Marathon-Mama – One day in my life

Liebe Caro,

also Dein Kakao mit Sahne hat mir heut echt Lust auf Süßes gemacht. LE-CK-ER! Ich bin ja auch leider echt so ein Süßtyp. Hmmmm. Schau Dir diese Traumwaffel an und wenn Du Dir den Schein eines perfekten Familiensamstages bewahren möchtest, dann hör am besten gleich mit diesem Satz auf zu lesen.

Denn die Entstehungsgeschichte zu dieser Traumwaffel, mölchte ich Dir gern mal dokumentarisch anhand von Fotos näher bringen. Vor allem, damit Du verstehst, warum ich das mit dem Mutter-Zumba (JA! Ich war da einmal, habs dann aber nie mehr hin geschafft…) einfach nicht hinkriege. Wobei ich die Idee des gemeinsamen Muttersportes an sich total genial finde, da verstehe ich Dein Wut nicht so wirklich. Man trifft Gleichgesinnte, man integriert Kinderwagen oder Kind in die Übungen und braucht keinen teuren Babysitter. Außerdem können da Freundschaften fürs Leben entstehen. Aber gut, ich schweife ab. Es geht um meinen Alltag. Und der ist leider oft sportlich anstrengender als jeder Mama-Workout…

Zunächst einmal ist da die Verwüstung der Küche, wenn gleich drei Kinder Deine besten Helfer sein wollen… 

Auf den ersten Putz-Durchgang folgt dann wirklich ein Teig. Daneben siehst Du eine selbst gemachte Pizza. Jawohl, so ein Koch- und Back-Event, das kann einem schon mal einen Herbstnachmittag retten, also macht man aus der Not eine Tugend, ich bin nämlich sonst nicht so der Küchentyp… Tja, kurz danach wird der zweite Putzdurchgang fällig. Weil die Kinder mit Puderzucker Konfetti gespielt haben. Und weil das dann ja auch so lustig unter den Schuhen klebt und durch die gesamte Wohnung verteilt werden kann. Spätestens jetzt versagt mein Deo zum ersten Mal und ich schwitze vor lauter Hoch-und Runter-Gebücke mehr als bei jedem Rückbildungskurs, den ich je in meinem Leben besucht habe. Und während die Kinder beim Backen und Puderzuckern liebend gern helfen und sich gegenseitig vom Stuhl werfen, wenn es darum geht, wer als erstes umrühren darf, steh ich mit dem Spülen komischerweise immer allein da. In dieser kurzen Spülzeit also: freies Spiel oder wie man das pädagogisch korrekt so nennt… Dann rummst es…. Irgendwer ist mal wieder kopfüber von der Treppe gekracht. Spülhände aus dem Becken (besser als jede gymnastische Arm-Aufwärmung), Kind auf den Arm (besser als jedes Sit up), Kühlakku aus dem Gefrierfach holen (besser als jede Dehnübnung), Tränen trocknen (genauso salzig wie der Schweiß auf deinem potentiellen Aerobic-Stirnband). Das Kind vor den Spiegel gehoben, es sagen hören: „Achso, sieht ja gar nicht so schlimm aus“ und dann merken, dass gar keine Getränke mehr im Haus sind. Also schnell ins Auto. Puh, endlich mal sitzen… Zurück zu Hause dann Abendessen vorbereiten. Die Kinder? Im Freispiel. Das Mahl ist fertig, ich rufe, es kommt: keiner. Ich laufe also hoch und finde sie im Bad. Nagelschere in der Hand. Was macht ihr hier? Nichts! Ach so…. Ihr habt Frisör gespielt, gibt´s ja nicht. Jetzt habt ihr linke kurze und rechts lange Haare. Hübsch. Also xtravagant zumindest…

Hunger hab ich jetzt keinen mehr. Das geht einem nach einem Marathon ja ähnlich. Ich sage Dir Caro, so dünn wie jetzt war ich noch nie… Weil dieser Tag keine Ausnahme ist, sondern die Regel. Und weil ich an solchen Tagen mehr Kalorien verbrauche, als ich zu mir nehmen könnte.

Wie wär´s also, wenn Du einfach mal über ein zweites Baby nachdenkst? Dann kannst Du Dir sicherlich all die Mamafits und Baby-Workouts sparen…   

Du magst vielleicht auch

1 Kommentar

  1. Du hast dir hoffentlich die
    Du hast dir hoffentlich die Ränder unter den Augen für den besseren Effekt aufgemalt – wenn nicht: Back nie wieder, hörst du!!!