Paradies in Portugal: Zum Yoga-Retreat mit Göring Reisen an der Algarve

Freundinnen-Urlaub

Ihr Lieben, als ich bei einem Gründermütter-Vortrag in Düsseldorf Zweifachmutter Nadine kennenlernte, wusste ich noch nicht, dass wir wenige Monate später zusammen beim Yoga an der Algarve sitzen würden. Ehrlich gesagt: Hätte mir das da jemand gesagt, ich hätte laut gelacht. Ich hatte nämlich Vorbehalte gegen Yoga. Und einfach mal reisen ohne Kinder und ohne Job? Mitten in der Woche? Hmmm.

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Das sind wir, beim Yoga in Hortas do Rio. Foto: Filipe Santos

Nadine sprach mich jedenfalls nach meinem Vortrag an und erzählte mir von ihrer Gründung. Sie hatte so wahnsinnig gern Freunden bei der Suche nach guten Reisemöglichkeiten geholfen, dass ihr Mann sie irgendwann fragte, warum sie sich mit dieser Leidenschaft nicht selbständig mache. Sie kündigte dann tatsächlich irgendwann – und leitet seither mit großem Erfolg als Familienreise-Spezialistin ihr eigenes „mobiles Reisebüro“, wie sie es nennt: Göring Reisen – Dein Familienreisebüro.

Für die Traumreise: Ein mobiles Familienreisebüro

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Das war unsere Unterkunft!

Und mobil – oh ja! – das ist Nadine. Bei ihr gibt´s keine klassischen Öffnungszeiten, sie ist auch abends, am Wochenende oder an Feiertagen erreichbar und somit eine wertvolle Begleiterin, selbst wenn man bereits im Urlaub ist. Sie ist quasi rund um die Uhr für ihre Kunden da. Wobei Kunden fast das falsche Wort ist, so viel Herzblut wie sie reinsteckt.

Sie hört sich die Wünsche an, fragt nach, berät und sofort ploppen in ihrem Hirn Orte und Unterkünfte auf. Die hat sie vorab quasi alle selbst besucht, gecheckt und ausprobiert (WAS für ein Mega-Job!), so dass sie eben oft auch aus erster Hand beraten kann. Und das Beste: Die Kunden zahlen ihre Dienstleistungen mit keinem Cent. Sie lebt von den Provisionen der Reiseveranstalter, wenn das mal keine Win-win-Situation ist.

Göring Reisen Originals: Ein Yoga-Retreat in Portugal

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Als sie mir also in Düsseldorf erzählte, dass sie zusammen mit der in Portugal lebenden Yogalehrerin Janina Guse grad ihr erstes „Göring Reisen Original“ plant, ein fünftägiges Yoga-Retreat an der Algarve in Portugal – und ob Katharina und ich nicht mitkommen mögen, nahm ich das mal so mit nach Hause und in unser nächstes Stadt Land Mama-Telefonat.

Katharina ist ja begeisterte Yoga-Praktizierende und war sofort Feuer und Flamme, was mich überraschte, denn wir bekommen häufiger mal Reiseangebote und sagen diese meistens ab. Weil zu viel Arbeit da ist, weil wir die Kids nicht anderweitig betreut bekommen, weil wir die Umwelt schonen wollen, irgendetwas fällt uns immer ein. Diesmal aber war das anders. Ob Katharina da schon einen Riecher dafür hatte, wie toll das werden würde?

Let´s do it: Wir gönnen uns eine Freundinnen-Reise

Wir sagten uns also: Komm! Wir Zwei waren noch nie zusammen im Urlaub. Stadt Land Mama wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Wir haben grad kein neues Großprojekt vor der Brust. Wir haben nach zwei Jahren Pandemie doch eh gesagt, dass wir uns in diesem Jahr ein bisschen mehr Zeit für Freizeit gönnen. Let´s do it!

Einzig: Wir würden nicht die fünf Tage mitmachen können. Lisa drei (wegen Firmung ihrer Tochter), Katharina vier. „Kein Problem“, sagte Nadine (sie ist wirklich einfach maximalflexibel) und freute sich riesig, dass wir dabei sein würden. Und so machten wir uns auf nach Carrapateira Praia Do Bordeira (schon diesen Ort auszusprechen ist ja quasi Zungen-Yoga, versucht es mal laut!).  

Praia Do Bordeira: Willkommen im Paradies!

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Unser Strand: Praia do Bordeira

Und was sollen wir sagen? Dieser Ort wurde zu unserem Paradies. Wir waren 14 Frauen in sieben Zimmern, wir belegten also die ganze Anlage „Hortas do Rio“. Zwölf von ihnen waren Mütter, alle waren mal ganz raus aus dem Alltag, aus dem Hamsterrad. Morgens um 8 Uhr gab es eine Stunde Yoga und danach ein frisch zubereitetes gemeinsames Frühstück mit frischen Früchten und Rührei und Milchkaffee. Der Tag stand uns zur freien Verfügung, es gab Gruppenangebote, aber auch immer die Möglichkeit, etwas allein oder nur mit wenigen zu unternehmen. Um 18 Uhr gab es dann die zweite Yoga-Session und danach wieder vor Ort zubereitetes Abendbrot.

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Katharina hatte mir ja zum 40. Geburtstag noch einen Ausritt am Strand geschenkt. Zwei unserer Retreat-Mädels schlossen sich noch an, was diese Erfahrung nur noch schöner machte. Wir waren im Meer schwimmen (kalt, aber oho!), haben fantastisch gegessen, gelesen, gelegen und an dieser Stelle sei auch mal erwähnt: zwischen Katharina und mir war es von Sekunde Eins so, als würden wir dauernd zusammen in den Urlaub fahren. Alles irgendwie selbstredend und natürlich. Hand in Hand.

Yoga und ich? Das passt doch nicht. Oder doch?

Und tja, ich war ja vorab skeptisch gewesen, was Yoga angeht. Ich bin zwar grad ziemlich auf dem Sporttrip, bin ja aber eher die Zumba-Tante mit lauter Musik und Auspowern und dachte bislang, ich würde Ruhe gar nicht so gut aushalten… FALSCH gedacht. Ich bin durch diese Reise komplett angefixt.

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Kein Witz: Nach der ersten Stunde liefen mir einfach die Tränen auf meine Yoga-Matte. Diese Kombination aus Kraft und Balance und Entspannung löste so viel in mir aus. Der Himmel über uns, die Wärme, der Zusammenhalt. Und niemand wollte was von mir… Wahnsinn.

14 Frauen im Emotions-Hoch: Raus aus dem Hamsterrad

Und ja, nach einem gemeinsamen Abend, der etwas länger gewesen war, flossen bei einigen anderen auch noch Yogamatten-Tränchen, nachdem Jani gefragt hatte, wie es uns grad wirklich ginge. Und wo die Emotions-Dämme brachen, weil so schöne, wertschätzende Worte auch zwischen den Freundinnen fielen, die gemeinsam zu dieser Reise aufgebrochen waren. Für die diese paar Tage der Lichtblick waren, auf den sie hinarbeiteten, wenn der Homeschool-Wahnsinn drohte, über ihnen zusammenzubrechen. Tränen der Entspannung und der Erleichterung, weil es so so schön war. So entspannt.

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Wir waren da alle zusammen drin. Frauen, die nach zwei doch auch mal zum Teil harten Jahren hier mal ganz abschalten konnten. Mal ganz selbstbestimmt handeln. Hunger? Ok, essen. Müde? Ok, hinlegen. Neugier? Ok, losgehen. WAS für ein Luxus. Ihr hört es schon: Diese wenigen, aber so intensiven Tagen haben all unsere Erwartungen übertroffen. Für mich fühlten sie sich an wie vier Wochen Kur.

Eine Mama-Reise ohne Kinder – und ohne schlechtes Gewissen

Und das Allerbeste: Dadurch, dass es nur ein paar Tage waren, konnte ich komplett ohne schlechtes Gewissen sein. Die Kinder meinten bei meiner Rückkehr nur: „Huch, schon wieder da? Das kannst du gern öfter machen, war cool mit Papa.“ Wie schön ist das bitte? Wer weiß, vielleicht könnte so etwas ja sogar jetzt zu einem jährlichen Ritual werden… ich wäre dabei!

Wir hoffen jetzt, wir können uns diesen Flow und diese Zufriedenheit noch einige Zeit mit in den Alltag rüberretten. Für die ersten Yoga-Stunden hier vor Ort hab ich mich schon angemeldet. Bei Zumba und Reiten bleib ich natürlich trotzdem, aber grad die Kombi finde ich so wundervoll.

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Wie schön das war! DANKE, DANKE, DANKE

Ich bin dankbar, da noch etwas Neues und Faszinierendes für mich entdeckt zu haben. So entspannt wiedergekommen zu sein. So viel Freude gehabt zu haben. Kras, was schon drei Tage mit uns machen können. Mir bleibt nur ein Dankeschön in alle Richtungen. An Nadine. An Jani. An unsere so fantastische Frauengruppe, die nie oberflächlich, sondern gleich so bewundernswert ehrlich und offen war. Und an meine Katharina, die sofort gesagt hat: Let´s do this.

Danke auch an alle, die diesen Roman bis hierhin gelesen haben… Auch das ist ja bereits ein kleines Abschalten aus dem Alltag…!

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5 comments

  1. es weiß doch keiner was die autorinnen sonst für die umwelt tun?!
    ich zb fliege nicht, weil ich es nicht mag. und lange autofahrten mag ich auch nicht. das heißt unser urlaub einmal im jahr findet in einem umkreis von maximal 400 km statt, gerne weniger. aber das sagt doch nicht alles über mein sonstiges klimaschädliches oder umweltfreundliches verhalten aus?! ist derjenige, der zig mal im jahr „sinnlos“ für die freizeit durch ganz deutschland fährt besser?! oder der keinen müll trennt, jede saison sich neu bei primark einkleidet , jeden tag fleisch aus dem supermarkt verzehren usw usf.
    und das hier ist ja auch kein nachhaltigkeitsblog, da gibt es zig andere die sich das auf die fahne schreiben und die dann sowas bitte auch nicht tun sollten.
    ich finde das ok, und freue mich für jeden und jede die ein bisschen erholung und abwechslung bekommen.

  2. Viele können sich keinen Urlaub leisten

    So sehr ich es euch vergönne, ich halte es nicht für sinnvoll, darüber zu berichten. Es gibt so – zu – viele Menschen, die sich trotz Arbeit keinen Urlaub leisten können

  3. Ein wundervoller Event!
    Wow 😚

    Wie stellt man sich das Ganze preislich vor?
    Könnt Ihr dazu bitte auch Pi mal Daumen etwas sagen ?!?
    Mir ist klar, das es von Reisezeitpunkt etc. Abhängt

  4. In Zeiten des Klimawandels finde ich es „mal was gönnen“ hin oder her und egal wie schön sich das Retreat anhört, nicht sinnvoll für 3 oder 4 Tage irgendwo hin zu fliegen. Wie sollen unsere Kinder jemals eine Chance haben, dass sie die Erde noch einigermaßen bewohnen können, wenn weiterhin so viel Geflogen wird. Ja, die einzelne macht da nicht viel aus, aber nur so kann man es schaffen. Yoga kann man auch ganz wunderbar in einem Retreat in Deutschland machen oder woanders, wo man mit dem Zug oder Auto hinkommt. Verständlich, dass ihr Werbung machen müsst, um den Block zu finanzieren, aber Schade, dass es solche sein muss.

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