchentisch durchgeführt. Ein oder zwei Projekte brauchen vielleicht mehr Platz, aber es ist auf jeden Fall genug Material dabei auch ganz im Kleinen zu beginnen. Natürlich soll gedacht und gewerkelt werden und ja, da kann auch mal ein Glas umkippen oder ein Farbspritzer fliegen. Aber das kreative Arbeiten steht hier total im Fokus. Wenn Eltern also eine normale „Leben-Mit-Kindern-„-Ausstattung zuhause haben, sprich eine Wachstischdecke und vielleicht ein paar alte T-Shirts ist das mehr als ausreichend.

Findet ihr, dass auch in der Schule viel mehr experimentiert werden sollte?

Auf jeden Fall. Durch das Experimentieren wird ein kluger Geist geschärft. Hier entwickeln sich die Metakompetenzen, von denen überall die Rede ist. Experimentieren regt zum Selbst-Denken an. 

An wen richtet sich euer Buch?

An Eltern mit Kindern ab 5. Aber auch an Pädagog*innen und Erzieher*innen in Schule, Hort, Bibliotheken oder Museen. Alle die kreativ mit den Kindern arbeiten und selbst einfach loslegen möchten, finden dazu jede Menge Hintergrundinfos und Inspiration im Buch.

Welche Sachen hättet ihr gerne erfunden? 

Also wir würden noch total gerne erfinden: Eine Maschine, die den ganzen Plastikmüll aus dem Meer saugt, ohne dabei Fische mitzunehmen. Ein Flugzeug, dass ohne Emissionen fliegt. Ein freundliches Handy, das nur nette Nachrichten durchlässt. Kleidung, die sich selbst repariert… es gibt noch so viel zu tun 🙂

—–

Um den Familien den Einstieg in das Tüfteln so leicht wie möglich zu machen, ist das Buch super gut gegliedert. Jedes Experiment ist mit einem Symbol gekennzeichnet, zb. Mit einem Stift für Zeichnen, Malen und gestalten. Oder einem Hammer samt Nagel für Scheiden, Basteln und Kleben oder einer Maus für Filmen, Coden und digitale Geräte. Zudem gibt´s eine Zeitangabe, also wie lange das Experiment dauern wird und wieviele Personen man dazu braucht. So kann man wirklich vorab entscheiden, ob diese Tüftelei nun im Zeitrahmen ist und der Aufwand machbar. 

Damit ihr mal eine Ahnung bekommt, wie breit das Spektrum ist: Man kann ein leuchtendes Kinderzimmerschild bauen, erste Programmiererfahrung sammeln, Origami-Lampion-Ketten basteln, Stromkreise entwickeln, Superhelden-Masken entwerfen und und und. Für jedes Kind, jeden Geschmack und jedes Interesse ist da was dabei. Super ist auch: Wir Erwachsenen können auch noch eine Menge lernen, so wird das Tüfteln zum Familien-Event. 

Na, kribbelt es euch nun auch in den Fingern? Wunderbar – dann haben wir gute News: Wir verlosen zwei Exemplare von „Gemeinsam tüfteln statt einsam glotzen – clevere Experimente für Kinder und Erwachsene“ an euch. Schreibt uns dazu in die Kommentare, welche Sache ihr gerne erfinden würdest. Das Los entscheidet dann. Viel Glück! 

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78 comments

  1. Ich würde eine Maschine erfinden, mit der man in der Zeit reisen kann (zB in die Vergangenheit, um bereits verstorbene Familienmitglieder noch einmal zu treffen).

  2. Ich würde gerne eine Empathie-Maschine erfinden! Für Menschen, die sich weigern, mit anderen Lebewesen mitzufühlen und deswegen zu furchtbaren Taten fähig sind. Damit meine ich nicht nur Mord.. auch für Geld die Erde verschmutzen etc…

  3. Einen Roboter der all die herumliegenden Socken und Spielsachen zurück räumt, das wäre sehr toll!
    Meine Mädels tüfteln sehr gern, das Buch würde uns bestimmt neue Impulse geben 🙂

  4. Ich würde eine Maschine erfinden, die alle meine Erinnerungen wiedererlebbar macht, sodass ich sie mir jederzeit anschauen kann. Heute Abend würde ich mir ein Best of 2001 anschauen.😍
    „Best of Kisses, Partynights, Gespräche unter Freunden….“ – ich bräuchte wohl ziemlich lang kein Netflix mehr😊

    1. Mein Kind möchte eine Maschine erfinden, mit der CO2, dass zu viel ist, aus der Atmosphäre gesaugt werden kann.
      Oder einfach nur ein Auto dass per Fuß angetrieben wird (gemäß Feuerstein) 🙂

  5. Ich fände eine Erfindung toll, die uns Erwachsenen wieder so viel Energie gibt wie den Kindern.
    Und das Buch klingt wirklich toll, da bin ich gespannt drauf.

  6. Ich würde eine Waschmaschine erfinden die die Wäsche selbstständig trennen kann und diese dann nach und nach selbst waschen und sich das nötige Waschmittel und die nötige Temperatur selbst zieht und einstellt.

  7. Das wäre ja genau das Richtige für uns. Wir lieben es zu tüfteln und zu experimentieren. Mein Sohn wurde im Kiga schon „Professor“ genannt 😉
    Wir würden uns sehr über ein Buch freuen!

    Man könnte so viel erfinden, was den Haushalt erleichtert aber aktuell wäre es wohl eine „Corona-Vernichtungs-Maschine“ damit wir alle glücklich und gesund leben könnten!

  8. Mein Sohn meint immer, wenn er nur genug Metall gesammelt bekommt (ungefähr so viel wie unser Haus hoch ist), dann kann er eine Maschine bauen, die uns überall hin Beamen kann :-).
    Da würde das Buch sicher einen guten ersten Schritt bilden ;-).

  9. Ohh eine Maschine, die aufräumt. Ein Knopfdruck und alles ist an seinem Platz… Und eine Zeitmaschine- 10 Minuten extra auf Knopfdruck, wenn’s mal wieder länger dauert mit den Kids. Termimdruck, alle angezogen umd dann die mega Explosion in und außerhalb der Windel- zack 10 min extra…. 😉

    1. Ich würde gerne eine Streitklärungsmaschine erfinden – die würde an manchen Tagen heißlaufen… 🤪Oder eine, die die Wäsche komplett übernimmt, inkl. Einsammeln und Aufräumen…

  10. Es gibt so viele Dinge die toll wären. Ich fände eine Maschine super die die Zeit anhält und erst weiterlaufen lässt, wenn man das Knöpfchen drückt und sich so Pausen schaffen kann oder die schönen Momente am Tag noch mehr in die Länge ziehen kann und sie ohne Zeitdruck genießen kann.

  11. Ich würde einen Küchenhelfer erfinden, der die Spülmaschine ausräumt und das dreckige Geschirr einräumt. 😉
    Mein Erfinder würde sich riesig darüber freuen, er entwirft gern neue Dinge. Genau sein Ding!

  12. Mein Großer möchte etwas erfinden, damit alle Menschen ewig leben. Vielleicht fangen wir aber Mal klein an, mit einer Maschine die die Kinderzimmer aufräumt.

  13. Das Buch klingt super für die dunkle lange Jahreszeit.
    Würde gern Kleidung erfinden die sich dem Wetter automatisch anpasst ( wasserdicht bei Regen, warm wenn’s kalt ist, ..usw)
    Lg

  14. Am liebsten würde ich eine Socken-Wegräum-Maschine erfinden…aus unerfindlichen Gründen fliegen hier dauernd überall getragene Socken im Haus herum…

  15. Eine Zeit-Verschiebe-Maschine wäre manchmal praktisch: Damit könnte ich z.B. manchem regnerisch-grauen Herbsttag eine Stunde abzwacken und fände viele Momente, die ich umgekehrt verlängern würde (ein Stündchen mehr am Abend mit meinem Mann, ein Stündchen mehr für den Ausflug ins Grüne mit der Familie…).

  16. Das Buch klingt so toll!
    Ich würde gerne eine Waschmaschine erfinden, die die Wäsche auch trocknet, zusammenlegt und in die jeweiligen Kästen räumt 🙂

  17. Eine Alles-Wiederfinde-Maschine – das würde mir so viel Zeit sparen…
    Ob der zweite Schienbeinschoner, der zweite Schuh, das Schnitzmesser,…
    Und nicht zu vergessen die Sachen, die ich so weglege, dass ich sie später gut wieder finden kann und dann doch vergesse, wo ich die deponiert habe…

  18. Oh, das klingt nach einem tollen Buch. Hier wäre eine Maschine, die kurzfristig Räume erschafft, toll. Einfach mal so ein Märchenwaldraum zum wegträumen oder ein Toberaum zum herumtollen oder ein Musikzimmer zum Musizieren einfach so auf Knopfdruck und bei Bedarf. *träum*

    1. Das Buch hört sich großartig an! Meine Kinder machen so was total gerne. Ich persönlich würde am liebsten eine Bettfertigmach-Maschine erfinden, die total müden Kindern (und Eltern) ruck zuck die Zähne putzt und den Schlafanzug anzieht.

    1. Ich würde gern eine Zeitmaschine erfinden. Manchmal möchte man die ganzen tollen Erlebnisse mit den Kindern einfach nochmal erleben und die Zeit dann noch mehr zusammen genießen.

  19. Das Buch klingt toll, gerade für den Herbst. Wir würden uns sehr darüber freuen! Ich würde mit meiner Tochter wohl momentan einen Haarspängchen-Suchsensor erfinden – Klick auf die Haarbürste und alle im Haus verstreuten Spängchen melden sich mit elfenhaften Liedern und blinken in sanftem pinklilarosatürkis… 😉

  20. Das Buch wäre ideal für meinen ältesten Sohn und mich.
    Am Liebsten würden wir beide aktuell eine Übersetzungsmaschine erfinden, die das Gebrabbel des kleinen Bruders für uns übersetzt. 🙂

    1. Meine 3 Mädels würden sich sehr über ein Bich voller Experimente freuen- schliesslich gibt es nicht nur Daniel Düsentrieb sondern auch Frau Düsentrieb! 🍀🐞

  21. Ich würde gern einen automatischen Babytrage-Bettchen-Wackler erfinden. Damit die kleinsten einschlafen können, ohne das Mama und Papa tragen/singen/schuckeln müssen stundenlang. 🙂

  22. Das Buch klingt richtig toll! Ich möchte gerne tüfteln mit unseren drei Jungs. 🙂

    Was ich gern erfinden würde: Einen Streit-Sauger! Streiten sich die Kinder mal wieder pausenlos über Nichtigkeiten, dann kann man den Streit mit dem Streit-Sauger einfach einsaugen wie Staub mit dem Staubsauger! 🙂

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